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Vorhang auf für Frederick!
Datum: 05. Januar 2010 Kommentare: 0
Zusätzliche Informationen:
Beschreibung:
'Frederick, der Träumer!' – Ein handlungs- und produktionsorientierter Umgang mit dem Bilderbuch 'Frederick' von Leo Lionni zur Förderung des szenischen Spiels und des literarisch-kreativen Schreibens. Durchgeführt in einer 1. Klasse.

Vorhang auf für Frederick!
'Vorhang auf für Frederick!' – Die Kinder üben die Aufführung ihres Stabpuppenstücks und reflektieren ihr Spiel anhand der erarbeiteten Kriterien zur Vertiefung des szenischen Spiels und zur Schulung des verstehenden Zuhörens.
Thema der Unterrichtsreihe:
„Frederick, der Träumer!“ – Ein handlungs- und produktionsorientierter Umgang
mit dem Bilderbuch „Frederick“ von Leo Lionni zur Förderung des szenischen Spiels
und des literarisch-kreativen Schreibens.
Ziel der Unterrichtseinheit:
Die Kinder erweitern ihre Sprechkompetenz, indem sie in Partnerarbeit ihre
Fortsetzung der Geschichte mithilfe von Stabpuppen szenisch darstellen. Dabei
werden die erarbeiteten Schauspielerregeln angewendet und reflektiert.
1 Stellung der Unterrichtseinheit im Gesamtreihenverlauf
| UE | Thema | Inhaltlicher Schwerpunkt | Förderung im Hinblick auf folgende Kompetenzen: Die Kinder … |
| 1. | Die Vorräte der Feldmäuse. (D/SU) | Einstieg in die Unterrichtsreihe „Frederick, der Träumer“ über das Vorlesen der ersten Seiten des Buches im Kamishibai. Anschließend gestalten die Kinder ein Arbeitsblatt, indem sie die Vorräte der Mäuse verschriftlichen und zeichnerisch darstellen. | 3.1 Sprechen und Zuhören Verstehend zuhören: • signalisieren nonverbal ihr Verstehen • stellen Fragen, wenn sie etwas nicht verstehen Gespräche führen: • bringen eigene Ideen ein und äußern sich zu Gedanken anderer |
| 2. | Die Vorräte von Frederick. (D) | Wiederholung des bis zu diesem Zeitpunkt Gelesenen. Weiteres Vorlesen der Geschichte im Kamishibai mit anschließender Bearbeitung des Arbeitsblattes „Was sammelt Frederick?“ – Erste Begegnung mit und Assoziation zu der Titelfigur sowie deren „Sonderrolle“ innerhalb der Mäusegemeinschaft. | 3.1 Schreiben Texte situationsgerecht verfassen: • sprechen über Schreibanlässe und entwerfen Schreibideen • stellen ihre Texte vor und besprechen sie |
| 3. | Frederick, was machen deine Vorräte? (D) | Rekonstruktion der Szenen bis dahin, als die Mäusefamilie Frederick fragt, was seine Vorräte machen, indem sie diese in acht Bildern zeichnerisch festhalten. | Lehrplan Kunst 3.3 Graphisches Gestalten Präsentieren • illustrieren Texte und Geschichten |
| 4. | Wir stellen die Mäusefamilie als Stabpuppen her. (KU/D) | Die Kinder basteln entweder den Frederick oder eine Maus seiner Familie als Stabpuppe her. | Lehrplan Kunst 3.1 Räumliches Gestalten Präsentieren • stellen für Spielanlässe einfache Figuren und Spielobjekte her |
| 5. | Wir sind Theater- Detektive I. (D) | Wiederholung der vorangegangenen Szenen, indem eine Gruppe diese nachspielt. Dabei erarbeiten die Kinder Schauspielerkriterien und üben anschließend mit Hilfe dieser Kriterien die Szenen spannend zu spielen. | 3.1 Sprechen und Zuhören Gespräche führen: • entwickeln einfache Gesprächsregeln und halten sie ein Szenisch spielen: • spielen kleine Rollen Verstehend zuhören: • geben Lob und Tipp • stellen Fragen, wenn sie etwas nicht verstehen |
