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Unser Geld
Datum: 18. Januar 2009 Kommentare: 0
Zusätzliche Informationen:
Beschreibung:
Dieser Unterrichtsentwurf beschäftigt sich mit dem Thema Geld im Mathematikunterricht. Kindern ist die Größe Geld zwar aus ihrem Alltag bekannt, sie müssen aber noch lernen, mit ihr umzugehen. So kennen sie zwar gezeigte Münzen und Scheine, können diese oft aber noch nicht richtig benennen bzw. machen den Wert des Geldes von der Größe oder der Farbe abhängig. Hier sollen die Kinder spielerisch an die Maßeinheit des Geldes herangeführt werden. Durchgeführt in einer 3. Klasse.

Unser Geld
Unser Geld
Inhaltsverzeichnis:
1 Thema/Themen des Unterrichts
2 Die Unterrichststunde im Zusammenhang
3 Bezug zum Lehrplan
4 Didaktische und thematische Analyse
4.1 Sachanalyse - thematische Analyse
4.2 Didaktische Analyse
4.3 Skizze einer möglichen Sachstruktur
5 Lernvoraussetzungen
6 Lern-/Erziehungsziele
7 Lern(ziel)kontrolle
8 Lehr-/Lernmittel
9 Unterrichtsverlauf
1 Thema/Themen des Unterrichts
Teilbereich: Größen
Genaues Thema: Unser Geld
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2 Die Unterrichtsstunde im Zusammenhang
| (Unmittelbar) Vorangegangenes im Teilbereich: | Folgendes (im jeweiligen Teilbereich): |
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3 Bezug zum Lehrplan
(Bildungs- und Lehraufgabe(n) / Ziele; Lehrstoff / Inhalte; Didakt. Grundsätze)
Lehrstoff:
S. 295f
• Einführen genormter Maßeinheiten (Größenbereich Geld)
• Anwenden von Größen (Geld) in Sachsituationen und bei Sachaufgaben zur Vertiefung des Verständnisses für Größen
• Entdecken auffallender größenbezogener Merkmale (Geldwert) an Objekten aus dem kindlichen Erfahrungsbereich
• Hantieren mit Repräsentanten für Größen aus Spiel- und Sachsituationen (Tauschobjekt)
• Anschauliches Einführen der von uns verwendeten Münzen und Scheine
• Erfassen der Maßbeziehungen Geld (1 € = 100 Cent)
• Kennenlernen gebräuchlicher Notationen bei Geldbeträgen
• Vergleichen, Ordnen unter Verwendung der Maßeinheiten
Didaktische Grundsätze:
S. 314
Die Begriffsbildung bei allen Größen erfolgt durch handelnden Umgang mit konkreten Objekten.
Durch die vielfältige Anwendung in Sachsituationen und Sachaufgaben erfolgt die notwendige Vertiefung des Verständnisses für Größen. Die Entwicklung von Modellvorstellungen zum Geld soll anhand des Wertes von Objekten aus dem kindlichen Erfahrungsbereich erfolgen. Geldbeträge können sowohl mehrnamig als auch in Kommaschreibweise notiert werden. Auf die Schreibweise mit zwei Nachkommestellen sollte beim Geld grundsätzlich geachtet werden. Von den im Zusammenhang mit dem Sachrechnen erforderlichen Rechenoperationen ist die Division ausgenommen, und das Sachrechnen mit Geld sollte sich auf einfache und sinnvolle Sachbezüge beschränken.
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4 Didaktische und thematische Analyse
4.1 Sachanalyse - thematische Analyse
Definition Geld:
Geld, ahd. gelt - Zahlung, Vergütung, ist ein Zwischentauschmittel, das sich von anderen Tauschmitteln dadurch unterscheidet, dass es nicht unmittelbar den Bedarf eines Tauschpartners befriedigt, sondern aufgrund allgemeiner Anerkennung zum weiteren Tausch eingesetzt werden kann.
Geld ist heute in der Regel spezifisch staatlich organisiert. Name und organisatorische Regeln zusammen werden als Währung bezeichnet.
