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Volumen des Quaders und Kreatives Schreiben
Datum: 06. Mai 2009 Kommentare: 0
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Beschreibung:
Hierbei handelt es sich um einen Praktikumsbericht mit 2 kompletten Unterrichtsentwürfen für eine 6. Klasse Thema: "Volumen des Quaders" und eine 2. Klasse Thema: "Kreatives Schreiben". Durchgeführt in einer 2. Klasse.

Volumen des Quaders und Kreatives Schreiben
Volumen des Quaders (6. Klasse) und Kreatives Schreiben (2. Klasse)
1. Einleitung
Eingeflochten in den Bachelor-Studiengang ist ein zweigeteiltes Praktikum, genannt vorbereitende Studien I und II (VBS I und II). Den ersten Teil des Praktikums absolvierten ich und 15 andere Studenten jeden Mittwoch vom 16. April bis zum 09. Juli. 2008 an der GHS Schuntersiedlung. Der zweite Teil, ein dreiwöchiges Blockpraktikum vom 22.09. bis zum 10.10.08, fand ebenfalls an derselben Schule statt. Die GHS Schuntersiedlung ist eine Hauptschule mit integrierter Grundschule. Ich hospitierte im VBS I zusammen mit 3 anderen Kommilitoninnen in einer 6. Klasse im Mathematikunterricht bei unserem Praktikumsleiter, der gleichzeitig Klassenlehrer war. Außer Beobachtungsaufgaben hatten wir jedesmal nach der Hospitation die Nachbereitung der Stunde als Thema sowie anschließend ein Seminar mit allen an dieser Schule hospitierenden Studenten zum Thema Unterrichtstheorie. Am Ende des VBS I mussten jeweils zwei Studenten in Partnerarbeit eine Unterrichtsstunde vorbereiten, durchführen und reflektieren. So wurden Theorie und Praxis gut miteinander verzahnt. Im VBS II wurde mehr Wert auf die Praxis gelegt. Diesmal waren wir in einer zweiten Klasse in der Grundschule zu Besuch und auch hier mussten wir selbstständig eigene Unterrichtsstunden vorbereiten, halten und reflektieren.
2. Die Praktikumssituation
2.1 Die Grund- und Hauptschule Schuntersiedlung
Die GHS Schuntersiedlung wurde 1952 gebaut und für damalige Verhältnisse sehr modern ausgestattet. So besitzt jeder Klassenraum einen Gruppenraum, der direkt am Klassenraum anschließt. Zudem gibt es verschiedene Fachräume, wie einen neu renovierten Biologieraum, einen Computerraum, einen Physikraum, einen Werk- und Technikraum sowie einen Hauswirtschaftsraum. Zudem wurde ein Schulgarten angelegt, der eine Kräuterspirale und Obstbäume enthält. Die Aula der Schule umfasst ca. 300 Sitzplätze und eine Bühne.
Seit 2006 bietet die GHS Schuntersiedlung ihren Schülern eine Mensa, in der Platz für ca. 150 Schüler ist, sowie einen Freizeitbereich, mit einem Fitnessbereich zwischen Grundschule und Turnhalle sowie ein DFB Mini-Fußballfeld auf dem Schulhof. Zudem wurden neue Büroräume für Sozialpädagogen eingerichtet.
2.2 Der Schulbezirk
Bei der einzügigen Grundschule ist ein Einzugsbereich festgelegt. Dieser umfasst verschiedene Straßenzüge. Die Bewohner sind hauptsächlich Angestellte, Arbeiter, Dozenten und Studenten. Für Familien mit Kindern stehen modernisierte Wohnungen zur Verfügung. Neubauten sind auf Grund des Hochwassergebietes Schunteraue nicht möglich, d. h. es gibt wenige Einzelhäuser. Der Ausländeranteil in der Grundschule beträgt 2 bis 3 pro Klasse, also ca. 10%, und ist damit verhältnismäßig niedrig.
Bei der Hauptschule gibt es hingegen kein Einzugsgebiet. Somit kommen die Schüler aus der ganzen Stadt. Unter den Schülern, bei denen der Ausländeranteil bei ca. 15 bis 20% liegt, sind viele verschiedene Nationalitäten vertreten. Dazu zählen Türken, Polen, Tunesier, Italiener, Russen, Indonesen und Brasilianer. Die Elternhäuser der Schüler sind sehr gemischt, wobei viele Familien staatliche Unterstützung bekommen. Zudem liegen oft familiäre Probleme vor, wie z.B. unvollständige Familien, finanzielle Probleme und Migrantenprobleme. Als Folge daraus ergibt sich für die Schüler, dass sie nur selten in Vereine beitreten können und sich eine aktive Freizeitgestaltung oft als schwierig erweist. Diese Familien werden vom Staat unterstützt, indem den Schülern kostenlose Fahrkarten und Leihbücher zur Verfügung gestellt werden. Außerdem werden ihnen die Materialkosten für Technik- und Hauswirtschaftskurse erstattet. Doch auch die Schule bietet Schülern mit schwierigem familiärem Hintergrund ihre Unterstützung an. So können die Schüler für 2,50 Euro in der Schule zu Mittag essen und für die Klassenstufen 5 bis 7 werden Hausaufgabenbetreuung und Freizeitaktivitäten angeboten. Auch können die Schüler an Arbeitsgemeinschaften teilnehmen. Hierbei steht ihnen eine große Auswahl an Sport- und Freizeitaktivitäten zur Auswahl.
