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Wir planen, gestalten und präsentieren eigene Gärten

Wir planen, gestalten und präsentieren eigene Gärten
Unterrichtsentwurf
Datum: 23. Januar 2010 Autor: jujaaa Kommentare: 0

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Beschreibung:

Kunststunde einer Unterrichtseinheit zur Gestaltung eigener Gärten in Anlehnung an den Tarot-Garten von Niki de Saint-Phalle. Im Mittelpnukt steht die Erforschung geeigneter Malmittel auf selbst hergestellten Figuren aus unterschiedlichen Materielien. Durchgeführt in einer 4. Klasse.


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Wir planen, gestalten und präsentieren eigene Gärten


Gartenarbeit mal anders: Wir planen, gestalten und präsentieren eigene Gärten - in Anlehnung an den Tarot - Garten von Niki de Saint Phalle

 

Thema der Unterrichtseinheit

„Gartenarbeit mal anders: Wir planen, gestalten und präsentieren eigene Gärten

- in Anlehnung an den Tarot - Garten von Niki de Saint Phalle"

 

Intention der Unterrichtseinheit

Die Kinder begegnen der Künstlerin Niki de Saint Phalle und einer Auswahl ihrer Kunstwerke. Durch die Planung, Gestaltung und Präsentation eigener Gärten und Plastiken, werden die Kinder zu Gartenarchitekten. Zur Auswahl geeigneter Materialien für die Herstellung der Plastiken, machen die Kinder Materialforschungen. Für die Gestaltung der Plastiken forschen die Kinder nach geeigneten Farbmaterialien. Die einzelnen Gärten werden mit Naturmaterialien gestaltet, welche die Kinder selbst sammeln. Am Ende der Einheit werden die Plastiken in die Gärten eingefügt und die einzelnen Gärten zu einem großen Garten als Gesamt - Kunstwerk der Klasse zusammengefügt. Schwerpunkt der Unterrichtseinheit ist das Räumliche Gestalten.

Da wir von einer dreidimensionalen Wirklichkeit umgeben werden, ist die dreidimensionale Gestaltung unabdingbar. In der Unterrichtspraxis wird häufig flächiges Gestalten bevorzugt. Das liegt oft an der aufwendigeren Materialbeschaffung - und bearbeitung, der Vorbereitung, Aufräumarbeiten und der Lagerung der Arbeitsergebnisse. Dabei ist der Umgang mit plastischen Materialien wichtig, um die taktile Wahrnehmung und die Sensibilisierung des Tastsinns zu trainieren und zu steigern. Nach Herstellungsmerkmalen lässt sich räumliches Gestalten in Formen, Skulptieren sowie Bauen und Montieren gliedern.[1]

Bei der Unterrichtseinheit handelt es sich um das Formen: weiche Werkstoffe lassen sich durch Druck, Hinzufügen und Wegnehmen verändern, d.h. sie lassen sich formen und modellieren. Der Werkstoff selbst ist amorph, die Form muss aus ihm geschaffen werden. Das wichtigste Werkzeug dabei ist die menschliche Hand.[2]

Im Matschen, Kneten und Modellieren von Ton oder Pappmaschee können sinnlich-haptische Bedürfnisse der Kinder nach unmittelbarer Berührung lustvoll ausgelebt werden. Einfache Formen werden aus Materialklumpen durch pressen, drücken und ziehen plastisch herausgearbeitet oder durch hinzugebenden Aufbau modelliert.[3]

Dabei sammeln die Kinder Erfahrungen mit der Vielfalt verformbarer Materialien. Im Ansatz werden auch Erfahrungen mit Statik, Verbindungen und Konstruktionen gemacht. Durch das Experimentieren und Formen unterschiedlicher Materialien, werden die Eigenschaften untersucht und beschrieben. Diese werden in neuen und eigenen dreidimensionalen Gestaltungen angewandt. Aus formbaren Materialien werden Formen und Figuren hergestellt, die in gestalteten Räumen präsentiert werden.[4]

1. Überblick über die Unterrichtseinheit

1. Sequenz: Sind das Menschen? Sieht aus wie ein fetter Oberschenkel. - Bildbetrachtung

Die Kinder begegnen verschiedenen Abbildungen von Kunstwerken der Künstlerin Niki de Saint Phalle. Es handelt sich um Figuren, die sich im Freien befinden. Neben der Beschreibung, was die Kinder sehen, stellen sie sich Fragen, zu denen sie gemeinsam versuchen Antworten zu finden. Bei der Gruppendiskussion stoßen sie auf viele verschiedene Möglichkeiten.

