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Schneeglöckchen, Krokus, Narzisse, Hyazinthe und Tulpe
Datum: 19. August 2009 Kommentare: 0
Zusätzliche Informationen:
Beschreibung:
In dieser Unterrichtsstunde sollen die SchülerInnen ausgewählte Frühblüher betrachten und untersuchen. Durchgeführt in einer 1. Klasse.

Schneeglöckchen, Krokus, Narzisse, Hyazinthe und Tulpe
Schneeglöckchen, Krokus, Narzisse, Hyazinthe und Tulpe
Thema der Unterrichtsreihe
Merkmale der Jahreszeit Frühling - ausgewählte Frühblüher
Ziele der Unterrichtsreihe
Die Schüler sollen für die Jahreszeit Frühling sensibilisiert werden und diese bewusst wahrnehmen, indem sie ausgewählte Frühblüher mit allen Sinnen kennen lernen.
Aufbau der Unterrichtsreihe
Das Thema „Frühling" wird fächerübergreifend im Fach Sprache, Sachunterricht, Kunst und Musik behandelt. Im folgenden sind nur die Unterrichtsstunden aufgezeigt, bei denen der Schwerpunkt im Fach Sachunterricht liegt.
- Stunde
Die Jahreszeit Frühling - Brainstorming zur Jahreszeit Frühling und Herstellung eines Plakats zum Thema „Frühling mit allen Sinnen".
- Stunde
Unterrichtsgang: „Dem Frühling auf der Spur" - Den Frühling in unmittelbarer Umgebung der Schule entdecken und erster Kontakt mit Erscheinungsbild und Namen der Frühblüher in Vorgärten und im Park.
- Stunde
Schneeglöckchen, Krokus, Narzisse, Hyazinthe und Tulpe - Genaue Betrachtung und Untersuchung ausgewählter Frühblüher und Bestimmung ihrer Teile (Wurzel, Zwiebel, Blatt, Stängel, Blüte) sowie Feststellung von Gemeinsamkeiten.
Zu einem späteren Zeitpunkt schließen sich zwei weitere Unterrichtsstunden an:
- Stunde
Unterrichtsgang - Veränderungen in der Natur feststellen und weitere Frühlingsblumen in unmittelbarer Umgebung der Schule entdecken.
- Stunde
Gänseblümchen und Löwenzahn - Kennen lernen dieser Frühblüher und Vergleich mit den Zwiebelgewächsen.
Schwerpunktziel der Unterrichtsstunde
Die Schüler sollen durch genaues intensives Betrachten und Beschreiben der Frühblüher
die Teile der Pflanzen benennen können und den gemeinsamen Aufbau der Zwiebelgewächse erkennen, sowie versuchen einen Frühblüher selbstständig zu zeichnen und mit den erarbeiteten Fachtermini zu beschriften.
Weiteres wichtiges Ziel:
Durch die freie Wahl des abzuzeichnenden Frühblühers müssen sich die Schüler selbstständig organisieren und zu kleinen Gruppen formieren, wodurch der soziale Umgang miteinander geübt wird.
Verlauf der Unterrichtsstunde
1. Phase: Einstieg / Einstimmung
I.S.: Durch das gemeinsame Singen des Liedes „Im Märzenwald" und die Rückbesinnung auf den Unterrichtsgang werden die Schüler auf das Thema eingestimmt und ihre Aufmerksamkeit auf die kennen gelernten Frühblüher gerichtet.
Handlung | Method. - did. Kommentar |
- Die Schüler kommen im Sitzkreis zusammen.
- Die Schüler singen das Lied „Im Märzenwald"
- Die Schüler berichten rückblickend von ihrem Unterrichtsgang und den entdeckten Spuren des Frühlings in der unmittelbaren Schulumgebung und ihrem privaten Umfeld.
- Stummer Impuls: LAA stellt einen im Topf gepflanzten Frühblüher in die Kreismitte. Schüler nennen den Namen dieser Pflanze und evt. den Ort, an dem sie diese Pflanze während des Unterrichtsgangs gesehen haben. In einem zweiten Schritt beschreiben die Schüler die Pflanze genauer und benennen ihre Teile (Blüte, Stängel, Blatt, Zwiebel und Wurzel).
| - Die Sozialform „Sitzkreis" bietet eine angenehme Erzählatmosphäre und eignet sich deshalb gut als gemeinsamer Einstieg in die Stunde.
