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Wie sieht der Dieb aus - Adjektive

Wie sieht der Dieb aus - Adjektive
Unterrichtsentwurf
Datum: 19. Mai 2009 Autor: emily.82 Kommentare: 0

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Beschreibung:

In dieser Unterrichtsstunde wird den SchülerInnen das Wiewort anhand typischer Personenmerkmale vermittelt. Durchgeführt in einer 2. Klasse.


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Wie sieht der Dieb aus - Adjektive


Wie sieht der Dieb aus - Adjektive

1. Didaktische Analyse

1.1 Stellung der Schwerpunktstunde

1.1.1 Im amtlichen Lehrplan

Das Kennen lernen der Wortart Adjektiv ist dem Lernbereich ‚Sprache untersuchen’ (2.4) des amtlichen Lehrplanes für bayerische Grundschulen zuzuordnen. Durch die nähere Auseinandersetzung mit grammatikalischen Inhalten sollen die Schüler zum Denken angeregt werden, wodurch sie in ihrer Sprachanwendung bewusster und schöpferischer werden sollen. Im Lehrplan 2000 wird besonders betont, dass das Lernen in authentischen Situationen stattfindet soll. So wird auch der Lernbereich ‚Sprache untersuchen’ im Sprachhandlungs-Zusammenhang gesehen, d.h. die Schüler sollen durch bewussten Umgang mit Sprache in realen Situationen Einsichten über den Aufbau der deutschen Sprache gewinnen. Die Bedeutung des Entdeckens der Sprache in ihrem Verwendungszusammenhang wird auch im Fachprofil Deutsch des Grundschullehrplanes ersichtlich.
Im Fachlehrplan Deutsch der ersten und zweiten Jahrgangsstufe erproben die Schüler also „verschiedene sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten und lernen in diesem Zusammenhang Wortarten in ihrer Leistung (…) kennen und voneinander unterscheiden.“
Das Thema im Speziellen zählt zum Unterpunkt 2.4.2 Sprachliche Mittel untersuchen und bewusst nutzen. Es geht explizit um die Erprobung, wie Lebewesen beschrieben werden können. Die Schüler lernen „Wiewörter als eine Form der Beschreibung von Lebewesen (…) kennen und verwenden“.
Des Weiteren werden die Kinder mit dem Fachbegriff ‚Wiewort’ vertraut gemacht und lernen den korrekten Umgang mit diesem Begriff kennen.

1.1.2 Im Jahresarbeitsplan der Klasse

Die Schüler haben im bisherigen Schuljahr bereits die Wortarten Namenwort und Tunwort kennen gelernt. Zunächst wurden den Schülern die Funktion und die Merkmale von Namenwörtern bewusst gemacht. Die Schüler haben verschiedene Überprüfungskriterien kennen gelernt, mit deren Hilfe sie Namenwörter identifizieren können.
Bei der Wortart Tunwort ging es darum, den Kindern zu verdeutlichen, dass Tunwörter Tätigkeiten und Vorgänge beschreiben und sich somit immer auf einzelne Personen, Personengruppen oder Lebewesen beziehen. Die Schüler haben erfahren, dass sich Tunwörter in ihrer Endung verändern können, der Wortstamm jedoch meist bleibt gleich.
Im Bereich Sprache untersuchen hat die Klasse 2b außerdem die verschiedenen Satzarten mit den jeweiligen Satzzeichen kennen gelernt. In diesem Zusammenhang erkannten die Schüler die Wirkung unterschiedlicher Intonation.

1.1.3 Im Tagesvorhaben

Die Unterrichtsstunde wird im Rahmen der ersten besonderen Unterrichts-vorbereitung gezeigt. Da es sich um eine Unterrichtsmitschau vor dem Seminar handelt, beginnt die hier ausgearbeitete Stunde um 07.55 Uhr. Normalerweise hätten die Kinder der Klasse 2b zur dieser Zeit Sportunterricht, weswegen zu Tagesbeginn evtl. etwas Verwirrung entstehen könnte. Der Sportunterricht entfällt an diesem Freitag jedoch, da die Kinder am Tag zuvor beim Eislaufen waren und somit hier ihre sportliche Betätigung hatten.

