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Weiterschreiben einer Geschichte
Datum: 17. August 2009 Kommentare: 0
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Beschreibung:
Unterrichtsentwurf für eine Stunde über das Buch 'der kleine Wassermann' von Ottfried Preußler. Freies Schreiben zu einem vorgegebenen Textanfang. Durchgeführt in einer 1. Klasse.

Weiterschreiben einer Geschichte
Weiterschreiben einer Geschichte
1. Sachanalyse
1.1 Weiterschreiben einer Geschichte
Die Aufgabe eine Geschichte zu verfassen, stellt besonders für junge Schüler, die gerade erst anfangen sich schriftlich auszudrücken eine große Herausforderung dar. Peter Sieber bezeichnet das Schreiben an sich als „komplexe Tätigkeit"[1] {#_ftn1}. „Schreiben ist eine Sammelbezeichnung für die Koordination von verschiedenen aufeinander beziehbaren kognitiven, kommunikativen, sprachlich- semiontischen, motorischen, sozialen und sonstigen Fähigkeiten und Fertigkeiten."[2] {#_ftn2}
Das Weitererzählen einer Geschichte bedeutet also für die Schüler, dass sie nicht nur motorisch gefordert sind, indem sie die Buchstaben regelgetreu schreiben können, sondern es werden vielfältigere Anforderungen an sie gestellt.
Zunächst einmal stehen die Schüler vor der Aufgabe die Geschichte, deren Anfang sie hören, einer bestimmten Gattung zuzuordnen. Da es sich um einen Erzähltext aus einem fiktionalen Kinderbuch handelt, wird von den Schülern erwartet, dass sie den Text aufgrund ihrer literarischen Erfahrungen als solchen wieder erkennen. Diese Erkenntnis bestimmt dann auch grundlegend ihre Erzählweise, indem sie Formen der fiktionalen Erzählung, wie etwa sprechende Tiere u. Ä. in ihrer Erzählung verwenden. Abgesehen von der passenden Erzählweise stehen die Kinder vor der Herausforderung mithilfe ihrer Imaginationsfähigkeit[3] {#_ftn3} sich den weitern Verlauf der Geschichte auszudenken, der zur Vorgeschichte passen soll.
Im Anschluss daran gilt es diesen weitern Verlauf, den sie in der Stunde bisher nur mündlich formuliert haben, schriftlich festzuhalten. Dabei orientieren sie sich zunächst an mündlichen Verhaltensformen, indem sie auf Kenntnisse mündlicher Kommunikation zurück greifen.[4] {#_ftn4} Diese Form der Textproduktion steht am Anfang der Schreibentwicklung. Ein späteres Ziel des Deutschunterrichtes ist es dann aber, die Schüler dazu zu befähigen Texte zu verfassen, die nicht nur medial, sondern auch konzeptionell schriftlich sind.[5] {#_ftn5}
1.2 Inhalt der Geschichte
Auf dem Grund des Mühlenweihers lebt der Wassermann mit seiner Frau im Wassermannhaus. Als dieser eines Tages nach Hause kommt, zeigt ihm seine Frau stolz, den kleinen Jungen, den sie bekommen haben. Der Vater ist sehr stolz auf die Schwimmhäute zwischen den Fingern seines Sohnes, genau wie auf die grünen Augen und Haare.
Nachdem der Junge im Wassermannhaus schwimmen und sprechen gelernt hat, bekommt er endlich auch ein Paar Hosen aus glänzender Fischhaut und eine knallrote Zipfelmütze damit er ordentlich angezogen wie ein richtiger Wassermann das Haus verlassen kann.
Zuerst erkundet der kleine Wassermann in Begleitung seines Vaters die nähere Umgebung des Wassermannhauses. Später darf er auch alleine herumschwimmen, was seiner besorgten Mutter nicht besonders gut gefällt.
So erlebt der kleine Wassermann bei seinen Ausflügen in der Unterwasserwelt des Mühlenweihers viele lustige und spannende Abenteuer. Er spielt Verstecken im Schlingpflanzendickicht, wird vom brummigen aber gutmütigen Karpfen Cyprinus nach Hause getragen, entdeckt das schreckliche Neunauge und sieht schließlich auch zum ersten Mal Menschen, als er zum ersten Mal aus dem Mühlweiher auftaucht. Diese Welt außerhalb des Weihers fasziniert ihn so sehr, dass er sich bei einem längeren Ausflug trockene Füße holt, was Wassermänner krank macht.
