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Übungsstunde zu den geometrischen Grundformen

Übungsstunde zu den geometrischen Grundformen
Unterrichtsentwurf
Datum: 07. März 2008 Autor: Anonym Kommentare: 0

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Beschreibung:

Das Thema dieses Unterrichtsentwurfs ist die Übung der geometrischen Grundformen. Die SchülerInnen sollen die geometrischen Formen kennenlernen, beschreiben und herstellen können. Hierzu sollen sie verschiedene geometrische Formen legen, anmalen, falten, ausschneiden oder aufkleben. Diese vielfältige Form der Übung bereitet den SchülerInnen große Freude und erhöht die Motivation am Mathematikunterricht. Durchgeführt in einer 2. Klasse.


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Übungsstunde zu den geometrischen Grundformen


Übungsstunde zu den geometrischen Grundformen

Inhaltsverzeichnis

1 {#a_1}. Situationsanalyse

1.1. Beschreibung der Schule
1.2. Situation der Klasse - Lernvoraussetzungen
1.3. Beschreibung einiger Schüler

2. Sachanalyse

3. Didaktische Analyse

3.1. Bezug zum Bildungsplan
3.2. Bedeutung des Themas für die Lebenswelt der Schüler
3.3. Vorerfahrungen der Schüler

4. Lernziele

5. Methodische Analyse

6. Verlaufsplan

7. Anhang

8. Literaturverzeichnis

1. Situationsanalyse

1.1. Beschreibung der Schule

aus Datenschutzgründen nicht abgedruckt
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1.2. Situation der Klasse - Lernvoraussetzungen

Insgesamt besuchen sechzehn Schüler die Klasse 2c. Die Klasse setzt sich aus acht Jungen und acht Mädchen zusammen. Acht Kinder besitzen eine ausländische Staatsangehörigkeit.

Ich unterrichte in der Klasse seit Beginn meines Referendariats Heimat- und Sachunterricht, sowie Mathematik und Deutsch im Anfangsunterricht.
Insgesamt handelt es sich um eine aktive und motiviert mitarbeitende Klasse.
Die geringe Größe der Klasse resultiert aus der Tatsache, dass es sich hier um eine sogenannte S- oder auch E-Klasse handelt, also um Schüler mit mehr oder weniger ausgeprägten Verhaltensauffälligkeiten.
Aus diesem Grund ist es auch häufig trotz der geringen Schülerzahl unruhig in der Klasse. Vielen Kindern fällt es noch schwer, vereinbarte Gesprächs- und Verhaltensregeln einzuhalten. Häufig kommt es zu Zwischenrufen, bei denen die Schüler sich gegenseitig ins Wort fallen. Auffallend ist auch, dass die Schüler sich nicht immer als Gemeinschaft, sondern häufig als Individuen sehen und daher versuchen, in erster Linie ihre eigenen Interessen und Ansichten durchzusetzen.

Besonders in den Pausen kommt es häufig zu Streitereien, die dann im Unterricht geschlichtet werden müssen. Besonderer Wert wird hierbei auf das selbständige Konfliktlösen der Schüler gelegt. Dabei wird immer wieder versucht, die Schüler an gewissen Verhaltens- und Umgangsregeln zu gewöhnen und gleichzeitig ihre Selbständigkeit zu fördern.

Insbesondere in der heutigen Stunde wird es, meiner Erfahrung nach, vielen Schülern schwer fallen, sich zu konzentrieren und dem Unterrichtsgeschehen aufmerksam zu folgen.
Bedingt wird dies durch die Tatsache, dass es sich um die vierte Stunde handelt, in der die Schüler häufig mit den Geschehnissen der Pause intensiver beschäftigt sind als mit dem Unterrichtsgeschehen. Streitereien und Ereignisse, die in der Pause vorfielen, wollen besprochen bzw. geklärt werden. In der Regel gehen sowohl ich als auch die Klassenlehrerin selbstverständlich auf die Probleme der Schüler ein und passen den Unterrichtsverlauf entsprechend an. In der heutigen Stunde werde ich jedoch die Besprechung eventueller Vorfälle auf eine spätere Stunde verschieben, um den Ablauf des Unterrichtsbesuches nicht zu verändern.
Eine weitere Schwierigkeit wird vermutlich die Tatsache darstellen, dass die Sommerferien in fünf Tagen beginnen und viele Schüler in Gedanken bereits in der unterrichtsfreien Zeit sind. Hier muss insbesondere versucht werden, die Aufmerksamkeit der Schüler auf den Unterricht zu lenken und sie zum Mitarbeiten zu motivieren, was ich mit den Ablauf meiner Stunde zu erreichen versuche und dementsprechend die Gestaltung des Unterrichts besonders daraufhin ausgerichtet habe, dass die Schüler selbst aktiv werden können und ihnen lange Erklärungsphasen erspart bleiben (vgl. Methodische Analyse).

