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Herstellung einer Tangram - Lernkartei

Herstellung einer Tangram - Lernkartei
Unterrichtsentwurf Arbeitsmaterial enthalten
Datum: 30. November 2008 Autor: Nadja Hölper Kommentare: 0

Zusätzliche Informationen:

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Beschreibung:

In dieser Unterrichtsstunde sollen die SchülerInnen die Begriffe "Viereck", "Dreieck", "Parallelogramm" und "Quadrat" kennen lernen (wiederholen) und lernen diese Begriffe richtig zu verwenden. Sie sollen versuchen die aufgestellten Spielregeln zu berücksichtigen. Mit Arbeitsmaterial im Anhang. Durchgeführt in einer 2. Klasse.


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Herstellung einer Tangram - Lernkartei


Herstellung einer Tangram - Lernkartei

Thema der Unterrichtsreihe:

Ebene Figuren (Dreieck, Parallelogram, Quadrat) kennenlernen, nachlegen und mit ihnen kreative Muster legen.

Thema der Lerneinheit:

Wir erstellen unsere eigene Tangram - Lernkartei

Stellung der Lerneinheit im Rahmen der Unterrichtsreihe

Einheit:Thema:
1.Kennenlernen und Wiederholen der ebenen Formen mithilfe des Kimspiel. Herstellen eines chinesischen Tangram-Spiels
2.Aufstellen der Tangram-Spielregeln und erste Legeversuche
3.Kennenlernen der Stationenarbeit zum Thema „Tangram“
4.Herstellung einer Tangram – Lernkartei
5.Arbeiten mit der Tangram-Lernkartei
6.Vorstellung der Tangram - Lernkartei in der Parallelklasse

Stationen

1. Figuren mit Umrisslinien und Hilfslinien in Originalgröße nachlegen
2. Figuren in Originalgröße mit einigen Hilfslinien
3. Figuren in Originalgröße
4. Verkleinerte Figuren mit Untergliederung
5. Verkleinerte schwarze Figuren ohne Hilfslinien

Ziel der Unterrichtsreihe:

Die Schüler sollen die Begriffe „Viereck", „Dreieck", „Parallelogramm" und „Quadrat" kennen lernen (wiederholen) und lernen diese Begriffe richtig zu verwenden. Sie sollen versuchen die aufgestellten Spielregeln zu berücksichtigen.
Durch das konkrete Arbeiten mit dem Tangram - Spiel soll bei den Kindern das vor-ausschauende Denken geschult werden. Legestrategien und räumliches Vorstel-lungsvermögen soll trainiert werden. Sie sollen die Größenverhältnisse der Figuren wahrnehmen und beachten.
Die Kinder sollen ihre Kreativität schulen, indem sie selbstständig Umrissfiguren erstellen und diese auf einem Papier aufmalen. Die Kinder sollen lernen ihre selbst erstellte Lernkartei vorstellen und erklären zu können. Sie sollen versuchen ihre Aussage zu begründen. Hilfe von anderen Mitschülern sollen sie versuchen anzu-nehmen. Erkenntnisse aus dem Tangram-Spiel sollen sie der Parallelklasse vorstellen und zusammen die erstellte Lernkartei ausprobieren. Die Kinder sollen mit ihren erstellten Tangram-Spielen ordentlich und sorgfältig umgehen.

Ziel der Lerneinheit:

Die Kinder sollen ihre Kreativität schulen, indem sie selbstständig Umrissfiguren erstellen und diese auf einem Papier aufmalen. Die Kinder sollen lernen ihre selbst erstellte Lernkartei vorzustellen und erklären zu können. Sie sollen versuchen ihre Aussage zu begründen. Hilfe von anderen Mitschülern sollen sie versuchen anzunehmen ohne das es direkt zu Streitereien kommt.

Lehrplanbezug:[1]

AufgabenschwerpunktUnterrichtsgegenstände in den Klassen 1 und 2
Ebene Figuren• Grundformen (Rechteck, Quadrat, Dreieck, Kreis) in der Umwelt entdecken, benennen, herstellen (legen, bauen), untersuchen, beschreiben, vergleichen
• Ebene Figuren und einfache Muster legen, zerlegen zusammensetzen, fortsetzen, beschreiben
Zeichnen• Strecken, Figuren und Muster zeichnen, dabei auch Hilfsmittel nutzen (Lineal, Schablone, Gitterpapier), Strecken messen

