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Braucht eine Kerze Luft zum Brennen?

Braucht eine Kerze Luft zum Brennen?
Unterrichtsentwurf Arbeitsmaterial enthalten
Datum: 15. Dezember 2008 Autor: stefanie.84 Kommentare: 0

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Beschreibung:

In dieser Unterrichtsstunde sollen die SchülerInnen durch das selbstständige Durchführen von Becherglasversuchen ihre Vermutung bestätigen, dass Feuer Luft zum Brennen benötigt. Durchgeführt in einer 2. Klasse.


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Braucht eine Kerze Luft zum Brennen?


"Braucht eine Kerze Luft zum Brennen?"

1. Thema der Unterrichtseinheit

„Feuer - Freund oder Feind?" Eine handlungsorientierte Unterrichtseinheit zum sicheren Umgang mit Feuer, zum Brandschutz und zum richtigen Verhalten im Brandfall.

2. Ziele der Unterrichtseinheit

Die Schülerinnen und Schüler sollen sich im handlungsorientierten Unterricht mit den Eigenschaften des Feuers auseinandersetzen und in selbstüberlegten und geplanten Versuchen ihre Vermutungen überprüfen. Dies soll sie in ihrem sicheren Umgang mit Feuer im Alltag bestärken und ihnen helfen, gefährliche Situationen zu vermeiden und richtig in diesen zu handeln. Durch das anschließende selbständige Herstellen von Feuerlöschgeräten können sie ihre gewonnenen Erfahrungen auf die Brandbekämpfung übertragen. Das Berufsfeld der Feuerwehr vertieft ihr Wissen diesbezüglich und lässt sie Erfahrungen in einem außerschulischen Lernort sammeln.

3. Überblick über die Unterrichtseinheit

1. Sequenz: „Ein Cluster zum Feuer." - Die SuS berichten von ihren Vorerfahrungen und entwickeln Fragestellungen an das Thema.
2. Sequenz: „Regeln im Umgang mit Feuer." - Die SuS stellen einen Verhaltens- und Regelkatalog im Umgang mit Feuer zusammen.
3. Sequenz: „Das richtige Anzünden einer Kerze." - Die SuS üben das Anmachen und Löschen einen Streichholzes. Am Ende der Sequenz zünden sie eine Kerze selbstständig an und pusten diese aus.
4. Sequenz: Die SuS planen den Versuch „Braucht eine Kerze Luft zum Brennen?"
5. Sequenz: „Braucht eine Kerze Luft zum Brennen?" - Die SuS führen Becherglasversuche durch, vergleichen die Ergebnisse mit ihren zuvor aufgestellten Vermutungen und deuten ihre Ergebnisse. Anschließend übertragen die SuS ihre Ergebnisse und Erkenntnisse auf das Alltagsleben.

6. Sequenz: „Das Feuerdreieck und was noch alles brennen kann." - Die SuS führen weitere Versuche durch, um brennbare Materialien zu bestimmen, und erarbeiten anschließend die Bestandteile eines Feuers. (Feuerdreieck)
7. Sequenz: „Brandbekämpfung" - Die SuS bauen Feuerlöscher nach eigenen Überlegungen.
8. Sequenz: „Feuer! Feuer! Was mache ich, wenn es brennt?" - Die SuS erarbeiten gemeinsam Regeln und Verhaltensweisen bei einem Brand und erkunden die Brandschutzvorschriften der eigenen Schule.
9. Sequenz: „Die Feuerwehr, dein Freund und Helfer." - Die SuS üben das Absetzen eines Notrufes und beschäftigen uns mit den weiteren Einsatzbereichen der Feuerwehr
10. Sequenz: „Ein Besuch bei der Feuerwehr von Harsewinkel." - Die SuS vertiefen unser Wissen mit einem Besuch bei einem außerschulischen Lernort.

4. Thema der Unterrichtsstunde

„Braucht eine Kerze Luft zum Brennen?" Durch das selbstständige Durchführen von Becherglasversuchen sollen die Schülerinnen und Schüler ihre Vermutung bestätigen, dass Feuer Luft zum Brennen benötigt.

5. Ziel der Stunde

Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre anfangs aufgestellten Vermutungen hinsichtlich des Feuers in einem handlungsorientierten Sachunterricht überprüfen, indem sie in Partnerarbeit ihre selbstgeplanten Becherglasversuche durchführen und durch genaue Beobachtungen zu der Erkenntnis gelangen, dass Feuer Luft bzw. Sauerstoff zum Brennen benötigt. Durch gegebenenfalls unterschiedlich große Gläser sollen die Schülerinnen und Schüler auch zu der Erkenntnis gelangen, dass die Brenndauer eines Feuers von der Größe der Glaser bzw. vom Volumen des Sauerstoffes abhängig ist. Ihre neu gewonnenen Erkenntnisse sollen die Schülerinnen und Schüler anschließend auf das Alltagleben übertragen.

