Die Bedeutung der didaktischen Inhalte des Beutelsbacher Konsenses bei der Umsetzung des Themas 'Deutschlands Stellung in der Welt' im Politikunterricht
Geschrieben von: Katja2711 Samstag, 12. September 2009 um 22:02 Uhr
( 6 Votes )Hausarbeit Fachdidaktik Sozialkunde zum Thema 'Die Bedeutung der didaktischen Inhalte des Beutelsbacher Konsenses bei der Umsetzung des Themas 'Deutschlands Stellung in der Welt' im Politikunterricht.
{orgs}2244{orge}Die Bedeutung der didaktischen Inhalte des Beutelsbacher Konsenses bei der Umsetzung des Themas 'Deutschlands Stellung in der Welt' im Politikunterricht
1. Einleitung
Im Jahre 1765 schreibt der englische Wissenschaftler Jonathan Priestley: "Upon every subject of importance, the tutor make references to the principal authors who have treated of it; and if the subject be a controverted one, let him refer to books written on both sides of the question." [1] Was Priestley an dieser Stelle bereits fordert, ist die kontroverse Betrachtung und Darstellung ebensolcher Inhalte im Unterricht. Dieser Forderung wurde im Jahre 1976 mit der Verankerung des didaktischen Prinzips der Kontroversität im so genannten „Beutelsbacher Konsens" Rechnung getragen.
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit diesem Beutelsbacher Konsens. Es soll das Ziel der Arbeit sein, darzustellen, wie dessen didaktische Inhalte und Prinzipien, insbesondere das Prinzip der Kontroversität, bei der Umsetzung politikwissenschaftlichen Wissens zu internationalen Problemen Beachtung und Anwendung finden.
Hierbei soll zunächst geklärt werden, was unter dem Beutelsbacher Konsens eigentlich zu verstehen ist, welche didaktischen Richtlinien und Prinzipien er beinhaltet und welche Bedeutung diesen im Politikunterricht zukommt. Einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit bildet die Darstellung verschiedener Unterrichtsreihen unter dem Aspekt der Vermittlung des Themas „Deutschlands Stellung in der Welt". Neben der allgemeinen Erläuterung der Vorgaben des Thüringer Lehrplans sollen dabei unterschiedliche Ansätze und Unterrichtsmethoden, die zur Vermittlung dieses Themas geeignet sind, näher betrachtet und zwei Unterrichtsreihen zu diesem Thema erstellt und analysiert werden.
2. Der Beutelsbacher Konsens und seine Bedeutung für den Politikunterricht
Um über die Bedeutung der didaktischen Prinzipien des Beutelsbacher Konsenses bei der Vermittlung eines bestimmten Themas im Politikunterricht sprechen zu können, ist es zunächst notwendig, zu klären, was unter diesem Konsens eigentlich zu verstehen ist und welche didaktischen Inhalte und Prinzipien er begründet.
2.1 Die didaktischen Inhalte und Prinzipien des Beutelsbacher Konsenses
Seit ihren Anfängen durchlief die politische Bildung verschiedene Phasen, in denen ihr unterschiedliche Aufgaben zugesprochen wurden. So sollte sie z. B. in der Zeit des Nationalsozialismus oder in der Deutschen Demokratischen Republik bestehende gesellschaftliche und politische Zustände im Interesse der von diesen Zuständen profitierenden Machtgruppe legitimieren und vor Kritik schützen. Im Westen Deutschlands sollte die politische Bildung nach 1945 nach dem Konzept der Re-education der Alliierten vor allem der Besserung gesellschaftlicher und politischer Zustände sowie dem Erhalt der Demokratie dienen, indem sie jedem Bürger demokratisches Wissen und ein klares soziales Zielbewusstsein vermittelte. All diesen Vorstellungen von politischer Bildung war gemein, dass sie den Schüler [2] als Objekt der Belehrung ansahen. Im Gegensatz hierzu beinhaltet ein weiteres Denkmuster der politischen Bildung die eigenständige Auseinandersetzung des Lernenden mit Politik, ohne die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung, die Urteile, politische Meinungen und Überzeugungen, zu welchen der Schüler kommen könnte, vorwegzunehmen. Dieses Denkmuster, welches sich in ersten Ansätzen in der politischen Bildung der Nachkriegszeit in West- und seit 1989 auch in Ostdeutschland etablierte, schließt die Möglichkeit ein, dass der Schüler in der Beurteilung politischer Streitfragen zu anderen Ergebnissen kommt als der Lehrer und dass dies ein wünschenswertes Ergebnis von Lernprozessen sein kann. Somit steht hier die Mündigkeit des Schülers im Vordergrund. [3]
Eine besondere Bedeutung kommt bei der Etablierung dieses Denkmusters dem Beutelsbacher Konsens zu. Dieser ist das Ergebnis einer Fachtagung der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg zu den Zielen des Politikunterrichts im Jahre 1976. Er beinhaltet mehrere grundlegende didaktische Prinzipien und Richtlinien. [4] Diese sollen in den nachfolgenden Abschnitten der vorliegenden Arbeit näher erläutert werden.
2.1.1 Das Überwältigungsverbot
Nach dem Überwältigungsverbot ist es dem Lehrer nicht erlaubt, den Schüler im Sinne erwünschter Meinungen zu überrumpeln und an der Gewinnung eines eigenständigen Urteils zu hindern, da dies die Grenze zwischen politischer Bildung und Indoktrination darstellt. Letztere steht der Rolle des Lehrers in einer demokratischen Gesellschaft und der Zielvorstellung der politischen Bildung von der Mündigkeit des Schülers entgegen. [5]
2.1.2 Das Prinzip der Kontroversität
Zu dem vorab beschriebenen Verbot der Überwältigung des Schülers tritt das Kontroversitätsgebot oder Kontroversprinzip, nach welchem das, was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, auch im Unterricht kontrovers erscheinen muss. Dieses Prinzip ist mit dem Überwältigungsverbot eng verknüpft, denn wenn unterschiedliche Standpunkte nicht aufgezeigt, Optionen unterschlagen oder Alternativen nicht erörtert werden, ist der Weg zur Indoktrination bereits beschritten. Da Erziehung und Bildung stets auch die Auswahl von Lerninhalten und Lernumgebungen beinhalten, ist das Problem der Bevormundung oder des Vorenthaltens von Möglichkeiten leicht gegeben. Dies jedoch führt zu einer dogmatischen politischen Schulung oder einem weltanschaulichen Gesinnungsunterricht, was durch die in diesen Formen enthaltene Manipulation durch Unausgewogenheit oder Parteilichkeit als schwerste Verletzung pädagogischer Professionalität und Ethik gilt. Das Prinzip der Kontroversität zählt somit als didaktisches Prinzip zur Berufsethik des Politik- oder Sozialkundelehrers. Es bezieht sich vor allem auf die normative Pluralismustheorie demokratischer Staaten, in welchen Konflikte als Antriebskraft für sozialen Wandel gelten und Interessenkontroversen, Kritik und Opposition in der Tradition des demokratischen Experimentalismus und der offenen Gesellschaft stehen. Weiterhin ist die Anerkennung der Tatsache, dass verschiedene Ansichten nicht übereinstimmen, eine Grundvoraussetzung des Prinzips der Kontroversität. Dies spiegelt u. a. die Merkmale der freiheitlichen Grundordnung, wie etwa die Menschen- und Grundrechte, das Mehrparteienprinzip oder das Recht auf Opposition, wieder. [6]
In politikdidaktischen Ansätzen steht die Kontroverse im Zentrum der Konfliktdidaktik und kann durch eine Vielzahl von Unterrichtsmethoden verwirklicht werden, die durch Mehrperspektivität bzw. Multiperspektivität geprägt sind. So werden öffentliche Gesprächsformen im Unterricht nachgestellt, z. B. in Pro-Contra-Debatten, Podiumsdiskussionen oder Talkshows, und in Trainingsmodellen zur Streitschlichtung erwerben die Schüler soziale Kompetenzen zur Mediation und Zivilcourage. Hierbei wird der Lernende zum Perspektivenwechsel, d. h. zum Wechsel vom Pro- zum Contra-Standpunkt, bzw. zur Perspektivenkoordination, d. h. zur Integration verschiedener Perspektiven zu einer neuen, ermuntert. In beiden Fällen muss der Schüler lernen, sich in einen anderen Standpunkt hinein zu versetzen. [7]
Der Politiklehrer hingegen, der sich oftmals als Spezialist für das Kontroverse bzw. für streitige Diskussionen versteht, muss dafür sorgen, dass die Meinungen der Schüler in den Unterricht mit eingehen. Seine Rolle hängt davon ab, wie die kontroversen Haltungen in der Lerngruppe repräsentiert sind. Im Falle einer argumentationshomogenen Lerngruppe nimmt der Lehrende vorwiegend eine Korrekturfunktion wahr. Er tritt je nach Situation und Lerndynamik provozierend auf, um tabuisierte Standpunkte, die den Schülern fremd sind, offensiv einzubringen. Im Gegensatz dazu beschränkt sich die Rolle des Lehrers bei einer argumentationsheterogenen Lerngruppe auf die eines Moderators, der den Konflikt entschärfen muss, so dass jede Seite ein wenig Recht behält. Die schwierigste Aufgabe kommt dem Lehrer jedoch zu, wenn die Schüler apathisch oder indifferent sind. Er kann hier erneut, wie im Falle der argumentationshomogenen Gruppe, zum Mittel der Provokation greifen oder durch eine Kompetenzmotivation, d. h. durch das Aufgreifen gemeinsamer positiver Erfahrungen, eine Diskussion aufbauen. Wenn sich die Schüler schließlich frei äußern und ausdrücken können, sind argumentationsheterogene Gruppen häufiger im Politikunterricht anzutreffen als ein erster Eindruck vom Vorwissen der Lernenden zunächst annehmen lässt. Die Kunst des Lehrers besteht also vorwiegend darin, die Denkakte der Schüler nicht vorschnell zu kappen oder zu vereinheitlichen. [8]