Sachlogische Aspekte

Tangram-Spiel

Das Tangram-Spiel stamm aus China. Es handelt sich um ein altes chinesisches Legespiel. In China hat es auch die Bezeichnung „Weisheitsbrett". Der westliche Name des Geduldspiels scheint ein Kunstwort zu sein, das möglicherweise Anklang an die chinesische Tang-Dynastie hat. Das Spiel hat sich in Europa und Amerika verbreitet und ist zeitweise zu einem regelrechten Kult geworden. Bereits im Jahre 1818 erschienen die ersten Anleitungen. Unter dem Namen "Chinesisches Puzzle" wurden zwar zunächst Kopien der fernöstlichen Originalausgaben verwandt, doch bald entstanden auch bei uns neue Formen. Das Spiel besteht aus sieben Plättchen in einfachen geometrischen Formen. Die Plättchen entstehen durch das "Zerschneiden" eines Quadrates in zwei große Dreiecke, ein mittelgroßes Dreieck, zwei kleine Dreiecke, ein Quadrat und ein Parallelogramm.
Das Tangram besitzt sehr einfache Regeln. Alle Bildvorlagen werden immer aus allen sieben Formen gebildet. Keine Form darf übrig bleiben. Die Formen werden niemals übereinander, sondern immer nur aneinandergelegt. Die Bildvorlage muss exakt wiedergegeben werden.[2]

Geometrische Formen / Begriffe:

• Quadrat heißt ein besonderes Rechteck mit vier gleich langen Seiten.[3]
• Parallelogramm ist ein Viereck, bei dem je zwei Seiten parallel und gleich lang sind.[4]
• Dreiecke sind ebene Figuren, die durch Verbinden dreier Punkte entstehen, die nicht auf einer Geraden liegen. Die Punkte heißen Ecken bzw. Eckpunkte.
• Kante bezeichnet die Umrandung einer Fläche.[5]
• Ecke bezeichnet man einen besonders ausgezeichneten Punkt der Grenzlinie oder Fläche eines Gebietes.[6]

Lernvoraussetzung der Kinder

Inhaltlicher Kern

In der heutigen Lerneinheit liegt der Schwerpunkt auf dem kreativen Legen von Tangram-Figuren und dem Festhalten der Ideen auf Karteiblättern. Bei dem Legen der Tangram-Figuren sollen die Tangram-Regeln angewendet werden.
Zu diesem Zweck steht den Kindern das Regel-Plakat sowie ihre Spielanleitung zur Verfügung.
Hier die Tangram-Regeln:
• Jede Figur muss mit allen sieben Formen gelegt werden.
• Beim Tangram gilt die Bedingung: Kante an Kante, Ecke an Ecke oder Ecke an Kante.
• Das Aufstellen oder Übereinanderlegen der Formen ist nicht erlaubt.

Um die Tangram-Figuren aufzeichnen zu können, bekommen die Kinder Karteiblätter.
Aufgrund der freien Vorgabe Muster oder Bilder zu finden und diese auf die Kartei-karten zu zeichnen, könnten die Kinder evtl. Probleme mit dem kreativ Arbeiten -Figuren zu finden - oder mit dem Zeichnen haben. Sollten diese Probleme auftreten, können die Kinder sich Tippkarten mit Begriffen oder Bildern sowie differenzierte mündliche Hilfe der LAA holen. Durchaus kann es aber auch vor-kommen, dass die Kinder die bereits kennengelernten Figuren nachlegen und diese aufzeichnen. Hierbei würde das Wiederholen und das nochmalige Üben der Figur im Vordergrund stehen. Kinder die sich der Aufgabe entziehen, und nichts arbeiten werden mit entsprechenden Tangram-Figuren versucht anzuregen, und können gegebenenfalls diese auf dem Blatt nachlegen.
Kinder die nach mehreren Figuren keine Idee mehr finden, können Tippkarten mit schwierigeren Tangram-Figuren zur Inspiration bekommen. Des Weiteren steht die LAA zur Verfügung um Fragen und Anregungen in differenzierter Weise zu geben. In der abschließenden Präsentationsrunde, könnte es zu dem Problem kommen, dass ein Kind alle gezeichneten Figuren vorstellen möchte. Hier gibt es den Hinweis, dass jedes Kind nur seine am besten gelungenste Figur vorstellen darf.
Durch die Tangram-Figuren wir bei Kindern aber auch bei Erwachsenen eine enorme visuelle Wahrnehmungsgabe vorausgesetzt. Dies könnte vor allem bei den Kindern mit Wahrnehmungsproblemen zu Schwierigkeiten führen.

