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Das Wiewort

Das Wiewort
Unterrichtsentwurf
Datum: 08. Januar 2008 Autor: Anonym Kommentare: 0

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Beschreibung:

Ein Adjektiv wird umgangssprachlich auch "Wiewort" genannt. Ein Wiewort beschreibt die Eigenschaft eines Wortes - "Wie ist es?". Die Funktion und den Gebrauch des "Wieworts" zu kennen und zu beherrschen ist in der deutschen Sprache von großer Bedeutung. In dieser Unterrichtsstunde wird das Wiewort anhand von Stationsarbeit selbständig geübt. Durchgeführt in einer 1. Klasse.


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Das Wiewort


Das Wiewort

Inhalt:

1. Thema der Unterrichtsreihe
1.1 Thema der heutigen Unterrichtseinheit
1.2 Einbettung der heutigen Unterrichtseinheit in die Unterrichtsreihe

2. Zielsetzungen
2.1 Ziele der Unterrichtsreihe
2.2 Ziele der heutigen Unterrichtsstunde

3. Sachanalyse

4. Methodisch-didaktischer Kommentar

5. Verlaufsplanung

6. Literatur

1. Thema der Unterrichtsreihe

„Entdeckungsreise ins Land der ,Wiewörter‘ "

Ganzheitliche und handlungsorientierte Erarbeitung und Vertiefung des grammatikalischen Begriffs ,Wiewort‘ (Adjektiv).
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1.1 Thema der heutigen Unterrichtseinheit

„Das ,Wiewort‘ in Form von Gegensatzpaaren- eine handlungsorientierte Erarbeitung der Wortart unter Einbeziehung aller Sinne."
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1.2 Einbettung der heutigen Unterrichtseinheit in die Unterrichtsreihe:

EinheitThemaIntention
1.„Wir entdecken
die ,Wiewörter‘“
- Einführung der Wortart;
,Wiewörter‘ sagen mir, wie etwas ist.
2.„Das ,Wiewort‘
in Form von
Gegensatzpaaren“
- Phantasiereise;
Stationsbetrieb unter besonderer Berücksichtigung aller Sinne;
Entdeckung der Gegensatzpaare
3.I. „Merkmale der
,Wiewörter‘“
- Sprachspiel; Einführung weiterer Stationen:
vertiefende Übungen,
,Wiewörter‘ in ihrer beschreibenden und unterscheidenden Funktion,
Kleinschreibung,
Suffix-Veränderung in Verbindung mit dem Namenwort,
,Wiewörter‘, die auf –lich enden,
Steigerungsformen der ,Wiewörter‘.
4.II. „Merkmale der
,Wiewörte‘r“
- Weiterarbeit am Stationsbetrieb
5.III. „Merkmale der
,Wiewörter‘“
- Anhand der Erkenntnisse aus dem Stationsbetrieb
,Wiewörter- Regeln‘ formulieren und ins Sprachheft eintragen;
„Wiewörter-Pass“


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2. Zielsetzungen

2.1 Ziele der Unterrichtsreihe

Die Schüler sollen im Rahmen dieser Unterrichtsreihe die Merkmale und Funktionen der Wortart „Wiewort“ kennen-lernen und innerhalb eines Stationenbetriebes selbstständig arbeiten. Dabei sollen sie an das bewusste Einsetzen von ,Wiewörtern‘ herangeführt werden, um ihr Ausdrucksvermögen und ihren aktiven Wortschatz zu erweitern. Die Schüler sollen unter Einbeziehung aller Sinne die beschreibende und unterscheidende Funktion von Adjektiven erfahren und Gegensatzpaare kennenlernen. Ziel ist es, die Schüler sowohl im schriftlichen als auch im mündlichen Bereich für diese Wortart zu sensibilisieren und ihre Wahrnehmung in Bezug auf die differenzierende Funktion zu schulen. Dabei lernen sie auch Regeln der Rechtschreibung wie Kleinschreibung und Auslaut-veränderungen in Kombination mit einem Namenwort kennen.
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2.2 Ziele der heutigen Unterrichtsstunde

Inhaltliche Ziele:

Die Schüler haben die Lernchance...
...über die Sinne (Sehen, Fühlen, Riechen, Schmecken, Hören) die Eigenschaften verschiedener Dinge bewusst wahrzunehmen, diese durch ,Wiewörter‘ zu benennen und dadurch ein Gefühl dafür zu bekommen, was ,Wiewörter‘ sind.
...,Wiewörter‘ zu erlesen und den auf unterschiedliche Weise wahrgenommenen Dingen zuzuordnen.
...,Wiewörter‘ zu den verschiedenen Dingen aufzuschreiben.
...ihre Ergebnisse in der Reflektionsphase zu präsentieren.
...in der Reflektionsphase nach einem Impuls Gegensatzpaare von ,Wiewörtern‘ zu finden.

Übergeordnete Ziele: Die Schüler haben die Lernchance...

...sich auf eine Fantasiereise ins Land der ,Wiewörter‘ einzulassen.
...selbstständig ihre Aufgaben zu wählen (äußere Differenzierung).
...ihre Selbsteinschätzung (innere Differenzierung) weiter auszuprägen.
...die Einhaltung der Regeln beim Stationsbetrieb zu üben.
...Meinungen auszutauschen und miteinander zu kooperieren.
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3. Sachanalyse

Adjektive werden im Deutschen auch Wie-, Eigenschafts-, Art- oder Beiwort genannt.
Das „Adjektiv" ist eine von Grammatikern gemachte Ordnungskategorie, unter die wir bestimmte Wörter einordnen. Zu den Adjektiven zählen alle Wörter, auf die das Folgende zutrifft:

1. Das Wort kann flektiert werden, d.h. Mehrzahl und Kasusformen lassen sich bilden.
2. Das Wort kann gesteigert werden, Positiv, Komparativ, Superlativ.