2.3 Beschreibung der Klassen
Im VBS I hospitierten wir (3 Kommilitoninnen und ich) in einer 6. Klasse der Hauptschule. Sie besteht aus insgesamt achtzehn Schülerinnen und Schüler. Davon sind elf männlich und sieben weiblich. Neun der achtzehn SchülerInnen stammen aus Familien mit Migrationshintergrund, was einen Anteil von 50% ausmacht. Bei den Zahlen mit einbezogen ist ein Schüler, der im Laufe des Praktikums von der Realschule neu in die Klasse hinzugekommen ist. Im VBS II mussten wir die Klasse wechseln. Wir kamen in die 2. Klasse der integrierten Grundschule. Sie besteht aus insgesamt zweiundzwanzig Schülerinnen und Schüler. Davon sind zwölf männlich
und zehn weiblich. In der Klasse stammen sechs Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund, was etwas mehr als 25% der Klasse ausmacht. Einige SchülerInnen haben gewisse Lernschwierigkeiten (z.B. Therapeutisch in Behandlung, geringe Kenntnisse der deutschen Sprache etc.). Dem entgegenwirken tut man mit Förderstunden in Mathematik und Deutsch für gewisse SchülerInnen.
2.3.1 Sozio-ökonomische Verhältnisse
Viele der SchülerInnen stammen aus Familien mit sozialen und finanziellen Problemen. So sind viele Eltern der SchülerInnen der Klasse arbeitslos, werden staatlich unterstützt oder leben über ihren Verhältnissen. Neben den finanziellen Problemen, die sich dadurch für die Familien ergeben, liegen bei vielen Familien auch soziale Probleme, wie z.B. instabile familiäre Verhältnisse vor. Zudem gibt es bei den Familien mit Migrationshintergrund häufig Integrationsprobleme. Ein weiteres Problem, dass sich aus der finanziellen Not und der damit verbundenen Unzufriedenheit der SchülerInnen ergibt, ist, dass oft Gewalt angewendet wird oder Resignation und Unlust des Kindes entstehen, wobei diese Gewaltbereitschaft und Unzufriedenheit bereits im Elternhaus entsteht bzw. vorgelebt wird.
2.3.2 Soziales Klima
Das soziale Klima innerhalb der 6. Klasse ist im Allgemeinen recht angespannt. So arbeiten die meisten SchülerInnen zwar gut zusammen und verbringen ihre Pausen weitestgehend gemeinsam, jedoch lässt sich Gruppenbildung beobachten, also Mädchen und Jungen weitgehend getrennt voneinander sitzen. Unter den Jungen sind für das Alter typische Machtkämpfe zu beobachten. In der Klasse befinden sich jedoch auch Außenseiter. Dazu zählt zum einen F., der für die Bearbeitung der gestellten Aufgaben oft sehr viel länger braucht als der Klassendurchschnitt. Des Weiteren zählt auch A. dazu, die gute Leistungen erzielt aber sehr schüchtern ist und dadurch keinen Anschluss an die Gruppe findet. In Gruppenarbeiten ist aufgefallen, dass sie meist die Aufgaben alleine berechnet und sich weigert, den anderen bei der Bearbeitung zu helfen. Ferner können auch R. und H. als Außenseiter beschrieben werden. Während R. nicht so sehr daran interessiert zu sein scheint, sich in die Klassengemeinschaft zu integrieren, versucht H. oft mit unnötigen Fragen oder falschen Ergebnissen die Aufmerksamkeit der Klasse und der Lehrer auf sich zu lenken.
In der 2. Klasse ist auf Grund des Entwicklungsstandes der Kinder eine positive Grundstimmung vorhanden. Nur wenige Kinder, wie z.B. J., M. oder P. zeigen
Verhaltensauffälligkeiten, die das Sozialklima der Klasse beeinträchtigen. Dem wir mit einem „Smileyzettel„ für jeden der drei entgegengewirkt, wo jeder Lehrer das Arbeits- und Sozialverhalten nach der Stunde bewerten und eintragen soll. Dann wird er den Eltern zu Hause vorgezeigt, und so können die Eltern verfolgen wie sich ihr Kind im Unterricht verhält bzw. benimmt und entsprechende Maßnahmen treffen. Die Sitzordnung ist in 4 Gruppentische aufgeteilt, in der jeder Tisch für sich Sterne sammeln kann z.B. für schnelles und leises Aufräumen oder Bearbeiten einer Aufgabe. Welcher Tisch fünf Sterne gesammelt hat bekommt eine kleine Belohnung. Das funktioniert sehr gut, da die Kinder so zu Disziplin nach dem Wettkampfprinzip erzogen werden, ohne dass sie es überhaupt merken.
2.3.3 Arbeitsverhalten und Leistungsstand
Die SchülerInnen der 6. Klasse waren meist motiviert, etwas zu lernen. Bei der Bearbeitung einer längeren Aufgabe kamen jedoch oft Schwierigkeiten bei der Konzentration auf. So ließen sich die SchülerInnen leicht ablenken und bei Schwierigkeiten wurde sofort beim Lehrer um Hilfe gebeten. Auch bei der Ordnung und Strukturierung ihrer Rechnungen im Mathematik-unterricht kamen bei vielen SchülerInnen Probleme auf. Bei der Arbeit in Gruppen wurden die Aufgaben häufig von einem Schüler bearbeiten, während die anderen die Lösungen übernahmen. Hierbei kam es jedoch immer auf die Gruppenkonstellation an, die ständig wechselte und zufällig anhand von Karten getroffen wurde. Dazu muss an dieser Stelle gesagt werden, dass die Gruppenarbeit in der Klasse erst eingeführt wurde und sich die SchülerInnen daran erst gewöhnen mussten. Der Leistungsstand der einzelnen SchülerInnen der Klasse weicht deutlich voneinander ab. Während einige mit den gestellten Aufgaben deutliche Probleme hatten, schienen andere damit unterfordert zu sein. Zudem unterschied sich das Lerntempo sehr stark voneinander. Auffällig war, dass viele Schüler Schwierigkeiten bei den Grundrechenarten, wie z.B. der schriftlichen Multiplikation, hatten.
