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Zahnpflege - So putze ich meine Zähne richtig!
Datum: 04. November 2008 Kommentare: 0
Zusätzliche Informationen:
Beschreibung:
In dieser Unterrichtsstunde sollen die SchülerInnen die richtige Zahnputztechnik kennen lernen und in der Praxis umsetzen können. Durchgeführt in einer 2. Klasse.

Zahnpflege - So putze ich meine Zähne richtig!
Zahnpflege - So putze ich meine Zähne richtig!
Thema der Unterrichtseinheit:
„Zähne und Zahnpflege"
Thema der Unterrichtsstunde:
„Zahnpflege - So putze ich meine Zähne richtig!"
1. Übersicht über die geplante Einheit
2. Lernbedingungen
Allgemeine Lernbedingungen
Spezielle Lernbedingungen
3. Inhaltsanalyse
Sachanalyse
Didaktische Analyse
Bezüge zum Rahmenplan
4. Lernziele
5. Unterrichtskonzeption und Methode
6. Literaturhinweise
7. Verlaufsplan
1. Übersicht über die geplante Einheit
Das Thema „Zähne und Zahnpflege" ist sehr vielschichtig, bietet daher auch umfangreiche Möglichkeiten der handelnden Auseinandersetzung mit der Thematik und ist auf Grund dessen gut für den Sachunterricht geeignet. Das regelmäßige Pflegen der Zähne und die Gesundhaltung sollte so früh wie möglich begonnen werden, denn Karies ist die häufigste Erkrankung der Mundhöhle im schulpflichtigen Alter.[1]
1. Stunde: Einführungsstunde „Zähne und Zahnpflege"
Groblernziel: Die Kinder sollen eigene „Zahnerlebnisse" erzählen und die verschiedenen Zahntypen kennen lernen.
2. Stunde: Aufbau eines Milchgebisses und eines bleibenden Gebisses
Groblernziel: Die Kinder sollen das Milchgebiss und das bleibende Gebiss kennen lernen und deren Unterschiede erfahren.
3. Stunde: Die Funktion der Zähne
Groblernziel: Die Kinder sollen die verschiedenen Funktionen der Zähne handlungsorientiert ermitteln.
4. Stunde: Der Aufbau des Zahns
Groblernziel: Die Kinder sollen eigenständig den Aufbau des Zahns anhand einer Folie erarbeiten. Sie lernen dabei die Krone und die Wurzel kennen, sowie die Begriffe Zahnschmelz, Zahnbein und Zahnmark mit Nerven.
5. Stunde: Zahnpflege - So putze ich meine Zähne richtig!
Groblernziel: Die Kinder sollen die richtige Zahnputztechnik kennen lernen und in der Praxis umsetzen (von Rot nach Weiß).
6. Stunde: Warum verwenden wir Zahnpasta
Groblernziel: Die Kinder sollen durch einen Fluoridversuch erfahren, warum Zahnpasta die Zähne vor Karies schützt.
7. Stunde: Mögliche Ursachen und der Krankheitsverlauf von Karies
Groblernziel: Die Kinder sollen von ihren eventuellen Erlebnissen mit Karies („Loch im Zahn") berichten und im Anschluss erfahren, wie und wodurch Karies entsteht.
8. Stunde: Welche Nahrung schadet unseren Zähnen
Groblernziel: Die Kinder sollen erfahren, dass die Ernährung die Zahngesundheit beeinflusst.
9. Stunde: Besuch in einer Zahnarztpraxis
Groblernziel: Bei den Kindern soll durch die Praxiserkundung die Angst vor einem Zahnarztbesuch verringert werden.