- Das Lied thematisiert die Erkennungsmerkmale des Frühlings und bietet einen guten Anknüpfungspunkt an die während eines Unterrichtsgangs selbst entdeckten Frühlingsboten.
- Die entdeckten Spuren des Frühlings werden ins Gedächtnis der Schüler zurückgerufen, wodurch sie sich optimal auf das Thema der Stunde einstimmen können. Dabei werden auch die Namen der kennen gelernten Frühblüher und deren äußere Erscheinungsformen wiederholt.
- Die Aufmerksamkeit der Schüler richtet sich auf einen Frühblüher, der exemplarisch gemeinsam näher betrachtet wird.
- Damit die Schüler alle Teile der Pflanze gut sehen können, wird die Pflanze aus dem Topf herausgelöst und ihre Zwiebel und Wurzeln werden freigelegt. Die Begriffe für die Pflanzenteile werden durch die Versprachlichung der Beobachtung am realen Objekt entwickelt. So entsteht eine Verbindung zwischen Sprache und Sache. Die von den Schülern genannten Teile der Pflanze werden auf Wortkarten fixiert und ebenfalls in die Kreismitte gelegt. |
2. Phase: Vorschläge und Möglichkeiten der Problemlösung
I.S.: Nachdem die Schüler den Aufbau des exemplarisch gewählten Frühblühers gemeinsam erarbeitet haben, soll sich bei ihnen der Wunsch einstellen auch die anderen Frühblüher auf ihre Teile zu untersuchen und deren Aufbau miteinander zu vergleichen.
Handlung | Method. - did. Kommentar |
- Nach der exemplarisch genauen Betrachtung und Beschreibung der Pflanze erfolgt für die Schüler die Aufgabe als „Blumen-Forscher" den Aufbau der anderen Frühblüher zu erkunden
- Des weiteren erfolgt der Reflexionsauftrag nach der genauen Untersuchung der Pflanzen den Aufbau aller Pflanzen miteinander zu vergleichen.
| - Zieltransparenz Verfahrenstransparenz
- Der Reflexionsauftrag umschließt die Stunde durch einem äußeren Rahmen.
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3. Phase: Arbeitsphase I
I.S.: Indem die Schüler die von ihnen selbst gewählte Pflanze auf seine Teile untersuchen, übertragen sie das gemeinsam erarbeitete Wissen auf andere Frühblüher.
Handlung | Method. - did. Kommentar |
- Die Schüler schließen sich in Gruppen zusammen, um gemeinsam die selbstständig gewählte Pflanze auf ihre Teile zu untersuchen.
- Während der Untersuchung findet eine genaue Betrachtung der Pflanze und ein Austausch über ihre Bestandteile statt.
| - Die Schüler sind in der Wahl der zu untersuchenden Pflanze völlig frei und können nach eigenem Interesse entscheiden mit welcher Pflanze sie sich näher auseinandersetzen wollen. Wahrscheinlich werden sich die Schüler für eine optisch schöne Pflanze entscheiden und lassen sich intuitiv von der Ästhetik der Pflanze beeindrucken und leiten.
- Die gemeinsame Besprechung der Beobachtung verinnerlicht den Aufbau der Pflanze und stärkt die Teamfähigkeit.
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4. Phase: Zwischenreflexion
I.S.: Indem die Schüler „ihre" Pflanze vorstellen und die einzelnen Teile diese benennen, sollen sie den gemeinsamen Aufbau der ausgewählten Zwiebelgewächse erkennen.
Handlung | Method. - did. Kommentar |
- Die Vorstellung der einzelnen Pflanzen erfolgt im Plenum vom Platz aus.
- Die Schüler zeigen nacheinander ihre Pflanze und beschreiben ihren Aufbau, indem sie die neu gelernten Begriffe anwenden.
- Das Problem, wie man die Ergebnisse nun für alle Kinder auf Dauer (d.h. auch nach der Blüte der Pflanzen) festhalten kann, wird mit den Schülern gemeinsam diskutiert.
| - Damit nicht zu viel Unruhe und Dreck entsteht, stellen die Schüler die von ihnen untersuchte Pflanze von ihrem Platz aus vor.
