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Unser Geld - der Euro
Datum: 06. Februar 2009 Kommentare: 0
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Beschreibung:
Die SchülerInnen sollen die Kenntnisse im Größenbereich Geld durch aktiven Umgang mit Münzen und Scheinen erweitern. Sie sollen Wissen durch das Rechnen mit dem Euro im Zahlenraum bis (10) 20 festigen. Durchgeführt in einer 1. Klasse.

Unser Geld - der Euro
Unser Geld - der Euro
Inhaltsverzeichnis
1. Thema der Reihe
2. Aufbau der Unterrichtsreihe
3. Darstellung des didaktischen Schwerpunktes
4. Übergeordnete Aufgabe / Teilaufgaben
4.1 Übergeordnete Aufgabe
4.2 Teilaufgaben
5. Lernvoraussetzungen der Schüler
6. Stundenverlaufsplan
7. Literatur
1. Thema der Reihe
Unser Geld - der Euro. Erweiterung der Kenntnisse im Größenbereich Geld durch aktiven Umgang mit Münzen und Scheinen. Festigung des Wissens durch das Rechnen mit dem Euro im Zahlenraum bis (10) 20.
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2. Aufbau der Unterrichtsreihe
1. „Wir werden Euro-Forscher I" - Einführung der Euromünzen. Sammlung der unterscheidbaren Eigenschaften und Merkmale wie Form, Farbe, Größe und Aussehen zur visuellen Differenzierung der einzelnen Münzen.
2. „Wir werden Euro-Forscher II" - Durch genaues Betrachten und Benennen eine sichere Kenntnis über die Euromünzen und deren Wertigkeit erhalten.
3. „Unsere Euroscheine" - Durch genaues Betrachten und Benennen eine sichere Kenntnis über die Euroscheine und deren Wertigkeit erhalten. Festigung des erworbenen Wissens durch das Bearbeiten der entsprechenden Seiten Im Einstern.
4. „Geldwerte ermitteln und sortieren" - Sortieren der verschiedenen Geldwerte mit Hilfe von Euromünzen und Scheinen zur Förderung des sicheren Umgangs und dem Vergleich von Größen.
5. „Unsere Geldbörse" - Entdecken verschiedener Zerlegungsmöglichkeiten eines einen Geldbetrages (5€ und 10€), mit dem Ziel, möglichst wenig Münzen in der Geldbörse zu haben.
6. „ Einkaufen im Klassensupermarkt" - Berechnung der Kosten eines Einkaufs im Klassensupermarkt zur Übung des sicheren Umgangs mit Münzen und Scheinen. Berechnung von Preisen durch Addition im Zahlenraum bis (10) 20.
7. „Wechselgeld" - Ausbau der Fertigkeiten im Umgang mit Geld, durch das Berechnen des Wechselgeldes nach einem Einkauf.
8. „Einkaufsgeschichten" - Rechengeschichten in Partnerarbeit erzählen und lösen, um die Fertigkeiten im Umgang mit dem Euro zu festigen.
