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Zeitungen - Welche Teile hat eine Zeitung?
Datum: 12. September 2009 Kommentare: 0
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Beschreibung:
Unterrichtseinheit: Zeitungen Stundenthema: Welche Teile hat eine Zeitung? Durchgeführt in einer 5. Klasse.

Zeitungen - Welche Teile hat eine Zeitung?
Zeitungen - Welche Teile hat eine Zeitung?
1. Planungszusammenhang
1.1 Thema der Unterrichtseinheit
Zeitungen
1.2 Thematische Gliederung der Unterrichtseinheit
1. Stunde: Was sind Zeitungen? (Begriffsklärung , Unterscheidung von Zeitungen und
Zeitschriften; Befragung zum Leseverhalten der Kinder und ihrer Familien)
2. Stunde: Welche Teile hat eine Zeitung? (Inhaltliche Gliederung einer Zeitung in unterschiedliche Ressorts)
3. Stunde: Die Nachricht (Was ist eine Nachricht? Wie sollte eine Nachricht sein?)
4. Stunde: Wie entsteht ein Zeitungsartikel? (Nachrichtenbeschaffung über Reporter der
Zeitung und über Reporter von Nachrichtenagenturen; Ablauf: Wie entsteht
ein Zeitungsartikel?)
5. Stunde: Kommen alle Nachrichten in die Zeitung? (Nach welchen Gesichtspunkten
werden Nachrichten ausgesucht?)
6. Stunde: Ein Ereignis - Zwei Schlagzeilen (Vergleich von Zeitungsartikeln
unterschiedlicher Zeitungen unter dem Gesichtspunkt der Meinungs-
beeinflussung)
7. Stunde: Wir machen eine Zeitung (Recherche und Entwurf der Artikel)
8. Stunde: Wir machen eine Zeitung (Zusammenstellen einer Zeitung)
Anmerkung: An dieser Stelle wird der Unterricht mit dem Deutschunterricht verknüpft, so wird die Klassenlehrerin parallel mit den Schülern an den Artikeln und der Zeitung arbeiten.
1.3 Bezug zum Rahmenplan
Der vorläufige Rahmenplan für das Fach Sozialkunde in der fünften und sechsten Klasse der Grundschule sieht vor, dass den Schülern die Einsicht vermittelt werden soll, dass Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen über aktuelle und politische Ereignisse aus unterschiedlicher Sicht informieren. Verschiedene Themen werden als Schwerpunkt vorgeschlagen: Aufbau einer Zeitung; Gestaltung einer Zeitung; Berliner Abendschau; Berichterstattung aktueller und politischer Tagesereignisse in der Abendsendung; Dokumentationssendungen.
2. Unterrichtsziele
2.1 Intention der Unterrichtseinheit
Primäres Ziel der Unterrichtseinheit ist es, die Schüler an das Medium Zeitung langsam heran zu führen sowie eine Zeitungslektüre anzubahnen. Darüber hinaus soll bei den Schülern ein Bewusstsein entstehen, dass zur Hinterfragung , der durch die Zeitungen vermittelten Informationen führt.
Die Schüler sollen erkennen, dass Zeitungen unter anderem der Informationsvermittlung dienen und an der Meinungsbildung mitwirken. Weiterhin sollen die Schüler dafür sensibilisiert werden, dass sie in der heutigen Zeit unterschiedlichster Medien zahlreichen Manipulationen ausgesetzt sind. Es soll die Einsicht angebahnt werden, dass sie sich zum Ziele einer ausgeglichenen Meinungsbildung aus unterschiedlichen Medien informieren müssen.
Während im ersten Teil der Unterrichtseinheit die Begriffsbildung im Vordergrund steht, wird im zweiten Teil die informative, meinungsbildende und "meinungsmachende" Funktion von Zeitungen thematisiert. Die vorgezeigte Stunde soll den Schülern aufzeigen, daß Zeitungen inhaltlich in verschiedene Sachgebiete gegliedert sind, um u.a. eine Orientierungsgrundlage zu geben und selektives Zeitunglesen zu ermöglichen.