6. Didaktischer Schwerpunkt

Das Themenfeld Feuer ist für die Kinder von großer Bedeutung. Sie kommen, vor allem in der Advents- und Weihnachtszeit, viel mit diesem Themenfeld in Berührung. Sei es durch Kerzen, Feuerzeuge und Streichhölzer, aber auch in den anderen Jahreszeiten durch Lagerfeuer oder das Grillen im Sommer.
Aus dem Wunsch der Kinder heraus, etwas über das Feuer zu erfahren und mit ihm zu experimentieren, ist diese Einheit entstanden. Eltern gehen mit dem Thema Feuer oft sehr ängstlich um und erlauben ihren Kindern damit keinen Umgang, aus der Angst, dass etwas passieren könnte. Um den Schülerinnen und Schülern jedoch den richtigen Umgang mit Feuer nahe zu bringen, müssen sie dessen Gefahren kennen um sie zu vermeiden oder im Notfall richtig handeln zu können. Die Bestandteile eines Feuers zu kennen ist dabei sehr hilfreich. Wichtige Bestandteile des Feuers sind hierbei der Brennstoff, Sauerstoff, das richtige Mengenverhältnis zwischen Brennstoff und Sauerstoff, sowie die Initialzündung, um die Zündungstemperatur zu erreichen. (vgl. Wikipedia, 22.11.2008, 15:10Uhr)
Im Lehrplan Sachunterricht findet sich Feuer als Schwerpunkt unter dem Bereich ‚Natur und Leben‘ wieder. Die Schülerinnen und Schüler entdecken durch selbst geplante Experimente die Eigenschaften des Feuers und leiten daran die für sie wichtigen Bedeutungen im Umgang mit diesem ab. (vgl. Lehrplan NRW, S.11 ff.)
Auch im GDSU Perspektivrahmen finden sich diese Elemente wieder. Die Schülerinnen und Schüler lernen durch das Untersuchen der Eigenschaften und Bestandteile eines Feuers beobachten, benennen und beschreiben von Zuständen und Vorgängen.
Ebenfalls lernen sie Naturphänomene zu deuten, Fragehaltungen aufzubauen, Probleme zu identifizieren, Verfahren der Problemlösung anzuwenden, Regelhaftigkeiten zu verstehen, sowie einen verantwortlichen Umgang mit der Natur zu erfassen. (vgl. GDSU Perspektivrahmen)
So bietet sich das Thema sehr gut an, um den Schülerinnen und Schülern im Hinblick auf die Brandschutzverordnung einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Feuer aufzuzeigen.
Die Klasse 2b besteht aus 19 Kindern, 11 Mädchen und 8 Jungen. Die Lernvoraussetzungen innerhalb der Klasse sind sehr unterschiedlich. Neben sehr leistungsstarken Kindern finden sich sehr leistungsschwache Schüler wieder. Um diese Leistungsschere zu verkleinern, arbeiten die Schülerinnen und Schüler in Partnerarbeit zusammen, so dass leistungsschwächere Kinder auch die Möglichkeit haben, das Experiment durchzuführen und dies in ihrem eigenen Lerntempo machen zu können, ohne dass die Klasse auf sie warten muss. Auch können sich die Kinder gegenseitig Anregungen und Hilfestellungen geben, wenn etwas noch nicht so gut funktioniert. So lernen sie aufeinander einzugehen und sich behilflich zu sein, was die Sozialkompetenzen stärkt.
Eine innere Differenzierung der Aufgaben findet ebenfalls statt. Leistungsstarke Schüler oder Schülerinnen können durch weiterführende Versuche mit unterschiedlich großen Bechergläsern den Versuch erweitern. Hierbei ist es wichtig, dass den Schülerinnen und Schülern bewusst ist, dass nicht jede Gruppe alles machen muss.
Die Schülerinnen und Schüler kennen die Partnerarbeit aus anderen Situationen und arrangieren sich innerhalb ihres Teams recht gut. Das wissenschaftliche Reflektieren über die beobachteten Sachverhalte fällt einigen Schülerinnen und Schülern noch sehr schwer. Oft bleiben sie bei der Stufe der Beobachtungen stehen und überlassen die weiterführenden Überlegungen zwei bis drei sehr leistungsstarken Klassenkameraden.
Durch den handlungsorientierten Unterricht ist es sehr gut möglich, auf Schülerfragen, Beobachtungen und Vermutungen einzugehen. Einzelne Schüler weisen ein sehr großes Wissen im Bereich des Feuers auf, wohingegen sich die Kenntnisse des Großteils der Klasse auf einige wenige Erfahrungen und Beobachtungen beschränken. Das Interesse der Schülerinnen und Schüler an dem Thema ist jedoch sehr groß und es wurden auch durch leistungsschwächere Schüler interessante Fragen zum Thema Feuer gestellt. Ebenfalls haben die Schülerinnen und Schüler gemeinsam ein Regelplakat zum Umgang beim Experimentieren mit Feuer erstellt, an dessen Regeln sie sich zu halten haben.