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3. Darstellung des didaktischen Schwerpunktes
Der Unterrichtsgegenstand Geld ist schon für Kinder im 1. Schuljahr ein wichtiges Thema. Es handelt sich um eine wichtige Kulturtechnik. Geld begegnet den Kindern meist im Zusammenhang mit dem Einkaufen. Jedoch ist es meist so, dass die Schüler noch nicht alleine im Supermarkt einkaufen gehen und eher nur Erfahrungen beim Einkauf an der Bude haben. Der Umgang mit Geld bietet den Kindern die Möglichkeit, ihre Umwelt zu erschließen und befähigt sie zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
„Im Umgang mit Geld nehmen sie am Erwachsenenleben teil, denn Erwachsene besitzen Geld; sie brauchen es, um einkaufen zu können, um Dinge, die sie brauchen oder sich wünschen, bezahlen zu können."[1]
Das Anliegen eines sachbezogenen Mathematikunterrichts ist die Erschließung der Lebenswirklichkeit. Hierzu können sowohl reale, als auch simulierte Situationen bedeutsam sein. Daher umfasst der Aufgabenschwerpunkt „Größenvorstellungen" im Lehrplan den Unterrichtsgegenstand Grundvorstellungen im Bereich Geldwerte aufzubauen. Daneben sollen die Schüler in diesem Bereich realistische Bezugsgrößen kennen und nutzen. Im Aufgabenschwerpunkt „Umgang mit Größen" sollen die Schüler in der Eingangstufe u.a. mit Münzen und Banknoten umgehen. Ziel ist, dass die Schüler Geldbeträge darstellen und ordnen können. Sie sollen Beträge bezahlen und Wechselgeld herausgeben können. Daneben sollen sie die Einheiten € und ct kennen und unterscheiden.[2]
Das Thema Geld wird unter dem Themenbereich Größenbereiche gefasst. Innerhalb der Größenbereiche wird zwischen der Größe und ihren Repräsentanten unterschieden. Beim Thema Geld handelt es sich um die Größe Geldwerte. Diese werden durch Münzen und Geldscheine repäsentiert. Die Geldwerte unterscheiden sich zum einen durch die Maßzahl, die den Wert angibt, die Schüler jedoch durch gleiche Zahlen in die Irre führen kann. So hat z.B. 1ct nicht den selben Wert wie 1€. Daher ist zum anderen auch das Erscheinungsbild von großer Bedeutung. Die Schüler lernen die Ordnungsrelation „ist weniger (mehr) wert als" bzw. „wertgleich" im Umgang mit Geld kennen.
Geldwerte lassen sich, im Gegensatz zu anderen Größen, nicht beliebig unterteilen. Besonders gut eignet sich das Thema Geld zur Veranschaulichung der Zehnerbündelung. Wichtig ist, dass beim Rechnen mit Geld, immer die Maßeinheit (€,ct) die Maßeinheit mitgeschrieben werden wird. Abhängig ist der Wert eines Geldbetrages zum einen von der Maßzahl (z.B. 10) und der Maßeinheit.[3] Den Schülern muss deutlich werden, dass 10€ mehr wert ist als 10 ct, obwohl die Maßzahl gleich groß ist.
Der Mathematikunterricht an der Paul-Gerhardt-Schule orientiert sich am Lehrwerk Einstern. Es handelt sich hierbei um sechs verschiedene Themenhefte, die die Kinder der Reihe nach, individuell nach ihren Möglichkeiten, bearbeiten können. So soll ein kindgerechter Mathematikunterricht erzielt werden. Heft sechs befasst sich mit den Themen Geld, Zeit und Symmetrie.
Im Mittelpunkt dieser Unterrichtsstunde steht die Berechnung eines Einkaufes im Klassensupermarkt. Die Situation entstammt der Lebenswirklichkeit der Schüler. Viele Kinder gehen mit den Eltern im Supermarkt einkaufen. So wird die Spielsituation zu einem sinnvollen und motivierenden Impuls um eine Sachrechenaufgabe zu lösen. Die Schüler bauen ihre Fähigkeiten im Umgang mit Geld im Zahlenraum bis (10) 20 aus.
Alle Kinder rechnen während des Einkaufs mit, wie hoch der Preis ist. An der Tafel wird der Preis der eingekauften Ware und der zu zahlende Endpreis mit Münzen und Scheinen anschaulich dargestellt. Diese visualisierte Vorgehensweise leitet die Weiterarbeit im Einstern ein und bietet den Schülern so eine Hilfe. In der Einzelarbeit steht den Kindern zur methodischen Differenzierung Rechengeld zur Verfügung. So haben auch schwächere Schüler die Möglichkeit die Aufgaben zu lösen, indem sie diese auf enaktiver Ebene durchführen können. Stärkere Schüler bekommen die Möglichkeit Seite 11 im Anschluss zu lösen. Hier spielt in erster Linie die symbolische Ebene eine Rolle.