Hinsichtlich des Arbeitstempos, der Auffassungsgabe und der sprachlichen und motorischen Voraussetzungen gibt es in der Klasse deutliche Leistungsunterschiede. Auch zeigen sich Differenzen im Arbeitsverhalten.
Aus diesem Grund ist es wichtig, auf die individuellen Lernvoraussetzungen der Schüler einzugehen. Dies versuche ich durch differenzierte Arbeitsaufträge, zusätzliche Arbeitshilfen oder ergänzende Aufgaben zu verwirklichen.
Die Schüler sollen zur Zeit schrittweise an freiere Arbeitsformen herangeführt werden. Vielen bereitet dies noch Schwierigkeiten, da die Kinder nur begrenzt dazu in der Lage sind, selbständig Arbeitsaufträge auszuwählen, sie inhaltlich zu erfassen und anschließend umzusetzen.
Trotzdem versuche ich, sie an Arbeitsformen wie Gruppenarbeit, Stationsarbeit und an Lerntheken zu gewöhnen. Besonders die Arbeit an einer Lerntheke macht den Schülern erkennbar Spaß. Sie arbeiten motiviert, intensiv und wesentlich ruhiger als im frontalen, lehrergelenkten Unterricht.
Gruppenarbeit bereitet vielen noch Schwierigkeiten, da einige Schüler nicht bereit sind, mit anderen zusammenzuarbeiten. Auch das soziale Verhalten in der Gruppe, ein Zurücknehmen eigener Wünsche und Ansichten bereitet häufig Probleme.
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1.3. Beschreibung einiger Schüler

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2. Sachanalyse

Geometrie (lt. Erdmessung) wurde ursprünglich in Zusammenhang mit Aufgaben der Landvermessung gebracht, aber auch in der Astronomie (Zeitmessung) und der Architektur (z.B. beim Errichten der Pyramiden in Ägypten) tauchte der Begriff auf.
Rechnerische Aspekte wurden oft in Verbindung mit geometrischen Fragen gebracht, sodass die „Geometrie" lange Zeit die Bedeutung von Mathematik hatte.
Euklid von Alexandria (um 300 v. Chr.) lieferte als Erster eine zusammenfassende Darstellung der geometrischen Kenntnisse der Völker der Antike in seinem Buch: „Die Elemente der Geometrie".

Die Geometrie umfasst viele Gebiete, die man nach den unterschiedlichsten Gesichtspunkten unterteilt und gegliedert hat:
• In der Elementargeometrie unterscheidet man zwischen der ebenen Geometrie (Planimetrie) und der räumlichen Geometrie (Stereometrie): Die Beschreibung und Konstruktion geometrischer Figuren, die Messung von Längen, Winkeln, Flächen und Rauminhalten sind hier vorherrschend.
• In der Trigonometrie werden Längen und Winkel in geometrischen Figuren berechnet.
• In der darstellenden Geometrie geht es um das Zeichnen räumlicher Gebilde (Körper) in der Ebene.
• Die analytische Geometrie stellt eine Verbindung zur Algebra dar. Hier werden Punktmengen in einem Koordinatensystem dargestellt und durch die Rechnung mit Koordinaten kommt man zu Kenntnissen über die gegenseitige Lage geometrischer Figuren sowie über Größen von Strecken, Winkeln, Flächen usw..