Ähnlich war es in der 2. Klasse. Auch hier wich der Leistungsstand der Schüler deutlich voneinander ab. Während einige schon Zusatzaufgaben bearbeiteten, waren andere noch damit beschäftigt die erste Aufgabe zu verstehen, die ihnen die Lehrerin aufgetragen hatte. Besonders beim Lesen hatten vor allem die Kinder mit Migrationshintergrund ihre Probleme. Auch Lustlosigkeit und Ungehorsam schlich sich bei einigen ein. Darunter litt dann das Arbeitsverhalten beträchtlich. Doch meist waren alle Kinder motiviert und mit Freunde bei der Sache. Vor allem im Sachunterricht (z.B. Thema Schnecken und Regenwürmer) war dies bei Erkundungen auf dem Schulgelände deutlich zu erkennen.
2.3.4 Anmerkungen zum Klassenraum
Der Klassenraum der 6. und 2. Klasse ist großzügig gestaltet und besitzt einen kleinen Gruppenraum. Als Präsentationsmittel dienen eine Tafel und ein Projektor. Die Tische in der 6. Klasse sind in Form eines Hufeisens mit Einschüben angeordnet. In der 2. Klasse werden Gruppentische als Sitzordnung bevorzugt (s. Punkt 2.3.2) um das Arbeitsverhalten und Gruppengefühl zu stärken. Die Gestaltung des Klassenraumes mit Bildern und Ähnlichem in der Grundschule ist natürlich viel ausgeprägter als in der 6. Klasse. Es wird einfach mehr Wert darauf gelegt.
3. Unterrichtsvorbereitung VBS I
3.1 Sachanalyse
In der Unterrichtsstunde soll das Volumen eingeführt werden. Dabei haben wir uns zunächst auf das Volumen eines Quaders beschränkt. Bei dem Volumen handelt es sich um den Rauminhalt eines mathematischen Körpers, also dessen Fassungsvermögen. Um das Volumen eines Quaders zu berechnen, muss zunächst die Grundfläche des Körpers berechnet werden. Dazu werden die Seitenlängen miteinander multipliziert. Anschließend wird die Grundfläche mit der Höhe des Quaders multipliziert. Das Ergebnis der Multiplikation ist das gesuchte Volumen. Die Formel zur Berechnung des Volumens lautet demnach a x b x h (Länge mal Breite mal Höhe).
Beim Ausmessen des Klassenraumes werden ein Zollstock und ein Rollmaß verwendet. Beim Zollstock, der korrekt Gliedermaßstab genannt wird, handelt es sich um ein Messgerät zur Bestimmung von Längen. Der Name kommt vermutlich daher, dass früher ein Stock einer Länge eines Fußes, einer Elle oder eines Klafters in Zoll eingeteilt wurde.[1] Ein Rollmaß ist ebenfalls ein Messgerät zur Bestimmung von Längen. Der Vorteil liegt für das Ausmessen des Klassenraumes darin, dass man damit eine Länge von bis zu 10 Metern ausmessen kann.
3.2 Didaktische Analyse
Die Kerncurricula für die Hauptschule im Fach Mathematik für die fünfte und sechste Klasse beinhalten das Thema „Flächeninhalte und Rauminhalte“.[2] Dazu zählen auch Berechnungen am Quader, wie z.B. die Berechnung des Volumens.
Die Volumenberechnung schließt direkt an die Bestimmung von Flächeninhalten an, die die SchülerInnen zuvor ausführlich behandelt haben. Dies wird in der Unterrichtsstunde als Mindestwissen vorausgesetzt, da nur so die Formel des Volumens verstanden werden kann.
Das Volumen begegnet den SchülerInnen ständig in ihrem Alltag. Dies wurde in der Stunde durch den Einstieg anhand eines Tetrapacks sowie der Berechnung des Volumens des Klassenraums deutlich. Zudem ist die Berechnung von Flächen- und Rauminhalten zum einen für die Abschlussprüfungen und zum anderen für die Ausübung vieler Berufe notwendig.
Neben den rein fachlichen Lernzielen werden hier auch allgemeine Lernziele eingebracht. Dazu zählen zum einen das Arbeiten im Team und zum anderen das korrekte Ausmessen von Längen.
Die einzelnen Inhalte, die in der Stunde vermittelt werden sollen bauen aufeinander auf. So wird zunächst der Begriff des Volumens geklärt, anschließend die Formel dazu herausgearbeitet und schließlich anhand von einer Beispielaufgabe geübt. Das am Ende der Stunde zu verteilende Arbeitsblatt dient der Überprüfung des Lernprozesses.
Für die Klasse scheint als Methode eine Mischung aus einem fragend-entwickelnden Unterrichtsgespräch und Partner- oder Gruppenarbeit geeignet.
3.3 Lernziele
Lernziele können in Fein- und Groblernziele unterschieden werden.
Groblernziel: Kenntnisse über die Berechnungsgrundlagen erlangen bzw. vertiefen und das Volumen des Quaders berechnen können.