Während die Lehrer in den frühen 1960er Jahren noch harmonisierende Gesellschaftsmodelle bevorzugten, besteht heute eine große Akzeptanz des Prinzips der Kontroversität. Es kann demzufolge festgestellt werden, dass innerhalb des Lehrerbewusstseins ein Wandel stattgefunden hat. Nichtsdestotrotz können häufig verschiedene Formen der Überwältigung im Unterricht auftreten. Dabei stehen vor allem bestimmte Kommunikationsmuster, die allerdings nicht bewusst vom Lehrer angewandt werden, der Kontroversität entgegen, z. B. wenn Einwände der Schüler überhört, ihre Meinungen aufgrund eines überzogenen Bedürfnisses nach Harmonisierung nicht beachtet oder Missverständnisse nicht aufgeklärt werden, aber auch, wenn Scheinkontroversen inszeniert werden oder wenn sich Schüler durch die Benotung und Beurteilung ihrer Leistungen gezwungen fühlen, eine bestimmte Meinung anzunehmen. Hierbei besteht jedoch kein Anlass zur übermäßigen Kritik an den Lehrkräften. Es gibt in Wissenschaft und Politik weitaus mehr Kontroversen, als ihrer Behandlung im Unterricht zur Verfügung steht. Viele kontroverse Debatten sind zudem so komplex, dass sie die Schüler schnell überfordern können. Somit erfordert die didaktische Reduktion bei der Planung und Gestaltung von Unterricht das konzentrierte Herausmodellieren der Kontroversen aus unübersichtlichen gesellschaftlichen Verhältnissen, ohne jedoch den Lernenden eine positiv oder negativ verzerrte Weltsicht ohne Ambivalenzen darzubieten. [9]
2.1.3 Der Grundsatz der Interessenlage
Gemäß dem dritten Grundsatz des Beutelsbacher Konsenses muss der Lernende weiterhin in die Lage versetzt werden, eine politische Situation sowie seine eigene Interessenlage zu analysieren und nach Wegen zu suchen, diese Lage im Sinne seiner Interessen zu beeinflussen. Dabei werden insbesondere die analytischen und operationalen Fähigkeiten des Schülers gefordert, der erkennen muss, ob und in welcher Beziehung der Unterrichtsgegenstand zu ihm selbst steht. Wenn er nämlich seine eigene Interessenlage am Unterrichtsinhalt nicht erkennen kann, dann ist auch der politische Unterricht umsonst. Auf einer höheren Ebene ist mit diesem dritten Grundsatz des Konsenses weiterhin das Erkennen der eigenen Interessenlage im Kräftefeld politischer Auseinandersetzungen und deren Vertretung gemeint. [10]
Der Beutelsbacher Konsens spielt demzufolge eine große Rolle bei der Entwicklung des Schülers zum mündigen Bürger. Welche Bedeutung ihm speziell für den Politikunterricht zukommt, soll im Folgenden ausgeführt werden.
2.2 Die Bedeutung des Beutelsbacher Konsenses für den Politikunterricht
Der Beutelsbacher Konsens beendete in der langwierigen schulbezogenen Diskussion um die politische Bildung gegen Ende der 1960er bzw. Beginn der 1970er Jahre eine Phase der Polarisierung zwischen CDU- und SPD- regierten Bundesländern. Er führte die zerstrittenen Lager zusammen und machte deutlich, dass die politische Bildung eine pädagogische Veranstaltung ist, die nur erfolgreich betrieben werden kann, wenn die Rahmenbedingungen stimmen, d. h. wenn sie nicht politisch instrumentalisiert wird. Verbunden mit der Etablierung der Politikdidaktik als Wissenschaft hat dieser Minimalkonsens einer Didaktiker-Konferenz die Professionalität des Faches und seiner Wissenschaft beschleunigt. Da man auch in der Politikdidaktik heutzutage die Vertreter kaum noch nach ihren wissenschaftlichen Präferenzen unterscheiden kann, besteht Einvernehmen darüber, dass es nicht das Ziel politischer Bildung im Unterricht sein kann, politisches Einvernehmen unter den Schülern bzw. zwischen Schülern und Lehrer herzustellen. Davon profitieren verschiedene Lehrpläne für das Fach Sozialkunde, so dass der Beutelsbacher Konsens auch 30 Jahre nach seiner Etablierung noch eine bedeutende Richtlinie für den politischen Unterricht in Deutschland darstellt. [11]
Im nachfolgenden Abschnitt sollen nun unterschiedliche Möglichkeiten der Vermittlung des Themas „Deutschlands Stellung in der Welt" unter Beachtung und Anwendung der didaktischen Inhalte und Prinzipien des Beutelsbacher Konsenses, insbesondere des Prinzips der Kontroversität, aufgezeigt werden. Dabei sollen drei verschiedene Unterrichtsreihen zu diesem Thema erstellt und analysiert werden.
3. Die Bedeutung der didaktischen Inhalte des Beutelsbacher Konsenses bei der Umsetzung des Themas „Deutschlands Stellung in der Welt" im Politikunterricht
3.1 Allgemeine Vorbetrachtungen zum Thema und Empfehlungen des Lehrplans
Die Inhalte des Beutelsbacher Konsenses sind auch im Thüringer Lehrplan für das Fach Sozialkunde zu finden. Dort wird ausgeführt, dass dieses Unterrichtsfach die Basis der politischen Bildung in der Schule darstellt. Sein Gegenstandsfeld ist die Politik, das Ziel des Faches ist die Entwicklung der politischen Mündigkeit der Schüler. Das Unterrichtsfach soll die Schüler befähigen, die politische Dimension menschlichen Zusammenlebens und damit sich selbst als politisches Wesen zu erkennen. Sie sollen lernen, ihren eigenen Standpunkt in politischen Kontroversen zu finden sowie sich auf der Grundlage politischen Sach- und Reflexionswissens, kommunikativer Fähigkeiten und orientiert an den demokratischen Grundwerten im politischen Raum als mündige Bürgerinnen und Bürger zu verhalten. [12]
Neben anderen didaktischen Prinzipien, wie der Schülerorientierung oder der Handlungsorientierung, ist dabei insbesondere das Prinzip der Kontroversität für die Auseinandersetzung mit Politik im Sozialkundeunterricht von Bedeutung. Danach sollen sowohl Lehrer als auch Schüler bei allen Unterrichtsthemen beständig die Frage nach zentralen politischen und wissenschaftlichen Kontroversen stellen. Hierzu sollen bevorzugt Methoden eingesetzt werden, die in besonderer Weise Handlungsbezug, Offenheit des Lernens sowie die Eigenverantwortlichkeit und Selbständigkeit der Schüler fördern, z. B. Kleingruppenarbeit oder verschiedene Gesprächsformen, wie etwa die Pro-Contra-Debatte oder die Podiumsdiskussion. In der Anwendung dieser Methoden sollen die Schüler vor allem lernen, die eigene Meinung oder Voreinstellung zu einem bestimmten politischen Sach- oder Problembereich durch die Konfrontation mit neuen Erkenntnissen oder bisher vertrauten Sichtweisen kritisch zu überprüfen und in kontroversen Diskussionen sachlich zu vertreten. Dabei sollen die Lernenden unter Umständen auch strategisch argumentieren, um andere zu überzeugen, sowie andere politische Auffassungen als die eigene im Sinne eines Perspektivenwechsels verstehen und tolerieren bzw. simulativ für eine bestimmte Zeit auch probehalber vertreten können. [13]
Das Thema „Deutschlands Stellung in der Welt" kann laut Thüringer Lehrplan unterschiedlichen Problembereichen, wie etwa den Bereichen „Wege zum Frieden" oder „Europäische Integrationspolitik", zugeordnet werden. Diese sollen im Politikunterricht der Klassenstufe 10 behandelt werden. Zu ersterem Bereich zählen die Unterrichtsinhalte „Rolle der UNO in der Friedenspolitik", „Friedensbegriffe" und insbesondere „Die künftige Rolle der Bundeswehr in der NATO". In dem Bereich „Europäische Integrationspolitik" werden die Inhalte „Historische Entwicklung der europäischen Integration", „Das politische System der Europäischen Union" sowie „Entwicklungsperspektiven der europäischen Integration" aufgegriffen. Das Thema „Deutschlands Stellung in der Welt" ist dabei als Unterrichtsinhalt im Lehrplan nicht explizit aufgeführt, es kann jedoch problemlos in die Behandlung dieser beiden Problemfelder eingegliedert werden. Dies ist auch bei den Problemfeldern „Analyse eines aktuellen Problemfeldes der europäischen Integration" oder „Analyse eines internationalen Konflikts" im Sozialkundeunterricht der 12. Klasse möglich. [14]
Durch diese Vorgaben des Lehrplans, z. B. die Empfehlung der Behandlung des Themas in der 10. Klasse, in der in der Regel nur eine Unterrichtsstunde pro Woche stattfindet, wird die Auswahl der Unterrichtsmethoden bereits eingeschränkt. Aufgrund der Bedeutung handlungsorientierter Methoden für den Unterricht und die damit zusammenhängende Umsetzung der Inhalte des Beutelsbacher Konsenses, insbesondere des Prinzips der Kontroversität, z. B. durch die Förderung der Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz der Schüler und die Möglichkeit der Darstellung von kontroversen Inhalten, sollte allerdings vor allem auf diese Unterrichtsmethoden nicht verzichtet werden. Methoden, deren Planung, Vorbereitung, Durchführung und Auswertung einen umfangreichen Zeitrahmen erfordern, sind demzufolge in der Umsetzung zu verkürzen, was in den nachfolgenden Unterrichtsreihen teilweise der Fall ist.