In der ersten Klasse beschränkt die Geometrie sich auf die Grundformen Dreieck, Viereck und Kreis. In der zweiten Klasse ist darüber hinaus auch die Behandlung der verschiedenen geometrischen Körper vorgesehen, die jedoch nicht in Verbindung mit den Grundformen behandelt werden, da dies die Kinder überfordern würde.
Aus diesem Grund gehe ich im Folgenden näher auf die drei Grundformen der Geometrie ein.

Das Dreieck
Ein Dreieck besitzt drei Seiten und drei Ecken, wobei die Eckpunkte nicht auf einer Geraden liegen. Die Winkelsumme beträgt genau 180°. Man unterscheidet drei Formen des Dreiecks nach der Größe ihrer Winkel:
1. spitzwinkelige Dreiecke (alle Innenwinkel sind kleiner als 90°)
2. rechtwinkelige Dreiecke (ein Innenwinkel beträgt genau 90°)
3. stumpfwinkelige Dreiecke (ein Winkel ist größer als 90°)

Weiter unterscheidet man Dreiecke auch nach der Länge der Seiten:
1. gleichseitige Dreiecke (drei Seiten sind gleich lang)
2. gleichschenklige Dreiecke (zwei Seiten sind gleich lang)
3. ungleichseitige Dreiecke (alle drei Seiten sind unterschiedlich lang)

Das Viereck
Unter einem Viereck versteht man ein durch vier Punkte gegebenes, geschlossenes, ebenes Viereck. Die Winkelsumme in jedem Viereck beträgt genau 360°. Eine besondere Bedeutung kommt den symmetrischen Vierecken zu. Hierzu zählt man das Parallelogramm, den Drachen, das achsensymmetrische Trapez, die Raute, das Rechteck und das Quadrat.

Das Rechteck stellt eine Sonderform des Vierecks dar. Alle vier Seiten stehen zueinander rechtwinkelig. Zudem sind die gegenüberliegenden Seiten parallel und gleich lang. Auch die Diagonalen sind gleich lang und halbieren sich. Die Mittelachsen stellen gleichzeitig die Symmetrieachsen dar.

Das Quadrat hat vier gleich lange Seiten, die rechtwinkelig zueinander sind. Seine beiden Diagonalen stehen senkrecht aufeinander und halbieren die Winkel des Quadrats. Die Mittellinien und Diagonalen sind gleichzeitig auch die Symmetrieachsen. Das Quadrat stellt einen Sonderfall eines Parallelogramms, eines Rechtecks und einer Raute dar.

Der Kreis
Ein Kreis (genauer: Eine Kreislinie) ist dann gegeben, wenn alle Punkte der Ebene die gleiche Entfernung zu einem festen Punkt haben. Die Verbindungsstrecke eines Punktes auf dem Kreis nennt man Radius (r). Alle Punkte der Kreislinie und im Inneren des Kreises gehören zur Kreisfläche, die auch oft als Kreis bezeichnet wird.
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3. Didaktische Analyse

3.1. Bezug zum Bildungsplan

Das in der heutigen Stunde behandelte Unterrichtsthema „Geometrie - verschiedene Körper" fällt unter den Arbeitsbereich zwei „Grunderfahrungen und Geometrie".[1]
Der Mathematikunterricht der Grundschule unterstützt die Kinder in ihrem Denk- und Vorstellungsvermögen und vermittelt ihnen darüber hinaus sichere Kenntnisse und Fertigkeiten in den Grundrechenarten. Dabei werden auch das Raumanschauungsvermögen und die Vorstellungskraft der Kinder ausgebildet. Dadurch sind sie in der Lage, ihre Umwelt bewusster wahrzunehmen, diese zu ordnen und klassifizierend zu strukturieren, sowie folgerichtig und kritisch zu denken.[2]

Das Kennenlernen, Beschreiben und Herstellen geometrischer Grundformen ist das Ziel der Geometrie.
Daher muss ein wichtiger Aspekt des Unterrichts das Legen, Anmalen, Falten, Ausschneiden und Aufkleben von verschiedenen Figuren sein, wobei die von den Schülern gestalteten Muster und Ornamente die Freude an der ästhetischen Seite der Mathematik wecken sollen.

