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Üben und Reflektieren des Zielwerfens
Datum: 10. Oktober 2008 Kommentare: 0
Zusätzliche Informationen:
Beschreibung:
In dieser Unterrichtsstunde sollen die SchülerInnen die Flugeigenschaften verschiedener Materialien erfahren und dabei vielfältige Wurfmöglichkeiten unter Berücksichtigung verschiedener Absichten erproben. Durchgeführt in einer 2. Klasse.

Üben und Reflektieren des Zielwerfens
Üben und Reflektieren des Zielwerfens auf statische Ziele an bekannten Wurfstationen zum Feststellen individueller Leistungsfortschritte
Thema der Unterrichtsreihe
„Wir werfen auf unterschiedliche Ziele -
Individuelles Üben des Zielwerfens mit unterschiedlichen Materialien unter besonderer Berücksichtigung der eigene Leistungserfahrung"
Ziele der Unterrichtsreihe
Die Schüler sollen
- die Flugeigenschaften verschiedener Materialien erfahren
- vielfältige Wurfmöglichkeiten unter Berücksichtigung verschiedener Absichten erproben
- ihren individuellen Leistungsfortschritt beim Zielwerfen erfahren, erkennen und einschätzen
- durch unterschiedliche Wurferfahrungen das Zielwerfen auf statische und bewegliche Ziele üben
Aufbau der Unterrichtsreihe:
1. Erproben und Reflektieren verschiedener Wurfgeräte und Wurfmöglichkeiten im Hinblick auf unterschiedliche Wurfabsichten (weit, hoch, genau)
2. Erweiterung der Wurferfahrungen durch individuelles Erproben und Reflektieren des Werfens auf statische Ziele an vielfältigen Wurfstationen
3. Üben und Reflektieren des Werfens auf statische Ziele an bekannten Wurfstationen zur Feststellung individueller Leistungsfortschritte
4. Evt. weiteres Üben des Werfens auf statische Ziele
5. Erweiterung der Wurferfahrungen durch individuelles Erproben und Reflektieren des Werfens auf bewegliche Ziele an vielfältigen Wurfstationen
6. Üben und Reflektieren des Werfens auf bewegliche Ziele an bekannten Wurfstationen zur Feststellung individueller Leistungsfortschritte
7. Evt. weiteres Üben des Werfens auf bewegliche Ziele
Thema der Unterrichtsstunde
Üben und Reflektieren des Zielwerfens auf statische Ziele an bekannten Wurfstationen zum Feststellen individueller Leistungsfortschritte
Ziel der Unterrichtsstunde:
Die Kinder sollen ausgehend von ihrem Könnensstand das Werfen auf statische Ziele anhand unterschiedlicher Wurfstationen vertiefend üben und ihren individuellen Leistungsfortschritt erfahren und dokumentieren
Medien
- Stationskarten
- 3 Softbälle (klein)
- 3 Frisbee
- 3 Pylone
- 3 Sandsäckchen
- 3 Langbänke
- 1 Dose
- 3 Tennisbälle
- 4 Kastenteile
- 6 Pylone
- 3 weiche Gymnastikbälle
- 4 kleine Kästen
- Piktogramme: Stundenverlauf
- Laufkarten
- Folienstifte
- Piktogramme: Regeln für die Wurfstationen
- Farbige Signalkarten: Bautrupps
- Trommel
- 5 Körbe
Literaturangaben:
- Bracke, Julia: Lernzirkel Sport II: Bewegen,Spielen, Üben an Stationen, Verlag Kempen, 4. Aufl. 2004
- Hans Katzenbogner/ Michael Medler: Spielleichtathletik Teil 1: Laufen und Werfen - Anregungen für den praktischen Sportunterricht, Sportbuch-Verlag, 8. Aufl., 2003
- Frey, Kurz, Hildebrand: Laufen, Springen, Werfen, Rororo Verlag, Hamburg 1984
- Bergedorfer Grundschulpraxis: Sport 1./2. Klasse Band 1, Persen Verlag, Horneburg 2003
- Praxis in Bewegung - Sport und Spiel: Ein „Light"-Faden zum Werfen, 2. Jahrgang Heft 7 (3/2002)
- Hessisches Institut für Bildungsplanung und Schulentwicklung: Materialien zum Unterricht Sport 7 - Laufen-Springen-Werfen-Lernen in der Grundschule, Primarstufe 27, Wiesbaden 1993.
- Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW: Primarstufe- Richtlinien und Lehrpläne Sport, Ritterbach Verlag, 1. Aufl., 1999.
| Unterrichtsverlauf | Phasenziele |
| Die Kinder sollen... | |
| Einstieg LAA fordert die Kinder auf 3 Runden zu laufen Begrüßung im Sitzkreis (Schatztruhe) LAA fordert die Kinder auf sich in den Theaterkreis zu setzten LAA gibt den Stundenverlauf und das Ziel der Stunde bekannt (Piktogramme) Gemeinsames Aufwärmen Sitzkreis LAA fordert Bautrupps auf, die Stationen aufzubauen (Verteilung der Baupläne) Sitzkreis Gemeinsame Besprechung der Wurfstationsregeln und der Notierung der Treffer auf der Laufkarte -> LAA legt zur Erläuterung Piktogramme in die Mitte (neue Regel/Laufkarte: Demo) LAA fordert die Kinder auf, sich auf den Bauch zu legen LAA legt Laufkarten und Folienstifte in die Mitte LAA leitet die Stationsarbeit ein: -> streicht Kindern mit Stab über Rücken | ...ihren ersten Bewegungsdrang abbauen ...sich im Kreis treffen ...ihren Schmuck ablegen bzw. ihr Haare zusammenbinden ...sich im Theaterkreis hinsetzten (bessere Sicht auf Piktogramme) ...den Inhalt der Stunde kennen lernen ...eine Verlaufs- und Zieltransparenz erhalten ...sich aufwärmen ...selbständig die Stationen aufbauen ...in den Bautrupps miteinander kooperieren ...die Wurfregeln wiederholen ....das Notieren der Treffer auf der Laufkarte kennen lernen ...sich die Laufkarte umhängen, ihre Namen mit einem Folienstift aufschreiben und mit der Stationsarbeit beginnen |
| Erarbeitung und Durchführung LAA steht helfend und beratend zur Seite Station 1: Bock Station 2: Hütchenwurf Station 3: Kegel Station 4: Frisbee Station 5: Wurfbude | ...selbständig Stationen wählen und ggf. wechseln, um das Zielwerfen zu üben ...ihre Treffer auf der Laufkarte notieren |
| Abschluss/ Reflexion LAA leitet den Beginn der Reflexionsphase mit einem Trommelwirbel ein Sitzkreis LAA fordert die Kinder auf, sich über ihre Erfahrungen auszutauschen LAA gibt bzw. die Kinder geben ggf. individuelle Tipps für das vertiefte Üben des Zielwerfens Abschlusskreis | ...ihre Stationsarbeit beenden und in den Sitzkreis kommen ...sich über ihre Erfahrungen austauschen ...sich gegenseitig Tipps geben ...sich zum gemeinsamen Abschluss zusammentreffen |
| Lernvoraussetzungen | Sachstruktur | Didaktische Entscheidung | Methodische Entscheidung | |||
| - In der Klasse 2a sind 14 Jungen und 9 Mädchen - LAA hat seit dem 8.10.08 BdU - Die Kinder sind sehr am Sportunterricht interessiert und zeigen dies durch eine hohe sportliche Motivation - Die Mitarbeit erfolgt in der Regel sehr motiviert und es treten nur phasenweise Störungen auf - Begrüßungs- und Abschlussritual ist den Kindern bekannt - Das freie Wählen der Stationen ist den Kindern bekannt - Das Dokumentieren individueller Lernfortschritte ist den Kindern nicht bekannt und stellt für die Kinder eine neue Anforderung dar - Das Reflektieren ist den Kindern weitestgehend bekannt | Werfen Das Werfen gehört neben dem Laufen und Springen zu den grundlegenden Bewegungsformen, wobei es beim Werfen nicht darauf ankommt, sich selbst zu bewegen, sondern einen Gegenstand mit Hilfe des (Kraft-) Einsatzes von Schultergürtel - und Armmuskulatur zu beschleunigen und ihn auf eine Flugbahn zu bringen. Dabei unterscheidet man zwischen geradlinigen Würfen (z.B. Schlagwurf), dem Stoßen (z.B. Kugelstoßen) und den Drehwürfen (z.B. Diskuswerfen). Bei den aufgezählten Beispielen handelt es sich um einhändige Würfe.[1] Auf die Unterrichtsreihe bezogen werden die geradlinigen Würfe thematisiert, die in der Regel als Schlagwürfe ausgeführt werden, wobei das Wurfgerät mit Hilfe des Wurfarmes „weggeschlagen“ wird. Den Schlagwurf kann man als Oberarm-, Unterarm- oder als Seithüftwurf ausführen. Das Werfen kann mit unterschiedlichen Zielsetzungen ausgeführt werden. Im leichtathletischen Bereich geht es vor allem darum, eine optimale Flugbahn und ein optimales Flugverhalten des Wurfobjektes zu erreichen, um möglichst weit werfen zu können. In den kleinen und großen Spielen hingegen steht vor allem die Treffgenauigkeit im Vordergrund (z.B. beim optimalen Zuspiel oder beim Torwurf). Dabei ist vor allem beim Zuspiel eine genaue Dosierung des Wurfes wichtig. Zielwürfe können dabei in Bezug auf Zielgröße, Zielhöhe, Wurfabstand und Zielverhalten (in dieser Stunde: unbeweglich) variieren.