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Textarten erkennen - Einführung Märchen

Textarten erkennen - Einführung Märchen
Unterrichtsentwurf
Datum: 05. April 2008 Autor: Anonym Kommentare: 0

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Beschreibung:

In dieser Unterrichtsstunde wird die Textart "Märchen" eingeführt. "Der Mensch, der in die Not gerät", das ist in Märchen das wohl am häufigsten wiederkehrende Grundmotiv. Aufgrund dessen ist es wichtig, dass die SchülerInnen die Textart "Märchen" kennenlernen und wiederverwenden können. Durchgeführt in einer 4. Klasse.


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Textarten erkennen - Einführung Märchen


Textarten erkennen - Einführung Märchen

Inhalt:

Sachanalyse
Didaktische Analyse
Hinzugezogene Literatur
Unterrichtsskizze

Sachanalyse

In früheren Zeiten hatten Märchen und Mythen die Funktion einer Begleiterzählung von Riten und Bräuchen. Märchen wurden in der Regel meistens bei der Arbeit erzählt (Flicken, Spinnen, Totenwache...) und dienten somit der Unterhaltung und Verschönerung der Arbeitspausen, Feiertage und Feste. Einen Hauptbeweggrund für das Erzählen und Anhören von Märchen lieferte die Notlage, in der sich Erzähler und Zuhörer befanden. "Der Mensch, der in die Not gerät", das ist in Märchen das wohl am häufigsten wiederkehrende Grundmotiv. Das Märchen besitzt aber keine wesenseigenen Motive. Seine Motive stammen aus Sagen und Mythen oder auch aus der Wirklichkeit. Es handelt sich um profane, numinöse, magische und mythische Motive. Diese werden im Märchen vergeistigt, entwickelt und verwandeln sich auf diese Weise in „Märchenmotive".
Im Märchen sind Diesseits und Jenseits nicht voneinander getrennt. Die Menschen des Märchens verkehren mit dem Jenseits (Hexen, Feen, Riesen...) genauso selbstverständlich, wie sie es mit Ihresgleichen tun. In Märchen gibt es keine räumliche, geistige, seelische und zeitliche Gliederung. Bei zeitlichen Gliederungen findet man zwar junge und alte Menschen, jedoch keine alternden Menschen
(z.B.: Dornröschen ist nach dem 100-Jährigen Schlaf immer noch jung und schön). Die Personen werden als Figuren ohne Körperlichkeit, Gefühlswelt und Umwelt dargestellt. Eltern, Geschwister und andere Verwandte der Hauptfigur werden nur dann genannt, wenn sie für die Handlung wichtig sind. Die Eigenschaften und Gefühle der Figuren werden nicht benannt, sie werden durch Handlungen dargestellt. Das Gefühl der Rachsucht kennt das Märchen nicht, dennoch gibt es grausame Bestrafungen, die meistens von Nebenfiguren, kaum von der Hauptfigur selbst, ausgeführt werden. Um die Handlung im Märchen rasch voranzutreiben, wird auf individualisierende Charaktere der Figuren verzichtet. Das Märchen verliert sich auch nicht in Schilderungen, da die Figuren von Ort zu Ort geführt werden, ohne große Umwege. Dinge und Lebewesen werden in Märchen „metalisiert" und „mineralisiert": es gibt goldene Äpfel, Spinnräder, gläserne Särge, Goldregen und Goldhaar. Das Märchen bevorzugt die Farben Gold, Silber, Rot, Schwarz und Blau. Weitere Wesenszüge sind zum Beispiel bestimmte magische Zahlen:
eins, zwei, drei, sieben und zwölf.
Da die Personen in Märchen keine Innenwelt und keinen Bezug zur Zeit haben, sind sie weder an die Familie, noch an ihre Heimat oder an bestimmte Dinge gebunden. Sie können als Handelnde jederzeit in Kontakt treten, sich aber auch leicht wieder voneinander lösen.
Märchen haben bis heute ihren utopischen Charakter nicht aufgegeben, sie sind immer noch gesellschaftlich progressiv, pädagogisch sinnvoll und psychologisch hilfreich. So wenig wie Märchen an der äußeren Wirklichkeit interessiert sind, so wenig begnügen sie sich mit der inneren Verfassung der Menschen. Lug und Trug, Hass und Eifersucht, Feigheit und Hinterlist werden zwar nicht verschwiegen, aber auch nicht fortgeschrieben. Stets demonstrieren die Märchen, wie der Mensch sein könnte, was er tun müsste, um herauszufinden aus Bosheit, Angst, Wahn und Stolz, Unterdrückung und Rachsucht.
Schauen wir nun den Aspekt Kinder und Märchen an, so muss man sagen, dass Märchen nicht von Anfang an für Kinder bestimmt waren. Erst die Brüder Grimm haben ihre Märchen „kindgerecht" umgeschrieben und eine extra für Kinder umgestaltete Märchenausgabe veröffentlicht.
Noch heute sind die Grimmschen Kinder- und Hausmärchen nach der Bibel das meistgedruckte und meistübersetzte Buch der deutschen Sprache. Kinder, auf die diese Märchen eine starke Faszination ausüben, verlangen immer wieder, diese vorgelesen zu bekommen, oft auch in unveränderter Form zigmal wiederholt.

