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Der Adventskranz - Tom macht sich auf den Weg zum Christkind
Datum: 20. März 2009 Kommentare: 0
Zusätzliche Informationen:
Beschreibung:
Die SchülerInnen sollen den Sinn des Adventskranzes verstehen. Hierzu soll ihnen vermittelt werden, dass die Adventszeit als eine Zeit des Wartens und der Vorbereitung auf die Geburt des Erlösers erst seit dem 5. Jahrhundert gefeiert wird. Durchgeführt in einer 1. Klasse.

Der Adventskranz - Tom macht sich auf den Weg zum Christkind
Der Adventskranz - Tom macht sich auf den Weg zum Christkind
- Wir bringen Licht in das Leben anderer Menschen
1. Didaktische Analyse
a. Ziele
Verankerung im LP (Themenbereich):
1.3 Advent und Weihnachten erleben; 1.3.1 Sich auf Weihnachten vorbereiten
Stundenthema:
Der Adventskranz - Tom macht sich auf den Weg zum Christkind - Wir bringen Licht in das Leben anderer Menschen
Stundenziel:
Die Schüler sollen anhand einer Erzählung den Sinn eines Adventskranzes verstehen und wie der Junge der Geschichte Licht in das Leben anderer Menschen bringen.
Feinziele:
Die Schüler sollen:
• durch einen verbalen Impuls angeregt werden, die Überschrift der Geschichte zu formulieren. (Wissen und Erkennen)
• die Geschichte „Tom macht sich auf den Weg zum Christkind" näher kennen lernen, einen Einblick in Toms Verhaltensweisen und Jesu Reaktion erhalten und ein Bodenbild dazu gestalten. (Wissen und Erkennen, Können)
• das Bodenbild bewusst wahrnehmen und erkennen, dass ein Adventskranz entstanden ist. (Wissen und Erkennen)
• den Sinn des Adventskranzes erfassen. (Wissen und Erkennen)
• durch eine Stilleübung die Wärme und das Licht einer Kerze erspüren. (Werten)
• erkennen, wie sie selbst zu den Menschen Licht tragen können. (Wissen und Erkennen)
• durch ein Lied und durch eine eigene brennende Kerze daran erinnert werden, zu den Menschen ein Licht zu tragen. (Wissen und Erkennen; Können)
b. Sequenzschilderung
| Std. | Lehrplan | Stundenthema |
| 1 | 1.3 Advent und Weihnachten erleben 1.3.1 Sich auf Weihnachten vorbereiten | Warten... |
| 2 | 1.3.1 Sich auf Weihnachten vorbereiten | Der Adventskalender zeigt uns die Wartezeit an – Gestaltung eines Adventskalenders |
| 3 | 1.3.1 Sich auf Weihnachten vorbereiten | Der Adventskranz – Tom macht sich auf den Weg zum Christkind – Wir bringen Licht in das Leben anderer Menschen |
| 4 | 1.3.1 Sich auf Weihnachten vorbereiten | Adventslieder singen zum Thema Warten |
| 5 | 1.3.1 Sich auf Weihnachten vorbereiten | Jesus ist für Menschen wie ein Licht – er schenkt Gottes Liebe |
| 6 | 1.3.1 Sich auf Weihnachten vorbereiten | Die heilige Barbara |
| 7 | 1.3.1 Sich auf Weihnachten vorbereiten | Der heilige Nikolaus |
| 8 | 1.3.2 An Weihnachten die Geburt Jesu feiern | Jesus ist geboren – Basteln einer Klassenkrippe |
| 9 | 1.3.2 An Weihnachten die Geburt Jesu feiern | Der Stern zeigt den drei Weisen den Weg – Basteln von Weihnachtssternen |
| 10 | 1.3.2 An Weihnachten die Geburt Jesu feiern | Einladung zu Jesu Geburtstag – Die Weihnachtsfreude weitergeben |
| 11 | 1.3.2 An Weihnachten die Geburt Jesu feiern | Weihnachtliche Klassenfeier |
c. Sachstruktur
Die Adventszeit als eine Zeit des Wartens und der Vorbereitung auf die Geburt des Erlösers wird erst seit dem 5. Jahrhundert gefeiert. Vermutlich wurde sie zunächst durch eine kurze Bußzeit von zirka einer Woche begangen. Erst sehr viel später feierte man die vier Adventssonntage.