 

2. Sequenz: "Monster Monacko", "Die dicke Frau im Badeanzug", "Hots Potz Flusenfurtz",...

- Wer macht denn so etwas? Die Künstlerin

Nachdem die Kinder die Abbildungen der Kunstwerke betrachtet haben, haben sie sich Titel für diese ausgedacht. Nun möchten sie erfahren, wer diese Figuren hergestellt hat. Dafür werden von den Kindern Fragen gestellt und gesammelt. Anschließend können sich die Kinder aus verschiedenen Texten über Niki de Saint Phalle einen auswählen und mit Blick auf die Fragen lesen. In der Klasse wird gemeinsam versucht, so viele Fragen wie möglich zu beantworten.

 

3. Sequenz: Wassergarten vs. Schreckensgarten - Eigene Gartenplanung

Den Kindern werden Bilder vom Tarot - Garten gezeigt und sie bekommen wichtige Informationen dazu. Anschließend schlagen die Kinder verschiedene Themen für einen eigenen Garten vor. Durch eine Abstimmung fällt die Wahl auf das Thema „Wassergarten". In Gruppen werden Entwürfe für eigene Gärten entwickelt.

 

4. Sequenz: Die Planung geht weiter - Eigene Garten- und Figurenentwürfe

In den Gruppen werden die Gartenentwürfe fertig gezeichnet. Andere beginnen mit dem Entwurf ihrer eigenen Plastik. In der Zwischenzeit stellen die Gruppen nacheinander aus einem Gemüsekarton, Packpapier, Folie und Blumenerde die Grundlage für ihre Gärten her. Abschließend wird gemeinsam überlegt, welche Materialien sich zur Gestaltung von Plastiken eignen könnten.

 

5. Sequenz: Papiermaschè, Knetgummi, Modelliermasse und Salzteig - Materialforschung

In den Gruppen forschen die Kinder zu den Eigenschaften der verschiedenen Materialien. Hierfür formen sie aus den Materialien verschiedene Figuren. Ihre Forschungsergebnisse halten sie auf Notizzetteln fest, die später bei der Auswertung benutzt werden. Durch die Besprechung der Ergebnisse finden die Kinder heraus, welches Material zum Gestalten von Plastiken gut und welches nicht gut geeignet ist. Sobald die Figuren getrocknet sind, werden sie erneut begutachtet und mögliche Veränderungen neu besprochen. Gegebenenfalls werden die vorherigen Ergebnisse durch neue Erkenntnisse ergänzt.

6. Sequenz: Deckfarbe, Abtönfarbe, Ölkreide und Zuckerkreide - Farbmaterialforschung

Um die Plastiken farbig gestalten zu können, müssen geeignete Farben gefunden werden. Die Kinder forschen mit unterschiedlichen Farbmaterialien und prüfen, für welchen Maluntergrund die Farbmaterialien geeignet sind. Zur Auswertung werden die Ergebnisse auf Notizzetteln festgehalten und in der Gruppe besprochen. Wie bei der Materialforschung werden später die getrockneten Farben erneut begutachtet und mögliche Veränderungen zu den vorhandenen Ergebnissen hinzugefügt.

 

7. Sequenz: Gartenarchitekten bei der Arbeit - Gestaltung der Gärten

Mit Naturmaterialien werden die Gärten der Gruppen gestaltet. Dabei müssen die Kinder beachten, dass Plastiken, Wege und Flüsse mit eingeplant werden. Als Orientierung nutzen die Kinder ihre angefertigten Entwürfe.