| 6. | Wir sind Theater- Detektive II. (D) | Wir erarbeiten Zuschauerkriterien und üben mit Hilfe der dieser Kriterien dem Schauspiel einer anderen Gruppe aufmerksam zu folgen. | " |
| 7. | Wie geht die Geschichte von Frederick wohl weiter? (D) | In Partnerarbeit überlegen sich die Kinder eine Fortsetzung der Frederick-Geschichte und verteilen die Rollen für ihre Szene. | 3.1 Sprechen und Zuhören Gespräche führen: • beteiligen sich an Gesprächen • bringen eigene Ideen ein und äußern sich zu Gedanken anderer |
| 8. | Wo spielt eure Frederick- Geschichte? (KU/D) | In Partnerarbeit zeichnen die Kinder die Kulisse zu der ausgedachten Fortsetzung der Frederick- Geschichte auf eine OHP-Folie. | Lehrplan Kunst 3.1 Räumliches Gestalten Präsentieren • stellen Szenerien, Kulissen, Requisiten zu Spielideen her |
| 9. | Wir proben unsere Fortsetzung von Frederick! (D) | Die Kinder üben ihre Theaterszene und lernen die Checkliste als Hilfe zur Beachtung der Kriterien kennen. | 3.1 Sprechen und Zuhören Zu anderen sprechen: • sprechen verständlich • sprechen situationsangemessen Szenisch spielen: • spielen kleine Rollen Verstehend zuhören: • geben Lob und Tipp • stellen Fragen, wenn sie etwas nicht verstehen Gespräche führen: • halten Gesprächsregeln ein |
| 10. | Vorhang auf für Frederick! | Die Kinder üben die Aufführung ihres Stabpuppenstücks und reflektieren ihr Spiel anhand der erarbeiteten Kriterien zur Vertiefung des szenischen Spiels und zur Schulung des verstehenden Zuhörens. | " |
| 11. | „Frederick“ von Peter Phillipsen. | Die Kinder lernen das Lied „Frederick“ von Peter Phillipsen kennen und singen es auswendig. | Lehrplan Musik 3.1 Musik machen – mit der Stimme Lieder kennen lernen • singen Lieder auswendig |
| 12. | Wir führen unsere Frederick- Geschichten auf der Weihnachtsfeier auf. | Auf der Weihnachtsfeier werden die verschiedenen Enden der Frederick- Geschichte den anderen Klassen und den Eltern vorgeführt. | 3.3 Lesen – mit Texten und Medien umgehen Texte präsentieren: • wirken bei Aufführungen mit |
2 Lernziele
2.1 Lernziele der Unterrichtsreihe
Die Kinder sollen…
• Schauspieler- und Zuschauerregeln gemeinsam erarbeiten und anwenden.
• das Handlung des Buches verstehen und spielerisch umsetzen.
• Fredericks Sonderrolle in der Geschichte ermitteln.
• einen persönlichen Bezug zur Geschichte aufbauen und sich in die Situation von Frederick hinein versetzen.
• eine Vermutung dafür entwickeln, dass für das Überleben der Mäusefamilie Fredericks „Wintervorräte“ von ebenso großer Bedeutung sind wie die gesammelten Nahrungsmittel der anderen Mäuse.
• Spaß am Verschriftlichen eigener Ideen bekommen.
• das von ihnen Geschriebene bzw. Gemalte vorstellen und dazu erzählen.
• ihre sozialen Kompetenzen wie kooperative Arbeitsformen und Regelabsprachen schulen.
2.2 Lernziele der Unterrichtseinheit
Im kognitiven Bereich sollen die Kinder …
• ihre antizipierte Fortsetzung der Geschichte szenisch darstellen.
• ihre Phantasie, Imaginationskraft und sprachliche Kreativität herausfordern.
• ihren Wortschatz erweitern.
Im sozial-affektiven Bereich sollen die Kinder …
• sich an die vereinbarten Gesprächs- und Verhaltensregeln halten.
• der spielenden Gruppe ohne Störungen zuschauen.
• das Zusammenleben der Klasse fördern.
