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Ich male mir den Winter

Ich male mir den Winter
Unterrichtsentwurf
Datum: 05. Oktober 2008 Autor: Minimales Kommentare: 0

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Beschreibung:

In der Unterrichtsstunde "Ich male mir den Winter" sollen die SchülerInnen das Gedicht "Ich male mir den Winter" von Josef Guggenmos Sinn entnehmend lesen und zeigen dies, indem sie ein Bild passend zu dem Gedicht malen. Sie sollen dem Gedicht gezielt Informationen entnehmen und ihre Gedanken und Meinungen zu Gedichten in mündlicher und schriftlicher Form äußern. Durchgeführt in einer 2. Klasse.


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Ich male mir den Winter


Ich male mir den Winter

0. Individuelle Kompetenzentwicklung der Lehrenden

Vermeidung eines Lehrerechos.

I. Thema der Einheit:

Wir gehen produktiv - handelnd mit Gedichten um

StundeThema der UnterrichtsstundeInhaltsbezogene Kompetenzbereiche
1.NovemberwetterLesen – mit Texten und Medien umgehen
2.NovemberwetterSchreiben – Texte verfassen
3.Ich male mir den WinterLesen – mit Texten und Medien umgehen
4.Ich male mir den Winter – Teile des Gedichts selber schreibenSchreiben – Texte verfassen
5.Wir schreiben WeihnachtselfchenSchreiben – Texte verfassen

 

II. Konkretisierung der Standards und Kompetenzentwicklung

Standards des RahmenlehrplansStand der KompetenzentwicklungKonkretisierung der Standards für diese Stunde
Inhaltsbezogene Standards für das Ende der Klasse 4

Lesen - mit Texten und Medien umgehen

Die Schülerinnen und Schüler kennen Autoren und lesen Werke aus der Kinderliteratur..

Die Schüler entnehmen Texten gezielt Informationen, äußern ihre Gedanken und Meinungen zu Texten in mündlicher und schriftlicher Form und tauschen sie mit anderen aus.

Die Schüler gehen mit Texten produktiv um. (vgl. Rahmenlehrplan, S. 19)
Inhaltsbezogene Standards

Die Schüler kennen bereits einige Gedichte und können Informationen aus Gedichten entnehmen.

Sie können eigene Vorstellungsbilder zu Gedichten (Lesetexten) ausdrücken.
Die Schüler können das Gedicht „Ich male mir den Winter“ von Josef Guggenmos Sinn entnehmend lesen und zeigen dies, indem sie ein Bild passend zu dem Gedicht malen.

 

Individuelle Kompetenzentwicklung

- Niveau 1: Die Schüler können mit Hilfe eines differenzierten Arbeitsblattes, auf dem die wichtigen Informationen des Winterbildes unterstrichen sind, ein Bild passend zu dem Gedicht malen.

- Niveau 2: Die Schüler können dem Gedicht selbstständig Informationen über das beschriebene Winterbild entnehmen und zeigen dies, indem sie ein Bild passend zu dem Gedicht malen.

III. Die Lerngruppe

Die Lerngruppe setzt sich aus 27 Schülern zusammen, darunter 16 Mädchen und 11 Jungen. Zum Beginn der zweiten Klasse kamen fünf neue Schüler hinzu, von denen drei die zweite Klasse wiederholen. Dadurch beträgt der Altersunterschied bis zu drei Jahren. Der jüngste Schüler ist sechs Jahre alt, die ältesten Schüler werden bald zehn. Besonders die jüngeren Schüler haben Schwierigkeiten mit der Ausdauer und Motorik.
Acht Schüler sind nichtdeutscher Herkunft, drei von ihnen sprechen kein Deutsch zu Hause. Im Allgemeinen haben diese Schüler jedoch kaum Schwierigkeiten, dem Unterricht zu folgen.

Die individuellen Leistungen der Lerngruppe sind sehr heterogen, besonders die Lesekompetenz betreffend. Viele Schüler können flüssig lesen, sie lesen teilweise schon ganze Bücher. Andere Schüler wiederum kennen jetzt erst alle Laute und Buchstaben und erlesen einzelne Wörter.
Zwei Schüler zeigen Lernschwierigkeiten in allen Bereichen. Diese Schüler werden zum Teil gesondert betreut. Vier Stunden in der Woche ist zusätzlich eine Erzieherin in der Klasse.

Die meisten Schüler erfassen Arbeitsaufträge relativ schnell und führen sie flink aus. Einige Kinder zeigen jedoch große Langsamkeit im Erledigen von Aufgaben. Kleine Hilfen und Tipps, auch von Seiten der Nachbarn, bringen sie meistens voran. Auffallend ist, dass viele Schüler beim Bearbeiten von Arbeitsaufträgen oft von mir eine sofortige Rückmeldung über die Richtigkeit einfordern.
Drei Schüler haben besonders beim Schreiben motorische Schwierigkeiten.