 

8. Sequenz: Fische, Nanas, Brücken und Igel - Herstellung der Plastiken

Nach Vorlage der Entwürfe und mit geeigneten Materialien stellen die Kinder ihre Plastiken her. Bei der Größe ihrer Figuren müssen sie die Größe ihres Gartens beachten. Möglicherweise können in dieser Sequenz bereits Mosaiksteine zur Gestaltung verwendet werden.

 

9. Sequenz: Farben und Mosaiksteine - Gestaltung der Plastiken

Mit den geeigneten Farbmaterialien werden die Plastiken gestaltet. Zur weiteren Gestaltung können Mosaiksteine mit eingearbeitet werden, wie sie die Künstlerin in vielen ihrer Garten-Werke verwendet hat.

 

10. Sequenz: Der Wassergarten - Ausstellung der Gärten

Die Ergebnisse der Gruppen werden zu einem Gesamtergebnis zusammengestellt und ergeben einen großen Wassergarten. Durch die Ausstellung im Eingangsbereich der Schule werden die Arbeiten der Kinder für Eltern und Besucher präsentiert.

 

Thema der heutigen Stunde:

Deckfarbe, Abtönfarbe, Ölkreide und Zuckerkreide - Farbmaterialforschung

 

Ziel der Unterrichtsstunde:

Durch das handelnde Forschen mit verschiedenen Farbmaterialien (Deck- und Abtönfarbe, Zucker- und Ölkreide) auf Figuren aus unterschiedlichem Material, sollen die Kinder Eigenschaften des Farbmaterials entdecken. Die Ergebnisse werden gemeinsam reflektiert und genutzt, um ein geeignetes Farbmaterial für die Gestaltung der Plastiken auszuwählen.

2. Didaktischer Schwerpunkt

In der Klasse 4b befinden sich zur Zeit 17 Kinder, dreizehn Mädchen und vier Jungen. Die Kinder haben bereits zu verschiedenen Farbmaterialien Erfahrungen gesammelt. So haben sie mit Deckfarbe Bilder gestaltet. In ihrer Freizeit haben einige der Kinder bereits Erfahrungen mit Acrylfarbe und Abtönfarbe gesammelt. Neben den Erfahrungen zu der Wirkung von Farben und den Mischgesetzen, sind auch Erfahrungen zu unterschiedlichen Farbmaterialien wichtig. Dazu gehören Erfahrungen mit unterschiedlichen Formen von Malmitteln (feste Formen wie Kreide, flüssige Formen wie Abtönfarbe, Formen wie Farbbreie u.ä.). So sollen die Kinder erforschen, welche Malmittel für ihre Gestaltungsarbeiten am Besten geeignet sind.

Dabei sind die Malmittel durch das Malwerkzeug und den Malgrund an der Farbwirkung beteiligt. Farbauftrag und Farbkonsistenz müssen auf den ausgewählten Malgrund abgestimmt werden. So unterscheidet sich z.B. flüssige Farbe von Stiften und Farbpasten durch ihre Eigendynamik: sie kann verlaufen oder herab fließen. [5]

Der Schwerpunkt der heutigen Stunde liegt auf der Forschung zu verschiedenen Malmittel auf Figuren, welche die Kinder aus unterschiedlichen Materialien (Knetgummi, Papiermasché, Modelliermasse und Salzteig) hergestellt haben. Die hergestellten Figuren dienen allein der Forschung, für die Gestaltung der Gärten werden in den nachfolgenden Stunden mit geeignetem Material Plastiken entsprechend der Entwürfe hergestellt..

Als Malmittel werden Deckfarbe, Abtönfarbe, Zuckerkreide und Ölkreide angeboten. Bei der Erforschung können die Kinder unterschiedliche Eigenschaften der Malmittel durch den handelnden Umgang entdecken. So können sie bei der Arbeit mit den Malmitteln auf die Deckkraft, Trockenzeit und Haftung auf dem jeweiligen Maluntergrund achten.