Im Hinblick auf das Kirchenjahr ist zu erwähnen, dass dieses mit der Adventszeit beginnt. Obwohl die Adventszeit auch eine Bußzeit ist, wird sie von den Menschen doch mehr als eine Zeit der freudigen Erwartung erlebt und gestaltet. Dies wird durch die Namenstage wichtiger bekannter Heiliger (z. B. die heilige Barbara, die heilige Luzia, der heilige Nikolaus) unterstützt, die ihre Festtage in diesem Zeitraum haben.[1]
Für die frühen Christen begann die Geschichte Jesu mit seinem öffentlichen Wirken, seine Kindheit und Jugend waren nicht von Interesse (siehe das Markusevangelium).[2] Bei Mk wird Jesus als „Sohn Gottes" eingeführt, der unmittelbar als Erwachsener aus Nazaret auftritt und im Jordan getauft wird.[3]
Erst die späteren Evangelien gehen der Frage nach, woher dieser Sohn Gottes kommt. Ausführlich wird erzählt, wie der neugeborene Retter von den Juden, aber auch von den Römern und Heiden wahrgenommen wird:
- von den Hirten (Lk 2,8-20)
- von den Weisen und von Herodes (Mt 2,1-12)
- von Simeon und Hanna (Lk 2,21-39).
Den Evangelisten geht es also mehr um die Auswirkungen als um das Ereignis selbst![4]
Für mich persönlich hat die Adventszeit und das Weihnachtsfest an sich eine große Bedeutung. Es ist die Zeit der Familie. Gemeinsam werden Weihnachtslieder angehört, manche sogar mit Flöten und Gitarre begleitet und gesungen. Zusammen werden Plätzchen gebacken und verziert. Zudem werden abends Gemeinschaftsspiele herausgekramt und in gemütlicher Runde gespielt. Immer scheint eine bzw. scheinen mehrere Kerzen am Adventskranz und erleuchten das dunkle Wohnzimmer. Sie bringen eine gemütliche Stimmung und wohlige Wärme. Die Lichter am Kranz und später auch am Christbaum leuchten in unserer Familie bis zum Fest Lichtmess.
Ohne den Adventskranz könnten wir uns heute die Vorweihnachtszeit überhaupt nicht mehr vorstellen. Überall ist er zu finden, in unseren Wohnungen, Schulen, Büros, aber auch im Supermarkt kann man heutzutage schon Adventskränze kaufen.[5]
Der Adventskranz ist etwa erst seit dem 19. Jahrhundert bekannt (? Der protestantische Oberkirchenrat Johann Heinrich von Wichern wollte um 1860 seinen Waisenkindern das Warten auf Weihnachten erleichtern und ließ einem großen Kronleuchter 24 Kerzen aufstecken. Adventsabend für Adventsabend entzündete er immer eine weitere Kerze. So nämlich konnten die Kinder genau erkennen, wie viele Tage es noch bis Weihnachten waren.[6] ) und hat sich seitdem zu einem der wichtigsten Symbole der Adventszeit entwickelt. Ein klassisch gestalteter Adventskranz kommt ohne jegliche modische Verzierungen aus. Er besteht aus grünen Zweigen, denn grün ist die Farbe der Hoffnung, Hoffnung auf die lang erwartete Ankunft des Erlösers (und Hoffnung auf ein neues Leben nach dem kalten Winter [7] ). Die Kerzen und Bänder sind rot. Sie tragen die Farbe der Liebe. Wenn die Kerzen brennen, spenden die gelben Flammen Licht und weisen auf den erwarteten Jesus, das Licht der Welt, hin. Zudem ist der Adventskranz zum Kreis gebunden, der keinen Anfang und kein Ende hat. Hieraus kann man das Bündnis Gottes mit den Menschen deuten. Die
Kerzenanordnung im Viereck zeigt auf die irdische Ganzheit (vgl. die vier Himmelsrichtungen, die vier Jahreszeiten, die vier Elemente).[8]
Die Kinder können mit ihren Sinnen den hellen Schein einer Kerze auch bei geschlossenen Augen erspüren, ebenso die Wärme, die eine Kerze abgibt. Schließlich spricht auch das Riechen an den frischen Nadelzweigen, die zum Binden eines Adventskranzes erforderlich sind, die Sinne der Kinder an. Vielleicht haben einige Kinder schon im Kindergarten oder mit den Eltern zu Hause Weihnachtsgestecke gebastelt und können von ihren Erlebnissen erzählen.
