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Einführung des Buchstaben D/d
Datum: 15. Februar 2010 Kommentare: 0
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Beschreibung:
Ausführlicher Unterrichtsentwurf: Einführung des Buchstaben D/d in Stationsarbeit. Durchgeführt in einer 1. Klasse.

Einführung des Buchstaben D/d
Einführung des Buchstaben D/d
1.) Sachanalyse
Es gibt zwei Arten von Schriftsystemen, die Logographie und die Phonographie. Die Phonographie stellt unsere Schrift dar, es handelt sich um eine alphabetische Schrift (Lautschrift). Diese hat eine lautliche Fundierung und eignet sich dazu eine flektierende Sprache, die ihre Form ständig durch Deklination und Konjugation verändert, wiederzugeben. In der deutschen Sprache unterscheidet man zwei große Gruppen von Sprachlauten, die Vokale und die Konsonanten. Bei Vokalen (Aa, Ee, Ii, Oo, Uu) kann die Atemluft ungehindert durch den Mund bzw. die Nase ausströmen. Bei Konsonanten wird die ausströmende Atemluft zeitweise gestoppt, eingeengt oder gehemmt. Das deutsche Alphabet beinhaltet 21 Konsonanten. Der Buchstabe D/d, den ich in dieser Unterrichtstunde behandle, gehört zu den Konsonanten und er ist der vierte Buchstabe des Alphabets. Wenn man die Konsonanten artikulatorisch näher beschreibt, werden Artikulationsart (die Art und Weise des Überwindungsmodus im Ansatzrohr, durch die ein Sprenglaut gebildet wird), der Stimmton (die Stimmhaftigkeit oder Stimmlosigkeit eines Lautes) und Artikulationsort (Ort der Verschluss- oder Engebildung) genauer betrachtet. Im Gegensatz zu den Vokalen, können Konsonanten stimmlos oder stimmhaft sein. Der Konsonant D/d, den ich in dieser Unterrichtsstunde einführe, gehört zu den Plosiven.
Plosiv (auch Plosivlaut, Sprenglaut genannt) werden die Konsonanten genannt, bei deren Artikulation der Luftstrom vollkommen blockiert wird. Durch die darauf folgende plötzliche Öffnung der Hemmstelle entsteht eine kleine „Explosion", die den Klang erzeugt und der angestaute Luftstrom kann ausströmen. Die Benennung erfolgt also nach der Artikulationsart. Durch die Einführung des Buchstabens D/d in Druckschrift lernen die SchülerInnen einen weiteren Buchstaben des Alphabets kennen, der als Anlaut (Bsp.: Dach), Inlaut (Bsp.: baden) und Endlaut (Bsp.: Hund) eingesetzt werden kann. Schwierigkeiten könnten entstehen sobald der Buchstabe D/d als Endlaut auftaucht, da es hier oft zur Auslautverhärtung kommt. Das heißt, dass die Kinder noch so schreiben, wie sie es hören und bei dem Wort Hund hören sie den Endlaut /t/ und schreiben das Wort somit auch oft so: Hunt. Allerdings gehe ich auf den Buchstaben D/d als Endlaut in dieser Unterrichtsstunde nicht ein, da die Auslautverhärtung eine zu große Schwierigkeit am Anfang der ersten Klasse darstellt. Zu Schwierigkeiten beim Schreiben des Buchstabens D/d könnte es in der Hinsicht kommen, dass beim großen D der Bogen in die entgegengesetzte Richtung zeigt als beim kleinen d, welches man leicht mit optisch ähnlichen Buchstaben wie p und b verwechseln kann.
Die korrekte Schreibweise des Buchstabens D/d in der Druckschrift funktioniert folgendermaßen:
(Siehe hierzu auch Arbeitsblatt zum Nachfahren der Buchstaben im Anhang)
2.) Lernvoraussetzungen
2.1.) Schule und Einzugsgebiet
Die Grund-, Haupt- und Werkrealschule Niederwangen liegt in ruhiger, ländlicher Umgebung. Niederwangen befindet sich mit seinen 1584 Einwohnern[1] {#_ftn1} etwa zwei Kilometer westlich von Wangen im Allgäu.
„Das Einzugsgebiet der Schule umfasst folgende vier Ortschaften: Niederwangen - Primisweiler - Neuravensburg - Achberg[...]"[2] {#_ftn2} und viele weitere kleine Siedlungen und Gehöfte. Viele der Schülerinnen und Schüler wachsen folglich in dörflichem Umfeld auf.
Im aktuellen Schuljahr werden in elf Klassen 228 Schülerinnen und Schüler[3] {#_ftn3} von 22 Lehrkräften, fünf Lehrer und 17 Lehrerinnen, unterrichtet (Stand: Januar 2007)[4] {#_ftn4}.
„Seit dem Schuljahr 2000/01 ist in N. im Rahmen der "Verlässlichen Grundschule" ein Betreuungsangebot eingerichtet; das heißt, es werden Kinder der Grundschulklassen 1 bis 4 in der Kernzeit zwischen 7.30 Uhr und 13.00 Uhr vor und nach dem Unterricht betreut."[5] {#_ftn5}
Zum Schuljahresbeginn im Oktober 2007 wurde die Schule zu einer Ganztagesschule {http://www.snwg.rv.schule-bw.de/projekte2/angebote.htm}, genauer gesagt zu einer Schule mit offener Ganztagesbetreuung umgestaltet.
