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Erkennen, Erfühlen und Benennen der ebenen geometrischen Grundformen

Erkennen, Erfühlen und Benennen der ebenen geometrischen Grundformen
Unterrichtsentwurf
Datum: 03. Januar 2008 Autor: Anonym Kommentare: 0

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Beschreibung:

Es ist wichtig, dass die SchülerInnen ein Verständnis für geometrische Grundformen entwickeln. Daher ist es schon in der Primarstufe sehr wichtig diese Grundformen zu kennen und benennen zu können. Anhand von Fühlkisten sollen die SchülerInnen die geometrischen Formen mit allen Sinnen erfahren. Durchgeführt in einer 1. Klasse.


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Erkennen, Erfühlen und Benennen der ebenen geometrischen Grundformen


Geometrische Grundformen mit mehreren Sinnen erfahren

Inhalt:

1. Thema der Stunde

2. Aufbau der Reihe

3. Didaktische Schwerpunktsetzung
3.1 Kernanliegen
3.2 Thematische Strukturierung
3.3 Lernzuwachs
3.4 Zusammenhang im Lernprozess
3.5 Strukturierung des Lernweges

4. Zielorientierung

5. Verlaufsplanung

6. Literatur

1. Thema der Stunde

Erkennen, Erfühlen und Benennen der ebenen geometrischen Grundformen: Kennenlernen, Klassifizieren und Wiedererkennen durch optische und haptische Erfahrungen.
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2. Aufbau der Reihe

• Einheit: Erkennen, Erfühlen und Benennen der ebenen geometrischen Grundformen: Kennenlernen, Klassifizieren und Wiedererkennen durch optische und haptische Erfahrungen
• Einheit: Wahrnehmen und Erleben der geometrischen Grundformen durch verschiedene Bewegungsspiele im Raum
• Einheit: Gestalten mit geometrischen Grundformen: Nutzen und für das kreative Gestalten von ‚Formengeschichten' am Beispiel: ‚Die kleine Prinzessin findet Formen' von T. ROSS

Diese Einheit bildet die Grundlage für die Gestaltung von Bandornamenten oder die Behandlung des Tangrams die noch folgen sollen.
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3. Didaktische Schwerpunktsetzung

3.1 Kernanliegen

In dieser Stunde sollen die Kinder sich mit den geometrischen Grundformen Kreis, Dreieck, Viereck, Quadrat und Rechteck auseinander setzen und diese mit Fachbegriffen benennen. Dazu ihre Eigenschaften (rund, eckig, dreieckig, viereckig, quadratisch, rechteckig) wahrnehmen und erfühlen, um sie in der Umwelt wiederzufinden.
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3.2 Thematische Strukturierung