1.2 Sachanalyse

1.2.1 Adjektiv

Die im Deutschunterricht der Grundschule verwendeten Wortart-Bezeichnungen „Wiewort“ bzw. „Eigenschaftswort“ stehen für den lateinischen Ausdruck des „Adjektivs“, was ins Deutsche übersetzt „das Hinzugefügte“ bedeutet.
Auf den Grundschulunterricht bezogen umfasst der Begriff sowohl Adjektive im traditionellen Sinne (deklinierbar) als auch Adverbien (nicht deklinierbar) – Wiewörter bzw. Eigenschaftswörter beziehen sich somit auf Substantive und Verben.
In der Sprachwissenschaft wird es als die Wortart bezeichnet, welche eine Beziehung von Dingen oder eine Sache beschreibt. Mit Adjektiven können die Eigenschaften von Gegenständen, Lebewesen, Gefühlen und Vorgängen differenziert beschrieben werden, wodurch eine verständlichere und eindeutigere Aussage formuliert werden kann.
In seiner syntaktischen Funktion kann das Adjektiv in drei verschiedenen Verwendungsformen vorkommen:
- prädikativ (aussagend, in Verbindung mit speziellen Verben wie sein, werden, bleiben): Der Junge ist groß.
- adverbial (Genauere Beschreibung des Verbs): Er rennt schnell.
- attributiv (Beifügung zu einem Substantiv): Sie trägt einen blauen Hut.
Bei letzterer Funktionsweise wird das Adjektiv dekliniert und richtet sich in seiner Endung nach Numerus, Genus und Kasus des Substantivs (Der junge Hund spielt. Er spielt mit dem jungen Hund.)
Je nachdem welche Funktion das Adjektiv einnimmt, kann es auch verschiedene Stellungen im Satz haben. Prädikative und adverbiale Adjektive stehen hinter Hilfsverben/Verben. Im Falle eines attributiven Adjektivs wird das Eigenschaftswort zwischen Artikel und Nomen gestellt.
Adjektive werden in der deutschen Sprache klein geschrieben und können in der Regel gesteigert werden. Die Komparation kann entweder regelmäßig (schnell, schneller, am schnellsten) oder unregelmäßig (gut, besser, am besten) erfolgen. Die Ausnahme der Adjektive, die nicht gesteigert werden können, bilden solche, die keine vergleichende oder wertende Abstufung zulassen (Absolutadjektive). Dazu gehören zum einen Farben und zum anderen Begriffe wie z.B. voll, schwanger, tot, leer oder nackt.
Darüber hinaus existieren auch Adjektive, die nur in gesteigerter Form vorkommen. Diese Adjektive können nur attributiv verwendet werden und bestimmen eine räumliche Lage (Bsp.: die vorderen Zimmer, das oberste Stockwerk, die äußeren Umstände).
Adjektive können mit verschiedenen Fragen ermittelt werden:
- Wie ist…? (Das Haus ist alt.)
- Was für ein…? (Der große Baum…)
Eine Ausnahme bilden die Zahladjektive, die mit „der wievielte?“ oder „wie viele?“ erfragt werden. (Der dritte Kunde…)
Zudem bietet die Einsetzprobe eine gute Möglichkeit, Adjektive zu ermitteln. Kann ein Wort zwischen Artikel und Nomen eingesetzt werden, handelt es sich in der Regel um Eigenschaftswörter (lustig?  der lustige Clown).
Adjektive nehmen unter den Wörtern unserer Sprache einen Anteil von 22,6% ein, allerdings ist ihr Anteil an der Sprache der Kinder wesentlich geringer. Kinder nutzen in der Regel zunächst nur wenige Adjektive, die sie häufig wiederholen.
Schüler haben bezüglich der Wortart "Adjektiv" v.a. Probleme hinsichtlich der Flexion, der Rechtschreibung, der Endungsformen und der Identifikation und Diskrimination bei der Sprachreflexion.