[2] | Lehrplan Inhaltsbereich 3 Laufen, Springen, Werfen - Leichtathletik ...verschiedene Wurfobjekte nutzen, Wurfabsichten entwickeln und verfolgen sowie sich unterschiedlichen Wurfanforderungen stellen (vgl. RL. XXXVI) Pädagogische Perspektive Das Leisten erfahren, verstehen und einschätzen ...den individuellen Leistungsfortschritt in den Vordergrund stellen (vgl. RL. XXIX/XXX) Prinzipien des erziehenden Unterrichts Erfahrungs- und Handlungsorientierung ...Handelnde Auseinandersetzung mit der Lebenswirklichkeit ...Berücksichtigung individueller Erfahrungen und konkreter Lebenssituationen ...neue Erkenntnisse und Einsichten gewinnen und in praktischen Handlungszusammenhängen erproben (vgl. RL. XLI) Grundsätze der Unterrichtsgestaltung Individualisieren und Integrieren ...Berücksichtigung der individuellen Lern- und Leistungsvoraussetzungen aufgrund unterschiedlicher motorischer, sozialer und kognitiver Entwicklung (vgl. RL. S.7) Üben und Anwenden Innerhalb eines Lernprozesses spielt das Üben im Hinblick auf Bewegungssicherheit eine bedeutende Rolle und trägt dazu bei, dass erlernte Fertigkeiten auch außerunterrichtlich variabel angewendet werden können (vgl. RL., S. 8/9) | Aufwärmen und Dehnen Allgemeines aufwärmen und dehnen der beanspruchten Armmuskulatur im Stehkreis zur Vorbereitung auf das Werfen -> Übungen werden aufgrund des Platzmangels (Stationen) auf der Stelle ausgeführt Erarbeitungsphase In der Erarbeitungsphase können die Kinder die Stationen frei wählen und wechseln. Differenzierung Durch das freie Wählen der jeweiligen Station findet eine natürliche Differenzierung statt. Die Stationen sind so ausgewählt, dass sich der jeweilige Schwierigkeitsgrad unterscheidet. Die Kinder müssen ihr Können einschätzen (Selbsteinschätzung) und die für sie wichtige Übung zum Erlernen des Zielwerfens heraussuchen. Arbeitsphase Bereiche (= 5 Stationen) eingeteilt. Die übersichtliche Strukturierung wird durch Piktogramme unterstützt. Abschlussreflexion Ein Trommeln leitet die Reflexionsphase ein (akustisches Signal). Die Reflexion wird in der Organisationsform des Sitzkreises durchgeführt (Förderung der Kommunikation). So erhalten die Kinder die Möglichkeit, sich über ihre Erfahrungen im gemeinsamen Gespräch auszutauschen. | |||
| Folgendes wurde in den vorangegangenen Stunden praktiziert und soll im weiteren Verlauf intensiv geübt werden: - Die Kinder haben die Flugeigenschaften und Wurfmöglichkeiten unterschiedlicher Materialien erfahren - Die Kinder haben anhand unterschiedlicher Wurfstationen das Werfen auf statische Ziele erprobt und reflektiert - Gemeinsame Erarbeitung der Regeln | ||||||
| Neue Anforderung in dieser Stunde: - Die Kinder sollen nach ihrem individuellen Könnensstand das Werfen auf statische Ziele vertiefend üben - neue Anforderung: Die Kinder sollen ihren Treffer auf der Laufkarte notieren - Die Kinder sollen ihre Leistungsentwicklung reflektieren | Sportmotorische Anforderung der Aufgabenstellung: Neben der Verbesserung und Entwicklung der Bewegungsfertigkeit des Zielwerfens schulen die Kinder implizit ihre koordinativen Fähigkeiten, die eine Grundvoraussetzung für zielgenaues Werfen darstellen: Orientierungsfähigkeit: Der Werfer muss seine Entfernung und die genaue Richtung zum Ziel einschätzen Gleichgewichtsfähigkeit: Der Werfer muss seinen Körper im Gleichgewicht halten, um das Ziel zu treffen Differenzierungsfähigkeit: Der Werfer muss das Gewicht des Wurfobjektes und die Entfernung des Ziels beim Wurf berücksichtigen, indem er seine Muskelkraft so einsetzt und dosiert, dass er weder zu weit noch zu kurz wirft Auge-Hand-Koordination Der Werfer muss seine Wurfbewegung mit der Lage des Ziels in Einklang bringen. B) Didaktische Reduktion: - durch die freie Wahl der Stationen findet eine natürliche Differenzierung statt: Die Kinder suchen sich je nach ihrem Könnensstand die für sie wichtige Station zum Üben des Zielwerfens aus - Als Orientierungshilfe sind Piktogramme an den Wänden befestigt, um die jeweilige Station zu kennzeichnen - die LAA steht helfend und beratend zur Seite - Besprechung der Dokumentation am Anfang der Stunde (Demo: Piktogramm) | |||||
| A) Zu erwartende Lernschwierigkeiten: - die Kinder fühlen sich motorisch unter- oder überfordert - die Kinder verlieren den Überblick - die Kinder haben Probleme mit dem Dokumentieren ihres Leistungsstandes |
Fußnoten:
[1] vgl.Frey, S.132
[2] vgl.Frey, S.118
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