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2. Lernbedingungen
2.1. Allgemeine Lernbedingungen
Die Klasse 2b der Schule XXX setzt sich aus 25 Kindern, 12 Jungen und 13 Mädchen zusammen. Die SchülerInnen kommen aus unterschiedlichen Nationen. Besonders hervorzuheben sind folgende Kinder mit Migrationshintergrund: XXX und XXX kommen aus Serbien-Montenegro. XXX Mutter versteht vieles und spricht gut Deutsch mit leichtem Akzent. Dazu kommt, dass XXX ältere Geschwister hat, die fließend Deutsch sprechen. Bei ihrem Vater weiß man nichts über die Deutschkenntnisse, da er noch nie in der Schule war. XXX hat keine größeren Probleme mit der Sprache und kann dem Unterricht gut folgen. XXX Mutter spricht und versteht so gut Deutsch, dass man sich mit ihr verständigen kann. Auch ihr Vater war noch nie in der Schule. XXX hat keine größeren Probleme mit der deutschen Sprache. Die Eltern von XXX kommen aus der Türkei. XXX Eltern sprechen beide sehr schlecht Deutsch, somit ist er auf seine älteren Geschwister angewiesen. XXX hat große Probleme mit der Zweitsprache, das einzige was ihm gar keine Probleme bereitet, ist das Lesen von Texten (allerdings gibt es Schwierigkeiten den Sinn zu erfassen). XXX und XXX sind polnischer Abstammung. XXX Mutter hat leichte Sprachschwierigkeiten, der Vater spricht gut Deutsch mit leichtem Akzent. Bei XXX selbst merkt man es kaum, nur auf der grammatikalischen Ebene hat sie leichte Probleme. XXX Eltern sprechen beide gebrochen Deutsch. XXX hat dadurch geringe Schwierigkeiten im Fach Deutsch. XXX ist Italiener. Der Vater spricht schlecht Deutsch und auch die Mutter hat große Defizite. Dies wiederum spiegelt sich bei XXX durch einen sehr geringen Wortschatz wider.
Etwa die Hälfte der Klasse wohnt in XXX. XXX ist das einzige Kind, das in Kehrenbach wohnt. XXX, XXX, XXX und XXX kommen aus XXX, XXX, XXX, XXX und XXX wohnen in XXX und XXX, XXX, XXX, XXX und XXX kommen aus XXX. Diese Kinder fahren mit dem Bus zur Schule.
Die meisten Kinder kennen sich bereits aus dem Kindergarten, trotz der unterschiedlichen Ortschaften, denn auch damals fuhren sie schon gemeinsam mit dem Bus. Das Klima in der Klasse ist sehr positiv und jedes Kind ist in die Lerngruppe integriert. Das Arbeits- und Sozialverhalten in der Klasse ist gut und sehr angenehm. Die Kinder stehen dem Lerngegenstand in der Regel aufgeschlossen, leistungsbereit und motiviert gegenüber.
Die Tischnachbarn wechseln häufiger, je nach Aufgabenstellung und Einteilung der Lehrerin.
Zu den Leistungsträgern der Klasse gehören vor allem XXX und XXX. Sie führen durch gute Beiträge den Unterricht voran. Dennoch ist die mündliche Beteiligung insgesamt noch steigerungsfähig.
Ständige Unruhestifter sind XXX und XXX. Ihnen fällt es schwer, sich an Regeln zu halten und sich zu melden, wenn sie etwas sagen möchten.
Zu den langsamen Arbeitern gehören XXX XXX und XXX. Bei XXX und XXX liegt es aber nicht am Können, sondern am genauen und sehr ordentlichen Arbeiten. Auch XXX kann den Unterrichtsstoff meist bewältigen, ist aber sehr zerstreut.
XXX neigt sehr leicht zu Tränenausbrüchen, da sie häufig mit den gestellten Anforderungen überfordert ist. Auch XXX kämpft hin und wieder mit den Tränen, hier ist es jedoch mehr das eigene Empfinden überfordert zu sein, was meist aber nicht zutrifft.
XXX, XXX und XXX können dem Unterrichtgeschehen sehr gut folgen und arbeiten meist konzentriert und motiviert mit. Dagegen fällt es XXX und XXX sehr schwer sich längere Zeit auf den Unterrichtsstoff zu konzentrieren.