Persönlich aber liegt mir am Herzen, den Kindern zu vermitteln, dass der Adventskranz uns daran erinnern soll, dass sich die Wartezeit auf die Geburt Jesu Christi mit jedem Licht, das auf dem Kranz entzündet wird, verkürzt. Je mehr Kerzen brennen, desto heller wird es um uns, bis schließlich der Erlöser, Jesus Christus, zu den Menschen „kommt".
Die Adventszeit, besonders welche Wirkung sie auf uns Menschen haben sollte, wurde von Bernhard Lins vortrefflich in seinem Gedicht „Advent" zusammengefasst:
„Nun kommt er wieder, der Advent,
in unsre dunkle Welt,
damit ein Strahl vom großen Licht
auf unsre Erde fällt.
Nun kommt er wieder, der Advent,
im hellen Kerzenschein,
denn bald schon soll´s für dich und mich,
für alle Weihnacht sein.
Nun kommt er wieder, der Advent,
möchte leise sein und still.
Geboren ist ein kleines Kind,
das Frieden bringen will."[9]
d. Schülersituation
Soziologisches Bild der Klasse
Die 1. Klasse der Grundschule K., eine weitere 1. Klasse gibt es an dieser Schule nicht, besuchen derzeit 20 Schülerinnen und Schüler. Allerdings verringert sich die Anzahl der Kinder vor den Weihnachtsferien auf 19. Eine Schülerin wird aufgrund des Umzuges ihrer Familie die Schule wechseln. Bereits am Schuljahresbeginn verließ ein Kind die Klasse wegen eines familiären Umzuges.
Diese 1. Klasse besuchen aktuell elf Mädchen und neun Buben. Alle 20 Schülerinnen und Schüler nehmen am katholischen Religionsunterricht teil. An der Grundschule Kinding ist kein evangelischer Pfarrer zur Erteilung des Religionsunterrichtes vertreten.
Auffällige Kinder möchte ich im Folgenden näher beschreiben:
- J., ein aufgeweckter, oftmals unruhiger und geschwätziger Junge, ist nicht selten unaufmerksam. Am Unterrichtsgeschehen nimmt er allerdings teil, wenn er durch Arbeitsaufträge gefordert wird. Zudem ist er ein kleiner Künstler und zaubert, für einen Jungen seines Alters, schöne Bilder in sein Religionsheft. Mitschüler und Mitschülerinnen jedoch beschweren sich oftmals beim Lehrer, weil J. z.B. schon wieder Schimpfwörter ausgesprochen hat.
- N., ein Junge, der sich nur selten am Unterrichtsgeschehen beteiligt, ist sich zu Hause selbst überlassen. Seine Mutter sprach bereits mit der Klassenlehrerin der 1. Klasse, Frau G., und verdeutlichte, dass N. es bereits jetzt erlernen sollte, seine Aufgaben ordentlich und vor allem alleine zu erledigen. Deshalb ist zu beobachten, dass N. häufig mit der Gesamtsituation überfordert ist und seine Hausaufgaben schlampig oder gar nicht erledigt. Zudem verliert er manchmal die Arbeitsblätter, so dass das Religionsheft selten vollständig ist.
