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Stereotypes

Stereotypes
Unterrichtsentwurf
Datum: 14. März 2009 Autor: mirii Kommentare: 0

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Beschreibung:

Eine Unterrichtsstunde im Fach Englisch zum Buch Tortilla Curtai, Thema Stereotypes. Durchgeführt in einer 12. Klasse.


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Stereotypes


Stereotypes

Inhaltsverzeichnis

1. Bedingungsfeldanalyse

1.1 Schulsituation

1.2 Klassensituation

1.3 Voraussetzungen auf Seiten des Lehrenden

2. Begründung des Unterrichtsgegenstandes

3. Unterrichtszusammenhang

4. Sachanalyse

4.1 Allgemein

4.2 Struktur und Inhalt des in der Stunde verwendeten Textes

4.3 Wortschatz

5. Didaktische Analyse

5.1 Auswahl

5.2 Abstufung

5.3 Darbietung

6. Lernziele

7. Verlaufsplanung

1. Bedingungsfeldanalyse

1.1 Schulsituation

Die W.-R. Oberschule ist eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe. Sie liegt im Bezirk S. in einer Wohnsiedlung, die vormals von in Berlin stationierten amerikanischen Alliierten und ihren Familien bewohnt wurde; die Schule ist auch auf dem Gelände der ehemaligen Berlin American Highschool im Jahr 1994 errichtet worden. Sie hat heute nur noch wenige Kinder aus Familien von ehemaligen Alliierten, jedoch immer noch überdurchschnittlich viele Schüler mit Englisch als Muttersprache und ein ausgeprägter Bezug zur englischen Sprache hat sich fortgesetzt. Zur Zeit besuchen etwa 750 Schüler/innen die Klassen 7 bis 10 der Mittelstufe und 270 Schüler/innen die gymnasiale Oberstufe. Jedes Jahr schließen ca. 90 Schüler/innen ihre Laufbahn mit dem Abitur ab. Der Unterricht der Mittelstufe gliedert sich in Pflichtfächer, an denen alle Schüler/innen teilnehmen, und Wahlpflichtfächer, für die sich die Schüler/innen entsprechend ihrer Neigungen und Fähigkeiten entscheiden.
Für Schüler mit besonderer sprachlicher Neigung besteht die Möglichkeit einer Aufnahme in einen bilingualen Zug mit verstärktem Englischunterricht. Die bilingualen Schüler/innen erhalten ab der 9. Klasse Gesellschaftskunde, bzw. in der 11. Klasse Erdkunde und Geschichte, in englischer Unterrichtssprache; in der Oberstufe findet der obligate Grundkurs Politsche Wissenschaft in englischer Sprache statt. Voraussetzung für die Aufnahme in den bilingualen Zug sind gute Leistungen in der Grundschule, insbesondere im Fach Englisch, und die Bereitschaft zusätzliche Zeit und Energie für diesen Ausbildungsgang aufzubringen. Neben den Sachfächern History, Geography und Political Education gibt es die ergänzenden Wahlpflichtfächer English Literature, Business English und ein Europa-Projekt. Eine weitere Förderung der Fremdsprache geschieht durch einen
Englisch Film Club, der in regelmäßigen Abständen englischsprachige Filme in Originalversion mit englischen Untertiteln zeigt. Schließlich gibt es noch eine englischsprachige Schülerzeitung und einen jährlich stattfindenden Fremdsprachenabend, an welchem die Schüler und Schülerinnen im Unterricht erarbeitete Lieder, Theaterstücke, Videos etc. vorführen. Insgesamt handelt es sich bei der Wilma-Rudolph-Oberschule also deutlich um eine Schule mit einem ausgesprägten Fremdsprachenprofil.

1.2 Klassensituation

Der Leistungskurs ist ungewöhnlich groß mit 22 Schülern, davon sieben Jungen und fünfzehn Mädchen. Sieben Schüler waren in ihrer Schullaufbahn entweder ein Jahr in den USA oder ein halbes Jahr in Großbritannien. Ein Schüler ist englischer Muttersprachler. Andererseits sind in dem Leistungskurs einige Schüler, die Englisch zuvor nicht als Profilkurs hatten, sondern erst zur Oberstufe hin zu dem Fach gewechselt. Aus diesen Faktoren ergibt sich ein deutliches Leistungsgefälle innerhalb des Leistungskurses: Die Schüler, die einen Auslandsaufenthalt absolviert haben, sind sprachlich besser und haben dadurch ein größeres Selbstbewusstsein. Sie melden sich entsprechend deutlich häufiger und zeigen ein größeres Interesse an und Fähigkeit zur Kommunikation. Sprachlich schwächere Schüler werden durch die qualitativ hochwertigen Wortbeiträge der Mitschüler noch zusätzlich demotiviert. Insgesamt arbeitet der Kurs gut mit und bevorzugt nicht nur die mündliche Mitarbeit, sondern ist hier auch deutlich besser, als im schriftlichen Bereich.