Beim Auftragen der Malmittel können sie erkennen, dass Deckfarbe auf Knetgummi, Salzteig und der Modelliermasse nicht sehr gut haftet. Die Farbpigmente perlen auf dem Maluntergrund ab. Auf Papiermasché lässt sie sich besser auftragen, da das Papier die Farbpigmente aufsagt. Doch dadurch ist die Deckkraft der Deckfarbe schwächer. Mit Deckfarben haben die Kinder im Unterricht bisher die meiste Erfahrung gesammelt.

Abtönfarbe ist eine Anstrichfarbe mit einem besonders intensiven Farbton. Da sie für den Anstrich von Wänden hergestellt wird, hat sie eine besonders hohe Deckkraft. Sie hält auf allen Maluntergründen gut, sobald sie getrocknet ist. Im Gegensatz zu den anderen Malmitteln hat Abtönfarbe eine kurze Trocknungsdauer.

Die heutige Stunde bezieht sich im Lehrplan auf den Bereich „Farbiges Gestalten". Durch den forschenden Umgang mit dem Farbmaterial setzen sich die Kinder experimentell und erforschend mit Materialien und Substanzen auseinander. In Gesprächen werden Eigenschaften und Wirkungen von Malmittel gemeinsam reflektiert, was später zu eigenen Gestaltungen mit Malmittel führt.[6]

Die Kinder experimentieren mit unterschiedlichen Malmittel (Deckfarben, Flüssigfarben, feste Farben) und beschreiben und reflektieren ihre Ergebnisse. Diese werden zum eigenen Gestalten genutzt.

3. Kommentierter Unterrichtsverlauf

 

 

Handlungsmuster

Sozialform

Materialien / Medien

Initiation

Begrüßung und Vorstellung der Gäste.

Erläuterung des Stundenverlaufs.

Frontalunterricht

Verlaufsübersicht der Unterrichtseinheit

Nach der Begrüßung und Vorstellung der Gäste beginnt die LAA mit der Verlaufsübersicht der Unterrichtseinheit. Die Kinder haben so einen Überblick über die bereits abgeschlossenen Stunden und erfahren am Ende jeder Unterrichtsstunde, wie es beim nächsten Mal weitergeht. Anschließend wird den Kindern der Ablauf der Stunde und das Ziel erläutert. So bekommen sie einen Eindruck davon, was in dieser Stunde erreicht werden und wie dies geschehen soll.

 

 

Handlungsmuster

Sozialform

Materialien / Medien

Exploration

Erklärung des Arbeitsauftrags.

Vorstellung der Materialien.

Vorbereitung der Arbeitsplätze.

Frontalunterricht

Arbeitsauftrag in groß, Arbeitsblätter, Notizzettel, Farbmaterialien

Die LAA erklärt den Kindern den Arbeitsauftrag und stellt die Farbmaterialien vor, die den Kindern zur Forschung zur Verfügung stehen. Bei der Forschung sollen sie darauf achten, ob die Farbe für das Material gut geeignet ist, d.h. ist die Farbe deckend, trocknet sie schnell u.ä. Ihre Forschungsergebnisse sollen sie auf verschiedenfarbigen Notizzetteln notieren. Grün steht für gut geeignet, Gelb für geeignet mit Einschränkungen und Rot für nicht geeignet. Diese Art der Ergebnisnotierung erleichtert die spätere Auswertung in der Gruppe. Die LAA weist darauf hin, dass es nach einer bestimmten Zeit ein Klangsignal geben wird und die Kinder dann Zeit haben, um ihre Ergebnisse in der Gruppe zu besprechen und auf ihrem Arbeitsblatt darzustellen. Diese Vorgehensweise kennen die Kinder bereits aus der Materialforschung in der vorhergehenden Kunststunde.

 

 

Handlungsmuster

Sozialform

Materialien / Medien

Objektivierung

 

 

 

 

 

 

Die Kinder sollen ein Farbmaterial wählen und es an ihrer Figur erproben.

Die LAA steht den Kinder beratend zur Seite und gibt ggf. Hilfestellungen

 

 

 

Nach einem akustischen Signal, sollen die Kinder mit der Auswertung ihrer Forschungen beginnen.

