Navigation:


In der Rollbrett-Fahrschule - Wir üben für den Rollbrett-Führerschein

In der Rollbrett-Fahrschule - Wir üben für den Rollbrett-Führerschein
Unterrichtsentwurf
Datum: 17. Juni 2009 Autor: jamesbond007 Kommentare: 0

Zusätzliche Informationen:

DownloadVorschauKommentar schreibenAbonnieren



Beschreibung:

Die SchülerInnen sollen durch Erprobung verschiedener Bewegungsformen mit dem Rollbrett an unterschiedlichen Stationen erfahren, wie es sich auswirkt, wenn die Körperlage auf dem Rollbrett verändert wird. Durchgeführt in einer 2. Klasse.


Download melden

In der Rollbrett-Fahrschule - Wir üben für den Rollbrett-Führerschein


In der Rollbrett- Fahrschule - Wir üben für den Rollbrett-Führerschein

1. Thema der Unterrichtsreihe:

„Wir lernen mit dem Rollbrett zu fahren“ -
Sammeln vielfältiger materialer, leiblicher und sozialer Erfahrungen mit dem Rollbrett zur Erweiterung der Bewegungserfahrungen und der Bewegungsfähigkeiten im Rollen sowie zur Förderung der koordinativen Fähigkeiten.

2. Thema der Unterrichtseinheit:

„In der Rollbrett- Fahrschule – Wir üben für den Rollbrett- Führerschein“ -
Erprobung verschiedener Bewegungsformen mit dem Rollbrett an unterschiedlichen Stationen, um zu erfahren, wie es sich auswirkt, wenn die Körperlage auf dem Rollbrett verändert wird.

3. Aufbau der Reihe

3.1 „Wir lernen das Rollbrett und die Sicherheitsregeln kennen“ -

Kennenlernen des Rollbretts zum Sammeln erster Material- sowie Bewegungserfahrungen und Erarbeitung von Sicherheitsregeln für den Umgang mit einem Rollbrett.

3.2 „Was wir mit unserem Rollbrett alles tun können“ -

Entwicklung eigenständiger Bewegungsformen mit dem Rollbrett und anschließende Erprobung zum Sammeln weiterer Erfahrungen im Umgang mit dem Rollbrett.

3.3 „Eine Rundfahrt mit unserem neuen Auto – Unterwegs im Straßenverkehr“ -

Sicherung und Festigung der bereits erlernten koordinativen Grundfertigkeiten im Umgang mit dem Rollbrett in einer Bewegungslandschaft.

3.4 „Unsere eigene Rollbrett- Fahrschule“ -

Wir entwickeln und erproben in Kleingruppen unterschiedliche Bewegungsaufgaben mit dem Rollbrett und stellen diese den anderen Kindern vor, um sie in der folgenden Einheit im offenen Stationsbetrieb zu durchlaufen und so für den Rollbrett- Führerschein zu üben.

3.5 „In der Rollbrett- Fahrschule – Wir üben für den Rollbrett- Führerschein“ -

Erprobung verschiedener Bewegungsformen mit dem Rollbrett an unterschiedlichen Stationen, um zu erfahren, wie es sich auswirkt, wenn die Körperlage auf dem Rollbrett verändert wird.

3.6 „Wir machen den Rollbrett-Führerschein“ -

Anwenden der erlernten Bewegungsformen mit dem Rollbrett, um in einem offenen Stationsbetrieb die bereits erlernten individuellen Bewegungsfähigkeiten zu überprüfen und so den Rollbrett-Führerschein zu erlangen.

3.7 „Verkehrssicherheitstag der GGS XXXXXXXXXXXXXX“ -

Präsentation der angeeigneten Bewegungsfähigkeiten mit einem Rollbrett im Kontext des Verkehrssicherheitstages und Erarbeitung möglicher Parallelen zum Verhalten im Straßenverkehr.

4. Kernanliegen

4.1 Kernanliegen

Die Schülerinnen und Schüler [1] erfahren, wie es sich auf die Ausführung der jeweiligen Übungen auswirkt, wenn die Körperlage auf dem Rollbrett verändert wird, indem sie an den Stationen verschiedene Bewegungsaufgaben mit dem Rollbrett in unterschiedlichen Positionen durchführen.

4.2 Leitmotivation

Weil wir heute in unserer Rollbrett- Fahrschule sind, habt ihr bereits jetzt die Chance, an den Stationen für den Rollbrett- Führerschein zu üben.

4.3 Arbeitsauftrag

Geht an die Rollbrett-Stationen und führt die unterschiedlichen Aufgaben aus.
Achtet darauf, dass ihr die Arbeitsaufträge möglichst genau ausführt.

