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Wie wir beten können - Psalm 23

Wie wir beten können - Psalm 23
Unterrichtsentwurf
Datum: 24. Januar 2008 Autor: ahinsberger Kommentare: 0

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Beschreibung:

Ursprünglich stammt das Wort Psalm aus dem griechischen. Psalm bedeutet Sprechgesang. Da Psalme menschliche Grunderfahrungen in bildliche Sprache wandeln und sie auch heute noch eine große Aussagekraft haben, geht dieser Unterrichtsentwurf näher auf die Bedeutung und den Gebrauch der Psalme ein. Durchgeführt in einer 1. Klasse.


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Wie wir beten können - Psalm 23


Wie wir beten können - Psalm 23

Inhaltsverzeichnis

1. SACHANALYSE
1.1 PSALME
1.2 PSALM 23

2. DIDAKTISCHE ANALYSE

3. LERNZIELE
3.1 STUNDENZIEL
3.2. TEILZIELE
3.2.1 Kognitive Ziele
3.2.2 Soziale Ziele
3.2.3 Affektive/ emotionale Ziele
3.2.4 Psychomotorische Ziele

4. VERLAUFSPLANUNG

5. METHODISCHE ANALYSE

6. QUELLENANGABEN

1. Sachanalyse

1.1 Psalmen

Das Wort Psalm stammt aus dem Griechischen und bedeutet Sprechgesang. Im Ersten Testament finden wir das Psalmenbuch, das, nach der hebräischen Zählung im Urtext, aus 150 poetischen Texten besteht.
Der Psalter kann als die Antwort der Menschen auf das Wort Gottes gesehen werden. In ihnen bejaht Israel seinen Gott, Jahwe, und weiß seine Existenz in seiner Nähe. Jahwe wird in den Gebeten als lebendiges Du angesprochen.[1] Beten im Ersten Testament bedeutete das Leben vor Gott zur Sprache bringen, mit all seinen Höhen und Tiefen.[2] Thema der Psalme sind menschliche Grunderfahrungen, wie Not, Leid, Bedrängnis, aber auch Jubel und Freude finden hier Ausdruck.[3] So wird Gott gedankt, der Beter lobt ihn, klagt ihn aber auch an und flucht. Israel hat Jahwe in der Vergangenheit als Retter erfahren und wendet sich deshalb an ihn. Die Psalme sind also Ausdruck der Gotteserfahrung.[4]
Der Psalter soll den Menschen Hoffnung und Trost schenken, indem die Psalme immer in Anbetracht des kommenden Reiches Gottes gesungen werden. Der gesamte Aufbau des Psalmbuches und der Aufbau der einzelnen Gebete lassen diese Hoffnung zu. Der Wandel von einer Klage zu Beginn in einem Jubel und der Aussprache des Vertrauens auf Gott zum Abschluss, sind in allen Psalmen wieder zu finden.[5]
Die Psalme lassen sich in fünf Teilsammlungen, die man Bücher nennt, und eine Rahmung, bestehend aus den Psalmen 1 und 2 und den beiden letzten, Psalm 149 und 150, unterteilen.[6]
Die Zeitspanne in der die Psalme verfasst wurden und ihre endgültige Gestalt annahmen, erstreckt sich vom vierten Jahrhundert vor Christi bis in das Jahrhundert nach seiner Geburt.[7] Die Psalme sind unterschiedlicher Herkunft. Die Redaktion ordnete die Psalme nach Stichwörtern, die sie in den Texten fand. So haben zwei aufeinander folgende Psalme oft dasselbe Thema. Der Psalter hat für das Judentum eine große Bedeutung. Im Neuen Testament findet man immer wieder Zitate der Gebete. Nicht zuletzt betet Jesus, ans Kreuz geschlagen, den Psalm 22.
Durch das zur Sprache bringen von menschlichen Grunderfahrungen in bildlicher Sprache, haben die Psalme auch heutzutage noch große Aussagekraft. Sie können heute immer noch von Menschen gebetet werden, die sich mit dem Inhalt identifizieren können.
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1.2 Psalm 23