Feinlernziele:
1. Den Vorgang des Messens artikulieren und genau beschreiben
2. In Gruppen verschiedene Längen ausmessen.
3. Ihre Ergebnisse nennen und miteinander vergleichen.
4. Bezug Alltag und Mathematik (Körper) herstellen
5. Zollstock und Rollmaß kennenlernen
6. Selbstständiges Erarbeiten des Begriffs Volumen
3.4 Methodische Überlegungen
Zunächst soll der Begriff „Volumen“ geklärt werden und die SchülerInnen sollen zudem eine räumliche Vorstellung davon bekommen. Außerdem sollen sie die Formel zur Berechnung des Volumens verstehen und praktisch anwenden können. Weitere Ziele sind die Herstellung eines Bezugs von einem Alltagsgegenstand zum Mathematikunterricht, die Artikulation und Beschreibung des Messvorgangs, das Schätzen von Längen, das Ausmessen von Längen in Form
von Partnerarbeit, das Kennenlernen von Zollstock und Rollmaß sowie das selbstständige Arbeiten. Als Einstieg in das Thema Volumen wurde ein stiller Impuls gesetzt, indem den SchülerInnen ein Tetrapack gezeigt wurde. Um die SchülerInnen auf das Thema zu lenken wurde die Frage gestellt, was dieser Gegenstand mit Mathematik zu tun hat. Diesen Einstieg haben wir gewählt, da das Tetrapack einen Bezug zum Alltag darstellt und sich gut für ein Beispiel eines Quaders eignet. Zudem vereinfacht es die Vorstellung von einem Volumen, da die SchülerInnen aus dem Alltag wissen, dass darin eine gewisse Menge an Flüssigkeit beinhaltet ist. Durch diesen Alltagsbezug sollen die Schüler motiviert werden, sich mit dem Thema des Volumens auseinanderzusetzen. Hierbei ist zu erwarten, dass die Unterrichtsdiskussion schnell vom Thema abkommen kann. Daher muss darauf geachtet werden, rechtzeitig dagegen zu lenken und den Unterrichtsverlauf zu steuern. Die Anwendung des erlernten erfolgt in Form der Berechnung des Volumens des Klassenraums. Auch hier wird eine Verbindung zum Alltag geschaffen und dadurch sollen die SchülerInnen motiviert werden. Zudem bringt das Ausmessen der Wände des Klassenraumes Abwechslung in den Unterricht, da die Schüler hier in Partnerarbeit aktiv werden können. Als weitere Übung wurde ein Arbeitsblatt angefertigt, das bearbeitete werden soll, falls am Ende der Unterrichtsstunde noch etwas Zeit verbleibt.
Als Medien fungierten vor allem die Tafel aber auch ein Tetrapack, ein Rollmaß und Zollstock sowie ein Arbeitsblatt. Die Ergebnissicherung soll durch mündliches vergleichen der Ergebnisse sowie Berechnung an der Tafel erfolgen.
3.5 Verlaufsplanung
Stundenthema: Einführung in die Volumenberechnung von Quadern
| Zeit | Phase | geplantes Lehrerverhalten | erwartetes Schülerverhalten | Medien, Aktions-, Sozialform | didaktisch- methodischer Kommentar |
| 10:00 bis 10:05 Uhr | Einstieg/ Motivation | Begrüßung, Lehrer zeigt Schülern Tetra-Packung unter der Fragestellung: „Was hat diese Packung mit Mathematik zu tun?“ und eröffnet so die Diskussion | Schüler erkennen, dass die Tetra-Packung ein Alltagsgegenstand ist, der mit mathematischen Mitteln messbar ist. | Tetra-Pack., Klassen-diskussion, Tafelbild „Quader“ | Durch das Zeigen der Packung wird das Problem visualisiert (Vorstellungs-kraft); die Schüler können besser begreifen, wenn sie sehen und einen Alltagsbezug herstellen. |
| 10:05 bis 10:20 Uhr | Hinführung | Lehrer führt vom Alltag (Tetra-Pack) weg, hin zu mathematischen Grundbegriffen (Volumen, Länge, Höhe, Breite, Einheit etc.) und sammelt und erklärt diese an der Tafel | Schüler erkennen den Körper (Quader), können seine Maße (Länge, Höhe, Breite) bestimmen, und inwiefern die Packung gefüllt ist (1l = Rauminhalt) | Lehrer-Schüler Dialog, Tafelbild „Quader“ | Die Schüler greifen auf ihr Vorwissen über den Körper Quader zurück, Sie erkennen die mathematische Beziehung zum Alltagsgegen-stand. |
| 10:20 bis 10:40 Uhr | Erarbeitung | Lehrer lässt mehrere Schüler mit Rollmaß die Breite u. Länge der Klasse, sowie die Höhe mit dem Zollstock ausmessen Fragestellung: Wieviel Luft passt in dieses Klassenzimmer? (V=?) | Ausgewählte Schüler messen und benennen die Seitenlängen, Mitschüler erstellen zusammen mit Lehrer Tafelbild der Klasse. | Tafelbild „Klassenraum“, Material: Zollstock und Rollmaß, Gruppenarbeit, Schüler-interaktionen im Klassengespräch | Anhand eines weiteren Alltagbeispiels verdeutlichen, wo man Körpern begegnen kann, erste Anwendung von Berechnungen, Schüler machen praktische Erfahrungen und erarbeiten sich selbstständig die Berechnungsgrundlagen |
| 10:40 bis 10:45 Uhr | Auswertung / Vertiefung | Lehrer lässt Schüler die Ergebnisse vortragen er fasst die Stunde kurz zusammen, verteilt AB „Schatzkiste“ zur Bearbeitung (evtl. als HA), Verabschiedung | Schüler fassen Ergebnisse zusammen, Beantwortung der Fragestellung | Arbeitsblatt „Schatzkiste“, Schüler-Lehrer Dialog | Schüler können sich selbst kontrollieren, ob Ergebnisse übereinstimmen, Arbeitsblatt zum besseren Verständnis = Überprüfung ob Ziel erreicht wurde. |
3.6 Arbeitsmaterialien und Methoden
Als Arbeitsmaterialien dienten das Tetrapack als Motivation zum Einstieg, das Rollmaß und der Zollstock zum Ausmessen des Klassenraumes sowie das Arbeitsblatt „Die Jagd nach dem Piratenschatz“. Als Methode wurde überwiegend das fragend-entwickelnde Unterrichtsgespräch angewendet. Zudem kam Partnerarbeit bei dem Ausmessen des Klassenraumes mit dem Rollmaß.