Ich habe bereits sehr viele Stunden in der 2b hospitiert und auch schon selbst unterrichtet. Die Kinder sind mir vertraut und es ist für sie normal, dass ich komplette Unterrichtsstunden übernehme. Seit diesem Schuljahr unterrichte ich sieben Stunden eigenverantwortlich in der 2b.
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2.2. Spezielle Lernbedingungen
Die Schüler/Innen der Klasse 2b nehmen am Sachunterricht mit großem Interesse teil.
Sie sind es gewohnt Unterrichtsgespräche im Sitzkreis durchzuführen. Sie können mit den bereitgestellten Materialien zur Veranschaulichung sachgerecht umgehen und ihre Erfahrungen und Erkenntnisse in eigene Worte fassen.
Die Vorerfahrungen der Kinder bezogen auf das Thema „Zähne und Zahnpflege" sind sehr unterschiedlich. In der Schule wurde dieses Thema noch nicht behandelt. Einige Kinder - dazu XXX und XXX - sind bereits gut über das Thema Zähne informiert.
Im Bereich der Zahnpflege haben neuere Forschungen ergeben, dass rotierendes bürsten nicht so einen positiven Effekt erzeugt, wie das putzen von Rot nach Weiß. Es ist zu vermuten, dass die Kinder im Elternhaus bzw. im Kindergarten dies noch anders gelernt haben. Dem muss der Unterricht Rechnung tragen.
In der Einführungsstunde berichteten einige Kinder von dem Verlust der Milchzähne und dem Nachwachsen der neuen Zähne, über Erfahrungen beim Zahnarzt und seine Tätigkeiten und sie konnten die verschiedenen Zahntypen ohne Probleme benennen.
Ich habe mit den Kindern einen Forschertisch eingerichtet. Hier findet man ein Milchgebiss, ein bleibendes Gebiss, verschiedene Zahnbürsten und Bücher. Die Bücher dürfen sich die Kinder am Wochenende ausleihen, was von ihnen rege genutzt wird.
In der heutigen Stunde werden wir zunächst die richtige Zahnputztechnik, im Stuhlkreis, erarbeiten. Hier erwarte ich keine größeren Schwierigkeiten. Nach der Erarbeitungsphase sollen die Kinder die besprochene Zahnputztechnik selbst ausprobieren. Hierzu sollten sie eine Zahnbürste, einen Zahnputzbecher und ein kleines Handtuch von zuhause mitbringen. Aufgrund einer geringen Unterstützung von zuhause, könnte es sein, dass XXX, XXX und XXX diese Utensilien nicht mitgebracht haben. Für diesen Fall halte ich Zahnbürsten, Zahnputzbecher und Handtücher bereit.
Die an der Tafel aufgehängten Bilder dienen als Visualisierung und sollen schwächere Kinder unterstützen.
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3. Inhaltsanalyse
3.1. Sachanalyse
Durch die tägliche Zahn- und Mundpflege werden Zahnerkrankungen und Erkrankungen des Zahnhalteapparates vorgebeugt. Durch das regelmäßige Zähneputzen werden Speisereste und Plaque entfernt, die sich an den Zähnen und in den Zahnzwischenräumen ablagern. Plaque setzt sich aus Speiseresten zusammen, die mit abgestoßenen Zellen der Mundschleimhaut und mit natürlich im Mund vorkommenden Bakterien verklebt sind. Durch Färbetabletten lässt sich Plaque sichtbar machen.[2]
Zur Gebisspflege gehören die Zahnpflege und die Zahnfleischpflege. Dazu verwenden wir die Zahnbürste und Zahnpasta.
Die Zahnbürste reinigt die Zähne und massiert das Zahnfleisch. Durch die Massage des Zahnfleischs wird die Durchblutung gefördert.
Eine Zahnbürste besteht aus einem Griff und einen Bürstenkopf. Am Bürstenkopf sind die Borsten zu Bündeln zusammengefasst, die in Borstenlöchern befestigt sind.
