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Unterrichtsprojekt Teich
Datum: 22. Oktober 2008 Kommentare: 0
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Beschreibung:
Das Ergebnis dieses Projektes beinhaltet das gemeinsame Anlegen eines Teiches auf dem Schulgelände, was das sogenannte "äußere Produkt" darstellt. Dabei werden die Schüler selbst aktiv. Die Folge dessen ist das "innere Produkt". Dieses spielt ebenfalls eine große Rolle, da die Kinder ihr Selbstvertrauen stärken können, indem sie ihre eigene Meinung vertreten. Durchgeführt in einer 2. Klasse.

Unterrichtsprojekt Teich
Unterrichtsprojekt Teich
Inhaltsverzeichnis
1. Gründe und Voraussetzungen für den Projektunterricht
1.1 Gründe für den Projektunterricht
1.2 Voraussetzungen für den Projektunterricht
2. Begründung der Themenauswahl "Teich"
3. Ziele des Projekts "Teich"
4. Schritte und Merkmale des Projekts "Teichs" nach Gudjons
4.1 Erster Schritt: Problemhaltige Sachlage auswählen
4.2 Zweiter Schritt: Gemeinsam eine Problemlösung entwickeln
4.3 Dritter Schritt: Handlungsorientierte Auseinandersetzung
4.4 Vierter Schritt: Problemlösung an der Wirklichkeit überprüfen
4.5 Vollendung des Projekts
5. Auftretende Probleme bei der Durchführung des Projekts
6. Reflexion mit den Schülern und eigene Reflexion
7. Quellenangaben
1. Gründe und Voraussetzungen für den Projektunterricht
1.1 Gründe für den Projektunterricht
Es gibt viele verschiedene Gründe für den Projektunterricht. Diese kann man in unterschiedliche Bereiche unterteilen. Zum einen gibt es die sozialen Aspekte, auf denen das Hauptaugenmerk ruht. Man kann das Projekt in Gruppen bearbeiten lassen, sodass sich jeder mit einbringen kann und somit kann die Kommunikationsfähigkeit der Kinder gefördert werden. Die Schüler sollen auf diese Weise die Meinungen anderer akzeptieren und achten lernen. Außerdem trägt der Projektunterricht zur Meinungsbildung der Kinder bei und unterstützt das Ausdrucksvermögen bei aufkommenden Diskussionen. Sie erlangen die Befähigung ihre eigenen Interessen und Meinungen zu vertreten. Das Selbstbewusstsein wird dadurch gestärkt.
Weitere Gründe sind in der kognitiven Ebene zu finden. Die Klasse setzt sich bewusst mit dem Projektthema auseinander. Hierbei sind problemlösendes Denken und Selbstorganisation gefragt. Die Schüler werden zu richtigen „Experten".
Zu beachten ist außerdem der psychomotorische Bereich, wobei der Denkprozess der Kreativität produktiv umgesetzt werden muss. Es steht der Umgang mit Werkzeugen und unterschiedlichen Materialien im Vordergrund.
Zuletzt ist noch der affektive Bereich zu nennen. Darin lernen die Kinder dem Thema ernst und diszipliniert gegenüber zu stehen. Sie werden herausgefordert und müssen Durchhaltevermögen beweisen, um zum Projektziel zu gelangen. Hierbei übernehmen sie Verantwortung und müssen selbständig arbeiten können, wodurch die Möglichkeit besteht, eigene Stärken und Talente zu erkennen.
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1.2 Voraussetzungen für den Projektunterricht
Vor Beginn sollte man selbstverständlich mit den Kindern Gruppenarbeiten und kleinere Projekte durchgeführt haben. Die Schüler sollten im Stande sein im Voraus Informationen zu strukturieren, um selbstständig arbeiten zu können. Des Weiteren sollten die Kinder darin geübt sein, Lösungswege für anstehende Probleme zu finden. Freies Reden und Präsentieren von Ergebnissen ist ein wichtiger Punkt, den die Schüler für die Projektarbeit im Unterricht beherrschen müssen.