Es herrscht größtenteils eine angenehme, wenn auch teilweise unruhige Lernatmosphäre. Die Schüler arbeiten im Unterricht motiviert und bringen eigene Erfahrungen und Ideen ein. Bei Gruppen- oder Partnerarbeit verhalten sie sich meist ruhig. Offene Unterrichts- und Arbeitsformen sind ihnen bekannt.

IV. Didaktische und methodische Begründungen

Ich habe mich in dieser Unterrichtsstunde für das Gedicht „Ich male mir den Winter" von Josef Guggenmos entschieden, da es einen Bezug zur Jahreszeit hat. Meiner Meinung nach provoziert bereits der Titel einen produktiv-handelnden Umgang mit diesem Gedicht.

Der Einstieg der Unterrichtsstunde stimmt die Schüler auf die Arbeit mit einem Wintergedicht ein, motiviert sie und fokussiert die Aufmerksamkeit der Schüler auf das Thema „Winter". Durch die Beschreibung, wie ein Winterbild aussehen könnte, verbalisieren die Schüler ihre Gedanken.

Ich trage den Schülern das Gedicht auswendig vor. Das sinnbetonte Vortragen fördert die Erschließung des Gedichtinhaltes. Die Schüler schließen dabei ihre Augen und lehnen sich entspannt auf den Tisch. So können sie sich ganz auf den Inhalt des Gedichtes konzentrieren, eventuell formt sich bereits in dieser Phase ein Bild des Winters in ihren Köpfen und ihre Fantasie wird angeregt.

Die Schüler lesen das Gedicht erst leise für sich und dann noch einmal laut der Klasse vor. Das stille Lesen fordert eine individuelle Auseinandersetzung mit dem Gedicht, die Schüler können sich so besonders auf den Inhalt konzentrieren. Als Differenzierung lesen leistungsstarke Kinder den leistungsschwachen Kindern das Gedicht leise vor.
Das laute Vorlesen der Schüler zeigt mir als Lehrerin, ob die Schüler den Inhalt verstanden haben und kompetent im flüssigen Vorlesen eines Gedichtes sind.

Durch das Malen eines Bildes nach der Beschreibung von Guggenmos müssen sich die Schüler mit dem Inhalt des Gedichts stärker auseinandersetzen. Die Kreativität und die Fantasie der Schüler werden angesprochen.
Als Differenzierung gebe ich den leseschwachen Schülern ein differenziertes Arbeitsblatt, auf dem die wichtigsten Informationen über das Winterbild unterstrichen sind.

V. Sachanalyse

Das Gedicht „Ich male mir den Winter" von Josef Guggenmos behandelt das Thema „Winter". Der Erzählkern des Gedichts besteht in der Darstellung eines Winterbildes. Guggenmos beschreibt eine winterliche Landschaft, in der ein schwarzer Baum zu sehen ist. Auf dem Baum sitzen zwei schwarze Krähen.

Das Gedicht besteht aus vier Strophen und umfasst 24 Verse. Jede Strophe beinhaltet sechs Verse.
Von Strophe zu Strophe wächst das Bild der Winterlandschaft vor dem Auge des Betrachters. In der ersten Strophe wird ein Baum in mitten einer Winterlandschaft beschrieben. Am Ende der zweiten Strophe erfährt der Leser, dass auf diesem Baum zwei Krähen sitzen. Die dritte Strophe verdeutlicht, was die Krähen auf dem Baum machen. Die letzte Strophe beschreibt letztendlich die Gefühle, die an einem Wintertag auftreten.

Das Reimschema ist nicht regelmäßig. Die erste Strophe beginnt mit einem Paarreim (aa), auf den ein umarmender Reim folgt (bcdb). Die zweite und die dritte Strophe folgen einem ähnlichen Reimschema, bei dem die ersten zwei Verse in einem Kreuzreim enden, der von einem umarmenden Reim gefolgt wird (abcddc). Die letzte Strophe folgt keinem offensichtlichen Reimschema.

Geschickt visualisiert Guggenmos seine Einstellung gegenüber dem Winter in einem Bild, dass das lyrische Ich des Gedichtes malt. Er projeziert damit seine Empfindungen in die Beschreibung eines Bildes, das während des Gedichtes geschaffen wird.

Durch die karge, spärliche Beschreibung der Landschaft kreiert er eine kalt wirkende, winterliche Atmosphäre. Beim Lesen des Gedichtes entsteht ein einsamer, fröstelnder Eindruck. Er unterstreicht diese Empfindung durch den Mangel an Farbe in seinem fiktiven Bild. Es bleibt schwarz, weiß und grau. Mehrmals betont er die weite Leere. Die einzigen Lebewesen sind zwei schwarze Krähen, die auf einem Baum sitzen und schweigen.
Guggenmos verwendet oft Wortwiederholungen, zum Beispiel „Bild" (Vers 1 und 2), „Baum" (Vers 10 und 11) und „Winter" (Vers 20 und 21). Er unterstreicht damit die Monotonie der Landschaft und verleiht somit seinen Worten Eindringlichkeit.