Zielsetzung

Erzieherische Ziele:

Die Kinder sollen durch das Vorstellen ihrer Tangram-Figur Sicherheit im Auftreten und Vortragen vor den anderen Mitschülern erlernen. Die Kritikfähigkeit bei den Kindern soll ausgebaut (erlernt) werden (Selbstkompetenz). Die Kinder sollen durch das Erfinden von Figuren kreativ arbeiten und die Figuren auf die Lernkartei ver-suchen aufzuzeichnen (Sachkompetenz / kognitiv). Die Kommunikationsfähigkeit sollen die Kinder im gemeinsamen Arbeiten an den Figuren und in der abschließenden Vorstellungsrunde erweitern (Sozialkompetenz).

Fach- und inhaltsspezifische Kompetenzen:

Die Kinder sollen durch vielfältige Auseinandersetzungen mit dem Tangram-Spiel räumliche Erfahrungen sammeln und dadurch zu einem anschaulichem Erwerb geometrischer Grunderfahrungen und Grundbegriffe kommen. Durch das konkrete Tun sollen die Kinder spezifische Denkweisen entwickeln, sowie grundlegende kognitive Kompetenzen wie visuelle Wahrnehmungsfähigkeit, räumliches Vorstellungsvermögen und Denken gefördert werden.
Das Tangram - Spiel soll bei den Kindern Interesse und Neugier wecken. Die Kinder sollen durch das Erstellen ihrer eigenen Klassen-Lernkartei motiviert und zu einem ausdauernden Arbeiten geführt werden. Durch das Aufzeichnen oder Abmalen der Figuren sollen die Kinder erste Erfahrungen mit dem Darstellen von Figuren auf Papier machen. Die Kinder sollen die bereits kennengelernten Regeln in der kreativen Phase versuchen umzusetzen. In der am Schluss geplanten Reflexion sollen die Kinder ihre Figuren vorstellen können. Während ein Kind vor-stellt, sollen die anderen aktiv zuhören und versuchen die Vorgehensweise nachzuvollziehen (kooperieren). Das Kind, was seine Figur vorstellt, soll die Kritik oder Verbesserungsvorschläge der anderen Kinder versuchen aufzunehmen.

Zieldimensionen:

Kognitiv:
• Sich an Figuren erinnern, zu finden oder Figuren nachzulegen
• Sich an Spielregeln zu erinnern und diese anzuwenden
• Tangram-Bilder erkennen (visuelle Wahrnehmung)
• Lösungswege suchen, verändern oder verwerfen

Affektiv:
• Figuren vorzustellen und zu erklären
• Motivation und Bereitschaft Figuren zu erfinden

Pragmatisch:
• Figuren aus den Tangram-Teilen selber zu erstellen
• Figuren aufzuzeichnen

Emotionale:
• Motivation entwickeln eigene Bilder zu erstellen

Grundlegende methodische Vorgehensweise

Die Lerneinheit ist nach dem Prinzip des entdeckenden Lernens aufgebaut.
Zu Beginn besinnen sich die Kinder auf das bereits Gelernte. Danach gelangen die Kinder auf unterschiedlichen Wegen zur Problemlösung. Am Ende stellen die Kinder ihre erarbeiteten Ideen und Bilder vor.

Differenzierung und Individualisierung

Durch das frei erstellen von Tangram-Figuren, können die Kinder den Schwierig-keitsgrad der Figur unbewusst Selbstbestimmen. Sie können eigene Erfahrungen im Umgang mit den Tangram-Formen machen und individuell nach ihren Interessen Figuren legen (Innere Differenzierung/fakultative Differenzierung/Individualisierung). Durch Tippkarten können die Kinder Hilfen erhalten. Die schwächeren Kinder erhalten einfachere Tippkarten die Stärkeren erhalten anspruchsvollere Tippkarten. Die Tippkarten unterscheiden sich wie folgt:
- Wörter
- Figuren in original Größe,
- verkleinerte Figuren mit Hilfslinien
- verkleinerte Figuren ohne Hilfslinien
Die Tippkarten mit den Stichwörter sollen den Kindern nur neue Ideen geben. Durch die Tippkarten mit den verkleinerten Figuren, bedarf es bei den Kindern einer ausgeprägten konkret-operationalen Fähigkeit und zumindest im Ansatz einer entsprechenden Invarianzvorstellung. Damit können vor allem die starken Kinder gefördert werden. Die schwächeren Kinder können an den Umrissfiguren in Originalgröße gefördert werden die sich jeweils auch auf Tippkarten befinden. (Qualitative Differenzierung)

Die methodische Differenzierung besteht darin, dass die Kinder sich gegenseitig helfen und anregen können. Außerdem gibt die LAA differenzierte, mündliche Hilfen (Differenzierung durch Lehrerhilfe). Die soziale Differenzierung ist durch den Wechsel zwischen Kreisgespräch, Einzelarbeit - Mithilfe von Mitschülern - und der abschließenden Präsentationsrunde gesichert.

