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Der Farbkreis - Materialcollage im Großformat

Der Farbkreis - Materialcollage im Großformat
Unterrichtsentwurf
Datum: 09. März 2008 Autor: Anonym Kommentare: 0

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Beschreibung:

"Der Farbkreis - Materialcollage im Großformat" ist das Thema dieses Unterrichtsentwurfs. Der Farbkreis - auch Bunttonkreis genannt, ist eine Darstellungsform, die die Beziehungen der Farben untereinander aufzeigt. Die SchülerInnen sollen darauf achten, dass die einzelnen Collageteile aneinandergrenzend und strukturgebend angeordnet sind und somit ein harmonisches Bild ergeben. Durchgeführt in einer 2. Klasse.


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Der Farbkreis - Materialcollage im Großformat


Der Farbkreis - Materialcollage im Großformat / Gruppenarbeit

Inhalt:

Intention
Bildaspekte
Technik
Material
Werkzeug
Lehrmittel
Stundenziel
Erläuterung
Einordnung der Stunde in die Teilreihe: Primarfärben der Reihe: Farbkreis
Literatur

Angaben zum Bedingungsfeld
Klassenstruktur
Allgemeine Lernfähigkeit / Arbeitshaltung
Sozialverhalten / auffällige Schüler
Sozial- und Arbeitsformen

Lernvoraussetzungen für die Stunde
Fertigkeiten
Fähigkeiten
Gruppenarbeit

Geplanter Stundenverlauf

 

Intention:

Collagetechnik mit anschließender Kunstbetrachtung
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Bildaspekte:

Farbe, Struktur / Material - Kombinationen
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Technik:

Materialcollage
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Material:

verschiedene Stoffe, Zeitung, Aluminiumfolie, Sandpapier, Folie, Raufasertapete, Geschenkpapier, Band, Scheuerschwamm.
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Werkzeug:

Kleister, rote Tempera - Farbe, Pinsel, Schere
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Lehrmittel:

vorbereitete Platten mit jeweils einem Material
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Stundenziel:

- Materialien auswählen aus einem Angebot, schneiden, anordnen, kleben
- Betrachtung der einzelnen Werke der Gruppe / Verbalisierung
- Gruppenarbeit
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Erläuterung:

Die Kinder sollen in Gruppenarbeit eine Collage erstellen.

In ihrer Gruppe sollen sie eine große Fläche (50cm x 100cm) formatfüllend und großflächig bekleben. Die Kinder sollen darauf achten, dass die einzelnen Collageteile aneinandergrenzend und strukturgebend angeordnet sind. Dabei sollen die angebotenen Stücke nicht ohne eine vorherige Bearbeitung der Kinder aufgeklebt werden.

Die Kinder einer Gruppe sollen sich einig sein, bei der Verwendung der einzelnen Collageteile und sich letztendlich einig sein, über ihr Werk.

Die Kinder sollen die eigenen Werke und die Werke der anderen betrachten und beurteilen. Es soll in einer Zwischenreflexion die konstruktive Kritik der Kinder den anderen Kindern ermöglichen, an ihren Gruppenwerken gezielt weiter zu arbeiten.
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Einordnung der Stunde in die Teilreihe: Primarfärben der Reihe: Farbkreis

1. Stunde: Sammeln von roten Gegenständen, Benennung der Farbnuancen, Gefühle beim Betrachten der Farbe Rot.
2. Stunde: Erstellen von hellen und dunklen Tönen der Farbe Rot mit Wasserfarbe. Vergleichen der Farbtöne und Sortierung nach Helligkeit.
3. Stunde: Erste Einführung in die Collagetechnik. Herstellen von eigenen Materialproben und Zusammenstellung zu einer Gesamtcollage.
4. Stunde: Materialcollage im Großformat / Gruppenarbeit
5. Stunde: Bildbetrachtung eines „Red Painting" von Robert Rauschenberg, Vergleich der eigenen Collagen mit der Collage von Robert Rauschenberg und Vorstellung Robert Rauschenberg als Künstler.
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Literatur:

- Grundschul - Richtlinien vom 2.4.1985
- Lehrplan Gestaltung von 1985
- Becker, Georg E.: Unterricht planen, Handlungsorientierte Didaktik Teil I. Weinheim und Basel, Beltz 8 2001.
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Angaben zum Bedingungsfeld