3.7 Nachbereitung/Reflexion der Unterrichtsstunde
Die Unterrichtsstunde ist im Allgemeinen erfolgreich verlaufen. Die Zeitplanung konnte ohne Probleme eingehalten werden. Die SchülerInnen wurden durch den Einstieg anhand des stillen Impulses motiviert, mitzuarbeiten. Ihnen gelang es zudem, einen Bezug vom Alltagsgegenstand, dem Tetrapack, zum Mathematikunterricht herzustellen. In der Hinführung konnten sie die Seiten des Quaders richtig benennen und anschließend die Formel zur Berechnung des Quaders verstehen. Anschließend haben die SchülerInnen die Seitelängen und die Höhe des Klassenraumes erfolgreich mit dem Rollmaß und dem Zollstock ausgemessen. Diese Messwerte konnten sie auf das Tafelbild übertragen. Dadurch wurde deutlich, dass sie die einzelnen Seiten benennen können. Bei der Berechnung des Volumens anhand der Formel gab es jedoch Schwierigkeiten. Um sicherzustellen, dass alle SchülerInnen die Berechnung durchführen können, wurde der Auftrag gegeben, die Aufgabe einzeln zu bearbeiten. So konnte schließlich das Ergebnis der Aufgabe gelöst werden. Hier gab es Unsicherheiten auf Seiten des Lehrers, die durch eine sorgfältigere Vorbereitung in Form von einem vorherigen Ausmessen des Klassenraums vermieden hätten werden könnten. Zum Abschluss wurde das Arbeitsblatt „Die Jagd nach dem Piratenschatz“, bei dem das Volumen einer Schatzkiste berechnet werden sollte, verteilt und verglichen. Die SchülerInnen waren auch am Ende der Stunde noch sehr motiviert und es gelang ihnen, das Arbeitsblatt erfolgreich zu lösen.
4. Beschreibung und Analyse eines Beobachtungsschwerpunktes
Im VBS I haben wir uns in der Hospitationsstunde mit dem Verhalten von Lehrern, Schülern, der Interaktion zwischen Schülern und Lehrern und der Beziehung zwischen Schülern beschäftigt. In einer Mathematikstunde haben wir das Lehrerverhalten mit folgenden Beobachtungs-schwerpunkten untersucht: Wie beginnt der Lehrer den Unterricht? Wie motiviert der Lehrer die Schüler? Wie strukturiert der Lehrer seine Stunde? und wie diszipliniert der Lehrer die Schüler?
Dies alles waren die Fragestellungen, die wir uns für diese Stunde stellten. Die Stunde beginnt mit Verspätung, da 3 Schüler zu spät aus der Pause kommen. Sie entschuldigen sich und Herr J. weist noch einmal auf die Bedeutung des pünktlichen Unterrichtbeginns hin. Herr J. beginnt dann seinen Unterricht mit einem „Guten…“ und die Schüler erwidern mit „…Morgen“. Dadurch erreicht er, dass die Schüler die Konzentration auf den Unterricht lenken. Er motiviert die Schüler durch einen stillen Impuls, ein Viereck als Tafelbild. So ist jeder eingebunden und soll an dem Problem mitarbeiten. Nach dem stillen Impuls macht Herr J. weiter mit dem Austeilen eines Arbeitsblattes. Dies wird anschließend in Stillarbeit bearbeitet. Danach wird in Partnerarbeit verglichen. Anschließend erfolgt die Ergebnissicherung an der Tafel. Hier achtet Herr J. auf ein langsames Hinführen und Vorangehen. Insgesamt war die Stunde sehr unruhig. Von der reinen 45-minütigen Unterrichtszeit mussten zehn Minuten zum Beruhigen und Zurechtweisen der Schüler aufgewendet werden.
5. Unterrichtsvorbereitung VBS II
5.1 Sachanalyse
Otfried Preußler war ein beliebter Kinderbuchautor, der sich seit Jahrzehnten wohl gleichbleibender Beliebtheit erfreut. „Das kleine Gespenst“ erschien zuerst 1966, stand 1967 auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis und wurde seitdem in 25 Sprachen übersetzt. Heute, im Jahre 2008, liegt es in der 42. Auflage vor.
Der Inhalt des Buches: Auf Burg Eulenstein haust seit Urzeiten ein kleines, friedliches Nachtgespenst. Sein größter Wunsch ist es, die Welt einmal bei Tageslicht zu sehen. Wie durch ein Wunder erwacht das Gespenst statt um Mitternacht um zwölf Uhr mittags, und so wird aus dem Nachtgespenst ein Taggespenst. Eine abenteuerliche Zeit bricht an – allerdings nicht nur für die Bürger Eulensteins.