Die in der Reihe angesprochenen Grundformen sind: Kreis, Dreieck und Viereck (Quadrat und Rechteck).
Der Kreis wird als geschlossene ebene Kurve definiert, deren Punkte A,B, C ? M alle den gleichen Abstand r (Radius) vom festen Mittelpunkt (M) haben. Die Länge U (Umfang) der Kreislinie ist gleich 2?r, sein Flächeninhalt (A) beträgt ?r² (vgl. BROCKHAUS, 1992, 476).
Eine Verbindungsstrecke zweier Kreispunke durch den Mittelpunkt (M) heißt Durchmesser (d = 2r) und entspricht einer Symmetrieachse des Kreises.
Die Kinder können als Besonderheit des Kreises seine runde Form und (im Gegensatz zu den anderen geometrischen Grundformen) das Fehlen von Ecken entdecken.
Ein Dreieck als eine von drei Seiten begrenzte ebene Figur entsteht, wenn man drei Punkte A, B, C (mit A ? B ? C), die nicht auf einer Geraden liegen dürfen, paarweise verbindet. Dreiecke lassen sich einteilen nach: Größe der Winkel, der Seiten und der Symmetrieachsen. Man unterscheidet gleichseitige, gleichschenklige, rechtwinklige und allgemeine (spitzwinklige) und stumpfwinklige Dreiecke. Gemeinsam ist ihnen die Innenwinkelsumme ? + ? + ? =180° (vgl. BROCKHAUS, 1992, 191), sowie die Tatsache, dass die Summe zweier Seitenlängen größer als die dritte Seite ist und dass dem größeren Winkel die größere Seite gegenüber liegt.
Die Kinder entdecken bei verschiedenen Dreiecken die Gemeinsamkeit der drei Ecken und drei Seiten.
Das Viereck bezeichnet eine geometrische Figur mit vier gradlinigen Seiten, die durch Verbindung von vier verschiedenen Punkten A, B, C, D (von denen nicht drei auf einer Geraden liegen dürfen) durch die Strecken AB, BC, CD, DA entsteht. Beim allgemeinen ebenen Viereck sind Seiten und Winkel ungleich. Besondere Vierecke sind Trapez, Parallelogramm, Drachenviereck, Rhombus, Rechteck und Quadrat. (vgl. BROCKHAUS, 1992, 944). Davon werden in dieser Stunde nur die beiden letztgenannten Beachtung finden.
Das Rechteck bezeichnet ein Parallelogramm (Parallelotop, das von zwei Paaren paralleler Geraden begrenzt wird (vgl. BROCKHAUS, 1992, 651)) mit vier rechten Winkeln. (vgl. BROCKHAUS, 1992, 717). Damit stehen jeweils zwei benachbarte Seiten senkrecht aufeinander. Es finden sich zwei Symmetrieachsen durch Halbierung der gegenüberliegenden Seiten.
Charakteristisch für Kinder sind hier die vier Ecken und jeweils zwei lange und zwei kurze Seiten.
Das Quadrat bezeichnet ein ebenes Viereck mit vier gleichen Seiten und vier rechten Winkeln. (vgl. BROCKHAUS, 1992, 702), auch als Rechteck mit vier gleichen Seiten bezeichnet. Es können vier Symmetrieachsen (Seitenhalbierende und Diagonalen) gefunden werden.
Für Kinder ist das Besondere des Quadrates die vier Ecken und die vier gleichlangen Seiten.

Entsprechend dem Lehrplan Mathematik basieren Raumerfahrung und -vorstellung auf Erfahrungen in der Ebene. Die geometrischen Grundformen (Quadrat, Recheck, Dreieck, Kreis) sollen in der Umwelt erkannt werden (vgl. KULTUSMINISTER DES LANDES NRW: 1985, 30)
Dabei stellen praktische Fertigkeiten und zeichnerische Grundfertigkeiten eine Voraussetzung für den Erwerb der variabel verfügbaren Fähigkeiten dar (vgl. KULTUSMINISTER DES LANDES NRW: 1985, 22).

Entsprechend dem Grundsatz des entdeckenden Lernens soll von einer herausfordernden Situation ausgegangen werden und durch stufenweises Vorgehen (enaktiv, ikonisch, symbolisch) Einsichten gewonnen werden (vgl. KULTUSMINISTER DES LANDES NRW: 1985, 26/27). Die Anwendungs- und Strukturorientierung (25/26) kommt im Sortieren von Flächenformen (Eigenschaften) und ihre übersichtliche Darstellung zu Tragen.

Gerade Erfahrungen im Bereich der Geometrie ermöglichen Könnenserfahrungen und damit Erfolge für ‚Stillere' und Kinder mit sprachlichen Defiziten (22/23), welche helfen, eine positive Einstellung zur Mathematik aufzubauen bzw. zu erhalten.
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3.3 Lernzuwachs

Die Kinder lernen die Grundformen Kreis, Dreieck, Viereck, Quadrat, Rechteck mit ihren Eigenschaften (rund, eckig, dreieckig, viereckig, quadratisch, rechteckig) zu benennen und zu unterscheiden. Dazu machen sie auf enaktiver Ebene haptische und auf ikonischer Ebene visuell-graphomotorische Erfahrungen und Nutzen ihr erworbenes Wissen über die verschiedenen Formen zur Erschließung der Umwelt.
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3.4 Zusammenhang im Lernprozess