Dies bedeutet, dass montags, dienstags und donnerstags jeweils ab 13.00 Uhr verschiedene Angebote wie „[...] Hausaufgabenbetreuung mit Lernzeit, offenen Klassen, Aktivangebote und Arbeitsgemeinschaften [...]"[6] {#_ftn6} für die Schülerinnen und Schüler bereitstehen.
Die GHWRS (Grund-, Haupt- und Werkrealschule) Niederwangen ermöglicht, als eine von 36 Ausbildungsschulen der PH Weingarten, Studentinnen und Studenten ihre Tagespraktika durch aktive Teilnahme der Lehrtätigkeiten am Unterricht zu absolvieren.
Dank der langjährigen Zusammenarbeit von Herrn Prof. Dr. T. und der Ausbildungslehrerin Frau E. wird es den Studentinnen und Studenten ermöglicht, die verschiedenen Möglichkeiten der Differenzierung in gut geplantem, "gelenkten" Unterricht kennen zu lernen.
Hierbei spielt die Unterrichtsform der „Freiarbeit" eine besondere Rolle, da sich diese Unterrichtsform sehr gut dazu eignet, um zu lernen „[...] Kinder richtig zu beobachten und ein Gespür dafür zu entwickeln, wann Kinder welche Art von Hilfe brauchen."[7] {#_ftn7}
2.2) Klasse/Lerngruppe
Die Klasse 1 der Grund-, Haupt- und Werkrealschule N., welche von Frau E. unterrichtet wird, setzt sich aus 11 Mädchen und 10 Jungen[8] {#_ftn8} zusammen. Die meisten der Kinder kommen aus umliegenden Siedlungen, die sich in der ländlichen Umgebung Niederwangens befinden. Die größte Entfernung eines Kindes beträgt 9 km. Der Großteil der Kinder stammt aus intakten Familienverhältnissen, von denen vier einen Bauernhof als ihr Zuhause vorweisen können. Des Weiteren gibt es fünf Scheidungskinder und zwei Kinder ausländischer Abstammung. Davon sind die Eltern jeweils türkischer und italienischer Herkunft.
Trotz unterschiedlicher Kulturen ist das Klassenklima vorbildlich. Während den Arbeitsphasen und auch in den Pausen gehen die Schülerinnen und Schüler[9] {#_ftn9} entspannt miteinander um. Dies ist vor allem ein Verdienst von Frau E., die es geschafft hat, den richtigen Umgangston in der Klasse einzuführen.
Ein ebenso wichtiger Bestandteil des homogenen Klassengefüges, ist das gemeinsame Flöten heimatbezogener Lieder, die zum Identitätsbildungsprozess der Kinder beitragen.
Die Kinder lernen bereits in der ersten Klasse verschiedene Unterrichtsformen bei Frau E. kennen. Dazu gehören Frontalunterricht und Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit. In den Phasen der Freien Arbeit können die SchülerInnen selbständig entscheiden, ob sie lieber in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit lernen möchten. Sie lernen dabei den Umgang mit dem breit gefächerten Montessori-Material. Diese Unterrichtsform nach Maria Montessori[10] {#_ftn10} ermöglicht den Kindern ihre individuellen Bedürfnisse zu wecken, sei es im Bereich der Mathematik, Deutsch oder auch im künstlerisch-motorischen Bereich.
In der Klasse von Frau E. wird das Klassenzimmer zur optimalen Lernumgebung, da es unzählige Arbeitsmaterialien enthält und gleichzeitig so eingerichtet ist, dass es trotzdem nicht wie ein Klassenzimmer wirkt. Sie achtet besonders auf Sauberkeit und Ordnung.
So muss jedes Kind seine eigenen Hausschuhe dabei haben und auch selbständig das benutzte Arbeitsmaterial wieder zurückbringen. Nicht nur die Sauberkeit und Ordnung ist ein wichtiger Wohlfühlaspekt, sondern auch selbst gebastelte Dekorationen, wie z.B. Sonnenblumen und Luftballons, welche das positive Gesamtbild des Raumes abrunden.
Bei einer ersten Klasse unvermeidbar sind natürlich die erheblichen Leistungsunterschiede aufgrund unterschiedlicher Vorkenntnisse. So auch in der Klasse von Frau E.. Die größten Defizite sind im flüssigen Lesen und im Umgang mit den Zahlen im Zahlenraum 1-100 zu erkennen. Darauf beziehen sich auch die meisten, der von Frau E. zusammengetragenen Arbeitsmaterialien.
3.) Didaktische Analyse
3.1) Thematischer Rahmen
Breite Themensichtung
In der Unterrichtstunde mit dem Thema „Einführung des Buchstabens D/d" möchte ich den Kindern durch das Arbeiten an Stationen ermöglichen, diesen Buchstaben mit all ihren Sinnen zu erfassen und zu verinnerlichen. Grundvoraussetzung für das Schreiben und Lesen ist das optische und akustische Erkennen von Buchstaben.
Bildungsplan
Im Folgenden beziehe ich mich auf „Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden- Württemberg"[11] {#_ftn11}
„ Die Ausbildung von Wortschatz, Begriffsbildung, grammatikalischen Strukturen, Artikulation, Intonation und metasprachlichen Möglichkeiten ist von Geburt an eingebettet in ein Wechselspiel mit der kognitiven und interaktiven Entwicklung. In ihren Verlauf sind große individuelle Unterschiede zwischen den Kindern zu beobachten.