Eingeflochten darin ist das Lernfeld „Schreiben“ mit dem Thema des modernen Aufsatzunterrichts „kreatives Schreiben“. Unter dem Begriff Kreativität (von lat. creare = hervorbringen, schaffen, ins Leben rufen) wir im Wesentlichen die Eigenschaft verstanden, neues Denken, Empfinden und Handeln zu entwickeln und dies als neuen Text zu produzieren. Es ist also keine Reproduktion des Textes, sondern nimmt die Gestaltungskraft des Schreibenden in Anspruch. Unter „kreativen Schreiben“ wird das Schreiben verstanden, welches in erster Linie auf den persönlichen Ausdruck und die eigene Fantasie abzielt.
5.2 Didaktische Analyse
Gemäß den Niedersächsischen Rahmenrichtlinien für die Grundschule ist das Thema der vorliegenden Unterrichtsstunde dem Teilbereich „Texte verfassen“ des Lernbereiches „Schreiben“ zuzuordnen. Hier wird gefordert, dass die Schüler sich „Geschichten ausdenken und aufschreiben und dabei sprachliche Mittel bewusst einsetzen.“[3]3) Das Schreiben solcher Texte besitzt in der Schule und auch im außerschulischen Bereich einen hohen Stellenwert. Gerade für die Schüler dieser Altersstufe gewinnt es vermehrt an Bedeutung, dich schriftlich mitzuteilen und Erlebtes aufschreiben zu können. So wird es im Rahmen des heutigen Gebrauchs mit dem PC und anderen Kommunikationsmöglichkeiten die Beherrschung des „sich schriftlich Ausdrückens“ immer wichtiger. Auch später im Berufsleben kommt man nicht umher, einen Text selbst verbalisieren und verfassen zu können. Ebenfalls ist es fächer- und jahrgangsübergreifend, denn Notizen machen und Verschriftlichung z.B. im Sachunterricht gehören zum normalen Schulalltag.
Damit Schüler erfolgreich an das selbstständige Verfassen von Texten herangeführt werden können und die Freude am Schreiben erfahren, die dazu motiviert, auch weiter zu schreiben, sollten schülerorientierte Verfahren zum Einsatz kommen, die die Neigungen und Interessen, die Wünsche und Bedürfnisse der Schüler berücksichtigen. Aus diesem Grund habe ich mich für das schreibdidaktische Konzept des kreativen Schreibens entschieden. Allerdings sollte durch den Schreibanlass der kreative Freiraum und die Fantasie der Kinder nicht beeinträchtigt werden. Unter dieser Fülle von Inszenierungsmöglichkeiten können auch Kinderbücher als Schreibanlass dienen. Sie geben Wort und Bild vor und vermitteln daher eine hohe Schreibmotivation. Die für diese Unterrichtsstunde als Schreibanlass herangezogene Geschichte „Das kleine Gespenst“ von Otfried Preußler erscheint mir in diesem Zusammenhang als besonders geeignet. Die sehr kindgerechte Darstellung und die stimmungsvolle Erzählweise nehmen das Kind mit in die Handlung hinein. Hier lassen sich durch bestimmte Leseregulierungen offene Schreibanlässe inszenieren, die die Fantasie der Kinder anregt.
5.3 Lehrziele
Lernziele können in Fein- und Groblernziele unterschieden werden.
Groblernziel: Die Schüler sollen in ihrer Fähigkeit, einen frei formulierten Text zu produzieren, gefördert werden, indem sie ein Kapitel der Gespenstergeschichte „Das kleine Gespenst“ von Otfried Preußler vorgelesen bekommen und eine Geschichte aufschreiben, wie das kleine Gespenst den General Torsten Torstenson kennlernt und von Burg Eulenstein vertreibt.
Feinlernziele:
Die Schüler sollen…
- in erster Annäherung an das Stundenthema und im Hinblick auf die Entwicklung ihrer Fantasietätigkeit erste spontane Vermutungen und Assoziationen zum Ausgang der Geschichte äußern.
- durch das Vorlesen der Geschichte in ihrer Fähigkeit, konzentriert und aufmerksam zuzuhören, gefördert werden.
- erfahren, „ich kann eine Geschichte schreiben“ und Freude am Schreiben eigener Texte entwickeln.
- die eigenen Ergebnisse präsentieren und die anderer würdigen können.
- angeregt durch das Vorlesen des Lehrers eigene Ideen entwickeln und verbalisieren können.
5.4 Methodische Überlegungen
Die Unterrichtsstunde beginnt mit einer Begrüßung des Lehrers. Anschließend stellt der Lehrer das Buch „das kleine Gespenst“ von Otfried Preußler vor, indem er die Kinder bittet, etwas über die Geschichte zu sagen, ob sie es gelesen haben, vorgelesen bekommen haben, ob jemand die Geschichte schon kennt oder ähnliches. Auch wurde einiges über den Autor in Erfahrung gebracht, geklärt was für Werke er geschrieben hat und was ein Autor überhaupt ist. So sollen die Schüler sich mit der Literatur vertraut machen und auseinandersetzen. Diese Sozialform kann man im Stuhlkreis abhalten, um eine bessere Zuhör- und Lesephase zu schaffen. Der Lehrer wählte aber die Sozialform in der Ausgangsform, den Tischgruppen, zu bleiben, um die Aufmerksamkeit auf den vorlesenden Lehrer vorne stärker zu fokussieren. Außerdem kann das Licht gedimmt werden, um eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen.
