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Wir messen mit unserem Körper

Wir messen mit unserem Körper
Unterrichtsentwurf
Datum: 01. September 2009 Autor: Maus22181 Kommentare: 3

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Beschreibung:

Messen und Vergleichen von Längen konkreter Gegenstände unter Verwendung verschiedener Körpermaße zur Entwicklung der Einsicht in die Notwendigkeit einheitlicher, normierter Längenmaße. Durchgeführt in einer 2. Klasse.


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Wir messen mit unserem Körper


Wir messen mit unserem Körper

1. Thema der Reihe

„Wir erforschen Längen" - handelnde und entdeckende Auseinandersetzung mit Längen durch vielseitiges Vergleichen, Schätzen und Messen von Gegenständen und Strecken zur Entwicklung von Größenvorstellungen sowie zum Erwerb praktischer Fertigkeiten mit nicht - standardisierten und standardisierten Maßeinheiten.

2. Thema der Stunde

„Wir messen mit unserem Körper" - Messen und Vergleichen von Längen konkreter Gegenstände unter Verwendung verschiedener Körpermaße zur Entwicklung der Einsicht in die Notwendigkeit einheitlicher, normierter Längenmaße

3. Lehrplanbezug

Das Thema der Unterrichtsreihe „Messen und Längen" ist im Lehrplan für den Mathematikunterricht vom 28.1.2008 unter anderem dem Bereich „Umgang mit Raum und Form" zugeordnet. Unter dem Schwerpunkt „Zeichnen" wird als Kompetenzerwartung „Die Schülerinnen und Schüler zeichnen Strecken, ebene Figuren und Muster aus freier Hand und mit Hilfsmitteln wie Lineal, Schablone, Gitterpapier"1 genannt. Gleichzeitig ist das Thema Gegenstand des Bereichs „Messen und Umgang mit Größen". Als Schwerpunkt wird hier die „Größenvorstellung und Umgang mit Größen" einerseits und der „Umgang mit Sachsituationen" andererseits aufgeführt. Unter dem erstgenannten Schwerpunkt werden folgende Kompetenzerwartungen aufgezeigt: „Die Schülerinnen und Schüler:

- messen Längen mit Messgeräten (Lineal, Zollstock) sachlich angemessen

- vergleichen und ordnen Längen, Zeitspannen und Geldbeträge"2

- verwenden Längen (cm, m) und stellen Größenangaben in unterschiedlichen Schreibweisen dar (umwandeln).3

Dass die Schülerinnen und Schüler Bearbeitungshilfen wie Zeichnungen, Skizzen, etc. zur Lösung von Sachaufgaben nutzen, wird als Kompetenzerwartung unter dem Schwerpunkt „Umgang mit Sachsituationen" aufgezeigt.

4. Aufbau der Unterrichtsreihe

1. Einheit:

„Wir vergleichen die Längen verschiedener Gegenstände" - unmittelbares

Vergleichen der Längen von Gegenständen zur Förderung der Längen- und

Größenvergleiche unter dem Aspekt der Relationen „länger als", „kürzer als" und „so

lang wie".

 

2. Einheit:

„Wir lernen unsere Körpermaße kennen" - Mittelbares Vergleichen von Längen von

Gegenständen zur Erarbeitung geeigneter nicht standardisierter Maßeinheiten wie

der Körpermaße Fuß, Schritt, Armspanne, Handspanne, Elle und Daumenbreite.


3. Einheit:

„Wir messen mit unserem Körper" - Messen und Vergleichen von Längen

konkreter Gegenstände unter Verwendung verschiedener Körpermaße zur

Entwicklung der Einsicht in die Notwendigkeit einheitlicher, normierter

Längenmaße.

 

4. Einheit:

„Wir lernen den Zentimeter kennen" - Herstellen eines vereinfachten 20cm Lineals

und erstes genaues Messen bei gleichzeitiger Einführung der standardisierten

Maßeinheit Zentimeter.