Das Mühlenrad benutzt der kleine Wassermann als Rutsche und einen Angler ärgert er, indem er ihm alten Plunder an die Angel hängt. Eines Abends dann darf er seinen Vater mit ans Ufer begleiten und ihm beim Wassermannsharfespielen zuhören. Dabei beobachtet er die Nebelfrauen, die aufsteigen und entdeckt, dass es im Weiher wie am Himmel einen Mond geben muss.
Schließlich wird es Winter und der Mühlenweiher liegt unter einer Eisdecke. Der kleine Wassermann legt sich ins Bett und träumt vom vergangenen Jahr.[6] {#_ftn6}
1.3 Zur sprachlichen und graphischen Gestaltung
Die Sprache, die im kleinen Wassermann verwendet wird, eignet sich gut für Grundschulkinder. Durch einfache und kurze Sätze, die keine schwierigen Wörter enthalten, wird den jungen Zuhörern das Verstehen erleichtert. Umgangssprachliche Ausschmückungen sorgen dafür, dass das Erzählte lebendig wirkt. Die Textmerkmale einer fiktionalen Erzählung, wie sprechende Tiere und mythische Figuren, sind sehr deutlich und auch für junge Zuhörer leicht zu erkennen.
Der Erzählstil und die Aufteilung in Kapitel, die in ihrer Länge sehr übersichtlich bleiben, sorgen dafür, dass sich das Buch gut zum Vorlesen eignet.
Zur bildlichen Gestellung lässt sich sagen, dass „Der kleine Wassermann" graphisch sehr liebevoll gestaltet wurde. Es befinden sich innerhalb eines Kapitels immer mindestens eine meist halbseitige schwarzweiß Zeichnung, die die Erlebnisse des kleinen Wassermanns untermalt.
Insgesamt handelt es sich bei dem "kleinen Wassermann" um ein bei Kindern in der Regel sehr beliebtes Buch, dass darüber hinaus mit dem Sonderpreis für Text und Illustration des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurde.[7] {#_ftn7}
2. Analyse der Lernvoraussetzungen
2.1 Schule und Umgebung
Die Shule wurde in den 70er Jahren gegründet und befindet sich
in H. Das eher ländlich gelegene Z. ist ein Stadtteil von H., welches zum Landkreis Rhein-Neckar gehört.
Ungefähr 330 Kinder werden im momentanen Schuljahr 2007/08 von insgesamt 23 Lehrkräfte unterrichten. Es handelt sich bei der Schule um eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Allerdings wird der Hauptschulzweig mit der Schule in H., Ha. zusammengelegt.
An der Schule gibt es 9 Klassenzimmer, eine Aula als Mehrzweckraum, je ein gut ausgerüsteter Technik und Hauswirtschaftsbereich, ein gemeinsamer Physik-Biologie-Chemieraum, ein Handarbeitszimmer und ein kleiner, aber modern ausgestatteter Computerraum. Die Schüler werden vor und nach Unterrichtsbeginn in einem Hort (Päd-aktiv) betreut, dessen Räumlichkeiten sich auch im Schulgebäude befinden. Der Sportunterricht findet in der Köpfel-Schwimm- und Turnhalle, der Neckarschule und in der Steinbachhalle statt.
2.2 Die Klasse 1c
Die Schüler der Klasse 1c der Schule kommen aus dem H. Stadtteil Z. Es besuchen 13 Mädchen und sechs Jungen im Altern von 6 bzw. 7 Jahren diese Klasse. Die Klassenlehrerin, Frau K., unterrichtet die Schüler/innen seit Beginn des ersten Schuljahres. Sie hat mit den Kindern ein gemeinsames Begrüßungsritual in Form eines Erzählkreises eingerichtet, bei dem die Kinder die Möglichkeit haben private Erlebnisse loszuwerden, damit während des Unterrichts weniger durch themenfremde Beiträge abgelenkt wird. Die Klasse beendet jeden Schultag mit einem gemeinsamen Lied und der Wiederholung der Hausaufgaben. Um nach einer Freiarbeitsphase die Aufmerksamkeit der Schüler zu erhalten, steht ein Glockenspiel auf dem Pult, welches zu diesem Zweck kurz angespielt wird.