Man unterscheidet zwei Zahnbürsten: Die Zahnbürste mit abgewinkelten Stiel und die mit abgewinkelten Griff. Zahnbürsten mit abgewinkeltem Griff eignen sich besonders für Kinder, da die Feinmotorik der Hand noch nicht ausgereift ist. Außerdem darf der Bürstenkopf bei Kindern nicht zu groß sein, denn sonst wird ihre Bewegungsmöglichkeit im Mund eingeschränkt.[3]
Die Zahnpasta erfüllt, je nach Zusammensetzung verschiedene Aufgaben:
• Durch die Zahnpasta wird der Reinigungsvorgang intensiviert und der Reinigungseffekt erhöht.
• Wenn die Zahnpasta entsprechende Zusätze enthält, hat sie einen kosmetischen Effekt.
• Enthält die Zahnpasta Fluoride, trägt sie verstärkt zur Kariesprophylaxe bei.[4]
Die richtige Zahnputztechnik:
1. Die Schneidezähne stehen aufeinander und werden vertikal geputzt. Die Außenfläche der Zähne wird vom Zahnfleisch zu den Zähnen hin geputzt (von Rot nach Weiß). Dadurch wird das Zahnfleisch massiert und die Zahnzwischenräume gesäubert.
2. Der Mund ist geöffnet und durch eine vertikale Bewegung der Bürste wird die Innenfläche gereinigt. Auch hier gilt, von Rot nach Weiß.
3. Der Mund ist geöffnet und durch eine horizontale Hin- und Herbewegung der Zahnbürste wird die Kaufläche gereinigt.[5]
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3.2. Didaktische Analyse
Im Mittelpunkt der Zahngesundheitserziehung steht das Zähne putzen. „Aus Untersuchungen ist bekannt, dass nur ein relativ kleiner Teil der Menschen unserer Gesellschaft gesundheitsgerechte Gebisspflege betreibt, d.h. sich mindestens morgens und abends nach dem Essen richtig die Zähne putzen."[6]
Aus der folgenden Statistik geht hervor, wie wichtig Maßnahmen sind um die Zahnpflege zu fördern:
• fast alle Menschen unserer Gesellschaft erkranken im Laufe ihres Lebens an Karies (ca. 98%)
• 80% der Erwachsenen leiden an Zahnbetterkrankungen und bei 60 bis 70% findet man Gebissfehlbildungen
• 60% der Kleinkinder haben bereits Karies
• nur 10 bis 15% der Schulkinder haben ein gesundes Gebiss [7]
Aus diesen Fakten wird klar ersichtlich, wie wichtig das Thema „Zähne und Zahnpflege" in der Grundschule ist. Zu dem ist es ein Thema aus der Lebenswelt der Kinder. Die Kinder werden gerade in diesem Alter mit immer wieder ausfallenden Milchzähnen, mit Zahnlücken und mit dem Kommen der bleibenden Zähne konfrontiert. Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt, mit der richtigen Zahnpflege zu beginnen bzw. sie fortzusetzen und ein Bewusstsein bei den Kindern zu entwickeln. Durch das Üben der richtigen Zahnputztechnik hat man vielleicht die Chance, die Karies in den Griff zu bekommen bzw. erst gar nicht entstehen zu lassen.
Hinzu kommt, dass durch die frühzeitige Gesundheitserziehung in den späteren Jahren die Folgekosten reduziert werden können. Langfristig trägt der Unterricht so auch dazu bei, die Kostenexplosion im Gesundheitswesen etwas einzudämmen.
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3.3. Bezüge zum Rahmenplan
Das Thema „Zähne und Zahnpflege" wird im Rahmenplan dem Lernfeld „Körper - Den Körper schützen und gesund erhalten" zugeordnet[8] Außerdem fällt es unter das fächerübergreifende Aufgabengebiet „Gesundheitserziehung". Die Kinder sollen durch dieses Aufgabengebiet zu zielgerichtetem, gesundheitsorientiertem Handeln befähigt werden. Schulische Gesundheitserziehung ist zum einen Prävention, dient aber zum anderen dazu, gesundheitsfeindliche Einstellungen und Gewohnheiten zu korrigieren.[9]
Das Thema dieser Unterrichtseinheit findet man unter dem inhaltlichen Schwerpunkt „Ernährung und Körperpflege" wieder.[10]
Der Teil B (Sachunterricht) im Rahmenplan setzt allgemeine Ziele, durch die die Kinder befähigt werden sollen, neugierig und interessiert ihre Umwelt wahrzunehmen, nach den Ursachen und Wirkungen zu fragen und Zusammenhänge zu erkennen. Außerdem sollen sie eigene begründete Urteile entwickeln, Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen.[11] Diese Ziele treffen alle auf das Thema „Zähne und Zahnpflege" zu.
