Hallo tanjasamanski!
Da du hier im Bereich Primarstufe bist, gehe ich davon aus, dass du auch in einer solchen unterrichtest.
Hausübungen gelten als
Brücke zwischen dem in der Schule angebotenen
strukturierten Unterricht und dem
häuslichen Umfeld. Und genau dabei finden nicht alle Schülerinnen und Schüler gleiche Bedingungen vor. Sie reichen von der totalen Unterstützung durch Eltern, Verwandte und andere Personen bis zur isolierten Alleinarbeit, wenn niemand zur Nachfrage zur Verfügung steht.
Aus genau dem Grund ist im Schulunterrichtsgesetz für Österreich zu lesen:
„Zur Ergänzung der Unterrichtsarbeit können den Schülern auch
Hausübungen aufgetragen werden, die jedoch
so vorzubereiten sind, dass sie
von den Schülern ohne Hilfe anderer durchgeführt werden
können.“
Und:
„Hausübungen, die an Samstagen, Sonntagen oder Feiertagen oder während der Weihnachtsferien, der Semesterferien, der Osterferien, der Pfingstferien oder der Hauptferien erarbeitet werden müssten, dürfen - ausgenommen an den lehrgangsmäßigen Berufsschulen – nicht aufgetragen werden.“
Die
Hausübungsvergabe liegt im Ermessen der Lehrkraft.
Richtlinien:
1. und 2. Schuljahr: täglicher Zeitaufwand für die Hausübung:
ca. 30 Minuten
3. und 4. Schuljahr: täglicher Zeitaufwand für die Hausübung:
ca. 60 Minuten
Für mich stellen sich folgende Fragen:
Bei einem der
Elternabende hast du sicher schon einmal gefragt, wie lange die Kinder für die Hausübung brauchen. Welche
Reaktionen der Eltern hat es gegeben?
Was sagen die
Kinder zur Menge der Hausübungen?
Gibt es viele, die nicht alles haben? Es muss nicht am fehlenden Fleiß liegen, es kann auch an Überforderung liegen! Dann nicht alles gemacht haben und noch die nächste (überfordernde) Hausübung dazu …
Ein Arbeitsblatt erfordert auf jeden Fall Lesen (auch in Mathematik) – für Erwachsene eigentlich keine Schwierigkeit, für Kinder schon eher.
Auf deine Antwort bin ich gespannt!
Gruß
da.ne