1.3 Voraussetzungen auf Seiten des Lehrenden

Ich besuche den Unterricht in diesem Leistungskurs regelmäßig seit Beginn des Praktikums, also nunmehr seit gut zwei Monaten. Leider ist es aus organisatorischen Gründen nur möglich, in einer Einzelstunde wöchentlich teilzunehmen, während die Klasse aber noch an zwei weiteren Tagen Unterricht hat. Dadurch entsteht leider die Situation, dass der Kontakt zu den Schülern nicht sehr eng ist/werden konnte. Auch habe ich in dieser Klasse zuvor noch nicht unterrichtet, das ist die erste Unterrichtsstunde dort. Gleichwohl besteht aus der Unterrichtsbeobachtung heraus eine positive Einstellung/Sympathien gegenüber der Klasse und daher ein motivierte und positive Grundeinstellung.

2. Begründung des Unterrichtsgegenstandes

Inhaltlich greift das Thema der Stunde, ebenso wie die Lektüre des Buches Tortilla Curtain insgesamt, das vom Rahmenlehrplan für die gymnasiale Oberstufe [1] für das zweite Kurshalbjahr im zweiten Semester der Oberstufe vorgegebene Themenfeld auf, und zwar :

aus 4.2 die Punkte Ethnic Diversity und insbesondere Overcoming prejudices in society.

Analog hierzu werden im Rahmenplan vorgesehene wichtige zu fördernde bzw. zu erwerbende Kompetenzen berücksichtigt:

a) die Schüler betrachten Beweggründe für menschliches Handeln und deren Wirkung in persönlicher und gesellschaftlicher Dimension
b) sie analysieren und problematisieren Persönlichkeitsentwürfe in literarischen Texten sowie den Medien und
c) können einen Perspektivwechsel vornehmen und eigene kulturelle Konzepte relativieren [2]

Darüber hinaus dient die Stunde vor allem der Förderung der kommunikativen Kompetenz, insbesondere der Produktion im Bereich Sprechen.

3. Unterrichtszusammenhang

Die Schüler haben über die Osterferien das Buch Tortilla Curtain von T.C. Boyle vorbereitend gelesen und setzen sich nunmehr seit Anfang Mai mit dem Buch auseinander. Sie haben sich dabei zunächst mit dem Autor und seiner Biographie beschäftigt. Anschließend wurden detailliert der Inhalt des Buches und die Charaktere durchgegangen, erläutert und analysiert. Vertiefend wurden dabei die vom Autor verwendeten Symbole herausgearbeitet und analysiert, so schwerpunktmäßig die Bedeutung des Kojoten, der Mauer und der speaking names der Hauptcharaktere. Neben der literaturwissenschaftlichen Aufarbeitung des Buches haben die Schüler sich mit dem historischen Problem der mexikanischen Integration in den USA und der besonderen Problematik der illegalen Immigration auseinandergesetzt.

Das Buch ist damit in seinen zwei wesentlichen Aspekten - literarische und landeskundliche Element - gründlich bearbeitet worden. Es wurde auch bereits eine Klausur zu dem Buch geschrieben. Die Unterrichtseinheit zu dem Buch geht nun zu Ende, die Klasse wird eine Woche später auch auf Kursfahrt gehen und dann sind Sommerferien.

Das für diese Unterrichtsstunde gewählte Thema ergänzt die bisher behandelten landeskundlichen Themen gut: das Vorhandensein von Stereotypen und Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus sind wichtige Themen, die mit der Immigrationsproblematik einhergehen und auch in dem Buch klar thematisiert werden.

Zugleich und vor allem wird mit dem Thema zum Ende der Unterrichtseinheit der Bogen zur persönlichen Betroffenheit der Schüler geschlagen und ein Verbindung mit den im Buch thematisierten Problematiken und eigenen Erfahrungen und Einstellungen geschlagen.

