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Kulturräume in Asien
Datum: 16. November 2009 Kommentare: 0
Zusätzliche Informationen:
Beschreibung:
Neben den physischen Erdteilen lernen die Schüler das Kulturerdteilkonzept von A. Kolb am Bsp. Asiens kennen. Die Begriffklärung und Abgrenzung zur bekannten naturräumlichen Gliederung stehen im Vordergrund. Durchgeführt in einer 7. Klasse.

Kulturräume in Asien
Kulturräume in Asien
1 Entscheidungsvoraussetzungen
1.1 Die Lerngruppen
Der Unterrichtsentwurf wird in drei verschiedenen Klassen erprobt. Diese habe ich bislang
erst in einer Hospitationsstunde kennengelernt, so dass nur eine sehr allgemeine
Charakterisierung möglich ist. Die Klassenstärke liegt bei ca. 22 Schülern. Da die Klassen
erst seit zwei Wochen in dieser Konstellation bestehen, lassen sich die eine oder andere
Reiberei zwischen den Schülern erkennen. Ferner werden sehr aktiv private Gespräche
geführt, so dass es relativ unruhig ist.
Den Schülern wurden zu Jahresbeginn Verhaltensregeln und mögliche Konsequenzen bei
Verstößen gegen diese erörtert. Diese Regeln gilt es nun durchzusetzen, um eine ruhige
Lernatmosphäre zu erreichen. Die Leistungsbereitschaft sowie die Stärken und Schwächen
der Schüler kann ich derzeit nicht beurteilen.
1.2 Die Stellung der Stunde im Gesamtkontext
Der Geografieunterricht erfolgt in dieser Schule in der minimalen Stundenzahl von einer
Stunde pro Woche. Daher wird im Schuljahr 7 das Thema Asien ohne weitere Unterteilungen
unterrichtet. Hierfür ist das gesamte Schuljahr vorgesehen. Im schulinternen
Stoffverteilungsplan werden die Themenfelder des Rahmenlehrplans „Nord- und Mittelasien
– Raumpotentiale und ihre Nutzung“, „Asien – extreme des Naturraumes“ und „Ost- und
Südasien – Bevölkerungsentwicklung und Wirtschaftskraft“ aufgegriffen und näher in die
einzelnen Unterrichtstunden aufgegliedert. Dieser Stoffverteilungsplan ist als Auszug im
Anhang angefügt.
Die im Folgenden dargestellte Stunde gehört zur allgemeinen Einführung in die Thematik. In
der vorherigen Stunde wurde die Einteilung der Erde in Kontinente bzw. Erdteile thematisiert.
Der Fokus lag hierbei auf der Definition des Kontinents und der Problematik, dass Europa
und Asien demzufolge nicht als getrennte Kontinente angesehen werden können. Daher
wurde der Begriff „Eurasien“ für den Kontinent eingeführt und der Terminus „Asien“ für den
betrachteten Erdteil. Im Anschluss daran wurde die Gliederung Asiens in Nord-, Mittel-, Süd-
Vorder-, Ost-, Süd- und Südostasien erörtert. Dazu erhielten die Schüler eine Hausaufgabe, in
der sie ein Asien-Puzzle zusammenfügen und die einzelnen Teilräume durch eine Schraffur
kennzeichnen sollten. Weiterer Bestandteil der Aufgabe ist das Erstellen einer Legende.
Diese Unterrichtseinheit wirft einen letzten Blick auf den gesamten Großraum. Die Schüler
lernen hier den Begriff der Kulturerdteile kennen. In diesem Zusammenhang wird eine
weitere Gliederung Asiens - in den russischen, orientalischen, indischen, ostasiatischen und
südostasiatischen Kulturraum - eingeführt.
Die folgenden Stunden beziehen sich dann auf die eigentlichen Themenfelder des
Rahmenlehrplans. Bis zu den Herbstferien liegt hierbei der Fokus auf Russland. Am Beispiel
Russlands werden die Klimazonen erarbeitet und der Umgang mit Klimadiagrammen geübt.
Das weitere Vorgehen ist dem beiliegenden Stoffverteilungsplan zu entnehmen.