Eine didaktische Reduktion findet statt, indem nur volle Eurobeträge (1€, 2€, 5€, 10€, 20€) vorkommen. Dies ist notwendig, weil das Rechnen im Zahlenraum bis 100 und die Kommaschreibweise nicht Lernstoff des ersten Schuljahres sind. Den Schülern ist jedoch aus den vergangenen Unterrichtsstunden bekannt, dass es zweierlei Benennungen (€ und ct) gibt, so dass ihnen alle Münzen vertraut sind. Im Alltag spielen Euro-Beträge eine größere Rolle als Cent-Beträge, daher wird auf diese Beträge auch der Schwerpunkt gelegt.
Als Minimalanforderung für die heutige Stunde gilt: Die Minimalanforderung besteht in der Bearbeitung der Einkaufsaufgaben im Zahlenraum bis 10 mit Hilfe von Rechengeld.
Als Maximalanforderung für die heutige Stunde gilt: Die Maximalanforderung besteht darin selbstständig Einkaufsaufgaben im Zahlenraum bis 20 ohne Hilfsmittel zu bearbeiten.
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4. Übergeordnete Aufgabe / Teilaufgaben
4.1 Übergeordnete Aufgabe
Die Schüler setzen sich mit der Sachsituation „Einkaufen im Klassensupermarkt" mathematisch auseinander und bauen ihre Fertigkeiten im Umgang mit Geld aus. Sie wenden ihre Rechenfertigkeiten bei der Addition im Zahlenraum bis (10) 20 an, indem sie mit Hilfe von Rechengeld einen Preis berechnen.
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4.2 Teilaufgaben
Die Schüler...
TA1: ...setzen sich mit der Situation „Klassensupermarkt" auseinander und versprachlichen ihre Ideen.
TA2: ...wenden ihre Rechenfertigkeit der Addition im Zahlenraum bis 20 an, indem sie den Inhalt der Geldbörse bzw. den Einkaufspreis berechnen.
TA3: ...kennen Ziel und Ablauf der Unterrichtsstunde, indem sie den Klassensupermarkt kennen gelernt haben.
TA4: ...entwickeln Problemlösestrategien, indem die Preise mit Rechengeld (operatives Handeln) nachgelegt und der Einkaufspreis so berechnet wird.
TA5: ...nähern sich dem mathematischen Denken an, indem sie die Aufgaben im Einstern versachlicht sehen und im Ansatz mathematisch lösen.
TA6: ...lernen Möglichkeiten der Lösungsdarstellung kennen, indem sie die Aufgaben mit Hilfe von Rechengeld an der Tafel darstellen.
TA7: ...wenden ihre Rechenfertigkeit der Addition im Zahlenraum bis (10) 20 an, indem sie einen Gesamtpreis errechnen und zeichnerisch darstellen.
TA8: ...versprachlichen ihre Lösungswege und stellen sie den Mitschülern vor.
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5. Lernvoraussetzungen der Schüler
gelöscht
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6. Stundenverlaufsplan
| 1. Handlungssituation: Motivation | |
| Handlungsschritte | Situationsbedingte Alternative |
| LAA präsentiert S. den aufgebauten Supermarkt. S. äußern ihre Vermutungen. LAA zeigt Geldbörse und deren Inhalt. Geld wird gezählt und an der Tafel mit Münzen bzw. Scheine nachgestellt. LAA erklärt das Vorhaben | |
| Ergebnis: TA1: ... setzen sich mit der Situation „Klassensupermarkt“ auseinander und versprachlichen ihre Ideen. TA2: ... wenden ihre Rechenfertigkeit der Addition im Zahlenraum bis (10) 20 an, indem sie den Inhalt der Geldbörse bzw. den Einkaufspreis berechnen. TA3: ... kennen Ziel und Ablauf der Unterrichtsstunde, indem sie den Klassensupermarkt kennen gelernt haben. | |
| Material: Ware für den Supermarkt, Kasse, Preisschilder, Geldbörse, Geld, laminierte Euromünzen und Scheine, Bank, Tücher, Einkaufkorb, Einkaufsbeutel |
| 2. Handlungssituation: Erarbeitung | |
