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Fabel - Der Löwe und die Maus

Fabel - Der Löwe und die Maus
Unterrichtsentwurf
Datum: 15. September 2009 Autor: Primimaus2005 Kommentare: 1

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Beschreibung:

Der Schwerpunkt der Stunde besteht darin, dass die Kinder die Fabel 'Der Löwe und die Maus' kennen lernen und über den Wendepunkt deren Moral erschließen und reflektieren. Durchgeführt in einer 4. Klasse.


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Fabel - Der Löwe und die Maus


Fabel - Der Löwe und die Maus

Thema der Unterrichtseinheit: Fabeln und ihre spezifischen Merkmale

Thema der Unterrichtsreihe: Die Fabel „Der Löwe und die Maus" unter der besonderen Betrachtung der Figuren, des Wendepunkts und der Moral

1. Entscheidungen

1.1 Didaktische Analyse

1.1.1 Legitimation

Die Fabel ist im Rahmenplan für den Deutschunterricht an Grundschulen das erste Mal in der vierten Klasse zu finden. Hier ist es wichtig, dass die Kinder die Fabel als eine von unterschiedlichen Textsorten kennen lernen und mit den besonderen Merkmalen vertraut gemacht werden.

Der moderne Deutschunterricht hat die Aufgabe, den Schüler zum kritischen Lesen zu erziehen. Die gelesenen Inhalte soll der Schüler möglichst überdenken und reflektieren.

Die Fabel bietet dazu eine gute Möglichkeit, denn sie regt den Schüler an, über vorhandene Inhalte und Argumente nach zu denken, sie zu prüfen und sich eine eigene Meinung zu bilden.

In jeder Fabel kommt es zu einem moralischen Konflikt, der bildhaft veranschaulicht wird. Diese Auseinandersetzung ist offensichtlich und verlangt nach einer Diskussion.

 

Außerdem wird den Schülern mit der Fabel die Möglichkeit gegeben, sich aktiv mit ihrer Umwelt auseinander zu setzen, da diese Textsorte in vielen Bereichen das menschliche Leben widerspiegelt. Es könnte ihnen helfen, Konflikte und Probleme besser zu bewältigen.

Auch die Kritik- und Wertungsfähigkeit wird stimuliert, wenn die herausgefundene Moral auf den Menschen übertragen wird und Schüler diese kritisch hinterfragen.

Wird die enthaltene Lehre jedoch ausgeblendet, dann bietet dies die Möglichkeit, dass die Schüler zu einer Diskussion provoziert werden.

Da die Schüler einen Bezug zu ihrer eigenen Lebenswirklichkeit herstellen können, ist es wichtig dass sie erkennen, dass nicht immer die Macht des Stärkeren dominiert, sondern das soziale Miteinander. Kompetenzen, wie die Fähigkeit mit anderen zu kommunizieren und Konflikte zu lösen, werden hiermit gefördert.

Da bereits schon an Grundschulen die Gewaltbereitschaft steigt, bietet sich so eine Möglichkeit, dem Problem entgegen zu wirken.

Durch den praktischen Umgang mit Fabeln, lernt ein Schüler den Umgang mit „Gut" und „Böse" und eine Situation bzw. ein Machtverhältnis einzuschätzen.

Aus diesem Grund ist die Fabel besonders geeignet, da sie dieses Problem in einer bildhaften Geschichte aufweist.

1.1.2 Sachanalyse

Die Schüler lernen in dieser Unterrichtsreihe mit der Fabel eine der ältesten literarischen Gattungen kennen. Dabei handelt es sich um einen kurzen Erzählbericht, der einen moralischen Lehrsatz enthält und diesen oft zeitkritisch oder satirisch darstellt. In Fabeln spielen Tiere und Pflanzen eine wichtige Rolle, denn durch ihre Personifizierung verkörpern sie menschliche Eigenschaften, wie z.B. dass sie miteinander sprechen können.