3.2 Die Vermittlung des Themas in verschiedenen Unterrichtsreihen
3.2.1 Plan der Unterrichtsreihe 1: Deutschlands Stellung in der Welt - Deutschland in den transatlantischen Beziehungen
3.2.1.1 Beschreibung (Allgemeine und inhaltliche Vorbetrachtung)
Die im nachfolgenden Abschnitt dargestellte Unterrichtsreihe soll in einer 10. Klasse durchgeführt werden. Da in Thüringen das Fach Sozialkunde erst ab der Klassenstufe 9 eingeführt wird und in dieser zunächst die Einführung in das Unterrichtsfach und das politische System der Bundesrepublik Deutschland im Vordergrund stehen, ist nicht davon auszugehen, dass die Schüler der 10. Klasse bereits über umfassende Vorkenntnisse zu den internationalen Beziehungen und speziell zu den transatlantischen Beziehungen verfügen. Die Unterrichtsreihe ist eingebettet in den Problembereich „Wege zum Frieden" und kann beispielsweise dem Themenkomplex „Die künftige Rolle der Bundeswehr in der NATO" vorangestellt werden.
Das Thema dieser Unterrichtsreihe, welche auf drei Unterrichtsstunden á 45 Minuten angelegt ist, lautet „Deutschlands Stellung in der Welt - Deutschland in den transatlantischen Beziehungen". Am Ende dieser Reihe soll die Problemfrage „Muss sich die deutsche Außenpolitik ändern?" beantwortet werden. Es ist das Ziel dieser Unterrichtsstunden, die Schüler mit der deutschen Außenpolitik im Bereich der transatlantischen Beziehungen vertraut zu machen. Sie sollen erkennen, was unter dem Begriff der transatlantischen Beziehungen zu verstehen ist, wie sich diese seit dem Zweiten Weltkrieg entwickelt haben, welche Rolle Deutschland in den transatlantischen Beziehungen einnimmt und wie sich diese bis heute verändert hat.
Die Unterrichtsreihe beginnt mit der Analyse einer Karikatur, wodurch die Schüler motiviert werden sollen und ihr bereits vorhandenes allgemeines Wissen zu den transatlantischen Beziehungen, insbesondere zur Außenpolitik der USA, erfasst und systematisiert werden soll. Der Lehrer legt eine Folie mit einer Karikatur auf und stellt den Schülern Fragen, die zur Analyse dieser Karikatur dienen, z. B. „Was stellt der Zeichner oder die Zeichnerin dar?", „Wie und mit welchen Mitteln wird das Thema dargestellt?", „Ist aus der Karikatur eine bestimmte Einstellung, Meinung oder Deutung des Zeichners oder der Zeichnerin erkennbar?" oder „Wie beurteilt ihr die Aussage der Karikatur?" [15] Die Schüler sollen weiterhin alternative Überschriften für die Karikatur finden und so das Thema der Stunde, nämlich „Die transatlantischen Beziehungen", ermitteln. Die verschiedenen Antworten der Schüler werden dabei durch den Lehrer in einer Mind Map an der Tafel festgehalten. Nach der Einstiegsphase kommt es in der ersten Stunde der Unterrichtseinheit zu der weiteren Vermittlung von Grundkenntnissen zum Begriff der transatlantischen Beziehungen und deren Entwicklung seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Schüler erarbeiten sich diese selbständig anhand eines vom Lehrer erstellten Textes, indem sie die Fragen zum Text schriftlich in Form von Stichpunkten beantworten. [16] Zum Abschluss dieser ersten Stunde der Unterrichtseinheit kommt zum Vergleich der Ergebnisse dieser Textarbeit und zur Ergebnissicherung, indem die Schüler ihre Antworten mündlich im Gespräch mit dem Lehrer vortragen.
In der zweiten Stunde der Unterrichtseinheit findet als Einstieg ein Brainstorming statt, dessen Ziel es ist, das aktuelle politische Geschehen aufzugreifen und das allgemeine Wissen der Schüler zu diesem zu erfassen und abzurufen. Der Lehrer gibt hierbei einen Begriffs-Impuls vor, anhand dessen die Schüler mündlich assoziieren sollen. Die Antworten der Lernenden werden wiederum durch den Lehrer zusammengefasst und an der Tafel festgehalten. Danach kommt es zum Vergleich der Ergebnisse des Brainstormings mit einer Umfrage zur Außenpolitik Deutschlands, welche der Lehrer als Folie auflegt. [17] Er liest die Ergebnisse der Umfrage vor, vergleicht sie mit den Schülermeinungen und zieht ein Zwischenfazit, wodurch es zur Wiederholung und weiteren Systematisierung des Wissens der Schüler zu den transatlantischen Beziehungen und zur Bildung einer eigenen Meinung zur Außenpolitik Deutschlands kommen soll. Im Verlauf dieser Stunde erläutert der Lehrer das weitere Vorgehen, indem er eine allgemeine Einführung in die Methode der Podiumsdiskussion, insbesondere zu deren Ablauf und Zusammensetzung, anhand einer von ihm erstellten Folie gibt. [18] Während dessen machen sich die Schüler Notizen zum Ablauf, zur Durchführung und Auswertung dieser Unterrichtsmethode. Schließlich kommt es zur Bildung von Vorbereitungsgruppen und zur Bestimmung des Moderators durch den Lehrer. Im Anschluss daran teilt er die Materialien für die einzelnen Gruppen aus und stellt das Thema der Podiumsdiskussion vor, nämlich „Soll die BRD ihre Beziehungen zur USA aufkündigen?". [19] Danach erteilt er den Schülern den Arbeitsauftrag, die Texte ihrer Gruppe zu lesen, eine Hauptthese aufzustellen und Argumente für die jeweilige Position, die sie in der Podiumsdiskussion einnehmen sollen, zu finden. Diese Phase der Überleitung dient vor allem der Zielorientierung der Schüler, der Organisation des Unterrichts und der Förderung der Methodenkompetenz der Lernenden. In der daran anschließenden Erarbeitungsphase tauschen sich die Schüler über die Standpunkte und Argumente ihrer Gruppe aus und bestimmen je einen Vertreter für das Podium. Die jeweiligen Argumente und die Hauptthese der Gruppe sind dabei schriftlich festzuhalten. Auch der vom Lehrer bestimmte Moderator der Podiumsdiskussion liest den ihm zur Verfügung gestellten Gesprächsleitfaden sowie einen Text mit allgemeinen Informationen zu den einzelnen Positionen. [20] Er erstellt außerdem anhand dieser Informationen einen Fragenkatalog für die Leitung der Podiumsdiskussion.