Ein weiterer Aspekt der Geometrie ist der Lernerfolg, den Schulkinder im Mathematikunterricht erzielen können, auch wenn sie Schwächen im Bereich der Arithmetik haben.
So erhalten auch diese Schüler eine positive Einstellung zur Mathematik, was gleichzeitig eine grundlegende Forderung des Bildungsplans nach Aufbau und Erhalt von Lernfreude darstellt.
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3.2. Bedeutung des Themas für die Lebenswelt der Schüler

Geometrische Inhalte werden in der Grundschule noch keiner strengen begrifflichen Systematik unterworfen. Trotzdem darf auch hier der Geometrieunterricht nicht gering geschätzt werden. Raumvorstellungen sind elementar für die Entwicklung des menschlichen Denkens und die Voraussetzung für einsichtiges Lernen auf allen Gebieten, auch in der Arithmetik oder beim Sachrechnen.
Bildhafte oder zeichnerisch-symbolische Repräsentationsformen sind als anschauliche Grundlage und zur Überprüfung des mathematischen Tuns unerlässlich. Zahldarstellungen durch Türme, Kästchen oder Ketten, der Zahlenstrahl, das Hunderterfeld, Pfeil- und Blockdiagramme, rechteckige Punktfelder bei der Multiplikation u.v.m. sind Beispiele dafür, welche Bedeutung die Geometrie für die Bewältigung des gesamten Mathematikunterrichts hat.

Es ist zu beachten, dass zu einer umfassenden Umwelterschließung unverzichtbar der physikalische Anschauungsraum gehört. Wo immer sich die Gelegenheit bietet, sollten deshalb auch die geometrischen Aspekte bewusstgemacht werden. Das bedeutet für den Geometrieunterricht natürlich, dass ein reichhaltiges Angebot von Material Handlungserfahrung ermöglichen muss, um so das geometrische Denken zu schulen.

Das spielerische Handeln ebenso wie das konkrete Ausprobieren mit geeignetem Material ermöglichen, wie bereits erwähnt, nahezu allen Schülern ein erfolgreiches, entdeckendes Lernen. Damit kann eine positive Einstellung zur Mathematik belebt und der Mut zum selbständigen kreativen Problemlösen geweckt werden, Fähigkeiten, die in der heutigen Zeit unbedingt notwendig sind, um das eigene Leben erfolgreich und ansprechend zu gestalten.

Zudem macht es den meisten Schülern sehr viel Spaß, mit den verschiedenen Figuren und Formen umzugehen, wodurch ebenfalls ein positiver Zugang zur Mathematik ermöglicht wird. Durch ein geschultes geometrisches Vorstellungsvermögen können auch Lernprozesse in anderen Bereichen positiv beeinflusst werden. Insbesondere das räumliche Vorstellungsvermögen entwickelt sich besonders intensiv während der Grundschulzeit. Die Lernvoraussetzungen sind hier am günstigsten, und Versäumtes lässt sich in späteren Jahren nur schwer nachholen.
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3.3. Vorerfahrungen der Schüler

Vorerfahrungen über das Erkennen und Benennen von verschiedenen Formen, sowie das Legen und Zeichnen von Figuren haben die Kinder in der Regel bereits im Kindergarten, auf alle Fälle aber bei den geometrischen Tätigkeiten im ersten Schuljahr gewonnen. Auch haben sie dort bereits Bekanntschaft mit dem Ausschneiden von Faltfiguren, also mit der Symmetrie, gemacht.

Zudem machen die Kinder unbewusst in ihrer Umgebung Erfahrungen im Umgang mit geometrischen Formen aller Art. Diese Vorerfahrungen wurden in den vorangehenden Mathematikstunden bereits von mir aufgegriffen und den Schülern wurden vielfältige Möglichkeiten gegeben, ihre Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten mitzuteilen, zu erproben und zu erweitern.