Es gibt traditionell typisierte Tiercharaktere (wie z.B. den schlauen Fuchs und die diebische Elster).

Kennzeichnend ist auch, dass es zwei Handlungsstränge gibt, die sich konträr gegenüber stehen. Meist gibt es dazu eine dramatische Zuspitzung der Situation durch die Gegenspieler.

Die Lehre wird bildhaft (leicht verständlich und einprägsam) dargestellt und zielt auf eine moralische Beziehung oder Kritik.

 

Die Fabel „Der Löwe und die Maus" stammt der Idee nach von Äsop. Äsop ist zugleich der Begründer dieser Textsorte. Er lebte um 600 vor Christus und starb, weil er aufgrund von falschen Anschuldigungen getötet wurde. Fabeln benutze er, da ihn die Einstellungen seiner Gesprächspartner darin hinderten, seine Botschaft bzw. sein Anliegen direkt zu formulieren. Deshalb „versteckte" Äsop seine Kritik hinter Tiercharakteren.

Diese Fabel schildert das Zusammentreffen von einem Löwen und einer Maus. Die Maus tollt um den Löwen herum. Dabei steigt die übermütige Maus dem Löwen sogar frech auf die riesigen Pranken. Darauf wird der Löwe wach und möchte die Maus auffressen.

Doch die Maus bittet den Löwen um Gnade und erreicht, durch ihr Argument, dass sie als „geringer Bissen" den Löwen nicht sättigen würde, dass der Löwe sie frei lässt.

Die Maus verspricht darauf hin, dass, wenn sie frei gelassen wird, dem Löwen auch einmal aus der Not helfen wird. Nachdem der Löwe noch kurz den Moment seiner Überlegenheit als „Herr über Leben" genießt, schenkt er der Maus ihr Leben.

Die Maus flitzt schnell weg und der Löwe erinnert sie darin, ihr Versprechen nicht zu vergessen.

Einige Zeit später gerät der Löwe in eine Falle und ist in einem festen Stricknetz gefangen. Aus eigener Kraft kann er sich nicht befreien. Dann huscht eine Maus vorbei und erkennt den Löwen als den wieder, der seinen Bruder frei gelassen hat. Mit Hilfe des Bruders zernagen die beiden kleinen Mäuse das feste Stricknetz und befreien den großen Löwen, der dankbar entkommen kann.

 

Auffällig ist die unterschiedliche Darstellung der beiden Hauptcharaktere Löwe und Maus, die kontrastiv zum Handeln der Figuren steht.

Der Löwe ist traditionell typisiert und steht mit seiner Körpergröße und Majestät exemplarisch für die mächtige, überlegene Figur.

Er wird als königlich, riesig und gewaltig beschrieben. Trotz seiner Überlegenheit lässt er sich jedoch von der Maus erweichen und lässt diese frei. Somit verkörpert der Löwe den milden und wohltätigen Herrscher, der nachsichtig über seine Untertanen bestimmt.

Die offensichtlich kleine, hilflose und unterlegene Figur wird durch eine Maus dargestellt.

Doch schon zu Beginn der Fabel wird die winzige Maus als mutig beschrieben, weil sie unvorsichtig und ohne Scheu auf dem Löwen herum tollt. Sie erhält die Adjektive lebenslustig, übermütig, waghalsig und neugierig. Nach dem Wendepunkt wird sie als „kühn" und „emsig" dargestellt.

Zwar ist sie zuerst ängstlich, als der Löwe erwacht, jedoch kann sie durch ihre Cleverness und Überredenskünste bestehen.

Der antithetische Aufbau wird konstruiert, als Löwe und Maus ihre typisierten Rollen tauschen. Nach diesem Wendepunkt, als sich der Löwe in Gefangenschaft befindet, wird er sogar als ängstlich und panisch beschrieben.

.