2.2 Stundenziel
Die Schüler sollen um die inhaltliche Gliederung von Tageszeitungen in Teile (Ressorts) wissen und ihre Notwendigkeit für eine leichtere inhaltliche Orientierung in einer Zeitung erkennen.
2.3 Teillernziele
Die Schüler vermuten, dass Zeitungen in verschiedene Sachgebiete gegliedert sind, indem sie den Inhalt des Comics erfassen und dazu Stellung nehmen. Die Schüler identifizieren die verschiedenen inhaltlichen Teile "ihrer" Zeitung, indem sie in Gruppenarbeit die Sachgebiete in einer Ausgabe "ihrer" Zeitung heraussuchen und ihre Bezeichnung auf Wortkarten schreiben. Die Schüler erkennen, dass alle untersuchten Zeitungen eine inhaltliche Gliederung in ähnliche Sachgebiete (Grundressorts und Spezialressorts) vornehmen, indem sie die Bezeichnungen der Ressorts ordnen und miteinander vergleichen. Sie können die Grundressorts benennen. Die Schüler können die Inhalte der wichtigsten Ressorts nennen und zuordnen. Die Schüler begründen die Notwendigkeit der inhaltlichen Gliederung einer Zeitung in verschiedene Sachgebiete.3. Sachdarstellung
Zeitungen, Fernsehen und Rundfunk informieren über aktuelle und politische Ereignisse aus verschiedener Sicht. Diesen Massenmedien werden in demokratischen Systemen folgende politische Funktionen zugeordnet:
1. Informationen,
2. Mitwirkung an der Meinungsbildung,
3. Kontrolle und Kritik und
4. Unterhaltung und Bildung.
Die seriösen Anbieter von Informationen betonen dabei, dass es ihre Aufgabe sei, vollständig, sachlich und möglichst verständlich zu informieren. So unterschiedlich die Tageszeitungen zu diesem Zwecke aufgebaut sind, sie haben doch eine mehr oder weniger gleiche Gliederung des Lesestoffes in bestimmte Sachgebiete gemeinsam. Jede Zeitung achtet darauf, dass Gliederung und Reihenfolge der Zeitungsteile eingehalten werden, damit ihre Leser, die etwas Bestimmtes suchen, die richtige Seite immer schnell finden.
Eine Aufteilung in verschiedene Sachberreiche ergibt sich insbesondere bei größeren Zeitungen daraus, dass die überwältigende Stofffülle nicht als Block, sondern von unterschiedlichen redaktionellen Ressorts bearbeitet wird. Im Laufe der zeitungsgeschichtlichen Entwicklung haben sich fünf Grundressorts herausgebildet, welche inzwischen als "klassisch" gelten:
POLITIK (nimmt in der Regel die ersten drei bis vier Seiten ein. Hier stehen Meldungen, Berichte und Kommentare über das politische Geschehen im In- und Ausland.), WIRTSCHAFT (berichtet über Vorgänge im Handel und in der Industrie, informiert über die allgemeine, nationale und internationale Wirtschaftspolitik, bringt Börsenberichte sowie Nachrichten über einzelne Unternehmen), KULTUR (FEUILLETON) (vermittelt in Nachricht und Meinung die geistigen und künstlerischen Leistungen der Gesellschaft. Er enthält Film- und Theaterkritiken, besprechungen von Kunstausstellunegn und literarischen Vorträgen, Würdigungen von Persönlichkeiten des kulturellen Lebens, aber auch Kurzgeschichten, Anekdoten und Gedichte. Der Kulturteil einer Zeitung setzt sich jedoch nicht nur mit künstlerischen Themen auseinander. Gegenstand seiner Berichterstattung sind ferner die Bereiche Bildung, Wissenschaft und Forschung [für die einige Zeitungen bereits eigenständige Ressorts geschaffen haben] sowie Religion und Weltanschauung. Das Kulturressort trägt häufig noch den traditionellen Namen "Feuilleton" [franz. feuillet = Blättchen]), SPORT (in ihm wird ausführlich über lokale, nationale und internationale Sportereignisse berichtet. Neben Sportergebnissen finden sich Berichte rund um einzelne Sportler, politische Verflechtungen des Sportes und ökonomische Auswirkungen des Sportgeschehens.) und LOKALES (hier werden Nachrichten und Berichte über das gesamte politische, wirtschaftliche und kulturelle Geschehen in einer Region veröffentlicht.) . Hinzu kommen Leserbriefe, Anzeigen und Reklame.In den großen, überregionalen Tageszeitungen ist diese redaktionelle Spartentrennung am stärksten ausgeprägt. Hingegen haben die Redaktionen der Boulevardzeitungen die starre Gliederung weitgehend aufgegeben.
