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Einschulungsgottesdienst

Einschulungsgottesdienst
Unterrichtsentwurf
Datum: 25. Januar 2010 Autor: Angelphil Kommentare: 0

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Beschreibung:

Ein schöner Einschulungsgottesdienst!


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Einschulungsgottesdienst


Unsere Klassengemeinschaft - ein buntes Netz

Einschulungsgottesdienst GGS 2006

bearbeitet von Angelika Philippen, Gem. Referentin

Material: in den Ferien habe ich ein Netz aus bunter, weicher Wolle geknüpft, das in der Kirche gut sichtbar aufgehängt wird. Farbige Bänder mit den Eltern, Lehrersprüchen habe ich vorbereitet.

 

Eröffnungslied: Wo zwei oder drei

Begrüßung

Einleitung (Gedanken):

Erster Schultag

Wie geht es Dir?

Nervös, Freude, gespannt, neue Freunde, Lehrerinnen kennen lernen,

rechnen, schreiben, lesen lernen.

Ich habe Euch etwas mitgebracht! Das bunte Netz

Kennst Du auch ein Netz? Welche Netze kennt ihr denn?

 

Netze in unserem Alltag:

Einkaufsnetz (Dinge zusammenhalten),

Netz über Obstbäumen (Schutz vor Vögeln)

Gitternetz vor dem Fenster (Schutz vor Insekten),

Fangnetz im Zirkus (Schutz des Lebens - Lebensnetz).

Auch wir können wie ein Netz sein miteinander verbunden sein.

Das bunte Netz will uns später noch etwas sagen. Ich habe noch eine Geschichte mitgebracht, wollt ihr die hören?

Das Märchen vom bunten Netz (nach Wilhelm Bruners)

Kürzen oder frei erzählen


Das Dorf Farbenfroh lag am Rande der großen, lauten Welt. Die Menschen dort waren sehr glücklich. Sie teilten miteinander und halfen einander, wo sie nur konnten. Die Kinder hatten viel Platz zum Spielen und alle hatten Zeit füreinander. Die Familien in diesem Dorf waren zwar nicht reich, doch alle arbeiteten und hatten auch ihre Freude daran. Es gab da etwas ganz Eigenartiges in diesem Dorf. Wenn die Sonne schien, konnten es alle sehen: Ein buntes Netz spannte sich über das Dorf. Es war so fein geknüpft, dass nichts Böses von draußen in das Dorf hineinkommen konnte. In der Sonne strahlte es lauter Licht und Freude aus. Jeder, der davor stand, staunte. Die Menschen aus der großen Stadt sahen das Glück der Bewohner von Farbenfroh und wurden neidisch. Sie wollten ihnen das Glück wegnehmen, aber sie kamen nie weiter als zum Netz. Wie an einer Mauer prallte alles daran ab.