Der Migrationsanteil in der Klasse ist sehr klein: Es gibt ein aus Korea stammendes Mädchen, dass Zuhause ihre Muttersprache spricht. Die Eltern legen, laut der Klassenlehrerin, sehr viel Wert auf das Erlernen der deutschen Sprache. Im Unterricht fällt die Schülerin nur sehr selten und in geringem Umfang wegen leichten Schwächen im Sprachgefühl auf.
Die Kinder sind ihrem Alter entsprechend sehr neugierig, motiviert Neues zu lernen und zeigen einen großen Bewegungsdrang. Einigen Schüler fällt es noch schwer ruhig und konzentriert zu arbeiten. Auch haben viele Schüler ein großes Bedürfnis sich mitzuteilen und sie rufen noch oft in die Klasse anstatt sich zu melden.
Einige Schüler fallen besonders durch ihr Verhalten auf:
Am auffälligsten in dieser Klasse ist die Schülerin A.-K. Die Klassenlehrerin steht in ständigem Kontakt zu ihrer Mutter, um die Schwierigkeiten, die A.-K. in der Schule hat, zu bearbeiten. Sie besucht die 1. Klasse bereits zum zweiten mal. Ihr fällt es schwer sich im Unterricht zu konzentrieren und wirkt oft geistig abwesend. Meistens verweigert sie die Arbeit vollständig bzw. macht nur einen sehr kleinen Anteil. Sie ist motorisch sehr unruhig, läuft viel durch die Klasse, legt sich unter ihren Tisch, spielt mit Gegenständen auf dem Pult usw.
Abgesehen von A.-K. fallen auch S. und M. durch ihr oft unruhiges Verhalten auf, dass manchmal auch den Unterricht stört. Während S. oft auffallende Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben, besonders in der Feinmotorik hat, zeigt M. gute Leistungen.
Die Schüler und Schülerinnen sitzen gemischt an Tischen, die in einer U- Form vor der Tafel angeordnet sind. Im Klassenraum befindet sich neben der Tafel auch noch ein Overhead- Projektor. Jedes Kind hat ein Fach für Hefte und Ordner. An den Wänden hängen Bilder und Gegenstände der Kinder sind in der Klasse aufgehängt. Außerdem gibt es einen Geburtstagskalender mit Fotos der Kinder. Abgesehen davon hängt Frau Kirste Plakate mit aktuellen Lerninhalten wie etwa Merksätze u.Ä. auf und nach einiger Zeit wieder ab, um die Kinder nicht „blind" werden zu lassen.
2.3 Lernvoraussetzungen im Fach Deutsch
Alle Kinder können mittlerweile einfache Texte selbstständig erlesen. Einige Schüler lesen, wenn sie laut lesen noch relativ langsam und müssen längere oder schwierige Wörter erst halblaut Buchstabe für Buchstabe erlesen. Auch das sinnerfassende Lesen einfach strukturierter Texte, beherrschen manche Schüler schon recht gut, während andere noch Probleme damit haben. Den Schreiblehrgang in Druckschrift haben alle Kinder erfolgreich abgeschlossen. Einzelne Schülern können auch schon in Schreibschrift flüssig schreiben, aber der Großteil der Klasse beginnt erst mit dem Erlernen der Lateinischen Ausgangsschrift.
3. Didaktische Analyse
3.1 Didaktische Reduktion
Zum gesamten Text
Das Buch „Der kleine Wassermann" von Ottfried Preußler eignet sich für die erste Klasse, da der Text Kinder dieses Alters anspricht. Der kleine Wassermann ist eine mythische Figur, die das Bedürfnis nach märchenhaften Erzählungen befriedigt und die Phantasie anregt. Da er noch ein Kind ist und bei seinen Eltern lebt, bietet er einerseits eine Identifikationsmöglichkeit für die Kinder. Andererseits sind seine besonderen Fähigkeiten, wie das schnelle Schwimmen und das unter Wasser Atmen phantastische Elemente, die für Kinder attraktiv sind. Er erlebt außerdem viele lustige und spannende Abendteuer, was den Text sehr unterhaltsam macht.
