Navigation:
Der Regenbogenfisch - Stabspiel
Datum: 07. Januar 2008 Kommentare: 0
Zusätzliche Informationen:
Beschreibung:
Der Regenbogenfisch ist das beliebte Bilderbuch von Marcus Pfister. Das Buch legt seinen Schwerpunkt auf das Thema "soziales Verhalten". Der Regenbogenfisch ist ein etwas eigensinniger Zeitgenosse, der sehr eitel und egoistisch ist. Anhand dieses Beispiels soll den SchülerInnen die Wichtigkeit des freundschaftlichen Miteinanders vermittelt werden. Durchgeführt in einer 1. Klasse.

Der Regenbogenfisch - Stabspiel
Der Regenbogenfisch - Stabspiel
Inhalt:
1. Übersicht über die geplante Lerneinheit
2. Lernbedingungen
2.1 Spezielle Lernbedingungen
3. Inhaltsanalyse
3.1 Sachanalyse
3.2 Didaktische Analyse und Bezüge zum Rahmenplan
4. Ziele
5. Unterrichtskonzeption und Methode
6. Verlaufsplanung
7. Literatur
1. Übersicht über die geplante Lerneinheit
Für die Lerneinheit zum Bilderbuch „Der Regenbogenfisch" sind neun Unterrichtsstunden vorgesehen. Der inhaltliche Schwerpunkt dieser Lerneinheit liegt darin, das soziale Verhalten der Klasse zu fördern. Es werden die Themen „Teilen" und „Freundschaft" angesprochen. Die Lerneinheit wird fächerübergreifend und handlungsorientiert gestaltet, da die Kinder durch das eigene Handeln ein besseres Verständnis erlangen.
1. Stunde: Hinführung zum Buch
Der Einstieg erfolgt über das Vorlesen der ersten Seite des Buches, wobei die Kinder das Buch noch nicht zu sehen bekommen. Die Schüler sollen sich den Regenbogenfisch nach der Beschreibung im Buch vorstellen und diesen dann auf DIN A3 Papier mit Wasserfarben malen.
2. Stunde: Wir lernen den Regenbogenfisch kennen
Vorstellen der individuell gestalteten Regenbogenfische, dann Vorstellen des Regenbogenfisches aus dem Buch. Vorlesen der nächsten zwei Seiten. Gesprächsthema: Was würden die Kinder machen, wenn sie der kleine Fisch wären? Regenbogenfisch-Mobile anfangen zu basteln.
3. Stunde: Mit Freunden teilen
Vorlesen der nächsten Seite. Phantasiereise zum Buch bis zu der aktuellen Textstelle. Gesprächsthema: Haben die Kinder schon Erfahrung gemacht wie es ist zu Teilen? Kennen sie die Enttäuschung des kleinen Fisches? Regenbogenfisch-Mobile weiter basteln.
4. Stunde: Planen des Stabpuppenspiels
Den Rest der Geschichte vorlesen. Wiederholung des Inhaltes. Was benötigt man für ein Stabpuppenspiel? Stabpuppenfiguren basteln.
5. Stunde: Stabpuppenfiguren basteln
Herstellung der Stabpuppen und freies Spiel mit den Puppen. Die Kinder sollen sich überlegen, was man in den jeweiligen Rollen sagen will/muss.
6. Stunde: Fertigstellung der Stabpuppen und dekorieren des Puppentheaters
Nach der Fertigstellung der Stabpuppen, können die Kinder mit ihren Stabpuppen in Kleingruppen (jeweils sechs Kinder) üben. Die Kleingruppen können hinter dem Puppentheater üben, müssen sich aber mit den anderen Kleingruppen abwechseln.
7. Stunde: Das Stabpuppenspiel „Der Regenbogenfisch"
Die Kinder üben in ihren Kleingruppen. Sie sollen dabei lernen mit mehreren Kindern zusammenzuarbeiten und sich abzusprechen. Durch das Vorspielen des Stückes für die anderen Kinder und die Gäste sollen die Kinder sich einerseits in die Geschichte einfühlen, aber auch Erfahrungen in Sachen Theaterspiel, Auftritt und den damit verbundenen Gefühlen sammeln. Außerdem sollen die Kinder lernen sich gegenseitig zu würdigen, indem sie ohne zu stören zuschauen/hören.