1[Ein Psalm Davids]
Der Herr ist mein Hirte
nichts wird mir fehlen.
2 Er lässt mich lagern auf grünen Auen
und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
3 Er stillt mein Verlangen;
er leitet mich auf rechten Pfaden,
treu seinem Namen.
4 Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht,
ich fürchte kein Unheil;
denn du bist bei mir,
dein Stock und dein Stab geben mir Sicherheit.
5 Du deckst mir den Tisch
vor den Augen meiner Feinde.
Du salbst mein Haupt mit Öl,
du füllst mir reichlich den Becher.
6 Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang,
und im Haus des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit.[8]

Der Psalm 23 gehört zur Gruppierung der Davids Psalme. Er stammt aus der vorexilischen Zeit. Seine Grundfassung wurde im Gottesdienst gebetet. Zentrales Thema des Psalms ist die Fürsorge Gottes. In ihm spiegelt sich die Erfahrung des Urvertrauens und der Geborgenheit, die der Mensch bei Gott findet wieder. Deshalb lässt sich der Psalm der Gattung der Danklieder Einzelner [hebr. tôd?h] zuordnen. Nachdem Not und Bedrängnis überstanden sind, dankt der Beter Gott für das Abwenden.[9]
Den Psalm kennzeichnen zwei Rederichtungen als Danklied eines Einzelnen. In den Versen 1 bis 3 wird Gott in der dritten Person angesprochen. Dieser Teil berichtet der Gemeinde, von der Not, der Klage und der Errettung des Beters.[10]
Vers 1 hat einen Bekenntnischarakter. Im Alten Orient wurde der König oft mit einem Hirten betitelt, der machtvoll und gütig über das Volk herrscht und ihm Geborgenheit schenkt. Der Beter bekennt sich hier also zu Gott als seinen wahren König. In Vers 2 wird beschrieben, wie der Hirte seine Schafe an saftige Weideplätze führt. Unter „Ruheplatz am Wasser"[11] darf man sich eine stille, aufgestaute Wasserstelle vorstellen, an der die Schafe ohne Hast trinken können. Die Fürsorge Gottes wird hier sehr deutlich. Auch in Vers 3 wird die fürsorgliche Haltung Gottes unterstrichen, indem er uns auf den rechten Weg führt und uns vor einem Fall schützt.[12]
In Vers 4 wird Gott selbst angesprochen. Ihm wird gedankt und das vollkommene Vertrauen zugesichert.[13] Vor Feinden verteidigt er uns mit seinem Stock, der als Schlagkeule interpretiert werden kann und mit seinem Stab treibt er uns auf dem rechten Weg an. „Denn du bist bei mir"[14] kann als Antwort der Zusicherung Gottes in seinem Namen Jahwe, „Ich bin da!", verstanden werden. Einen Szenenwechsel finden wir in Vers 5. Jahwe wird als gütiger Gastgeber dargestellt. Er denkt uns den Tisch und nimmt die von Feinden Verfolgten in seine Schutzsphäre auf. Die Stätte zu der uns Gott einlädt ist der Tempel. Dieser ist sein Haus, sein Palast. Arme und Ausgestoßene können sich dort aufgehoben fühlen. Vers 6 versichert uns, dass wir von Gott nicht verstoßen werden.[15] Er wird immer für uns da sein.
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2. Didaktische Analyse