Zur ausgewählten Textstelle
Die Textstelle, die als Ausgangspunkt für das Weiterschreiben der Geschichte dient, befindet sich relativ am Anfang des Textes. Dies hat den Vorteil, dass sie viele Erklärungen zur Lebensweise und zur Welt in der der kleine Wassermann lebt, liefert. Inhaltlich geht es darum, dass der Wassermannvater den kleinen Wassermann das erste Mal mitnimmt, als er das Haus verlässt. Die beiden Schwimmen in der Umgebung des Wassermannhauses auf dem Grund des Mühlenweihers umher und entdecken allerlei interessante Pflanzen und Tiere. Trotz der Warnung des Vaters ist der kleine Wassermann plötzlich in einem Pflanzenteppich verschwunden...
An dieser Stelle sollen nun die Schüler die Geschichte Weitererzählen. Ich habe mich für diese Textstelle entschieden, weil sie einerseits durch den Spannungsaufbau motivierend wirkt und andererseits durch ihrer relative Offenheit den Schülern die Möglichkeit zu ganz unterschiedlichen Inhalten bietet.
3.2 Exemplarische Bedeutungen
Das Weiterschreiben der Geschichte ist exemplarisch für das freie Schreiben nach einer bestimmten Vorgabe. In diesem Fall ist die Vorgabe der Anfang der Geschichte, der die Hauptfiguren und den Rahmen der Handlung vorgibt.
Das Sammeln von Ideen in mündlicher Form steht am Anfang dieses Prozesses, um Kindern, die sich schwer eine Fortsetzung der Geschichte vorstellen können Anregungen zu geben. Dabei soll, wie bei dem Schreiben von ausgedachten Geschichten allgemein, die Imaginationsfähigkeit der Kinder aktiviert werden.
Außerdem wird die sprachliche Entwicklung der Kinder gefordert, indem sie ihre Gedanken und Ideen schriftlich festhalten sollen.
3.3 Gegenwartsbedeutungen
Geschichten in der Art von Ottfried Preußlers „Der kleine Wassermann" kennen die Kinder bereits entweder von Zuhause oder aus der Schule. In Vorlesesituationen haben sie schon viele Male die Handlung von Geschichten mitverfolgt und Vorstellungen über den Ausgang der Geschichte angestellt. Diese Vorstellungen sollen sie nun mithilfe dieses produktionsorientierten Umgangs mit einem Text in einer eigenen kleinen Geschichte festhalten. Dabei bietet sich den Kindern die Gelegenheit ihre erst seit kurzem erlangte Schreibfähigkeit unter Beweis zu stellen.
Durch die vorgegebenen Stichworte werden die Kinder in diesem Schreibprozess zusätzlich unterstützt, da sie im Moment noch vor allem lautgetreu schreiben.
3.4 Zukunftsbedeutungen
Die Aufgabe der Stunde dient der Entwicklung der Fähigkeit des freien Schreibens. Dieser Prozess ist für die weitere Lernziele im Fach Deutsch sehr wichtig. Er dient sowohl der sprachlichen Entwicklung, als auch der Erweiterung der Imaginationsfähigkeit.
Das Verfassen selbst ausgedachter Texte bildet einen wichtigen Baustein in der Vorbereitung zur Aufsatzerziehung. Die fiktionale Struktur der Geschichte, die die Kinder weiter erzählen sollen, regt die Phantasie und Vorstellungskraft der Kinder an.
Außerdem dient die vorgegebene Sozialform der Gruppenarbeit der Schulung von Kooperationsfähigkeit und dem angemessenen Umgang der Schüler untereinander.
3.5 Stellenwert im Bildungsplan
Im Bildungsplan für die Grundschule gilt als allgemeiner Erziehungs- und Bildungsauftrag des Deutschunterrichts die sprachliche Bildung der Schüler.
Als wichtigste Aufgabe des Deutschunterrichts wird in diesem Rahmen die „Freude am Umgang mit Sprache zu wecken, zu steigern, sie zum Lesen und Schreiben zu motivieren"[8] {#_ftn8} genannt.