Die dritte Stunde dieser Unterrichtsreihe beginnt mit der Vorbereitung der Podiumsdiskussion. Der Lehrer und die Schüler richten den Raum für diese her, indem sie das Podium gegenüber dem Publikum aufbauen sowie Namensschilder und Becher mit Getränken auf diesem aufstellen. Der Lehrer schwört zudem die nicht diskutierenden Lernenden auf die Rolle des Publikums ein. Sie erhalten die Aufgabe, sich während der Diskussion die Argumente zu notieren, die sie überzeugen. Des Weiteren legt der Lehrer nochmals die Folie mit dem Ablaufplan der Podiumsdiskussion auf. [21] Schließlich eröffnet der Moderator die Podiumsdiskussion. Er gibt eine kurze Einleitung zum Thema und stellt die Gäste der Diskussion vor, welche ihre Hauptthese in einem Eingangsstatement vorbringen. Danach stellt der Moderator Fragen an die Politiker und Experten, welche diese beantworten. Das Publikum bringt sich durch Redebeiträge oder Fragen ebenfalls aktiv in die Diskussion ein. Nach einer abschließenden Stellungnahme der Gäste schließt der Moderator die Podiumsdiskussion. Während dieser Durchführung soll es zu einer weiteren Vertiefung des Wissens der Schüler zu den transatlantischen Beziehungen kommen. Sie sollen Pro- und Contra-Argumente sammeln und gegenüberstellen, d. h. verschiedene Haltungen innerhalb dieser Beziehungen erkennen und zum Ausdruck bringen. Die nicht diskutierenden Schüler sollen dabei als authentisches Publikum auftreten und die Diskussion bereichern. In der an die Durchführung der Diskussion anschließenden Reflexionsphase wird diese ausgewertet. Dabei sollen die Schüler beschreiben, wie sie sich in ihren Rollen gefühlt haben, was an der Gesprächssituation besonders war, welche Argumente für sie überzeugend waren etc. Der Lehrer wertet die Podiumsdiskussion und die Reflexion der Schüler danach nochmals aus seiner Sicht aus. In der Abschlussphase dieser dritten Stunde sollen die Schüler schließlich die Problemfrage der gesamten Unterrichtsreihe diskutieren und beantworten. Dabei sollen sie erkennen, dass es für die Bundesrepublik Deutschland in den transatlantischen Beziehungen bestimmte Interessen und Verpflichtungen gibt, die beibehalten werden müssen. Danach fasst der Lehrer das von den Schülern Gesagte zusammen und zieht ein Schlussfazit zur gesamten Unterrichtsreihe, was der Auswertung der Unterrichtsreihe und der abschließenden Ergebnissicherung dienen soll.
Sollte sich die Durchführung der Podiumsdiskussion sehr dynamisch gestalten, so ist sie nicht vorzeitig durch den Lehrer abzubrechen. Für die Reflexions- und Auswertungsphase ist dann alternativ eine vierte Unterrichtsstunde zu verwenden.
3.2.1.2 Begründung der Wahl der Methode (Methodisch-didaktische Überlegungen)
Die in dieser Unterrichtsreihe angewandte Methode der Podiumsdiskussion folgt dem Prinzip der Handlungsorientierung und kann hier insbesondere dem Bereich des simulativen Handelns zugeordnet werden. Sie bietet die Möglichkeit, die Schüler spielerisch an politische Themen und aktuelle Debatten heranzuführen und wirkt motivierend auf die Lernenden. Dabei eignet sich die Podiumsdiskussion im Sozialkundeunterricht besonders zur Darstellung eines kontroversen oder aspektreichen Themas, welches von möglichst vielen Seiten beleuchtet werden soll. Politiker und Experten mit unterschiedlichen Standpunkten und Sichtweisen diskutieren hierbei gemeinsam über eine bestimmte Frage, wobei die Veranstaltung von einem Moderator geleitet wird. Es ist die Aufgabe aller Teilnehmer der Diskussion, Gegensätze in den Positionen herauszustellen, aber auch Möglichkeiten der Annäherung zu suchen. Auch die Zuschauer der Podiumsdiskussion erhalten in deren Verlauf die Gelegenheit, sich mit Fragen oder Anmerkungen in das Gespräch einzubringen. [22]
Obwohl die Podiumsdiskussion bereits eine klassische Form der außerschulischen politischen Bildung darstellt, z. B. bei der Tätigkeit von politischen Stiftungen und Vereinen, und obwohl ihre zentralen didaktischen Ziele, nämlich die Darstellung einer Kontroverse und der damit zusammen hängenden verschiedenen Argumente, Standpunkte und Interessen sowie die Meinungs- und Willensbildung der Teilnehmer, nach der Anwendung der Methode im Unterricht verlangen, ist diese dort jedoch eher selten anzutreffen. Das liegt vor allem daran, dass es Lernenden häufig schwer fällt, sich in die Person eines Politikers hineinzuversetzen und seine Sichtweise anzunehmen, besonders dann, wenn es sich um eine der eigenen Meinung entgegen stehende Ansicht handelt. In der Podiumsdiskussion können die Schüler allerdings angehalten werden, einen Perspektivenwechsel vorzunehmen. Zudem erfahren sie das gleichberechtigte Nebeneinander unterschiedlicher Standpunkte und entwickeln ein Verständnis für die Denk- und Handlungsweisen anderer, wodurch sie sich von spontanen oder bereits vorgeformten Urteilen distanzieren können. Außerdem haben die Lernenden bei dieser Methode ein hohes Maß an Mitbestimmung. Nicht nur ihre Fähigkeit zur Darstellung wird verlang, sondern auch ihr allgemeines Wissen im Hinblick auf die Diskussion und die Richtigkeit der Darstellung. Neben dem Prinzip der Handlungsorientierung wird bei der Methode der Podiumsdiskussion also auch dem Prinzip der Schülerorientierung Rechnung getragen. [23]
Des Weiteren wird in der gesamten Unterrichtsreihe neben der Vermittlung von Wissen zu einem internationalen Problem auch das Aktualitätsprinzip durch die Behandlung der jüngsten Gespräche zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem Präsidenten der USA, George Bush, über ein eventuelles Vorgehen gegen den Iran, berücksichtigt. Das Thema eignet sich weiterhin für die Durchführung von wertorientierten und historischen Ansätzen und eröffnet die Möglichkeit, fächerübergreifenden Unterricht, z. B. mit der Aufarbeitung des Unterrichtsthemas im Fach Geschichte oder im Englischunterricht, zu betreiben.
3.2.1.3 Verlaufsplan
Thema der Unterrichtsreihe: „Deutschlands Stellung in der Welt - Deutschland in den transatlantischen Beziehungen" Problemfrage: „Muss sich die deutsche Außenpolitik ändern?"
1. Unterrichtsstunde/1. Sequenz: Einführung in die transatlantischen Beziehungen
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Zeit |
Unterrichtsphase |
Gegentand/ Lernschritte |
Ziele |
Methode/ Soziaform |
Unterrichtsmittel/Medien |
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15 Min. |
Einstieg |
- Auflegen Folie mit Karikatur durch Lehrer: ● Schüler erläutern, was Thema, Aussage der Karikatur ist, wie dieses dargestellt wird etc. ● Schüler finden andere Überschriften für Karikatur und ermitteln so Thema der Stunde (transatlantische Beziehungen) - Zusammenfassung durch Lehrer in Mind Map |
- Motivation der Schüler - Einstieg in das Stundenthema - Förderung der Methodenkompetenz der Schüler |
- Lehrer-Schüler-Gespräch - Mind Map |
- Folie Karikatur - Tafelbild |
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15 Min. |
Erarbeitungs- phase |
- Textarbeit zum Begriff der transatlantischen Beziehungen und deren Entwicklung seit dem Zweiten Weltkrieg: ● Lehrer teilt einen von ihm erstellten Text aus ● Schüler lesen Text und beantworten Fragen in Stichpunkten → bei einem entsprechenden Text können Schüler alternativ einen Zeitstrahl über die wichtigsten Etappen der transatlantischen Beziehungen erstellen |
- Vermittlung von Grundwissen über Begriff und Entwicklung der transatlantischen Beziehungen: ● Schüler sollen erkennen, was unter Begriff der transatlantischen Beziehungen zu verstehen ist und wie sich diese seit dem Zweiten Weltkrieg entwickelt haben - Förderung der Sachkompetenz der Schüler |
- selbständige Schülerarbeit |
- Arbeitsblätter mit erstelltem Text und Fragen in Kopie |
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15 Min. |
Phase der Ergebnissicherung |
- Vgl. Textarbeit: ● Schüler beantworten Fragen mündlich im Gespräch mit Lehrer |
- Vergleich und Ergebnissicherung: ● siehe oben |
- Lehrer-Schüler-Gespräch
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- siehe oben |
2. Unterrichtsstunde/2. Sequenz: Vorbereitung der Podiumsdiskussion
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Zeit |
Unterrichts-phase |
Gegentand/ Lernschritte |
Ziele |
Methode/ Soziaform |
Unterrichtsmittel/ Medien |
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5 Min. |
Einstieg |
- Brainstorming der Schüler zu transatlantischen Beziehungen und deutscher Außenpolitik nach Begriffs-Impuls durch Lehrer: ● Lehrer gibt Begriffs-Impuls vor: „Deutsche Außenpolitik bedeutet für mich ..." ● Schüler assoziieren mündlich - Lehrer fasst Gesagtes zusammen und hält Wesentliches an Tafel fest |