Nun zum Einstieg für das Märchen Rumpelstilzchen ein kurzer Überblick über das Leben der Brüder Grimm:
Jakob Ludwig Karl Grimm wurde am 4.1.1785 in Hanau geboren, sein Bruder Wilhelm Karl Grimm am 24.2.1786 am gleichen Ort. Der Vater war Jurist. Die Kinder lebten die ersten Jahre ihrer Jugend in Steinheim und sie besuchten das Lycenium in Kassel. Seit 1829 bzw. 1839 waren sie Professoren in Kassel. Aufgrund ihrer Teilnahme am Protest der „Göttinger Sieben" wurden sie des Landes verwiesen. Seit 1840 lebten beide in Berlin. Jakob Grimm starb am 20.9.1863 in Berlin, sein Bruder am 16.12.1859 am gleichen Ort.
Neben den 1812-1815 erschienenen Kinder- und Hausmärchen, waren u. a. die Deutschen Sagen (1816-1818) und Die Deutschen Heldensagen (1829) bekannte Werke der Brüder Grimm.
In dem 1819 veröffentlichten Märchen Rumpelstilzchen der Brüder Grimm geht es um folgendes:
Ein Müller hat eine Tochter, von der er behauptet, sie könne Stroh zu Gold spinnen.
Er überlässt die Tochter dem König, der von ihr verlangt: Gold-Spinnen oder Tod.
Der Verlassenen erscheint ein Männlein, das ihr einen Tausch anbietet: sie soll ihm etwas geben und er verwandle dafür das Stroh in Gold. Sie gibt ihm ihr Halsband, das zweite Mal ihren Ring und beim dritten Mal verspricht sie ihm das Kind, das sie gebären wird. Nachdem der König sie geheiratet hat und das Kind geboren ist, fordert das Männlein sie auf, ihr Versprechen zu halten. Die junge Königin will sich nicht von ihrem Kind trennen und bietet ihm alles mögliche als Ersatz an - aber dem Männlein ist „Lebendes lieber als alle Schätze". Er gibt ihr drei Tage Zeit: Wenn sie seinen Namen errät, soll sie das Kind behalten können. Am dritten Tag erfährt sie durch einen Kundschafter von einem Männlein, das um ein Feuer tanzte und schrie:
„Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß". Dadurch wird es der Königin möglich, dem Männlein seinen Namen zu sagen. Voller Wut reißt es sich mitten entzwei.
In diesem Märchen finden wir einige von denen Motiven wieder, die ich zuvor als Märchenmotive festgestellt habe. Am Anfang des Märchens ist von einer Müllerstochter die Rede, die angeblich Stroh zu Gold spinnen könnte. Hier finden wir die Farbe Gold, die in Märchen fast immer eine Rolle spielt. Da die Müllerstochter aber gar kein Stroh zu Gold spinnen kann - der König es aber von ihr dreimal verlangt - erscheint ihr dreimal das gleiche Männlein, das ihr jedesmal aus der Not hilft; dem Männlein muss sie dafür drei Dinge versprechen. Hier finden wir gehäuft die magische Zahl drei und das Phänomen, dass aus dem Nichts ein Männlein erscheint, dem es möglich ist, aus Stroh Gold zu spinnen. Außer das Verhältnis zum Vater lernen wir keine weiteren Familienverhältnisse der Müllerstochter kennen; so auch bei dem König. Es werden nur Personen genannt, die für die Handlung wichtig sind. Das sind einige der Märchenmotive, die im Märchen Rumpelstilzchen zu finden sind.
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Didaktische Analyse

Der Bildungsplan für die Grundschulstufe 4 sieht im Arbeitsbereich 2 (Lesen und Verstehen) des Faches Deutsch vor, dass die Schüler lernen, Textarten zu unterscheiden und typische Merkmale, die einen Text charakterisieren, zu erkennen.

