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Objekterkundung Taschenlampe

Objekterkundung Taschenlampe
Unterrichtsentwurf
Datum: 21. April 2010 Autor: lucywilbers Kommentare: 2

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Beschreibung:

Die Schüler lernen anhand einer Objekterkundung die Bestandteile der Taschenlampe kennen. Sozialform der Gruppenarbeit wird eingesetzt. Unterrichtet wurde diese Stunde an einer Förderschule. Durchgeführt in einer 5. Klasse.


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Objekterkundung Taschenlampe


Objekterkundung Taschenlampe

Lernziel: Ich kenne die Taschenlampe und ihre Teile und benutze sie als Lichtquelle.

1. Inhalt der Stunde

Als eine künstliche Lichtquelle soll in dieser Stunde die Taschenlampe genau kennen gelernt und untersucht werden. Indem die Taschenlampe auseinandergebaut wird, werden die einzelnen Bestandteile Gehäuse, Schalter, Glühbirne und Batterien sichtbar. Dass diese Grundlage für das Funktionieren der Taschenlampe sind und wie diese zusammengesetzt gehören, damit die Taschenlampe auch funktioniert, soll den Schülern durch die Objekterkundung und das eigentätige Erfahren in der Gruppenarbeit (Zusammenbauen einer Taschenlampe) nahe gebracht werden.

1.1 Pädagogische Sachanalyse und Reduktion zum Thema

Die Taschenlampe stellt eine mobile Lichtquelle dar, die wie ihr Name verrät, klein genug ist, um in die Tasche gesteckt werden zu können.

Ihr Licht wird durch eine Glühbirne erzeugt, die durch eine oder mehrere Batterien betrieben wird. Die Batterien werden orientiert an ihren Polen eingesetzt. Geschützt sind Batterien sowie Glühbirne durch ein Gehäuse. Entscheidende Bedeutung hat bei jeder künstlichen Lichtquelle der sogenannte Schalter. Das Ein- und Ausschalten des Schalters führt dazu, dass die Taschenlampe leuchtet oder nicht.

Um eine Taschenlampe verwenden zu können, sollen die Schüler ihre Bestandteile kennen lernen und erproben, diese sachgerecht zusammenzusetzen.

1.2 Begründung für das Lernvorhaben

Ein erster Zugang zu technischen, aber auch physikalischen Gesetzmäßigkeiten soll den Schülern durch dieses Lernvorhaben eröffnet werden. Entdeckendes und erforschendes Lernen in der Gruppe unterstützt die Objekterkundung. Stärken und Kompetenzen der einzelnen Schüler können sich ergänzen.

Sensorische Erfahrungen (visuell, taktil) können eingebaut werden, um den Schülern das Lernen auf den ihnen möglichen Lernwegen zu erleichtern bzw. zu ermöglichen.

Eine Taschenlampe benutzen zu können, vermittelt Kindern Spaß am Umgang, ist darüber hinaus aber auch eine Möglichkeit Selbstständigkeit zu fördern. Die Schüler lernen ein geeignetes Gerät kennen, sich sicher im Dunkeln zu bewegen.

1.3 Einordnung in den Trimesterplan

Nach den Herbstferien haben die Schüler mit dem neuen Themenbereich Licht und Wärme begonnen. Nachdem die Erscheinung Licht durch die des Schattens eingeführt wurde, wurden in der zweiten Stunde unterschiedliche Lichtquellen thematisiert. Dass hierbei natürliche und künstliche Lichtquellen unterschieden werden, ist den Schülern also bekannt.

Bevor Weihnachten näher rückt und damit die Kerze thematisiert wird, wird die Taschenlampe als Beispiel einer künstlichen Lichtquelle durchgenommen.

1.4 Einordnung in den amtlichen Lehrplan

1.4.1 Lehrplan für den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung

Im Lehrplan lässt sich dieses Lernvorhaben im Lernbereich Natur einordnen, da sich hier die optischen Erscheinungen finden. Die Taschenlampe als künstliche Lichtquelle ist ein Beispiel dafür, wie der Mensch natürliche Phänomene erforscht und sich zu Nutze gemacht hat. Wie im Lehrplan steht, entfremdet sich der Mensch zunehmend von den natürlichen Grundlagen. Ein großer Teil der Erfahrungen unserer Schüler beruhen nicht auf originaler, sondern medial vermittelter Erfahrung. Licht ist ein Phänomen, das unsere Schüler auf unterschiedliche Weise erfahren können. Der Lehrplan weist darauf hin, dass die Schüler unterschiedliche, also natürliche wie auch künstliche Lichtquellen kennen lernen sollen. Vielfältige Erfahrungen werden möglich. Im vorliegenden Lernvorhaben geht es darum, dass die Schüler eine künstliche Lichtquelle kennen lernen, die Taschenlampe.