In der dritten Strophe steigert Guggenmos den Eindruck von Leere, indem er den rein visuellen Objekten des Bildes Eigenschaften zuschreibt, die dem Betrachter des Bildes verborgen blieben. Die Krähen frieren. Abermals unterstreicht er damit seine Fiktion des Winters und lässt den Leser die Kälte beinahe körperlich spüren. Dies gipfelt in der letzten Strophe, die sich vom Reimschema nicht in die drei vorangegangenen Strophen einfügt und weg von der Beschreibung des Bildes hin zum Betrachter führt. „Wer mein Bild besieht...", schreibt er, „..., der zieht einen dicken Pullover an vor lauter Zittern und Frieren." (vgl. vierte Strophe, Vers 19, 23 und 24).

VI. Medien

- Winterbilder
- Tafel
- AB: Gedicht
- Zeichenblätter
- Jaxonkreide
- Geräusche - CD

VII. Literatur

- Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport: Rahmenlehrplan Grundschule, Deutsch, Jahrgangsstufen 1/2, Berlin 2004
- Entwurf des 3. SPS Steglitz - Zehlendorf bei Fr. Stein zu dem Gedicht „Wind" von J. Guggenmos
- Rhenius, Barbara: Ich male mir den Winter - oder Herbst oder Sommer, S. 42 -43, in: Die Grundschulzeitschrift Heft 79, Friedrich Verlag 1994

VIII. Verlaufsplanung

PhaseUnterrichtsgeschehenMedien / Sozialform
Einstieg

11.50 – 12.00 Uhr
L spielt einen Geräusche – Impuls vor und heftet vier Bilder (Schneemann, Schneeflocken, Schlitten, kahler Baum) als stummen Impuls an die Tafel. Sch äußern sich spontan dazu.

L heftet den Anfang und das Ende des Gedichts „Ich male mir den Winter“ an die Tafel. Ein Sch liest den Text laut vor.

L: „Beschreibt bitte, wie das Bild, von dem im Gedicht gesprochen wird, aussehen kann.“ Sch beschreiben ein Winterbild.

L trägt das Gedicht „Ich male mir den Winter“ auswendig vor.
CD: Track 57
Winterbilder
Tafel
Frontal
Didaktischer Kommentar:
• Hinführung zum Thema
• Motivation
• Transparenz
• Fokussierung der Aufmerksamkeit
• Zielorientierung
Arbeitsphase I

12.00 – 12.10 Uhr
L lässt das Gedicht austeilen.

Sch lesen das Gedicht erst leise (oder mit Partner) und dann noch einmal laut vor.
Stillarbeit / Partnerarbeit
Didaktischer Kommentar:
• Schüleraktivität
• Inhaltserschließung
• Differenzierung
Sicherung I

12.10 – 12.15 Uhr
L: „Vergleicht bitte eure gedachten Winterbilder mit dem Bild, das Josef Guggenmos in seinem Gedicht beschreibt.“Frontal
Didaktischer Kommentar:
• Sicherung des Inhaltsverständnisses
• Verbalisierung
Arbeitsphase II

12.15 - 12.30 Uhr
L: „Ihr werdet nun selber das Bild malen, das in diesem Gedicht beschrieben wird. Ihr habt 15 Minuten Zeit dafür. Benutzt bitte eure Jaxonkreide. Lina zeigt euch dazu eine besondere Maltechnik.“Zeichenblatt, Jaxonkreide Schüleraktivität Einzelarbeit
Didaktischer Kommentar:
• Schüleraktivität
• produktiv-handelnder Umgang mit dem Gedicht
• tiefere Auseinandersetzung mit dem Gedicht
• individueller Zugang zu dem Gedicht
Schluss

12.30 - 12.35 Uhr
Sch stellen sich in einen großen Kreis, präsentieren ihre gemalten Bilder und sprechen über die Bilder.

L: „Sind die Bilder so weiß, grau und schwarz, wie im Gedicht beschrieben?“

L: „Friert man eventuell beim Betrachten der Bilder?“
Stehkreis
Didaktischer Kommentar:
• Überprüfung des Lernzuwachses
• Verbalisierung
• Schülertätigkeit
• Würdigung der Schülerprodukte

 

IX. Anlagen

- Tafelbild

X. Tafelbild

Einstieg

 

 

 

 

 

 

 

Erarbeitung

 

 

 

 

 

 

 

 



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