- M. ist das einzige Kind in dieser Klasse, das bereits fließend Lesen und Schreiben kann. Man muss sich der Gefahr bewusst sein, dass sich dieses Kind schnell unterfordert fühlt. Deshalb ist darauf zu achten, das Mädchen aktiv (z.B. Texte dem Kind lesen lassen, welche eigentlich der Lehrer vortragen würde) am Unterrichtsgeschehen teilhaben zu lassen. M. fühlt sich oftmals gestört, wenn ihre Banknachbarin J. ihr das zu gestaltende Bild nachmalt. Allerdings ist dieses Mädchen auch diejenige Schülerin, die an Weihnachten die Grundschule verlassen wird.
- Die Zwillinge B. und B. hängen so stark aneinander, dass sie nur selten Kontakt zu anderen Kindern aufnehmen wollen. Oftmals streichen die beiden alleine über den Pausenhof und schotten sich von ihrer Umwelt ab. Sie sind sich selbst genug. Im Unterricht verhalten sie sich zu still. Sie äußern kaum eigene Unterrichtsbeiträge.
- E. ist ein Kind, das ebenso wie das Zwillingspaar Schwierigkeiten hat, sich auf die Mitschüler einzulassen. In der Pause spielt E. nicht mit ihren Klassenkameraden, sondern „klammert" sich an ihre große Schwester, die die 4. Klasse besucht. Sie weicht ihr nicht von der Seite. Was allerdings ist, wenn in einem Jahr die Schwester die Grundschule verlässt, kann E. dann noch einen engeren Kontakt zu ihren Mitschülern aufbauen?
Entwicklungspsychologische Aspekte
Berührungsängste zwischen Jungen und Mädchen sind in der 1. Klasse noch nicht ausgeprägt. Es ist durchaus möglich, durch das Reichen der Hände einen gemeinsamen Tanz durchzuführen. Solche Berührungsängste, die das Zusammenarbeiten zwischen Mädchen und Buben äußerst schwierig gestalten lässt, beobachtete ich erst später (ganz deutlich schon in der 4. Klasse). Im Pausenhof ist zu beobachten, dass die Kinder keinen Unterschied zwischen Mädchen und Jungen machen. Sie spielen gemeinsam Pausenhofspiele.
Auffällig ist jedoch der Entwicklungsstand der Kinder im Bereich der Malerei. Während einige Kinder, besonders Schülerinnen, schon ausdifferenzierte Gemälde zu Papier bringen können (z. B. Menschenaugen mit Pupillen), stecken mach andere Kinder noch in der „Kopffüßlerphase".
Lernvoraussetzungen der Schüler
Schon kleine Kinder nehmen die Advents- und Weihnachtszeit als eine besondere Zeit wahr. Sie erleben durch ihre Familien, durch den Kindergarten bzw. durch Vereine reichlich Vorbereitungen und Feierlichkeiten zum Weihnachtsfest. Ebenso erfahren die Kinder die Weihnachtsvorbereitungen als hektische und aufregende Zeit. Allerdings ist den meisten Kindern bei Schuleintritt kaum bekannt, um was es in der Weihnachtszeit überhaupt geht. Der Religionsunterricht hat die verantwortungsvolle Aufgabe, dafür ein Verständnis anzubahnen. Die Kinder sollen advent- und weihnachtliches Brauchtum bewusst erleben und sich in den Ritualen geborgen fühlen. Im Religionsunterricht der ersten Klasse bietet sich deshalb die Chance, Kinder Ausdrucksformen des Glaubens, die Symbole, Lieder, Geschichten und Feiern bewusst erleben und kennen lernen zu lassen. So nämlich finden sie Zugang zu den Festen des kirchlichen Jahreskreises, der mit der Adventszeit beginnt. Denn wer z. B. Dunkelheit und Licht nicht wirklich selbst erlebt, kann nicht verstehen, wie man im übertragenen Sinn Licht füreinander sein kann.[10]
Dadurch, dass den Kindern kaum bewusst ist, was genau die weihnachtliche Zeit zu einer Besonderen macht, könnte es Schwierigkeiten bei der Suche nach Zugängen für die Kinder geben. Adventskranz und -kalender symbolisieren die Zeit des Wartens. Aber worauf warten die Menschen eigentlich? Viele Kinder
würden vielleicht sagen: „Dass wir an Weihnachten Geschenke bekommen." Den Kindern ist noch nicht bewusst, dass wir Menschen auf die Geburt Jesu Christi, den Messias, warten und verschiedene Symbole (Adventskranz, -kalender) dies zu verdeutlichen versuchen.