Schon vom ersten Grundschuljahr an wird im Fach Deutsch angestrebt, dass die Kinder zu selbständigen Lesern erzogen werden; das heißt, dass man sie von Anfang an befähigt, mit Druckmedien oder auch mit anderen Medien eigenständig
umgehen zu können. Dies hat sich aber in der heutigen Zeit zunehmend als schwierig herausgestellt, da Kinder auf eine große Anzahl „akustischer, audiovisueller und elektronischer Medien"[1] geeicht sind. Um Kindern aber trotzdem das selbständige Lesen näher zu bringen, sollte in jeder Klasse eine Leseecke mit unterschiedlichen Textarten vorhanden sein. In höheren Grundschulstufen - je nach Stand der einzelnen Klassen - kann auch die schuleigene Bibliothek von den Schülern in Anspruch genommen werden. Hier sollten die Kindern auch „literarische Texte anderer Kulturen, wie Märchen, Sagen und Schwankgeschichten"[2] finden, denn diese Textarten sind ein wichtiger Beitrag zur multikulturellen Erziehung und werden von Kindern immer wieder gerne gelesen.
Kinder, die vorwiegend im Umgang mit audiovisuellen Medien aufgewachsen sind, brauchen einen besonderen Anreiz, um zum Lesen verlockt zu werden. Der Lehrer sollte deshalb neben der Fibel und dem Lesebuch weitere Lesestoffe, wie zum Beispiel Lesehefte, Kinderbücher oder Kinderzeitschriften mit in seinen Unterricht einbauen. Ebenfalls zur Lesefreudigkeit der Kinder dient es, wenn der Lehrer ab und zu akustische oder auch audiovisuelle Medien einsetzt.
Das Ziel, sich beim Lesen eines bestimmten Textes immer einer bestimmten Haltung
zu nähern, sollte dabei aber nie in Vergessenheit geraten. So wird beispielsweise bei Sprachspielen, Kindergeschichten und Märchen eine „unterhaltende, erlebnis-
hafte Lesehaltung"[3] eingenommen, bei anspruchsvollen Kindergeschichten oft eine wertende, bei Sachtexten dagegen aber eine informierende Auseinandersetzung
eingenommen.
Das Wichtigste ist es, den Kindern den Zugang zu der jeweiligen Textart nahezubringen, erst dann gewinnen Fragen nach der Faszination und Wirkung an Bedeutung. Es ist also unbedingt nötig, dem Kind im Unterricht zu vermitteln, zu welchem Zweck der Text gelesen wird.
Neugierig auf Geschichten und Bücher kann man Kinder durch Vorlesen machen, hierbei werden sie auch nicht überfordert. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, den Kindern den Text zu vermitteln: extra eingerichtete Vorlesezeiten unter der Woche oder während der Adventszeit, bei Geburtstagen usw.; eine andere Möglichkeit wäre, dies durch audiovisuelle oder akustische Medien den Schülern zu präsentieren. Ebenso ist es für Kinder motivierend, aus einem gelesenen Buch oder Text ein Projekt zu machen, ein Theaterspiel entstehen zu lassen, Illustrationen zu malen oder auch zu einem Thema weitere Erkundungen einzuziehen und Fachleute dazu zu befragen. Die methodische Vorgehensweise bei der inhaltlichen Erarbeitung hängt sehr von der Art des Buches oder Textes ab und sollte immer wieder variieren.
Als Anregungen gibt es folgende Möglichkeiten dazu: abwechselnde Vorlesephasen durch Lehrer oder Schüler, stillesen mit Lesefragen, rundumlesen mit Zwischen-gesprächen, spielen einer Szene, weiter- oder vorrausphantasieren oder zur inhaltlichen Festigung Textauszüge in die richtige Reihenfolge bringen oder Personen aus der Geschichte beschreiben und erraten lassen.
Kinder sollten ab der dritten Klasse auch sich selber als Autoren erfahren können und Bücher mit ihren eigenen Geschichten selbst herstellen. Hierzu gibt es auch wieder einige Möglichkeiten: erstellen eines Abenteuer-, Märchen- und Lügen-geschichtenbuch, ein Geschichtenbuch zu einem bestimmten Anlass oder Thema erstellen, Themenbücher zur Sachkunde sammeln oder ein Buch aus gemeinsamer, in Fortsetzung erfundenen, langen Geschichten mit gemeinsamen Illustrationen anfertigen.