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2. Begründung der Themenauswahl „Teich"
Aufgrund der Relevanz des Bildungsplanes im Allgemeinen ist zu beachten, dass man dessen Inhalt mit in den Projektunterricht einbezieht. Auf das Thema „Teich" bezogen, das sich für die 2. Klasse eignet, findet man in dem Bildungsplan „Fächerverbund Mensch, Natur und Kultur" auf Seite 98 die Themen „Kulturphänomene und Umwelt" und „Naturphänomene und Technik". Unter diesen Themenbereichen findet man auf Seite 102 detailliertere Angaben und Ideen für die Umsetzung des Projekts „Teich". Die Schüler lernen, dass Menschen, Tiere und Pflanzen lebendig sind und man sie zu achten hat. Jeder hat seine Berechtigung, und deshalb ist es dem Menschen nicht gestattet den Lebensraum der Tiere und Pflanzen zu zerstören. Ebenfalls ist es wichtig, Techniken der Naturbeobachtung und Kriterien der Unterscheidung von Pflanzen und Tieren anwenden zu können. Sie sollen im Stande sein, ihre Kenntnisse von heimischen Lebewesen zu erweitern und festigen und daraus Wertschätzung für diese zu entwickeln. Weiterhin muss für die Pflanzen und Tiere gesorgt werden und praktisches Wissen über die Pflege, den Umgang und die Nutzung des Teiches erworben werden. Über das ganze Projekt hinweg werden aus genauen Naturbeobachtungen und sinnlichen Erfahrungen mit Tieren und Pflanzen Wahrnehmungs-, Gestaltungs- und Ausdrucksfähigkeiten erworben. Dieses Projekt beinhaltet bei Gelingen ein Beispiel für Naturschutz, zumal dieses Thema gerade aktuell ist (vgl. Vaihinger Kreiszeitung vom 26. Februar 2008, siehe nächste Seite). Klänge und Geräusche aus der Natur werden bewusster wahrgenommen. Die Natur macht die Kinder neugierig und so wird das Interesse der Kinder geweckt. Dies motiviert die Schüler zu forschen, dokumentieren und gestalten. Sie staunen über Naturphänomene und stellen Fragen. Um die gemachten Erfahrungen mit der Natur zu verarbeiten, bezieht man die Gestaltung auf sprachlicher und künstlerischer Ebene mit ein. Die Kinder sollen Veränderungen in der Natur wahrnehmen können. Dies geschieht mit der Unterstützung von Gestaltungen und darstellenden Spielen.
Eine weitere Begründung ist, dass die Kinder ein Problem gemeinsam lösen. Die Problemstellung in diesem Projekt ist folgende: „Wie kann ich als einzelner bzw. in der Gruppe zum Wohle der Gesellschaft und der Natur beitragen?" Dies geschieht durch das Erstellen eines inneren und äußeren Produktes, welches im weiteren Verlauf behandelt wird.
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3. Ziele des Projekts „Teich"
Das Ergebnis dieses Projektes beinhaltet das gemeinsame Anlegen eines Teiches auf dem Schulgelände, was das sogenannte „äußere Produkt" darstellt. Dabei werden die Schüler selbst aktiv. Die Folge dessen ist das „innere Produkt". Dieses spielt ebenfalls eine große Rolle, da die Kinder ihr Selbstvertrauen stärken können, indem sie ihre eigene Meinung vertreten. Die Schüler lernen diszipliniert zu handeln und sich auf ein gewisses Ziel zu konzentrieren. Sie wachsen an ihren Aufgaben und erkennen somit immer weiter ihre Stärken. Ebenfalls kommen sie in den Kleingruppen mit anderen Kindern in Kontakt, die sie sonst nicht richtig kennen gelernt hätten. Dies ist auch für den weiteren Verlauf des alltäglichen Unterrichts von großer Bedeutung, da der Klassenzusammenhalt gestärkt wird und andere Meinungen akzeptiert werden.
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4. Schritte und Merkmale des Projekts „Teichs" nach Gudjons
4.1 Erster Schritt: Problemhaltige Sachlage auswählen
Nach Gudjons sollte das Projektthema einen Bezug auf das wirkliche Leben und etwas Neuartiges aufweisen. Das Thema „Teich" bietet den Kindern eine Beziehung zur Realität. Aufgrund von eventuellen Spaziergängen, einem (eigenen) Gartenteich etc. sind die Schüler mit dem Thema schon einmal in Berührung gekommen. Sie nahmen ihre Umwelt aber vielleicht noch nicht bewusst wahr. Das Thema „Teich" bietet sowohl einen Bezug zum wirklichen Leben, als auch zu etwas Neuartigem.