Der Anteil der einzelnen Sparten am Gesamtumfang einer Zeitung ist sehr unterschiedlich. Er hängt u.a. vom Zeitungstyp, vom Verbreitungsgebiet, von der Leserstruktur und von den publizistischen Absichten ab. Während bei überregionalen Zeitungen etwa zwei Drittel ihres redaktionellen Teils den Sparten Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur vorbehalten ist, entfällt der genannte Anteil bei den Boulevardzeitungen auf Gesellschaft, Unglücksfälle, Verbrechen und Sport. Im redaktionellen Angebot regionaler Abonnementzeitungen ist eine vielseitige Mischung aus allen Sparten zu beobachten, wobei jedoch der Akzent deutlich auf der politischen sowie der lokalen Berichterstattung liegt.
Neben den redaktionellen Beiträgen einer Zeitung sind Anzeigen ein wesentlicher Bestandteil des Inhaltes. Da die Redakteure keinen Einfluß auf den Anzeigenteil ausüben , ist dieser Teil der Zeitung vom redaktionellen zu unterscheiden.
Mit der zunehmenden Komplexität der verschiedenen Lebensbereiche haben sich die Redaktionen der einzelnen Zeitungen mehr und mehr spezialisiert. Im Zuge dieser Entwicklung entstanden und entstehen immer neue Spezialressorts wie z.B. "Wissenschaft", "Auto und Verkehr", "Bauen und Wohnen", "Bildung" und "Freizeitangebote".
4. Unterrichtsvoraussetzungen
4.1 Allgemeine Voraussetzungen
Ich hospitiere in der Klasse 5c seit Juni 1999. Mit Beginn dieses Schuljahres habe ich den Geschichts- und Sozialkundeunterricht übernommen. Mein selbständiger Unterricht umfasst zwei Teilungsstunden in der Woche oder in Absprache mit der Klassenlehrerin 1 Stunde pro Woche mit der gesamten Klasse . So habe ich immer die Möglichkeit, mit einer kleinen Lerngruppe in einer ruhigen und sehr effektiven Atmosphäre zu arbeiten. Grundsätzlich ist die Klasse 5c eine sehr aufgeschlossene und freundliche Klasse. Die Kinder haben mich von Anfang an als ihre neue Geschichtslehrerin akzeptiert. Sie waren gespannt auf das neue Fach und haben bisher an jedem Thema interessiert gearbeitet.
Zur Klasse gehören 25 Schüler, davon sind 14 Mädchen und 11 Jungen. Nichtdeutscher Herkunft sind neun Mädchen und sechs Jungen. Eine Schülerin und zwei Schüler gehören der Klasse erst seit Beginn des Schuljahres an.
Arbeitstempo, Konzentrationsvermögen und Leistungsfähigkeit differieren innerhalb der Klasse erheblich. Insbesondere das selbständige Erfassen von Arbeitsaufträgen und kurzen Sachtexten innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens bereitet den Schülern immer wieder Schwierigkeiten. Das inhaltliche Verstehen von Arbeitsanweisungen und Texten fällt besonders den ausländischen Kindern äußerst schwer und bedarf stets vieler zusätzlicher Hilfen und Denkanstöße.