In der heutigen Unterrichtsstunde sollen die Kinder primär Zusammenhänge erkennen und Verantwortung dafür übernehmen, dass ihre Zähne richtig und gründlich geputzt werden.
Folgende fachliche Qualifikationen sollen die Kinder in der heutigen Stunde erlangen:
Miteinander umgehen
Während des entwickelnden Unterrichtsgespräches im Sitzkreis sollen sich die Kinder an die vereinbarten Verhaltens- und Gesprächsregeln halten.[12]
Beobachten
Die Kinder müssen auf die in den Unterrichtsgesprächen erarbeiteten Einzelheiten achten (Bewegungen, richtige Abfolge), um sie dann in der Übungsphase umsetzen zu können.[13]
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4. Lernziele
Groblernziel: Die Kinder sollen die richtige Zahnputztechnik kennen lernen und in der Praxis umsetzen (von Rot nach Weiß).
Feinlernziele:
Die Kinder sollen...
• kognitiv
- ihr Vorwissen und ihre Erfahrungen zur Zahnpflege im Gespräch einbringen
- den Erläuterungen zur richtigen Zahnputztechnik am großen Gebissmodell folgen
- ihre gewonnenen Erkenntnisse zur Zahnputztechnik mit Hilfe der Bilder wiederholen
- die im Stuhlkreis erlernte Zahnputztechnik am eigenen Gebiss umsetzen und üben
• sozial/affektiv
- sich an vereinbarte Verhaltens- und Gesprächsregeln halten
- sich gegenseitig helfen (bei Bedarf)
- durch das anschauliche Erklären der richtigen Zahnputztechnik, Freude bekommen diese Technik selbst auszuprobieren
• psychomotorisch
- den Stuhlkreis leise und schnell bilden und auflösen
- sorgsam und sachgerecht mit den Materialien umgehen
- beim Üben der Zahnputztechnik die horizontalen und vertikalen Putzbewegungen richtig ausführen
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5. Unterrichtskonzeption und Methode
Nach der Begrüßung und Vorstellung der Gäste, erläutere ich im Sinne der Zieltransparenz den Kindern kurz, was in der heutigen Stunde geplant ist. Durch die Vorabinformation und das mitgebrachte Material ist ihnen das Stundenthema bereits bekannt. Danach finden sich die Kinder im Stuhlkreis ein. Zunächst sollen sie im Sinne der Kommunikationskompetenz, und zur Förderung der Sprachkompetenz, aus ihrer eigenen Erfahrungswelt berichten, warum wir eigentlich Zähne putzen. Durch das Stellen der Sinnfrage und um den Kindern den Grund dafür zu veranschaulichen, machen wir einen Kaffeefiltertest. Ein Schüler/In isst ein Stück Brot, spült den Mund mit Wasser aus und spuckt dieses Wasser in eine weiße Kaffeefiltertüte. Durch diesen Versuch wird den Kindern visualisiert, wie viele Speisereste nach dem Essen im Mund verbleiben. Es muss deutlich werden, dass hierin der eigentliche Sinn des Zähneputzens liegt, da Speisereste die Zähne und den Zahnschmelz angreifen.
Nach dieser Erkenntnis sollen die Kinder erneut aus ihrer Erfahrungswelt berichten und der Frage nachgehen, wie, wann und wie lange sie ihre Zähne putzen. Ich werde einzelne Kinder auffordern, ihre erlernte Zahnputztechnik am Gebiss-Modell zu demonstrieren. Ich vermute, dass die Rotationstechnik vorherrschend sein wird. Darauf muss ich sensibel eingehen und den Kindern erläutern, dass auch im Bereich der Körperpflege und im medizinischen Bereich die Forschungen weiter gehen.
