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Einführung in die Multiplikation - Einfache Aufgaben entdecken

Einführung in die Multiplikation - Einfache Aufgaben entdecken
Unterrichtsentwurf Arbeitsmaterial enthalten
Datum: 17. Juni 2009 Autor: Nisi Kommentare: 0

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Beschreibung:

In dieser Unterrichtsstunde werden die SchülerInnen auf Einmaleinsaufgaben in ihrer Umwelt sensibilisiert. Durchgeführt in einer 2. Klasse.


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Einführung in die Multiplikation - Einfache Aufgaben entdecken


Einführung in die Multiplikation – Einfache Aufgaben entdecken

Thema der Unterrichtsreihe:

Multiplikation

Teilziele der Unterrichtsstunde:

Die Schülerinnen und Schüler [1] ...

TeilzieleIndikatoren
- erkennen den Sinn von Malaufgaben (Verkürzung von Plusaufgaben),
- lernen einfache Malaufgaben kennen,
- lernen einfache Malaufgaben zu rechnen,
- lernen Gesetzmäßigkeiten kennen,
- verbalisieren ihre Erfahrungen im Umgang mit den verschiedenen Stationen,
- indem sie versuchen diese z. B. mit Eierkartons zu legen.
- indem sie Dinge in der Umgebung suchen, von denen Malaufgaben abzuleiten sind.
- Indem sie verstehen, wie diese entstanden sind.
- indem sie sich mit Besonderheiten wie Quadratzahlen beschäftigen.
- indem sie sich über ihre Erkenntnisse, Erlebnisse und Schwierigkeiten austauschen.

Stellung der Stunde in der Reihe:

Thema / Unterrichtseinheit
Was sind Malaufgaben?
Von Plusaufgaben zu Malaufgaben
Automatisieren des kleinen Einmaleins

Angaben zur Lernsituation

AusprägungKonsequenz
Statistische AngabenDie Lerngruppe setzt sich aus insgesamt 20 SuS zusammen, 9 Jungen und 11 Mädchen.
LeistungsstandEs liegt ein heterogener Leistungsstand vor. Es gibt einige etwas leistungsschwächere SuS sowie deutliche Unterschiede beim Arbeitstempo.Daher ist eine differenzierte Aufgabenstellung wichtig, damit alle SuS die Gelegenheit haben, gute Arbeiten zu erzielen.
Um die leistungsstärkeren SuS und die leistungsschwächeren optimal zu fordern, wird den SuS freigestellt, welche und in welcher Reihenfolge sie die einzelnen Stationen behandeln.
ArbeitsverhaltenDas Arbeitsverhalten der Gruppe ist gut, sie ist motiviert und interessiert. Die SuS arbeiten konzentriert und sind stets bemüht sich am Unterricht zu beteiligen.
Ausnahmen bilden lediglich zwei Schüler (Jan und Dustin), die angehalten werden müssen, ihre Aufgaben zu erledigen. Ihr Interesse liegt oft darin, andere SuS mit ihrem Verhalten vom Bearbeiten der Aufgaben abzuhalten. Zudem ist ein weiterer Schüler (Pascal) zur Probe in dieser Klasse, dessen Lernverhalten noch nicht einzuschätzen ist.
Die Stationsarbeit trägt dazu bei, dass diese Schüler besonders beobachtet werden können, um ggf. entstehende Konflikte direkt zu entschärfen.
Einzelne SchülerEs gibt SuS, die durch ihr Verhalten aus der Lerngruppe herausragen.
XXX leidet unter Wahrnehmungsstörungen. Dies führt dazu, dass er während des Unterrichts manchmal durch die Klasse zu anderen SuS geht und oft selbst nicht merkt, dass er sich und andere ablenkt.
XXX ist oft in Konflikten involviert. Er lässt sich von anderen SuS provozieren und provoziert auch selbst. Bei klaren Arbeitsaufträgen ist er nicht angehalten diese zu erledigen. Momentan läuft ein AO-SF für ihn.
XXX ist zurzeit für 14 Tage zur Probe in der Klasse. Sein Arbeitsverhalten bzw. das Verhalten gegenüber den anderen SuS muss daher noch beobachtet werden.
Ich verweise auf sein Verhalten und halte ihn an, sich wieder ruhig auf seinen Platz zu setzen.

Ihn muss man von Zeit zu Zeit ermahnen, sich wieder auf den eigenen Platz zu setzen und seinen Arbeitsauftrag weiter zu bearbeiten.