4. Sachanalyse

4.1 Allgemein

Der Themenkomplex ist groß. Zunächst einmal gilt es zu differenzieren zwischen verschiedenen Kategorien, die alle Ähnliches beschreiben und sich doch voneinander unterscheiden: So gibt es Stereotypen, Vorurteile, Rassismus, Sexismus, Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung. Häufig besteht Unkenntnis darüber, wie sich die Begriffe voneinander unterscheiden, wie sie vielleicht auch im Verhältnis zueinander stehen und welcher Begriff wann korrekt zu verwenden ist bzw. was welcher Begriff eigentlich genau meint bzw. beschreibt.

Dann wiederum können sich Stereotypen auf bestimmte Gruppen beziehen bzw. Vorurteile und Diskriminierung sich gegen diese richten: aus den Begriffen Sexismus und Rassismus gehen bereits hervor: Frauen, ethnische Gruppen, Mitglieder bestimmter Nationalitäten. Es gibt darüber hinaus aber z.B. auch: alte Menschen, Behinderte, Kinder, bestimmte Berufsgruppen (z.B. Polizei, Anwälte, Ärzte), Homosexuelle, Anhänger einzelner Religionen etc.

4.2 Struktur und Inhalt des in der Stunde verwendeten Textes

a) Allgemein: Der in der Stunde zu lesende Text ist ein Einführungstext zu einem Buch über Popular Culture. Er liest sich einfach und ist gut verständlich. Er hat drei Absätze, die sich inhaltlich ergeben. Der Text sollte keine grammatischen Strukturen enthalten, die den Schülern unbekannt sind, es ist ja auch ein Leistungskurs.

b) Der Text enthält jedoch folgende Wortschatzelemente bzw. Sprachkonstruktionen, die den Schülern unbekannt sein könnten:

- mental cookie-cutter: die einzelnen Wörter könnten den Schülern bekannt sein und die Bedeutung lässt sich aus einer direkten Ableitung erschließen: geistige Keksausstecher wäre die wörtliche Übersetzung. Hier ist darüber hinaus aber im übertragenen Sinne zu denken - dies wiederum ergibt sich aber auch aus dem weiteren Text.
- assign sth. to sth: zuschreiben, zuweisen
- elders.: lässt sich über das Adjektiv old herleiten
- vocation: Synonym für profession, job
- greedy weasels: gefräßige, gierige Wiesel
- warmongers: Kriegstreiber
- ineptly: ist das Gegenteil von aptly (Adverb) bzw. apt (Adjektiv): begabt, geschickt, fähig, also: unfähig, ungeschickt; hier kommt als grammatikalische Besonderheit der Vokalwechsel hinzu
- sororities: das Gegenteil von fraternities: Schwesternschaft
- mold: Form

4.3 Wortschatz

Das thematische Feld umfasst ein bestimmtes Vokabular, das zur Diskussion bzw. überhaupt Kommunikation nötig ist und das den Schülern unbekannt sein könnte. Zugleich sind diese auch inhaltlich zu definieren bzw. differenzieren. Hierzu zählen insbesondere die folgenden Vokabeln:

- discrimination: special treatment based on (a prejudice towards) race, religion, physical appearance, age, social class, gender etc.; can be positive but is mainly negative
- harm: physical or emotional pain
- intolerance: lack of kindness or understanding resp. willingness to understand people who are different
- prejudice: pre + judge; expresses a (mainly negative) personal attitude, combines a belief with a personal feeling
- stereotype: a very simple generalization
- racism: belief that an ethnic group is superior to another one
- sexism: belief that one sex is superior to the other one
- assumption: to believe something is true
- homo- or xenophobia: fear or dislike of foreigners resp. homosexuals
- gender: adds a social factor to the category sex

5. Didaktische Analyse

5.1 Auswahl

In Anbetracht der Fülle der verschiedenen Begriffe und Themenfelder ist deutlich, dass ein sinnvoller Schwerpunkt gesetzt werden sollte. Durch den thematischen Bezug des Buches Tortilla Curtain empfehlen sich insbesondere die folgenden Kategorien bzw. Themenfelder: Stereotypen, Vorurteile und Rassismus.
Für die Unterrichtsstunde habe ich mich für die Behandlung des Themas Stereotypen dabei von folgenden Überlegungen leiten lassen:

Es gibt einen engen Bezug sowohl zum Thema Vorurteile als auch Rassismus. Stereotypen stehen dabei aber am Anfang einer Kette: Vorurteile entstehen aus Stereotypen bzw. bauen auf diese auf und hierauf wiederum Rassismus. Da nicht alle drei Themen aus zeitlichen Gründen behandelt werden können, erscheint es daher sinnvoll, Stereotypen als Basis von weiteren Entwicklungen und zugleich auch als am häufigsten verbreitetes Phänomen in den Vordergrund zu stellen. Zugleich wird auch auf Vorurteile in der Stunde eingegangen werden und die Begriffe voneinander abgegrenzt. Da beides eng miteinander verknüpft ist, lassen sich die beiden Begriffe nicht scharf voneinander trennen, was auch nicht unbedingt notwendig erscheint, der Schwerpunkt ist aber deutlich gesetzt. Rassismus als eigenes Thema aber sollte einer gesonderten Stunde vorbehalten sein und wird entsprechend in der anschließenden Stunde aufgenommen.

5.2 Abstufung

Die Schüler erarbeiten sich das Thema zunächst durch Fotos und dazugehörige Aussagen selbst. Sie versuchen, aus eigenem Vorwissen und Erfahrungen heraus, den Begriff zu definieren. Anschließend erhalten sie einen wissenschaftlichen Text, der eine fundierte Definition des Begriffes ermöglicht. Dieser wird darüber hinaus zu verwandten Begriffen abgegrenzt, jedoch nur in einem Rahmen, der sich aus dem Unterrichtsgespräch ergibt. Das bedeutet konkret: es wird vermutet, dass die Begriffe stereotype und prejudice beide fallen und analog verwendet werden. Dementsprechend werden diese beiden zueinander abgegrenzt. Darüber hinaus erwarte ich nicht, dass Begrifflichkeiten zu klären sind.

Es wird keine gesonderte Wortschatzeinführung zum Themenfeld erfolgen. Neue Wortschatzelement werden im Unterrichtsverlauf erklärt, ebenso werden von den Schülern zur Kommunikation benötigte Vokabeln (z.B. xenophobia) im Bedarfsfall erklärt.

5.3 Darbietung

a) Sprachaufnahme

Die Einführung des Themas geschieht über die Beurteilung von Fotografien. Den Schülern ist das Thema der Stunde unbekannt, sie arbeiten es selbst heraus. Die Fotos wecken die Neugierde und das Interesse und ermöglichen die persönliche Erfahrung des Unterrichtsgegenstands und stellen somit auch gleich einen individuellen Bezug bzw. Betroffenheit her.

b) Sprachverarbeitung

Dieser Unterrichtsabschnitt ist nochmals in zwei Abschnitte unterteilt:

- Nachdem die Schüler einen vorläufigen Arbeitsbegriff haben, erarbeiten sie sich durch die Lektüre des Textes eine fundierte Definition. Zugleich vermittelt der Text auch wichtige Begriffe bzw. Kategorien. Im Unterrichtsgespräch werden die Ergebnisse an der Tafel festgehalten. Die Sprachaufnahme und der erste Teil der Verarbeitung bereiten den zweiten Teil und den Transfer vor.

- Auf der Grundlage der nunmehr bestehenden Kenntnisse der Kategorie stereotype rufen die Schüler ihnen bekannte Stereotypen ab. Die Form der Gruppenarbeit wird dabei aus folgenden Gründen gewählt: durch das gemeinsame Brainstorming kommen den Schülern vermutlich schneller und mehr Ideen und sie sind auch offener diese auszusprechen; durch das Festhalten der Aussagen auf den Plakaten erübrigt sich im Anschluss ein (langwieriges) Anschreiben der Aussagen an der Tafel.

- Nun diskutieren die Schüler im offenen Unterrichtsgespräch. Sie hinterfragen eigene Einstellungen und decken die Gefahren von Stereotypen auf. Abschließend überlegen sie sich mögliche Handlungsoptionen.

Sprachanwendung

Am Ende der Stunde werden dann die allgemeinen Überlegungen zum Thema konkret auf das Buch Tortilla Curtain übertragen. Das Zitat, das die Schüler auf der Folie sehen, wird dabei zunächst als stiller Impuls in den Raum gegeben, ggf. wird dann nachgefragt, wie der Zusammenhang zur bisherigen Stunde ist. Die Schüler arbeiten dann Stereotypen im Buch heraus, die in allen vier Hauptcharakteren angelegt sind. Sie interpretieren schließlich die Funktion dieser Stereotype und was der Autor damit erreichen wollte.