4.4 Leitimpuls für die Zwischenreflexion

Wie habt ihr die Stationen durchgeführt?
Sitzend, liegend oder kniend?
Warum?

5. Begründung des Kernanliegens

Die Unterrichtsreihe „Wir lernen mit dem Rollbrett zu fahren“ dient dem Kennenlernen und Sammeln erster Bewegungs-, Material- und Sozialerfahrungen mit dem Rollbrett.
Das Rollbrett ist ein circa 55x35 cm großes Brett, unter das vier Kugellagerrollen geschraubt sind (vgl. Bierögel u.a. 2006, S. 47). Durch die veränderte Freizeitgestaltung der Kinder (Skateboard-, Inlinerfahren u.ä.) hat sich das Erfahrungsfeld der Kinder erweitert, sodass rollende Geräte für sie einen besonders hohen Aufforderungscharakter besitzen (vgl. Möller 2003, S. 5). Das Rollbrett fasziniert die Kinder und regt ihre Bewegungsfantasie an. Der Umgang mit diesem verbessert nicht nur die Koordinationsfähigkeit, sondern kann ihnen auch Bewegungserfahrungen bewusst machen, Grenzerfahrungen ermöglichen, zum selbstständigen Handeln anregen und die Fähigkeit zum kooperativen Handeln fördern (vgl. Brodtmann 2005, S. 132). Zu Beginn einer Unterrichtsreihe, die die Auseinandersetzung mit Rollbrettern beinhaltet, sollten vorab die Grundlagen für den verantwortungsvollen Umgang mit dem Rollbrett sowie die wesentlichen Fähigkeiten und Einsichten für die sichere Nutzung des Rollbretts vermittelt werden (vgl. Brodtmann 2005, S. 132).
Den Schwerpunkt meiner Einheit stellen die Bewegungserfahrungen bezüglich der Veränderung der Körperlagen auf dem Rollbrett dar. Dafür erproben die SuS im offenen Stationsbetrieb in verschie-denen Positionen die selbst entwickelten Bewegungsaufgaben und tauschen ihre gesammelten Erfahrungen untereinander aus, um hier und in einem weiteren Durchgang zu erfahren, wie sich eine veränderte Körperlage an den Stationen auf die jeweilige Ausführung auswirkt. Hier ist die Frage nach dem „Wie“ offen für mehrere Lösungen und beinhaltet, dass verschiedene Lösungen auf ihre Zweckmäßigkeit und Effektivität hin verglichen und von den Kindern selbst bewertet werden (vgl. Brodtmann 2005, S. 132f). Die vorliegende Unterrichtseinheit arbeitet somit den Kompetenz-erwartungen des Faches Sport am Ende der Schuleingangsphase zu, indem die SuS grundlegende Fähigkeiten zum adäquaten Umgang mit einem Rollbrett erlernen und üben sowie das Rollbrett in einfach strukturierten Bewegungssituationen nutzen (vgl. Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen (MSW) 2008a, S. 131). Durch diese Unterrichtseinheit werden auch die Bereiche der übergreifenden Kompetenzen (MSW 2008a, S.13; ders. 2008b, S. 77) gefördert:
- Wahrnehmen und Kommunizieren (Die SuS machen eigene Bewegungserfahrungen und diskutieren diese in der Lerngruppe.)
- Analysieren und Reflektieren (Die SuS erkennen Vor- und Nachteile verschiedener Körperlagen auf dem Rollbrett und tauschen sich darüber aus.)
- Strukturieren und Darstellen (Die SuS begründen die Körperlagen auf dem Rollbrett an den jeweiligen Stationen.)
- Transferieren und Anwenden (Die SuS nutzen die verbalisierten Bewegungserfahrungen der anderen Kinder bezüglich der Körperlagen auf dem Rollbrett und wenden diese in einem 2. Durchgang an.)
Laut dem Lehrplan Sport müssen im Sportunterricht die elementaren Erfahrungen vom dynamischen Gleichgewicht beim Rollen vermittelt und erste Könnenserfahrungen ermöglicht werden (vgl. MSW 2008a, S. 12).
Natürlich soll durch arrangierte Lernprozesse ein möglichst hoher Aufforderungscharakter für die SuS geschaffen werden, damit sie die Rollbretter nutzen, um ihre Bewegungserfahrungen zu erweitern. Es kann davon ausgegangen werden, dass die SuS der Klasse 2a lernen und somit ihre Bewegungserfahrungen erweitern wollen. Lernen kann ein Kind nur selbst und der LAA hat die Aufgabe, dieses zu ermöglichen und zu fördern (vgl. Hildebrandt-Stramann u.a. 2007, S. 15). Daher durchlaufen die SuS auf der Grundlage dieser Erkenntnis nach Hildebrandt-Stramann den offenen Stationsbetrieb in Einzel- und nicht in Partnerarbeit. Zusätzlich habe ich den Kindern in dieser Einheit als Ansporn den Hintergrund einer Rollbrett-Fahrschule inszeniert, in der sie an verschiedenen Stationen vielfältige Bewegungserfahrungen sammeln und bereits für den Rollbrett-Führerschein üben können. Hier besteht ein fächerübergreifender Bezug zum Thema Verkehrserziehung im Sachunterricht.
Die ausgewählten Stationen stellen eine gemischte Auswahl an Stationen aus der vorangegangenen Einheit dar, die die Kinder selbst entwickelt haben. Diese Art der Einbindung der SuS in den Sportunterricht ist ein wichtiger Aspekt der Vermittlung zwischen Kind und Sache (vgl. Funke-Wienecke 1997). Ein offener Stationsbetrieb dient der Förderung des eigenverantwortlichen und selbstständigen Erprobens und der individuellen Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand (Klupsch-Sahlmann 2005, S. 7). Die Stationskarten sind zum besseren Aufgabenverständnis für die Kinder mit eindeutigen Bildern zur Bewegungsausführung versehen. Weitere Erklärungen der Stationskarten sind nicht nötig, da diese aus den vorangegangenen Stunden bekannt sind, jedoch nicht unter der heutigen Perspektive behandelt wurden. In der Zwischenreflexionsphase werde ich die fünf Stations- und die Reflexionskarten für die SuS zur Unterstützung der Gedächtnispräsenz und als Verbalisierungshilfe in die Mitte des Sitzhalbkreises legen.
Mein Eindruck von den Kindern der Klasse 2a ist, dass sie sehr motiviert am Sportunterricht teilnehmen. Ihr Umgang mit Ritualen (freie Bewegungszeit zu Beginn, Sitzkreisbildung und Bewegungsstarre auf Signal (Eis) hin) ist bereits gut ausgeprägt. Vorerfahrungen mit Rollbrettern besitzen die SuS nur sehr wenige, da die GGS XXXXXXXXXX nur über wenige Rollbretter verfügt. Die meisten Rollbretter habe ich mir daher von der Schule einer anderen Lehramtsanwärterin ausgeliehen.