e. Inhaltlicher Schwerpunkt
Eine Orientierung für den Aufbau meiner Unterrichtsstunde bot mir der Unterrichtsbesuch bei einer Lehramtsanwärterin im 2. Ausbildungsjahr, Frau A. Ich versuchte ähnliche Aspekte in meine Unterrichtsstunde einzubauen. Bei manchen Dingen, wie zum Beispiel das Singen des Liedes „Tragt zu den Menschen ein Licht" oder die Bildung des Sitzkreises ist die Verwandtschaft der Unterrichtsstunden besonders ersichtlich. Die stille Arbeit im Sitzkreis beeindruckte mich, worauf ich mich entschloss, ein Bodenbild mit den Schülern meiner Klasse bei meinem Unterrichtsbesuch zu fertigen. Ein Seil soll die Kinder beim späteren Gestalten des Adventskranzes unterstützen und den Kreis auch als solchen ersichtlich werden lassen. Beim Legen des Bodenbildes (Tannenzweige, Kerzen, Figuren, Nüsse, Apfel, Wasser, Brot ...) werden die Kinder aktiv am Unterrichtsgeschehen eingebunden. Zudem können sie sich besser in die Erzählung hineindenken und mit bestimmten Personen identifizieren. Durch Eglifiguren will ich die Geschichte „Tom macht sich auf den Weg zum Christkind" besonders anschaulich für die Erstklässler gestalten. Durch das Legen von Tannenzweigen und Kerzen entsteht schließlich ein großer Adventskranz. Die sinnliche Erfahrung von Wärme und Licht durch eine Stilleübung motiviert die Kinder und macht ihnen bewusst, dass sie selbst Licht in die Welt zu den Mitmenschen tragen können. Das Lied „Tragt zu den Menschen ein Licht" ruft die Kinder förmlich dazu auf, dies auch aktiv zu tun. Die Schüler erhalten zur Erinnerung daran, anderen Menschen Licht zu bringen, kleine brennende Kerzen. Allerdings müssen diese zum Transportieren auch wieder ausgeblasen werden. Für mich sind die Kerzen dennoch ein gutes Mittel, die Kinder für eine gewisse Zeit an ihren guten Vorsatz denken zu lassen.
Meine gewählten Medien ermöglichen, so hoffe ich, den Kindern einen optimalen Zugang zum Thema der Unterrichtsstunde „Der Adventskranz - Tom macht sich auf den Weg zum Christkind - Wir bringen Licht in das Leben anderer Menschen". Der inhaltliche Schwerpunkt liegt darin, dass die Kinder anhand einer anschaulichen und ansprechenden Erzählung den Sinn eines Adventskranzes verstehen (Der Adventskranz zeigt an, wie lange wir noch auf die Geburt des Messias warten müssen.), und die Geschichte und die Einblicke in die Verhaltensweisen von Tom führen dazu, dass sie selbst Licht zu anderen Menschen bringen wollen.