Letztlich ist es die scheinbar unterlegene Maus, die in die Rolle der „mächtigen" Figur tritt und den großen, mächtigen Löwen rettet.

Diese Verbildlichung von „klein" und „groß" (optischer Kontrast) verdeutlicht das Kräfteverhältnis und den Wendepunkt der Fabel.

 

Aus dem gegebenen, bildhaften Kontrast, lässt sich auch die Moral ableiten. Diese könnte lauten:

Auch ein eher unbedeutender Mensch kann in der Not helfen. Also behandele jeden Menschen gut.

Oder: Keiner ist so schwach, dass er nicht auch einmal einem Starken helfen könnte.

1.3 Transformation

Der Schwerpunkt der Stunde besteht darin, dass die Kinder die Fabel „Der Löwe und die Maus" kennen lernen und über den Wendepunkt deren Moral erschließen und reflektieren. Dabei sollen sie erkennen, dass in der Fabel „Der Löwe und die Maus" zwei Charaktere vorkommen, die im Tierreich traditionell typisiert sind und sich mit diesen Eigenschaften kontrastiv gegenüber stehen.

Sie sollen im Verlauf der Stunde in verschiedenen Lernschritten den Wendepunkt der Fabel erkennen, an dem sich die vorher zugeteilten Rollen umkehren und abschließend die Moral der Fabel erschließen.

 

Um diese Ziele zu erreichen, sollte folgendermaßen vorgegangen werden:

Der Zugang zur Fabel soll durch ein durch ein an die Tafel gemaltes Bild von dem großen, mächtigen Löwen und einer kleinen Maus erleichtert werden und die Kinder für das Thema der Stunde sensibilisieren.

Da ich nicht davon ausgehen kann, dass die Kinder den Wendepunkt auf Anhieb selbstständig erkennen und die Moral der Fabel erschließen können, bieten sich folgende Lernschritte an:

 

Nachdem die Kinder mit Hilfe des Tafelbildes den Löwen als mächtig und die Maus als klein und hilflos identifiziert haben, lese ich den Kindern die Fabel bis zum Wendepunkt vor, an dem der Löwe die Maus in Freiheit entlässt.

Im folgenden Lernschritt sollen die Schüler mit Hilfe von Karteikarten verschiedene Adjektive den beiden Figuren zuteilen. Ich biete den Kindern zusätzlich Adjektive an, die sich nicht unmittelbar auf Löwe oder Maus beziehen, um die Kinder für die spezifischen Eigenschaften der Figuren zu sensibilisieren und gleichzeitig ihren Wortschatz erweitern.

Falls die Schüler mit den verschieden Wortarten, hier speziell mit dem „Adjektiv", Schwierigkeiten haben, sollte man das Problem noch einmal kurz ansprechen.

Sollte ein Schüler nicht wissen, was ein spezielles Adjektiv bedeutet, ist es die Aufgabe des Lehrers, dies zu klären. Eventuell können auch Mitschüler helfen.

So werden auch auftretende Verständnisschwierigkeiten geklärt.

Danach sollen die Schüler die zugeordneten Adjektive vergleichen. Es soll erkannt werden, dass sich Löwe und Maus in ihrer anfänglichen Beschreibung kontrastiv gegenüber stehen.

 

Im nächsten Lernschritt male ich, als Impuls für den weiteren Verlauf, einen kleinen Löwen und eine große Maus an die Tafel, um die Schüler auf den Wendepunkt vorzubereiten. Die Kinder nehmen spontan Stellung zum visuellen Impuls und stellen Vermutungen zum weiteren Verlauf der Fabel an.

Im Folgenden lese ich die Fabel ab dem Wendepunkt weiter und die Kinder sollen die Fabel reflektieren und die Moral erschließen.

Die Kinder sollen den Lernprozess und somit die Bestimmung des Wendepunktes und der Moral anhand der visuellen Impulse an der Tafel rückwirkend nachvollziehen können.