Geldfunktionen:
• Geld dient als allgemein anerkanntes Tauschmittel mit beliebiger Teilbarkeit, so dass es bei der Zahlung zu keinen Tauschverlusten kommt. Damit hat Geld eine Zahlungsmittelfunktion. Geld vereinfacht den Tausch von Gütern (Tauschmittel) und die Aufnahme und Tilgung von Schulden (Zahlungsmittel).
• Geld ist knapp und haltbar und erfüllt so eine Funktion als Wertaufbewahrungsmittel.
• Geld ist Wertmaßstab und Recheneinheit. Geld dient als Vergleichsmaßstab für die Menge von Lohnarbeit, Waren und Dienstleistungen, die damit entlohnt, bezahlt bzw. erworben werden kann.
http://de.wikipedia.org/wiki/Geld
Der Euro:
Der Euro ist die Währung der Europäischen Währungsunion (EWWU) und damit gemeinsame offizielle Währung in 21 europäischen Staaten. 15 dieser Staaten gehören der EU an. Neben dem US-Dollar ist der Euro die wichtigste Währung der Welt. Am 1. Januar 1999 wurde der Euro als Buchgeld, drei Jahre später am 1. Januar 2002 erstmals als Bargeld eingeführt. Damit löste der Euro die nationalen Währungen als Zahlungsmittel ab.
Ab dem 1.1.2002 können die Menschen in 12 Ländern der Europäischen Union mit der gleichen Währung bezahlen: dem Euro. Nur Großbritannien, Schweden und Dänemark benutzen weiterhin ihre nationalen Währungen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Euro
Die internationale Abkürzung für den Euro lautet EUR und er hat das folgende Symbol: €. Für den Cent gibt es offiziell weder ein Zeichen noch eine Abkürzung. Es wird dementsprechend empfohlen, Beträge im Cent-Bereich in Eurobruchteilen anzugeben, also zum Beispiel für einen Betrag von 20 Cent „0,20 €". Inoffiziell wird die Untereinheit allerdings häufig abgekürzt (Ct, Ct., ct, C oder c).
Ein Euro entspricht 100 Cent. Es gibt 8 verschiedene Münzen (1 Cent, 2 Cent, 5 Cent, 10 Cent, 20 Cent, 50 Cent, 1 Euro und 2 Euro) und 7 verschiedene Scheine (5 Euro, 10 Euro, 20 Euro, 50 Euro, 100 Euro, 200 Euro und 500 Euro). Der Umrechnungskurs für 1 Euro beträgt in Deutschland 1,95583 DEM und in Österreich 13,7603 Schilling.
Die Münzen unterschieden sich in Farbe, Gewicht und Stärke. Die Scheine haben auffällige Farben, große Ziffern, unterschiedliche Größe (je höher der Betrag, desto größer der Schein) und ertastbare Prägungen.
http://www.schule-ratgeber.de/unterrichtsentwurfe/5_klasse/der_euro.html
Unterschiedliche Schreibweisen
3 € 15 c = 315 Cent
3 € 15 c oder 3,15 €
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4.2 Didaktische Analyse
(Begründung der Themenwahl; Gegenwartsbezug, Zukunftsperspektive, exemplarische Bedeutung)
Kindern ist die Größe Geld zwar aus ihrem Alltag bekannt, sie müssen aber noch lernen, mit ihr umzugehen. So kennen sie zwar gezeigte Münzen und Scheine, können diese oft aber noch nicht richtig benennen bzw. machen den Wert des Geldes von der Größe oder der Farbe abhängig.