Gegenstand meiner Unterrichtsstunde wird nicht der gesamte Psalm 23 sein. Ich werde lediglich auf das Bild Gottes als guten Hirten eingehen. Die Verse 5 und 6 werde ich nicht in der Stunde aufgreifen. Ich halte dies für angebracht, weil in den letzten beiden Versen ein Szenenwechsel stattfindet, dessen Besprechung den Rahmen der Stunde sprengen würde. Außerdem möchte ich den Psalm kindgerecht umschreiben. Die Schüler/innen haben noch keinerlei Erfahrungen mit biblischer Sprache im Religionsunterricht gesammelt und wären mit der Originalfassung des Textes überfordert. Der von mir verwendete Text wird lauten:
Gott ist mein guter Hirte und ich gehöre zu seiner Herde.
Mir wird an nichts fehlen.
Er bringt mich auf saftige Weiden und an sauberes Wasser.
Wenn ich mich im Gebirge verirre,
sucht er mich und führt mich auf einen sicheren Weg.
Ich brauche mich nicht zu fürchten.
Der Bildungsplan des Landes Baden-Württemberg für das Fach Katholische Religion gibt vor, dass die Schüler/innen bis zum Ende des zweiten Schuljahres mit dem Psalm 23 vertraut sein sollen. Durch die Dimension „Bibel und Tradition" bringt der Katholische Religionsunterricht „den Kindern die Erfahrung biblischer Menschen und Gestalten der Tradition mit Gott in lebendiger Erzählung nahe und eröffnet so Möglichkeiten der Identifikation."[16]
Der Bildungsplan nennt Dimensionen, in denen die Schüler/innen gefördert werden sollen. Zur Religiösen Kompetenz zählt es, dass die Schüler/innen sich auf biblische Texte einlassen, sie deuten und auf ihr Leben beziehen können.[17] Das wird ein zentrales Element in meiner Unterrichtstunde werden. Die Schüler/innen sollen die Bedeutung des Psalms verstehen. Dazu dient eine bildliche Darstellung der im Psalm beschriebenen Kulisse. Die Kulisse wird durch die Besprechung der Elemente verdeutlicht, z.B. werde ich erklären, dass die Berge in der Kulisse die Gefahr verdeutlichen. Die Klasse ist oft unruhig und kann sich nicht über einen längeren Zeitraum konzentrieren. Deshalb möchte ich ihnen möglichst viele Möglichkeiten geben, aktiv zu werden und den Inhalt mit allen Sinnen zu entdecken. Dazu zählt vor allen Dingen das Anfassen. Junge Schüler/innen brauchen Material, das sie anschauen und anfassen können um den Unterrichtsinhalt zu be-greifen. Wichtigster Schritt wird allerdings die Identifikation der Schüler/innen mit den Schafen sein. Durch die Gestaltung der Schafe, machen die Schüler/innen das Tier zu ihrem eigenen. Gott soll als guter Hirte erkannt werden, der die Schafe, also sie selber, beschützt und immer bei ihnen ist. Hier wird auch Baldermanns Forderung nach dem Erfüllen des Psalms mit dem Erleben der Schüler/innen nachgekommen. Die Schüler/innen sollen den Psalm „nacherleben", indem sie den Text mit im Hinblick aus sich selbst begreifen und interpretieren.[18]
Fach- und personale Kompetenz werden in der Stunde ebenfalls angesprochen. Es zählt zu beiden Kompetenzen, dass sich die Schüler/innen von Gott angenommen wissen und ihr Leben im Vertrauen auf ihn gestalten.[19] Die zentrale Aussage des Psalms ist eben dieses Vertrauen. Meine Unterrichtsstunde sehe ich als Einstieg zum Heranwachsen des Vertrauens in Gott an. Das Verständnis von Gott als die liebenden und fürsorglichen Hirten bzw. Vater muss über die Zeit wachsen.
Auch die Medienkompetenz wird in meiner Stunde angesprochen. Zu den Medien des Religionsunterrichts gehört ganz klar die Bibel und damit die darin verwendete Sprache. Das Verständnis dieser Sprache und der Umgang damit soll geübt werden.[20] In der von mir gestalteten Stunde kommen die Schüler/innen mit der Bildersprache der Psalme in Verbindung. Menschliche Grunderfahrungen werden in den Psalmen bildhaft dargestellt. Die Kinder in der ersten Klasse haben schon Geborgenheit und Vertrauen geschenkt und auch erfahren, dass es ihnen entgegengebracht wird. Angst haben sie auch schon einmal gehabt. Diese Gefühle werden im Psalm 23 ausgedrückt.
Der Psalm 23 wird im Rahmen des Themas „Wie wir beten können" besprochen. Falls die Kinder noch keine Erfahrungen mit Beten und Gebet im Elternhaus oder in der Gemeinde gemacht haben, werden sie nun in meiner und der vorangegangen Stunde das erste Mal damit in Berührung kommen. Beten wird in der Bibel als Antworten auf die Anrede jedes Menschen durch Gott definiert. Gott hat sich uns Menschen in seinem Wort und in seinem Sohn offenbart. Die Antwort des Menschen darauf kann entweder durch Taten oder Worte geschehen. In der Grundschule wird allerdings die Definition von Beten als Sprechen mit Gott vermittelt. Um aber mit Gott sprechen zu können, müssen die Schüler/innen Gott als Ansprechpartner erkennen. Sie müssen sich von ihm angenommen fühlen, damit er ihre Anliegen erhört. Ein vertrauensvollen Gottesverständnis und -verhältnis muss aufgebaut werden. Deshalb ist der Psalm 23 in doppelter Hinsicht ein geeigneter Einstieg in das Thema Beten. Überlieferte Gebete sind neben dem eigens formulierten Beten eine Alternative in Situationen, in denen man sich nicht fähig fühlt seine Gedanken selbst vor Gott zu bringen bzw. in denen man das nicht möchte. Deshalb sind überlieferte Gebete, zu denen auch die Psalmen gehören, eben so wichtig.
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3. Lernziele