2 Inhalts- und Zielentscheidungen
2.1 Sachanalyse
Das Konzept der Kulturerdteile geht auf Albert Kolb zurück. Er entwickelt dies in den 60er
Jahren und versucht hiermit eine alternative Gliederungsmöglichkeit zu der aus der
physischen Geografie stammenden kontinentalen Einteilung der Erde mit humangeografischem
Bezug anzubieten. Als Kulturerdteil definiert Kolb: „[…] unter einem
Kulturerdteil [wird] ein Raum subkontinentalen Ausmaßes verstanden, dessen Einheit auf
dem individuellen Ursprung der Kultur, auf der besonderen einmaligen Verbindung der
landschaftsgestaltenden Natur- und Kulturelemente, auf der eigenständigen, geistigen und
gesellschaftlichen Ordnung und dem Zusammenhang des historischen Ablaufes beruht.“1
Kolb betont die Notwendigkeit, den Gesamtzusammenhang zwischen Mensch, Natur und
Landschaft als Wirkungsgefüge zu betrachten und bezeichnet dies als Forschungsgegenstand
der Geografie2. Um die hohe Komplexität zu reduzieren, bietet er ein dynamisches Modell zur
Gliederung der Erde an, welches im Zeitverlauf variabel ist. Diese Variabilität wird jedoch
vernachlässigt, denn bis heute wird im Großen und Ganzen an der Kolbschen Erdeinteilung
aus den 60er Jahren in zehn Kulturerdteile festgehalten. Diese sind:
• der angloamerikanische Kulturerdteil
• der australische Kulturerdteil
• der europäische Kulturerdteil
• der lateinamerikanische Kulturerdteil
• der orientalische Kulturerdteil
• der ostasiatische Kulturerdteil
• der russische Kulturerdteil
• der schwarzafrikanische Kulturerdteil
der südasiatische Kulturerdteil
• der südostasiatische Kulturerdteil
Lediglich der russische Kulturraum wird seit Zerfall der Sowjetunion immer häufiger dem
europäischen Kulturraum zugerechnet3.
Das Konzept der Kulturerdteile wird in der Literatur kontrovers diskutiert. An dieser Stelle
wird auf den Aufsatz von Eckhart Ehlers (1996) verwiesen. Besonders der westlich bzw.
europäisch geprägte Kulturbegriff und daraus resultierende Bewertungen teilweise sogar
Herabsetzungen anderer Kulturen stehen im Fokus der Kritik.4
Der Unterrichtsgegenstand Asien wird in fünf Kulturerdteile gegliedert. Diese werden nun in
aller Kürze vorgestellt. Dabei wird sich überwiegend auf die zusammenfassende Darstellung
von Codlitz bezogen.5
Der russische Kulturerdteil gilt als umstritten. Zum einen wird er seit dem Zerfall der
UdSSR und der zunehmenden westlichen Orientierung von einigen Autoren zum
europäischen Kulturraum gezählt,6 zum anderen ist die Begrenzung dieses Raumes umstritten.
Das Gebiet umfasst die Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Dies begründet sich in der
kommunistischen Vergangenheit dieses Raumes, welche als einheitliche Kultur verstanden
wird. Es liegt also eine einheitliche Historie vor.
50% der Bevölkerung sind russisch. Es handelt sich dennoch um ein Vielvölkergebiet mit
über 100 Ethnien. Die überwiegende Mehrheit der slawischen Bevölkerung (Russen, Ukrainer
und Weißrussen) gehört dem russisch-orthodoxen Glauben an – dies ist auch die
vorherrschende Religion in diesem Raum. Die türkischsprachigen Bevölkerungsteile sind
meist Muslime. Anhänger des Buddhismus kommen z. B. im Kaukasus und im Altaigebirge
vor, in Zentralsibirien ist stellenweise noch der Schamanismus verbreitet7. Klare Grenzen
lassen sich nur selten ziehen, da sich die Siedlungsbereiche überlappen. Als Verkehrssprache
gilt Russisch, daneben existieren weitere Sprachen und Dialekte.
Der islamisch geprägte Süden gilt als Übergangsregion zum Orient. Der orientalische
Kulturerdteil erstreckt sich von Nordafrika bis nach Westasien (Vorderasien). Das Gebiet
erstreckt sich von Marokko im Westen über die afrikanischen Staaten nördlich der Sahara,
den Nahen Osten bis zum Iran.
Der Orient wird als Wiege der Zivilisation bezeichnet. Dies geht auf die Siedlungsgeschichte
im Zweistromland zurück. Hier wurde die Keilschrift erfunden, die ersten Hochkulturen
entstanden. Die vorherrschende Religion dieses Raumes ist der Islam. Die heilige Schrift der
Muslime (Koran) ist in arabischer Sprache verfasst, so dass diese weit verbreitet ist. Der
islamische Glaube beeinflusst das Zusammenleben der Menschen im privaten und
öffentlichen Leben. Häufig wird der Koran als Grundlage der Rechtssprechung genutzt. Eine
Ausnahme bildet die Türkei – hier erfolgt eine strikte Trennung zwischen Religion und Staat.