[...] Die Aufgabe des Deutschunterrichts ist es, den Kindern die Sprache als wichtigstes Mittel zur zwischenmenschlichen Verständigung, zur Wahrnehmung, Verarbeitung und Vermittlung der realen Welt, zur Entwicklung von Vorstellungswelten und zum Nachdenken über sich selbst erfahrbar und nutzbar zu machen. [...] Der Deutschunterricht gliedert sich in die Arbeitsbereiche Sprechen, Lesen, Schreiben und Sprachbewusstsein entwickeln. Diese Bereiche sind eng miteinander verknüpft und sollen von den Kindern auch im Unterricht nicht isoliert, sondern ganzheitlich erlebt werden."
Die Einführung eines neuen Buchstabens ist keinem Arbeitsbereich allein und eindeutig zuzuordnen, er ist in fast allen Arbeitsbereichen des Deutschunterrichts vorzufinden.
In dieser Deutschstunde möchte ich mich auf folgende Arbeitsbereiche beziehen:
- Sprechen: „die SchülerInnen können verständlich sprechen und anderen verstehend
zuhören."
- Lesen/Umgang mit Texten und Medien: „einfache Arbeitsanweisung selbständig lesen
und befolgen."
- Schreiben: „Druckschrift [...] schreiben. Mit Schrift gestalten und unterschiedliche
Schreibwerkzeuge, Schriftträger und Schriftzeichen erproben."
Bezug zur heutigen Unterrichtsstunde
Bewusst habe ich die Form der Stationsarbeit ausgewählt, da die Kinder hier in ihrem individuellen Lerntempo arbeiten können und so nicht unnötig unter Druck gesetzt werden. Außerdem ist ermöglicht die Stationsarbeit den SchülerInnen das selbständige Entdecken, Erkunden und Erfahren des neuen Buchstaben D/d, die Kinder erleben sich hier selbst als wirksam, was ihre Motivation enorm steigert.
Durch die unterschiedlichen, kindgerechten und ansprechenden Materialien an den einzelnen Stationen wird die Kreativität und Phantasie der SchülerInnen gefördert und geweckt. Mit dem neuen Buchstaben können die Kinder nun selbständig neue und bisher unbekannte Wörter bilden, zusammensetzen, schreiben und auch lesen.
Bezug zu den Lernvoraussetzungen
Das Lesen und Schreiben wird heutzutage in allen Lebensbereichen als Schlüsselqualifikationen gebraucht. Die Kinder werden im alltäglichen Leben ständig mit geschriebener Sprache konfrontiert: zum Beispiel bei Anleitungen, in Büchern, auf Werbeplakaten, Fernsehzeitschrift, etc.
Für das spätere Leben ist es wichtig diese beiden Qualifikationen bestens zu beherrschen.
Schon bei einfachen alltäglichen Tätigkeiten wie z.B. das schriftliche Ausfüllen von Formularen, das Verfassen von Bewerbungsschreiben, Einkaufszettel schreiben, usw.
Das Erlernen dieser Schlüsselqualifikationen ist ein wesentlicher Bestandteil des Deutschunterrichts, der zur Selbständigkeit und zum Verantwortungsbewusstsein beiträgt.
Im Unterricht können Kreativität und Phantasie durch das Schreiben gefördert, geschult und geübt werden.
Die Einführung des Buchstabens D/d ist zwar ein kleiner Schritt aber von großer Bedeutung für die SchülerInnen beim Erwerb der Schriftsprache. Mit diesem neu eingeführten Buchstaben können die SchülerInnen neue, bisher unbekannte Wörter zusammensetzen, schreiben und lesen.
Den SchülerInnen der Klasse 1 von Frau E. steht das komplette Alphabet von Anfang an, anhand eines Alphabetplakates im Klassenraum und einer Alphabettabelle im Deutschbuch, zur freien Verfügung.
Da Frau E. die SchülerInnen mindestens einmal in der Woche frei arbeiten lässt, konnten die SchülerInnen schon erste Erfahrungen mit dem Buchstaben D/d sammeln. Also durfte der Buchstabe D/d einem Großteil der SchülerInnen in seiner optischen Gestalt bekannt sein. Höchstwahrscheinlich kennen sie noch keine Laut- Buchstaben-Beziehung in Bezug auf den Buchstaben D/d. Manchen SchülerInnen dürfte der Buchstabe D/d jedoch schon vertraut sein beispielsweise durch die Schreibung ihres Namens oder durch alltägliche Erfahrungen (z.B.: Werbeplakat Deichmann)
Zu Beginn der Stunde ist es allerdings wichtig erst einmal eine akustische Übung (Hörübung) durchzuführen, denn die Mehrheit der SchülerInnen kennen bisher, wie bereits erwähnt, nur die optische Gestalt des Buchstabens D/d und werden vorerst noch nicht in der Lage sein den korrekten, feinmotorischen Schreibverlauf des Buchstabens D/d richtig durchzuführen.