6. Planungsquadrat

 

 

7. Verlaufsplanung

 

 

8. Literatur

Primärliteratur

- Bierögel, Sybille; Hemming, Antje (2006): Sternstunden im Kinderturnen. Fantastisches Erlebnisturnen mit 64 Gerätekarten, kompletten Stundenbildern und zahlreichen Fotobeispielen. Münster: Ökotopia Verlag
- Brodtmann, D. (2005): Sportunterricht in Bewegung. Seelze-Velber: Friederich Verlag
- Funke-Wienecke, Jürgen (1997): Vermitteln zwischen Kind und Sache. Kallmeyer Verlag
- Hildebrandt-Stramann, Reiner; Laging, Ralf & Beckmann, Heike (2007): Ästhetische Bildung: Sport und Bewegung. Hemsbach: novuprint
- Klupsch-Sahlmann, Rüdiger (2005): Bewegungslernen an Stationen. In: Sportpädagogik 1/2005
- Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen (2008a): Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen. Sport. Frechen: Ritterbach
- Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen (2008b): Kompetenzorientierung – Eine veränderte Sichtweise auf das Lehren und Lernen in der Grundschule. Handreichung. Frechen: Ritterbach
- Möller, Nicole (2003): Das Rollbrett. Eine Kartei mit Übungen und Spielen. Mülheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr

Sekundärliteratur

- Bracke, Julia (2007): Lernzirkel Sport II. Bewegen, Spielen, Üben an Stationen. 6. Auflage, Kempen: BVK Verlag
- Büngers, B., Busch, F., Matuschewski, A., Rips, D. & Weber, S. (2007): Bergedorfer Grundschulpraxis Sport 1./2. Klasse. Band 2. Horneburg: Persen Verlag

Fußnote:
[1] Zur flüssigeren Lesbarkeit werde ich im Weiteren statt „Schülerinnen und Schüler“ die Abkürzung SuS verwenden.

 

 



Kommentare (0)


Schreibe den ersten Kommentar zu diesem Material!
Kommentar schreiben