| Handlungsschritte | Situationsbedingte Alternative |
| 2.1 S. spielen eine Einkaufssituation nach. 2.2 Preise der eingekauften Waren werden mit laminierten Münzen / Scheinen an der Tafel nachgestellt. 2.3 S. rechnen den Einkaufspreis gemeinsam aus, der Preis wird bezahlt. 2.4 Spielszene wird wiederholt 2.5 Eine Aufgaben aus dem Einstern wird an der Tafel demonstriert. | Falls die S. beim addieren schon sicher sind, errechnen sie den Einkaufspreis ohne Darstellung an der Tafel. |
| Ergebnis: TA4: ... entwickeln Problemlösestrategien, indem die Preise mit Rechengeld (operatives Handeln) nachgelegt und der Einkaufspreis so berechnet wird. TA5: ... nähern sich dem mathematischen Denken an, indem sie die Aufgaben im Einstern versachlicht sehen und im Ansatz mathematisch lösen. TA6: ... lernen Möglichkeiten der Lösungsdarstellung kennen, indem sie die Aufgaben mit Hilfe von Rechengeld an der Tafel darstellen. | |
| Material: siehe Handlungsschritt 1 |
| 3. Handlungssituation: Vertiefung | |
| Handlungsschritte | Situationsbedingte Alternative |
| 3.1 S. bearbeiten im Einstern Seite 10. 3.2 LAA steht den S. für Fragen zur Verfügung. | S. die mit Seite 10 im Einstern fertig sind, dürfen Seite 11 bearbeiten. |
| Ergebnis: TA7: ... wenden ihre Rechenfertigkeit der Addition im Zahlenraum bis (10) 20 an, indem sie einen Gesamtpreis errechnen und zeichnerisch darstellen. | |
| Material: Einstern Themenheft Nr.6, Arbeitsblatt als Differenzierung |
| 4. Handlungssituation: Reflexion | |
| Handlungsschritte | Situationsbedingte Alternative |
| 4.1 Die Lösungen der Aufgaben im Einstern werden an der Tafel zusammengetragen | |
| Ergebnis: TA8: ... versprachlichen ihre Lösungswege und stellen sie den Mitschülern vor. | |
| Material: laminierte Euromünzen und Scheine, Kreide |
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7. Literatur
- Der Kultusminister des Landes NRW (Hrsg.): Richtlinien und Lehrpläne zur Erprobung für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen: Evangelische Religionlehre, Frechen: Ritterbach Verlag, 2003.
- Franke, Marianne: Didaktik des Sachrechnens in der Grundschule. Heidelberg/Berlin: Spektrum Verlag, 2003.
- Radatz, Hendrik / Schipper, Wilhelm: Handbuch für den Mathematikunterricht an der Grundschule. Hannover: Schroedel Schulbuchverlag, 1983.
- Radatz, Hendrik / Schipper, Wilhelm / Ebeling, Astrid / Dröge, Rotraut: Handbuch für den Mathematikunterricht 1. Schuljahr. Hannover: Schoedel, 1996.
- Regelein, Silvia: So läuft Ihr Mathematikunterricht: der Ratgeber von a bis Z für den Mathematikunterricht in der Grundschule. München: Oldenbourg Verlag, 2000.
- Schütte, Sybille (Hrsg.): Die Matheprofis 1, Lehrermaterialien. München, Düsseldorf, Stuttgart: Oldenbourg Verlag, 2004.
- Schwarze, Eva-Marie: Das Kaufladenspiel - Eine Möglichkeit zum Umgang mit Geldwerten im 1. Schuljahr. In: Sache-Wort-Zahl, Aulis Verlag, Heft 19 Januar 1999, S. 17 - 22.
- Wittmann, Erich Ch. / Müller, Gerhard N.: Handbuch produktiver Rechenübungen. Band 1: Vom Einspluseins zum Einmaleins. Stuttgart, Düsseldorf, Berlin, Leipzig: Klett Schulbuchverlag, 2. Auflage, 2001.
- Becker, Ilka: Unterrichtsentwurf Mathematik, 19.04.2002.
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Fußnoten:
[1] Schütte, 2004, S.134.
[2] Richtlinien und Lehrpläne, 2003, S. 81ff.
[3] Regelein, 2000. S. 62.
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