3.1 Stundenziel

Die Schüler/innen erkennen die inhaltliche Aussage des Psalms 23 und entwickeln darauf ein vertrauensvolles Verhältnis zu Gott.
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3.2 Teilziele

3.2.1 Kognitive Ziele

- Die Schüler/innen wissen, was ein Hirte ist und welchen Aufgaben er nachgeht.
- Die Schüler/innen können den Vergleich Gottes mit einem Hirten nachvollziehen.
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3.2.2 Soziale Ziele

- Die Schüler/innen können sich gegenseitig zu hören und die Äußerung ihrer Mitschüler/innen nachvollziehen und in ihrem Gedankengang berücksichtigen.
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3.2.3 Affektive/ emotionale Ziele

- Die Schüler/innen können sich eine saftige Weide, klares Wasser und steile Berge, mit Hilfe von Beschreibungen und einer Darstellung, vorstellen.
- Die Schüler/innen erkennen Gott als den liebenden „Hirten", der für sie sorgt und sie beschützt. Sie können ihm vertrauen.
- Die Schüler/innen können sich mit den Schafen als „Gottes Schafherde" identifizieren.
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3.2.4 Psychomotorische Ziele

- Die Schüler/innen können das Schaf nach eigenen Vorstellungen gestalten.
- Einige Schüler/innen können den Satz „Gott ist mein Hirte." von der Tafel abschreiben.
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4. Verlaufsplanung

Begrüßung
Zu Beginn der Stunde werde ich die Schüler/innen zunächst einmal begrüßen. Da sie aus unterschiedlichen Klassen kommen, treffen nicht immer alle zur gleichen Zeit ein. Es ist wichtig die Schüler/innen am Anfang der Stunde ruhig werden zu lassen, sie ankommen zu lassen. Deshalb möchte ich versuchen, den Schüler/innen in dieser Phase so viel Zeit zu geben, wie sie benötigen.

Einstieg
Als Einstieg teile ich den Schüler/innen Schafe aus, die ich im Voraus aus Pappe und Watte gebastelt habe. Sie sollen das Schaf nach ihren Vorstellungen gestalten. Ich möchte die Schafe schon im Voraus vorbereiten, weil das Basteln sonst zu viel zeit in Anspruch nehmen würde.