Einzelarbeit

 

 

 

 

 

 

 

Gruppenarbeit

Deckfarbe, Abtönfarbe, Zuckerkreide, Ölkreide, Schalen, Pinsel, Schwämme, Wasser, Figuren der Kinder, Notizzettel, Malkittel, Tischplatten

 

Notizzettel in groß und klein, Arbeitsblätter

Sobald der Arbeitsauftrag erklärt ist und die Kinder keine Fragen mehr haben, werden die Arbeitsplätze vorbereitet. Dafür wird jeder Tisch mit einer Holzplatte abgedeckt und die Kinder holen sich die Materialien von der LAA. Sobald alles fertig vorbereitet ist, sollen die Kinder mit der Forschung beginnen. Auf jedem Tisch befinden sich zwei Wasserschalen, ein Deckfarbkasten der Kinder, drei Schalen mit Abtönfarbe in den Grundfarben Rot, Gelb und Blau, Zuckerkreide in den Grundfarben und Ölkreide in den Grundfarben. Da die Farbigkeit bei der Farbmaterialforschung nebensächlich ist, wird das Farbangebot auf die drei Grundfarben beschränkt. So handelt es sich um ein Farbangebot, dass die Kinder nicht durch eine zu große Farbvielfalt von der Erforschung des Farbmaterials ablenkt. Es ist aber ein ausreichendes Farbangebot, um die Kinder zur Gestaltung der Figuren und somit zur Erforschung der Farbmaterialien zu motivieren.

Jedes Kind hat in der vorhergehenden Kunststunde eine oder mehrere eigene Figuren hergestellt, die heute als Maluntergrund für die Gestaltung mit den Farbmaterialien genutzt werden sollen. Die Kinder haben in der letzten Unterrichtsstunde die Erfahrung gemacht, dass einige Figuren zerbrochen sind. Nach gemeinsamer Absprache haben sie sich trotzdem entschieden, diese als Maluntergrund für ihre Farbmaterialforschung zu nutzen. Um ihre Forschungsergebnisse schriftlich festzuhalten, stehen Notizzettel in drei Farben zur Verfügung. Sie sollen die Absprache und Einigung in der Gruppe vereinfachen. Die Kinder schreiben darauf ihre benutzten Materialien, ihre Beobachtungen und Begründungen, warum das Farbmaterial für den Maluntergrund z.B. nicht geeignet ist. Auf dem Arbeitsblatt befindet sich eine Tabelle mit den angebotenen Materialien, auf dem die Ergebnisse der Gruppe dargestellt werden. Dafür kleben die Kinder kleine Notizzettel in der entsprechenden Farbe in die Tabelle. Sollte es in der Gruppe verschiedene Meinungen zu einem erforschten Farbmaterial geben, müssen sich die Kinder vorerst auf eine Einordnung einigen. Bei der späteren Reflexion und Vorstellung im Tafelkino können sie ihre Uneinigkeit anmerken und erläutern.

Da die Figuren aus unterschiedlichen Materialien hergestellt wurden, werden die Farbmaterialien auch auf unterschiedlichen Maluntergründen erforscht. Welches Farbmaterial die Kinder zum Forschen nutzen, können sie selbst auswählen. Wenn jedes Kind in der Gruppe ein Farbmaterial auf einem Maluntergrund erforscht, werden nicht alle Kombinationen von Maluntergrund und Farbmaterial in jeder Gruppe erforscht werden. Allerdings ist es möglich, dass einige Kinder eher fertig sind als Andere und noch genügend Zeit haben, um ein weiteres Farbmaterial zu erforschen. So kann die Anzahl der Ergebnisse pro Gruppe unterschiedlich ausfallen.

 

 

Handlungsmuster

Sozialform

Materialien / Medien

Integration

 

 

 

 

 

Die Ergebnisse der Kinder werden an der Tafel befestigt und sollen von den Gruppen vorgestellt werden.

Gemeinsam sollen die Kinder Farbmaterial finden, das sich gut für ihre Arbeit eignet.