Literatur:

• Ministerium für Schule, Jugend und Kinder des Landes Nordrhein-Westfalen: Richtlinien und Lehrpläne zur Erprobung, Ritterbach Verlag, Frechen, 1. Auflage 2003
• Meersmann, Willy (Hrsg.): Mathematiklexikon; Kompaktwissen für Schüler und junge Erwachsene Cornelsen Scriptor; Frankfurt am Main 1994
• Radatz/Schipper: Handbuch für den Mathematikunterricht an Grundschulen; 2 Schuljahr; Schroedel Verlag; Hannover 1998
• Elffers, Jost: Tangram; Verlag M. DuMont Schauberg, Köln 1973
• Gawert, Marietta; Tangram - nur eine Spielerei?; In Praxis Grundschule Heft 3 / Mai 2000 S. 28-32
• Bendin, Daniela; Das Tangram Spiel; In Praxis Grundschule Heft 5 / Septem-ber 2001; S. 52-58
• Schmidt-Spiele: Das original Tangram
• http://de.wik ipedia.org/wiki/Kante_%28Geometrie%29 (13.Feb.08)
• http://de.wik ipedia.org/wiki/Ecke (13.Feb.08)

 

PhaseInhaltUnterrichtsgeschehenArbeits-, SozialformenMedien
Einstieg
(ca. 5 Min.)
• Rückblick auf die Tangram-Regeln
• Arbeitsauftrag vorstellen und evtl. Fragen klären
Kinder (KI): kommen in den Kreis (evtl. dauert es etwas länger bis es ruhig ist)
LAA: Fragt nach den Regeln des Tangram-Spiels und hat ein Spiel zur Veranschaulichung und das Plakat mit abgedeckten Regeln an der Tafel.
KI: Überlegen und gehen auf die Frage ein.
Sie versuchen mündlich oder mithilfe des Tangrams die Spielregeln zu erklären.
LAA: nimmt die Abdeckungen von dem Plakat, wenn die Erklärung genannt ist.
LAA: Erklärt den Arbeitsauftrag und zeigt ein Beispiel. Sie erklärt den Kindern die Tippkarten.
KI: Stellen gegebenenfalls Fragen
Kreisgespräch• Tangram
• Plakat mit Regeln
• Plakat Arbeitsauftrag
• Tippkarten
Erarbeitungsphase
(ca.25min)
• Kinder erfinden Figuren und zeichnen diese auf die Lernkartei-KartenKI: holen ihr Tangram (gegebenenfalls haben Kinder das Tangram zu Hause vergessen. LAA gibt Sonderauftrag an die Kinder die ihres vergessen haben)
LAA: schaut sich die ersten Versuche an und gibt Tipps.
Evtl. Kann es zu Unstimmigkeiten kommen, wenn der Nachbar die gleiche Figur nachlegt.
KI: Können evtl. ohne Ideen sein
LAA: Anregung oder Tippkarten
EinzelarbeitTangram
Lernkartei-Blätter
Reflexions-/ Präsentationsphase
(Ca. 15min)
• Ergebnisse werden von den Kindern vorgestelltKI: Stellen die Ergebnisse vor. Jedes Kind darf nur eine besonders gut gelungene Figur vorstellen.
LAA: Hört aktiv zu.
Lernkartei-Blätter

Fußnoten:

[1] Vgl.: Ministerium für Schule, Jugend und Kinder des Landes Nordrhein-Westfalen: Richtlinien und Lehrpläne zur Erprobung, Ritterbach Verlag, Frechen, 1Auflage 2003, S. 79-81
[2] Vgl. Schmidt-Spiele Tangram
[3] vgl. Meersmann, Willy (Hrsg.); Mathematiklexikon;Kompaktwissen für Schüler und junge Erwachsene Cornelsen Scriptor; Frankfurt am Main 1994 S. 215
[4] vgl. Meersmann, Willy (Hrsg.); Mathematiklexikon;Kompaktwissen für Schüler und junge Erwachsene Cornelsen Scriptor; Frankfurt am Main 1994 S.189
[5] http://de.wi kipedia.org/wiki/Kante_%28Geometrie%29 (13.Feb.08)
[6] http://de.wi kipedia.org/wiki/Ecke (13.Feb.08)

 



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