Auf XXX liegt momentan ein besonderes Augenmerk, da noch beobachtet werden muss, wie er sich im Klassenverband verhält, bzw. wie seine Arbeitseinstellung ist.
SozialverhaltenDas Sozialverhalten untereinander ist gut. Nur selten kommt es unter einigen wenigen SuS zu Konflikten.Aufgrund dieser Tatsache wird ein besonderes Augenmerk darauf gerichtet, dass dieses Verhalten in der Klasse bestehen bleibt.
VorkenntnisseDie SuS der Klasse beschäftigen sich seit der letzten Mathematikstunde mit Malaufgaben. Das heißt, dass ein Vorwissen – wie Malaufgaben entstehen – vorhanden ist.Die vorliegende Stunde knüpft an den Kenntnissen der SuS aus der Stunde zuvor an. Die einzelnen Stationen sind als Vorbereitung auf die Automatisierung der Zahlensätze des kleinen Einmaleins.
Eigene SituationDie Klasse unterrichte ich seit einigen Wochen. Ich habe von Zeit zu Zeit eine Stunde in Mathematik übernommen.Es besteht ein vertrautes Verhältnis zwischen den SuS und mir.
Institutionelle BedingungenDa der Mehrzweckraum direkt an den Klassenraum anschließt, habe ich die Möglichkeit, die Lerngruppe auseinander zu ziehen, so dass die SuS genügend Platz für ihre Stationsarbeit haben.Durch die geöffneten Türen, wissen die SuS, dass man als Lehrperson präsent ist und arbeiten konzentriert an ihren Aufträgen.

Sachanalyse:

Multiplikation und die damit verbundenen Rechenoperationen üben auf Kinder einen besonderen Reiz aus. Der Grund dieses Interesses kann darin liegen, dass sie von multiplikativen Strukturen umgeben sind. Zudem ist zu beobachten, dass die Multiplikation von Geschwistern an jüngere herangetreten wird. Sie fühlen sich somit einen Schritt näher an den „Großen“. Entsprechend hoch ist die Begeisterung bei diesem Thema.
Für den Übergang in die Klasse 3 gehört die Automatisierung des kleinen Einmaleins zu den Anforderungen. Dies ist eine wichtige Grundlage, um die komplexen schriftlichen Rechenverfahren der Multiplikation und Division erfolgreich zu bewältigen.[2]
Das Einmaleins setzt die Kenntnis der Zahlen bis 100 sowie ein gewisses Verständnis von Zahlen voraus. Die Multiplikation wird als fortgesetzte Addition oder Zählen in Schritten gedeutet.

Didaktisch-methodischer Kommentar:

In den Richtlinien und Lehrplänen für das Fach Mathematik ist verankert, dass Kernaufgaben des kleinen Einmaleins automatisiert werden müssen.
Da die beiden Themenbereiche der Multiplikation und der Verdopplungsaufgaben strukturelle fachliche Gemeinsamkeiten haben (Multiplikation als Kurzform der wie-derholten Addition), kann man mit einem offenen Lernarrangemeint einsteigen. Dies ist bereits in der vorherigen Stunde geschehen. Je nach Station liegt ein anderes Bearbeitungsniveau vor, so dass die individuellen Fähigkeiten der SuS beachtet werden.
In der Stunde zuvor wurde in das Thema Malrechnen eingeführt. Die SuS wurden dazu angeleitet, zu verschiedenen Verpackungen (Joghurtkarton, Eierkarton etc.) Aufgaben zu schreiben. Einige SuS entschieden sich für Additionsaufgaben, andere bereits für Malaufgaben. Sie haben zum Teil das Prinzip zügig durchschaut.
Damit die SuS dies weiter verinnerlichen können und einen klaren Bezug zu Additionsaufgaben herstellen können, wird in dieser Stunde über Stationen dies erweitert. Die SuS haben zudem die Möglichkeit an besonderen Malaufgaben Gesetzmäßigkeiten zu entdecken, herauszufinden, wie viele Malaufgaben mit einem Eierkarton gebildet werden können oder dass es genau wie in der Addition Tauschaufgaben gibt.
Durch die Arbeit an Stationen ist eine differenzierte Aufgabenstellung gegeben, so dass alle SuS eine passende Aufgabe finden. Ihr Wissen kann durch schwierigere Stationen erweitert werden.
Die Arbeit der SuS soll nicht dazu dienen, dass jeder SuS kontrollieren kann, ob er alles richtig gemacht hat, sondern sie dient dazu, dass ich einen Überblick über den Wissensstand der SuS erhalte.

Einstieg

Zu Beginn der Stunde knüpfe ich an der vorhergegangen Stunde an. Zudem erläutere ich den Laufzettel und sage den SuS, was sie damit machen sollen.
Zu den einzelnen Stationen sage ich den SuS nur, wo sie sie finden werden. Ich werde sie nicht weiter erklären, da alle SuS darüber verfügen zu lesen und ein Erklären aller Stationen für alle SuS zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde.