1.2.2 Beschreibung

Beschreibung bezeichnet die sprachliche Wiedergabe eines Informationsgehaltes. Ihren Ursprung hat die Darstellungsform in der traditionellen Aufsatzerziehung, wobei der Schwerpunkt hier auf sachlich-orientierten Texten liegt (vgl. Bastelanleitungen, Gebrauchsanweisungen). Da es vorrangig um die Informationsvermittlung und -ent-nahme geht, ist die Sprache sachlich, knapp und klar. Anschaulichkeit gewinnt die Beschreibung durch die Verwendung von Adjektiven und Fachausdrücken. Die Zeitform ist das Präsens.
Hauptziel der Beschreibung ist die klare und eindeutige Verständigung zweier Kommunikationspartner. Durch den Verfasser wird von dem zu beschreibenden Objekt ein imaginäres Bild erschaffen, das es dem Rezipienten ermöglicht, sich das Beschriebene möglichst wirklichkeitsgetreu vorzustellen.
Da es bei der Personenbeschreibung nicht um eine Sache geht, sondern der Schwerpunkt auf Charakterisierung der äußeren Merkmale einer Person liegt, werden meist Adjektive in ihrer prädikativen und attributiven Funktion verwendet. Der adverbiale Gebrauch von Eigenschaftswörter kommt beispielsweise bei Steckbriefen eher selten vor. Bei der Personenbeschreibung in eben genannter ‚Steckbrief’-Form geht es hauptsächlich um offensichtliche Eigenschaften des zu beschreibenden Objektes. Im Allgemeinen werden hierfür Gestalt/Körperform, Haare, Gesicht, Augen, Mund, besondere Kennzeichen sowie Kleidung als wesentliche erkennungsdienliche Merkmale erachtet.
In Abhängigkeit von der Schreibintention können Personenbeschreibungen (z.B. einem Dritten gegenüber) auch Persönlichkeitsmerkmale, wie besondere Fähigkeiten, Vorlieben oder Interessen, miteinbezogen werden. Bei literarischen Beschreibungen werden z.T. auch Mimik, Gestik und Körpersprache berücksichtig.
Verwendungsmöglichkeiten für Personenbeschreibungen gibt es z.B. bei Such-meldungen, Beschreibungsrätseln (z.B. Starportraits), Brieffreundschaften, Selbst-darstellungen und Kontaktanzeigen.

1.3 Analyse des Bildungsgehaltes

Der Bildungsgehalt der vorliegenden Deutschstunde aus dem Bereich Sprache untersuchen liegt in erster Linie darin, dass die Schüler die Notwendigkeit des Gebrauchs der Adjektive in der deutschen Sprache verstehen. Diese Wortart beschreibt Sachverhalte genauer und gibt detailliertere Informationen zu Lebewesen, Gegenständen oder Gefühlen.
Der Gebrauch von Adjektiven ist eine notwendige Voraussetzung, um sich adäquat und präzise artikulieren zu können. Außerdem werden durch das Untersuchen der Sprache auch Fertigkeiten im Bereich „Texte verfassen“ entwickelt. Der Wortart Adjektiv kommt in diesem Bereich eine große Bedeutung zu. Je nach Textart ergibt sich eine besondere Funktion. In sachlichen Beschreibungstexten kann mit Hilfe von Eigenschaftswörtern präzisierend und differenzierend dargestellt werden, wohingegen in kritisch-appellativen Texten die bewertende Funktion von Adjektiven überwiegt. Neben diesen bereits genannten Funktionen kommt den Adjektiven in erzählenden Texten v.a. eine veranschaulichende, charakterisierende und individualisierende Funktion zu.

1.4 Didaktische Reduktion

In der geplanten Unterrichtseinheit wird nun die noch fehlende Wortart des Sprachunterrichts der ersten und zweiten Jahrgangsstufe behandelt. Auf die lateinischen Fachbegriffe wurde bisher verzichtet, da die Schüler zunächst eine Wortart in ihrer Funktion kennen lernen sollen. Bezogen auf die Adjektive ist es für die Schüler von größerer Bedeutung zu verstehen, wie diese Wörter verwendet werden und welche Funktion sie übernehmen, als von Beginn an die korrekten Fachbegriffe zu kennen. Wie es im Lehrplan der Grundschule empfohlen wird, wird zuerst der Fachbegriff ‚Wiewort’ mit Inhalt gefüllt und schließlich durch gezielten Gebrauch gefestigt. Aufgrund der deutschen Bezeichnung können die Schüler den verschiedenen Wortarten leichter eine Bedeutung beimessen, was besonders bei einer Vielzahl von Schülern mit nicht deutscher Muttersprache als wichtig erachtet wird. Am Ende der Grundschulzeit kann schließlich im Hinblick auf die weiterführenden Schulen der lateinische Fachbegriff eingeführt werden.
Der Schwerpunkt dieser Unterrichtseinheit liegt auf der Funktion von Adjektiven. Die Schüler sollen zunächst die Bedeutung dieser Wortart für unseren Sprachgebrauch feststellen.
Die Stellung der Adjektive im Satz und ihre Gebrauchsarten (attributiv oder prädikativ) sind in dieser Klassenstufe erst zu einem späterem Zeitpunkt Unterrichtsthema. Der Schwerpunkt dieser Unterrichtsstunde liegt außerdem auch nicht darin, Adjektive in ihrer gebeugten Form richtig zu verwenden. Darauf wird in einer der darauffolgenden Unterrichtseinheiten Wert gelegt.
Die Steigerungsformen der Adjektive werden erst in den höheren Jahrgangsstufen behandelt.