1.5 Materialien

Für den Einstieg verwendet die Lehrerin einen Stoffbeutel, in welchem eine angeschaltene Taschenlampe einen sowohl visuellen als dann auch taktilen Reiz darstellt. Die nichtsprechenden Schüler werden durch Bildkarten in diesem Teil unterstützt. Auf einem weißen Papier werden unterschiedliche kleine Gegenstände von unterschiedlichen Schülern angeleuchtet. Das weiße Papier soll die Wahrnehmung verstärken.

Zur Erarbeitung der einzelnen Teile setzt die Lehrerin eine Taschenlampe ein, in welcher die Batterien falsch eingesetzt wurden. Um zu ergründen, warum die Lampe nicht funktioniert wird diese in ihre Einzelteile Gehäuse, Schalter, Glühbirne, Batterien zerlegt. Die Realgegenstände werden im Anschluss mit Bildkarten und Wortkarten an der Tafel auf einer Grundrisszeichnung angeordnet.

Im Anschluss baut jeder Schüler zusammen mit anderen in einer Gruppe eine Taschenlampe zusammen. Eine laminierte Vorlage dient zur Veranschaulichung der Anordnung der einzelnen Teile.

Nachdem jede Gruppe ihr Ergebnis, die funktionierende Taschenlampe im Halbkreis präsentiert hat, wird am Overheadprojektor abgesichert, ob die Schüler die Bestandteile kennen und richtig anordnen können.

2. Schüler

2.1 Lernvoraussetzungen hinsichtlich des Themas

2.1.1 Inhaltliche Dimension

Voraussetzungen für die Inhalte:

Durch die Begegnung der Taschenlampe sowie ihrer Einzelteile als Realgegenstand sind die Lernvoraussetzungen auf der inhaltlichen Ebene für alle Schüler abgesichert. M., A., D., D. und auch A. werden durch die Zuordnung von Bildkarten auf die bildlich-darstellende Stufe geführt. Begrifflich-abstrakt können H., R., G. und J. durch Wortkarten die Lernvoraussetzungen erfüllen.

In der Gruppenarbeit sollen alle Schüler handelnd-aktiv ihre Fähigkeiten einbringen können. Auf diese Weise soll entdeckendes und erforschendes Lernen möglich werden. Eine laminierte Vorlage, die den Aufbau der Taschenlampe bildlich darstellt, unterstützt den Lernprozess der Schüler.

Eine besondere Schwierigkeit stellen die Pole der Batterie dar. Durch Abbildungen wird auch hier versucht dem Lernniveau aller Schüler gerecht zu werden.

Die Arbeit am Overheadprojektor erfordert die Fähigkeit des Schreibens mit dem Folienstift. Auch hier erfüllen dies nur die Schüler H., R., G. und J. Das richtige Anordnen von Folienzuschnitten können aber auch andere Schüler übernehmen.

2.1.2 Methodische Dimension

Organisation und Lernvoraussetzungen :

Lernorte sind der Halbkreis vor der Tafel sowie die Arbeit an den Gruppentischen. Beides sind Formen, die allen Schülern vertraut sind. Ebenfalls kennen die Schüler bereits die Arbeit mit den jeweiligen anderen Gruppenmitgliedern aus anderen Sachunterrichtsstunden. Unterstützt wird Gruppe 1 von D.s Schulbegleiter D., Gruppe 2 von Frau W. und Gruppe 3 von D.s Schulbegleiter A.

Den Einstieg durch visuelle und taktile Reize können alle sinnlich-wahrnehmend nachvollziehen. Den nichtsprechenden Schülern hilft hierbei die Wahlmöglichkeit zwischen der Bildkarte Kerze bzw. Taschenlampe. Indem die kleinen Gegenstände, die im Anschluss beleuchtet werden, auf ein weißes Papier gestellt werden, soll Konzentration sowie Wahrnehmungsmöglichkeit für alle Schüler verbessert werden. Auch hier wird den nichtsprechenden Schülern erneut Bildmaterial zur Verfügung gestellt, aus welchem sie auswählen können.

 

Durch die Tatsache, dass die Taschenlampe der Lehrerin nicht funktioniert, soll das Interesse der Schüler geweckt werden, hineinzusehen und die Taschenlampe auseinander zu bauen.

Um den Schülern Sicherheit zu geben, insbesondere den Schwächeren, findet das erste Auseinanderbauen gemeinsam mit der Lehrerin als Modell statt. Ebenso verhält es sich beim späteren zusammenbauen.

Das genaue Betrachten der einzelnen realen Bestandteile wird zusätzlich bildlich-darstellend auf Bildkarten sowie begrifflich-abstrakt auf Wortkarten an der Tafel vertieft.

 

In der Gruppenarbeit müssen die Erwachsenen darauf achten, dass besonders D., A., D. und M. handelnd-aktiv lernen können. Alle Kinder sollen möglichst einmal die Lampe zusammenbauen. Um sich die Bestandteile besser einzuprägen, sollen die Schüler hierbei die laminierte Vorlage verwenden.