In einem abschließenden Lernschritt sollen die Kinder die Moral der Fabel erschließen, die dann im Plenum diskutiert wird. Zur weiteren Vertiefung der Inhalte erhalten die Kinder eine Hausaufgabe, in der sie eine eigene Fabel mit einer ähnlichen Moral schreiben sollen.

1.2 Methodische Analyse

 

1.2.1 Steuerungsverhalten

 

Kinder im Alter von 10 bis 11 reagieren sehr unterschiedlich auf Fabeln.

Manche sind hellauf begeistert, wenn es um Tiere und „Geschichten" über Tiere geht und sind in ihrem Enthusiasmus nicht zu stoppen. Hier ist es besonders wichtig diese „Überschwänglichkeit" durch die richtigen Methoden auf ein gutes Maß zu reduzieren.

Andere Kinder der Klasse finden „Tiergeschichten" langweilig und haben schon eher jugendliche Interessen.

Manche Schüler haben einfach ein stilles Naturell und es fällt ihnen schwer, sich aktiv am Unterrichtsgeschehen zu beteiligen.

Diesen Schülern muss man den Stoff „schmackhaft" machen und sie dazu animieren, sich am Unterrichtsgeschehen zu beteiligen.

 

Anhand der methodischen Impulse versuche ich den Kindern einerseits einen Rahmen für den Unterrichtsverlauf zu geben, andererseits soll es die Schüler auch dazu animieren und motivieren am Unterrichtsgeschehen aktiv und spontan teilzunehmen.

 

Durch die beiden Tafelbilder von Löwe und Maus werden bereits alle Gedanken und Mutmaßungen in die richtige Richtung gelenkt.

Da jedes Kind eine der Karteikarten zieht, bietet dies eine Hilfe für die Kinder, die sich sonst vor dem Unterrichtsgeschehen zurückziehen, sich aktiv zu beteiligen.

 

Die Kinder sollen den Wendepunkt und die Moral möglichst selbstständig erschließen. Durch die visuellen Impulse der Tafelbilder und der präparierten Karteikarten versuche ich den Stundenverlauf und die Lernschritte so zu steuern, dass die Schüler die Lernziele möglichst eigenständig erschließen.

1.2.2 Phasierung, Sozialformen, Handlungsmuster

Zu Beginn der Stunde sitzen die Schüler auf ihren Stühlen in der Form eines Halbkreises so, dass alle die Tafel und einander gut sehen können. Dies ist ein wichtiger Ausgangspunkt für eine erfolgreiche Interaktion untereinander

 

Ein motivierender Einstieg wird erreicht, indem ich eine Illustration an die Tafel male, die die Figuren der Fabel bildlich vorstellt (großer Löwe, kleine Maus). Wichtig ist, dass die Abbildung für jeden Schüler sichtbar und in angemessener Größe gezeichnet ist.

 

In der ersten Phase lese wird der Inhalt der Fabel vorgelesen, jedoch nur bis zum Wendepunkt. Dadurch erreiche ich einen Art „Spannungsbogen", der die Schüler motiviert und nehme nichts vorweg, was die Schüler sich im Folgenden selbst erarbeiten sollen.

Ich lese die Fabel vor, um das Hörverständnis und die Konzentrationsfähigkeit der Schüler zu fördern und um der unterschiedlichen Lesetempo der Kinder gerecht zu werden.

 

In der folgenden Phase biete ich den Schülern eine Kiste mit vielen Kärtchen an, auf denen Adjektive stehen. Diese Adjektive beziehen sich jedoch nicht ausschließlich auf die vorgelesene Fabel.

Jeder Schüler soll ein Kärtchen ziehen und versuchen den beiden Tieren die Eigenschaften zu zuordnen, die in der Fabel genannt werden. Diese sollen sie anschließend an der Tafel anheften.