Am Ende der Stunde gibt die LAA einen Ausblick auf die nächste Stunde.

Tafelkino

Schild, Arbeitsblätter, Tafel

 

 

 

Verlaufsübersicht

 

Die LAA bittet die Kinder in das Tafelkino zu kommen. In der Zeit befestigt sie die Arbeitsblätter der Kinder an der Tafel. Durch die Darstellung mit den Notizzetteln sind die Ergebnisse übersichtlich zu erkennen. Gemeinsam stellen die Gruppen ihre Ergebnisse den anderen Kindern vor. So können sie ihre Forschungsergebnisse erläutern. Beobachtungen zu den Eigenschaften der Farbmaterialien werden dadurch an die anderen Kinder weitergegeben. Aus der gemeinsamen Reflexion können die Kinder von den Erkenntnissen anderer Kinder profitieren und müssen nicht zwingend eigene Erfahrungen mit den Kombinationen von jedem Maluntergrund und jedem Farbmaterial gemacht haben. Durch die gemeinsame Reflexion sollen die Kinder sich vorerst auf ein bis zwei Farbmaterialien einigen, die für die weitere Arbeit verwendet werden.

Im Tafelkino gibt die LAA einen Ausblick auf die nächste Kunststunde, in der die Figuren mit dem getrockneten Farbmaterial erneut betrachtet werden sollen. Die Kinder haben die Erfahrung gemacht, dass sich die Materialien durch das Trocknen ändern und somit die Auswertungsergebnisse beeinträchtigen können. Aus diesem Grund können die Gruppenergebnisse ggf. nochmals neu ausgewertet werden. Anschließend sollen die räumlichen Umgebungen der Plastiken gestaltet werden sollen. Dabei werden in den Gruppen die bereits vorbereiteten Gärten mit Naturmaterialien nach den Entwürfen gestaltet.

Die restliche Zeit der Kunststunde wird zum Aufräumen genutzt. Es werden die gestalteten Figuren zum Trocknen auf eine Holzplatte gestellt und mit einer Karte, die den Namen des Kindes und das verwendete Farbmaterial enthält, kenntlich gemacht. Reste des Farbmaterials und benutzte Materialien werden der LAA gegeben, die Pinsel und Schwämme ausgewaschen. Die Holzplatten werden an eine Wand an die Seite gestellt. Einige Kinder dürfen zum Hände waschen die Waschbecken auf der Toilette benutzen, damit nicht zu viel Zeit mit dem Warten verbracht wird.

4. Literaturverzeichnis

K. Eid, M. Langer, H. Ruprecht: Grundlagen des Kunstunterrichts. Eine Einführung in die kunstdidaktische Theorie und Praxis. 6. Aufl. Schöningh, Paderborn 2002.

 

Grundschule Kunst. Heft 29. Kallmeyer bei Friedrich, Velber 2007. S. 5 -7.

 

Hessisches Kultusministerium (Hrsg.): Rahmenplan Grundschule. Verlag Moritz Diesterweg, Wiesbaden 1995. S. 179 - 182.

 

P. Kathke: Sinn und Eigensinn des Materials. Projekte, Anregungen, Aktionen. Band 2: Papier und Pappe, Farbe, Stoffe und Textilien, Schnur, Draht und Faden. Cornelsen Verlag Scriptor GmbH & Co KG. Berlin, 2007. S. 77 - 101.

 

Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen. Lehrplan Kunst. Ritterbach Verlag, Frechen 2008. S. 100 - 104.


[1] Vgl. Grundlagen des Kunstunterrichts, 2002. S. 226 - 227

[2] Vgl. ebd.

[3] Vgl. Rahmenplan Grundschule, 1995. S. 179 - 182

[4] Vgl. Lehrplan Grundschule Kunst, 2008. S.100, S. 102 - 103

[5] Vgl. Sinn und Eigensinn des Materials. S. 77, 93, 101

[6] Vgl. Lehrplan Grundschule Kunst, 2008. S.101, S. 104

 

 




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