 

5. Einheit:

„Wir lernen verschiedene Messinstrumente kennen" - Kennenlernen gängiger

Messinstrumente, Verdeutlichung des Messvorgangs und genaues Messen bei

gleichzeitiger Einführung der standardisierten Maßeinheit Meter.

 

6. Einheit:

„Wie kommt die Maus am schnellsten zum Käse?" - Messen und Addieren von Strecken zur Vertiefung des Messvorgangs und zur Einführung von Meter- und Zentimeterschreibweisen.

 

7. Einheit:

„Wir schätzen und messen Dinge aus dem Klassenzimmer" - Schätzen und Messen von Längen und Gegenständen und Entfernungen aus dem Klassenzimmer zur Vertiefung der Vorstellungen von Längen und deren Maßen sowie zur Entwicklung von Stützpunkten aus dem Erfahrungsbereich der Kinder.

5. Schwerpunktsetzung der Einheit

5.1 Kernanliegen

Die Schülerinnen und Schüler sollen über Längenvergleiche mit Hilfe nicht standardisierter Maßeinheiten (Körpermaße) Einsichten in die Notwendigkeit genormter Maßeinheiten erlangen.

5.2 Leitmotivation

In der letzen Stunde haben wir verschiedene Körpermaße kennen gelernt. Heute werden wir mit unseren Körpermaßen selbst messen.

5.3 Arbeitsauftrag

Messt zusammen mit eurem Partner die Gegenstände, die auf dem Arbeitsblatt stehen und tragt die Ergebnisse in die freien Felder ein. Wenn ihr alles gemessen habt, könnt ihr die Glühbirnchenaufgabe bearbeiten.

5.4 Leitimpuls für die 3. Phase

Ich habe schon gesehen, dass ihr alle fleißig gemessen habt. Wir wollen eure Ergebnisse jetzt einmal anschauen. Was fällt euch auf?

6. Begründung des Schwerpunktes und fachliche Konkretisierung

Die heute am weitesten verbreitete Längeneinheit ist der Meter (m). Ursprünglich wurden individuelle Körperteile (willkürliche Einheiten), z.B. Fuß, Elle, Handspanne, Daumenbreite (Zoll), Armspanne und Schritt als Längenmaße herangezogen:

 

Fuß: die Länge des menschlichen Fußes

Elle: die Länge des Unterarmes, d.h. der Abstand zwischen Ellenbogen und Fingerspitzen

Handspanne: der Abstand zwischen der Spitze des Daumens und des Zeigefingers

Daumenbreite: die Breite des Daumens

Armspanne: der Abstand zwischen den Fingerspitzen der rechten und der linken Hand, bei ausgestreckten Armen

Schritt: die Länge eines normalen Schritts, d.h. der Abstand zwischen den Zehen des vorderen Fußes und den Zehen des hinteren Fußes

Diese willkürlichen Maßeinheiten erschwerten das Vergleichen von Längen. So kam

die Forderung nach einem Einheitsmaß auf. 1875 wurde ein Vertrag zwischen 17

Staaten, darunter auch dem deutschen Reich, geschlossen. Dies war die

so genannte Meterkonvention, die die Verbreitung und Vervollkommnung des

Systems mit den Basiseinheiten Meter und Kilogramm zum Ziel hatte. Bis 1960

orientierte sich die Definition der Einheit Meter am Urmeter, einem Platinstab mit

x-förmigen Querschnitt. 1960 wurde das Meter dann durch eine bestimmte

Vakuumwellenlänge genauer definiert.4 Die Vakuumwellenlänge ist die Länge der

Strecke, die das Licht im Vakuum während der Dauer von 1/299792458 Sekunden

zurücklegt.5

7. Lernvoraussetzungen

7.1 Lernstand

Die Klasse 2 umfasst 21 SuS in einer Relation von 11 Mädchen und 10 Jungen. Alle SuS lassen sich für neue Lerngegenstände gerne motivieren und folgen dem Unterrichtsgeschehen im Allgemeinen mit regem Interesse. Im arithmetischen Bereich lassen sich jedoch bezüglich der kognitiven Fähigkeiten und des Arbeitstempos große Unterschiede bei den Kindern feststellen. Zu den Leistungsträgern der Klasse gehören xyz. Zu den leistungsschwächeren Schülern zählen xyz. Diese Kinder benötigen bei der Ausführung der Aufgaben häufiger zusätzliche Hilfestellung und Zuwendung von der Lehrperson.