Da ich auch Eigenschaften anbiete, die nicht auf die Handlungsträger Löwe und Maus anwendbar sind, lernen die Schüler auch andere Begriffe kennen und können ihren Wortschatz erweitern.

 

In der nächsten Phase wird eine zweite Illustration an die Tafel gemalt, die einen kleinen Löwen und eine große Maus zeigt. Jetzt sollen die Schüler den Wendepunkt der Fabel mit Hilfe von gezielten Fragen prognostizieren: „Was könnte passiert sein?", „Warum ist der Löwe jetzt klein und die Maus groß?"

 

In einer folgenden Phase werden die Ideen der Schüler an der Tafel festgehalten. Der Kreativität der Jungen und Mädchen ist zunächst freien Lauf gelassen.

Es ist möglich, dass auf Anhieb keine Schüleridee auf den Wendepunkt, also den Umtausch der Kräfte durch die Hilflosigkeit und Gefangenschaft des Löwen, hinausläuft. Ich könnte nun durch noch speziellere Fragen die Schüler zur Problemlösung hinführen. Beispielsweise könnten noch einmal die zugeordneten Adjektive angeschaut werden und darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Maus auch als waghalsig und kühn beschrieben wird.

 

In der abschließenden Phase wird den Schülern die gesamte Fabel in der Gesamtlänge vorgelesen. Die Schüler können nun erkennen, dass die Stelle, an der beim ersten Vorlesen unterbrochen wurde, nämlich der Wendepunkt, eine sehr wichtige Stelle für den Verlauf der Fabel darstellt. Es soll ihnen deutlich gemacht werden, dass dieser Wendepunkt ein typisches Merkmal einer Fabel ist.

 

Nun, in einer letzten Phase sollen die Schüler diskutieren, welche Intention in der Fabel steckt.

Ich könnte speziell fragen: „Was möchte euch diese Fabel sagen, welche Botschaft steckt dahinter?"

Wenn die Schüler mit dieser Frage überfordert sind, könnte man sie gezielter fragen und zur enthaltenen Lehre hinführen:

Die Frage „Wenn man die Tiere durch Menschen ersetzen würde, welcher Mensch würde dann der Löwe sein, welcher die Maus? soll darauf hinaus zielen, dass die Schüler erkennen, dass der Löwe für einen erwachsenen, großen und mächtigen Menschen stehen könnte und die Maus für ein kleines, schwächliches Kind.

Mit der Frage: „In welche ähnliche Situation könnten dann die beiden Menschen kommen?" könnten die Schüler jetzt Situationen zwischen Erwachsenen und Kindern nennen, in denen die Kinder den Erwachsenen heldenhaft aus der „Zwickmühle" helfen, obwohl es die Erwachsenen es den Kindern nie zugetraut hätten.

 

Zum Schluss steht jetzt die formulierte Moral bzw. Lehre der Fabel an der Tafel, die lautet: „Keiner ist so schwach, dass er nicht auch einmal einem Starken helfen könnte" oder „Auch ein eher unbedeutender Mensch kann dir in der Not einmal helfen, also behandle jeden Menschen gut."

Um den Lernprozess nach dem Unterricht weiter zu führen, bekommen die Kinder die Aufgabe eine eigene Fabel zu schreiben, hinter der die gleiche Moral steckt.

1.3 Ziele: Stundenziel, Teilziele

Allgemein gelten für die Behandlung von Fabeln im Deutschunterricht der 4. Klasse folgende Ziele:

Erstens soll der Schüler die handelnden Tiere benennen können und die Eigenschaften erkennen, die ihnen zugeschrieben werden. Dazu kann sich der Schüler den Positionen der Tiere im wirklichen Tierreich orientieren. Als herrschende und mächtige Akteure treten die Tiere auf, die durch ihre Stärke, Größe und Schnelligkeit anderen Tieren in der Natur überlegen sind.

Währenddessen werden Unterlegenheit und Machtlosigkeit durch kleine und schwache Tiere verkörpert.