Im psychomotorischen Bereich sollen die Kinder …
• sich in Kleingruppen zusammenfinden.
• mit Stabpuppen so agieren, dass die Zuschauer dem Spiel folgen können.
• einen Kinositz bilden, so dass alle Zuschauer gut sehen können.
3 Lernvoraussetzungen
3.1 Lernvoraussetzungen bezüglich der Arbeits- und Sozialformen
Die Kinder sind an das gemeinsame Arbeiten im Kreis gewöhnt. Doch einigen
Kindern gelingt es zeitweise nicht, sich an die vereinbarten Gesprächsregeln bei
Kreisgesprächen zu halten. Einige Kinder haben Schwierigkeiten ihre Sitzplätze im
Kreis ruhig einzunehmen, insbesondere bei der Kinositzordnung. Vereinzelt fällt es
Kindern schwer, ruhig auf den Bänken zu sitzen. In solchen Situationen wird die
LAA die Kinder an die vereinbarten Gesprächs- und Verhaltensregeln erinnern
und Maßnahmen zur positiven Verstärkung ergreifen (Sterne für ruhige
„Tischgruppen“). Im Vorfeld hat die LAA die Kinositzordnung so festgelegt, dass
es zu möglichst wenigen Schwierigkeiten kommt.
Das Arbeiten mit einem Partner sowie das Freie Erzählen vor der Klasse wurden
in dieser Unterrichtsreihe eingeführt. Das Arbeiten zu zweit gelingt den Kindern
zunehmend besser, dennoch fällt es einigen Kindern schwer, innerhalb der
Partnerarbeit konstruktiv und fair zusammen zu arbeiten. Aus diesem Grund wird
die LAA während der Partnerarbeit einzelne Gruppen bei ihrer Arbeit unterstützen.
Im Kinokreis können einige Kinder bereits aufmerksam den Aufführungen der
anderen folgen und kriteriengeleitet reflektieren.
3.2 Lernvoraussetzungen bezüglich des fachlichen Vorwissens
Die Kinder haben das szenische Spiel in der Schule erst mit Beginn dieser
Unterrichtsreihe kennen gelernt. Somit ist der Umgang mit Stabpuppen für sie
noch recht neu. Des Weiteren sind die Kinder damit vertraut, ihre Arbeitsergebnisse
im Kreis zu präsentieren. Die kriteriengeleitete Reflexion ist jedoch für
die Kinder noch ganz neu. Der Umgang mit der Checkliste ist den Kindern aus der
vorangegangenen Unterrichtsstunde bekannt, in der sie die Checkliste mit den
gemeinsam erarbeiteten Kriterien erstmalig kennen gelernt haben. Die Reflexion
wird durch Symbolkarten (Leise?, Lob, Frage, Tipp) strukturiert. Die zu
beobachtenden Kriterien werden vor der Präsentation genannt und in Form von
Symbolkarten visualisiert. Die Checkliste wird in der Einstiegsphase von der LAA
gemeinsam mit den Kindern erläutert. Während der Arbeitsphase unterstützt die
LAA einzelne Gruppen beim Ausfüllen der Checkliste.
4 Begründung des Themas mit Lehrplanbezug
Die heutige Stunde ist laut Lehrplan dem Schwerpunkt „Sprechen und Zuhören“
mit den Bereichen „Zu anderen sprechen“ und „Szenisch spielen“ zuzuordnen. In
der heutigen Unterrichtsstunde werden die folgenden Kompetenzen erweitert:
„sprechen verständlich“, „sprechen situationsangemessen“ und „spielen kleine
Rollen“.1 In der Arbeitsphase, sowie in der Präsentationsphase üben die Kinder
verständlich und situationsangemessen zu sprechen, indem sie beim szenischen
Spielen auf die Kriterien (Schauspielerregeln) „Ich spreche laut und deutlich!“, „Ich
spreche in der Ich-Form!“, „Wenn ich spreche, bewege ich meine Stabpuppe!“ und
„Ich halte meine Stabpuppe nicht zu hoch oder zu tief!“ achten. Intensiviert wird
das Üben dieser Kriterien durch die Arbeit mit der „Checkliste“, durch die die
Kinder ihr Sprechen gegenseitig einschätzen und sich ggf. Verbesserungstipps
geben. Des Weiteren wird durch die Reflexion in der Kleingruppe die „Fähigkeit,
eigene Arbeits- und Lernprozesse zu entwickeln und mit anderen zu reflektieren“2
gefördert. Die Kinder sollen dabei lernen „gemeinsam mit anderen zu lernen und
Leistungen zu erbringen“3.