 

Den ersten Kontakt mit dem Bereich ‚Größen' hatten die Kinder im 1.Schuljahr mit dem Thema ‚Geldwerte'. Das Thema ‚Längen' ist bisher noch nicht unterrichtet worden. Dennoch ist davon auszugehen, dass die Kinder Vorerfahrungen zu diesem Bereich mitbringen. So haben sich alle Kinder schon mit der eigenen Körpergröße, der Schuhgröße oder der Haarlänge auseinander gesetzt. Auch aus dem Freizeitbereich haben sie vielfältige Erfahrungen wie z.B. das Abmessen und Markieren von Spielfeldern mit Schritten oder das Messen und Vergleichen von Wurf- und Sprungweiten bei Bundesjugendspielen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Vorerfahrungen der Kinder in Bezug auf ‚Längen' sehr unterschiedlich sind. Lineal, Zollstock und Maßband wird einigen Schülern ein Begriff sein, wobei den meisten Kindern diese Gegenstände nicht als Messinstrumente bewusst sein werden. Auch verschiedene Maßeinheiten wie Meter und Zentimeter werden einigen Kindern bekannt sein, aber vermutlich nicht die Bedeutung der Maßeinheiten.


In der Einführungsstunde dieser Unterrichtseinheit wurden verschiedene Gegenstände (Stifte, Nägel, Hefte usw.) direkt miteinander verglichen und der Länge nach geordnet. Dazu wurden die Ordnungs- und Gleichheitsrelationen ‚größer als', ‚kleiner als' und ‚genauso groß wie' als Vergleichsmaßstäbe benutzt. In einer zweiten Stunde wurden die Körpermaße eingeführt und es wurde überlegt, wie man mit den einzelnen Körpermaßen misst.

7.2 Konsequenzen für den geplanten Lernprozess

Da die Körpermaße schon in der zweiten Einheit der Unterrichtsreihe eingeführt wurden, sollten die SuS diese sicher wiederholen und anwenden können. Eventuell auftretende Schwierigkeiten beim Messvorgang könnten durch die SuS ggf. alleine gelöst werden, da die Sozialform der Partnerarbeit gewählt wurde. Ansonsten steht die Lehrperson für Fragen und Hilfestellungen bereit.

Die Sozialform der Partnerarbeit ist den SuS vertraut. Einige Partnerkonstellationen sind sehr schwierig zu realisieren, da hier trotz festgelegter Regeln oftmals Streitigkeiten auftreten. Des weiteren sollen möglichst Gruppen aus nur lernschwachen SuS vermieden werden und heterogene Partnergruppen geschaffen werden. Daher wurden die Teams schon zu Beginn der Reihe festgelegt und beibehalten.

Arbeitsaufträge werden meist problemlos verstanden. Alle Kinder sind der deutschen Sprache mächtig, so dass sowohl im mündlichen, als auch im schriftlichen Sprachgebrauch keinerlei Probleme zu erwarten sind.

8. Verlaufsplanung

Zeit/Phase

Unterrichtsschritte

Didaktisch-methodischer Kommentar

a) Organisations-/ Sozialform b) Medien und Material

08.50 - 09:00 Einstieg

-Begrüßung der SuS und Gäste -LAA liest den ersten Teil der Geschichte vor -SuS hören zu und werden von LAA aktiv in die Geschichte mit einbezogen -Bilder mit Körpermaßen werden an die Tafel gehängt