2. Konkrete Unterrichtsverlaufsplanung
Geplante Dauer: 45 Minuten
| Artikulationsstufen | Methode / Sozialform | Inhaltlicher Verlauf / L-SS-Aktivitäten | Medien | Zeit |
| Anfangsphase | Begrüßung Stuhlkreis Gebet und Lied | L und SS begrüßen sich gegenseitig. SS drehen sich um und begrüßen auch den Gast, Herrn Schwarz. L zeigt mit den Fingern die Tischgruppen an. Die SS, die zur Tischgruppe gehören, begeben sich mit ihrem Stuhl in den Sitzkreis. L: „Im Namen des Vaters … .“; L und SS sprechen das Gebet und singen anschließend gemeinsam das Lied „Lasset uns gemeinsam …“ und klatschen dazu. | Gebets- und Liedtext | 8:30 8:35 |
| Motivationsphase | Impuls LE Impuls vorl. ZA | L benennt einige SS, die gemeinsam das Seil zu einem Kreis spannen und auf den Boden legen. L füllt den „Seilkreis“ mit einem grünen Tuch. Spontane SSÄ L: „Was es mit dem grünen Kreis auf sich hat, wollen wir in der heutigen Stunde hören. Zunächst aber möchte ich euch einen kleinen Jungen vorstellen. …“ (Teil 1) L: „Tom hat vom neugeborenen König der Juden gehört. Er möchte das Christkind auf der Welt willkommen heißen. Deshalb hat er etwas ganz besonderes vor.“ SSÄ: „Tom macht sich auf den Weg zum Christkind.“ | Seil grünes Tuch Eglifigur Tom, ärmlich gekleidet, 3 Nüsse, 1 Apfel, 1 kl. Brot, 1 Wasserflasche | 8:38 8:40 8:43 |
| Erarbeitungsphase 1. Erarbeitung 2. Erarbeitung | LI LE SS-Aktivität UG LI LE SS-Aktivität (Bodenbildgestaltung) | L: „Immer wenn Tom unterwegs ist, legen wir grüne Zweige als Zeichen dafür auf das Seil am Boden.“ Geschichte: Tom begegnet vier Menschen auf dem Weg zum Christkind L erzählt die Geschichte „Tom macht sich auf den Weg zum Christkind“ weiter (Teil 2). SS gestalten das Bodenbild zur Erzählung. L: „Seht mal unser Bodenbild an. An was erinnert es euch?“ SSÄ (Adventskranz) L: „Der Adventskranz in unserer Zeit und besonders die Kerzen, die wir nacheinander anzünden, zeigen und sagen uns (? wie auch schon der Adventskalender in der vergangenen Unter- richtsstunde) etwas ganz Besonderes. SSÄ (Wie lange wir noch auf die Geburt Jesu warten müssen) L: „Je mehr Kerzen brennen, desto näher ist das Fest der Geburt Jesu Christi, das Weihnachtsfest.“ L: „Es brennen schon vier Kerzen am Adventskranz. Was bedeutet das?“ SSÄ (Hl. Abend, Weihnachten ist schon da) L: „In der Geschichte von Tom haben wir gehört, dass das Christkind, Jesus Christus, geboren wurde. Was feiern wir demnach an Weihnachten?“ SSÄ (Die Geburt, den Geburtstag Jesu) Geschichte: Tom findet das Christkind L erzählt die Geschichte „Tom macht sich auf den Weg zum Christkind“ weiter (Teil 3). SS gestalten das Bodenbild zur Erzählung. (Wenn noch Zeit wäre, bestünde die Möglichkeit: SS können mit Legematerialien die Freude des Christkindes ausdrücken und das Bodenbild verschönern; jeder SS sucht sich 3 Legematerialien aus!) | Tannenzweige 4 Kerzen, 4 Untersetzer, Zündholz, 4 Eglifiguren Bild vom Jesuskind (Legematerial) | 8:45 8:55 8:58 |
| Vertiefungsphase | Stilleübung | L: „Schließe deine Augen und werde ganz ruhig und still. Öffne deine Augen erst wieder und bleibe still, wenn du den Lichtstrahl und die Wärme einer Kerze vor deinem Gesicht spürst.“ SS schließen Augen; L geht mit brennender Kerze von Kind zu Kind. L: „Was war das für ein Gefühl? Was hast du gefühlt?“ SSÄ (Wärme, Licht) L und SS stehen auf und bleiben im Kreis stehen. | brennende Kerze | 9:02 |