7. Verlaufsplan

Thema der Stunde: „Braucht eine Kerze Luft zum Brennen?" - Wir führen die Becherglasversuche durch und übertragen unsere Ergebnisse und Erkenntnisse auf das Alltagsleben.

LernphaseUnterrichtsgeschehenSozialform / MaterialPhasenziel
Einstieg- Begrüßung und Anknüpfen an die letzte Stunde
- „Was haben wir heute vor?“
- SuS klären den Ablauf der heutigen Stunde
- LAA ergänzt ggf. einige Teilschritte
- „Worauf ist besonders zu achten?“
- SuS wiederholen die Regeln im Umgang mit dem Feuer
Schülervortrag- Die SuS stellen sich auf den Unterrichtsverlauf ein.
- Die SuS aktualisieren ihr Wissen und knüpfen an die vorherigen Stunden an.
Arbeitsphase- SuS führen in PA den Versuch durch
- LAA signalisiert mit dem ersten Klingeln der Triangel, dass noch 5 min Zeit sind
- LAA signalisiert mit dem zweiten Klingeln der Triangel das Ende des Versuches
- SuS löschen das Feuer.
- LAA holt die SuS tischweise in den Sitzkreis
Partner- und Einzelarbeit/ Kerze, Streichhölzer, Wassereimer, Wasser, feuerfeste Unterlage, kleiner Teller, nasses Tuch, Regelplakat, Ablauf der Versuche auf Plakat, Vermutungen auf Plakat, Arbeitsauftrag an der Tafel- Die SuS sollen ihre praktische Handlungsfähigkeit und ihre Methodenkompetenz erweitern, indem sie die Versuche zum Feuer umsetzen.
- Die SuS sollen ihre Problemlösefähigkeit im Hinblick auf Versuche ausbauen.
- Die SuS sollen ihre Sozialkompetenz erweitern, indem sie ihre Kooperationsbereitschaft und Kommunikationsfähigkeit weiter ausbilden.
Reflexion- „Was hast du beobachtet? Denke auch an die Vermutungen?“
- SuS teilen ihre Beobachtungen dem Plenum mit
- „Wieso ist das so? Denke auch hier an deine Vorüberlegungen.“
- SuS überlegen gemeinsam, wie ihre Beobachtungen zu erklären sind
- „Nun wissen wir, dass Feuer Luft zum Brennen braucht. Wo kann uns unser Wissen jetzt helfen?“
- SuS reflektieren, wie sie ihr Wissen in Alltagssituationen anwenden können
- evtl. Denkanstoß zu Verhaltensregeln beim Feueralarm/ Feuerlöscher
Stuhlkreis/ Kerze, Streichhölzer, Wassereimer, Wasser, feuerfeste Unterlage, kleiner Teller, nasses Tuch, Vermutungen auf Plakat- Die SuS sollen ihre Versuchsergebnisse präsentieren und diese mit ihren vorher aufgestellten Vermutungen vergleichen.
- Die SuS sollen erfahren, dass Feuer Luft, bzw. Sauerstoff zum Brennen benötigt.
- Die SuS sollen ggf. feststellen, dass es eine Abhängigkeit zwischen Brenndauer und Luftvolumen gibt.
- Die SuS sollen ihre gewonnenen Erkenntnisse auf das Alltagsleben übertragen.

 

8. Literatur

- Ministerium für Schule, Jugend und Kinder des Landes NRW(Hrsg.): Richtlinien und Lehrpläne zur Erprobung für die Grundschule in NRW. Sachunterricht. Ritterbach Verlag, Frechen 2003.
- Gesellschaft für Didaktik des Sachunterrichts (GDSU): Perspektivrahmen Sachunterricht. Rieden: Julius Klinkhardt 2002.
- Rodemann, K./ Schneider, M.: Die Feuer Werkstatt. Mühlheim an der Ruhr, Verlag an der Ruhr.
- Wikipedia, Stichwort: Feuer
- Das Feuerideenmobil
- Bücherkiste zum Thema Feuer, Stadtbibliothek



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