In der Präsentationsphase führen einige Gruppen ihr Stück ihren Mitschülern vor.
Folglich wird in dieser Phase die Kompetenz „wirken bei Aufführungen mit“ aus
dem Bereich „Lesen – mit Texten und Medien umgehen“ mit dem Schwerpunkt
„Texte präsentieren“ gefördert.4 Darüber hinaus werden die übergreifenden
Kompetenzen „Wahrnehmen und Kommunizieren“, „Analysieren und
Reflektieren“ und „Darstellen und Präsentieren“5 gefördert. Sowohl in der
Arbeitsphase, als auch in der Präsentations- und Reflexionsphase beobachten die
Kinder das Spielen der anderen Kinder, richten ihre Aufmerksamkeit auf die
Kriterien (Schauspielerregeln) und teilen ihre Beobachtung und Einschätzung den
anderen Kindern mit. „Im reflektierenden Gespräch über die Wirkung der
eingesetzten Mittel [Beachtung der Schauspielerregeln] entwickeln sie ihre
Ausdrucksfähigkeit und damit ihre Persönlichkeit.“6
5 Didaktisch-methodische Begründungen
Die heutige Stunde ist in die fächerübergreifende Unterrichtsreihe „Frederick, der
Träumer“ eingebettet. Dabei kommen neben den Inhalten des Faches Deutsch
auch Bereiche der Fächer Kunst und Musik zum tragen. Die Umsetzung einer
Thematik in ein szenisches Spiel, hier als Stabpuppentheater, dient der
„Kulturarbeit in der Schule“.7 Die Schule hat die Aufgabe, den Kindern das Theater
als Teil unserer Kultur begreifbar zu machen. Dies impliziert das von den Kindern
eigene Umsetzen ihrer Ideen in ein szenisches Spiel. Die Kinder sollen
ganzheitlich lernen. Das Theaterspiel setzt schöpferische Kräfte frei. Zudem hilft
die Theaterpädagogik den Kindern dabei, das Empathievermögen zu stärken,
Rollenerwartungen zu definieren und ein sensibles Rollenverhalten zu entwickeln.8
Die, von den Partnergruppen selbst erstellten Kulissen bzw. Fortsetzungen der
Frederick-Geschichte auf einer OHP-Folie, dienen den Kindern beim Üben ihrer
Szene als visuelle Unterstützung des Inhaltes und der Abfolge. Sie dient als eine
Art Drehbuch, in dem sogar bei einigen Gruppen kleine Sprechblasen eingefügt
sind, wodurch das dialogische Sprechen der Figuren für die Kinder deutlich wird.
Die Checkliste soll zu einer intensiven Auseinandersetzung mit den Schauspielerregeln
führen und ein kriteriengeleitetes Üben ermöglichen. Zu Beginn der
Orientierungsphase wird auf diese verwiesen, um den Kindern ein zielgerichtetes
Arbeiten zu ermöglichen. Der Umgang mit der Checkliste wird in der
Orientierungsphase gemeinsam mit den Kindern erläutert, damit die Gruppen
sicher damit arbeiten können. Um allen Kindern die Arbeit mit der Checkliste zu
ermöglichen, sind die einzelnen Kriterien ebenfalls visuell dargestellt.
Die Arbeit mit einem Partner bzw. in einer Kleingruppe ist ganz neu für die Kinder.
Somit steht auch die Förderung der Kooperations- und Teamfähigkeit der Kinder
im Fokus dieser Unterrichtsreihe und -einheit. Die Vorteile des kooperativen
Lernens hinsichtlich der gewählten Thematik sind das voneinander Lernen und
das sich gegenseitige Helfen und Unterstützen.