Das unterschiedliche Leistungsniveau und Arbeitstempo lässt sich durch differenzierte Aufgaben, aber auch durch Gruppen- und Partnerarbeit gut ausgleichen. Mindestens 4 Kinder (Sven, Erol, Shilan und Caroleine) brauchen Unterstützung bei selbständigen Arbeitsphasen. Diese bekommen sie durch mich oder ihre Mitschüler.
Partner- und Gruppenarbeit, Stuhlkreis und andere Aktions- und Sozialformen sind den Schülern dieser Klasse bereits seit Klasse 1 bekannt.
4.2 Spezielle Voraussetzungen
Mit dem Thema "Zeitungen" führe ich zum ersten Mal seit Übernahme des Unterrichts in der Klasse 5c eine Sozialkundeeinheit durch.
Die Schüler der Klasse haben zum überwiegenden Teil noch keinen eigenen Zugang zu einer Tageszeitung. Das Medium Zeitung ist ihnen jedoch aus dem Familienleben bekannt. Mehrheitlich waren die Kinder in der Einführungsstunde in der Lage, einige Zeitungen zu benennen und sie wussten auch, dass es Qualitätsunterschiede bezüglich des Informationsgehaltes zwischen einzelnen Tageszeitungen gibt.
Eine Befragung zum Leseverhalten in den Familien der Kinder ergab Folgendes: In dem überwiegenden Teil der Familien werden deutsche oder türkische Boulevardzeitungen gelesen (BZ, BILD, Hüryet). Nur dreimal wurden Abonnementzeitungen genannt (Morgenpost und Tagesspiegel). Vier Schüler gaben an, dass in ihrer Familie gar nicht gelesen würde. Auf die Frage was sie selbst lesen würden, antworteten die meisten Kinder, dass sie keine Zeitung lesen würden. Einige lesen den Sportteil, ansonsten werden Zeitschriften (BRAVO), Jugendbücher oder Comics gelesen. Zwei Jungen der Klasse arbeiten bei der Schulzeitung mit.
Ansonsten besitzen die Schüler keine Vorkenntnisse über den Aufbau und die Gestaltung von Zeitungen sowie über die unterschiedlichen Gattungen.
5. Didaktisch-methodische Vorüberlegungen
Schülern der Grundschule fällt der Zugang zum Thema "Zeitung" schwer. Zeitungen werden von den meisten als "schwierig" und" langweilig" beschrieben. Ein Urteil, welches häufig zu hören ist: "Da steht ja soviel über Politik drin! Das interessiert mich nicht!"
Obgleich sich das Fernsehen bei den Kindern und Jugendlichen größerer Beliebtheit erfreut als Zeitungen, da der Reproduktionsprozess durch Wort und Bild weniger anstrengend ist, darf das Lesen nicht nur eine intellektuelle Angelegenheit werden. Den Kindern sollte im Laufe der Schulzeit die Lektüre von Zeitungen als eine mögliche Informationsquelle näher gebracht werden.
Schwerpunkt der Unterrichtsstunde ist es, den Kindern die inhaltliche Gliederung von Zeitungen zu verdeutlichen und ihnen eine Orientierungshilfe für selektives Zeitungslesen zu geben. Das Zurechtfinden in einer Zeitung und die Möglichkeit der Auseinandersetzung mit dem Medium kann m. E. Aufforderungscharakter haben, selbst einmal Teile einer Tageszeitung zu lesen.
Um die Komplexität des Stundeninhaltes zu reduzieren, wird die Aufteilung der Redaktion in unterschiedliche redaktionelle Ressorts nicht weiter thematisiert. Ebenso werden die verschiedenen Sachgebiete nur exemplarisch an einer Ausgabe der verschiedenen Zeitungen ermittelt. Die Begriffe Ressorts, Rubrik und Sparte werden aus Gründen der Verständlichkeit nicht explizit genannt; alternativ wird das Wort "Zeitungsteil" benutzt.