Nach dem Zerfall des marxistisch-leninistischen Systems entwickelt sich der islamische
Fundamentalismus zur neuen Konkurrenz-Ideologie des westlichen Systems. Der Einfluss des
Islams wächst seit dem Golfkrieg 1991 zunehmend. Ziel ist eine Distanzierung vom
konsumorientierten Westen und eine Rückbesinnung auf die eigenen Traditionen.
An dieses Gebiet schließt sich ostwärts der Kulturraum Südasien an. Pakistan gilt hier als
Übergangszone zwischen dem Orient und dem südasiatischen Kulturerdteil. Weitere
Anrainerstaaten sind Indien, Nepal und Bangladesch. Großteile der Bevölkerung sind Hindus,
gefolgt von Muslimen und Buddhisten. Weitere Religionen sind Taoismus und Christentum.
Es existiert eine große Sprachvielfalt, überwiegend wird hier Indisch und Englisch
gesprochen. Dies kann durch die Kolonialzeit begründet werden.
Als besonders problematisch erweisen sich in diesem Raum die Bevölkerungsdichte und die
starken Zuwachsraten. In erster Linie muss die Diskriminierung von Mädchen und Frauen
hier angesprochen werden, auch wenn die demographischen Probleme hier nicht weiter
vertieft werden.
Das gesellschaftliche System wird als Kastenwesen bezeichnet. Innerhalb der vier Kasten, in
die die Menschen hineingeboren werden, gelten die Menschen als gleichberechtigt. Die
hierarchische Gliederung sichert die Vormachtposition der hellhäutigen Bevölkerung.
Der Ostasiatische Kulturerdteil wird auch als sinischer Kulturraum bezeichnet. Hierzu
zählen China, Nord- und Südkorea sowie Japan. Das ehemalige Birma, Laos und Vietnam
werden als Übergangsgebiete zwischen diesem Erdteil und dem südostasiatischen Kulturraum
gezählt. Dieser Raum wird durch drei Hauptströmungen geprägt – dem Konfuzianismus als
weltliche Lehre des berühmten Philosophen und dem Taoismus als Religion, durch den
Schintoismus, einer überwiegend in Japan praktizierten Religion. Daneben kommen auch
Buddhismus sowie einige Naturreligionen vor.
Dieser Erdeteil gilt als der bevölkerungsreichste, jedoch nimmt das Bevölkerungswachstum
besonders durch die chinesische Politik zur Geburtenkontrolle ab.
Bedeutende Verkehrssprachen sind Chinesisch, Koreanisch und Japanisch (in Wort und
Schrift).
Der Südostasiatische Kulturerdteil umfasst die Inselstaaten Philippinen, Indonesien und
Malaysia sowie Myanmar (Birma), Laos, Vietnam, Thailand und Kambodscha. In den
folgenden Unterrichtsstunde wird hierauf jedoch nicht weiter eingegangen, so dass eine
Erläuterung des Raumes hier nicht erfolgt.
2.2 Stoffauswahl und didaktische Reduktion
In der achten Jahrgangstufe wird das Konzept der Kulturerdteile ausführlicher behandelt, so
dass an dieser Stelle weder die Kritik an diesem Konzept noch die genauen Merkmale aller
zehn Kulturerdteile behandelt werden. Vielmehr stehen die Menschen im asiatischen Raum
und die dementsprechend relevanten Kulturerdteile im Vordergrund. Da in den folgenden
Stunden überwiegend physisch-geografische Aspekte behandelt werden, soll durch die
Betrachtung der Kulturräume ein Beitrag zur ganzheitlichen Betrachtung des Raumes
geleistet werden. wodurch der Mensch als raumwirksamer Faktor einbezogen wird. So
können Wirkungsgefüge der Mensch-Umweltbeziehung in späteren Raumanalysen erarbeitet
werden. Haubrich et al. bezeichnen den Raum „[…] in der Jahrgangsstufe 7/8 vor allem als
Verflechtungs- und Strukturgefüge […]“8, welcher mit dem Fokus auf die „[…]
Auseinadersetzung des Menschen mit Naturbedingungen […]“ betrachtet werden soll. Nach
der ersten topografischen Orientierung Asiens, die in der ersten Unterrichtstunde zu diesem
Thema erfolgte, soll dieser Forderung nachgekommen werden und das erste Fundament für
solche umfassenden Betrachtungen errichtet werden. Durch die Betrachtung der humangeografischen
Aspekte erhalten die Schüler ein erstes Gefühl für „Land und Leute“. Nach der
allgemeinen Betrachtung Asiens, werden heute die vorherrschenden Kulturen vorgestellt ohne
auf regionale Spezifika einzugehen. Die Definition des Begriffes „Kulturerdteil“, das
Herausstellen der wesentlichen Abgrenzungsmerkmale eines solchen (Religion, Sprache,
Schrift, Sitten und Bräuche, Rechtssprechung) und die Verortung der fünf Kulturerdteile
Asiens sind Inhalt dieser Unterrichtsstunde.