Die projektartige Unterrichtsreihe, sowie die heutige Unterrichtsstunde beinhalten
vielfältige Differenzierungsmöglichkeiten. Die Partnergruppen könnten frei ent-
scheiden, wie umfangreich sie ihre jeweilige Fortsetzung der Frederick-Geschichte
gestalten, wer welche Rolle übernimmt und wie hoch der Redeanteil der einzelnen
Figuren ist (qualitative Differenzierung). Die Aufgabenstellung, die Fortsetzung zu
üben und dabei die Theaterkriterien zu beachten, bewältigen die Kinder auf
unterschiedlichen Anforderungsniveaus (qualitative Differenzierung). In der
heutigen Stunde haben die Gruppen, die frühzeitig mit dem Üben fertig sind, die
Möglichkeit einer anderen Kleingruppe ihr Stück vorzuführen und dieses zu
reflektieren, sowie die Frederick-Geschichte als gesamtes Stück zu proben
(quantitative Differenzierung).
In der Reflexionsphase erhalten die zuschauenden Kinder die Möglichkeit, sich
zum Inhalt des Stückes zu äußern, um dem Interesse der Kinder gerecht zu
werden. Gleichzeitig werden die Theaterkriterien (formale Kriterien) reflektiert. Die
Reflexion wird durch Symbolkarten (Leise?, Lob, Frage, Tipp) unterstützt, um ein
strukturiertes Arbeiten zu ermöglichen.
In der Reflexionsphase nehmen alle Gruppen teil (geschlossenes Ende), damit
alle Gruppen von der Reflexion profitieren und die Ergebnisse für die eigene
Aufführung berücksichtigen können.
6 Verlaufsplan
| Zeit / Phase | Arbeits- / Sozialform | Medien / Material | Unterrichtgeschehen | methodisch-didaktischer Kommentar |
| I Initiation ca. 09:00 - 09:05 | • Plenum | • Finger | • Begrüßung und Vorstellung des Besuchs. • Die LAA gibt den Kindern die Reihenfolge an, in welcher sie im Sitzkreis Platz nehmen sollen. | • Das Vorstellen des Besuchs ermöglicht den Kindern einen sicheren Umgang mit dessen Anwesenheit. • Indem die Kinder nacheinander in den Sitzkreis kommen, wird ein ruhiges Ankommen in diesem gewährleistet. |
| II Orientierung ca. 09:05 - 09:10 | • Sitzkreis | • Visualisierte Schauspielerund Zuschauerregeln • Checkliste • Reihenverlauf | • Die LAA benennt das Thema, den Verlauf und das Ziel der Stunde: Die Kinder erfahren, dass sie heute mit ihrem Partner ihre Fortsetzung der Frederick-Geschichte weiter planen bzw. proben sollen. • Die Kinder nennen die in den Unterrichtseinheiten zuvor erarbeiteten Kriterien, auf die beim Proben zu achten ist. • Die LAA erläutert gemeinsam mit den Kindern den Umgang mit der Checkliste. • Die LAA fragt jede Gruppe, in welcher Phase ihres Arbeitsprozesses sie sich gerade befinden und was sie sich für die heutige Stunde vornehmen. Dann entlässt die LAA die Kinder nach und nach in die Arbeitsphase. | • Die Verlaufs- und Zieltransparenz wird nur mündlich gegeben, da sonst zu viele Visualisierungen die Kinder verwirren würden. • Durch die Wiederholung der gemeinsam erarbeiteten Schauspielerregeln bzw. den Umgang mit der Checkliste erhalten alle Kinder die Chance effektiv, planvoll und zielgerichtet zu arbeiten. • Durch diese Vorgehensweise wird den Kindern bewusst, in welcher Phase ihres Arbeitsprozesses sie sich gerade befinden und können so gezielt an ihrer Arbeit anknüpfen. Dadurch, dass die Kinder gruppenweise den Sitzkreis verlassen, können sie sich ungestört ihr Material holen und mit ihrer Arbeit beginnen. |