-Lehrerzählung mit Schülerbeteiligung -Motivation

a)Stuhlhalbkreise b)Geschichte, Bilder mit Körpermaßen, Tafel

09:00 - 09:05 Erarbeitung I

-Am Ende des ersten Teils der Geschichte wird die Messtechnik mit Körpermaßen wiederholt -dazu werden zunächst die Längen am Körper der Kinder gezeigt und anschließend die Technik des Messens von einem S demonstriert -LAA stellt den Arbeitsauftrag -SuS gehen auf ihre Plätze

- Unterrichtsgespräch mit aktiver Schülerbeteiligung

a)Stuhlhalbkreise b) Bilder mit Körpermaßen, Tafel

09:05 - 09:20 Erarbeitung II

-SuS begeben sich mit ihrem Partner zu den jeweiligen Strecken und beginnen mit dem Messen -LAA beobachtet und steht für Fragen zur Verfügung -LAA beendet die Phase mit dem akustischen Signal und bittet SuS in den Stuhlhalbkreis

-Differenzierung nach oben, durch Schätzen der Länge der einzelnen Körpermaße

a) Partnerarbeit b) Aufgabenblatt, verschiedene Längen an Gegenständen, Glühbirnchenaufgabe

09:20 - 09:30 Reflexion

-SuS notieren ihre Ergebnisse für zwei ausgewählte Längen zum Vergleich in einer Tabelle an der Tafel -SuS äußern sich zu den vermutlich unterschiedlichen Messergebnissen -Ursachen für die unterschiedlichen Messergebnisse sollen gefunden werden -Kommen die SuS nicht auf die Ursache der unterschiedlichen Körpergröße, wählt LAA Variante B der Geschichte, um sie in diese Richtung zu lenken -Kommen die SuS auf die Ursache der unterschiedlichen Körpergröße, wählt LAA die Variante A der Geschichte, um das Entdeckte zu bestätigen

-Visualisierung der Ergebnisse an der Tafel

a)Stuhlhalbkreise b)Geschichte, Tafel. Arbeitsblätter der SuS mit Messergebnissen

09:30 - 09:35 Ausblick

-LAA gibt Ausblick auf die nächste Stunde -Verabschiedung LAA und SuS

-Verlaufstransparenz

a) Stuhlhalbkreise

9. Literatur

Primärliteratur

Berrenberg, U.: Einführung in das Messen von Längen. Unterrichtsentwurf für das 2.Schuljahr. In: Sachunterricht und Mathematik in der Primarstufe, Köln 9/92, S.411-415.

Der Brockhaus: In einem Band, 6.Auflage, Leipzig 1994.

Dinges, E.: Größen anschaulich - Zeit und Längen, Buxtehude 2008

Griesel, H.: Die neue Mathematik für Lehrer und Studenten, Band 2, Hannover 1973.

Knoll, C.: Wie lang, wie breit, wie hoch, wie tief? - Einführung in das Rechnen mit Längen, Klasse 2. In: RAAbits Grundschule, Dezember 1994

Ministerium für Schule Jugend und Kinder des Landes NRW: Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen, MSW 28.01.2008

 

Sekundärliteratur

Radatz, H., Schipper, W., Dröge, R., Ebeling, A.: Handbuch für den Mathematikunterricht, 2.Schuljahr, Hannover 1998

Wittmann, E.Ch., Müller, G.N.: Handbuch produktiver Rechenübungen, Band 1. Vom Einspluseins zum Einmaleins, Stuttgart 1994

 

1aus: Lehrplan S.16

2 aus: Lehrplan S.16

3 vgl.: Lehrplan S.17

4 vgl.: Knoll, 1994, S.2

5 vgl.: Brockhaus, 1994, S.647

 



Kommentare (3)


von eva1987 am 14. Januar 2010 0

hat jemand diese Geschichte mit der unterricht gehalten wird?

von tinscha am 05. November 2009 0

Hallo!Vielleicht schreibst du am besten dem Autor eine persönliche Nachricht! Den Link zum Autor findest du direkt unter dem Materialtitel!Lg, Tina

von Immie am 05. November 2009 0

Gibt es auch irgendwo die Geschichten-Varianten zum ansehen oder downloaden?

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