- Durch die Präsentation der einzelnen Pflanzen bekommt jeder Schüler einen Überblick über den Aufbau aller vorhandenen Pflanzen. Also auch über die Pflanze, mit der er sich nicht schwerpunktmäßig auseinandersetzt. Durch die sich wiederholende Beschreibung der Pflanzenteile werden die Begriffe wiederholt und im Gedächtnis der Schüler verankert. Anhand des direkten Vergleichs aller Pflanzen, wird der gemeinsame Aufbau der Zwiebelgewächse allen Schülern deutlich.
- Die gemeinsame Findung einer Lösung für das Festhalten der Ergebnisse schließt den Schüler aktiv in den Verlauf der Stunde mit ein. Dabei wird die Anfertigung und Beschriftung einer Zeichnung angestrebt.
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Je nach zeitlichem Ablauf der Stunde schließt sich die Aufräumphase oder eine weitere Arbeitsphase an (siehe nächste Seite).
Ist die Zeit schon zu weit vorangeschritten, erfolgt die schriftliche Sicherung der Ergebnisse in der nächsten Stunde.
5. Phase: Arbeitsphase II
I.S.: Indem die Schüler den selbst gewählten Frühblüher genau betrachten und abzeichnen, sollen sie den Aufbau der Pflanze, der durch die selbstständige Beschriftung im Gedächtnis der Schüler gefestigt wird, verinnerlichen.
Handlung | Method. - did. Kommentar |
- Nachdem die Pflanze untersucht und die Ergebnisse in der Gruppe und in der Klasse diskutiert wurden, zeichnen die Schüler die Pflanze mit Buntstiften ab und beschriften ihre Zeichnung.
- Qualitative Differenzierung: Für Kinder, die es sich nicht zutrauen selbständig einen Frühblüher durch reine Übertragung ihrer Beobachtung auf das Papier zu zeichnen, hält die LAA Arbeitsblätter bereit, auf denen ein Teil der Pflanze vorgegeben ist und ein anderer Teil der Pflanze durch den Schüler ergänzt werden muss.
- Quantitative Differenzierung: Jeder Schüler kann sich im Klassenraum frei bewegen. Dies bedeutet, dass er nach Beendigung der ersten Zeichnung frei zu einer anderen Gruppe wechseln kann, um eine weitere Pflanze auf dessen Teile und Aufbau zu untersuchen und zu zeichnen.
| - Die Anfertigung einer Zeichnung ist die beste Möglichkeit, um die Ergebnisse zu sichern. Damit die Kinder die Fachtermini bei der Beschriftung orthographisch richtig schreiben, hängen die in der Einstiegsphase verwendeten Wortkarten für jeden Schüler sichtbar an der Tafel.
- Die Anfertigung einer biologischen Zeichnung erfordert von allen Schülern eine hohe Beobachtungsgabe und deren zeichnerische Umsetzung. Diese Fähigkeit ist nicht von allen Schülern zu erwarten. Gerade das Abzeichnen der Blüte, die wohl das markanteste Merkmal einer Pflanze ist, ist sehr schwierig. Deshalb erhalten die Schüler die Möglichkeit eine vorgegebene Zeichnung durch das Einzeichnen fehlender Teile zu ergänzen. Damit ist auch ein Maßstab für die Größe der Zeichnung festgelegt.
- Jede Pflanze hat ihren besonderen Reiz und eine individuelle Ausstrahlung und Wirkung auf seinen Betrachter. So kann bei einigen Schülern die Motivation entstehen eine weitere Pflanze genauer zu untersuchen und zu zeichnen. |
An diese Phase schließt sich die Aufräumphase an, in der die Pflanzen wieder eingetopft werden.
Sind die Schüler mit der Zeichnung und Beschriftung nicht fertig geworden, erhalten sie in der nächsten Stunde die Möglichkeit ihre Arbeit zu beendigen.
Zur Würdigung der Kinder-Arbeiten werden alle Zeichnungen im Klassenraum aufgehangen.
Material und Medien
- Frühblüher
- Arbeitsblätter
- Wortkarten, auf denen die Fachbegriffe der Teile der Pflanze stehen
- Bleistift und Buntstifte
- Zeitung als Unterlage
Literatur
Meyer, Werner G. (Hrsg.): Schlag nach im Sachunterricht. Handbuch für Lehrerinnen und Lehrer 1/2. München: Bayrischer Schulbuch Verlag, 1997. Sache Wort Zahl: Themenheft: Frühling. Heft 2 1996. Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW (Hrsg.): Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule in NRW. Sachunterricht. Düsseldorf 1985.Kommentare (0)
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