Klassenstruktur

Während des laufenden Schuljahres haben bereits 2 Kinder die Klasse verlassen und zwei Kinder sind hinzugekommen. Von den derzeitig 18 Kindern haben 3 die Vorklasse besucht und ein Kind wiederholt die 2. Klasse.
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Allgemeine Lernfähigkeit / Arbeitshaltung

Ich möchte mich zunächst an der Taxonomie von Bloom orientieren. Diese Taxonomie lässt sich durch 6 Ebenen Charakterisieren. In die Kenntnis - Ebene, Verständnis- und Anwendungs- Ebene, die Analyse-, Synthese- und in der Bewertungs- Ebene.
Die Kinder haben Kenntnisse im Bereich Farben durch vorangegangene Unterrichtseinheiten. Sie haben Verständnis für Farbnuancen, Gefühlsqualitäten und Anmutungsqualitäten der Primärfarben Blau, Gelb und Rot entwickelt, sowie Fertigkeiten im Herstellen von Farbnuancen mit Hilfe von Wasserfarben und Kombination verschiedener Materialien Papiercollage zum Thema Blau. Sie können diese Fertigkeiten in Bezug auf Technik und ästhetischen Aspekten in den gestellten Aufgaben anwenden und übertragen. Wenn man sagt, mit diesem Material ist es ähnlich, wie in der voran gegangenen Gestaltungs- Stunde, dann wissen sie, worum es geht.
Die meisten Kinder befinden sich zur Zeit teilweise in der konkret - operationalen Stufe (ab 8 Jahre). Im Stadium der konkreten Operationen, wie sie Piaget definiert, ist das Denken immer noch an konkrete Vorstellungen gebunden, aber die Denkhandlungen an sich werden beweglicher. Die Denkhandlungen werden nun zusammensetzbar und umkehrbar (kompositionsfähig und reversibel). Piaget nennt diese Denkhandlungen Operationen.
Die Phase im Stuhlkreis ist somit wichtig, den Kindern darzustellen, was sie machen sollen. Die Kindern entscheiden am Tisch aber selbst, bzw. in der Gruppe, wie sie in Bezug auf die Gestaltung der Platten handeln, dieses aber auch verändern können. Des weiteren bedeutet die Phase im Stuhlkreis, dass alle Dinge, die die Kindern hinterher in der Gruppe machen, noch einmal durch mich als Lehrperson oder durch die Kinder vorgeführt wird, damit die Kinder eine Vorstellung von dem Objekt bekommen, was sie herstellen sollen.
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Sozialverhalten / auffällige Schüler

Das Sozialverhalten ist in Bezug auf die Gruppenarbeit bereits aus den vorangegangenen Stunden für mich bekannt. Die Kinder sollten sich bereits dort an ihrem Gruppentisch darüber einigen, wer welche Materialprobe für die Gruppe macht. Teilweise wurden 2 oder 3 von einer Sorte am Tisch gemacht. Fast jedes der Kinder hatte sich überlegt, was es am liebsten machen möchte und hat es dann auch gemacht.
Für diese Stunde ist das Gruppenverhalten besser von den Kindern in Bezug auf ein Team zu erwarten, da die Kinder nur eine Grundplatte haben, die von allen Kindern der Gruppe bearbeitet werden soll. Die Kinder bekommen im Stuhlkreis noch einmal den Hinweis, dass die Platte eine Arbeit der Gruppe, somit eines Teams ist. Jeder ist dafür verantwortlich und die Gruppe soll gemeinsam zum erarbeiteten Produkt stehen.
Das Verhalten im Gestaltungs- Unterricht ist ansonsten sehr ordentlich, da die Kinder die Kunststunden sehr mögen.
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Sozial- und Arbeitsformen

Den Kindern ist Gruppenarbeit bereits aus der Freiarbeit bekannt. Hier sind sie es seit Beginn des 2. Schuljahres gewohnt, Aufgaben zu 2. (Partnerarbeit) oder zu 4. (Gruppenarbeit) auszuführen. Die Zusammenarbeit zwischen den Kindern funktioniert dabei relativ gut. In Bezug auf den Gestaltungsunterricht sind die Kindern die Gruppenarbeit noch nicht so gewohnt. In der Freiarbeit können sich die Kinder die Kinder für die Gruppe aussuchen, im Gestaltungsunterricht sind die Gruppen durch die Gruppentische her vorbestimmt.
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Lernvoraussetzungen für die Stunde

