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Die Pirateninsel
Datum: 13. Juni 2009 Kommentare: 0
Zusätzliche Informationen:
Beschreibung:
In dieser Unterrichtsstunde sollen die SchülerInnen ihren Wortschatz anhand eines Bildes erweitern. Durchgeführt in einer 1. Klasse.

Die Pirateninsel
Die Pirateninsel
Didaktische Analyse
Worum handelt es sich?
Es geht in dieser Einheit darum, den Wortschatz der Schüler zu erweitern. Anhand eines Bildes von der Insel auf der sich Sam und Tam befinden und einer Flaschenpost in der die beiden Piraten von einem versteckten Schatz schreiben, sollen die Kinder Vermutungen anstellen, wo sich der Schatz befinden könnte. Um sich besser in die Situation hineinversetzen zu können, sollen die Schüler in die Rolle von Sam und Tam schlüpfen und ein kleines Rollenspiel vorführen. In diesem Rollenspiel können sie dann die gesammelten Vermutungen noch ein Mal wiederholen. Anschließend geht es darum, die angestellten Vermutungen in einem Brief festzuhalten. Hierzu habe ich bereits Bildchen mit Beschriftung ausgedruckt, welche die Schüler an die Tafel hängen sollen.
Die Aufgabe streift ein Thema, welches die Kinder sicherlich begeistern dürfte, angesichts der abenteuerlichen Schatzsuche und des Piratenbooms der vergangenen Jahre, ausgelöst durch die Filmindustrie.
Der Bezug zum Alltag der Kinder
Diese Aufgabe hat in sofern einen Bezug zum Alltag der Kinder als dass sie auch mit Briefen oder Post in Kontakt kommen. Somit besteht auch ein Bezug zu ihrer Zukunft, denn sie selber werden diese Situation, eine Antwort auf einen Brief zu schreiben, irgendwann erleben.
Des Weiteren entwickeln sie im Rollenspiel ein Gespür für andere Personen was im Alltag meines Erachtens nach von großer Bedeutung ist. Auch im Alltag müssen die Kinder sich in andere Personen hineinversetzen um deren Sicht der Dinge zu erkennen und zu verstehen.
Stellung im Lehrplan
Die Äußerungen der Schüler, sollten sie deutsche und muttersprachliche Anteile haben, sollten so aufgefasst werden, als dass sie dem sprachlichen Entwicklungsstand des Kindes entsprechen. Dabei sollten die Schüler sich so verständlich wie möglich ausdrücken. Der Lehrer gibt wiederholt das Gesagte, so haben die Schüler die Möglichkeit das Gesprochene selbst noch einmal zu wiederholen um zu verstehen.
Als Hörer sollten die Schüler einander aufmerksam zuhören, versuchen zu verstehen was der Sprecher sagt um so auf das Gesprochene zu reagieren. Dieses Verhalten entnehmen die Schüler dem Lehrerverhalten, der ihnen als Beispiel dienen soll. Der Lehrer hört interessiert zu, lässt ausreden.
Zudem wird durch das Piratenthema Interesse und Neugier bei den Kindern erweckt, welche Motivation für freies Erzählen mit sich bringt. Der Lehrer muss darauf achten, dass genügend Zeit für dieses freie Sprechen, wenn sogar der Fall für eine Diskussion, eingeplant wird.
Die Aufgabe ermöglicht den Schülern sich den anderen Klassenkameraden mitzuteilen. Dazu ist der Sitzkreis eine geeignete Möglichkeit, da man zu jedem Kind Blickkontakt aufnehmen kann. Dabei können sie auch auf nonverbale Mittel zurückgreifen wie die Körpersprache. Dies ist vor allem in der szenischen Darstellung wichtig. Das Rollenspiel wird zu einer lebendigen Situation, in der die Schüler auf das Gesprochene des Partners eingehen müssen und den eigenen Text an das Gehörte anpassen müssen.