2. Didaktische Integration

Im folgenden Kapitel sollen sowohl die Lernziele als auch die Sequenz beschrieben werden. Anschließend wird der methodische Entwurf begründet.

2.1 Lernzielbeschreibung

2.1.1 Grobziel

Die Schüler sollen anhand einer Personenbeschreibung Wiewörter in ihrer Funktion kennen lernen und verwenden.

2.1.2 Lernziele

Die Schüler sollen
- eine Person mit verschiedenen Adjektiven (äußere Aspekte) beschreiben und identifizieren können.
- erkennen, dass Wiewörter genau beschreiben, wie Lebewesen sind.
- wissen, dass Wiewörter klein geschrieben werden.

2.2 Aufbau der Sequenz

1. UE: Wie sieht der Dieb aus? – Einführung der Wortart Wiewort mit Hilfe einer
Personenbeschreibung
2. UE: Tier- und Pflanzenrätsel – Wir beschreiben Tiere und Pflanzen mit Wiewörtern
3. UE: Ich habe meine Federmappe verloren – Wir beschreiben Gegenstände mit
Wiewörtern
4. UE: Stellung des Wiewortes im Satz (genauere Beschreibung eines
Tunwortes/Namenwortes)
5. UE: Gegensatzpaare
6. UE: Übungseinheit (Übung von Wiewörtern, Unterscheidung verschiedener
Wortarten)

2.3 Begründung des methodischen Entwurfs

Die Unterrichtsstunde beginnt mit dem täglichen Morgengebet und der ritualisierten Begrüßung. Hierzu versammeln sich die Kinder kurz im Stehkreis.
Die eigentliche Unterrichtsstunde beginnt, wenn die Kinder wieder auf ihrem Platz sitzen. Die Schüler haben so die nötige Ruhe, um dem Radiobericht zu lauschen.
Im Radiobericht geht es um einen Kaufhausüberfall in der Stadt Schweinfurt. Diese Handlung/Situation ist für die Kinder aus dem unmittelbaren Umfeld herausgegriffen, was die Motivation der Klasse steigern kann. Der Bericht wird bewusst nicht mit meiner Stimme vorgetragen, um die Intensivität bzw. Glaubwürdigkeit zu steigern. Anschließend lasse ich den Inhalt von den Kindern wiedergeben, um zu überprüfen, inwieweit der Radiotext verstanden wurde.
Indem die darauffolgende Beschreibung durch den Detektiv sehr einfach erfolgt, ist es für die Kinder gewissermaßen unmöglich, den Dieb genau zu bestimmen. Sie merken also, dass diese Beschreibung (ohne Adjektive) nicht ausreichend ist. An dieser Stelle werden auch die Symbolkarten zur Merkmalspräzisierung an die Tafel geheftet, die im späteren Verlauf der Unterrichtstunde erneut gebraucht werden.
Die Schüler stellen durch diese reale Handlungssituation fest, dass die Personenschreibung so nicht eindeutig ist. Die Personen müssen folglich genauer beschrieben werden.
Anhand eines Beispiels soll nun eine genauere Beschreibung eines Verdächtigen erfolgen. Hier können sich die Schüler zunächst frei und spontan äußern. Auch Schülerbeschreibungen ohne Gebrauch des Adjektivs sind hier zulässig.
Hieran schließt sich nun eine Präzisierung der Beschreibung mit Hilfe genauer Merkmale an. Die Merkmale (Körper, Haare, Hut, Jacke, Hose) sind bereits an der Tafel festgehalten und können nun wieder aufgegriffen werden. Die Merkmale/Beschreibungskategorien bieten den Schülern eine Erleichterung, da ihr Augenmerk so genau auf bestimmte Eigenschaften einer Person gelenkt werden kann.
Nachdem die jeweilige Kategorie beschrieben wurde, werden durch den Vergleich mit den anderen Verdächtigen noch weitere mögliche Adjektive zur Personenbeschreibung herausgearbeitet. Durch das Verbalisieren der Merkmale werden den Kindern so eine Vielzahl von Eigenschaftswörtern ins Gedächtnis gerufen, was für die spätere Gruppenarbeit von Vorteil sein kann.
Nachdem die Wiewörter in Form von Wortkarten an die Tafel gepinnt wurden, kann nun auf die Besonderheit dieser Wörter eingegangen werden. Die Schüler sollen die Spracherkenntnis selbst gewinnen, indem sie die Funktion der Wörter erkennen.
Darüber hinaus möchte ich den Schülern die Möglichkeit bieten, sich Gedanken über die Benennung der Wörter zu machen. Hier kann als kleine Hilfe der Vergleich mit Namen- und Tunwörtern herangezogen werden.
Außerdem wird bei der Sprachbesinnung auf die Schreibweise und die Möglichkeit des Nachfragens zur Bestimmung der Wortart (Wie ist etwas?) eingegangen.
In der darauffolgenden Gruppenarbeit können die Schüler ihr Wissen nun anwenden, und die Verdächtigen mit verschiedenen Adjektiven genau beschreiben. Indem die Kinder in Gruppen zusammenarbeiten, bietet sich hier die Möglichkeit der Diskussion der Schüler untereinander. Nur wenn die Person genau beschrieben wurde, ist eine spätere Identifikation mit dem richtigen Dieb möglich.
Bei der Gestaltung des Arbeitsblattes habe ich darauf geachtet, dass es sowohl leistungsstarken als auch -schwachen Schülern gerecht wird. Da der Anteil der Kinder nicht deutscher Muttersprache in der Klasse 2b recht hoch ist und viele Schüler nur einen eingeschränkten Wortschatz zur Verfügung haben, habe ich mich dazu entschieden, Adjektive als Hilfe auf dem Arbeitsblatt anzugeben. So erhalten die Schüler Anregungen. Schnellen bzw. leistungsstarken Gruppen steht noch die Möglichkeit frei, ihren Dieb durch weitere Merkmale zu charakterisieren.
Abschließend versammeln sich die Kinder im Stehkreis. Durch ein Spiel im Sinne von „Ich sehe was, was du nicht siehst…“ wird den Kindern noch einmal die beschreibende Wirkung von Wiewörtern verdeutlicht. Um die Rätsel zu lösen, müssen die Schüler genau auf die Wiewörter achten und sich und ihre Mitschüler dahingehend untersuchen.