Erarbeitungsphase
Anschließend rufe ich die Schüler/innen mit dem Ritual der farbigen Kreise in einen Sitzkreis vor der Tafel. Ihre Schafe dürfen sie mitbringen, müssen sie allerdings vor sich hinlegen und nicht berühren.
In der Mitte des Kreises liegt ein grünes Tuch ausgebreitet. Ich erkläre den Schüler/innen, dass das eine saftige Weide ist. Auf das grüne Tuch lege ich ein zum Kreis geformtes blaues Tuch, das eine Wasserstelle darstellen soll. Dabei erkläre ich, dass das Wasser ganz klar, sauber und erfrischend kühl ist. In den Hintergrund baue ich aus zwei braunen Tüchern Berge auf, in deren Mitte eine Schlucht lang führt. Zunächst frage ich die Schüler/innen aus was Berge bestehen. Nachdem sie auf die Antwort Felsen gekommen sind, reiche ich spitze Steine als kleine Repräsentanten der Felsen herum. Ich erkläre, dass Berge auch sehr steil sein können und große Gefahren in sich bergen. Man muss aufpassen, dass man auf dem richtigen Weg bleibt, denn man kann abstürzen und sich verletzen. Die Schüler/innen dürfen in dieser Phase ihre Assoziationen und Gedanken frei äußern.
Wenn die Kulisse fertig gestaltet ist, dürfen die Schüler/innen ihre Schafe hineinlegen. Jede/r Schüler/in darf sich frei einen Platz wählen. Ich verdeutliche, dass die Schafe genug zu Essen und zu Trinken haben. Dann stelle ich die Egli-Figur, die den Hirten darstellt auf das Tuch. Ich frage die Schüler/innen, was ein Hirte ist und welcher Aufgabe er nachgeht. Dabei wird klar, dass ein Hirte immer bei seiner Herde bleibt, dass er die Schafe auf saftige Weiden führt und sie mit seinem Stab vor bösen Wölfen beschützt. Hat sich ein Schaf verirrt, sucht der Hirte nach ihm und bringt es sicher zur Herde zurück. Ich frage die Schüler/innen, wie sich die Schafe fühlen angesichts des Schutzes und der Speise. Ich frage die Schüler/innen, was die Schafe zum Hirten sagen könnten. Sie könnten sich z.B. bedanken.
Danach schicke ich die Schüler/innen auf ihre Plätze. Ich erkläre, dass es in der Bibel ein Gebet gibt, in dem Gott mit einem Hirten verglichen wird und wir Menschen sind seine Schafherde. Falls die Schüler/innen angesichts der langen theoretischen Besprechung noch aufmerksam sind, bemerke ich, dass man dieses Gebet Psalm nennt und es von dieser Art von 150 in der Bibel zu finden gibt. Dann lese ich den Psalm in der abgewandelten Form vor. Die Schüler/innen sollten dabei möglichst still und aufmerksam sein.

Ergebnissicherung
Ich weise die Schüler/innen an, ihr Schaf in ihr Heft zu kleben. Dazu sollen sie einen Hirten malen und die Kulisse nach Belieben ausgestalten. Im Hintergrund läuft meditative Musik.
Zur Differenzierung schreibe ich den Satz „Gott ist mein Hirte." in Großbuchstaben an die Tafel. Schnellarbeitende Kinder können den Satz in ihr Heft übertragen.

Abschluss
Zum Abschluss bete ich noch einmal alle Kinder, Frau Falkenstein, alle Praktikantinnen und Frau Oberle in einen Stehkreis. Wir singen gemeinsam das Lied „Danke für diesen guten Morgen". Danach verabschiede ich mich von allen Schüler/innen.
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5. Methodische Analyse