3.2) Ziele und Kompetenzen
Grobziel:
Die SchülerInnen sollen:
Ø den Konsonanten D/d akustisch und optisch erfassen können
Ø ihn schreiben und lokalisieren können
Feinziele:
Soziale Ziele:
Die SchülerInnen sollen:
Ø sich an Gesprächsregeln halten und einander zuhören können
Ø rücksichtsvoll und kooperativ miteinander umgehen können
Ø das soziale Miteinander in den vorliegenden Arbeitsformen praktizieren können
Methodische/ Fachliche Ziele:
Die SchülerInnen sollen:
Ø verschiedene Gegenstände benennen können
Ø den Konsonanten D/d akustisch und optisch analysieren können
Ø die Arbeitsanweisung genau ausführen können
Ø nach Lösungsansätzen suchen, um evtl. Schwierigkeiten selbst beheben zu können
Ø sich vielfältig und abwechslungsreich mit dem neuen Buchstaben D/d auseinandersetzen können
Begründung der gewählten Ziele nach Klafki:
Gegenwartsbedeutung:
Der Erwerb der Phonographie ist ein wichtiges Anliegen des Grundschuldeutschunterrichts. Es ist von großer Bedeutung dies schon im Kindesalter zu lernen. Die SchülerInnen setzen sich zwar schon mit den Buchstaben des Alphabets auseinander z.B. beim Schreiben ihres Namens, können in diesem Sinne den Bezug zur Laut-Buchstaben-Zuordnung noch nicht herstellen. Zur Vervollständigung der Schriftsprache ist die Einführung des Buchstabens D/d notwendig. Dieser neue Buchstabe führt zur Erweiterung ihres schriftlichen Wortschatzes. Sie können nun viele neue Wörter schreiben.
Zukunftsbedeutung:
Das Erlernen von Lesen und Schreiben gehört mit zu den Voraussetzungen für die Bewältigung des täglichen Lebens. Zum Beispiel ein Bewerbungsschreiben etc. (siehe 3.1 „Bezug zu den Lernvoraussetzungen"). Natürlich ist das Beherrschen des Lesens und Schreibens auch die Grundlage der darauf folgenden Klassenstufen, also der gesamten Schullaufbahn. Die SchülerInnen müssen z. B. die Arbeitsanweisung bzw. Aufgabenstellungen in Klassenarbeiten gut lesen und verstehen können. Auch das anschließend schriftliche Ausführen dieser Aufgaben muss flüssig bewältigt werden können.
Exemplarische Bedeutung:
Durch das Schreiben können die SchülerInnen ihre Kreativität und Phantasie ausleben, z.B. in Form eines freien Aufsatzes, eines Tagebucheintrags, eines Briefes, etc.. Dadurch, dass sie lesen können, ist ihnen die Tür zur Welt der Literatur geöffnet, sie können also ein Buch, das sie interessiert frei wählen und lesen. Natürlich können sie auch wichtige Informationen des alltäglichen Lebens lesen und verstehen (z.B. schriftliche Warnung an Baustellen).
Überlegungen zur Überprüfbarkeit
Da die SchülerInnen nur für die korrekte Bewältigung der Aufgaben an den Stationen einen Stempel des betreuenden Kommilitonen auf ihren Laufzettel erhalten, ist es mir später möglich zu überprüfen, ob das Lernziel angestrebt oder sogar erreicht ist.
3.3) Struktur des Inhalts
Didaktische Reduktion und Beschreibung der Medien
Den Einstieg dieser Stunde mit dem Thema „Einführung des Buchstabens D/d" gestalte ich mit der Geschichte „Der dicke Daniel auf dem Dachboden", um die SchülerInnen zu motivieren, einzustimmen und deren Aufmerksamkeit auf mich zu lenken. Anschließend erkläre ich ganz genau, was an den einzelnen Stationen zu bearbeiten ist und wie die Abfolge der Stationen funktioniert. Danach dürfen die SchülerInnen jeweils in Vierergruppen nach und nach eine Station ihrer Wahl aufsuchen. Jedem Kind ist es nun möglich in seinem individuellen Lerntempo die Stationen nacheinander zu durchlaufen.
Ich habe mich für das Medium 'Säckchen mit Gegenständen' entschieden, um einen kindgerechten und motivationalen Einstieg gestalten zu können. Dadurch, dass so die Neugier der SchülerInnen geweckt wird, werden alle ganz ruhig, aufmerksam und gespannt.
Das Medium 'großer Buchstabe D/d aus Tonpapier' an der Tafel dient den SchülerInnen zur Kontrolle und Orientierung.
Der Laufzettel als Medium dient den Kindern zur Orientierung über die vorhandenen Stationen. In der rechten Spalte neben Stationsname und Bild ist Platz für einen Stempel, den die Kinder nach vollständiger Bearbeitung einer Station von einem der Studierenden erhält, so kann jedes Kind selbst sehen wie weit es ist und welche Station er/sie noch machen muss.
Diese Laufzettel helfen aber nicht nur den SchülerInnen, sondern natürlich auch den Lehrern, die so einen ständigen Überblick über das Lernpensum und die individuellen Inhalte haben.
Symbolkarten für die einzelnen Stationen als Medium: Auch sie dienen den SchülerInnen zur Orientierung im Klassenraum und an den jeweiligen Tischen.
Durch die identischen Symbole/ Bilder an den entsprechenden Stationstischen und dem Laufzettel wird den Kindern die Einordnung ihrer Übungen erleichtert.
Nun komme ich zur Beschreibung der Medien an den einzelnen Stationen.
Knete und Buchstabenpuzzle: Dienen zur Schulung der Grobmotorik und der Tastsinn wird entsprechend angeregt. Das Buchstabenpuzzle fördert zusätzlich die kognitive Kompetenz der SchülerInnen.