Das Vorwissen der Kinder
Inhaltlich:
Die meisten Schüler haben in ihrem Leben schon einmal von Piraten gehört, sei es durch einen Film oder ein Buch. Somit kennen sie die bekannten Klischees eines Piraten, der auf Schatzsuche ist, Leute ausraubt, übers Meer segelt, Rum trinkt, auf einer verlassenen Insel strandet usw.
Sprachlich:
Die Schüler haben gelernt sich in ihrer Muttersprache zuhause auszudrücken. Im Kindergarten haben sie sich stärker mit der luxemburgischen Sprache auseinandergesetzt. Somit werden die ausländischen Schüler über einenhauptsächlich muttersprachlichen Wortschatz als auch über einen zum Teil luxemburgischen und deutschen Wortschatz verfügen. Die luxemburgischen Schüler können sich selbstbewusst in ihrer Muttersprache ausdrücken und werden bereits erste Deutschkenntnisse habe. Die Deutschkenntnisse könnten die Schüler durch die regionale Wohnlage als auch durch das deutsche Fernsehen erlangt haben.
Mögliche Schwierigkeiten
Kinder mit bereits guten Deutschkenntnissen könnten einen negativen Einfluss auf noch unsichere Schüler haben, die noch nicht so sprachgewandt sind. Nun ist dies die Aufgabe des Lehrers darauf zu achten den schwächeren Schülern Mitsprachegelegenheit zu gewähren.
Auch könnten beim Rollenspiel ähnliche Probleme auftreten. Hier ist es möglich die Paare so zu bilden, dass in jedem Paar ein sprachgewandtes und ein wenig sprachgewandtes Kind zusammen arbeiten damit sie sich unterstützen können.
Lernvoraussetzungen der Klasse
Damit die Kinder in dieser Einheit auch etwas lernen, ist es wichtig, dass die Kinder sich gegenseitig respektieren und einander ausreden lassen.
Des Weiteren sollten die Übergänge vom gelenkten Gespräch zum Rollenspiel von der Lehrerin sehr gut koordiniert sein.
Lernziele
Die Grobziele weisen auf die allgemein geförderten Fähigkeiten hin, welche in dieser Einheit durch diese Aufgabe angesprochen und gefördert werden sollen. Dementsprechend sollen die Kinder in diesem Kontext:
• Ihren Wortschatz erweitern
• Eine bestimmte Situation erfassen
• Zusammenhang zwischen dem Visuellen und dem Gesprochenen herstellen
• Sich in eine andere Person hineinversetzen
• Die Funktionen des Hörers und Sprechers koordinieren
Innerhalb dieser Ziele lassen sich für diese Einheit einige Feinziele bestimmen. Die Kinder sollen:
• Auf die gestellte Frage eine konkrete Antwort (Wort oder Satz) finden
• Eigene Ideen mündlich und zugleich verständlich ausdrücken
• Dialog führen (ausreden lassen, antworten, fragen,...)
Innerhalb dieser Einheit werden selbstverständlich folgende soziale Ziele verfolgt:
• Die Kinder sollen miteinander arbeiten
• Sie sollen sich gegenseitig ergänzen und gegebenenfalls korrigieren
Methodische Planung
Unterrichtsform
Die Einheit ist so gestaltet, dass sich verschiedene Unterrichtsformen beinhaltet. Der Einstieg wird aus einem verbalen Impuls bestehen. Ich lese den Schülern den Brief von Sam und Tam vor. Danach gehen wir zu einem von mir gelenkten Unterrichtsgespräch über. Ich werde hier dafür sorgen, dass die Kinder auf das eigentliche Thema der Einheit lossteuern und ich werde ihnen Fragen stellen und Verbesserungen vornehmen falls nötig.
Anschließend gehen wir zum Rollenspiel über. Ich werde Paare bilden, die dann die Szene von Sam und Tam auf der Insel nachahmen sollen. Die Kinder haben ein paar Minuten Zeit um ihr Stück zu proben.Zwischendurch kann ich zusätzliche Hilfestellungen geben.