Die Schüler sollten fähig sein, anhand von Eigenschaften, die Tiere zu charakterisieren.

Anhand der erkannten Eigenschaften, Verhaltensweisen und Handlungen, ist es das Ziel der Schüler, die Schlüsselaussage einer Fabel heraus zu finden. Die Intention oder Moral, die die Fabel enthält, soll den Schülern deutlich werden.

Die Moral der Fabel anzuerkennen und diese auch auf gleiche oder ähnliche Sachverhalte übertragen zu können ist ein weiteres Ziel.

Die Kinder sollen in dieser Stunde die Fabel „Der Löwe und die Maus" kennen lernen, den Wendepunkt als wichtiges Merkmal der Fabel bestimmen und die Moral der Fabel selbstständig erschließen.

 

Zu Beginn der Stunde sollen die Kinder durch das Tafelbild auf die Fabel vorbereitet werden und eine neugierige Haltung entwickeln und eine aufmerksame Unterrichtsatmosphäre schaffen.

Die Kinder sollen der Fabel bis zum Wendepunkt aufmerksam zuhören und im Folgenden mit Hilfe der Adjektive auf den Karten die typischen Eigenschaften der Figuren bestimmen.

Durch das zweite Tafelbild sollen die Schüler für den Wendepunkt sensibilisiert werden und Vermutungen über den weiteren Verlauf der Fabel anstellen.

Im nächsten Teillernziel sollen die Kinder neugierig und gespannt den weiteren Verlauf der Fabel erwarten und die Fabel ab dem Wendepunkt aufmerksam verfolgen.

Im letzten Teillernziel sollen die Kinder die Moral der Fabel erschließen und reflektieren.

1.4 Verlaufsübersicht

Inhalt

Funktion

Methode/Sozialform

Zeit

1. Impuls

Tafelbild

Die Figuren der Fabel werden verbildlicht,

Einstimmung auf das Thema,

Aufmerksamkeitserregung,

Neugierde erwecken,

Motivation.

Zeichnung von großem Löwen und kleiner Maus an der Tafel

 

Stuhlhalbkreis vor der Tafel

2 Minuten

1. Lesephase

Die Schüler sollen den Inhalt der Fabel bis zum Wendepunkt kennen lernen,

es soll ein Spannungsbogen erreicht werden.

Der Lehrer liest vor

5

Minuten

Erarbeitung der

Eigenschaften der Figuren der Fabel

Die Kinder sollen erkennen, welche

Eigenschaften die Figuren besitzen

und erkennen, welche Eigenschaften den Figuren nicht entsprechen.

Die Schüler bekommen

Kärtchen mit Adjektiven, die sie den Figuren zuteilen und an die Tafel heften sollen bzw. aussortieren

 

 

15

Minuten

2. Impuls

Tafelbild

Bestimmung des

Wendepunktes

Sensibilisierung für den Wendepunkt,

Denkanstoß für Mutmaßungen über den weiteren Verlauf der Fabel

Zeichnung von dem kleinen Löwen und der großen Maus an der Tafel,

Diskussion im Stuhlkreis,

Ergebnisse werden an der Tafel festgehalten

10-12

Minuten

2. Lesephase

Reflexion über die

Moral der Fabel

Die Kinder lernen den restlichen Teil der Fabel kennen und erkennen die Funktion des Wendepunkts für die Fabel und dass dieser durch die kontrastive Darstellung von Löwe und Maus verstärkt wird.

Die Kinder sollen die Moral der Fabel erkennen und diskutieren.

 

 

Der Lehrer liest vor.

 

Diskussion im Stuhl(halb)kreis

 

 

Die Moral der Fabel wird an der Tafel festgehalten

 

10-12 Minuten



Kommentare (1)


Fabel von Eva1204 am 02. Mai 2011 1

eine schön geplante Stunde... danke für die Idee...

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