Adjektive können in Sätzen auf folgende Weise verwendet werden:
1. attributiv, 2. ´prädikativ, 3. adverbial.
Die Anzahl der Adjektive erhöht sich stetig durch neue Wortbildungen. „Reine" Adjektive, die mit einem authentischen Adjektiv-Stamm, wie z. B. süss, gelb, klein, stellen dabei den geingsten Anteil. Die überwiegende Mehrzahl bilden Adjektive, die aus anderen Wortarten abstammen, wie z. B. kindlich, bärtig, begreifbar usw.

Es gibt drei Wege, durch Wortbildung neue Adjektive entstehen zu lassen:
1. Wörter aus anderen Wortarten werden adjektiviert, in dem sie mit sogenannten „Adjektivierungs-Morphemen" kombiniert werden, stein-ig, ekel-haft, wasch-bar, wach-sam
2. Schon vorhandenen Adjektiven werden Präfixe vorangestellt, halb-seiden, un-gesund
3. Ein neues Wort wird aus einem Grundwort und einem Bestimmungswort zusammengesetzt, stein-reich, eis-kalt.
Allegemein kennzeichnen Adjektive die Besonderheiten von Personen, Sachen, Zuständen und Vorgängen. Sie haben eine präzisierende und eine differenzierende Funktion.
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4. Methodisch-didaktischer Kommentar

„Grundschule darf für die Kinder nicht allein Unterrichtsstätte, sondern muss zugleich Leben-, Lern- und Erfahrungsraum sein. Sie muss die Kreativität und Fantasie der Kinder fördern....und ihre Fähigkeiten zum Entdecken und Gestalten entwickeln.....auch deshalb, weil kindliches Lernen noch weitgehend ein Lernen mit dem ganzen Körper und mit allen Sinnen ist.[1]"
Das Lernen mit allen Sinnen ist in dieser Unterrichtseinheit in den einzelnen Stationen durch verschiedene Materialien repräsentiert. Die Schüler werden aufgefordert, zu riechen, zu fühlen, zu schmecken, zu sehen und zu hören und somit passende Wiewörter zu finden und aufzuschreiben. Dabei wird der Rechtschreibung zu diesem Zeitpunkt keine Bedeutung zukommen. Die Lernstationen werden den Kindern frei angeboten und können in beliebiger Abfolge und frei gewählter Sozialform frei bearbeitet werden. Die Auswahl der Stationen berücksichtigt dabei unterschiedliche Fähigkeiten und Möglichkeiten der Kinder.
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5. Verlaufsplanung

Zeit,
U-Phase
Handlungs-
schritte
Medien /
Sozialform
Bemerkungen
EinstiegL. begrüßt die S. und
stellt den Besuch vor.
Unterrichts-
gespräch
Informierender
Unterrichtseinstieg
Problemati-
sierung
L. nennt das Thema, erklärt
möglichen Stundenablauf
Sitzkreis,
Lisa-Buch,
Geo-Papp-
Männchen,
Tafelbild,
Geo-Brett
Zieltransparenz,
Akustische
Vermittlung der
Rahmengeschichte,
Visualisierung der
Textausgangs-
situation
Erarbeitungs-
phase
Die S. spannen verschiedene
Vielecke, übertragen sie auf
Punktefelder und schneiden
sie aus, kleben sie auf kleine
Geo-Männchen.
Einzel-/Partner-
arbeit,
Geo-Brett,
Gummiringe,
Punktefelder,
Geo-Männchen
Entdeckendes Lernen
durch Handeln, L. gibt
individuell Hilfestellung,
Äußere und innere
Differenzierung
- durch das Material
Geo-Brett
- durch Hilfen
(Vielecke auf Punkte-
feldern)
- zügig arbeitende
Kinder werden auf-
gefordert,
noch mehr Formen zu finden.
Reflexions-
phase
S. stellen ihre Ergebnisse vor.

S. beschreiben die Formen
und zählen die Ecken.

S. werden aufgefordert,
regelmäßige und unregelmäßige
Vielecke zu beschreiben.
Aufräummusik,
Sitzkreis,
Demonstrations-
material,
Papp-Männchen
Präsentation der Arbeits-
ergebnisse, Sch. machen
sich die Struktur der Viel-
ecke durch Versprach-
lichung und Handlung
bewusst und festigen
ihre Erkenntnisse.


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6. Literatur

- Kultusministerium des Landes Nordrhein-Westfalen: Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen. Sprache Frechen: Verlagsgesellschaft Ritterbach mbH 1991.
- Kultusministerium des Landes Nordrhein-Westfalen: Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen. Sachunterricht. Frechen: Verlagsgesellschaft Ritterbach mbH 1991.
- Kinderbüro Essen, Rathaus Essen: „Ein Koffer voller
- Fountain, Susan: Wir haben Rechte...und nehmen sie auch wahr! Kinderrechte. Eine Aktivmappe. Für Jugendliche ab 10 Jahren. Verlag an der Ruhr. 1996.
- Frädrich/ Jerger-Bachmann: Kinder bestimmen mit. Kinderrechte und Kinderpolitik. C.H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung. München 1995.
- Reinald Eichholz: Die Rechte des Kindes. Hrsg: Kinderbeauftragter der Landesregierung beim Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW. Georg Bitter Verlag KG, 1991.
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Fußnote:
[1] RL/LP 1985, S.10.

 



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