Mit Hilfe eines Demonstrationsgebisses und einer großen Zahnbürste werde ich den Kindern schrittweise die richtige Zahnputztechnik veranschaulichen. Diese wird durch einen eingeschobenen Kammtest unterstützt. Zwischen den Zinken eines Kamms steckt Watte, die die Speisereste symbolisiert. Ich werde ihnen nun zeigen, was passiert wenn man die Zähne rotierend putzt und was passiert wenn man die Zähne von Rot nach Weiß putzt. Der Kammtest verdeutlicht den Kindern den Sinn der Zahnputztechnik „von Rot nach Weiß". Um den Zahnputzvorgang zu visualisieren, habe ich zu den jeweiligen Schritten passende Bilder in die Mitte des Stuhlkreises gelegt, die von den Kindern nach und nach an die Tafel geheftet werden. Auf diese Bilder können die Kinder gegebenenfalls in der Übungsphase zurückgreifen. Anhand der Bilder wiederholen die Kinder die von mir gezeigte Zahnputztechnik und nennen Begründungen für die einzelnen Putztechniken (-Zahn-zwischenräume säubern - Zahnfleisch massieren - Außenfläche reinigen - Innenfläche reinigen - Kaufläche reinigen-).
Die Kinder erhalten den Arbeitsauftrag, ihre Zähne nach der demonstrierten Technik zu putzen. Sie lösen den Stuhlkreis auf und gehen zu ihren Plätzen zurück. Auf den Tischen liegen bereits die Zahnbürsten und die Zahnputzbecher, die Handtücher und die Schüsseln. Frau Fischbach und ich gehen durch die Klasse um Wasser und Zahnpasta zu verteilen, damit die Kinder schnellstmöglich beginnen können. In die Schüsseln auf den Tischen, können sie das Wasser spucken, das sie zum Mundausspülen verwenden.
In der sich anschließenden Phase sollen die Kinder darüber reflektieren und berichten, wie die erlernte Zahnputztechnik in der Praxis geklappt hat und an welchen Stellen es Schwierigkeiten gegeben hat. Nach der Reflexionsphase räumen die Kinder ihre Plätze auf und packen die verwendeten Materialien in den Schulranzen, damit Frau Fischbach mit der nächsten Unterrichtsstunde beginnen kann.
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6. Literaturhinweise
- Bartsch, Norbert/Pommerenke, Alfred/ Waldschmidt, Ingeburg (Hrsg.): Zahngesundheitserziehung für die Grundschule (1. bis 4. Klasse). Darmstadt: Verein für Zahnhygiene e.V., 9. Auflage 1992.
- Hessisches Kultusministerium (Hrsg.): Rahmenplan Grundschule. Wiesbaden: Verlag Moritz Diesterweg, 1995.
- Holtorf, Jürgen (Hrsg.): Die Zähne. Zahngesundheit und Zahnpflege. Zahnerkrankung und Zahnersatz. Hamburg: Broschüre aus der TK-Schriftenreihe zur gesundheitsbewussten Lebensführung. 9. Auflage 1990.
- Institut der Deutschen Zahnärzte (Hrsg.): Prophylaxe ein leben lang. Teil 1: Vor- und Grundschulalter. Köln: 2. Auflage 1998.