Nach dem Vorlesen des ersten Kapitels, welches einiges an Interpretationsspielraum lässt und Möglichkeiten der Fantasieentfaltung für die Schüler bietet, bittet der Lehrer die Schüler, dass jeder seine eigene Geschichte über das Kennenlernen und die Vertreibung des Generals Torsten Torstenson durch das kleine Gespenst von Burg Eulenstein zu schreiben und zu malen. Zur Vorlesephase sei gesagt, dass hier darauf zu achten ist langsam, dem Niveau der Klasse entsprechend, zu lesen und Pausen zu machen, um die Aufmerksamkeit der Schüler auf das Zuhören zu lenken. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte und die damit verbundene Entwicklung der Kreativität und Fantasie durch das Schreiben und Malen sind dabei unerlässlich. Gegebenenfalls leistet der Lehrer bei lernschwächeren Schülern Hilfestellung und unterstützt die Schüler in ihrer Ideenfindung für die Geschichte. Dies kann man mündlich, wie von mir gewählt, machen oder mit Hilfskärtchen, wobei hier die Gefahr besteht das alle Kinder den Anfang eines der Kärtchen wählen und so kaum Fantasie und Kreativität gefördert werden.
Zum Abschluss der Stunde trägt mindestens ein Kind jeder Tischgruppe (4 Gruppen= 4 Kinder) vor, was es zu dem oben genannten Thema geschrieben und gemalt hat. Auch das Präsentieren von Ergebnissen gehört heutzutage geübt und zur Kompetenz von Schülern einfach dazu. Dies wird später im Beruf und in höheren Klassenstufen verlangt und teilweise sogar vorausgesetzt.
5.5 Verlaufsplanung
Stundenthema: Kreatives Schreiben anhand des ersten Kapitels aus dem Buch „das kleine Gespenst“ von Otfried Preußler
| Zeit | Phase | geplantes Lehrerverhalten | erwartetes Schülerverhalten | Medien, Aktions-, Sozialform | didaktisch- methodischer Kommentar |
| 08:50 bis 09:00 Uhr | Einstieg / Motivation | Begrüßung, Lehrer zeigt Schülern das Buch „das kleine Gespenst“ von Otfried Preußler und lässt Schüler über die Erfahrungen mit dem Buch berichten | Schüler erzählen über ihre Erfahrungen, Beantworten die Fragen zum Buch und zum Autor | Tischgruppen, auch möglich ist ein Stuhlkreis, Lehrer-Schüler Dialog, Buch „das kleine Gespenst“ von Otfried Preußler | Durch das Zeigen des Buches wird die Aufmerksamkeit hierauf gelenkt und langsam an Literatur herangeführt |
| 09:00 bis 09:10 Uhr | Hinführung | Lehrer liest das erste Kapitel vor, zwischendurch macht er Pausen und lässt die Schüler das Kapitel noch einmal zusammenfassen | Schüler hören aufmerksam zu, fassen das Kapitel in den Pausen des Lehrers zusammen | Lehrer schafft gemütliche Leseatmosphäre, dämmt das Licht, die Schüler bleiben in den Tischgruppen, der Lehrer liest von Vorne vor | Wichtig für die Aufnahme des Stoffes ist eine Leseatmosphäre, in der die Kinder aufmerksam zuhören können, Pausen beim Lesen sind wichtig, um die Konzentration der Schüler hochzuhalten |
| 09:10 bis 09:25 Uhr | Erarbeitung | Lehrer lässt AB verteilen und die Schüler eine kurze Geschichte zum Thema (siehe Li.) schreiben und malen, AB wird vorher durchgesprochen und die Aufgabenstellung verständlich gemacht, Lehrer gibt Hilfestellung bei Fragen zur Geschichte | Schüler bekommen AB, Aufgaben werden vorgelesen und erklärt, Schreiben und Malen einer kurzen Geschichte zum Thema „Wie verjagt das kleine Gespenst den General Torsten Torstenson?“ | Gruppentischarbeit, AB „Meine kleine Gespenstergeschichte“ | Die Aufgaben werden verständlich gemacht, um effizient arbeiten zu können, Tischgruppenarbeit dient zur Hilfe für „schreibschwächere“ Schüler untereinander, Auch der Lehrer gibt Hilfestellung (Möglichkeit durch Hilfskärtchen für den Anfang), Förderung der Kreativität und Fantasie |
| 09:25 bis 09:35 Uhr | Auswertung / Vertiefung | Lehrer lässt aus jeder Tischgruppe einen Schüler die Ergebnisse „auf dem Ergebnisstuhl“ vortragen und gibt Rückmeldung (durch Applaus), Frühstückspause einläuten und aufräumen lassen, Sterne verteilen an die Tischgruppen, Verabschiedung | Ein Schüler aus jeder Tischgruppe präsentiert die selbstverfassten Geschichten und Bilder, Würdigen der Leistung durch zuhören und Applaus, Frühstückspause machen und aufräumen | Schülervortrag, AB „Meine kleine Gespenstergeschichte“ | Schüler lernen vor der Klasse zu präsentieren und den Vortragenden durch zuhören zu würdigen, Auf Disziplin im Klassenzimmer während der Frühstückspause und beim Aufräumen sollte geachtet werden |
5.6 Arbeitsmaterialien und Methoden
Als Arbeitsmaterialien dient das Buch „das kleine Gespenst“ von Otfried Preußler. Es ist Grundlage der zu haltenden Unterrichtsstunde und soll als Motivation zur Heranführung an die Literatur dienen. Außerdem kommt noch das selbstentwickelte Arbeitsblatt „Meine kleine Gespenstergeschichte“ zum Einsatz. Wichtig hierbei sind das Layout und die einfachen und verständlichen Arbeitsaufträge. Als Methode kann man entweder den Stuhlkreis in der Vorleserunde heranziehen oder in den Tischgruppen bleiben und die Vorlesetechnik verändern durch Pausen, langsames Vorlesen und ähnliches. Am Ende ist es wichtig, den Schülervortrag zu zentrieren, indem derjenige vom „Ergebnisstuhl“ aus präsentiert. Danach sollte man diesen Mut, den die Schüler beweisen und erlernen müssen, auch durch Beifall honorieren.
