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Der Euro - unser Geld

Der Euro - unser Geld
Unterrichtsentwurf Arbeitsmaterial enthalten
Datum: 19. August 2009 Autor: korkenzieher Kommentare: 0

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Beschreibung:

'Unser Geld - der Euro' - Handelnde und entdeckende Heranführung an den Größenbereich Geld durch aktiven und lebensweltorientierten Umgang mit Münzen und Scheinen zum Erwerb einer Vorstellung dieses Größenbereichs und Sicherheit im ersten Rechen mit Geld. Durchgeführt in einer 1. Klasse.


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Der Euro - unser Geld


Unser Geld - der Euro

1. Thema der Reihe

„Unser Geld - der Euro" - Handelnde und entdeckende Heranführung an den Größenbereich Geld durch aktiven und lebensweltorientierten Umgang mit Münzen und Scheinen zum Erwerb einer Vorstellung dieses Größenbereichs und Sicherheit im ersten Rechen mit Geld.

2. Thema der Einheit / Lernsequenz

„Wie kann ich den Teddy bezahlen?" - Entdeckende Auseinandersetzung mit Geldbeträgen zur Gewinnung der Erkenntnis, dass man verschiedene Möglichkeiten hat einen Geldbetrag zusammenzustellen.

3. Lehrplanbezug

Diese Stunde kann im Lehrplan der Mathematik unter den inhaltsbezogenen Kompetenzen in den Bereich „Größen und Messen" und dem Schwerpunkt „Größenvorstellung und Umgang mit Größen" eingeordnet werden[1].

4. Aufbau der Reihe

1. Einheit: „Wir lernen den Euro kennen" - Sammeln von Vorerfahrungen und Kennen lernen der Größe Geld durch das Sortieren von Euroscheinen und Euromünzen. 2. Einheit: „Wir werden Euroforscher "- Unterscheidbare Eigenschaften von Euromünzen und Euroscheinen sammeln und benennen zur Erlangung einer ersten Erkenntnis über deren Wertigkeit. 3. Einheit: „Wir legen Geldbeträge "- Selbstständiges Legen von Münzen zur Bestimmung unterschiedlicher Geldbeträge und zur Übung von Addition mit Euros. 4.Einheit: „Wie viel Geld ist in meinem Portmonee? "- Ermitteln von Geldbeträgen durch geschicktes Zählen zur Anbahnung der Erkenntnis, dass zwischen der Anzahl der Münzen und ihrem Wert unterschieden werden muss. 5. Einheit: „Wie kann ich den Teddy bezahlen?" - Entdeckende Auseinandersetzung mit Geldbeträgen zur Gewinnung der Erkenntnis, dass man verschiedene Möglichkeiten hat einen Geldbetrag zusammenzustellen. 6. Einheit: „Wir bereiten unseren Klassenflohmarkt vor" - Vorbereitung des Klassenflohmarktes zur Anbahnung erster Preisvorstellungen und Erarbeitung der Kriterien für das Kaufen und Verkaufen. 7. Einheit: „Unser Klassenflohmarkt "- Nachspielen von Verkaufs- und Kaufaktivitäten auf unserem Klassenflohmarkt zur Förderung eines operativen Umgangs mit Geld. 8. „Wie viel Geld bekommen wir zurück? "- Ausbau der Fertigkeiten im Umgang mit Geld zur Errechnung von Wechselgeld im Zahlenraum bis 20.

5. Schwerpunktsetzung und „Roter Faden"

5.1 Kernanliegen

Die Kinder sollen begreifen, dass es verschiedenen Möglichkeiten gibt einen Betrag zu bezahlen, indem sie möglichst viele Varianten finden, den Betrag von 8€ zu legen.

5.2 Leitmotivation

Finde heraus, ob es noch andere Möglichkeiten gibt, die 8 € für den Teddy zu bezahlen.

5.3 Arbeitsauftrag

Überlegt genau, mit welchen Münzen oder Scheinen ihr den Betrag legen könnt. Malt in das Arbeitsblatt alle Möglichkeiten, die ihr gefunden habt. Am Ende der Stunde wollen wir die verschiedenen Möglichkeiten sammeln und betrachten.

5.4 Leitimpuls für die 3. Phase

Ich bin gespannt, welche Möglichkeiten ihr gefunden habt den Teddy zu bezahlen.

6. Begründung des Schwerpunktes und fachliche Konkretisierung

Der Unterrichtsgegenstand Geld ist schon im ersten Schuljahr für die Kinder ein wichtiges und interessantes Thema. Der Umgang mit Geld ist eine wichtige Kulturtechnik und daher auch im ersten Schuljahr ein bedeutsames Thema. Geld als Zahlungsmittel begegnet den Kindern schon beim täglichen Einkauf. Auch wenn sie noch nicht immer ganz alleine einkaufen gehen, besitzen sie doch erste Erfahrungen mit der Größe Geld. Dennoch ist ihre eigene Erfahrung eher gering und daher soll ihnen in dieser Unterrichtsstunde die Möglichkeit gegeben werden, weitere Erkenntnisse im Umgang mit Geld zu erlangen.

Die Fähigkeit Geldbeträge auf unterschiedliche Arten zu legen kann den Kindern später ein erfolgreiches Rechnen mit Geld ermöglichen.

Durch den Umgang mit Geld kann sich den Kindern nicht nur ein arithmetisches Verständnis erschließen[2] {#_ftn2}, sie können so auch eine Befähigung zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erhalten. In der Schule sollen die Voraussetzungen für einen sinnvollen Umgang mit Geld geschaffen werden. Das Anliegen des sachbezogenen Mathematikunterrichts ist die Erschließung der Lebenswirklichkeit. Hierzu können sowohl reale als auch simulierte Situationen bedeutsam sein. Die Situation in dieser Stunde stammt aus der Lebenswirklichkeit der Kinder. Häufig kommt es vor, dass bei einem Einkauf derselbe Betrag mit unterschiedlichen Geldstücken oder Scheinen bezahlt wird.