- Motivation der Schüler - Schüler sollen aktuelles politisches Geschehen aufgreifen und einbringen |
- Lehrer-Schüler- Gespräch
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- Tafelbild |
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5 Min. |
Einstieg |
- Vergleich der Ergebnisse des Brainstormings mit Umfrage zu Außenpolitik Deutschlands: ● Lehrer liest Ergebnisse Umfrage vor, vergleicht mit Schülermeinungen und zieht Zwischenfazit |
- Schüler sollen Wissen zu transatlantischen Beziehungen wiederholen und systematisieren - Schüler sollen eigene Meinung zur Außenpolitik Deutschlands entwickeln |
- Lehrer-Schüler-Gespräch - kurzer Lehrervortrag |
- Folie Umfrage |
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5 Min. |
Überleitung |
- Erläuterung des weiteren Unterrichtsvorgehens: ● Lehrer erklärt Methode der Podiumsdiskussion (Folie): ● Schüler machen sich Notizen zu Ablauf etc. - Bildung von Vorbereitungsgruppen: ● Lehrer lässt Gruppen bilden, legt Moderator fest: → Politiker 1: ehem. Außenminister Fischer → Politiker 2: Bundeskanzlerin Merkel → Politiker 3: Außenminister Steinmeier → Experte 1: Koordinator für deutschamerikanische Zusammenarbeit Voigt → Experte 2: PD Dr. Torsten Oppelland, Friedrich-Schiller-Universität Jena ● Schüler finden sich in Gruppen zusammen ● Lehrer teilt Materialien aus, stellt diese sowie Thema Podiumsdiskussion („Soll die BRD ihre Beziehungen zur USA aufkündigen?") vor und erteilt Arbeitsauftrag: „Lest den Text und ermittelt die Kernaussagen des Politikers/Experten zur deutschen Außenpolitik und den transatlantischen Beziehungen! Geht dabei auch auf aktuelle Ereignisse ein! Legt eine Person fest, die die Rolle des Politikers/Experten in der Podiumsdiskussion einnimmt! Formuliert für den Teilnehmer der Podiumsdiskussion ein Eingangsstatement sowie überzeugende Argumente!" bzw. für den Moderator: „Lies den Text aufmerksam durch! Erarbeite anhand des Textes und des Gesprächsleitfadens Fragen an die Gäste der Diskussion! Übernimm die Rolle des Moderators und führe durch Diskussion!" |
- Zielorientierung der Schüler - Organisation der Unterrichtsstunde - Förderung der Methodenkompetenz der Schüler |
- kurzer Lehrervortrag
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- Folie Ablauf Podiumsdiskussion - mehrere Texte mit Argumenten für Gruppen - Gesprächsleitfaden und Material für Moderator |
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30 Min |
Erarbeitungs-phase |
- Gruppenarbeit am Text: ● Gruppen analysieren Texte (Argumente und Informationen) ● Gruppen bestimmen Vertreter für Podium ● Moderator entwickelt Fragebogen anhand Gesprächsleitfaden etc. |
- Schüler sollen wesentliche Argumente ihrer Gruppe herausfiltern - Förderung Sach-, Methoden- und Sozialkompetenz der Schüler |
- Gruppen- arbeit in Vorbereitung des Podiums |
- siehe oben |
3. Unterrichtsstunde/3. Sequenz: Durchführung der Podiumsdiskussion und Reflexion
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Zeit |
Unterrichts-phase |
Gegenstand /Lernschritte |
Ziele |
Methode/ Soziaform |
Unterrichtsmittel/Medien |
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5 Min. |
Einstieg |
- Vorbereitung der Podiumsdiskussion: ● Lehrer und Schüler richten den Raum für die Podiumsdiskussion her ● Lehrer schwört nicht diskutierende Schüler auf Rolle des Publikums ein und erteilt Aufgabe, sich während der Diskussion Argumente zu notieren, die sie überzeugen |
- Zielorientierung der Schüler - Organisation der Unterrichtsstunde |
- kurzer Lehrervortrag |
- Folie Ablauf Podiumsdiskussion - Getränke, Namensschilder |
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20 Min. |
Anwendung |
- Durchführung der Podiumsdiskussion: ● siehe Ablauf auf Folie
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- Vertiefung des Wissens der Schüler zu transatlantischen Beziehungen: ● Schüler sollen verschiedene Haltungen in transatlantischen Beziehungen erkennen und zum Ausdruck bringen ● Schüler sollen als authentisches Publikum auftreten, Diskussion bereichern etc. ● Förderung der Sach-, Methoden- und Sozialkompetenz |
- Podiumsdiskussion |
- Folie Ablauf Podiumsdiskussion - Gesprächsleitfaden für Moderator |
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10 Min |
Reflexion |
- Rückblick auf und Auswertung der Podiums-Diskussion: ● Schüler gehen darauf ein: Wie haben sie sich in ihren Rollen gefühlt? Haben sich ihre Positionen vielleicht verändert? Welche Argumente waren überzeugend? etc. ● Lehrer wertet Diskussion zusammenfassend aus → Reflexionsphase kann alternativ auch in nächste Stunde verlegt werden, um Dynamik auf dem Podium nicht vorzeitig abzubrechen.
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- Auswertung und Ergebnissicherung: ● siehe oben |
- Lehrer-Schüler-Gespräch |
- siehe oben |
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10 Min. |
Abschluss der Unter-richtseinheit |
- Abschlussdiskussion mit Beantwortung der anfänglich gestellten Problemfrage: ● Lehrer fordert Schüler auf, das bisher vermittelte Wissen mündlich zusammen zu fassen ● Schüler diskutieren, fassen zusammen und beantworten Problemfrage ● Lehrer zieht evtl. noch Schlussfazit → alternativ kann hierfür auch 4. Stunde verwendet werden |
- Auswertung und Ergebnissicherung: ● siehe oben ● Schüler sollen erkennen, dass es in transatlantischen Beziehungen für BRD Interessen und Verpflichtungen gibt, die beibehalten werden müssen etc. |
- Lehrer-Schüler-Gespräch |
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3.2.1.4 Lernkompetenzen
Innerhalb dieser Unterrichtsreihe werden verschiedene Kompetenzen geschult, die das Fach Sozialkunde vermitteln will. Zunächst erwerben die Schüler politisches Wissen zu einem internationalen Problem, nämlich zu den transatlantischen Beziehungen. Sie werden insbesondere mit dem Begriff der transatlantischen Beziehungen, deren Entwicklung seit dem Zweiten Weltkrieg und der Rolle Deutschlands in diesen Beziehungen vertraut gemacht. Dadurch werden sie in die Lage versetzt, die aktuelle Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland zu beurteilen und in internationale politische Zusammenhänge einzuordnen. Somit wird in dieser Unterrichtsreihe zunächst die Sachkompetenz der Lernenden geschult.
Weiterhin wird durch die Einführung und Durchführung der handlungsorientierten Methode der Podiumsdiskussion die Methodenkompetenz der Schüler gefördert und durch die Arbeit in Kleingruppen in der Vorbereitung dieses simulativen Handelns und der Konfliktlösung innerhalb dieser Gruppen wird die Sozialkompetenz der Lernenden geschult. Durch die selbständige Arbeit der Schüler in großen Teilen der Unterrichtsreihe und die kritische Auswertung ihrer Darstellungen in der Podiumsdiskussion wird zudem die Selbstkompetenz der Schüler weiter entwickelt.
3.2.2 Plan der Unterrichtsreihe 2: Deutschlands Stellung in der Welt - Deutschland in der Europäischen Union
3.2.2.1 Beschreibung (Allgemeine und inhaltliche Vorbetrachtung)
Diese Unterrichtsreihe zum Thema „Deutschlands Stellung in der Welt - Deutschland in der Europäischen Union" soll ebenfalls in einer 10. Klasse durchgeführt werden. Sie ist eingebettet in den Problembereich „Europäische Integrationspolitik" und kann z. B. dem Themenkomplex „Entwicklungsperspektiven der Europäischen Integration" zugeteilt werden. Vor Beginn der Unterrichtsreihe sollten die Schüler bereits mit der Entstehung und Entwicklung der Europäischen Union sowie deren politischem System vertraut gemacht worden sein.
In dieser Unterrichtsreihe, die insgesamt 3 Stunden á 45 Minuten umfasst, soll es um die Position Deutschlands in der Europäischen Union, insbesondere im Rahmen ihrer Finanzierung gehen. Die Unterrichtsreihe steht daher unter der Problemfrage „Soll Deutschland weiterhin als Hauptfinanzierer der Europäischen Union fungieren?". Es ist das Ziel dieser Stunden, die Wirtschafts- und Finanzpolitik der Europäischen Union für die Lernenden transparent zu machen. Sie sollen erkennen, auf welche Weise die Finanzierung der Europäischen Union von statten geht und welche Bedeutung dabei der Bundesrepublik Deutschland zukommt. Die verschiedenen Positionen zu der kontroversen Frage, ob sich diese Rolle Deutschlands in Zukunft ändern sollte oder nicht, sollen die Lernenden schließlich simulativ in einer Talkshow darstellen.