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7. Verlaufsplan
| Zeit | Phase/ Inhalt | Sozialf./ Methode | Medien | Did. Kommentar |
| 2’ | Einführungs-phase: -Begrüßung und Vorstellung der Gäste -Kurzüberblick über die bevorstehende Stunde | -frontal -L-aktivität | -gemeinsamer Beginn der Unterrichtsstunde -Transparenz | |
| 1’ | -Sch finden sich im Sitzkreis ein | -Sch-aktivität | -Schaffung einer geeigneten Gesprächs- und Erarbeitungs-atmosphäre | |
| 22’ | Erarbeitungs-phase I: -Sch berichten aus ihrer eigenen Erfahrung und gehen der Frage nach: „Warum putzen wir eigentlich Zähne?“ Mögliche Schüleräußerungen: - damit es keine Löcher gibt - riecht besser - Zähne sollen weiß sein - Speisereste entfernen -als Beweis für die Annahme „Entfernen von Speiseresten“ machen wir den Filtertest -ein Sch isst ein Stück Brot, spült den Mund aus und spuckt das Wasser in den Filter Erarbeitungs-phase II: -Sch berichten aus ihrer eigenen Erfahrung und gehen der Frage nach: „Wie, wann und wie lange putze ich eigentlich Zähne?“ -schrittweises Veranschaulichen der richtigen Zahnputztechnik am Modell durch den L (gegebenenfalls mit Unterstützung der Sch) -Kammtest zur Demonstration und zur Begründung, warum von Rot nach Weiß -parallel dazu anheften von Bildern an der Tafel durch den Sch -Sch wiederholen anhand der Bilder die eben gezeigte Zahnputztechnik und begründen den Sinnzusammenhang -Zahnzwischenräume säubern, - Zahnfleisch massieren, - Außenfläche reinigen, - Innenfläche reinigen, - Kaufläche reinigen. -L erteilt AA -Sch sichern AA ab | -Stuhlkreis -gelenktes Unterrichts-gespräch -Sch-aktivität -gelenktes Unterrichts-gespräch -Sch-aktivität -L-darbietung -Sch-aktivität -Sch-aktivität | -Brot, Becher mit Wasser, weißer Kaffeefilter -Gebiss-Modell Zahnbürste -Kamm, Watte, Zahnbürste -Bilder, Magnete -Bilder | -Sch können eigene Erfahrungen und Gedanken äußern - Förderung von Sprach- und Kommunikations-kompetenz -Visualisierung des Zahnputzgrundes - Sch beschreiben den Versuch und das Ergebnis -Sch können eigene Vermutungen und Erfahrungen äußern und gegebenenfalls am Gebiss zeigen - Schulung des Problemlösungs-verhaltens -Anleitung zur richtigen Zahnputztechnik in Verbindung mit der Sinnfrage der jeweiligen Technik -Visualisierung der Putztechnik mit Erläuterungen -Sicherung der Putztechnik -Transparenz |
| 12’ | Übungsphase: -Sch üben die zuvor erarbeitete richtige Zahnputztechnik | -Einzelarbeit -Sch-aktivität | -Zahnbürste, Zahnpasta, Becher, Handtuch, Wasser, Schüssel | -selbstständiges, praktisches Arbeiten der Schüler |
| 3` | Reflexionsphase: -Sch berichten darüber, wie die erlernte Zahnputztechnik geklappt hat, bzw. wo Probleme auftauchten | -gelenktes Unterrichts-gespräch | -Verbalisierung der gewonnenen Erkenntnisse | |
| 5` | -Sch räumen auf | -Sch-aktivität |
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Abkürzungen:
AA - Arbeitsauftrag
L - Lehrer
Sch - Schüler
Fußnoten:
[1] Vgl. Institut der deutschen Zahnärzte (Hrsg.): Prophylaxe ein Leben lang. Teil 1. S. 9.
[2] Vgl. Zahngesundheitserziehung für die Grundschule. S. 11.
[3] Vgl. Ebd. S. 12.
[4] Vgl. Ebd. S. 13.
[5] Vgl. Ebd. S. 13 - 14.
[6] Ebd. S. 25.
[7] Vgl. Ebd. S. 5.
[8] Vgl. Hessisches Kultusministerium (Hrsg.): Rahmenplan Grundschule. S. 140.
[9] Vgl. Ebd. S. 266.
[10] Vgl. Ebd. S. 267.
[11] Vgl. Ebd. S. 122.
[12] Vgl. Ebd. S. 125.
[13] Vgl. Ebd. S. 126.
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