8. Stunde: Das Stabpuppenspiel „Der Regenbogenfisch"
Die Kleingruppen tauschen, so dass eine andere Kleingruppe (der Mäuse-E1-Gruppe) vorspielen darf. Wenn nötig wird vorher das Puppentheater fertiggestellt.
9. Stunde: Freundschaft
Vorlesen der nächsten zwei Seiten. Jedes Kind schenkt einem anderen Kind eine Schuppe mit einem bildnerisch dargestelltem lieben Wunsch, oder einer netten Aussage über das Kind. Lied: „Wenn einer sagt -Kindermutmachlied"
nach oben
2. Lernbedingungen
2.1 Spezielle Lernbedingungen
Der Sitzkreis ist den Kindern vom Wochenanfangskreis und von den täglichen Gesprächskreisen her bekannt. Das vereinbarte Ruhezeichen mit der Hand kennen die Kinder, und sie haben schon gut gelernt darauf zu achten. Die Kinder kennen es in Partnerarbeit zu arbeiten. Sie haben zwar schon in Kleingruppen zusammen gearbeitet, hierbei kann es aber noch zu Auseinandersetzungen in der Gruppe kommen. Ich werde dann versuchen, gemeinsam mit den Kindern eine Lösung für das Problem zu finden.
Die Kinder kennen es, dass durch das Vorlesen eines Bilderbuches verschiedene Arbeitsaufträge entwickelt werden. Das Buch „Der Regenbogenfisch" ist seit sechs Unterrichtsstunden immer phasenweise in den Unterricht eingebunden worden. Die Kinder kennen den Text, da jeder Abschnitt auf verschiedene Weise erarbeitet wurde.
Weiterhin haben die Kinder schon Erfahrungen mit dem Spielen machen können. Sie haben zu einem anderen Bilderbuch selber als Schauspieler bzw. mit Stofftieren agieren dürfen.
In der vorigen Stunde haben die Kinder das Puppentheater dekoriert, und sie hatten die Gelegenheit mit ihren Stabpuppen dahinter zu spielen. Sie haben sich selber Texte überlegt und die Szene schon mal durchgespielt.
Viele Kinder in der Klasse haben noch Probleme im sprachlichen Bereich, so dass sie durch das Stabpuppenspiel zum Sprechen angeregt werden. Dies ist besonders für die stillen Kinder, die Kinder mit anderer Muttersprache, Kinder mit dysgrammatischen Problemen und anderen sprachlichen Schwierigkeiten förderlich.
nach oben
3. Inhaltsanalyse
3.1. Sachanalyse
Das Kinderbuch „Der Regenbogenfisch" von Marcus Pfister befasst sich mit Themen wie z.B. Teilen, Egoismus, Freundschaft, Stolz, Eitelkeit und legt somit seinen Schwerpunkt auf soziales Verhalten. Es erzählt in Form einer Fabel die Geschichte eines besonders schönen Fisches -dem Regenbogenfisch, der sich zunächst freiwillig von den anderen Fischen distanziert und seine Sonderrolle (von den anderen bewundert zu werden) genießt. Er macht sich selber zum Außenseiter, da er zu eitel und zu egoistisch ist, um den anderen Fischen eine seiner Glitzerschuppen abzugeben. Im Laufe der Zeit leidet er unter dieser Isolation, denn keiner bewundert ihn mehr. Durch den Rat des Oktopus zum Nachdenken angeregt, muss er sich entscheiden, ob er weiterhin seine Schönheit mit dem Preis der Einsamkeit bezahlen will oder von dem Standpunkt abrückt, etwas Besseres als die anderen zu sein. Am Schluss verschenkt er seine Schuppen bis auf eine und bemerkt, dass Teilen sowohl Freude als auch Freunde bringt und wird zum glücklichsten Fisch des ganzen Ozeans.