Auf dem Boden aufgeklebte große Buchstaben D/d: Durch das Nachgehen dieser Buchstaben wird eine grobmotorische Erfahrung der korrekten Schreibweise dieser ermöglicht.
Buchstaben suchen: Das Buchstabengitter dient zur optischen Diskriminierung und Lokalisierung des Buchstabens D/d. Die Zeitung dient ebenfalls der optischen Diskriminierung des Buchstabens. Durch das anschließende Ausschneiden der Buchstaben wird zusätzlich noch der Umgang mit Schere und Kleb geübt. Die Feinmotorik wird hierbei geschult.
Buchstabenkekse: Sie dienen vor allem der Motivation und Aufmerksamkeit, da die SchülerInnen wissen, dass sie nach vollständiger Bearbeitung dieser Station zur Belohnung alle in Wörter gelegten Buchstabenkekse aufessen dürfen. Außerdem wird hierdurch zusätzlich der Geschmackssinn der SchülerInnen angeregt.
Knöpfe: Kindgerechte, große ansprechende Knöpfe zur grobmotorischen Anordnung auf der Buchstabenvorlage.
3.4) Didaktisch-Methodische Überlegungen
1) Einstieg
Nach meiner Begrüßung bitte ich nach und nach jeweils eine Vierergruppe von SchülerInnen in die hintere Ecke des Klassenraums auf den großen runden Teppich. Dort sollen sie einen Sitzkreis bilden. Ich bitte sie dies möglichst leise zu tun. Wenn alle SchülerInnen ruhig sind erzähle ich ihnen die Geschichte vom „Dicken Daniel auf dem Dachboden", der Auf dem Dachboden viel Dinge gefunden hat und sie uns in zwei Säckchen mitgegeben hat.
Ich öffne also den ersten Sack und lasse die SchülerInnen, die wollen jeweils einen Gegenstand heraus ziehen und benennen. Mit dem zweiten Säckchen gehe ich genau so vor.
In einem Säckchen befinden sich Gegenstände, in deren Namen sich der Buchstabe D/d als Anlaut (Bsp.: Delphin) befindet und im anderen Säckchen als Inlaut (Bsp.: Marmelade). Anschließend frage ich die SchülerInnen, ob ihnen etwas auffällt bezüglich des Buchstabens D/d. Die SchülerInnen sollen durch diesen Einstieg emotional und motivational auf die heutige Stunde eingestimmt werden.
Alternative: Ich könnte hier auch mehr auf die Artikulation des Lautes /d/ eingehen und den SchülerInnen zeigen, wie man diesen Laut ausspricht. Das heißt, dass ich ihnen den Unterschied des harten /t/ mit viel Luftausstrom zum weichen /d/ mit weniger Luftausstrom durch Vorhalten der Hand vor meinen Mund vorführen könnte, sodass den Kindern beim Nachmachen die unterschiedliche Artikulation deutlich und bewusst wird. Dies werde ich aber nicht umsetzen können, da es zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde.
2) Erarbeitung
Nun beginne ich den SchülerInnen die einzelnen Stationen zu erklären. Als geeignete Sozialform für diese Phase sehe ich auch hier den Sitzkreis an, wodurch den SchülerInnen ein Gemeinschaftsgefühl vermittelt wird. Gespräche können besser geführt werden und jeder kann direkt zu mir blicken. Für die Erklärung nehme ich mir besonders viel Zeit.
Ich bringe die einzelnen Materialien der Stationen in den Sitzkreis und erkläre so genau wie möglich den Arbeitsvorgang jeder Station. Zum Vormachen des korrekten Nachgehens der aufgeklebten Buchstaben auf dem Boden bei der Station, „Buchstaben nachgehen / nachfahren / aufschreiben", bitte ich die SchülerInnen mit mir zur Station zu kommen, hier mache ich das korrekte Nachgehen der Buchstaben vor.
3) Übungsphase
Nun sollen die SchülerInnen den Buchstaben D/d an den einzelnen Stationen mit möglichst vielen ihrer Sinne erfassen, üben und kennen lernen.
Während der gesamten Übungsphase hängt vorne an der Tafel ein großes, aus Tonpapier gefertigtes D/d, woran sich die Kinder orientieren können.
Im Folgenden gehe ich näher auf die einzelnen Stationen ein:
Station Buchstabe D/d kneten:
Die Schüler und Schülerinnen sollen hier den Buchstaben D/d mit Knete formen, dabei wird ebenfalls die Motorik der Kinder geübt. Sie dürfen die Knetschlangen, aus denen sie den Buchstaben legen nicht zu dick formen, da es sonst nicht funktioniert.
Außerdem müssen die Kinder auf die korrekte Form des Buchstaben achten. Hierbei wird zuerst die Grobmotorik für das Weichmachen und Bearbeiten der Knete geschult und später beim Rollen der Schlangen und dem richtigen Legen des Buchstabens wird die Feinmotorik der SchülerInnen geschult.
Station Buchstabenpuzzle:
Es liegen zwei verschiedene Puzzle des Buchstaben D/d bereit, ein nicht so schweres und ein etwas Schwierigeres. Das leichtere ist eckig ausgeschnitten und es sind zusätzlich Bilder auf den Puzzleteilen zur Orientierung für die Kinder. Das andere Puzzle besteht nur aus abstrakten Formen, die nicht alle zum Legen des Buchstaben D zu bebrauchen sind. Die Kinder sollen entscheiden, welche der Teile sie für den Großbuchstaben D benötigen. Hier wird nicht nur die Motorik der Schüler gefördert, sondern auch ihre kognitive Kompetenz.