Als Lehrer sollte man sich, wenn möglich immer an den Interessen der Schüler orientieren. Zu Anfang werden schon im Klassenzimmer Kleingruppen gebildet. Dies erfolgt durch das Zählprinzip, damit sie nicht immer mit denselben Mitschülern zusammen arbeiten.
Ein Spanziergang zu einem nahegelegenen Teich dient zur Einführung ins Projekt. Gleichzeitig können die Kinder ihrem Alltag entfliehen und ihren Lebensraum entdecken. An Ort und Stelle bespricht man mit den Schülern, wie sie sich an einen Teich zu verhalten haben. Man muss auf Tiere und Pflanzen achten, damit ihr natürlicher Lebensraum nicht zerstört wird. Ruhe ist höchstes Gebot, um die ängstlichen Tiere, die im und um den Teich ihren Lebensraum haben, nicht zu verschrecken. Die Kinder dürfen nicht zu nah ans Wasser heran gehen bzw. nur mit Erlaubnis. Eine weitere Regel ist es, keinen Müll zu hinterlassen und nichts in den Teich hinein zu werfen. Den Schülern ist es nicht gestattet, etwas ohne Erlaubnis aus dem Teich zu entnehmen und Pflanzen zu pflücken. Sie sollen geduldig warten und genau schauen, was ihnen Besonderes auffällt. Dies halten sie in Kleingruppen auf Notizblöcken fest. Bei den Regeln ist es wichtig, die Kinder selbst überlegen zu lassen, worauf man achten soll. Als Lehrer hat man sich im Voraus Symbolkarte erstellt, die dann entsprechend von den Kindern auf ein zum Spaziergang mitgenommenes Plakat aufgeklebt werden. Zurück im Klassenzimmer malen die Kinder aufgrund ihrer Notizen ein Bild vom Teich, das zeigt, was alles zu einem Teich gehört. Dieses Vorgehen dient als Erinnerungsstütze.
Nun bringt man den Kindern den Gesellschaftsbezug nahe. Hier kommt eine Geschichte im Deutschunterricht zum Einsatz, die zeigt, wie der natürliche Lebensraum der Tiere und Pflanzen vom Menschen immer mehr bedrängt, verringert, weggenommen und zerstört wird. Dies geschieht durch Umweltverschmutzung und Baumaßnahmen. In der Geschichte geht es um einen Frosch, der aufgrund der Trockenlegung seines Zuhauses, sich nun auf die Suche nach einem neuen Teich begibt. Dabei lauern viele Gefahren auf ihn, vor allem, wenn er eine viel befahrene Straße überqueren muss. Den Schülern geht das Einzelschicksal des Frosches Fridolin nahe und somit wird der Ernstcharakter des Projekts verdeutlicht. Sie erkennen, dass es sich bei dem Anlegen eines Teiches nicht nur um Vergnügen handelt, sondern auch einen gesellschaftlichen Nutzen mit sich bringt. Sie sind ergriffen und wollen nun dem Frosch gemeinsam helfen und dabei aktiv werden. Die Kinder sind nun motiviert und tauschen sich untereinander aus. Es kommt so eine Kommunikation zustande.
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4.2 Zweiter Schritt: Gemeinsam eine Problemlösung entwickeln
Nun wird ein Mind-Map mit Ideen für die Rettung des Frosches aus der Geschichte angelegt. „Wie kann man Fridolin, dem Frosch helfen, ein neues Zuhause zu finden?" Hier lassen die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf, müssen aber gleichzeitig dazu bereit sein, sich auf eine Diskussion über ihre Vorschläge einzulassen. Gemeinsam wird festgelegt, dass man einen Teich anlegt. Als Lehrer beschließt man nun, die einzelnen Kleingruppen Modellteiche anfertigen zu lassen. Das bezweckt, den Kinder zu zeigen, wie er aufgebaut ist, woran man bei einem Bau denken muss und wie er später einmal aussehen soll. Für den Bau des Modells benötigt man folgende Materialien: Apfelsinenkisten, Folie, Gräser, Erde, Sand, Kieselsteine, Hölzchen, Papier und Schere. Gemeinsam macht sich die Klasse auf die Suche nach den Materialien, die in einem gewissen Umkreis der Schule zu finden sind, den Rest stellt der Lehrer. Anschließend treffen sich die Kinder in ihren Kleingruppen wieder im Klassenzimmer und überlegen nun wie man mit den gestellten und gesammelten Materialien einen Teichmodell bauen kann. Hierbei sind die Selbstorganisation und die Kreativität der Schüler gefragt. Nachdem die verschiedenen Kleingruppen ihre Modellteiche erstellt haben, stellt jede Gruppe den anderen ihr Ergebnis vor. Dies dient zur Übung, da die Schüler zu einem späteren Zeitpunkt die gesamten Erkenntnisse, die sie über einen Teich erworben haben, den Eltern präsentieren. Ziel ist es, an einem geplanten Wochenende mit Hilfe der Eltern den Teich anzulegen.