Die kleinen und großen Leute in Farbenfroh wunderten sich manchmal, dass es außerhalb ihres Dorfes so ganz anders zuging als bei ihnen. Eines Tages verbreitete sich das Gerücht: Die Menschen in der großen Stadt leben glücklicher als wir. Sie sind reicher. Immer lauter wurde dieses Gerücht. Und Stimmen wurden laut. "Wir wollen in die große Stadt", riefen erst einige und dann immer mehr. "Aber wir kommen aus unserem Dorf nicht hinaus, das Netz hindert uns daran", riefen andere. "Schneidet doch ein Loch in das Netz hinein!", war da plötzlich die Antwort. Es dauerte nicht lange, da kam einer und schnitt mit einer großen Schere ein Loch in das Netz, so groß, dass man gerade ei- und aussteigen konnte. Zuerst stiegen nur einige wenige hinaus. Als diese dann von der großen Stadt erzählten, entstand im Dorf Farbenfroh immer größere Unruhe. "In der Stadt gibt es hohe Häuser, Geschäfte, Kaufhäuser, Banken, in denen Geld lagert, Autos, Eisenbahnen und vieles mehr!", erzählten die Menschen, die das Dorf schon verlassen hatten. So stiegen immer mehr Leute durch, immer mehr Löcher gab es im Netz. Die kleinen und großen Leute aus dem Dorf Farbenfroh machten sich auf die Suche nach ihrem großen Glück. In dem kleinen Dorf änderte sich alles. Die Eltern hatten keine Zeit mehr für Ihre Kinder und ließen diese sogar abends allein, um sich in der großen Stadt zu vergnügen. Die alten Menschen mussten oft lange warten, bis ihnen jemand half. Alle waren nur mehr mit sich selbst beschäftigt. Alle hasteten durch die Straßen. Keiner bleib mehr bei einem anderen stehen. Sie riefen einander zu: "Wir haben keine Zeit!" Einer wollte mehr verdienen als der andere, einer berühmter sein als der andere. Unruhe, Neid und Streit wurden immer häufiger. Die kleinen und großen Leute von Farbenfroh wurden immer unglücklicher. Das bunte Netz war längst an vielen Stellen durchlöchert. Nur hier und da hielt es noch. Hier und da gab es nämlich Menschen, die Zeit füreinander hatten: Familien, die zusammenhielten, Kinder die
zusammen spielten. Hier und da blieben noch Leute stehen und schauten auf das bunte Netz, das funkelte und strahlte, wenn die Sonne darauf schien. Dann gingen sie traurig weiter und dachten an früher, als das bunte Netz über das ganze Dorf gespannt war. Und der eine oder andere machten sich heimlich daran, das Netz wieder neu zu knüpfen und das Loch an einer Stelle zu schließen. Und wenn es ihm gelang, dann kehrte das Glück zurück. Dann erzählte er den anderen davon.
Und gemeinsam träumten sie davon, dass bunte Netz eines Tages wieder über das ganze Dorf Farbenfroh gespannt wäre und das Glück wiederkäme.

 

Katechese

Auch wir hier in unserer Dorf/Stadt . . . . träumen davon, miteinander zufrieden und glücklich zu leben, so wie in Farbenfroh.
Auch ihr knüpft immer wieder ein Freundschaftsnetz, sind denn schon· Freundinnen und Freunde hier, die nun zusammen in die Schule kommen? Auch zu Hause halten wir fest zusammen, dass ist wie ein buntes Netz.

Und für ein gutes Miteinander, da muss jeder etwas tun. Was kannst Du tun, damit Dein Freund gut zu Dir ist, damit ihr zu Hause schön mit einander leben könnt?

Auch in der Schule wird das genau so sein. Jeder von Euch trägt dazu bei, dass das Schulleben gelingen kann.

 

Hören wir nun, was wir, die Erwachsenen uns für das neue Schuljahr vornehmen wollen: Die bunten Fäden werden an farbige Kärtchen geknüpft, die anschließend ins Netz gehangen werden.

Lehrerin (rot)
1. Mir gefällt die pinkrote Farbe im Netz. Mit meinem Faden möchte ich sagen: Ich schenke dir meine Zeit. Ich höre dir zu. Ich versuche dich zu verstehen.

Vater/Mutter (blau)
2. Ich habe die blaue Farbe sofort entdeckt. Mit meinem Faden möchte ich sagen: Du kannst dich auf mich verlassen. Ich bin immer bei dir. Ich begleite dich durch dick und dünn.

Lehrerin (grün)
3. Die türkisgrüne Farbe ist mir sofort aufgefallen. Mit meinem Faden möchte ich sagen: Ich sage dir ein gutes Wort. Ich helfe dir. Ich zeige dir neue Wege.

Vater/ Mutter
4. Mit der gelben Farbsymbolik möchte ich sagen: Ich freue mich, wenn es dir gut geht. Wir wollen zusammen spielen und lernen. Wir feiern zusammen ein Fest.

Oma /Opa Tante/Onkel
5. Wenn ich genau hinschaue, entdecke ich etwas orange. Mit meinem o Faden möchte ich sagen: Ich freue mich über deine Lernerfolge. Ich lasse mich anstecken, wenn du lachst. Ich möchte ein Sonnenstrahl für dich sein.

 

Vater /Mutter

6. Ich sehe aber auch ganz dunkles Blau. Mit meinem Faden möchte ich sagen: Ich merke, wenn dich etwas bedrückt. Ich tröste dich dann.