Die künstlerische Gestaltung des Buches fällt vor allem durch die besondere Hervorhebung der Glitzerschuppen auf, welche durch das andere Material sowohl optisch als auch haptisch auffallen. Die Gestaltung der Illustration sowie die Aufteilung und die Mimik in den Bildern unterstützt die Textaussage des Buches.
Das Buch ist im auktorialen Erzählstil verfasst. Der Verfasser verwendet für seine kurzen Aussagesätze eine variationsreiche, lebendige und einprägsame Sprache (wörtliche Rede, viele Adjektive, Wortumstellungen, lautmalerische Elemente), die Kinder anspricht.
Das Stabpuppenspiel bietet den Kindern die Möglichkeit sich direkt in die Situation hineinzuversetzen. Während sie die Situation spielen und sich Gedanken dazu machen müssen wie sie sich sprachlich äußern könnten, befassen sie sich intensiver mit der Thematik und können so dem Regenbogenfisch besser nachfühlen.
Stabpuppen, sie werden auch Stockpuppen genannt, sind Spielfiguren, die sich leicht von Kinderhand anfertigen lassen. Man benötigt eine Schablone für die Figur, die man herstellen möchte, festere Pappe und einen Stab. Mit der Schablone können die Kinder ganz leicht ihre Figur aufzeichnen, ausschneiden und dann individuell gestalten. Wenn der „Körper" fertig ist, muss man ihn nur noch mit Kleber an dem Stab befestigen und schon kann das Kind auf einfache Weise damit spielen. Da der Stab so etwas wie den verlängerten Arm des Spielers darstellt, gehen die Bewegungsimpulse vorwiegend von der Hand des Spielers aus [1] und die Puppe ist somit einfach zu führen und deshalb besonders für Kinder geeignet.
Das Puppentheater ist ein Holzgestell, dass mit blauen Müllsäcken und Stoff von den Kindern dekoriert wurde. Das Puppentheater gibt dem Stabpuppenspiel einen besonderen Rahmen. Die Motivation der Kinder ist größer hinter einem „richtigen" Puppentheater zu stehen und lässt aus dem Spiel einen Auftritt werden.
nach oben
3.2. Didaktische Analyse und Bezüge zum Rahmenplan
Der kreative Umgang mit dem Bilderbuch verführt die Kinder ins Unbekannte, regt Neugier, Phantasie und Kreativität an. Durch das Stabpuppenspiel werden neue Fähigkeiten und Interessen geweckt.
Durch das Buch und deren Umsetzung wird es den Kindern ermöglicht, sich mit ihren eigenen Erfahrungen, Gefühlen und Gedanken auseinander zu setzen und sich selbst bewusster zu erfahren und zu begreifen. Das leistet einen wesentlichen Beitrag zur Ausbildung von Selbst-, Sach- und Sozialkompetenz und ist somit für die Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen entscheidend.[2] Stolz, Eitelkeit, Egoismus, Ausgeschlossensein, Hilfe, Teilen und Freundschaft - dies sind Aspekte, die das Buch am Beispiel des Regenbogenfisches thematisiert. In der Identifikation mit ihm fällt es den Kindern leichter, ihre Erfahrungen mit dem Grundkonflikt des „Habenwollens" (Neid) und des Seins (Bewunderung) bzw. des „Nichthergebenswollen" (Egoismus) auszusprechen und sich deren bewusst zu werden. Diesen Gefühlen wird Raum gegeben, um sie zunächst zu akzeptieren und sie dann integrieren und verändern zu können. Dies ist für den Umgang miteinander, für das Zusammenleben in einer Gemeinschaft (z.B. in der Klasse) von zentraler Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung. Das Erzählen und Spielen ist neben allem Lernen und Beobachten für die Horizonterweiterung eines jeden Kindes unentbehrlich. Durch die Auseinandersetzung und das Einbeziehen eigener Erlebnisse kann die Geschichte im Kind mit eigenen inneren Bildern weiterleben.