Den Schülern wird verdeutlicht, dass die Informationen einer Zeitung zur besseren Übersicht nach übergeordneten Themenbereichen sortiert sind.
5.2 Begründung der methodischen Grundsatzentscheidungen
Die Stunde wird dominiert durch Ansätze des handelnden Lernens. Tragendes Medium sind die Zeitungen. Das es in der Klasse 5c wie in allen Klassen der Sonnengrundschule zahlreiche ausländische und leistungsschwache Kinder gibt, ist es notwendig sehr kleinschrittig an einem Thema zu arbeiten und ein möglichst einfaches Vokabular zu benutzen. Mit zu vielen ihnen unbekannten Wörtern sind die Schüler schnell verunsichert. Schon seit Beginn meines selbständigen Unterrichts in dieser Klasse versuche ich die Schüler in Kleingruppen arbeiten zu lassen und sie ihre kurzen Arbeitsergebnisse vor der Klasse präsentieren zu lassen. Obwohl die Kinder meist noch sehr zurückhaltend und unsicher sind, funktioniert es bereits gut.
In der Phase des Einstieges wird ein Comic eingesetzt, da es durch seine überzogene Darstellung gut wiederspiegelt, wie sich Schüler angesichts der vielen Seiten einer Tageszeitung fühlen müssen. Er soll sie an den Stundeninhalt heranführen.
In den Erarbeitungsphasen ermöglicht die arbeitsteilige Gruppenarbeit die Sichtung von sechs verschiedenen Zeitungen. Auf diese Weise können diese gut miteinander verglichen und gegenübergestellt werden. Hier wurde bewußt eine türkische Zeitung mit einbezogen, um der Alltagswelt der vielen türkischen Kinder gerecht zu werden.
Obwohl die Boulevardzeitungen und die türkische Zeitung teilweise andere oder nur reduzierte Einteilungen haben, werden sie der Vollständigkeit halber auch untersucht. Man kann die Schüler gut auf die Unterschiede aufmerksam machen. Und schließlich sind es ja zum überwiegenden Teil diese Zeitungen, welche sie lesen werden, da sie durch ihre Eltern zu Hause verfügbar sind.
Als Festigung dient das Zusammenstellen einer Wandzeitung, anhand derer die Schüler die einzelnen Ressorts noch einmal vor Augen haben.
Sofern noch Zeit zur Verfügung steht, erfolgt die Sicherung der Ergebnisse durch eine individuelle Zusammenstellung der Zeitungsteile auf einem Arbeitsbogen.
6. Verlaufsplanung
1.Phase: Einstieg, Motivation, ca. 5 Min.
L. klappt die Tafel auf und zeigt unvollständigen Comic als stillen Impuls. S. äußern sich spontan und beantworten die Frage, die der Comic aufwirft. L. vervollständigt den Comic und nennt Thema der Stunde und schreibt es an die Tafel. S. sollen Vermutungen über weitere Zeitungsteile anstellen. L. schreibt diese an die Tafel.
Aktions-, Sozialform, Medien: Frontal, Comic, Tafel
Didaktischer Kommentar: Der Comic weckt Neugierde und soll die S. auf das Thema einstimmen. Das Vorwissen der S. wird aktiviert und kann in Form von Vermutungen ins Unterrichtsgeschehen eingebracht werden.
2. Phase: Erarbeitungsphase, ca. 15 Min.
L. verteilt Zeitungen und Arbeitsanweisungen und Blankopapierstreifen und erklärt kurz den Arbeitsauftrag, gibt Hinweise zur Sozialform und Zeitrahmen. S. suchen in arbeitsteiliger Gruppenarbeit die einzelnen Teilbereiche "ihrer" Zeitung heraus und schreiben die Namen auf Papierstreifen.Aktions-, Sozialform, Medien: Partner-, Gruppenarbeit, Zeitungen, Papierstreifen, dicke Stifte.