| III Transformation ca. 09:10 - 09:30 | • Partnerarbeit | • Stabpuppen • OHP-Folien • Checkliste • Klangschale (1x) | • Die Kinder arbeiten zusammen mit ihrem Partner: Sie planen bzw. proben die Fortsetzung ihres Stücks. • Wenn jeweils zwei Gruppen mit dem Arbeitsschritt proben (1) fertig sind, führen sie sich gegenseitig die Stücke auf, besprechen die Checkliste und füllen sie aus, geben sich ggf. Tipps und üben erneut unter Berücksichtigung der Tipps. • Die LAA beobachtet die Arbeitsprozesse und berät die Kinder auf Anfrage. • Die LAA fragt, welche Gruppe heute präsentieren kann bzw. möchte. | • Die Arbeit in einer Partnergruppe fördert die Kooperations- und Teamfähigkeit der Kinder, indem sie sich gegenseitig helfen und unterstützen. • Auch durch die Checkliste, die hier wie ein Erzählkonferenz-Blatt fungiert, wird das kooperative Lernen gefördert. • Die LAA achtet auf eine angemessene Lautstärke, damit ein konzentriertes Arbeiten für alle Gruppen möglich ist. • Durch das akustische Signal wird die Arbeitsphase beendet und die Kinder hören der LAA zu. |
| IV Präsentation / Reflexion ca. 09:30 - 09:43 | • Kinokreis | • Visualisierte Schauspielerund Zuschauerregeln • Theater • Stabpuppen • OHP-Folien • OHP-Projektor • Reflexionskarten | • Die LAA erinnert die Zuschauer an die Zuschauerregeln und erteilt ihnen den Auftrag, zu überprüfen, ob die Schauspieler ihre Regeln einhalten. • Eine Gruppe führt ihr Stück im Kamishibai auf. • Die Kinder reflektieren die Aufführungen unter Berücksichtigung der formalen Kriterien (Schauspielerregeln) und geben Lob und Tipp bzw. stellen inhaltliche Fragen. | • Das Sitzen im Kinokreis unterstützt den gemeinsamen Austausch. • Somit erhält die Arbeit der Kinder eine angemessene Würdigung, die sie in ihrem weiteren Tun motivieren soll. • Die kriterienorientierte Reflektion wird angebahnt, wodurch den Kindern der Fortschritt ihrer Arbeit transparent gemacht wird. |
| V Ausblick ca. 09:43 - 09:45 | • Kinokreis | • Ausblick auf die nächste Stunde, in der die Weiterarbeit an den Stücken ermöglicht wird, sowie weitere Präsentationen stattfinden werden. | • Das informierende Stundenende dient den Kindern als Orientierung, so dass sie sich auf die nächste Stunde einstellen können. |
7 Literaturverzeichnis
PRIMÄRLITERATUR:
Lionni, Leo: Frederick. Landsberg: Beltz, 2009.
SEKUNDÄRLITERATUR:
Abraham, Ulf / Kammler, Clemens: Drama – Theater – Szenisches Spiel.
Basisartikel. In: Praxis Deutsch. Sonderheft 2005, S. 3-9.
Bartnitzky, Horst: Sprachunterricht heute. Berlin: Cornelsen Scriptor, 2007.
Petersen, Cornelia: Frederick. Schattenspiel nach einem Bilderbuch in einer 1.
und 2. Klasse. In: Kunst und Unterricht 195/1995, S. 41.
Claussen, Claus: Erzähl´ mal was! – Materialien für das mündliche Erzählen in
der Grundschule. Donauwörth: Auer Verlag, 2007.
Ministerium für Schule, Jugend und Kinder des Landes NRW [Hrsg.]:
Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschulen des Landes Nordrhein-Westfalen.
Düsseldorf: Ritterbach Verlag, 2008.
Wallrabenstein, Wulf: Szenen spielen – mit Szenen lernen. In: Die
Grundschulzeitschrift 146/2001, S. 6-11.
Fußnoten:
1 Lehrplan Deutsch 2008, S. 28f.
2 ebd., S. 25
3 ebd., S. 11
4 ebd., S. 32
5 ebd., S. 13
6 ebd., S. 25
7 vgl. Lenzen 1992 in Bartnitzky 2007, S.40
8 vgl. Bartnitzky 2007, S.40
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