Das Thema der Stunde, „Weiterschreiben einer Geschichte", bot den Kindern, wie im Bildungsplan gefordert, die Möglichkeit „sich (...) als kompetent und erfolgreich" im Umgang mit Sprache zu erleben.[9] {#_ftn9}
Die Kompetenz „Schreiben" soll gefördert werden, indem die SchülerInnen aufgefordert werden „zu vorgegebenen Schreibanlässen kurze Texte [zu] schreiben".
Durch das Sammeln der Ideen der Schüler in Gruppen und im Klassenverband, soll die Kompetenz: „Sprechen" gefördert werden. Die Schüler sollen lernen „sich auf den Sprechanlass zu beziehen und Inhalte sachgerecht und adressatenbezogen vor Zuhörerinnen und Zuhörern zu präsentieren."[10] {#_ftn10} Außerdem sollen die Schüler/innen dazu fähig sein „mit anderen über ein Thema [zu] sprechen, eine eigene Meinung [zu] äußern und so demokratische Verhaltensweisen einüben".[11] {#_ftn11}
4. Lernziele
4.1 Stundenziel
Die Schüler/innen können auf der Grundlage eines vorgegebenen Anfangs eine Geschichte zu Ende schreiben.
4.2 Teilziele
4.2.1 Kognitiver Bereich
Die Schüler/innen können erzählen was sie auf dem Bild zum Einstieg erkennen und Vermutungen über die Geschichte anstellen. Sie können dem Anfang der Geschichte verstehend folgen und entwickeln am Ende des vorgelesenen Abschnitts Ideen zum weiteren Verlauf der Geschichte. Diese Ideen können sie verbalisieren und ggf. der Klasse vorstellen.
4.2.2 Affektiver Bereich
Die Schüler/innen interessieren sich für die Geschichte und entwickeln Spaß am schreiben von Geschichten. Sie lernen außerdem, dass der Anfang einer Geschichte als Schreibanlass dienen und Grundlage für ein eigenes Ende sein kann. Die SchülerInnen sind motiviert ihre Ideen, wie die Geschichte weiter gehen könnte, ihren MitschülerInnen zu erzählen.
4.2.3 Psychomotorischer Bereich
Die Schüler/innen können ihre Ideen zum weiteren Verlauf der Geschichte je nach Lernstand in Druck- oder Schreibschrift in die vorbereiteten Linien schreiben.
4.2.3 Sozialer Bereich
Die Schüler/innen können bei einem Klassengespräch den anderen Kindern zu hören. Sie halten sich an die Gesprächsregeln der Klasse. Außerdem akzeptieren sie, dass ihre Mitschüler evtl. andere Meinungen oder Gedanken haben als sie selbst. Während die SchülerInnen ihre Geschichte schreiben, verhalten sie sich so, dass die Mitschüler arbeiten können.
5. Verlaufsplanung
Zunächst sollen die Schüler während des Einstiegs anhand des Bildes auf das Thema eingestimmt und motiviert werden. Außerdem bietet das Bild einen Gesprächsanlass, um anhand von Einzelheiten Vermutungen über den kleinen Wassermann und die Geschichte allgemein anzustellen. Kinder, die die Geschichte bereits kennen, können erzählen, an was sie sich noch von der Geschichte erinnern. So sollen Kindern, die die Geschichte gar nicht kennen, Informationen geliefert werden, damit sie den folgenden Anfang der Geschichte verstehen können. Um zu gewährleisten, dass die Kinder die wichtigsten Informationen über die Geschichte erzählen, stellt die Lehrerin lenkende Fragen, falls die Kinder nicht von alleine entsprechende Informationen beitragen.
Daraufhin liest die Lehrerin den Anfang der Geschichte vor. Die Schüler sollen dabei aufmerksam zuhören.
In der Erarbeitungsphase I erklärt die Lehrerin den Schülern, dass sie in kleinen Gruppen überlegen sollen, wie die Geschichte weitergehen soll. Damit am Ende alle Kinder alle Ideen hören können, soll jede Gruppe einen Sprecher wählen, der alle Ideen der Gruppe der Klasse vorträgt. Daraufhin setzen sich die Kinder in den Gruppen zusammen und sammeln Ideen. Die Lehrerin überzeugt sich, dass alle Gruppen einen Sprecher wählen und mit der Aufagenstellung zurecht kommen. Differenzierung: Gruppen, denen die Entwicklung von Ideen schwer fällt, stellt die Lehrerin Bilder zur Verfügung, die Anregungen liefern können.