Didaktischer Kommentar: Als Zeitungen wurden exemplarisch der TAGESSPIEGEL,
die BERLINER MORGENPOST, die BERLINER ZEITUNG, die TAZ, die BZ und eine türkische (BILD-) Zeitung ausgewählt. Eine möglichst breite Vielfalt sollte gewährleistet sein. Bewußt wurden nur Berliner Tageszeitungen ausgesucht, um einen größeren Bezug zwischen S. und Zeitungen zu herzustellen.
3. Phase: Ergebnispräsentation, ca. 10 Min.
Ein S. aus jeder Gruppe stellt die Ergebnisse vor. Papierstreifen werden an der Tafel geordnet. Unbekannte Begriffe werden geklärt und die Ressorts werden kurz definiert. L. fordert die S. auf Stellung zu den eingangs geäußerten Vermutungen zu nehmen.
Aktions-, Sozialform, Medien: Frontal, Vortrag der Schüler, Unterrichtsgespräch, Papierstreifen mit Ergebnissen und mit kurzen Definitionen, Tafel, Magneten.
Didaktischer Kommentar: Die S. sollen üben ihre Arbeitsergebnisse vor der Klasse zu präsentieren, zum einen um ihre Selbstsicherheit zu stärken, zum anderen um eine Versprachlichung der Ergebnisse zu gewährleisten. Gerade bei den ausländischen S. ist es sehr wichtig darauf zu achten, dass sie immer in ganzen Sätzen reden.
4. Phase: Ergebnissicherung, ca. 10 Min.
Die S. sollen aus "ihren" Zeitungen Artikel heraussuchen und sie an einer Wandzeitung den richtigen Ressorts zuordnen.Aktions- und Sozialform, Medien: Wandzeitung an Pinnwand, Papierstreifen mit den gefundenen Haupt- und Spezialressorts, Partnerarbeit.
Didaktischer Kommentar: Durch die aktive Arbeit mit den Zeitungsteilen soll es zu einer Vertiefung des Gelernten und zu einer Visualisierung des Stundeninhaltes kommen. S. lesen in der Zeitung und nehmen so erstmals inhaltlich Kontakt zu ihr auf und sollen motiviert werden einzelne Artikel zu lesen.
5. Phase: Abschluss, 5 Min.
L. fordert die S. auf zu begründen, warum Zeitungen ihre Nachrichten in verschiedene Teile ordnen. Außerdem fragt L., ob sie nun in der Lage wären einen bestimmten Artikel zu finden.
Aktions- und Sozialform, Medien: Unterrichtsgespräch, frontal.
Didaktischer Kommentar: Abschließend soll den S. bewusst gemacht werden , was sie heute gelernt haben. Die Phase dient der Sicherung und der Überprüfung, ob die S. die Nützlichkeit der Unterteilung in einzelne Ressorts verstanden haben.
7. Literatur
- Bundeszentrale für polit. Bildung (Hrsg.): Informationen zur politischen Bildung, H.208/209, Massenmedien, München 1990.
- Mattes, Wolfgang (Hrsg.): Politik erleben, Sozialkunde, Paderborn 1995.
- Stiftung Lesen (Hrsg.): Arbeitshilfen für Schule, Jugend- und Erwachsenenbildung: Zeitung für die Schule. Mainz 1997.
Arbeitsanweisungen für die Gruppenarbeit:
1. Schaut euch die Zeitung genau an. Zu zweit eine Zeitung.
2. Wie heißt eure Zeitung?____________________________
3. Ist es eine Abonnement- oder eine Boulevardzeitung?
Abonnementzeitung „ Boulevardzeitung „
Kreuzt an!
4. Sucht jetzt die einzelnen Teile eurer Zeitung heraus und
schreibt die Namen dieser Teile auf die Papierstreifen.
Pro Streifen ein Name.
5. Vergleicht eure Ergebnisse.
6. Wählt aus eurer 4er -Tischgruppe einen Sprecher aus, der eure Ergebnisse kurz präsentieren soll.
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