Ich habe mir für meine 4. Klasse aus der Märchensammlung der Brüder Grimm das Märchen Rumpelstilzchen ausgesucht. Dies hat verschiedene Gründe:
ich wollte auf jeden Fall ein Grimmsches Märchen mit meiner Klasse behandeln, da die Kinder sicherlich schon einmal mit den Märchenautoren Grimm in Berührung gekommen sind und sie ihnen nicht fremd erscheinen. Außerdem gehe ich bei meiner Klasse davon aus, dass in vielen Haushalten ein Märchenbuch der Brüder Grimm zu finden ist. Warum ich speziell das Märchen Rumpelstilzchen ausgewählt habe, liegt zum einen daran, dass ich der Gewalt, die sich so oft in Märchen finden lässt, aus dem Weg gehen wollte und in diesem Märchen keine Gewalt vorkommt. Auch ein Grund für meine Wahl: in diesem Märchen sind mehrere Märchenmotive vorhanden, welche die Kinder leicht erkennen können.
Ich beginne die erste Stunde mit einem stummen Impuls: ich spiele den Kindern eine Kassette vor, auf der das Märchen erzählt wird. Diesen Einstieg halte ich für geeignet, da die Kinder sicherlich schon öfters Märchenkassetten begegnet sind und sie eine solche Art der Präsentation von zu Hause gewohnt sind. Nachdem meine Schüler das Märchen gehört haben, frage ich sie nach der Textart; die Beantwortung meiner Frage wird voraussichtlich keinem Kind der Klasse schwer fallen, denn sie kennen wahrscheinlich schon einige Märchen, da diese in vereinfachter Form schon einmal zu einem früheren Zeitpunkt Thema in der Klasse waren. Um nun etwas von Rumpelstilzchen Distanz zu gewinnen, frage ich meine Schüler, warum sie sich so sicher sind, dass es sich hierbei um ein Märchen handelt. Ich frage nach typischen Merkmalen eines Märchens und helfe gegebenenfalls etwas mit, damit auch die wichtigsten Merkmale alle genannt werden. Die gefundenen Merkmale schreibe ich auf kleine Kärtchen und lege sie in den Stuhlkreis, sodass die Kinder sie nochmals vor Augen haben. Dann spiele ich die gleiche Kassette den Kindern noch einmal vor und bitte sie, darauf zu achten, ob sie vielleicht weitere Märchenmotive heraushören, die noch nicht auf einem in der Mitte des Stuhlkreises liegenden Kärtchen zu finden sind. Das soll für die Schüler eine Chance sein, die eben herausgefundenen Merkmale innerhalb eines Märchens überprüfen zu können und es ihnen so zu ermöglichen, sich diese Merkmale noch besser einprägen zu können. Nun lasse ich die Kinder weitere Märchen, die ihnen bekannt sind, aufzählen. Danach bitte ich meine Schüler sich in Gruppen zu je fünf Schülern zusammenzufinden, sich in der Gruppe ein ihnen bekanntes Märchen auszudenken, und dieses einzuüben, damit es später der ganzen Klasse präsentiert werden kann. Um das Ganze etwas interessanter zu gestalten, stelle ich ihnen eine Verkleidungskiste zur Verfügung. Während die Kinder sich in Gruppen formieren, hänge ich Kärtchen, die zuvor im Kreis lagen, mit den von der Klasse genannten typischen Märchenmerkmalen an die Tafel. Das dient vor allem dazu, dass den Kindern diese Merkmale in Erinnerung bleiben und sie aus diesen vielleicht einige in ihre Märchen einbauen können. Die Schüler bekommen nun genügend Zeit, sich für ein Märchen zu entscheiden. Falls sie damit Schwierigkeiten haben sollten, können sie sich in der Klassenbücherei einige Anregungen holen. Währenddessen gehe zu jeder der Gruppen und vergewissere mich, dass die von mir gestellte Aufgabe jeder Gruppe verständlich ist und helfe gegebenenfalls etwas.
Ich muss dazu sagen, dass diese Art von Aufgabenstellung nicht in jeder Klasse so gut funktionieren wird, in dieser Klasse ist dies allerdings möglich.
Zum Vorspielen der Märchen sind in der zweiten Stunde 30 Minuten eingeplant, damit ich mit den Schülern in den verbleibenden Minuten noch genügend Zeit habe, das Klassenzimmer wieder aufzuräumen.
Mein Ziel, das ich in diesen zwei Stunden erreichen will, ist vor allem das, dass die Kinder das auf der Kassette erzählte Märchen als ein solches erkennen und mir sagen können, warum es sich hier um ein Märchen handelt. Sie sollen sich weitere Gedanken zu Märchen machen, indem sie mir einige ihnen bekannte nennen und dann sogar noch eines davon vorspielen.
In der nächsten Stunde werde ich die in der heutigen Stunde genannten typischen Märchenmerkmale von den Schülern wiederholen lassen, um sicher zu gehen, dass sie noch in Erinnerung geblieben sind.
Eine Aufgabe der Schüler wird in absehbarer Zeit sicherlich sein, ein eigenes Märchen zu schreiben, wozu die heutige Stunde schon ein Baustein dazu sein soll.
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Hinzugezogene Literatur:

• Beltz & Gelberg: Märchen der Gebrüder Grimm. Beltz Verlag. Weinheim und Basel 1995.
• Bettelmann, Bruno: Kinder brauchen Märchen. Deutsche Verlagsanstalt GmbH, Stuttgart 1977.
• Gerstl, Quirin: Die Brüder Grimm als Erzieher. Pädagogische Analyse des Märchens. Ehrenwirth Verlag München 1964.
• Ministerium für Kultus und Sport Baden-Württemberg: Kultus und Unterricht. Bildungsplan für die Grundschule. Neckar-Verlag GmbH Villingen-Schwenningen 1994.
• Ossner, Jakob: Deutschunterricht für Kinder in der Grundschule. Verlag Moritz Diesterweg. Frankfurt am Main 1994.
• Strehlow, Rosita: Die Bedeutung der Grimmschen Märchen für die Erziehung von Kindern. Haag und Herchen Verlag GmbH. Frankfurt am Main 1985.
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Unterrichtsskizze:

ZeitPhasegeplantes Lehrerverhalten
geplantes Schülerverhalten
MedienSozialform
9.40 - 9.43BegrüßungL. begrüßt die Klasse und bittet sie darum, sich im Stuhlkreis zu formieren.S. formieren sich in den Stuhlkreis.Stuhlkreis
9.43 - 9.50EinleitungL. spielt die Kassette mit dem Märchen für die S. ab.S. hören sich das Märchen auf der Kassette an.Kassette mit RumpelstilzchenStuhlkreis
9.50 - 9.57VertiefungL. fragt S., um was für eine Textart es sich handelt und warum S. meinen, dass es ein Märchen ist. L. notiert Merkmale auf Kärtchen und legt sie in den StuhlkreisS. nennen als Textart Märchen und nennen typische Merkmale für ein Märchen.KärtchenStuhlkreis
9.57 - 10.04ErgebnissicherungL. spielt die Kassette nochmals ab und gibt die Anweisung, auf die genannten Merkmale zu achten.S. achten auf MärchenmerkmaleKassette mit RumpelstilzchenStuhlkreis
10.04 - 10.09VeriefungL. fragt S., welche Märchen ihnen noch bekannt sind.S. nennen einige ihnen bekannte Märchen.Stuhlkreis
10.09 - 10.25ErarbeitungL. gibt S. die Anweisung, sich in Gruppen zu je fünf Schülern zu formieren und sich in der Gruppe ein Märchen auszusuchen, welches sie dann nach der Pause vorspielen können. L. erwähnt die Klasssenbücherei, um sich Ideen zu besorgen. L. stellt Verkleidungskiste zu Verfügung. Während S. sich in Gruppen beraten, hängt L. typische Merkmale eines Märchens auf Kärtchen geschrieben an die Tafel. L. geht in die verschiedenen Gruppen und hilft gegebenenfalls.S. formieren sich in Gruppen und überlegen, welches Märchen sie einüben und vorspielen wollen. S. beginnen mit dem Einüben.Tafel, Kärtchen, Klassenbücherei, VerkleidungskisteGruppenarbeit
10.25 - 10.30kleine PauseS. gehen in die kleine Pause.
10.30 - 11.07ErarbeitungL. schaut sich die gespielten Märchen der S. an.S. spielen den Mitschülern ihre Märchen vor.Gruppenarbeit
11.07 - 11.14AufräumenL. gibt S. die Anweisung zum Aufräumen.S. räumen gemeinsam auf.
11.14 - 11.15VerabschiedungL. bedankt sich und verabschiedet sich von S.S. verabschieden sich vom L. und verlassen das Klassenzimmer.


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Fußnoten:

[1] vgl. Ossner, Jakob S. 53
[2] vgl. Ossner, Jakob S. 53
[3] vgl. Ossner, Jakob S. 61

 



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