Das Stabpuppenspiel soll den Kindern helfen, sich im sprachlichen Bereich weiterzuentwickeln. Sie müssen sich Gedanken darüber machen, was sie sagen wollen und wie sie sprechen müssen damit sie auch verstanden werden. Laut RP Teil A sind diese Spracherfahrungen von großer Bedeutung. Sprache hilft den Kindern eigene Gedanken zu ordnen und fremde Gedanken aufzunehmen, Erlebnisse und Eindrücke zu verarbeiten und Gefühle zu erfassen. Dies trägt auch in erheblicher Weise zur Entfaltung der Persönlichkeit bei.[3]
Bei Schuleintritt bringen alle Kinder eine rezeptive und produktive Sprachkompetenz mit. Da diese Kompetenzen sehr unterschiedlich sind ist es die Aufgabe des Lehrers/der Lehrerin Situationen zu schaffen, in denen Kinder ihre sprachlichen Fertigkeiten ausbauen können. Dies entspricht zum einen dem RP Teil A[4], wird aber in ähnlicher Weise in der Aufgabenbeschreibung des Deutschunterrichts im RP Teil B genannt. Es gilt die individuellen Sprachfähigkeiten der Kinder zu honorieren und das natürliche Mitteilungsbedürfnis zu erhalten bzw. zu aktivieren.[5]
Durch das Darstellende Spiel machen Kinder Erfahrungen über sich selbst. Sie erproben eigene Handlungsabläufe, lernen sich einzuschätzen, indem sie ihr eigenes Können und ihre Grenzen erleben. Im gemeinsamen Spiel in der Kleingruppe entwickeln sich die Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit der Kinder untereinander.[6] Das Darstellende Spiel findet sich in den Vorschlägen für Unterrichtsinhalte des Deutschunterrichtes in den Klassen 1./2. wieder.[7]
Durch die Umsetzung des Buches in ein Stabpuppenspiel wird das Denken der Kinder ständig neu strukturiert. Die Inhalte des Buches können durch das Handeln besser vertieft werden und neue Erfahrungen werden hinzu gewonnen. Das Stabpuppenspiel entspricht somit dem didaktischen Grundsatz der Handlungsorientierung, so wie er im RP Teil A genannt wird.[8]
Im RP Teil C wird das Darstellende Spiel nochmals aufgegriffen. Es soll den Kindern ermöglichen ihren Gedanken, Gefühlen, Vorstellungen und Phantasien aktiv Ausdruck zu verleihen. Durch die Umsetzung in ein Stabpuppenspiel wird kreatives Gestalten mit sozialem und kognitivem Lernen verbunden.[9] Spielen bedeutet zwar einerseits Entspannung und Freude am Ausprobieren, aber auch Bindung an ein Thema, ein Vorhaben und eine Gruppe. Indem die Kinder sich gegenseitig helfen und zuhören trägt das Darstellende Spiel weiterhin zu den wesentlichen Zielen des sozialen Lernens bei. Das Darstellende Spiel realisiert sich fächerübergreifend.[10] In dieser Stunde ist es „Deutschunterricht" (es gibt in der Eingangsstufe noch keinen Fächerkanon, siehe unten), da es um den Umgang mit Sprache und einem Bilderbuchtext geht, aber es beinhaltet künstlerische und sachunterrichtliche Aspekte, da die Kinder die Stabpuppen selber hergestellt haben und das Puppentheater gestaltet haben, und zudem fließen über den Inhalt Elemente des Religionsunterrichts mit ein.
Dieser fächerübergreifende Aspekt ist ganz besonders in der Schulanfangsphase von zentraler Bedeutung, da hier die Fächer zugunsten ganzheitlicher Zugänge zum Lerngegenstand (unter Einbeziehung verschiedenster Aktivitäten wie Spielen, Sich-Bewegen, Gestalten) in den Hintergrund treten sollen.[11]
In der Eingangsstufe gibt es ohnehin keinen Fächerkanon wie im 1. Schuljahr. Durch die Umsetzung des „Regenbogenfisches" in ein Stabpuppenspiel werden jedoch folgende Lernbereiche aus der Eingangsstufe abgedeckt:
- Sprachförderung
- soziales Lernen
- bildnerisches Gestalten
- Bewegungserziehung[12]
nach oben
4. Ziele
Grobziele:
Die Schüler sollen die Geschichte des Regenbogenfisches und sein Verhältnis zu den anderen Fischen nachvollziehen und vertiefen, indem sie sich durch das Spielen bzw. Zuschauen in die Fische hineinfühlen.