Zu Beginn der Unterrichtsreihe findet die spielerische Annäherung der Schüler an das Thema durch ein vom Lehrer erstelltes Quiz statt, das vor allem nach dem bisherigen Wissen der Lernenden zur Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten fragt. [24] Es ist das Ziel dieses Stundeneinstiegs, die bereits vorhandenen Kenntnisse der Schüler zur Europäischen Union und dem europäischen Integrationsprozess zu aktivieren, zu wiederholen und zu systematisieren. Der Lehrer teilt dazu das Quiz auf einem Arbeitsblatt in Kopie aus und die Schüler bearbeiten dieses selbständig. Anschließend kommt es zum Vergleich der Lösungen und zur Ergebnissicherung, indem der Lehrer die Lösungen der Fragen auf einer Folie einträgt. Das Lösungswort des Rätsels entspricht dabei dem zentralen Thema der Unterrichtsstunde, nämlich „Die Finanzpolitik der Europäischen Union". Es gibt den Schülern somit bereits eine Orientierung für den weiteren Verlauf der Stunde. Nach der Einstiegsphase findet in dieser ersten Unterrichtseinheit die weitere Vermittlung von Basiskenntnissen zur Wirtschafts- und Finanzpolitik der Europäischen Union statt. Die Schüler erarbeiten sich dieses anhand eines vom Lehrer als Folie und Arbeitsblatt erstellten Textes mit Schaubildern. [25] Der Lehrer legt den Text zunächst als Folie auf und liest ihn langsam und deutlich vor. Die Lernenden hören ihm aufmerksam zu und lesen mit. Danach erhalten sie die Gelegenheit, Verständnisfragen zum Text zu stellen, die der Lehrer beantwortet. Im Anschluss daran teilt er ein Arbeitsblatt mit einem Lückentext aus, der die wichtigsten Informationen des vorherigen Textes nochmals aufgreift. [26] Die Schüler füllen die Lücken des Textes aus, ohne dass sie den anderen Text nochmals sehen. Die Lösungen des Lückentextes werden schließlich in einem Schüler-Schüler-Gespräch verglichen und ausgewertet, indem ein Schüler den Lückentext, der auf eine Folie gezogen wurde, vorliest, seine Mitschüler nach deren Lösungen fragt und die Lücken ausfüllt. Außerdem verteilt der Lehrer den ersten Text in Kopie für die Unterlagen der Schüler.
In der zweiten Unterrichtsstunde findet als Einstieg die Annäherung der Schüler an das Thema mit Hilfe eines Brainstormings in Form eines „Rotierenden Partnergesprächs" statt. Dabei bilden die Lernenden einen äußeren und einen inneren Stuhlkreis, indem sich jeder zweite Schüler im Innenkreis einem anderen Mitschüler gegenüber setzt. Diesem tragen sie die Antworten ihrer mündlichen Assoziation zur Impulsfrage des Lehrers „Wie finanziert sich die Europäische Union?" vor. Anschließend fasst der außen sitzende Schüler das Gehörte zusammen und trägt seine eigenen Ansichten vor. Auf ein Zeichen des Lehrers rücken die im Innenkreis sitzenden Schüler zwei Plätze nach rechts, so dass sie einem anderen Mitschüler gegenüber sitzen. Nun beginnen die außen befindlichen Schüler, auf den Impuls zu antworten. Die gegenüber sitzende Person wiederholt wieder das Wichtigste und stellt ihre Ergebnisse dar usw. Sind die Antworten der Schüler relativ eindeutig, kann der Austausch abgebrochen werden. [27] Durch diese Art des Brainstormings soll das bisher vermittelte Wissen der Schüler zur Finanzpolitik der Europäischen Union nochmals abgerufen, wiederholt und gefestigt werden. Im weiteren Verlauf der Unterrichtsstunde wird die Talkshow vorbereitet. Zunächst wird diese handlungsorientierte Unterrichtsmethode in einer Phase der Überleitung durch den Lehrer in einem kurzen Vortrag vorgestellt, welcher gegebenenfalls durch eine Folie mit dem Ablaufplan oder der Zusammensetzung der Talkshow unterstützt werden kann. Anschließend teilt der Lehrer die Klasse in Kleingruppen ein. Sie erhalten von ihm mehrere Texte für die Gruppenarbeit sowie den Auftrag, in diesen die jeweilige Position und Rolle ihrer Gruppe vorzubereiten. Eine besondere Bedeutung für das Gelingen der Talkshow kommt dem Moderator zu, der über alle Positionen in der Debatte und den Hintergrund aller Gäste informiert sein muss. Der Lehrer kann dessen Besetzung daher nicht dem Zufall überlassen und wählt einen geeigneten Schüler aus. Es kann auch sinnvoll sein, diese Rolle selbst zu übernehmen, wenn die Vorbereitung für den Moderator zuviel Zeit in Anspruch nehmen würde. In der anschließenden Erarbeitungsphase finden sich die Schüler in ihren Gruppen zusammen und bearbeiten die ihnen vom Lehrer zugewiesenen Texte, wobei sie die wichtigsten Argumente schriftlich festhalten. [28] Des Weiteren legen die Lernenden fest, welche beiden Schüler ihre Gruppe in der Talkshow vertreten. Die übrigen Schüler, die nicht aktiv an der Simulation teilnehmen, stellen das Publikum und erhalten vom Lehrer Beobachtungsaufgaben, welche die Grundlage für die spätere Auswertung der Talkshow darstellen. Sie können sich aber in der Rolle von Studiogästen auch aktiv in die Diskussion einbringen. [29]
In der dritten Unterrichtsstunde wird der Raum zunächst für die Talkshow vorbereitet. Danach kommt es zu deren Simulation. Die von den verschiedenen Gruppen ausgewählten Teilnehmer an der Talkshow, nehmen die Position ihrer Gruppe ein, nachdem sie sich diese nochmals anhand der Aufzeichnungen der Gruppe verinnerlicht haben. Die Schüler, die nicht aktiv an der Talkshow beteiligt sind, beobachten diese, machen sich Notizen zu den Beobachtungsaufgaben oder beteiligen sich als Studiogäste aktiv an der Diskussion. Im Anschluss an die Durchführung der Talkshow wird diese ausgewertet. Dabei geht es einerseits sowohl um die inhaltliche Auswertung des Gesagten als auch um die Reflexion des eigenen Verhaltens. Zum Abschluss der Unterrichtsreihe soll ebenfalls in einer Diskussion die Problemfrage „Soll Deutschland weiterhin als Hauptfinanzierer der Europäischen Union fungieren?" beantwortet werden.
3.2.2.2 Begründung der Wahl der Methode (Methodisch-didaktische Überlegungen)
Wie bereits ausgeführt, wurde mit der Talkshow erneut eine handlungsorientierte Methode aus dem Bereich des simulativen Handelns ausgewählt, wobei diese Methode besonders geeignet ist, um kontroverse politische Themen in unterhaltsamer Weise zu präsentieren. Ein Moderator setzt Gesprächsimpulse, die Gäste, z. B. Politiker oder Interessenvertreter, stellen ihre Position dem Publikum vor. Dabei werden, wie auch in der Podiumsdiskussion, sowohl praktisches Tun, Reflexion, fachbezogene Erkenntnisgewinnung und Meinungsbildung im Lernprozess verbunden. Durch das Probehandeln während der Simulation der Talkshow erwerben die Schüler zudem Kompetenzen, die ihnen ihr späteres Handeln in Politik und Gesellschaft erleichtern sollen. Daher lassen sich mit dieser Makromethode besonders die didaktischen Inhalte des Beutelsbacher Konsenses im Unterricht anbringen. Auch dem Hauptziel der politischen Bildung, den Schüler zu einem mündigen und handlungsfähigen Bürger zu erziehen, wird mit Anwendung dieser Methode Rechnung getragen. [30]
Bei der Auswahl der Talkshow als Unterrichtsmethode ist weiterhin von Vorteil, dass heutzutage fast jeder Schüler schon mit ihr vertraut ist. Auch wenn dies bedeutet, an die Alltagserfahrungen der Schüler anknüpfen zu können, sollte jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass gleichzeitig die Gefahr besteht, dass die Schüler ihre Vorstellungen von Fernseh-Talkshows distanzlos auf den Unterricht übertragen. Dadurch würde der didaktische Sinn der Methode und der inhaltliche Aspekt der Stunde verloren gehen. Anhand der Talkshow sollen die Schüler nämlich nochmals wiederholen und festigen, welche unterschiedlichen Positionen es in der Debatte um die Finanzierung der Europäischen Union gibt. Insbesondere muss zwischen der Rolle des Moderators und der Rolle der Gäste unterschieden werden. Beim Moderator stehen die kommunikativen Fähigkeiten im Vordergrund. Als Leiter der Talkshow muss er u. a. darauf achten, dass die Gesprächsanteile der Gäste gleich verteilt sind, er muss Ordnung ins Gespräch bringen und neue Stichworte liefern. Dabei muss er institutionellen und beruflichen Hintergrund aller Gäste und deren Grundpositionen kennen. Die Gäste der Talkshow kommen aus den Bereichen Politik, Kultur, Medien oder Show-Business. Dabei ist zu beachten, dass die Schüler die jeweiligen Personen nicht imitieren, sondern deren Positionen glaubhaft darstellen. [31]
3.2.2.3 Verlaufsplan
Thema der Unterrichtsreihe: „Deutschlands Stellung in der Welt - Deutschland in der Europäischen Union"
Problemfrage: „Soll Deutschland weiterhin als Hauptzahler der Europäischen Union fungieren?"