Die heutige Stunde stellt eine Übungs- und Vertiefungsstunde dar. Im Vorfeld haben die Schüler im Mathematikunterricht der zweiten Klasse folgende Erfahrungen im Umgang mit geometrischen Themen gemacht:
Die Schüler haben die verschiedenen Grundformen kennen gelernt, diese benannt und zeichnerisch dargestellt, wobei Wert darauf gelegt wurde, dass dies sowohl mit Lineal als auch freihändig geschieht.
Der Begriff Symmetrie ist den Schülern vertraut. Sie haben selbst durch zahlreiche Falt-, Schneide- und „Klecksbilder" symmetrische Figuren erstellt. Ergänzend sollten sie Figuren an einer Symmetrieachse ergänzen.
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4. Lernziele

Grobziele
• Die Schüler sollen den vielfältigen und abwechslungsreichen Umgang mit den geometrischen Grundformen Kreis, Dreieck und Viereck üben.

Feinziele
Die Schüler sollen
• wiederholen, dass es verschiedene geometrische Grundformen (Kreis, Dreieck und Viereck) gibt
• die verschiedenen geometrischen Grundformen benennen können
• den Umgang mit geometrischen Grundformen üben
• lernen, eine ansprechende Ergebnispräsentation durchzuführen

Längerfristige erzieherische Lernziele
Die Schüler sollen
• lernen, sich an vereinbarte Gesprächsregeln zu halten und einander zuzuhören
• befähigt werden, rücksichtsvoll und kooperativ miteinander umzugehen
• das selbständige und eigenverantwortliche Arbeiten üben
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5. Methodische Analyse


Die Schüler werden sich bei Stundenbeginn in einen Sitzhalbkreis setzen, der sich zum vorderen Teil der Klasse hin öffnet. Ich habe die Stühle bereits im Vorfeld der Stunde aufgestellt, um nicht unnötig Zeit zu verlieren.
Nach der Begrüßung unserer Gäste werde ich der Klasse erklären, dass ich gerne ein Ratespiel mit ihr spielen möchte und dazu freiwillige Mitspieler brauche.

Den entsprechenden Kindern werden nacheinander die Augen verbunden. Danach können sie aus einer Reihe von geometrischen Grundformen aus Schaumgummi, die auf einem Tisch vor ihnen aufgestellt sind eine auswählen und versuchen, diese durch Tasten zu erkennen und zu benennen. Sollte die Aufgabe zu schwierig sein und die Schüler die Form nicht benennen können, bitte ich die Klasse um Anregungen, die es betreffenden Kindern leichter machen, zur Lösung zu kommen.
Insgesamt lasse ich nur drei der vier in der Klasse behandelten geometrischen Grundformen durch Tasten erraten. Die vierte Form soll von der Klasse lediglich genannt werden, da die Schüler voraussichtlich sehr schnell darauf kommen werden, welche Form noch fehlt.

Ich habe mich für diese Form des Einstiegs in die Stunde entschieden, da Ratespiele immer sehr motivierend auf die Kinder wirken. Zudem besitzen sie bereits ein ausgeprägtes Vorwissen zu dem behandelten Thema und erhalten so bereits zu Beginn der Stunde die Möglichkeit, dieses anzuwenden.
Eine Alternative wäre gewesen, die Stunde mit einem Bild von Kandinsky einzusteigen, der in seinen Werken häufig mit geometrischen Grundformen gearbeitet hat. Die Schüler hätten dann die geometrischen Grundformen erkennen und benennen sollen.
Ich habe mich jedoch gegen diese Form des Einstiegs entschieden, da die Schüler, wie erwähnt, mit dem Thema bereits vertraut sind und somit diese Methode meiner Ansicht nach die Schüler zu leicht zum Thema der Stunde geführt hätte.