6. Lernziele

a) Grobziel

Die Schüler kennen ein weiteres wichtiges Themenfeld des Buches Tortilla Curtain, nämlich Stereotypen und Vorurteile. Sie wissen, wie diese entstehen und welche Bedeutung und Konsequenzen sie haben können. Sie sind sicher der eigenen Betroffenheit bewusst und überdenken eigenes Handeln bzw. eigene Handlungsoptionen.

b) Feinziele:

- die Schüler ordnen folgende Schlüsselbegriffe der Kategorie stereotype zu: very simple (simplification) und generalization.
- Sie benennen folgende Gefahren:
They can lead to prejudices. They limit individuality.
- Sie benennen den Ansatz Boyles:
He challenges stereotypes and prejudices.

7. Verlaufsplanung

1. Unterrichtsabschnitt: Einführung (10 Minuten)

Medien: Fotos, Folie, Tafel
Sozialform: Frontalunterricht
Aktionsform: gelenktes Unterrichtsgespräch
Erwartungshorizont: Die Schüler arbeiten das Thema der Stunde heraus; sie machen sich dabei ihre eigene Betroffenheit bewusst und werden für das Thema sensibilisiert; zugleich wird ihr Interesse geweckt.

 

Geplantes LehrerverhaltenErwartetes SchülerverhaltenDidaktischer Kommentar

Es werden Fotografien von vier Frauen mit Magneten an die Tafel geheftet und durchnumeriert

L: Here you can see pictures of four different women.

Der Overheadprojektor wird eingeschaltet und die erste Folie aufgelegt. And I will give you for each of these women three statements as you can see here. But only one is true and I want you to guess which one.

The first woman:
Who can read out the statements please?

Who thinks that the first statement is correct?

Die Stimmen werden jeweils gezählt und das Ergebnis an der Tafel festgehalten. So wird für alle vier Frauen verfahren

Anschließend wird aufgelöst, wer die Frauen tatsächlich sind.

Zeigend auf das Foto von Golda Meir:
L: What made you think that she is…and not a former prime minister of Israel?

Eventuell: So how do politicians look like?

Auf Nyamko Sabumi zeigend,

L: And what made you think that she is … and not a Swedish minister?

L: So old wrinkly people are all retired and grandparents and all Swedish people are blond – how do we call such beliefs, how do we call such categories?

Lehrer schreibt prejudice an die Tafel (und wird im nächsten Unterrichtsabschnitt den Unterschied deutlich machen)

Auf das Wort zeigend:
L: We´ll talk about that later but how do we call it if we put people into categories, how are such categories called – we have the same word in German by the way?

Stereotypes wird an die Tafel geschrieben (auch wenn Schüler einfach nicht drauf kommen, dann wird vom Lehrer aufgelöst und das Wort ebenfalls an die Tafel geschrieben)

L: And this is the topic of our lesson today (the first part of this double lesson).

Jeweils ein Schüler liest die drei Statements pro Foto vor.

Schüler melden sich; die Schüler liegen – vermutlich -mehrheitlich bei allen vier Frauen mit ihrer Einschätzung falsch.

Schüler antworten:
„Her age, she rather looks like a grandmother and not like a politician“

“Younger and they wear different clothes and haircuts…”

“That she is a black woman; Swedish people are all blond..”

Eventuell nennen die Schüler zuerst prejudice.

Schüler nennen stereotypes.

Das Interesse der Schüler wird geweckt. Sie haben ja noch keine Ahnung, in welche Richtung die Stunde gehen soll bzw. was das Thema der Stunde sein wird. Die Fotos verraten nichts über die wahre Identität der dargestellten Personen; die Schüler müssen Vermutungen anstellen und werden dies aufgrund von Schlüsselreizen wie z.B. Alter, Aussehen tun. Unbewusst greifen sie dabei auf Stereotypen zurück. Schüler benennen und entlarven zugleich ihre eigenen stereotypen Kategorien/ Ansichten die sie zu ihren Einschätzungen geführt haben. Schüler erkennen und benennen das Thema der Stunde und sind zugleich bereits persönlich angesprochen.