1. Unterrichtsstunde/1. Sequenz: Einführung in die Finanzpolitik der Europäischen Union
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Zeit |
Unterrichtsphase |
Gegentand/ Lernschritte |
Ziele |
Methode/ Soziaform |
Unterrichtsmittel/Medien |
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10 Min. |
Einstieg |
- Wiederholung Wissen zur EU durch Quiz: ● Schüler lösen Quiz und finden Lösungswort „Finanzpolitik" ● Lehrer sichert Ergebnisse auf Folie und weist darauf hin, dass Finanzpolitik der EU Thema der Stunde ist |
- spielerische Einstimmung auf das Thema der Unterrichtsstunde, Motivation der Schüler - Wiederholung bisherigen Wissens: ● Schüler sollen bisher vermitteltes und allgemeines Wissen zur EU wiederholen und systematisieren, z. B. Stadt, in der sich Europäische Zentralbank befindet = Frankfurt am Main |
- selbständige Schülerarbeit - Lehrer-Schüler-Gespräch |
- Arbeitsblätter mit Quiz in Kopie - Folie mit Quiz, Polylux |
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15 Min. |
Erarbeitungs- phase |
- Textarbeit zur Finanzpolitik der EU: ● Lehrer legt einen von ihm erstellten Text mit Schaubildern als Folie auf und liest ihn langsam und deutlich vor ● Schüler hören aufmerksam zu, lesen mit und stellen gegebenenfalls Verständnisfragen |
- Vermittlung von Grundwissen über Finanzpolitik der EU: ● Schüler sollen erkennen, wie die Finanzpolitik der Gemeinschaft von statten geht, wie sie sich seit der Gründung der EGKS entwickelt hat und welche Einnahmen und Ausgaben EU hat - Förderung der Sachkompetenz der Schüler |
- Lehrervortrag - Lehrer-Schüler-Gespräch |
- Folie mit Text und Schaubildern, Polylux
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10 Min. |
Phase der Vertiefung |
- Weiterführung der Textarbeit: ● Lehrer teilt von ihm erstellten Lückentext aus ● Schüler lesen den Text und füllen die Lücken mit den darunter stehenden Stichwörtern aus |
- Wiederholung, Festigung und Systematisierung der vorherigen Textarbeit: ● siehe oben |
- selbständige Schülerarbeit
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- Arbeitsblätter mit Lückentext in Kopie |
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10 Min. |
Phase der Ergebnissicherung |
- Ergebnissicherung der Textarbeit: ● Vergleich Lösungen Lückentext: Schüler liest Lückentext vor, fragt Mitschüler nach Lösungen, trägt ein - Austeilen des ersten Textes als Arbeitsblatt |
- Schüler sollen Lösungen des Lückentextes mündlich vortragen und vergleichen: ● siehe oben - Abschluss der Unterrichtsstunde |
- Schüler-Schüler-Gespräch |
- siehe oben - Lückentext auf Folie, Polylux - erster Text als Arbeitsblatt in Kopie |
2. Unterrichtsstunde/2. Sequenz: Vorbereitung der Talkshow
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Zeit |
Unterrichts-phase |
Gegentand/ Lernschritte |
Ziele |
Methode/ Soziaform |
Unterrichtsmittel/Medien |
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10 Min. |
Einstieg |
- Brainstorming der Schüler zur Finanzpolitik der EU nach Begriffs-Impuls durch Lehrer im „Rotierenden Partnergespräch": ● Lehrer gibt Impuls: „Wie finanziert sich die EU?" ● Schüler assoziieren mündlich und fassen Gesagtes zusammen |
- Einstimmung auf das Thema der Unterrichtsstunde - Wiederholung bisher vermittelten Wissens: ● Schüler sollen Wissen zur Finanzpolitik der EU wiederholen und systematisieren |
- Schüler-Schüler-Gespräch im „Rotierenden Partnergespräch" |
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10 Min. |
Überleitung |
- Erläuterung des weiteren Unterrichtsvorgehens: ● Lehrer führt Methode Talkshow ein - Einteilung von Vorbereitungsgruppen: ● Zuordnung der Rollen der Gäste und Moderator (Lehrer) ● Schüler finden in Gruppen zusammen ● Lehrer teilt Materialien aus, stellt diese sowie Thema Talkshow („Ist die Finanzierung der EU aus deutscher Sicht gerecht?") vor und erteilt Arbeitsauftrag: „Lest den Text und ermittelt die Kernaussagen der Teilnehmer der Talkshow zur Finanzierung der EU und der Rolle der BRD dabei! Legt zwei Personen fest, welche die Gruppe in der Talkshow vertreten! Notiert die Hauptposition der Gruppe sowie überzeugende Argumente!" bzw. für den Moderator: „Lies den Text aufmerksam durch! Erarbeite anhand der Texte Fragen an die Gäste der Talkshow! Übernimm die Rolle des Moderators und führe durch Talkshow!" |
- Einstieg in und Organisation der Stunde - Zielorientierung der Schüler - Förderung der Methodenkompetenz der Schüler: ● Schüler sollen mit Methode Talkshow vertraut werden |
- kurzer Lehrervortrag |
- mehrere Texte mit Argumenten für Gruppen und Moderator |
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25 Min. |
Erarbeitungs-phase |
- Gruppenarbeit am Text: ● Gruppen analysieren Texte (Argumente und Informationen werden notiert) ● Gruppen bestimmen Vertreter für Talkshow ● Moderator entwickelt Fragebogen anhand der Texte |
- Schüler sollen wesentliche Argumente ihrer Gruppe herausfiltern - Förderung Sach-, Methoden- und Sozialkompetenz der Schüler |
- Gruppenarbeit in Vorbereitung der Talkshow |
- siehe oben |
3. Unterrichtsstunde/3. Sequenz: Durchführung der Talkshow und Reflexion
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Zeit |
Unterrichts-phase |
Gegenstand /Lernschritte |
Ziele |
Methode/ Soziaform |
Unterrichtsmittel/Medien |
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5 Min. |
Einstieg |
- Vorbereitung der Talkshow: ● Lehrer und Schüler richten den Raum für die Talkshow her ● Lehrer schwört nicht diskutierende Schüler auf Rolle des Publikums ein und erteilt Aufgabe, sich während der Diskussion Argumente zu notieren, die sie überzeugen |
- Zielorientierung der Schüler - Organisation der Unterrichtsstunde |
- kurzer Lehrervortrag |
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15 Min. |
Anwendung |
- Durchführung der Talkshow zur Finanzierung der EU: ● Moderator eröffnet Gesprächsrunde ● er fordert nacheinander Gäste auf, stellt Fragen und leitet Diskussion ● Gäste antworten auf Fragen, diskutieren ● Rest Klasse stellt Studiogäste dar, beobachtet, macht sich Notizen etc.
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- Vertiefung des Wissens der Schüler zur Finanzpolitik der EU: ● Schüler sollen verschiedene Haltungen zur Rolle Deutschlands bei Finanzierung der EU erkennen und in Talkshow deutlich machen ● Schüler sollen Beobachtungsfragen beantworten bzw. als Studiogäste auftreten und die Diskussion bereichern ● Förderung der Sach-, Methoden- und Sozialkompetenz |
- Talkshow |
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15 Min |
Reflexion |
- Auswertung Talkshow: ● agierende Schüler sollen sich einschätzen ● Einschätzung durch Rest der Klasse und Lehrer |
- Auswertung und Ergebnissicherung: ● Schüler sollen lernen, andere und sich selbst einzuschätzen und zu beurteilen: sollen dabei lernen, sich auf Interaktions-, Kommunikations- und Argumentationsfähigkeit zu beziehen und auch Richtigkeit der Argumente in Bezug auf vorher Erlerntes berücksichtigen ● siehe oben |
- Lehrer-Schüler-Gespräch |
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10 Min. |
Abschluss der Unterrichtsreihe |
- Abschlussdiskussion mit Beantwortung Problemfrage: ● Lehrer fordert Schüler auf, bisher vermitteltes Wissen mündlich zusammen zu fassen ● Schüler diskutieren, fassen zusammen und beantworten Problemfrage ● Lehrer zieht evtl. noch Schlussfazit |
- Auswertung und Ergebnissicherung: ● siehe oben ● Schüler sollen erkennen, dass es Finanzierung der EU komplexer und auch kontroverser Gegenstand ist und dass sich „die" gerechte Lösung der Finanzierung, insbesondere im Hinblick auf Rolle Deutschlands, nicht finden lässt |
- Lehrer-Schüler-Gespräch |
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3.2.2.4 Lernkompetenzen
Innerhalb dieser Unterrichtsreihe werden erneut verschiedene Kompetenzen angesprochen, die das Fach Sozialkunde vermitteln will. Zunächst erwerben die Schüler politisches Wissen zu der Finanzpolitik, insbesondere zu den Einnahmequellen und Ausgaben, der Europäischen Union. Sie werden des Weiteren mit der Rolle Deutschlands bei der Finanzierung der Gemeinschaft vertraut gemacht und realisieren, dass sich vor allem im Bereich der Finanzierung durch die einzelnen Mitgliedstaaten ein hohes Konfliktpotential verbirgt. Dadurch werden sie in die Lage versetzt, zu erkennen, wie komplex Politik und politische Zusammenhänge sind und dass sich Politik häufig in kontroversen Situationen befindet, in denen es eine klare Lösung gibt. Somit wird die Sachkompetenz der Lernenden geschult.