Der Sitzhalbkreis ist den Schülern vertraut. Sie haben ihn als eine beliebte Form des Erzählens, aber auch für Präsentationen ihrer Arbeiten oder ähnliche Ratespiele wie das heutige kennengelernt. Zudem bietet er allen Schülern einen guten Einblick in das Geschehen im vorderen Bereich der Klasse.
Zur Wiederholung und Vertiefung des behandelten Stoffes werden im Anschluss verschiedene geometrische Grundformen von den Schülern an der Tafel geordnet und den entsprechenden Bezeichnungen (Dreieck, Quadrat, Rechteck und Kreis) zugeordnet.
Dies ermöglicht bereits zu Beginn der Stunde eine Ergebnissicherung an der Tafel, die den Kindern bei ihrer Arbeit an den verschiedenen Stationen der Lerntheke als Hilfestellung dienen kann und ihnen zudem noch einmal die geometrischen Grundformen bildlich und anschaulich vor Augen führt.
Die Tatsache, dass die Schüler selbst die Formen ordnen und zuteilen dürfen, wirkt zudem sehr motivierend auf die Kinder. Auch erhalten sie hier erneut die Gelegenheit, ihr Vorwissen anzuwenden.

Eine besondere Bedeutung für die Klasse hat die Wiederholung inne. Damit ist sowohl die Wiederholung des bereits behandelten Stoffes gemeint, zu der es bereits gekommen ist, aber auch die Tatsache, dass es nötig ist, Rituale, die von der Klassenlehrerin oder von mir eingeführt wurden, immer wieder aufgegriffen und besprochen werden müssen.
Aus diesem Grund schließt sich nun eine kurze Reflexion über das Arbeitsverhalten an den Stationen einer Lerntheke an. Dabei lege ich besonderen Wert darauf, dass es die Schüler sind, die diese Reflexion leisten. Ich möchte hier nur ergänzend zu Wort kommen.

Die Arbeitsaufträge der verschiedenen Stationen der Lerntheke werden von mir nicht genauer erläutert, da sich sowohl an den Stationen, als auch auf dem Laufzettel entsprechende Erklärungen befinden und die Schüler in der Lage sind, sich einen Arbeitsauftrag selbständig zu erlesen. Für eventuelle Fragen und Hilfestellungen stehe ich dabei selbstverständlich immer zur Verfügung.

Bevor die Schüler mit ihrer Arbeit beginnen dürfen erkläre ich nur noch kurz, dass sie beim Ertönen der „Klassenklingel" ihre Arbeit kurz unterbrechen und zu mir nach vorne schauen sollen. Ich werde die Schüler dann dazu auffordern, ihre Arbeiten soweit möglich zu beenden und die Präsentation und Besprechung der Arbeitsergebnisse einleiten.
Vor Beginn ihrer Arbeit gehen die Schüler an ihre Plätze zurück und erhalten von mir einen Laufzettel, dessen Funktion nicht näher erläutert werden muss, da die Schüler diese aus vorangegangenen Stunden kennen.

Eine der Stationen fordert die Schüler dazu auf, mit geometrischen Grundformen ein Bild zu drucken. An dieser Station können sich maximal zwei Kinder gleichzeitig aufhalten. Daher teile ich hier zwei Schüler zu. Bei den übrigen Stationen überlasse ich den Schülern die Wahl bei der Reihenfolge ihrer Arbeiten.

An der Lerntheke, die aufgrund der räumlichen Verhältnisse nicht auf einem Tisch, sondern im Klassenzimmer verteilt aufgebaut ist, gibt es insgesamt sechs Arbeitsaufträge, von denen die Schüler fünf bearbeiten sollen. Sollte dies in einer Stunde aus zeitlichen Gründen nicht möglich sein, erhalten die Schüler von mir in der nächsten Stunde die Gelegenheit, ihre Arbeiten zu beenden.

Haben die Schüler eine Aufgabe erledigt, können sie sich selbständig eine neue auswählen. Gelöste Aufgaben können sie auf dem Laufzettel abhaken. Ich überlasse es hier bewusst den Schülern, wie lange sie sich mit einer Aufgabe beschäftigen möchten, da ich den individuellen Arbeitsrhythmus des einzelnen nicht unterbrechen möchte und erfahrungsgemäß meistens alle Schüler die gesamten Übungen bearbeiten.

Die an der Lerntheke gestellten Aufgaben ermöglichen in der Regel eine sofortige Selbstkontrolle, um zu verhindern, dass sich zu viele Fehler in die Arbeiten der Schüler einschleichen. Gerade bei dem Thema „geometrische Grundformen" ist jedoch auch die Kreativität und der Einfallsreichtum der Schüler gefragt, bei denen es kein „Richtig" und kein „Falsch" gibt. An einigen Stationen können die Schüler daher frei mit den verschiedenen Formen agieren, wobei ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt werden.