Pfr. Und ich stelle mir hier einen durchsichtbaren Faden vor, den Jesus uns Menschen von Gott schenkt. Er sagt: Bleibt in meiner Liebe. Haltet meinen Faden fest. Knüpft immer wieder an diesem Netz, dann wird euer Schuljahr sehr schön.

Lied Lasst uns miteinander, lasst uns miteinander

Tagesgebet:
Gott, als Lehrer, Eltern und Kinder hast du uns zusammengerufen. Du schenkst uns feine, unsichtbare Fäden, die uns miteinander verbinden. Sie halten unsere Gemeinschaft zusammen. Diese Fäden verbinden uns auch mit dir. Stärke du in dieser Feier unsere Verbundenheit - durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Evangelium: Joh 15, 9-17 evtl. frei erzählen

Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird. Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe. Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage. Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe. Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet. Dies trage ich euch auf: Liebt einander!

Fürbitten:
Herr Jesus Christus, am Beginn eines neuen Schuljahres bitten wir dich:

1. Lehrerin Für unsere Klassengemeinschaft: Lass das Netz der Verbundenheit untereinander stark sein. Lass uns immer wieder Gemeinsamkeiten in unserer Klasse erleben.


2. Vater Für unsere Familien: Lass uns genügend Zeit füreinander haben. Lass uns vieles miteinander unternehmen, was uns als Familie verbindet.

 

3 Lehrerin Für unsere Lehrerinnen: Schenk uns Geduld und Nachsicht gegenüber Schwächen und Fehlern unserer Kinder. Lass uns einander gut begegnen.

 

4. Mutter Für die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule: Lass uns die Lehrerinnen zum Wohl der Kinder immer wieder unterstützen.

 

Wo viele miteinander verbunden sind, ein Netz bilden, da sei du, Gott bitte mitten unter uns, mit unsichtbaren Fäden. Begleite uns, verbinde uns durch die vier Jahre der Grundschule

 

Vater unser
Wir sind untereinander und mit Gott verbunden. Er ist unser Vater. Wir sind in ihm Schwestern und Brüder. Deshalb wollen wir einander die Hände reichen, damit ein Netz bilden, und das Gebet singen, das uns Jesus geschenkt hat.

 

Friedensgruß:

Dankgebet:
Gott, unser Vater, das Leben in Gemeinschaft ist dir wichtig. Mach, das wir uns in diesem Schuljahr verstehen, ertragen und lieben. Lass uns jeden Tag an unserem bunten Netz weiterknüpfen. Darum bitten dich, durch Jesus, unseren Freund und Bruder. Amen.

Aktion
Die Verbundenheit mit Jesus Christus und untereinander, wie sie jetzt durch unser Netz aus den vielen bunten Fäden zum Ausdruck kommt, ist schön. Es wäre toll, wenn diese Verbundenheit so weiter bestehen könnte, ja vielleicht sogar noch wachsen würde. Dieses Netz könnt ihr mit in die Schule nehmen.

 

Äußerlich sind wir aber nicht immer miteinander verbunden, aber innerlich, im Herzen, können wir untereinander und mit Gott verbunden bleiben.


Nach dem Schlusslied dürft ihr alle ein Stück von unserer Netzwolle mitnehmen. Jeder nimmt ein Wollfaden und bindet es jemandem, der neben ihm steht, um das Handgelenk. Der Faden, den wir mit nach Hause nehmen, soll uns an unser Netz erinnern, das uns miteinander und mit Gott verbindet. Doch zunächst wollen wir den Segen erbitten.

 

Segensspruch

Der Herr segne Dich
und erfülle Dich mit seiner Liebe.

Er schenke Dir ein warmes und fröhliches Herz,
einen klaren Verstand mit guten Gedanken
leuchtende und lachende Augen,
offene und horchende Ohren,
eine gute Nase,

einen lachenden Mund,
zärtliche Hände,
kraftvolle Arme,
schwungvolle Beine,
flinke Füße, die immer zum Weitergehen bereit sind.

Er sei alle Zeit um Dich herum, wie ein schützendes Net
schenke Dir Freude in Fülle,
Mut für jeden neuen Tag und Kraft in schweren Zeiten.

So segne Dich der Herr Dein Gott.

Abschlusslied

Unser Leben sei ein Fest

 



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