Um Kernanliegen und Lernzuwachs erreichen zu können, müssen die Kinder den ‚Trick' durchschauen, dass die gleichen Grundformen die gleich Farbe haben und so durch das Ertasten der Eigenschaften Aussagen zur Farbe gemacht werden können.
Für das Erfühlen der Formen in Partnerarbeit müssen die Kinder sich abwechseln. Zum Gelingen dieser Phase ist ein Verständnis der Formen notwendig. Bei der Bearbeitung des Arbeitsblattes wird von den Kindern visuelles Diskriminationsvermögen verlangt.
Zukünftig sollen sie variabel über die Formbegriffe verfügen und Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede der Formen erkennen und benennen können.
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3.5 Strukturierung des Lernweges

Der ‚Trick' zu Beginn der Stunde soll die Aufmerksamkeit der Kinder auf den Inhalt der Stunde wecken. Die SchülerInnen werden zum genauen Beobachten und Mitdenken aufgefordert. Zur Erklärung des ‚Tricks' müssen die Kinder die Formen beschreiben, dabei auf Besonderheiten achten und zur Unterscheidung nutzen.
Die Klassifizierung ermöglicht eine sprachliche Auseinandersetzung mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden. Auf dem Plakat werden die Formen den Fachbegriffen zugeordnet. Dabei werden die Farben entsprechend der Aufgaben auf den Arbeitsblättern beibehalten und erleichtern die Stillarbeitsphase.
Durch das Erfühlen der verschiedenen Formen in Partnerarbeit, machen die Kinder Sinneserfahrungen über den haptischen Sinn. Das Erfühlen (als enaktive Ebene) stellt eine gute Vorbereitung für die anschließende Phase der visuellen Diskrimination der Formen auf den Arbeitsblättern dar (Übertragung auf die ikonische Ebene).
Damit wird den Kindern der Stundeninhalt über den visuellen und optischen Eingangskanal dargeboten. Durch das Stellen und Lösen von Aufgaben, wie: ‚Suche ein Dreieck!' Partnerarbeit wird sichergestellt, dass die Formen nicht nur erfühlt, sondern auch benannt werden. Eine Selbstkontrolle findet durch den Partner statt.
Zur Auflockerung wird zum Ende der Stunde der Schubidua-Tanz getanzt, um dem Bewegungsbedürfnis der Kinder zu entsprechen. Von diesem bewegungsintensiven Spiel erhoffe ich mir eine Konzentrationsförderung für die abschließende Reflexion.
In der abschließenden Phase der Sicherung werden die Grundformen in dem Spiel: ‚Ich sehe was, was du nicht siehst' auf Formen der Umwelt übertragen, um einen Lebensweltbezug für die Kinder herzustellen und zu überprüfen, ob die Begriffe verstanden wurden.
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4. Zielorientierung

Die Kinder haben die Chance...

• die Grundformen mit Fachbegriffen (Kreis, Dreieck, Viereck, Quadrat, Rechteck) zu benennen.
• die Eigenschaften der Grundformen zu benennen (rund, eckig, dreieckig, viereckig, quadratisch, rechteckig)
• Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Formen zu erfühlen und zu beschreiben.
• eine positive Einstellung zum Mathematikunterricht durch Erfolgserlebnisse zu entwickeln bzw. zu erhalten.
• im Bereich der Feinmotorik durch das Ausmalen und Umranden ihre Zeichenfertigkeit zu verbessern.
• Formen in der Umwelt wiederzuerkennen und richtig zuzuordnen.
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5. Verlaufsplanung