2.3 Lern- und Kompetenzziele
Als Grobziel wird für diese Stunde formuliert, dass die Schüler mit dem Konzept der
Kulturerdteile eine neue Gliederungsmöglichkeit der Erde als geografisches Handwerkszeug
erhalten. Sie lernen Asiens Kulturräume zu benennen und zu verorten. Dieses Ziel wird mit
den folgenden Teilzielen angestrebt:
TZ 1: Die Schüler beschreiben die gezeigten Bilder und können wesentliche Unterschiede
herausarbeiten.
TZ 2: Die Schüler können den Begriff Kulturerdteil mit eigenen Worten definieren.
TZ 3: Die Schüler lernen als wesentliche Abgrenzungsmerkmale von Kulturräumen die
Zusammensetzung der Bevölkerung, Schrift, Religion und Sprache kennen und
können diese aufzählen.
TZ 4: Anhand einer thematischen Karte (Atlas) können die Schüler die fünf Kulturräume
Asiens verorten und die unter TZ 3 genannten Merkmale zuordnen.
Durch die Bildbeschreibung wird die weitergehende Bildanalyse vorbereitet. Dadurch wird
der Ansatz für eine wichtige Arbeitsmethode der Geografie – der Bildanalyse – geübt und
somit ein Beitrag zur Stärkung der Methodenkompetenz geleistet. Die Entwicklung einer
eigenen Definitionen des Begriffes Kulturraum trägt ebenfalls dazu bei, die
Methodenkompetenz der Schüler zu fördern und zu erweitern. Sie üben dadurch die richtige
Anwendung von Fachsprache. Durch die Arbeit mit dem Atlas wird die Kartenkompetenz
gestärkt.
3 Methodisches Vorgehen
Im Abschnitt 3.1 erfolgt eine tabellarische Darstellung des geplanten Unterrichtsverlaufs,
welcher in Abschnitt 3.2 näher erläutert wird. Dieser Teil dient der methodisch-didaktische
Begründung der Unterrichtsplanung.
3.1 Tabellarische Verlaufsplanung
nicht abgedruckt
3.2 Methodische Überlegungen
Anhand des Kulturerdteilkonzepts wird der Fahrplan für das weitere Vorgehen in diesem
Schuljahr festgelegt. Bislang kennen die Schüler den Erdteil nur mittels topografischer
Übersicht. Die Schüler erhalten hierdurch eine Richtschnur und können sich auf die folgenden
Stunden einstellen.
Als Einstieg wird eine Wiederholung der Stundeninhalte der letzten Woche gewählt. Zum
einen soll die Hausaufgabe kontrolliert werden, zum anderen wird der Begriff des Kontinents
wiederholt. Dieser physische Erdteil soll im Folgenden vom Kulturerdteil abgegrenzt werden,
so dass hier eine Wiederholung zweckmäßig erscheint.
In der ersten Erarbeitungsphase erfolgt eine vorbereitende Übung zur Bildanalyse. Hier
werden Schulkinder aus den fünf relevanten Kulturerdteile gezeigt und im Anschluss daran
Bilder aus der entsprechenden Region. Die Schulkinder sollen als Identifikationsfiguren für
die Lernenden fungieren, um so eine gewisse Schülernähe zu erreichen. Die ausgewählten
Teilräume stehen exemplarisch für einen der folgenden Themenkomplexe in diesem
Schuljahr.
Die Schüler werden aufgefordert die Fotografien zu beschreiben und zu analysieren. Bilder
sind gut für den Einstieg geeignet, da durch ihre Betrachtung eine erste Erfassung des
Unterrichtsgegenstandes möglich wird. Vorteile der Bildbetrachtung sind vielschichtig zu
sehen. Besonders der höhere Behaltenswert gegenüber Texten und der höhere motivationale
Effekt soll hier genutzt werden. Die Bildanalyse erfolgt durch die Schüler. Die Lehrkraft hat
lediglich die Aufgabe durch Fragen in die richtige Richtung zu führen und darüber hinaus
Informationen zu ergänzen.9 Ziel der Bildbetrachtung ist es, das komplexe Zusammenspiel
zwischen Mensch, Natur und Kultur darzustellen.