Scheine und Münzen dürfen nicht als die einzigen Repräsentanten angesehen werden. Repräsentanten für Geld sind auch Waren und Dienstleistungen, da Geld ein Tauschmittel ist. Beispielsweise kann man in der Schule eine Tauschbörse einrichten. (Heide 2008, S. 31)
Realistische Größenvorstellungen von Geldbeträgen werden am besten aufgebaut, wenn man Preise von Gegenständen einholt, die die Kinder oft selbst kaufen, wie Süßigkeiten oder Spielzeug, oder die sich häufig in Schaufensteranlagen, Katalogen bzw. in Werbeanzeigen sehen, wie z.B. Kleidung, Computerzubehör, Inliner. Es empfiehlt sich, in der Klasse ein Plakat aufzuhängen, auf dem Preisintervalle vorgegeben sind. Dazu können Preise und Fotos von Gegenständen, die den Schülern vertraut sind, einander zugeordnet werden. (z.B. Schokolade: 1 € - 10 €)
(Schipper/Dröge/Ebeling 2000, S. 211)
Auch durch ein Rollenspiel im Kaufladen können die Größenvorstellungen von Geldbeträgen aufgebaut bzw. vertieft werden, indem die Schüler die Aufgabe bekommen, für einen vorgegebenen Geldbetrag soviel wie möglich einzukaufen.
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Literaturangabe:
- Der Euro - Unser Geld. Stand: o.J. (In: http://www.schule-ratgeber.de/unterrichtsentwurfe/5_klasse/der_euro.html) (Zugriff: 16.12.2008, 12.57MEZ)
- Euro. Stand: 14.12.2008. (In: http://de.wikipedia.org/wiki/Euro) (Zugriff: 16.12.2008, 12.59MEZ)
- Geld. Stand: 14.12.2008. (In: http://de.wikipedia.org/wiki/Euro) (Zugriff: 16.12.2008, 13.01MEZ)
- Heide, Lilli: Grundschulunterricht Mathematik 3, 03/2008
- Schipper, Wilhelm/Dröge, Rotraut/Ebeling, Astrid: Handbuch für den Mathematikunterricht 4, Schroedel Verlag, Hannover 2000
4.3 Skizze einer möglichen Sachstruktur
(Darstellung wesentlicher Elemente und ihrer Beziehungen)
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5 Lernvoraussetzungen
(Kenntnisse, Fähigkeiten, Einstellungen und Interessen, über die die (meisten) Schüler bereits verfügen (sollten) und die ihnen erlauben, mit Hilfe des Unterrichts die Lernziele - vgl. 6. - zu erreichen)
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6 Lern-/Erziehungsziele
(Inhalts- und Verhaltenskomponente; Abstraktionsgrad; Lernzielbereich; Taxonomisches Niveau; evtl. Begründungen)
LZ: Die SuS sollen den Wert jeder beliebigen €-Banknote bzw. €-Münze benennen können.
LZ: Die SuS sollen aufzählen können, welche €-Münzen und €-Scheine es gibt.
LZ: Die SuS sollen einen vorgegebenen Geldwert mit €-Münzen und €-Scheinen legen können.
LZ: Die SuS sollen die verschiedenen €-Münzen und €-Scheine wiedererkennen, indem sie diese benennen und ihrem Wert nach ordnen.
LZ: Die Schüler sollen die Euro-Münzen und -Scheine in ihrer äußeren Gestalt (Farbe, Form, Größe) beschreiben.
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7 Lern(ziel)kontrolle
(Verfahren, die dem Lehrer und den Schülern einen Hinweis geben, ob und in welchem Ausmaß die geplanten Lernziele erreicht wurden)
Die Kontrolle der Lernziele erfolgt vor allem durch Beobachtung der Lehrperson:
• beim Ordnen der verschiedenen Münzen und Scheine ihrem Wert nach -> die Klasse erstellt gemeinsam ein Plakat
• Aussehen der Münzen und Scheine -> Beschreibungen der Schüler
• Rollenspiel: Ein Schüler spielt den Bankier, einer den Kunden -> Lehrperson geht durch die Klasse und kontrolliert beiläufig
Die Kontrolle erfolgt auch beim Korrigieren der abzugebenden Arbeitsblätter
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8 Lehr-/Lernmittel
(Welche Lehrfunktionen werden von welchen materiellen Trägern übernommen?)