PhaseHandlungs-
schritte
Sozialform/
Interaktions-
form/ Medien
Kommentar
Einstieg/
Hinführ-
ung
8’
Vorstellung des
Besuchs
Vorstellung des
Stundenablaufs
Vorstellung des
Tricks: Farben mit
geschlossenen Augen
erkennen
Sitzkreis Piktogramme
Kiste mit verschiedenen
Formen:
• Dreieck: gelb
• Kreis: rot
• Viereck: blau
• Quadrat: hellblau
• Rechteck: dunkelblau
Zieltransparenz
Provokation
regt zum Beo-
bachten an;
Kinder werden
zum Mitdenken
aufgefordert
Erarbeit-
ung
8’
Sortierung der Formen
nach Farben/Merkmalen
Benennen der Formen
Plakat zum Ordnen der
Formen Schilder mit den
Namen der Formen
Kinder suchen
Ordnungskriterien
Kinder beschreiben
die Formen anhand
ihrer Merkmale
Vertief-
ung
10’
Kinder stellen sich mit
Hilfe der Fühlkiste
gegenseitig Aufgaben:
z.B.: Suche ein
Dreieck!
Partnerarbeit:
13 Fühlkisten
Die Form der Partner-
arbeit ist den Kindern
noch nicht sehr ver-
traut; Formen werden
auf enaktiver Ebene
durch das Erfühlen
‚begreifbar’
Übertrag-
ung/
Anwend-
ung
10’
Kinder bearbeiten
differenzierte AB

Einzelarbeit:
AB (Feder = leicht;
Gewicht = schwer)
Übertragung auf
ikonische Ebene:
Das einfache AB
(Feder) beinhaltet
Formen, die zusammen
ein Bild ergeben.
Das schwierige AB
(Gewicht) beinhaltet
Formen, die sich
überschneiden
Ausklang/
Reflexion
5’
Bewegungsspiel:
‚Schubidua-Tanz’
Spiel: ’
Ich sehe was, was
du nicht siehst’
Sitzkreis,
Kassetten-
rekorder,
Kassette,
Klassengespräch,
Gegenstände im
Klassenraum
Bewegungs-
intensives
Spiel;
bei den Kindern
sehr beliebt;
Kinder entdecken
die Formen in
der Umwelt
wieder


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6. Literatur

• ARENHÖVEL, F. (U.A.): Mathebaum 1 - Mathematik für Grundschulen, Hannover 1999, S. 77.
• BROCKHAUS: 4. aktual. Aufl., Mannheim 1992.
• DUDEN: Rechnen und Mathematik, Mannheim, Leipzig, Zürich 1994.
• HANDSCHEL, G.: Ausgewählte Kapitel aus der Geometrie (K5) - Skript zur Vorlesung, Münster 1999.
• KUGENBUCH, U. (RED.): Lollipop Mathematik 1 - Arbeitsheft, 1. Aufl. Berlin 2000, S. 5.
• KULTUSMINISTER DES LANDES NRW: Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen Mathematik, Düsseldorf 1985.
• Mehr Bewegung in die Schule (Buch und CD).
• RADATZ, H (U.A.): Handbuch für den Mathematikunterricht 1. Schuljahr, Hannover 1996.
• RADATZ, H./SCHIPPER, W.: Handbuch für den Mathematikunterricht an Grundschulen, Hannover 1983.
• RADATZ, R./RICKMEYER, K.: Handbuch für den Geometrieunterricht an Grundschulen, Hannover 1991.
• SCHÜTTE, S.: Die Matheprofis 1 - Arbeitsheft, 1. Aufl. München 2000, S.31.
• STEIN, M.: Reader zur Didaktik der Mathematik, Teil 1, Münster 1997.
• WITTMANN, E. CH./MÜLLER, G.: Handbuch produktiver Rechenübungen Band 1: Vom Einspluseins zum Einmaleins, 2. überarb. Aufl. Stuttgart u.a. 1993.
• WUNDERLICH, G.: 1, 2, 3 mit allen Sinnen, AOL-Verlag.
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