Ich habe mich für die Arbeit an einer Lerntheke entschieden, da den Schülern so vielfältige Übungs- und Umgangsmöglichkeiten für den Geometrieunterricht geboten werden können. Zudem ist, wie bereits erwähnt, die Arbeit an der Lerntheke eine Unterrichtsform, die den Schülern vertraut ist und ihnen viel Spaß bereitet.

Mir gibt diese Form des Unterrichts die Möglichkeit, die individuellen Kenntnisse und Fortschritte der Schüler zu verfolgen, da ich mich selbst zurücknehmen und die Schüler bei ihren Arbeiten beobachten kann. So fällt es mir leichter, Schwächen und Fehler in den Arbeiten der Schüler aufzudecken und diese im Anschluss gezielt zu fördern.
Auch bei der Arbeit an einer Lerntheke ist es wichtig, den Schülern eine Reihe von Differenzierungsmöglichkeiten anzubieten, da es immer Kinder gibt, die sehr schnell arbeiten und ihre Aufgaben bereits vor dem Ende einer Unterrichtsphase gelöst haben.
Zunächst sollen starke Schüler, die ihre Aufgaben bearbeitet haben, schwache Schüler - nach dem Helferprinzip - bei deren Arbeit unterstützen.
Ergänzend dazu stelle ich noch eine Reihe von Zusatzmaterial an einer gesonderten Stelle des Klassenzimmers zur Verfügung, mit dem sich entsprechende Schüler nach Beendigung ihrer Arbeiten beschäftigen können.

Das Ende der Arbeitsphase wird ca. 2 Minuten vorher durch eine Klingel angezeigt, sodass die Schüler sich darauf vorbereiten können, ihre letzte Aufgabe fertigzustellen. Den Schülern ist diese Methode bekannt, mit der versucht wird, die Aufmerksamkeit der Schüler auf den Lehrer zu lenken.

Zum Ende der Stunde kommen die Kinder wieder im Sitzkreis zusammen, jedoch ohne ihre Stühle mitzubringen, was zu viel Zeit erfordert hätte.
Die Schüler sollen hier ihre Arbeiten an den verschiedenen Stationen reflektieren. Dabei ist positive wie negative Kritik an den einzelnen Arbeitsaufträgen und dem sozialen Miteinander ebenso erwünscht wie die Präsentation, bzw. Besprechung der Arbeitsergebnisse.
Sollten nicht alle Schüler dazu kommen, ihre Arbeiten zu präsentieren, erhalten sie dazu in der nächsten Stunde die Gelegenheit.

Aufgrund der Tatsache, dass die Ferien sehr nahe sind und es sich zudem bei der heutigen Stunde um eine abschließende Übungsstunde handelt, (die ggf. in der nächsten Stunde noch fortgeführt wird) gebe ich den Schülern keine Hausaufgaben auf.
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6. Verlaufsplan

Zeit / PhaseLehr-/ LernarrangementMedien
Sozialform
3 Minuten

Hinführung
• Begrüßung/ SuS sitzen im Halbkreis
• L. erklärt, dass er ein Ratespiel mit den SuS spielen möchte
Sitzhalbkreis
7 Minuten

Motivationsphase
• S. erfühlen geometrische Grundformen, be-schreiben diese und nennen die Form
• ggf. Hilfestellung der anderen SuS
Geometrische Grundformen (Kreis, Dreieck, Quadrat und Rechteck) AugenbindeSitzhalbkreis
5 Minuten

Vertiefungsphase
• Überleitung - Verschiedene Grundformen kleben bereits an der Tafel.
• Zuordnung der Grundformen zu den entsprechenden Bezeichnungen (an der Tafel) durch die Schüler
Geometrische Grundformen aus Karton