5.7 Nachbereitung/Reflexion der Unterrichtsstunde
Die Unterrichtsstunde ist im Allgemeinen erfolgreich verlaufen. Die Zeitplanung wurde eingehalten. Die SchülerInnen wurden durch den Einstieg mit dem Buch motiviert, mitzuarbeiten. Der Buchtitel und der Autor wurden von den SchülerInnen vorgelesen und der Lehrer fragte, wer die Geschichte schon kennt. Es entwickelte sich ein munteres Unterrichtsgespräch. Die folgende Geschichte hätte man vielleicht besser im Sitzkreis vorgelesen. Stattdessen wurde an den Tischgruppen vorgelesen, allerdings muss die Vorlesetechnik verbessert werden. Der Lehrer sollte dabei mehr auf die SchülerInnen eingehen, mehr betonen, mehr Pausen machen und die SchülerInnen bewusster anschauen. Dabei sollte er den Ordnungsrahmen beachten (Geräusche machen, lesen stoppen usw.). Anschließend wurde das Gelesene noch einmal von den SchülerInnen wiederholt. Allerdings war das Kapitel zu lang, und so konnten die SchülerInnen nur schwer das Gelesene verarbeiten und wiedergeben. Anschließend wurde das Arbeitsblatt mit den Arbeitsaufträgen verteilt. Das Arbeitsblatt war gut strukturiert und die Aufträge klar gestellt. Allerdings wäre vielleicht ein Einleitungssatz für die Kurzgeschichte, die die SchülerInnen schreiben und auch malen sollten, angebracht gewesen um den Einstieg zu erleichtern. Darum ist die Arbeitsphase am Anfang auch ziemlich schwer in Gang gekommen. Doch nachdem die SchülerInnen diese Phase überwunden hatten, wurde sehr produktiv gearbeitet. Die Ergebnissicherung erfolgte vor der Klasse als Präsentation. Von jedem Tisch durfte ein Kind vorne präsentieren. Dies wurde mit Applaus für jeden SchülerInnen gewürdigt, um Mut zu machen. Die SchülerInnen waren die gesamte Stunde über motiviert. Durch kleine Veränderungen im Verhalten des Lehrers kann die Konzentration der SchülerInnen noch mehr auf den Stoff bzw. das Buch legen und so noch mehr aus ihnen rausholen.
6. Fakultativer Teil
nicht abgedruckt
7. Zusammenfassung und Reflexion des Praktikums
Insgesamt gesehen, war das VBS I und II eine gute und lehrreiche Erfahrung für mich. Das Praktikum ist eine sehr gute Gelegenheit, sich auszuprobieren und zu gucken, ob der Beruf des Lehrers einem liegt oder nicht.
In den Klassen und auch vom Lehrerkollegium sind wir gut aufgenommen worden, meine Gruppe war sehr nett und auch sonst habe ich überwiegend positives zu berichten. Das Seminar im VBS I bei unserem Praktikumsleiter Herr J. war sehr gut strukturiert und ich habe viele Dinge daraus mitgenommen und versucht, in der Praxis, also im Unterricht, zu verwenden. Nicht so gut gefallen hat mir, dass wir selten Zeit hatten die Stunde die Herr J. gehalten hat zu reflektieren. Auch wurden wir umfangreich betreut und wenn wir Fragen hatten, konnten wir damit immer zu Herrn J. oder einem anderen Lehrer oder einer anderen Lehrerin gehen. Ein weiterer Aspekt ist, dass wir Materialien aus der Schule benutzen durften und für uns zugänglich gemacht wurden. Auch für die Besprechung unserer eigenen Stunden z.B. Planung, Organisation etc. haben Herr J. und auch Frau R. (Klassenlehrerin der 2. Klasse d. Red.) viel Zeit und Geduld für uns aufgewendet. Auch konnten wir in andere Klassen mal hineinschauen, um weitere Erfahrungen zu sammeln.
Für die Freundlichkeit und Herzlichkeit die uns entgegengebracht wurde, möchte ich mich noch einmal herzlich bei der gesamten GHS Schuntersiedlung bedanken. Ich wurde hier in meiner Entscheidung bekräftigt, diesen Beruf später mit Freude und Spaß auszuüben.
8. Literaturverzeichnis
Stoffverteilungsplan Mathematik 5/6 auf Grundlage der Kerncurricula 2005, ---http://www.klett.de/sixcms/media.php/66/svp_SP6_NI.pdf, S.4, eingesehen am 11.09.2008
http://lexikon.freenet.de/Meterstab, eingesehen am 13.09.2008
Kretschmer/Stray: Schulpraktikum. Eine Orientierungshilfe zum Lernen und Lehren. Cornelsen Verlag Scriptor GmbH & Co.KG, Berlin, 1998, S. 96-119
Hoof (Hrsg.): Didaktisches Denken und Handeln. Eine Einführung in die Theorie des Unterrichts. Institut für Schulpädagogik und Allgemeine Didaktik der Technischen Universität Braunschweig, 2001, S. 100-120
Niedersächsischer Kultusminister (Hrsg. 1984): Rahmenrichtlinien für die Grundschule Deutsch, Hannover: Schroedel
Fußnoten:
[1] Vgl.: http://lexikon.freenet.de/Meterstab, eingesehen am 13.09.2008
[2] Vgl.: Stoffverteilungsplan Mathematik 5/6 auf Grundlage der Kerncurricula 2005, http://www.klett.de/sixcms/media.php/66/svp_SP6_NI.pdf, S.4
[3] Vgl.: Niedersächsischer Kultusminister 1984, S. 41
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