Durch die Einführung und Durchführung der handlungsorientierten Methode der Talkshow wird die Methodenkompetenz der Schüler, insbesondere deren Fähigkeit zum Perspektivenwechsel, gefördert. Durch die Arbeit in Kleingruppen in der Vorbereitung der Talkshow und der Konfliktlösung innerhalb dieser Gruppen wird die Sozialkompetenz der Lernenden geschult. Sie erlangen die Fähigkeit, mit Konfliktsituationen umzugehen, Problemlösungskompetenzen, Kooperationsfähigkeit und die Bereitschaft, an Alternativen zu denken, zu entwickeln. Des Weiteren wird durch die selbständige Arbeit der Schüler in großen Teilen der Unterrichtsreihe und die kritische Auswertung ihrer Darstellungen in der Talkshow die Selbstkompetenz der Schüler gefördert. Sie erwerben die Fähigkeit, Konflikte auszutragen, eigene Interessen und gegensätzliche Ansichten zu erkennen, Situationen zu analysieren oder Entscheidungen selbst zu treffen. Es kann somit festgestellt werden, dass die wesentlichen Inhalte des Beutelsbacher Konsenses, welche vorab bereits geschildert wurden, in dieser Unterrichtsreihe Beachtung finden.
5. Literaturverzeichnis
- Grammes, Tilman, Kontroversität, in: Sander, Wolfgang (Hrsg.), Handbuch politische Bildung (= Schriftenreihe der BpB, Bd. 476), Bonn 2005, S. 126 - 145.
- Hufer, Klaus-Peter, Art. Podiumsdiskussion, in: Weißeno, Georg (Hrsg.), Lexikon der politischen Bildung, Band 3: Kuhn, Hans-Werner/ Massing, Peter (Hrsg.), Methoden und Arbeitstechniken, Schwalbach/ Ts. 2000, S. 130.
- Klippert, Heinz, Handlungsorientierter Politikunterricht. Anregungen für ein verändertes Lehr-/Lernverständnis, in: Methoden der politischen Bildung - Handlungsorientierung (= Schriftenreihe der BpB, Bd. 304), Bonn 1991.
- Kuhn, Hans-Werner, Die Talkshow, in: Methodentraining für den Politikunterricht (= Themen und Materialien, Reihe der BpB), Bonn 2004, S. 117 - 144.
- Massing, Peter, Handlungsorientierter Politikunterricht. Ausgewählte Methoden, Schwalbach/Ts. 1998.
- Sander, Wolfgang, Theorie der politischen Bildung: Geschichte - didaktische Konzeptionen - aktuelle Tendenzen und Probleme, in: Sander, Wolfgang (Hrsg.), Handbuch politische Bildung (= Schriftenreihe der BpB, Bd. 476), Bonn 2005, S. 13 - 47.
- Scholz, Lothar, Methoden-Kiste (= Thema im Unterricht, Reihe der BpB), 2. Auflage, Bonn 2001.
- Thüringer Lehrplan für das Gymnasium, Sozialkunde, Erfurt 1999.
Internetressourcen
Beutelsbacher Konsens, <http://www.lpb.bwue.de/beutels.htm> am 24.04.2006.
Deutscher Bildungsserver, Beutelsbacher Konsens, <http://www.bildungsserver.de/db/mlesen.html?Id=20163> am 24.04.2006.
Dietz, Andreas, Soll die Türkei Mitglied in der EU werden? Eine Podiumsdiskussion für die gymnasiale Oberstufe, <http://www.zsl.uni-halle.de/didaktischer-koffer/reihe10_text.pdf> am 04.01.2006.
Schiele, Siegfried, Der Beutelsbacher Konsens kommt in die Jahre, <http://www.lpb.bwue.de/publikat/didakr9c.htm> am 24.04.2006.
Weiterführende Literatur
Deichmann, Carl, Grundkurs Politikdidaktik. Einführung in Theorie und Praxis der politischen Bildung, Bad Berka 2000.
Ders., Lehrbuch Politikdidaktik, München 2004.
Ders., Welche Außenpolitik soll das vereinte Deutschland führen?, in: Stark Verlag (Hrsg.), Unterrichts-Konzepte Politik, Freising 2005, S. 1 - 38.
Sutor, Bernhard, Politische Bildung im Streit um die "intellektuelle Gründung" der Bundesrepublik Deutschland. Die Kontroversen der siebziger und achtziger Jahre, <http://www.bpb.de/popup/popup_druckversion.html?guid=P4395K> am 24.04.2006.
[1] Grammes, Tilman, Kontroversität, in: Sander, Wolfgang (Hrsg.), Handbuch politische Bildung (= Schriftenreihe der BpB, Bd. 476), Bonn 2005, S. 128.
[2] Die Bezeichnungen „Schüler" und „Lernender" sowie „Lehrer" und „Lehrender" schließen im Folgenden beide Geschlechter ein.
[3] Vgl. Sander, Wolfgang, Theorie der politischen Bildung: Geschichte - didaktische Konzeptionen - aktuelle Tendenzen und Probleme, in: Sander, Wolfgang (Hrsg.), Handbuch politische Bildung (= Schriftenreihe der BpB, Bd. 476), Bonn 2005, S. 13 - 17.
[4] Vgl. Schiele, Siegfried, Der Beutelsbacher Konsens kommt in die Jahre, <http://www.lpb.bwue.de/publikat/didakr9c.htm>, 24.04.2006, S. 1.
[5] Vgl. Schiele, S. 1.; Vgl. Sander, S. 18.; Vgl. Beutelsbacher Konsens, <http://www.lpb.bwue.de/beutels.htm>, 24.04.2006, S. 1.
[6] Vgl. Grammes, S. 128 - 130.; Vgl. Sander, S. 18.
[7] Vgl. Grammes, S. 134 - 135.
[8] Vgl. Grammes, S. 135 - 136.
[9] Vgl. ebd., S. 137 - 139.
[10] Vgl. Schiele, S. 1.; Vgl. Sander, S. 18.; Vgl. Beutelsbacher Konsens, S. 1.
[11] Vgl. Schiele, S. 2 - 5.; Vgl. Sander, S. 18 - 19.; Vgl. Deutscher Bildungsserver, Beutelsbacher Konsens, <http://www.bildungsserver.de/db/mlesen.html?Id=20163>, 24.04.2006, S. 1.; Weiterführende Literatur zum Beutelsbacher Konsens, insbesondere zur Polarisierung zwischen den einzelnen Bundesländern: Sutor, Bernhard, Politische Bildung im Streit um die "intellektuelle Gründung" der Bundesrepublik Deutschland. Die Kontroversen der siebziger und achtziger Jahre, <http://www.bpb.de/popup/popup_druckversion.html?guid=P4395K>, 24.04.2006.
[12] Vgl. Thüringer Lehrplan für das Gymnasium, Sozialkunde, Erfurt 1999, S. 8.
[13] Vgl. ebd., S. 9 - 10, 13.
[14] Vgl. Thüringer Lehrplan, S. 21, 26 - 27.
[15] Siehe Anhang, S. 1.
[16] Siehe Anhang, S. 2 - 3.
[17] Siehe Anhang, S. 4.
[18] Siehe Anhang, S. 5.
[19] Siehe Anhang, S. 6 - 25.
[20] Siehe Anhang, S. 26 - 29.
[21] Siehe Anhang, S. 5.
[22] Vgl. Hufer, Klaus-Peter, Art. Podiumsdiskussion, in: Weißeno, Georg (Hrsg.), Lexikon der politischen Bildung, Band 3: Kuhn, Hans-Werner/ Massing, Peter (Hrsg.), Methoden und Arbeitstechniken, Schwalbach/ Ts. 2000, S. 130.
[23] Vgl. Dietz, Andreas, Soll die Türkei Mitglied in der EU werden? Eine Podiumsdiskussion für die gymnasiale Oberstufe, <http://www.zsl.uni-halle.de/didaktischer-koffer/reihe10_text.pdf>, 04.01.2006.
[24] Siehe Anhang, S. 30.
[25] Siehe Anhang, S. 31.
[26] Siehe Anhang, S. 34.
[27] Vgl. Scholz, Lothar, Methoden-Kiste (= Thema im Unterricht, Reihe der BpB), 2. Auflage, Bonn 2001.
[28] Siehe Anhang, S. 35 - 44.
[29] Die Vorbereitung und Durchführung der Talkshow orientiert sich an den Ausführungen von: Massing, Peter, Handlungsorientierter Politikunterricht. Ausgewählte Methoden, Schwalbach/Ts. 1998, S. 42 - 44.
[30] Vgl. Massing, S. 8 - 9, 40 - 42.; Vgl. Kuhn, Hans-Werner, Die Talkshow, in: Methodentraining für den Politikunterricht (= Themen und Materialien, Reihe der BpB), Bonn 2004, S. 117 - 118.; Vgl. Klippert, Heinz, Handlungsorientierter Politikunterricht. Anregungen für ein verändertes Lehr-/Lernverständnis, in: Methoden der politischen Bildung - Handlungsorientierung (= Schriftenreihe der BpB, Bd. 304), Bonn 1991, S. 9.; Weiterführende Literatur zu Methoden der Handlungsorientierung: Deichmann, Carl, Lehrbuch Politikdidaktik, München 2004, S. 117 - 125.
[31] Vgl. Kuhn, S. 119.