Die Kinder sollen den Betrag zuerst mit ihrem eigenen Geld legen (enaktiv). Danach malen sie die gelegten Werte auf (ikonisch). Hierbei wird der Schwerpunkt auf den Transfer zwischen diesen beiden Ebenen gelegt.

7. Lernvoraussetzungen

7.1 Lernstand

Alle Kinder können sich mittlerweile gut im Zahlenraum bis 20 orientieren, ebenso können sie Additions-, Subtraktions- und Ergänzungsaufgaben lösen. Durch regelmäßiges 10 Minuten Kopfrechnen haben viele Kinder feste Rechenstrategien verinnerlicht. Einige Kinder sind bereits mit dem Zahlenraum bis 100 vertraut.

7.2 Konsequenzen für den geplanten Lernprozess

Durch die vorhergehenden Unterrichtsstunden sind allen Kindern die Einheiten Euro (€) und Cent(Ct) bekannt. Es zeigte sich im Verlauf der Reihe, dass einige Kinder sich sehr gut mit der Größe Geld auskennen, andere wiederum wenig Vorwissen zum Thema hatten. Eine gleichzeitige Verwendung von Euro und Cent würde die meisten Kinder zu diesem Zeitpunkt aber noch überfordern. Aus diesem Grund habe ich eine didaktische Reduktion vorgenommen, indem ich den Kindern als Arbeitsmittel ausschließlich Euro-Scheine und Euro-Münzen bis 20 zur Verfügung gestellt habe.

Eine natürliche Differenzierung entsteht durch die zusätzlichen Arbeitsblätter, in denen jedes Kind den Schwierigkeitsgrad der Aufgabe durch das Aussuchen eines Preises für ein eigenes Stofftier selber bestimmen kann.

So kann jedes Kind seinem Leistungsstand entsprechend mit mehr oder weniger Geld ausprobieren, welche Möglichkeiten des Legens eines Betrages es gibt. Dabei wird es sicherlich einigen Kindern bewusst, dass es mehr Varianten des Legens, gibt je höher der Betrag ist. Dies ist jedoch nicht angestrebtes Ziel der Stunde.

8. Verlaufsplanung

Phase

Unterrichtsschritte

Did./ method. Kommentar

a) Sozialform

b) Medien

Individuelle Förderung

Differen-zierung

Be- grüßung

Begrüßung der SuS und Vorstellen des Besuchs.

 

 

 

 

 

 

Einstim-mung

LAA verweist auf Reihentransparenz.

Kurzes Kopfrechnen

Spiel:

Kind steckt Geld in eine Spardose

SuS verfolgen und nennen den Geldbetrag, den sie errechnet haben

 

 

 

Kopfrechenspiel zur Förderung der Fähigkeiten beim Addieren von Geldbeträgen

a) Sitzkreis

b) Spardose und Demonstrations-rechengeld

 

An-knüpfung

LAA legt den Teddy mit Preisschild und Rechengeld in die Mitte

 

S legt den Betrag von 8€ zum Artikel.

LAA benennt diese als eine Möglichkeit.

 

SuS finden eine weitere Legemöglichkeit. (Bei Bedarf)

 

 

 

 

Impuls

 

 

Anregung zum Finden anderer Möglichkeiten.

 

Bei Bedarf (noch nicht ausreichendes Verständnis) legen SuS eine weitere Möglichkeit.

a) Sitzkreis

b) Teddy, Preisschild, Demonstrations-rechengeld

 

Arbeitsphase

LAA nennt Leitmotivation und erteilt Arbeitsauftrag

 

SuS legen den Betrag von 8€ auf verschiedene Weisen und malen diese dann auf.

 

LAA unterstützt und berät die Kinder bei Schwierigkeiten.

LAA hängt Plakat an die Pinwand.

 

 

 

Durch große Leistungsspanne ist viel Differen-zierungsmaterial nötig (Material in Ablagefächern in der Rechenecke).

 

 

 

 

a) Einzelarbeit am Tisch

b) Spielgeld im Umschlag Arbeitsblätter, Stifte

Dean und Nils bekommen evtl. gezielte Hilfestellung.

 

Zusätzliche differenzierte AB's für schnelle SuS.

Reflexion

Akustisches Signal zeigt SuS an, dass die Arbeitsphase beendet ist.

 

LAA nennt Leitimpuls für die 3. Phase.

 

S klebt eine weitere gefundene Möglichkeit an das Plakat.

 

SuS kleben weitere Möglichkeiten an.

 

Das Plakat aus der Einführung verdeutlicht den Kindern den Zusammenhang zwischen Einführung und Reflektion und schafft Transparenz.

a) Stuhlkreis

b) Pinwand, Plakat aus der Einführung, Demonstrations-rechengeld

 

Ausblick

LAA gibt anhand der Reihentransparenz Ausblick auf die nächste Stunde

Verabschiedung der Schüler

 

 

 


9. Literaturangaben

- Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen (2008): Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen. Düsseldorf.

- Wittmann, Erich Ch.; Müller, Gerhard N. (2008): Handbuch produktiver Rechenübungen. Band 1. Düsseldorf.

- Radatz, Hendrik / Schipper, Wilhelm et. al. (2008): Handbuch für den Mathematikunterricht. 1. Schuljahr. Braunschweig.


[1] {#_ftnref1} Vrgl. Lehrplan, S. 65.

[2] {#_ftnref2} Vgl.Müller, Wittmann (2007): Handbuch produktiver Rechenübungen 1.

 



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