 

2. Unterrichtsabschnitt: Erarbeitung I (7 Minuten)
Medien: Text, Tafel
Sozialform: Frontalunterricht
Aktionsform: gelenktes Unterrichtsgespräch
Erwartungshorizont: Die Schüler erarbeiten durch einen kurzen Text eine Definition des Begriffs stereotype.

 

Geplantes LehrerverhaltenErwartetes SchülerverhaltenDidaktischer Kommentar

L: So what exactly are stereotypes, how do we define them? Do you have any suggestions?

Wenn die Begriffe simple und generalization fallen, werden diese an die Tafel geschrieben.

L: Good let´s find it out and read a short text that offers an explanation.
Let´s read it together.

L: Any questions? What is a cookie cutter? What is a warmonger?

So how can we sum up the definition given here?

Right: and they are morally neutral which leads us to the difference between stereotype and prejudice:
I give you two sentences:
1) All Japanese look alike and take photos of everything.;
2) I don´t like Japanese.
What´s the difference?
What do you express with “all Japanese look alike and…”?

And what do you express with “I don´t like Japanese (because they always take pictures of everything)”

Can you see the difference? What is the stereotype, what is the prejudice? Is there a connection?
Right: so stereotypes can lead to prejudices.

Schüler machen Vorschläge: They are clichees; they are very simple descriptions of people, put people into categories; they are generalizations etc.

Der Text wird gemeinsam laut vorgelesen.

Schüler fassen wesentliche Punkte zusammen:
They put a simple pattern on a complex matter. They can be used for people and objects. They can also be positive, but nevertheless wrong. They are generalizations. They put a stamp on people or things.

The first sentence expresses what you believe, what you think about Japanese, what you think is true.

You express a feeling, an attitude as a consequence of the belief..
The first one is a stereotype and it can lead to a prejudice.

Schüler fragen ihre eigenen Vorkenntnisse bzw. ihre persönliche Definition ab und können diese mit der gleich folgenden wissenschaftlichen abgleichen.

 

3. Unterrichtsabschnitt: Erarbeitung II (8 Minuten)

Sozialform: Gruppenarbeit
Aktionsform: gelenktes Unterrichtsgespräch, selbständiges Arbeiten/Diskussion in der Gruppe
Erwartungshorizont: Die Schüler sammeln Stereotypen als Grundlage für eine Diskussion und abschließende Beurteilung der Bedeutung/Gefahren von Stereotypen.

 

Geplantes LehrerverhaltenErwartetes SchülerverhaltenDidaktischer Kommentar

Die Begriffe sex/gender und nationality/race werden an die Tafel geschrieben.

L: I would like you to do some brainstorming on stereotypes for these two categories.
I want you to work in two groups. Your task is to collect statements that express stereotypical thinking, this group concerning sex and gender and the other one concerning nationality and race. Do you know what is meant by these terms: sex and gender?

Write the stereotypes you´ll find on these posters Plakate werden verteilt; L geht herum und hilft insbesondere am Anfang eventuell mit Beispielsätzen geholfen

Schüler erläutern Begriffe: Sex is simply male or female and gender is more than that, the role/behaviour/social status of men and women

Schüler finden stereotypes

Beispielsätze
Boys are better in maths and sports than girls. Men have a better understanding of mechanics. Women have no sense of orientation. Women can´t park.
Girls are interested in cosmetics and fashion and shopping.
Blacks are good in sports/they are good singers/good dancers. Asians are small. Italians are passionate. Germans are very accurate etc.


Diese sind die beiden wesentlichen wichtigen Kategorien für den anschließenden Transfer: die Erarbeitung von Stereotypen in Tortilla Curtain die Gruppe ist nicht groß und es fehlen auch immer mal Schüler; sollte die Gruppe an dem Tag aber doch groß sein, wird eventuell spontan entschieden, in vier Gruppen zu arbeiten, zwei zu jeder Begriffsgruppe; die Schüler machen sich die Fülle – häufig unbewusst – bestehender Stereotypen bewusst

 

4. Unterrichtsabschnitt: Anwendung (10 Minuten)
Medien: Plakate, Tafel, Bilder aus einem Ideenwettbewerb zum Thema
Sozialform: Frontalunterricht
Aktionsform: gelenktes Unterrichtsgespräch, Diskussion
Erwartungshorizont: Die Ergebnisse werden gesammelt und diskutiert, eigene Ansichten und Werturteile eingebracht und hinterfragt. Die Bedeutung bzw. Gefahren von Stereotypen werden erkannt und ein möglicher Umgang vorgeschlagen.