| Transfer | UG Impuls Lied Impuls ZA | L: „Wir haben gehört, dass Tom den Menschen Licht in ihr Leben gebracht hat. Was könnte das denn bedeuten?“ SSÄ (anderen Menschen helfen wie Tom) ODER – L: „Wie können wir anderen Menschen Licht bringen?“ SSÄ (anderen Menschen helfen wie Tom) Nach jeder SSÄ singen des Liedes (mit Gesten): „Tragt zu den Menschen ein Licht“ L und SS setzen sich wieder. L: „Wenn ihr gut auf den Text des Liedes gehört habt, wisst ihr was wir Kinder und auch ich, eure Lehrerin, in Zukunft zu tun haben.“ SSÄ: „Wir sollen Licht in das Leben anderer Menschen bringen.“ | Liedtext | 9:05 |
| Aktualisierung | AA | L: „Ich schenke euch nun eine brennende Kerze. Sie soll euch daran erinnern, dass auch ihr zu den Menschen ein Licht tragen sollt. Haltet die Kerze gerade, still und ordentlich in euren Händen.“ SS erhalten symbolisch eine brennende Kerze (Untersetzer! ? L entzündet Kerzen am Adventskranz in der Stuhlkreismitte). | 20 brennende Teelichter; 20 Untersetzer | 9:10 |
| Schlussphase | Lied AA Sitzkreis auflösen | L und SS stehen nochmals auf und singen gemeinsam, mit den brennenden Kerzen in den Händen, das Lied: „Tragt zu den Menschen ein Licht“ L: „Blast die Kerze bitte jetzt wieder aus, damit ihr diese Kerze gut nach Hause transportieren könnt.“ SS blasen Kerzen aus! Vorsicht: Kerzenwachs vielleicht noch flüssig! L zeigt mit den Fingern die Tischgruppen an, die den Sitzkreis verlassen und wieder zu ihrem festen Sitzplatz gehen dürfen. | Liedtext | 9:15 |
Fachliteratur:
• Bichler, Albert: Feste und Bräuche. Mit Kindern feiern. München 1997.
• Die Bibel. Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift. 1. Aufl. Stuttgart 1999.
• Kogler, Franz (Hrsg.): Herders neues Bibellexikon. Freiburg - Basel - Wien 2008.
• Lehrplan für die bayerische Grundschule. 5. Aufl. München 2005.
• Ort, Barbara; Rendle, Ludwig (Hrsg.): fragen - suchen - entdecken 1. Arbeitshilfen. München 2002.
Fußnoten:
[1] Vgl. Ort, Barbara; Rendle, Ludwig (Hrsg.): fragen - suchen - entdecken 1. Arbeitshilfen. München 2002, 111.
[2] Vgl. Ort, Barbara; Rendle, Ludwig (Hrsg.): fragen - suchen - entdecken 1. Arbeitshilfen. München 2002, 111.
[3] Vgl. Kogler, Franz (Hrsg.): Herders neues Bibellexikon. Freiburg - Basel - Wien 2008, 232.
[4] Vgl. Ort, Barbara; Rendle, Ludwig (Hrsg.): fragen - suchen - entdecken 1. Arbeitshilfen. München 2002, 111.
[5] Vgl. Bichler, Albert: Feste und Bräuche. Mit Kindern feiern. München 1997, 88.
[6] Vgl. Bichler, Albert: Feste und Bräuche. Mit Kindern feiern. München 1997, 89.
[7] Vgl. Bichler, Albert: Feste und Bräuche. Mit Kindern feiern. München 1997, 89.
[8] Vgl. Ort, Barbara; Rendle, Ludwig (Hrsg.): fragen - suchen - entdecken 1. Arbeitshilfen. München 2002, 114.
[9] Bichler, Albert: Feste und Bräuche. Mit Kindern feiern. München 1997, 87.
[10] Vgl. Ort, Barbara; Rendle, Ludwig (Hrsg.): fragen - suchen - entdecken 1. Arbeitshilfen. München 2002, 111.
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