Feinziele:
Die Kinder sollen
im kognitiven Bereich:
- die Handlung des Buches verstehen und spielerisch umsetzen,
- ihre Phantasie, Imaginationskraft und sprachliche Kreativität herausfordern,
- ihren Wortschatz erweitern,
im sozial-affektiven Bereich:
- sich an die vereinbarten Gesprächs- und Verhaltensregeln halten,
- der spielenden Gruppe ohne Störungen zuschauen,
- akzeptieren nicht sofort dran genommen zu werden (Tobias),
- das Zusammenleben der Klasse fördern (gilt für die gesamte Lerneinheit),
im psychomotorischen Bereich
- einen Sitzkreis bilden und wieder auflösen,
- sich in Kleingruppen zusammenfinden,
- mit Stabpuppen so agieren, dass die Zuschauer dem Spiel folgen können,
- Kinositz bilden, so dass alle Zuschauer gut sehen können.
nach oben
5. Unterrichtskonzeption und Methode
Nach der Begrüßung werde ich die Kinder auffordern in den Sitzkreis zu gehen, da er den geeigneten Rahmen für Gespräche und das Planen des gemeinsamen Unterrichtsvorgehens bietet.
Als stummen Impuls lege ich einige der selbsthergestellten Stabpuppen in die Kreismitte. Die Kinder sollen dadurch an die letzte Stunde anknüpfen und gleichzeitig erkennen was die Aufgabe für heute ist (Zieltransparenz). Im Gespräch werde ich mit den Kindern den Ablauf der Stunde klären, die Gruppeneinteilung wiederholen und die Regeln zur Gruppenarbeit durchgehen, damit diese für alle Kinder präsent sind.
In der Arbeitsphase sollen die Kinder in ihren Kleingruppen das Stabpuppenspiel üben, um sich den Ablauf der Geschichte und die Sprechakte in Erinnerung zu rufen. Dabei sollen sie weitestgehend alleine arbeiten, wobei sie mich aber jederzeit zu Hilfe holen können. Gezielt werde ich mich in dieser Stunde um die Gruppe kümmern, die am Ende der Stunde vorspielen soll und um die Kinder, die Schwierigkeiten mit der sprachlichen Umsetzung haben.
Mit dem Erklingen eines Klangstabes werde ich den Übungsprozess beenden. Dies ist den Kindern noch nicht lange bekannt, so dass es sein kann, dass ich einzelne Kinder daran erinnern muss, dass die Übungsphase vorbei ist. Die Kinder sollen nun vor dem Puppentheater einen Kinositz bilden, damit alle Kinder gut sehen können. Die Gruppe, die heute vorspielen darf versammelt sich hinter dem Theater und spielt mit den Stabpuppen das Stück vom Regenbogenfisch vor. Anschließend gehe ich mit den Kindern in den Sitzkreis zurück, um mit ihnen noch mal kurz über das Vorspielen zu sprechen. Ich werde hier einen kleinen „Erzählfisch" zur Hilfe nehmen, da ich denke, dass die Kinder nach dieser Phase noch aufgeregt und unruhig sind. Die Kinder kennen den Fisch aus dem Erzählkreis. Er wird herumgegeben und soll so den Kindern helfen sich an die Gesprächsregeln zu halten. Außerdem soll er jedem Kind die Möglichkeit geben etwas sagen zu können. Zum Abschluss werde ich noch einen Ausblick auf die nächste Stunde geben, damit die Kinder nicht enttäuscht sind, die heute nicht vorspielen durften.