3. Darstellung der Stundenplanung

ZeitArtikulationStoffliches VorhabenSozialformen / Medien
07.55MorgenritualGebet, Begrüßung der GästeStehkreis
08.00SPRACH
-BEGEGNUNG
Darstellen der Sprachsituation
L: Du darfst nun deinen Kopf auf den Tisch legen, die Augen schließen und deine Ohren spitzen.
-> S hören Radiobericht über einen Kaufhausdieb in Schweinfurt
-> S: geben den Inhalt in eigenen Worten wieder

L: Wir fragen beim Ladendetektiv nach.
-> L klappt TA auf (BK Detektiv)
L: Der Kaufhausdetektiv beschreibt den Täter folgendermaßen:
Der Täter ist ein Mann. Er hatte es sehr eilig. Seine Haare sind von einem Hut bedeckt. Er trägt eine Jacke und eine Hose.
-> L pinnt BK (Merkmale) an die Tafel.

L: Du kannst der Polizei nun vielleicht helfen, den Täter zu identifizieren…
L öffnet TA mit verschiedenen Verdächtigen
-> Spontane SÄ: es geht nicht, alle Personen tragen einen Hut…
(Evtl. Hilfe: Auch die Polizei ist mit der Beschreibung nicht zufrieden. Vielleicht weißt du, warum…)
Plenum
CD-Player, Radiobericht

BK Detektiv
TA

BK (Merkmale)

TA, BK von Dieben
08.08Problematisierung-> S: Die Beschreibung ist zu ungenau. Man kann sich von der Person kein genaues Bild machen.