Die Kinder haben in den Stunden zuvor bereits die Namen der Farbnuancen gelernt und gesehen, dass es tatsächlich viele verschieden Rottöne gibt.
Die einzelnen Techniken, wie man bestimmte Materialien auf eine Platte auftragen kann, wurden von den Kinder bereits in den Stunden vorher erarbeitet. Bei der Herstellung der Probestücke, hatte sich gezeigt, dass die Kinder gut mitarbeiten. Es wurde in den Stunden vorher auf eine großflächige und Format füllende Bearbeitung hingearbeitet. (Bei der Probe ging es darum ein kleines Papp- Rechteck Format füllend, flächendeckend und komplett rot zu erstellen. )
In der Zwischenreflexion der Stunde wurden die einzelnen Merkmale noch einmal erarbeitet, die für das Probestück wichtig waren. Es wurde konstruktive Kritik an den Probestücken der anderen Schüler geäußert, die daraufhin noch einmal die Möglichkeit hatten, ihre Probe zu verbessern.
Die Kinder erkannten sehr schnell, wo zum Beispiel nicht flächendeckend genug gearbeitet wurde. Sie waren darauf bedacht, dass alle Probestücke, die am Ende in der Mitte lagen, bewertet, bzw. kritisiert wurden.
Die Motivation für diese Stunde ist durch das gegebene Material und durch die Collage - Technik sehr hoch. Man hat den Kindern angemerkt, dass sie eine neue Technik kennengelernt haben und sie sind gespannt, was daraus werden soll.
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Fertigkeiten

Die Kinder haben mit Zeitung, Aluminiumfolie, Sandpapier, einem Schwamm bereits rote Collageteile hergestellt. Da nicht alle Kinder alle Materialien in der Stunde zuvor ausprobiert haben, werden die Techniken noch einmal im Stuhlkreis direkt vorgeführt, so dass diese Kinder wissen, wie sie mit den Materialien umgehen sollen.
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Fähigkeiten

Die Grundtechnik des Auftragens eines Materials, welches nicht rot ist, sondern eine andere Farbe hat, ist den Kindern bekannt.
Die Kinder bekommen allerdings Materialien, die sie noch bearbeiten müssen mit Hilfe von einer Schere oder mit der Hand.
Einige Materialien sollen noch so verändert werden, dass man nicht unbedingt erkennt, welches Material es vorher war. (z. B. die Aluminium Folie) Erleichternd dabei ist es, dass die fertigen Werke eine andere Farbe danach haben.
Die Kinder sollen die bekannten Fähigkeiten für die große Collage ausnutzen.
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Gruppenarbeit

Die Gruppenarbeit ist den Kindern bereits aus anderen Fächern bekannt. Schwierig wird es nun dadurch, dass einige Materialien bei den Kindern beliebter sind, als die anderen. Die Kinder bekommen den Auftrag für die Stunde, sich verbal zu einigen. Die Kinder müssen dabei lernen, dass man ein Team ist und als Team auch ein Werk erarbeitet.
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Geplanter Stundenverlauf