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4.3 Dritter Schritt: Handlungsorientierte Auseinandersetzung
Nach Gudjons spielt die handlungsorientierte Auseinandersetzung eine große Rolle. Dabei ist ihm das Einbeziehen vieler Sinne wichtig. Handlungen fördern die Kommunikation unter den Kindern. Diese sogenannten Handlungen werden in diesem Projekt durch verschiedene Spiele umgesetzt. Als erstes wird ein sogenanntes „Anschleichspiel" den Kindern vorgestellt und umgesetzt. Ziel ist es, dass die Kinder leises Anschleichen und ruhiges Verhalten lernen. Es wird ein Kreis gebildet, was man auch als Klasse am Teich machen sollte. Ein Kind kommt in die Mitte, bekommt die Augen verbunden und übernimmt die Rolle eines Wassertiers. Die anderen Kinder möchten das Tier fangen, um es zu beobachten. Der Spielleiter, in diesem Fall der Lehrer, zeigt auf ein Kind, das sich leise an das Wassertier anschleichen darf. Wenn das Wassertier (Kind) den Anschleicher hört, muss es in dessen Richtung zeigen. Der Anschleicher ist entdeckt und hat das Tier verscheucht. Er ist danach das Wassertier. Dieses Spiel eignet sich sehr gut für den fächerübergreifenden Unterricht und wird in dem Fach Sport durchgeführt.
Zurück im Klassenzimmer bilden die Kinder einen Stuhlkreis. Der Lehrer hat zuvor eine Kiste mit verschiedenen Tieren, sowohl Stofftiere wie auch Plastiktiere, in die Mitte des Kreises gestellt (Hase, Libelle, Fisch, Wasserschnecke, Vogel, Bär, Frosch, Maus, Wasserspinne und Hund). Es wurde eine Decke darüber gelegt, damit die Kinder nicht sofort wissen, was darin enthalten ist. Nun bestimmt der Lehrer einen Schüler, der in die Kiste „blind" hineingreift und ein Tier herausholt. Nun soll der Schüler bestimmen, ob dies ein Bewohner des Teiches sein könnte. Wenn die Frage mit „nein" beantwortet wird, wird das Tier an die Seite gelegt, im anderen Fall wird es in den selbst gebauten Modellteich gelegt. Wenn das Kind nicht auf die richtige Lösung kommen sollte, dürfen die anderen Mitschüler helfen. Dasselbe Kind darf nun ein anderes Kind bestimmen, welches das Spiel weiter führen darf. Hierbei ist es wichtig, dass man als Lehrer darauf achtet, dass sowohl Mädchen als auch Jungen an die Reihe kommen. Dies wird solange weiter geführt, bis die Kiste leer ist. Am Ende liegt in jedem Modellteich ein Teichbewohner.
Nun sammeln sich die Kinder in ihren Kleingruppen und sprechen über das jeweilige Tier, welches sich in ihrem Teich befindet. Der Lehrer teilt ein Buch pro Gruppe zu dem passenden Tier aus. Jede Gruppe erstellt auf Grund der im Buch enthaltenden Informationen nun ein Plakat in Form einen Steckbriefes. Hier sollten folgende Kriterien enthalten sein: „Wo und wie lebt das Tier?"; „Wie sieht es aus?"; „Was frisst es?"; „Wer sind ihre Feinde?"; „Wie bewegt es sich fort?" Gerne dürfen die Kinder auch weitere Informationen hinzufügen, die sie für wichtig erachten. Diese Plakate werden später bei der Präsentation vor den Eltern vorgestellt, was natürlich vorher einige Mal geprobt wird.