Schließlich bittet die Lehrerin in der Ergebnissicherungsphase I alle Kinder wieder an ihren Platz zurück zu gehen und die Sprecher die Ideen der Gruppe vorzutragen. So erhalten Schüler, denen es schwer fällt eigene Ideen zu entwickeln, Anregungen für das Weiterschreiben der Geschichte.
Im Anschluss fordert die Lehrerin in der Erarbeitungsphase II die Schüler auf sich für eine Idee zu entscheiden und die Geschichte jetzt schriftlich weiter zu erzählen. Sie erklärt den Kindern, dass sie Wortkarten an die Tafel heften wird, von denen die Kinder abschauen dürfen. So werden die Kinder in ihrem Schreibprozess unterstützt, weil sie Wörter leichter benutzen können, die ihnen sonst Schwierigkeiten bereiten könnten. Während dieser Phase steht die Lehrerin für Fragen zur Verfügung und unterstützt Kinder, die Schwierigkeiten mit der Aufgabe haben.
Puffer: Schüler, die ihre Geschichte beendet haben, dürfen ein passendes Bild malen.
Die Lehrerin bittet die Schüler zu einem Ende zu kommen und bietet Schülern an, ihre Geschichten der Klasse vorzulesen. Indem die Lehrerin in der Ergebnissicherungsphase II die Geschichten der Schüler selbst vorliest, können diese besser wirken und da die Lehrerin schneller liest, können mehr Schülerarbeiten vorgelesen werden.
6. Strukturskizze
(siehe anderes Dokument)
7. Literaturverzeichnis
Primärliteratur:
Preußler, Ottfried (1956): Der kleine Wassermann, Thienemann Verlag Stuttgart, Wien, Bern
Zeichnungen von Winnie Gayler
Sekundärliteratur:
Fix, Martin (2000): Der Weg zu konzeptueller Schriftlichkeit. In: Textrevisionen in der Schule. Baltmansweiler Schneider Verlag, Hohengehren, S. 33- 40 Sieber, Peter (2003): Modelle des Schreibprozesses. In: U. Bredel et al. (Hrsg.): Didaktik der deutschen Sprache, Ein Handbuch (Vol. 1. Teilband). Paderborn: Schöning, S. 208-223. Spinner, Kaspar H. (2001): Zielsetzungen des Literaturunterrichts (1999). In: Ders.: Kreativer Deutschunterricht. Identität, Imagination, Kognition. Seelze: Kallmeyersche Verlagsbuchhandlung, S. 168-172.Internet:
http://www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Bildungsplaene /Grundschule/Grundschule_Bildungsplan_Gesamt.pdf(gesehen am 6.7.08)
http://www.ph-heidelberg.de/wp/RANK/fantastik/texte/lexikon%20kjl/wassermann.htm(gesehen am 7.7.08)
http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id_book=3788(gesehen am 7.7.08)
[1] {#_ftnref1} Sieber 2003, S.209
[2] {#_ftnref2} Siebert 2003, S.209 zitiert nach Antos 1996, S.191
[3] {#_ftnref3} Die Förderung der Imaginationsfähigkeit und Kreativität stellt laut Spinner ein wichtiges Ziel des Deutschunterrichts dar. Als Mittel um dieses Ziel zu erreichen, nennt er den kreativen Umgang mit Texten. (Vgl. Spinner 1999, S.170f)
[4] {#_ftnref4} Vgl. Fix 2000, S.33
[5] {#_ftnref5} Vgl. ebenda S.40
[6] {#_ftnref6} Vgl. http://www.ph-heidelberg.de/wp/RANK/fantastik/texte/lexikon%20kjl/wassermann.htm
[7] {#_ftnref7} Vgl. http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id_book=3788
[8] {#_ftnref8} Bildungsplan 2004, S.43
[9] {#_ftnref9} Bildungsplan 2004, S.43
[10] {#_ftnref10} Bildungsplan 2004, S.44
[11] {#_ftnref11} Ebenda
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