Danach erfolgt der Ausstieg indem wir gemeinsam an der Tafel die Karte mit den beschrifteten Bildchen vervollständigen. Die Karte wird fotografiert und an Sam und Tam geschickt.
Sozialform
• Klasse arbeitet zusammen
• Partnerarbeit während des Rollenspiels
Sitzordnung
Die Schüler sitzen in einem großen Halbkreis um das Bild von Sam und Tam herum. Ich sitze hinter dem Bild, sodass kein Kind das Bild verkehrt herum betrachten muss.
Während des Rollenspiels sitzen wir im Halbkreis vor der Tafel.
Material und Medien
• Vergrößertes Bild von Sam und Tam
• Goldmünzen aus Schokolade
• Flaschenpost mit Brief von Sam und Tam
• Kiste
• Bildchen mit Beschriftung in entsprechender Farbe
• Magnete
• Vorbereiteter Umriss der Insel an der Tafel.
• Fotoapparat
Lernerfolgskontrolle
Die Lernerfolgskontrolle besteht darin, dass wir nach dem Rollenspiel die Bildchen gemeinsam an die Tafel hängen und wiederholen um welches Wort es sich handelt.
Differenzierung
Während des Gesprächs als auch während des Rollenspiels wird sich herausstellen, dass manche Schüler ganze Sätze bilden, während andere nur einzelne Worte sagen. Manche werden viele verschiedene Vorschläge haben, andere weniger.
Artikulationsschema
Einstiegsphase
Ich lese den Schülern den Brief von Sam und Tam vor, in dem die beiden Piraten uns um Hilfe bei der Schatzsuche bitten. Die Kinder sind nun motiviert den beiden Piraten zu helfen.
Hauptteil
Ich breite das Bild von Sam und Tam auf der Insel aus und gebe den Kindern konkrete Anweisungen. Hauptsächlich ich werde das Gespräch lenken. Das Gespräch kann sich allerdings zu einem freien Erzählen der Kinder entwickeln. Bei Fehlern versuche ich die Schüler zu verbessern und bitte sie das Wort oder den Satz korrekt zu wiederholen. Jeder Vorschlag wird mit einem Goldstück auf dem Bild markiert. Erkenne ich Schwierigkeiten bei den Schülern, werde ich sie anhand des Bildes auf andere Möglichkeiten aufmerksam machen.
Anschließend gehen wir zum Rollenspiel über. Ich erkläre den Kindern, dass sie sich nun in die Haut von Sam und Tam versetzen sollen. Dabei bilde ich Paare. Jedes Paar hat ein paar Minuten um sich abzusprechen und um die gesammelten Worte noch einmal durchzugehen. Währendessen hänge ich das große Bild an die Tafel. Sie soll den Schülern während des Rollenspiels eine Hilfe sein.
Ausklang der Stunde
Nachdem jedes Pärchen die Szene durchgespielt hat, wiederholen wir die gesammelten Worte noch einmal, indem wir von mir vorbereitete Bildchen mit Beschriftung in die Inselumrisse an der Tafel hängen. Der Inselumriss wurde von mir bereits an die Tafel gemalt. Die Schüler sollen nun die Bildchen an die richtige Stelle hängen und das Wort wiederholen. Die Farbe der Beschriftung des Bildchens entspricht dem dazugehörigen Artikel des entsprechenden Wortes (rot = die, blau = der, gelb =das).
Anschließend fotografieren wir die vervollständigte Karte und schicken sie an Sam und Tam.