In der zweiten Erarbeitungsphase werden die Schüler mit einem Sachtext aus einem Lexikon
konfrontiert. Dieser wird allein und still gelesen. Dadurch müssen sich die Schüler selbst mit
dem Text auseinandersetzen. Im Anschluss daran sollen die Schüler diesen Text und die
angegebene Wortgalerie nutzen, um eine eigene Definition des Begriffes „Kulturerdteil“ zu
erarbeiten. Dabei handelt es sich um eine Übung zum Umgang mit Sachtexten. Durch das
selbständige Formulieren einer Definition, wird der Umgang mit Fachbegriffen geübt. Die
angegebene Wortgalerie dient als Formulierungshilfe (Scaffoldig). Durch die Bearbeitung der
Aufgabe 1 werden das TZ 2 und 3 erreicht.
In Aufgabe 2 wird die Kartenkompetenz der Schüler trainiert. Durch das Benennen der
asiatischen Kulturräume werden diese memoriert und mit der Karte verknüpft, so dass von
einem hohen Behaltenseffekt ausgegangen wird. Dadurch dass die Schüler die entsprechende
thematische Karte im Atlas allein auffinden müssen, wird zugleich der Umgang mit dem
Atlas geübt. Durch das Lösen der Aufgabe 2 soll TZ 4 erreicht werden. Im Falle dass die erste
Erarbeitungsphase langwieriger ausgefallen sein sollte, kann hier eine Entlastung erfolgen,
indem die entsprechende Seite im Atlas genannt wird.
Der Hintergrund für die gewählten Sozialformen (Frontalunterricht und Einzelarbeit) ist darin
zu sehen, dass die Klassen sehr viel in Gruppen zusammenarbeiten. Dafür sind die
Freiarbeitsphasen vorgesehen. Die Schüler sind also im kooperativen Lernen geübt. Da
jedoch die Lernzielkontrollen von jedem Schüler allein beantwortet werden, empfinde ich es
als wichtig, dass die Schüler lernen, allein und konzentriert zu arbeiten. Dazu soll diese
Stunde einen Beitrag leisten.
Die Sicherung erfolgt im Klassengespräch. Zuerst werden drei aufgefordert Schüler ihre
Definition vorzulesen. Daraus wird eine gemeinsame Definition entwickelt und an der Tafel
angeschrieben. Danach werden die Kulturräume Asiens von den Schülern benannt und an der
Wandkarte gezeigt. Die Namen werden an der Tafel vermerkt, so dass sichergestellt ist, dass
alle Schüler die richtige Lösung haben.
Literatur
Buder, M. (2004) Volk und Wissen, Geografie 7/8, Cornelesen
Ehlers, E. (1996) Kulturkreise, Kulturerdteile, Clash of Civilizations - Plädoyer für eine
gegenwartsbezogene Kulturgeographie, in: Geographische Rundschau, Jg. 48, H.6, S.
338 - 344.
Haubrich, H. et al (1997) Didaktik der Geographie konkret, München
Kolb, A. (1962) Die Geographie und die Kulturerdteile, in: A. Leidlmair (Hrsg.):
Hermann-von-Wissmann-Festschrift, Tübingen 1962, S. 42 - 49.
Internet
Colditz, M. (o. Jahr) http://www.bildung-lsa.de/db_data/978/geographie.htm
Reinke, C. (2004), http://www.klett.de+list.php?page=infothek_artikel&extra=TERRAOnline%
20/%20Realschule&artikel_id=85513&inhalt=kss_klett01.c.418173.de
Abbildung
Kracht, R. (2006) TERRA Arbeitsheft Geografie, Wir erkunden Asien, Gotha
Fußnoten:
1 Kolb, A. (1962), S. 46
2 Kolb, A. (1962), S. 43-44
3 Buder et al. (2004), S10 ff
4 Ehlers, E. (1996), S. 340
5 Colditz, M. (o. Jahr) http://www.bildung-lsa.de/db_data/978/geographie.htm
6 Buder et al. (2004), S.10 ff.
7 Reinke, C. (2004), http://www.klett.de+list.php?page=infothek_artikel&extra=TERRAOnline%
20/%20Realschule&artikel_id=85513&inhalt=kss_klett01.c.418173.de
8 ebd. (1997), S.166
9 Haubrich et al. 1997, S260 ff.
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