Zur Auflockerung, um eine ganzheitliche Förderung zu gewährleisten, folgt ein weiteres Spiel. Hierfür müssen die Kinder zuvor Seerosenblätter aus Papier basteln. Diese Aktivität dient zur Förderung der Psychomotorik. Das Spiel ist eine abgeänderte Form von der „Reise nach Jerusalem" und nennt sich in diesem Fall „Froschspiel". Die Kinder stellen sich in einem Kreis auf, wobei der Lehrer das Spiel erklärt. Die Seerosenblätter sind auf dem Boden verteilt. Die Schüler müssen sich nun vorstellen, ein Frosch zu sein. Sie „schwimmen" zwischen den Seerosenblättern hin und her und singen dabei ein bekanntes Lied. Sobald der Lehrer ein Zeichen gibt, ist es die Aufgabe der Kinder, sich eine Seerose zu suchen. Es darf jeweils nur ein Kind auf einer Seerose stehen. Da es ein Kind mehr gibt als Seerosenblätter, hat ein Kind keinen Platz auf einer Seerose und scheidet aus. Nach jedem weiteren Durchgang wird die Anzahl der Seerosen ums Eins reduziert. Das Kind, welches am Ende übrig bleibt, ist der „König der Frösche".
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4.4 Vierter Schritt: Problemlösung an der Wirklichkeit überprüfen
Um das Anlegen des Teiches finanzieren zu können, wird ein Schreiben an die Eltern gerichtet, in dem das Vorhaben erklärt wird. Der Brief enthält die Bitte, die Kinder in ihrem näheren Bekannten- und Verwandtenkreis um Spenden für den gemeinsamen Bau eines Teiches sammeln zu lassen. Um diesen Bau überhaupt erst einmal verwirklichen zu können, wird in dem Brief ebenfalls um die Hilfe der Eltern gebeten. Es wird außerdem ein Termin zu einem Elternabend angekündigt. An diesem Abend stellt der Lehrer das Projekt und die enthaltenden Ziele vor und bittet die Eltern um die Hilfe beim Bau des Teiches. Unter Umständen befindet sich unter den Eltern jemand, der „Experte" in diesem Gebiet ist und Unterstützung leisten kann, z.B. durch Beschaffung von kostengünstigen Materialien oder durch Behördengänge. Ebenfalls wird ein Termin an einem Wochenende für den Teichbau vereinbart, sowie für die Einweihung, bei der eine Schülerpräsentation über die erlernten Kenntnisse und Fähigkeiten erfolgt.
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4.5 Vollendung des Projekts
Noch vor dem besagten Wochenende hat der Lehrer mit Hilfe der Eltern Informationen für den Bau des geplanten Teiches eingeholt; ebenso wie die Genehmigung, Finanzierung und Materialienbeschaffung. Für den Bau eines Teiches benötigt man folgende Materialien: eine Teichfolie zur Abdichtung, Sand als nährstoffarmes Füllmaterial, Kies und Steine, um das Ufer zu gestalten und heimische Wasser- und Sumpfpflanzen. Es ist beim Bau zu beachten, dass man einen ruhigen, geschützten, am Rand oder in einer Ecke liegenden Standort wählt. Der Teich darf nicht unter Bäumen angelegt werden, da die Pflanzen auf Sonne angewiesen sind. Es ist wichtig dass man den Teich im Frühling anlegt.
Die Eltern wurden mit ihren Kindern zuvor schon in kleinere Gruppen eingeteilt, damit beim Teichbau ein nicht zu großes Durcheinander herrscht. Eine Gruppe hat zum Beispiel die Aufgabe, Pflanzen und Materialien für einen Zaun zu besorgen. Eine weitere Gruppe kümmert sich um die Aushebung, eine andere Gruppe schneidet die Folie zurecht und wieder eine andere Gruppe kümmert sich um die Verpflegung der restlichen Gruppen.
Nun beginnt man mit dem Bau des Teiches. Der Umriss des Teiches wird mit Holzpflöcken und Schnüren markiert.
Beim Ausheben muss darauf geachtet werden, dass ein kleines Erdwall bleibt, sodass der Sand später nicht abrutscht.
Die Folie muss von spitzen Gegenständen entfernt und anschließend eine 5cm dicke Sandschicht zum Schutz der Folie aufgebahrt werden.
Wenn man die Folie verlegt, ist es wichtig, dass sie noch etwas übersteht, denn sie könnte sich noch senken.
Die Mulde, die durch den Erdwall entstand, wird mit Sand gefüllt.
Langsam wird nun Wasser eingefüllt. Kurz vor dem höchst möglichen Wasserstand, pflanzt man Wasserpflanzen ein.