Als Einstieg in die Stunde habe ich das Gestalten des Schafes gewählt. Die Schüler/innen geben dem Schaf ein Gesicht und haben somit die Möglichkeit es zu ihrem Eigenen zu machen. Ein wichtiges Lernziel ist es, dass sich die Schüler/innen mit dem Schaf identifizieren um sich später als von Gott geliebtes und umsorgtes Wesen zu begreifen. Auch um den Vergleich des Menschen mit einem Schaf aus Gottes Herde nachvollziehen zu können, ist die Identifikation wichtig. Man könnte diesen Schritt als Knackpunkt der Stunde beschreiben. Im weiteren Verlauf der Stunde werde ich auf die Identifikation zurückkommen und Hilfestellungen geben.
Die Darstellung der Kulisse, in der sich der Psalm 23 abspielt, halte ich für wichtig. Sie ist dreidimensional und von den Schüler/innen von allen Seiten zu betrachten. Durch meine Erklärungen und Beschreibungen können sich die Kinder die Situation gut vorstellen. Reelles Material, wie die Steine, das die Schüler/innen anfassen können, ist ihrem Alter und Entwicklungsstand entsprechen. So können sie die Szene besser nachempfinden. Zudem ist die Klasse sehr unruhig und muss immer wieder aus Neue fasziniert werden, damit sie konzentriert bleiben.
Die Schüler/innen dürfen sich nun einen Platz für ihr Schaf suchen und es in das Bild hineinlegen. Die Schüler/innen sollen dann nachvollziehen, dass das Schaf an dieser Stelle reichlich wohlbekömmliche Speisen hat. Wir sprechen aus, was das Schaf in diesem Moment sagen könnte. Dies stellte eine weitere Identifikationshilfe dar.
Anschließend wird er Hirte als fürsorglicher, liebender Herr der Herde vorgestellt. Der Hirte besitzt die Eigenschaften, die auch Gott den Menschen gegenüber zeigt. Zwischen Gott und den Menschen besteht eine enge Verbindung. Er ist immer bei uns. Außerdem gibt er uns alles was wir brauchen und er beschützt uns vor allem Unheil. Diese Assoziationen sollen die Schüler/innen mit dem hirten verbinden, damit sie später diese Eigenschaften auch Gott zuschreiben.
Zum Abschluss des Gesprächs im Sitzkreis biete ich eine letzte Identifikationshilfe für die Schüler/innen an. Sie sollen mir sagen, wie sich das Schaf jetzt wohl fühlt und was es dem Hirten sagen könnte. Hier knüpfe ich an die vorangegangenen Stunden an, in denen die Kinder über Dank sprachen und ihn auch selber formulierten.
Im Anschluss schicke ich die Schüler/innen zurück auf ihre Plätze. Da sie schnell unruhig werden, muss oft ein Sozialformenwechsel erfolgen. Dann lese ich den Psalm 23 vor. Ich habe den Originaltext abgeändert, damit ihn die Schüler/innen auf ihrem Erkenntnisstand und mit ihrem Hintergrundwissen verstehen können. (s. Didaktische Analyse)
Zur Sicherung der Ergebnisse, kleben die Schüler/innen ihr Schaf in ihr Heft und können den Satz „Gott ist mein Hirte." Von der Tafel abschreiben. Frau Falkenstein sagte uns, dass die Schüler/innen sehr motiviert seien Wörter oder Sätze abzuschreiben.
Zum Abschluss kommen alle am Unterrichtteilnehmende in einen Stehkreis zusammen und singen ein Lied. Das ist schon so etwas wie ein Ritual geworden. Die erste Strophe des Leides „Danke für diesen guten Morgen" wurde in der vorangehenden Woche mit den Schüler/innen eingeübt. Das Singen macht den Kinder sehr viel Spass und motiviert sie.
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6. Quellenangaben

- Baldermann, I: Wie Kinder sich selbst in den Psalmen finden, In: Schweitzer, F. & Faust-Siehl, G (Hrsg.) Religion in der Grundschule, Frankfurt a. M., 2000
- Ministerium für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg, http://www.bildung-staerkt-menschen.de/unterstuetzung/ schularten/GS/faecher/kR/listing_bildungsstandards (23.11.2006)
- Bühlmann, W., Merz, V.: Psalmen - Impulse und Hilfen zum Bibel- und Religionsunterricht. Heft 4. Luzern 1986, S.70-75
- Neumann: Psalmen, In: Betz, O., Ego, B. & Grimm, W. (Hrsg.), Calwer Bibellexikon, Bd.2, Stuttgart, 2003, S. 1090-1094
- Noth, M. & Herrmenn, S. (Hrsg.): Biblischer Kommentar Altes Testament, Bd. XV. Psalmen Teilband 1 Psalmen 1-59, Neukirchen-Vluyn 1989, S.334-341
- Staubli, Th.: Begleiter durch das Erste Testament, Düsseldorf, 1997, S. 307-313
- Verlag Katholischen Bibelwerk (Hrsg.), Die Heilige Schrift - Einheitsübersetzung, Stuttgart, 1981
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Fußnoten:

[1] Staubli, 1997
[2] Bühlmann, 1986
[3] Neumann, 2003
[4] Bühlmann, 1986
[5] Staubli, 1997
[6] Staubli, 1997
[7] Neumann, 2003
[8] Vgl. Verlag Katholisches Bibelwerk, 1981
[9] Neumann, 2003
[10] Neumann, 2003
[11] Vgl. Verlag Katholisches Bibelwerk, 1981
[12] Kraus (Bearb.), 1989
[13] Neumann, 2003
[14] Vgl. Verlag Katholisches Bibelwerk, 1981
[15] Kraus (Bearb.), 1989
[16] Vgl. Bildungsministerium des Landes Baden-Württemberg, 2004
[17] Bildungsministerium des Landes Baden-Württemberg, 2004
[18] Baldermann, 2000
[19] Bildungsministerium des Landes Baden-Württemberg, 2004
[20] Bildungsministerium des Landes Baden-Württemberg, 2004

 



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