Verlaufsplan
| Lehrerverhalten | Erwartetes Schülerverhalten | Methodische Hinweise |
| Einstieg Wir setzen uns in einen Halbkreis. Ich zeige den Kindern die Flasche mit dem Brief und warte auf Reaktionen. | Die Kinder suchen sich ihren Platz. Die Kinder sprechen das Thema Flaschenpost und woher ich die Flasche habe. | Aufforderung Non-verbaler Impuls |
| Dann lese ich den Brief vor. „Wir sind die zwei Piraten Sam und Tam. Wir leben auf einer einsamen Insel und suchen einen Schatz. Könnt ihr uns dabei helfen? | Verbaler Impuls | |
| Hauptteil Ich breite das Bild von Sam und Tam aus. Ich erkläre den Kindern die Anweisungen und gebe jedem Kind fünf Goldmünzen. „Wo glaubt ihr ist der Schatz versteckt?“ Ich werde die Kinder dann korrigieren. Nachdem die Schüler alle ihre Goldmünzen platziert haben, leite ich das Rollenspiel ein. „Stellt euch nun vor, ihr seid Sam und Tam und ihr versucht den Schatz zu finden. Ihr gebt euch gegenseitig Vorschläge, wo der Schatz versteckt sein könnte. Ich hänge das Bild an die Tafel. Sie soll euch eine Hilfe sein, damit ihr euch zurecht findet.“ Dann bilde ich Pärchen. „Einer ist Sam und der andere ist Tam.“ „Ihr habt nun einige Minuten Zeit um euch auf das Rollenspiel vorzubereiten. Denkt dabei an die Wörter, die wir gerade im Halbkreis kennengelernt haben.“ Ich hänge das Bild an die Tafel. Nachdem die Schüler sich einige Minuten abgesprochen haben, bitte ich sie mit ihren Stühlen einen Halbkreis vor der Tafel zu bilden, sodass genügend Platz für die Schauspieler bleibt. Dann bitte ich die ersten Freiwilligen. Bei Unverständlichkeiten bitte ich die Schüler etwas deutlicher zu sprechen. | Die Kinder fragen nach dem Schatz, stellen bereits Vermutungen an wo er versteckt sein könnte. Die Kinder zeigen auf Dinge auf dem Bild, die ihnen sofort auffallen. Sie zeigen auf Sam und Tam. Jedes Kind hat die Möglichkeit, seine Vorschläge der Klasse mitzuteilen und die Goldmünze auf die entsprechende Stelle zu legen. Es ist wahrscheinlich, dass manche Schüler muttersprachliche Ausdrücke benutzen. Die Schüler wiederholen das Wort oder den Satz. Die Schüler machen ihre Vermutungen. Die Schüler werden sich einig, wer Sam und wer Tam ist. Jedes Pärchen zieht sich zurück und bereitet sich vor. Sie sprechen sich wahrscheinlich ab, wer was sagt. Das erste Pärchen nimmt Stellung ein und beginnt mit dem Rollenspiel. Die Kinder im Publikum können den Schauspielern helfen und zuflüstern. | Non-verbaler Impuls Anweisung Gelenktes Unterrichtsgespräch Erklärungen Rollenspiel Sich gegenseitig helfen |
| Ausstieg Nachdem jede Gruppe vorgespielt hat, bitte ich die Kinder sich zu setzen. Ich klappe die andere Hälfte der Tafel auf, auf die ich bereits den Umriss der Insel gezeichnet habe. Ich erkläre den Schülern was das ist, falls sie es nicht erkennen. Dann gebe ich ihnen die nötigen Anweisungen. Sie sollen nun die Karte vervollständigen. Dazu habe ich beschriftete Bildchen vorbereitet. Die Farben der Beschriftung sollen den Kindern helfen den richtigen Artikel zu wählen. „Jetzt haben wir unsere Karte. Doch wie könnenwir die Karte per Post schicken?“ Wir fotografieren die Karte und drucken das Foto aus um es per Post an Sam und Tam zu schicken. | Die Schüler hängen die Bildchen mit Hilfe von Magneten an die Tafel auf die entsprechende Stelle. „Hier ist der Turm.“(Bild eines Turms und drunter in blauer Schrift steht „Turm“ geschrieben) Die Schüler hängen nach und nach die Bildchen an die Tafel und vervollständigen nun die Karte. Die Kinder überlegen und geben Tipps: abmalen, fotografieren... | Gelenktes Gespräch |
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