L: Die Polizei findet den Dieb nicht eindeutig heraus; es gibt dafür aber sieben Verdächtige, die auf die Beschreibung des Detektivs passen.
Ein Zeuge kann uns helfen. Dafür ist eine genaue Beschreibung notwendig.
Unreflektiertes SprachhandelnVerdeutlichung anhand einer Beispielbeschreibung eines Verdächtigen
-> L pinnt BK (Person) in die TA-Mitte
-> S beschreiben Person genauer.
BK Person
08.11Sammeln entsprechender SprachbeispieleBeschreibung der Person anhand bestimmter Merkmale:
Körper, Haare, Hut, Jacke, Hose
-> S beschreiben die Person in Bezug auf die Merkmale
-> L pinnt passende WK zu den Kriterien
Vergleich mit den anderen Verdächtigen -> Sammlung weiterer möglicher Wiewörter (mündlich)
WK (Adjektive)
08.15SPRACH
-BESINNUNG
Formulieren der Spracherkenntnis

Benennung

Passende Fragestellung

Orthografie
L: All diese Wörter haben etwas gemeinsam, sie haben eine bestimmte Funktion…
(Evtl. Hilfe: Namenwörter sind Namen für…, Tunwörter sagen uns, …)
-> S: Diese Wörter beschreiben genau, wie die Personen aussehen.
L notiert an der TA:
… beschreiben, wie etwas ist.

L: Du kennst vielleicht auch schon den Namen dieser Wörter.
(Evtl. Hilfe: Betonung des WIE…)
-> S: Wiewörter
L notiert an der Tafel.

S überlegen kurz in PA eine passende Fragestellung
S: Wie ist etwas?
L ergänzt an der Tafel: Wir fragen: Wie ist…?

L: Wenn du dir alle Wiewörter nun einmal genau ansiehst, haben sie in ihrer Schreibweise etwas gemeinsam…
(evtl. Hilfe: L deutet auf Anfangsbuchstaben).
-> S: Wiewörter schreiben wir klein.
L notiert an TA.
TA und PA
08.22Überprüfung der ErkenntnisZeugenbefragung:
-> S stellen Fragen: Ist der Dieb dünn…?
-> L(Zeuge) beantwortet die Fragen.
08.25SPRACH-
ANWENDUNG
L: Der von uns beschriebene Verdächtige ist also nicht der Dieb. In der Gruppe darfst du nun eine weitere Person beschreiben. Mit Hilfe des Zeugen werden wir dann den Täter bestimmen.
Erklärung der GA:
Personen mit Hilfe von Wiewörtern beschreiben

Gruppenarbeit
Diff.: Hilfswörter, Zusatz

GA, AB
08.35Beendigung der GA-Phase.
Vergleich der Personenbeschreibungen aus der GA mit der Zeugenaussage.
Identifikation des Diebes
Glocke
08.40 - 08.45AusklangL: Überprüfung der detektivischen Fähigkeiten der S im Klassenzimmer
Spiel: Ich sehe ein Kind. Es hat braune lange Haare, trägt …. Pullover und …. Hose. Wer ist es?
Verabschiedung der Gäste
Stehkreis

5. Literaturverzeichnis

- Auer, Margot/Hartwig, Horst W. (Hrsg.) (2001): Lehrplankommentar für die bayerische Grundschule. Didaktische Grundlagen und praktische Umsetzung. Band 1: Jahrgangstufe 1 und 2. Donauwörth: Ludwig Auer Verlag. S. 93-99, 136-139.
- Bartnitzky, Horst (2000): Sprachunterricht heute: Sprachdidaktik, Unterrichtsbeispiele, Planungsmodelle. Berlin: Cornelson Scriptor. S. 221-243.
- Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus (2000): Lehrplan für die Grundschulen in Bayern.
- Fleischmann, Simone/Rolletschek, Helga (2003): Was tue ich, wenn…? Schwierige Situationen im Grundschulalltag. München, Düsseldorf, Stuttgart: Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH.
- Maras, Rainer/Ametsbichler, Josef/Eckert-Kalthoff, Beate (2005): Handbuch für die Unterrichtsgestaltung in der Grundschule: Planungshilfen, Strukturmodelle, didaktische und methodische Grundlagen. Donauwörth: Auer Verlag GmbH.
- Ortner, Alexandra/Ortner, Reinhold (2000): Verhaltens- und Lernschwierigkeiten. Weinheim und Basel: Beltz Verlag.
- Wendt, Dr. Heinz F./Thurmair, Dr. Maria (2000): Langenscheidt Kurzgrammatik Deutsch. Das wichtigste aus der Grammatik mit praktischen Beispielen. Berlin und München: Langenscheidt KG.
- Seminarunterlagen zum Thema ‚Sprache untersuchen’
- http://lexikon.meyers.de/wissen/Adjektiv
- http://de.wikipedia.org/wiki/Adjektiv



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