Da die Kinder bisher hauptsächlich freie Arbeitsphasen, Wochenplanaufgaben und Stationsarbeit kennen gelernt haben (sie arbeiten an ihren Aufgaben, können aber immer mal wieder zwischendurch spielen gehen), kann es sein, dass sie gegen Ende der Stunde unruhig werden. Wenn die Konzentration der Kinder nachlassen sollte und sie meiner Meinung nach nicht länger durchhalten, kann es sein, dass ich das abschließende Treffen im Kreis kürzer gestalte, oder wenn nötig wegfallen lasse. Ich werde dann mit den Kindern noch ein Bewegungslied zum Regenbogenfisch machen und damit die Stunde beenden (auch als didaktische Reserve gedacht).
nach oben
6. Verlaufsplanung
| Zeit | Inhalt | Methode/Medien | Didaktischer Kommentar |
| min | |||
| ~ 3 | Einführungsphase Begrüßung der Kinder und der Gäste, bilden eines Sitzkreises | Lehrerdarbietung (3-polige Interaktion) | Organisationsrahmen schaffen |
| ~ 10 | Erarbeitungsphase Anknüpfen an die letzte Stunde; Besprechung des Arbeitsauftrages | Lockeres Unterrichtsgespräch (4-polige Interaktion) Stabpuppe im Kreis | Ideensammlung, Transparenz |
| ~ 15 | Arbeitsphase Üben in Kleingruppen | Kleingruppenarbeit (3-polige Interaktion) Stabpuppen | Vertiefende Auseinandersetzung mit dem Buch, Förderung der sprachlichen Kompetenzen |
| ~ 2-3 | Kinositz erstellen | Tisch, Stühle | Alle Kinder sollen gut sehen können, ohne sich gegenseitig zu stören |
| ~ 5-8 | Aufführung des Stabpuppenspieles | Stabpuppenspiel (3-polige Interaktion) Stabpuppen, selbstgestaltetes Puppentheater | Aufführung des Spiels zur Würdigung der Arbeit der Kinder |
| ~ 5-10 | Abschlussphase Rückmeldung von mir und den Kindern; Ausblick | Lockeres Unterrichtsgespräch (4-polige Interaktion) Treffen im Sitzkreis; Erzählfisch | Reflexion, Ausblick |
nach oben
7. Literatur
- Heiringhoff, Marion: Der Regenbogenfisch. Eine fächerübergreifende Einheit im zweiten Schuljahr. In: Praxis Grundschule. Heft 6/94, S.37-41.
- Hessisches Institut für Lehrerfortbildung (Hrsg.): Puppentheater-Puppenspiel-Puppenbau. 8. Aufl., Fuldatal, 1996.
- Hessisches Kultusministerium (Hrsg.): Rahmenplan Grundschule. Frankfurt a.M.: Moritz Diesterweg, 1995.
- Palmbergschule (Hrsg.): Erhebung zum Stand des Modellversuchs Eingangsstufe/Differenzierte Grundschule am 1.10.1986. Frielendorf, 1986.
nach oben
Fußnoten:
[1] Vgl. Hessisches Institut f. Lehrerfortbildung (Hrsg.): Puppentheater-Puppenspiel-Puppenbau, S.79.
[2] Vgl. Heiringhoff, M.: Der Regenbogenfisch. In: Praxis Grundschule, S.37.
[3] Vgl. Hessisches Kultusministerium (Hrsg.): Rahmenplan Grundschule, S.13.
[4] Vgl. Hessisches Kultusministerium (Hrsg.): Rahmenplan Grundschule, , S.14.
[5] Vgl. ebd., S.88.
[6] Vgl. ebd., S.20.
[7] Vgl. ebd., S.98.
[8] Vgl. ebd., S.28.
[9] Vgl. ebd., S.278.
[10] Vgl. ebd., S.278.
[11] Vgl. Hessisches Kultusministerium (Hrsg.): Rahmenplan Grundschule, S.31.
[12] Vgl. Erhebung zum Stand des Modellversuchs Eingangsstufe in der Palmbergschule, S.6.
Kommentare (0)
Schreibe den ersten Kommentar zu diesem Material!