Erarbeitung

Die SuS erarbeiten selbstständig ihre Stationen. Sie haben jedoch die Möglichkeit andere SuS zu fragen bzw. mit ihnen zusammen zu arbeiten. Sie haben die Aufgabe, ihre Station zu erledigen und anschließend zu bewerten. Dies tun sie auf dem Laufzettel. Für jede Station ist hinter jedem Namen ein Kreis, den die SuS mit einem Gesicht versehen.

Die Station war einfach.

Die Station war mittelmäßig schwer.

Die Station war schwer.

So hat man neben den bearbeiteten Stationen noch eine weitere Rückmeldung der SuS.

Station 1:

Bei dieser Station haben die SuS die Möglichkeit Malaufgaben aufzuschreiben, die sie kennen. Hier sollen die SuS angeleitet werden, ihr vorhandenes Wissen zu nut-zen. Viele werden sich auch Aufgaben ausdenken, ohne diese zu rechnen.

Station 2:

Hier sollen die SuS einen Blick für Malaufgaben bekommen. Wo in der Umwelt fin-den sie Malaufgaben. Durch die vorausgegangene Stunde werden sie es leicht ha-ben, weitere Malaufgaben zu finden.

Station 3:

Station 3 ist eine Forscheraufgabe. Hier sollen die SuS herausfinden, wie viele Mal-aufgaben mit einem großen Eierkarton gebildet werden können. Diese Station lässt sich auf weitere Verpackungen ausdehnen.

Station 4:

Bei dieser Station sollen die SuS aus Additionsaufgaben Malaufgaben bilden. Dies haben sie zum Teil schon in der vorherigen Stunde realisiert, sind aber noch nicht alle auf diesem Kenntnisstand, wie dieses funktioniert. Daher ist auf der Auslage ein Beispiel vorgegeben.

Station 5:

Die SuS versuchen Malaufgaben zu legen, so dass sie ein räumliches Gespür dafür erhalten. Sie werden schnell den Unterschied zwischen Additions- und Malaufgaben feststellen.

Station 6:

Bei dieser Station geht es um Quadratzahlen. Die SuS lernen auf diese Weise direkt besondere Malaufgaben kennen, die sie dann auch legen werden, so dass der Begriff der Quadratzahlen direkt sichtbar wird. (Anmerkung: Die SuS kennen bereits Dreieckszahlen)

Station 7:

Die SuS legen sämtliche Malaufgaben, die ihnen einfallen. Dazu ist ein langer Tisch in einem anderen Raum vorbereitet, so dass die gelegten Aufgaben liegen bleiben können.

Präsentation

Eine reine Präsentation wird nur durch den Laufzettel sichtbar. Die bearbeiteten Stationen dienen lediglich dazu, sich ein Bild über den Wissensstand der SuS zu machen. Die bearbeiteten Aufgaben werden in keiner Weise kommentiert. Da der Schwierigkeitsgrad der einzelnen Stationen zunimmt, kann eine Entwicklung bei den SuS sichtbar gemacht werden.

Reflexion

Die SuS sehen anhand des Laufzettels ihre Erfolge. Sie kommen miteinander ins Gespräch und können Probleme klar benennen.

Folgestunde
Die SuS werden auch in den folgenden Stunden, die Stationsarbeit fortführen. Die Anzahl der Stationen wird dabei erweitert.

Verlaufsplanung

PhaseHandlungsschritteSozialformMedien / Kommentar
Begrüßung• Begrüßung der Klasse und des BesuchsHalbkreis
Einstieg• Aufgreifen der letzten Unterrichtsstunde
• Erläuterung des Laufzettels
• Orientierung: Wo sind die einzelnen Stationen?
StehkreisStations-Auslagen
Laufzettel
gemeinsame Erarbeitungsphase• Die SuS wählen aus den verschiedenen Stationen ein Arbeitsblatt aus
• Differenzierte Aufgaben zur Multiplikation
Einzel- oder GruppenarbeitStationen
Laufzettel
Reflexion• Fragen an die SuS?
• Hattest du Probleme bei den Aufgaben?
• Wie bist du zurecht gekommen?
• Was hast du herausgefunden?
TheaterkreisLaufzettel

Literaturverzeichnis:

- Nührenbörger, Marcus und Sylke Pust: Mut Unterschieden rechnen. Seelze 2006
- Ministerium für Schule, Jugend und Kinder des Landes Nordrhein-Westfalen (Hg.): Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen. Ma-thematik. Düsseldorf 2003
- Rödler, Klaus: Erbsen, Bohnen, Rechenbrett: Rechnen durch Handeln. Seelze 2006

Fußnoten:
[1] Wenn im nachfolgenden von Schülerinnen und Schülern die Rede ist, wird aus Gründen der Einfachheit mit SuS abgekürzt.
[2] Nührenbörger, Marcus und Sylke Pust: Mit Unterschieden rechnen. S. 92

 

 



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