Wenn sie das etwas leichtere Puzzle mit den eckigen Kanten richtig gelegt haben, sollen sie die nun gut erkennbaren Bilder von Gegenständen, in denen das D als Anlaut vorkommt auf dem großen D-Puzzle und die, die mit d als Inlaut auf dem kleinen d-Puzzle, auf einen Zettel notieren und anschließend in ihren Ordner heften.
Station Buchstabe nachgehen / nachfahren / aufschreiben:
Diese Station ist bewusst so gestaltet, dass die Kinder an einer Station den Buchstabe D/d einmal am Stück von der Grob- bis zur Feinmotorik erfassen können. Auf dem Boden ist ein großes und ein kleines D/d mit Klebeband aufgeklebt, hier sollen die Kinder zuerst einmal die Buchstaben nachgehen und zwar so wie sie ihn später auch schreiben werden, dabei helfen ihnen die von uns gesetzten Pfeile mit den Nummern. Das Nachlaufen ist sehr grob motorisch, es ist aber auch gut für die Kinder die Buchstaben mit allen Sinnen wahrzunehmen, auch ganz grob mit den Füßen. Dies ist eine haptische Übung.
Wenn sie mit dem Nachgehen des Buchstabens fertig sind, können sie mit dem Nachfahren des Buchstaben D/d anfangen.
Hierfür liegt ein Arbeitsblatt bereit, auf dem der Buchstabe(n) D/d sehr groß abgedruckt ist. Da nur der Umriss des Buchstabens abgedruckt ist können die Kinder nun mit allen möglichen Farben den Buchstaben innerhalb des Umrisses in der richtigen Abfolge nachfahren, hierbei helfen ebenfalls Pfeile. Hier wird das richtige Schreiben des Buchstabens auch noch relativ grob geübt.
Jetzt dürfen die Schülerinnen versuchen den Buchstaben auf ihr Blatt für den Freiarbeitsordner zu schreiben. Sie dürfen auch Wörter mit D/d schreiben. Nun ist die Feinmotorik der Schüler gefordert.
Es ist wichtig immer erst grobmotorisch zu beginnen und dann langsam zum feinmotorischen zu kommen, da wir wissen, dass nicht jedes Kind die Stationen der Reihenfolge nach durchläuft, habe ich die Stationen nicht in einer bestimmten Abfolge gegliedert. Aber diese Station war mir deswegen sehr wichtig.
Station Buchstaben suchen:
Für die optische Diskriminierung der Buchstaben D/d liegt ein laminiertes Arbeitsblatt bereit, auf dem die Schülerinnen den Buchstaben D/d unter vielen anderen Buchstaben finden sollen.
Immer wenn sie im Buchstabengitter ein D/d gefunden haben, dürfen sie ein Tannenbäumchen auf das große D und ein Sternchen auf das kleine d legen.
Wenn sie meinen alle gefunden zu haben, sollen sie ihre Tannenbäumchen und Sternchen zählen und dem/der betreuenden Student(in) die Lösung ins Ohr flüstern und er/sie sagt dann, ob sie tatsächlich alles richtig gemacht haben. Die richtige Lösung lautet hier: 9 Tannenbäumchen und 9 Sternchen.
Zusätzlich können die SchülerInnen hier den Buchstaben D/d aus der bereitliegenden Zeitung schneiden und ihn auf ein Blatt kleben, hier können sie so viele D/d's suchen wie sie möchten. Bei dieser Arbeit beschäftigen sich die Kinder aber nicht nur mit dem Buchstaben, sondern sie üben gleichzeitig auch den Umgang mit der Schere.
Station D-Wörter legen mit Buchstabenkeksen:
In einer Schüssel befinden sich viele Buchstabenkekse. Hier sollen die Kinder mit diesen Buchstabenkeksen Wörter mit D legen, mindestens 3-4 Wörter, diese Wörter sollen sie anschließend auf ihr Blatt für den Freiarbeitsordner schreiben. Wenn sie das alles erledigt haben, dürfen sie zur Belohnung die Buchstabenkekse, mit denen sie die Wörter gelegt haben aufessen. Da die Kinder diese Kekse gerne mögen, wird hier die Motivation zum Legen mehrerer Wörter angeregt. Außerdem wird hier der Geschmackssinn der Kinder angeregt.
Station Buchstaben legen mit Knöpfen:
Hier gibt es eine große Vorlage, auf der das große und das kleine D/d aufgemalt ist (ungefähr in DinA2-Größe) und es steht eine Box mit vielen schönen recht großen und bunten Knöpfen bereit. Hier sollen die Kinder die Knöpfe entlang des aufgezeichneten Buchstaben auflegen. Wenn sie das ein paar Mal mit der Vorlage geübt haben, können sie es auch einmal ohne Vorlage versuchen. Wenn das auch funktioniert, dürfen sie nochmals ein paar Wörter mit D/d auf ihr Blatt für den Freiarbeitsordner schreiben und so wieder das Schreiben üben. Auch hier geht es wieder erst von der Grobmotorik zur Feinmotorik über.