 

Geplantes LehrerverhaltenErwartetes SchülerverhaltenDidaktischer Kommentar

L. sammelt beide Plakate ein hängt sie vorn an die Tafel
L: So let´s see what you have found; could you please present your results.
L: What do you think about the statements?
1) Do you think some of them are true or have a certain truth in them? Why? Do you have any experiences?
2) Which ones do you consider as most common?
3) Are some of them rather positive?
On the other side: do you think some of them are harmful? Why?

So what are the dangers of stereotypes?
L. zeigt zusätzlich Bilder aus dem Wettbewerb: Stereotypen als Impuls

But if we all know that they are wrong, dangerous, often riduculous:
Why do we have them anyway, although we know that they are wrong?

So how can we conclude, sum it up;
What can we do against stereotypes?

Schüler lesen statements vor

Schüler diskutieren den Wahrheitsgehalt bestimmter Stereotypen.

They can lead to false assumptions.
They can cause misunderstanding. They can lead to prejudices
They reduce individuals to images which than might have severe results, e.g. women force themselves to be thin and always immaculate; they limit individuality and press people into cookie cutters;
self-fulfilling prophecy: people live up to their stereotype (e.g. black students in US showed a tendency to neglect their education and to focus on sports in order to get a scholarship at a university); and we also look unconscious rather for confirmation than for dismissal

Because of images transported by the media; movies/TV; a lack of knowledge and experience (e.g. never been to a foreign country, no contact with people from foreign nations); and we also look unconscious rather for confirmation than for dismissal

Most of all it is necessary to be aware of them! And then challenge them, confute them.

Schüler hinterfragen und diskutieren die gesammelten Stereotypen und äußern ihre Meinung

 

5. Unterrichtsabschnitt: Transfer (10 Minuten)

Medien: Folie, Tafel
Sozialform: Frontalunterricht
Aktionsform: gelenktes Unterrichtsgespräch
Erwartungshorizont: Die Schüler transferieren das Thema der Stunde auf das Buch Tortilla Curtain. Sie arbeiten Stereotypen in dem Buch heraus und erarbeiten und erkennen damit einen weiteren wesentlichen thematischen Aspekt des Werks.

 

Geplantes LehrerverhaltenErwartetes SchülerverhaltenDidaktischer Kommentar

Es wird eine Folie mit einem Zitat von Boyle zu dem Buch aufgelegt.

L: Here´s a statement Boyle made about his attitude towards writing his novel. What do you make out of this statement?
(eventuell auf das Wort stereotype an der Tafel deuten)
What does liberal mean, how does Delaney see himself? And Kyra? How are the characterized?

And how do they behave? E.g.: How does Kyra react when she sees the dog in the car?
And what does Kyra do when she sees Mexicans occupy the area near a house she wants to sell?

And Delaney?

So is that liberal? Whatt does Boyle do in his novel? Right: he challenges a stereotype. He shows how hollow they can be.

Are there any other stereotypes?

Zeigt eventuell auf Tafel: gender/sex:
Think about Kyra and America.
And who takes care of the children?

And he also plays with stereotypes. Kyra considers herself a strong woman but how does she behave when the coyote kills the dog? America on the other side sees herself rather in a traditional role but she´s the one who works initially and she likes it.

Wieder auf Tafel zeigend, auf Nationality / Race. How about this?
Eventuell als Hilfe: Think about the graffitis.

So if we sum it up: What is Boyles attitude towards stereotypes, how does he use them in the novel?

Das Zitat wird vorgelesen. It stands for being open-minded, tolerant.
They see themselves in that way. In the beginning they behave like activists; they try to save an animal, they are against the fence;
But they change very quickly as soon as they are affected personally. He even becomes a racist. In both families, the women work and the men stay at home. She becomes suddenly helpless and weak. He also shows how wrong prejudices are. Everybody expects that for example the graffities are sprayed by an Mexican but then it´s a white boy from wealthy educated family. He challenges and ridicules them;
Die Überleitung zum Buch geschieht durch die Interpretation des Zitats; Schüler stellen Zusammenhang zwischen dem Thema der Stunde und dem Buch her und erkennen dessen Bedeutung im Werk.

 

Fußnoten:
[1] Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport Berlin: Rahmenlehrplan für die gymnasiale Oberstufe. Englisch. Berlin: 1. Auflage 2006
[2] a.a.O.

 

 

 



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