Schilder mit Bezeichnung der Grundformen Tafel
Sitzhalbkreis
3 Minuten

Wiederholungsphase
• SuS und L reflektieren die Arbeit an einer Lerntheke
• Kurze Erläuterung des L. zu den Stationen der Lerntheke
• Erläuterung zum Ende der Unterrichtsphase (durch eine Glocke)
• Verteilen des Laufzettels
Laufzettel ggf. Material der Stationen der Lerntheke

Glocke
Sitzhalbkreis
20 Minuten

Selbständige Arbeitsphase
• Die SuS beschäftigen sich mit den verschiedenen Arbeitsaufträgen der Lerntheke
• ggf. Hilfestellung des Lehrers
• Abzeichnen des Laufpasses durch die SuS
• Ankündigen des Endes der Phase durch ein Klingelzeichen
Material für die verschiedenen Arbeitsaufträge (siehe Anhang)

Laufzettel

Glocke
Einzelarbeit, ggf. Partnerarbeit an den Stationen
7 Minuten

Abschluss
• SuS kommen im Sitzkreis zusammen
• Die SuS reflektieren ihre Arbeit an den Stationen
• Präsentation und Besprechung der Arbeitsergebnisse
ggf. Material der Lerntheke

Laufzettel
Sitzkreis (ohne Stühle)


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7. Anhang

An der Lerntheke finden die Schüler folgende Arbeitsaufträge (ebenso auf dem Laufzettel):
1. Male ein Mandala an!
2. Welche Formen findest du auf den Karten? Stecke einen Stöpsel in das richtige Loch. Kontrolle auf der Rückseite!
3. Male die Formen auf dem Arbeitsblatt aus.
4. Drucke ein Bild. Benutze Stempel, Papier, Farben und Pinsel. Lege dein Blatt zum Trocknen auf die Fensterbank. Räume den Platz wieder auf!
5. Lege die Formen zu Fantasiefiguren. Klebe sie auf ein Blatt.
6. Sieh dir die Formen an. Ordne sie in die Tabelle ein. Wische das Blatt wieder sauber!

Das von mir an der Lerntheke benutze Material:
1. Mandalas mit verschiedenen geometrischen Grundformen, die die Kinder frei nach ihrer Phantasie gestalten sollen.
2. Lochkarten, auf denen sich die geometrischen Grundformen befinden. Die Schüler finden diese in kleinen Umschlägen. Dazu sollen sie sich kleine Plastikstöpsel nehmen. Die Schüler sehen sich die Formen an, lesen die Wörter, die neben den Formen stehen und stecken die Plastikstöpsel zu dem richtigen Wort. Die Rückseite der Karte ermöglicht den Kindern eine sofortige Kontrolle.
3. Arbeitsblätter mit Phantasiefiguren aus geometrischen Grundformen. Die Schüler sollen diese frei nach ihrer Phantasie gestalten.
4. Bunter Karton, auf dem die Schüler mit von mir vorbereiteten Stempeln und Farben Bilder aus geometrischen Grundformen drucken sollen.
5. Vorgestanzte geometrische Grundformen, mit denen die Schüler Phantasiefiguren legen und aufkleben sollen.
6. Folierte Arbeitsblätter mit geometrischen Grundformen und einer Tabelle mit den entsprechenden Bezeichnungen. Die Schüler sollen hier die Grundformen in die Tabelle einordnen.
7. Differenzierung: Verschiedene geometrische Grundformen aus Karton, mit denen die Schüler an der Tafel ein Phantasiebild gestalten können.
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8. Literatur:

- Ministerium für Kultus und Sport: „Bildungsplan für die Grundschule" Stuttgart 1994
- Leininger, P. u.a.: „Nussknacker. Unser Rechenbuch" Lehrerhandbuch, 2. Schuljahr Ernst Klett Schulbuchverlag, Stuttgart 1996
- Glück, J. u.a.: „Multi Mathematik 2" Konkordia Verlag, Bühl 1995
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Fußnoten:
[1] vgl. Ministerium für Kultus und Sport Baden-Württemberg: „Bildungsplan für die Grundschule", Seite 89
[2] vgl. Ministerium für Kultus und Sport Baden-Württemberg: „Bildungsplan für die Grundschule", Seite 23

 



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