An jeder Station sind die SchülerInnen aufgefordert zum Schluss Wörter mit dem Buchstaben D/d auf ihr Blatt zu schreiben. Sie üben also an jeder Station zuletzt die Feinmotorik, nämlich das Schreiben der neuen Wörter. Dabei müssen sie immer wieder auf den korrekten Schriftverlauf des Buchstaben D/d achten und vertiefen dies von Station zu Station immer mehr.
Alternative Stationen:
Ich habe noch so viele Einfälle zu verschiedenen Stationen:
Ø Die Schüler schreiben sich gegenseitig den neuen Buchstaben auf den Rücken, das heißt sie fahren mit ihren Fingern die Gestalt des Buchstaben auf dem Rücken eines anderen Kindes nach.
Ø Die Schüler malen den neuen Buchstaben in Sand.
Ø Die Schüler können den Buchstaben mit ihrem Körper darstellen, dafür gibt es ein Blatt mit der genauen Beschreibung hierzu
Letztendlich habe ich mich aber für die oben aufgeführten Stationen entschieden, da ich durch diese Wahl einen guten und abwechslungsreichen Ablauf der Stationen gestalten kann.
4) Schluss
Ich beende nun die Stationsarbeit und komme zur Besprechung dieser. In einem Plenum können die SchülerInnen erzählen und berichten, welche Station ihnen besonders viel Spaß gemacht hat und warum. Zu guter letzt weise ich die SchülerInnen, die noch nicht alle Stationen bearbeitet haben, darauf hin, dass ich die Materialien im Klassenzimmer lasse und ihnen somit ermögliche, diese bei der nächsten Freiarbeit fertig zu stellen.
A) In der lerntheoretischen und informationstheoretischen Didaktik
Gibt es einen „Rahmen"/ „roten Faden" in der Stunde?
Ein „roter Faden" ist in meiner Unterrichtsstunde dadurch gegeben, dass beim Einstieg mit der Geschichte und an den Stationen immer um den Buchstaben D/d geht. Ich bleibe also immer beim Thema, nur die Methoden in der Übungsphase sind unterschiedlich.
Wie kann ich früher „aussteigen", wenn die Zeit knapp wird?
Ich kann die Stationsarbeit jederzeit abbrechen und in der nächsten Stunde weiterführen.
Gibt es genügend für die SchülerInnen wählbare motivierende Elemente?
In meiner Unterrichtsstunde sind aufgrund der Stationsarbeit, bei der die Sinne der SchülerInnen angesprochen werden, genügend wählbare und motivierende Elemente für die SchülerInnen.
Gibt es genügend Phasen, in denen die SchülerInnen selbst aktiv sind?
Die Stationsarbeit meines Unterrichts bietet natürlich hauptsächlich Phasen der individuellen Aneignung für alle SchülerInnen.
Wie werde ich den einzelnen SchülerInnen mit ihren speziellen Fähigkeiten, Problemen, Interessen gerecht?
Wie kann ich allen Kindern ermöglichen, die Ziele zu erreichen? Wo können bzw. müssen unterschiedliche Angebote bezüglich Lernweg, Schwierigkeit und Umfang gemacht werden?
Ich bereite die Stationen so vor, dass sowohl das Niveau der etwas leistungsschwächeren, als auch das der leistungsstärkeren SchülerInnen angesprochen wird.
B) In der Nähe der subjektiven Didaktik
Durch meinen Einstieg mit der kindgerechten Geschichte kann jeder Schüler und jede Schülerin innerlich ankommen. Bevor ich in eine nächste Phase übergehe, sorge ich immer erst für Ruhe. Die SchülerInnen sind mit der Dokumentation ihres Lernprozesses bereits vertraut, sie wissen, dass sie die Ergebnisse auf ein Blatt schreiben sollen, welches anschließend in den Freiarbeitsordner geheftet wird. Daher muss ich hier keinerlei Anweisungen geben.
4) Reflexion
Während meiner Unterrichtsstunde fühlte ich mich sachlich sehr sicher, weil ich mich meines Erachtens sehr gut vorbereitet hatte und selbst verstanden habe worum es bei diesem Thema geht. Dies bestätigte mir die Reaktion der SchülerInnen. Sie konnten an allen Stationen die Aufgaben und Arbeitsblätter mit nur wenigen Rückfragen bearbeiten. Selbst diese Rückfragen konnte ich sachlich gut beantworten und dem jeweiligen Schüler bzw. der jeweiligen Schülerin weiterhelfen. Da die SchülerInnen dieser Klasse an Freiarbeit gewöhnt sind und diese oft praktizieren dürfen, gibt es große Differenzen in Bezug auf die Vorkenntnisse und den Lernerfolg bei den einzelnen SchülerInnen. Auch auf den Laufzetteln konnte ich erkennen, dass die SchülerInnen in einem sehr individuellen und unterschiedlichen Lerntempo arbeiten. Selbstverständlich hatte ich mich auf diese Umstände vorbereitet und Zusatzaufgaben für besonders schnelle SchülerInnen zusammengestellt, welche ich letztendlich aber nicht benötigte, da die Materialien an den Stationen die kompletten neunzig Minuten gut ausfüllten, sodass ich sogar verpasst habe rechtzeitig auszusteigen um in die Besprechung überzugehen.