Phase / MinutenUnterrichtsgeschehenMedien / SozialformDidaktisch- methodischer Kommentar
Begrüßung
2’
Begrüßung der Klasse, der Mentorin, des Besuchs auf Deutsch, Englisch und dann Türkisch.Frontal und dann Stuhlkreis, FarbkreisSoziale Koedukation für Kinder aus anderen ethnischen Gruppen (Richtlinien)
Initiation
3’
Die Kinder sollen eine Minute die Dinge in der Mitte betrachten. Die Kinder werden dazu aufgefordert, ihre Ideen bezüglich der großen Platten und der Materialien mitzuteilen.5 HDF Platten, 50 cm x 100 cm bekannte Materialien, wie Zeitung, Alu, usw.Stummer Impuls
Anknüpfung an die vorherige Stunde durch die Materialien, die die Kinder aus den Stunden davor kennen. Entwickeln eines ersten Materialeindrucks bei der Zusammenstellung der Materialien als Collage.
Exploration
7’
Die Kinder sollen verschiedenen Möglichkeiten Ausprobieren, wie man die Materialien anordnen kann. Andere Kinder gehen einen sachlichen Kommentar ab.
Es werden die Materialien den Kindern gezeigt, die sie bislang nur von den Fühl-Platten kennen, wie zum Beispiel die Stoffe. Die neuen Materialien werden auch noch einmal bezüglich ihrer Eigenschaften beim aufkleben durchgesprochen. Der Stoff sollte nicht übermalt werden, damit die Eigenschaften des roten Stoffes nicht verloren gehen (vor allen Dingen beim Nicki-Stoff). Die Eigenschaften der Folie werden kurz erläutert, damit die Kinder mit diesem Material ebenfalls umgehen können und mit benutzen. Es wird noch mal auf die Übergänge hingewiesen zwischen zwei Materialien.
Zeitung, Alu, Sandpapier, Scheuerschwamm Rauhfaser-Tapete neue Materialien, wie Stoffe, Folie, Band (alles in Rot)Anregung der eigenen Kreativität der Kinder. Die Kinder sollen an das Ziel gerührt werden, in dem sie an der Vorführplatte ausprobieren, was man alles machen kann. Es kommen ein paar neue Materialien hinzu, die die Kinder nur vom Fühlen her kennen, aber nicht vom Herstellen der Probeplatten. Diese Materialien komplett rot sind und somit nur aufgeklebt werden müssen. (Stoffe, Folie, Band)
Objektivierung / Produktion
15’
Die Materialien werden jeweils pro Gruppe an ein Kind gegeben. - Jeder Gruppentisch bekommt eine große Platte.
Die Platte wird auf der Rückseite mit den Namen der Kinder versehen.
- Jeder Gruppentisch bekommt eine Kiste mit ihren Materialien.
- Diese Platte soll am Ende formatfüllend ausgestaltet werden und komplett rot sein. Die Materialien, die bereits rot sind, brauchen von den Kindern nicht rot angemalt zu werden.
- Die Kinder sollen die Materialen sichten und ausschneiden, bzw. die Form verändern (Alufolie oder Zeitung) und auf die Platten auftragen.
- Die Kinder sollen im Team überlegen, wie sie die Materialien anordnen, damit die Platte am Ende nicht mehr zu sehen ist.
- Die Kinder sollen die Materialien festkleben und die Gebiete rot anmalen, die noch nicht rot sind.
Die Kinder sollen bei der Aufteilung der Flächen darauf achten, dass die Flächen nicht zu klein sind, dass eine interessante Oberfläche entsteht mit in einander übergehenden Flächen und dass die Platte Format füllend beklebt und rot bemalt ist, da wo die Materialien noch nicht rot waren.
Gruppenarbeit
Pro Gruppe HDF Platte, Materialien Farbe, Kleister, Pinsel, Wasser zum Pinselreinigen.
Gruppeneinteilung, Hinweise für das Erstellen der Collage..
Zwischen-Reflexion
8’
Die Kinder werden in den Stuhlkreis gebeten. Es werden eine oder zwei Platten der Kinder in den Stuhlkreis geholt. Die Kinder werden noch mal aufgefordert die Platten eine Minute lang zu betrachten. Die Kinder, deren Platten in der Mitte liegen, werden nun aufgefordert, sich zu der Gruppenplatte zu Äußern. („Wie seid ihr zu dieser Lösung gekommen“) Die Kinder sollen feststellen, ob die Aufteilung der Flächen interessant ist, ob die einzelnen Material- Flächen zu groß, zu klein oder zu winzig sind in Bezug auf die große Platte und in wie weit die Platte bereits Format füllend beklebt und bemalt wurde. Die Kinder sollen Ideen sammeln, was man noch machen kann, auf den Flächen, die noch nicht bearbeitet sind.Stuhlkreis
1 oder 2 Platten der Kinder
Stummer Impuls
Die Kinder kennen es, dass sie sich direkt nach der Minute der Betrachtung direkt melden und zu den einzelnen Objekten etwas sagen.
Schluss / Aufräumen
10’
Die Kinder räumen auf.


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