Zum Schluss werden Kies und Steine auf den Folienrand gelegt, um ein Ufer zu gestalten.
Zur Sicherheit der Kinder wird ein kleiner Drahtzaun angelegt.
In der nächsten Unterrichtsstunde wird den Kindern vom Lehrer erklärt, dass sich die meisten Tiere, wie Libellen, Fliegen, Käfer etc. von selbst einfinden. Sie werden den Teich schnell für eine Eiablage entdecken und dort Ruhe und Schutz suchen.
Die Fische und Kleinlebewesen werden vom Lehrer besorgt und am Tag der Präsentation gemeinsam mit den Schülern in den Teich eingesetzt.
Die Kinder stellen ihre Plakate in den Kleingruppen vor. Außerdem findet an diesem Tag ein gemütliches Beisammensein mit einem von den Eltern selbst gemachten Büffet statt. Zu einem zuvor festgelegten Zeitpunkt beendet der Lehrer den Tag.
Über das ganze Projekt hinweg, wurde den Kinder nahe gelegt, sich auch in Zukunft um die Pflege und die Erhaltung des Teiches zu kümmern. Die Kinder haben jeweils zu zweit einmal die Woche „Teichdienst". Dies erfolgt in den Pausen unter Aufsicht eines Lehrers.
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5. Auftretende Probleme bei der Durchführung des Projekts
Bei jedem Projekt können verschiedene Hindernisse jeglicher Art auftreten. Die Schüler interessieren sich heutzutage nicht mehr für die Natur, sondern eher für elektronische Medien und diverse andere Dinge. Mangelndes Interesse von Seiten der Schüler lässt die Durchführung und ein Gelingen des Projektes unmöglich werden. Es verlangt von beiden Seiten sehr viel Kraft ab. Außerdem könnten die örtlichen Bedingungen dem Projekt „Teich" im Wege stehen. Platzmangel und zu wenig Natur in der Umgebung sind Faktoren, die den Teichbau beeinträchtigen könnten. Ein weiteres Problem, das auftreten könnte, sind aufkommende Unstimmigkeiten in den Kleingruppen, da die Schüler eventuell in dieser Entwicklungsphase noch nicht gelernt haben, andere Meinungen zu tolerieren. Das Verantwortungsbewusstsein ist unter Umständen noch nicht so weit entwickelt, sodass die zukünftige Pflege des Teiches außen vor bleibt. Desweiteren könnte eine fehlende Kooperation auf Seiten des Lehrerkollegiums und der Eltern dem Teichbau hinderlich sein. Das Projekt beansprucht sehr viel Zeit und nicht jeder ist dazu bereit, einen Teil seiner Freizeit dafür zu opfern. Darüber hinaus ist die Finanzierung schwierig umzusetzen, ebenso wie die Genehmigung für die Anlegung des Teiches.
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6. Reflexion mit den Schülern und eigene Reflexion
Als endgültigen Abschluss eines Projekts darf eine Reflexion mit der gesamten Klasse nicht fehlen. In diesem Fall bilden die Schüler mit dem Lehrer zusammen einen Stuhlkreis, um über die vergangenen Wochen des Projekts zu sprechen. Der Lehrer bereitet Fragen vor, z.B. Was hat euch bei dem Projekt besonders gut gefallen?, Was habt ihr aus dem Projekt mitgenommen?, Was hätte eurer Meinung nach besser laufen können?, Was hat sich an der Atmosphäre der Klasse verändert?, etc.
Zum Abschluss richtet der Lehrer noch ein paar abschließende Worte an die Schüler und lobt sie für ihr Engagement, Durchhaltevermögen und ihre gute Leistung. Unter Umständen bringt der Lehrer ein kleines Präsent wie z. B. Muffins oder für jeden eine kleine Tafel Schokolade mit.
Die eigene Reflexion ist leider noch nicht möglich, da die Durchführung des Projekts noch nicht statt fand.
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7. Quellenangaben
- Vaihinger Kreiszeitung vom 26. Februar 2008
- Bildungsstandards für den Fächerverbund Mensch, Natur und Kultur Grundschule Klassen 2,4
- Natur-Kinder-Garten. Materialheft für Kindergärten. 7. Auflage. NUA 2001
- Gudjons, Herbert: Handlungsorientiert Lehren und Lernen 5., über- arbeitete und erweitere Auflage
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