Meine Mentorin Frau E., mein betreuender Dozent Herr Prof. T. und meine Kommilitonen bestätigten mir, dass die SchülerInnen die Kompetenzen und Lernziele größtenteils erreicht haben. Ihnen gefiel besonders, dass ich mir so viel Mühe mit Gestaltung der Materialien für die einzelnen Stationen gemacht habe. Frau Etti empfand die Materialien als gut gelungen und sinnvoll, vor allem die Tannenbäumchen und Sternchen (siehe Arbeitsblatt zur Diskriminierung des Buchstabens D/d im Anhang) passend zur Jahreszeit. Herr Prof. T. bewunderte meine Umgangsweise mit den SchülerInnen, er mochte meine ruhige Art und war der festen Überzeugung, dass eine liebevolle hilfsbereite zwischenmenschliche Beziehung von mir als Lehrende zu den einzelnen SchülerInnen während meines Unterrichts bestand und sehr deutlich zum Vorschein kam.
Da es sich um meine erste Unterrichtsstunde handelte, gab es natürlich auch gewisse Dinge, die noch nicht ganz einwandfrei funktionierten bzw. abliefen.
Herr Prof. T. bemängelte meine nicht ganz deutliche, nicht dialektfreie Aussprache. Frau E. gab mir schon während meines Unterrichts den Rat, im Hinblick auf die Zukunft und die Lehrprüfungen, z.B. bei den Tannenbäumchen ein Schälchen anstatt eines Umschlags zu verwenden, da die SchülerInnen so besser danach greifen können. Des Weiteren legte sie mir nahe die Materialien und Arbeitsblätter zukünftig nicht mehr frei auf den Tisch zu legen, sondern sie in Schachteln oder Kästen ordentlich und gut greifbar für die SchülerInnen bereitzustellen.
Außerdem hätte ich, laut Frau E., die Aufgabenstellungen an den Stationen konkreter und kindgerechter formulieren müssen, also nicht stichwortartig, sondern in ganzen und verständlichen Sätzen. An der Station „Buchstaben suchen" hätte ich im Vorfeld nur die großen Überschriften aus den Zeitungen ausschneiden und bereitstellen müssen, da die Kinder während des Unterrichts an dieser Station viel zu kleine D/d ausgeschnitten haben. Nachdem Frau E. mir diesen Hinweis gab, schnitt ich noch während des Unterrichts so viele große Überschriften wie möglich aus der Zeitung aus, so dass die SchülerInnnen besser und sinnvoller arbeiten konnten.
Im Großen und Ganzen empfand ich selbst, meine Mentorin, mein betreuender Dozent und meine Kommilitonen den Unterricht aber als gelungen.
Mein persönliches Lernziel ist es also, bei der Planung meines Unterrichts noch mehr ins Detail zu gehen und auch die kleinen aber trotzdem sehr wichtigen Dinge nicht außer Acht zu lassen.
5.) Literaturangaben
- http://www.snwg.rv.schule-bw.de/lage.htm {http://www.snwg.rv.schule-bw.de/lage.htm}
- http://www.snwg.rv.schule-bw.de/schule.htm {http://www.snwg.rv.schule-bw.de/schule.htm}
- http://www.snwg.rv.schule-bw.de/klasse.htm {http://www.snwg.rv.schule-bw.de/klasse.htm}
- http://www.snwg.rv.schule-bw.de/kollegium.htm {http://www.snwg.rv.schule-bw.de/kollegium.htm}
- http://www.snwg.rv.schule-bw.de/projekt2/angebote.htm {http://www.snwg.rv.schule-bw.de/projekt2/angebote.htm}
- http://www.snwg.rv.schule-bw.de/lehrer/etti.htm {http://www.snwg.rv.schule-bw.de/lehrer/etti.htm}
- Klassenliste der Klasse 1 von Frau E.
- http://de.wikipedia.org/wiki/Maria {http://de.wikipedia.org/wiki/Maria} _Montessori
- Bildungsplan Grundschule 2004, Baden-Württemberg, S.42-49
6.) Unterrichtsmaterialien
Ø Arbeitsblätter (teilweise laminiert)
Ø Buchstabenpuzzle
Ø Großer Buchstabe D/d aus Tonpapier ausgeschnitten an der Tafel
Ø Schere, Klebstift und bunte Stifte
Ø Zeitungen
Ø Knete
Ø Knöpfe und die Vorlage dazu
Ø Klebeband für den Boden
Ø Buchstabenkekse
[1] {#_ftnref1} http://www.snwg.rv.schule-bw.de/lage.htm
[2] {#_ftnref2} vgl. http://www.snwg.rv.schule-bw.de/schule.htm
[3] {#_ftnref3} vgl. http://www.snwg.rv.schule-bw.de/klassen.htm
[4] {#_ftnref4} vgl. http://www.snwg.rv.schule-bw.de/kollegium.htm
[5] {#_ftnref5} http://www.snwg.rv.schule-bw.de/schule.htm
[6] {#_ftnref6} http://www.snwg.rv.schule-bw.de/projekte2/angebote.htm
[7] {#_ftnref7} http://www.snwg.rv.schule-bw.de/lehrer/etti.htm
[8] {#_ftnref8} vgl. Klassenliste
[9] {#_ftnref9} im weiteren Verlauf des Textes wird stattdessen die Abkürzung SvhülerInnen verwendet
[10] {#_ftnref10} http://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Montessori
[11] {#_ftnref11}Bildungsplan Grundschule 2004, Baden-Württemberg S.42-49
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