- Stoffbeutel mit Musterscheinen und -münzen
- Plakat, auf dem die Schüler die Scheine und Münzen ihrem Wert nach aufkleben
- Rollenspiel mit Spielgeld: Ein Schüler spielt den Bankier, einer den Kunden, der Geld wechseln möchte
- Bildung von Wertrelationen durch Gegenstände (Lebensmittel, Spielzeug, Schreibutensilien) aus der Erfahrungswelt der Kinder
- Arbeitsblatt (Scheine und Münzen zählen, Geldbetrag aufschreiben)
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9 Unterrichtsverlauf
| Lehrstufen Zeitrahmen | Unterrichtsverlauf | Lehr-/Lernmittel | Sozialform Organ. Rahmen | Did. Kommentar |
| Lehrer-/Schüleraktivitäten, Lernverfahren, Lernaufgaben, Lernhilfen, Differenzierung | ||||
| Motivation/Einstieg 10’ | L hat ein Stoffsäckchen in der Hand und fordert verschiedene SS der Reihe nach auf, hineinzugreifen und einen Gegenstand (Musterschein/Mustermünze) herauszunehmen. Dabei sollen die SS das Aussehen des Scheins bzw. der Münze beschreiben. Außerdem sollen sie die Scheine/Münzen ihrem Wert nach auf einem vorbereiteten Plakat aufkleben, das in der Mitte des SK liegt. | Stoffsack, gefüllt mit den 7 verschiedenen €-Scheinen bzw. 8 verschiedenen C-Münzen (Muster); Plakat + Klebestreifen | SK | SuS werden auf das Thema der heutigen Stunde hingewiesen und ihr Interesse und ihre Neugier wird geweckt |
| Formulierung der Arbeitsaufgabe 5’ | L verteilt Spielkästen, gefüllt mit einer Sammlung von verschiedenen €-Münzen und €-Scheinen und gibt folgende Arbeitsanweisung (Partnerarbeit): Ein SS übernimmt die Rolle des Kunden, der andere die Rolle des Bankiers Aufgabe des Bankiers: Wechseln eines 500 €-Scheins (sowohl Scheine als auch Münzen verwenden) Aufgabe des Kunden: Kontrollieren, ob korrekt gewechselt wurde; Bankier korrigieren falls nötig LL informiert, dass nach 5 min ein Rollenwechsel erfolgt | Spielgeld (verschiedenen €-Münzen und €-Scheine) | Normale Sitzordnung | |
| Ausführung der Arbeitsaufgabe 10’ | SuS spielen das Rollenspiel, L geht von Gruppe zu Gruppe und beobachtet und gibt den SuS ein Signal, wenn sie den Rollenwechsel durchführen sollen | PA | Beiläufige Kontrolle des L | |
| Erarbeitung 10’ | L hält verschiedene Lebensmittel, Spielzeug, Schreibutensilien (jedoch nur Gegenstände, die den Kindern vertraut sind) hoch und fordert die SuS auf, zu schätzen, wie viel die jeweiligen Gegenstände wert sind. SuS machen Vorschläge – das Kind, das den Wert am genauesten errät, darf den Betrag mit seinen Spielscheinen bzw. –münzen legen (neben dem jeweiligen Gegenstand, der auf dem Pult liegt) | Gegenstände aus der Erfahrungswelt der Kinder (1 Bleistift, 1 Spielzeugauto, 1 Käsesemmel, 1 Literpack Milch, 1 Tafel Schokolade, 1 Radiergummi); | Gemeinsames Arbeiten | Gemeinsame Erarbeitung erster Wertrelationen/-Vorstellungen; das Legen des Geldbetrages mit dem Spielgeld dient nochmals der Festigung des vorangegangenen Arbeitsauftrages |
| Abschluss 15’ | SuS erhalten ein Arbeitsblatt, das sie selbständig bearbeiten (Münzen und Scheine zählen und Geldbetrag notieren) und anschließend zur Kontrolle abgeben sollen. | AB 1 | EA | Schriftliche Festhaltung des Gelernten |
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