 

Die Präsentation der Ergebnisse kann sehr gut von Schülern übernommen werden, die nicht sprechen, da das Einschalten der Taschenlampe hierzu ausreicht.

Die Arbeit am Overheadprojektor dagegen erfordert zumindest bildlich-darstellende, aber auch begrifflich-abstrakte Fähigkeiten.

2.2 Lernziele

Grobziel: Taschenlampe kennen und als Lichtquelle benutzen

Feinziele: - LZ1: Die Schüler sollen die Teile (Gehäuse, Batterien, Birne, Schalter)

einer Taschenlampe kennen.

- LZ2: Die Schüler zerlegen die Taschenlampe mit der Lehrerin.

- LZ3: Die Schüler setzen die Taschenlampe in ihrer Gruppe zusammen.

- LZ4: Die Schüler arbeiten gemeinsam, ergänzen sich in ihren Fähigkeiten.

- LZ5: Die Schüler benennen die Teile der Taschenlampe in Bild bzw. Wort.

- LZ6: Die Schüler setzen die Taschenlampe aus Bildteilen zusammen und

- ordnen Begriffe zu (Overheadprojektor).

2.3 Differenzierungen

Differenzierungen dieser Stunde finden zum einen im Bereich des erweiterten Lesebegriffs zum anderen in den Bereichen Wahrnehmung und Motorik statt.

Wichtig ist der Lehrerin, dass die sich unterscheidenden Kompetenzen immer wieder Schnittmengen finden, so dass die Schüler einander ergänzen bzw. einander begegnen können.

Für die nichtsprechenden Schüler D., D. und M., aber auch für A. ist die Begegnung mit den Realgegenständen von besonderer Bedeutung, da diese sinnlich-wahrnehmbar sind.

Wäre für H., G., J., R. und M. eine bildlich-darstellende Vermittlung ausreichend, so können durch echte Gegenstände (Taschenlampe, Batterie, Gehäuse mit Schalter, Birne) visuelle und taktile Wahrnehmungskanäle der anderen Schüler geöffnet werden.

An der Tafel bedeutet das, das nichtsprechende Schüler, die sich auf der Stufe des Bilder- bzw. Situationenlesens befinden, diese Aufgabe übernehmen. Die lesenden Schüler erlesen die Wortkarten.

H., G., J. und R. können begrifflich-abstrakte Lese- und Schreibvorgänge übernehmen. Für diese Schüler gibt es später die Aufgabe des Schreibens auf dem Overheadprojektor.

Das Auseinander- bzw. Zusammenbauen der Taschenlampe erfordert feinmotorisches Geschick, welches viele der Schüler noch üben müssen. Aus diesem Grund hat die Lehrerin sehr heterogene Gruppen gewählt. Jede von ihnen wird von einem Erwachsenen unterstützt.

Die bisher beschriebenen Differenzierungen werden insbesondere sichtbar, wenn bei verbleibender Zeit die Schüler an den Arbeitsblättern arbeiten. H., R., G. und J. arbeiten an Arbeitsblättern, die mit Material aus einer Grundschulzeitung erstellt wurden. Die M., M., A., aber auch M. machen zur Anbahnung graphomotorischer Fähigkeiten Nachspurübungen. A. und D. ordnen Bilder zu und D. wird an Realgegenständen den Unterrichtsinhalt mit seinem Schulbegleiter wiederholen.

3. Methode

3.1 Geplanter Stundenverlauf Taschenlampe

Zeit

 

8.15

Artikulation

 

Einstieg

 

 

Stundenverlauf

 

Schüler dunkeln das Klassenzimmer ab.

In einem Stoffbeutel leuchtet eine Taschenlampe.

„Was könnte hier drin sein? Hast du eine Idee, dann melde dich, flüster es mir ins Ohr."

 

Nichtsprechende Schüler zeigen zwischen zwei Bildkarten.

 

Jeder Schüler schaltet die Taschenlampe einmal an, einmal aus.

Ein wechselnder Gegenstand wird angeleuchtet und muss erkannt werden.

 

Wenn die Lehrerin an der Reihe ist, geht die Taschenlampe der Lehrerin nicht.

è Impuls zum Auseinanderbauen

„Was machen wir jetzt?"

 

Schülerideen sammeln

 

 

Medien/Sozialform

 

Halbkreis vor der Tafel

 

Stoffbeutel, Taschenlampe

 

 

 

 

 

Zwei Bildkarten zur Auswahl (Taschenlampe, Kerze)

 

 

Mehrere kleine Gegenstände, ein weißes Papier als Grundfläche

Bildkarten zur Auswahl

 

 

Taschenlampe mit falsch eingesetzten Batterien

8.22

Ziel

Heute baust Du die Taschenlampe auseinander. Wenn Du ihre Teile kennst, baust du sie wieder zusammen.

 

8.23

Erarbeitung

Schüler bauen mit Lehrerin die kaputte Taschenlampe auseinander.

Einzelteile werden deutlich:

- Gehäuse

- Schalter

- Birne

- Batterien

Den Realgegenständen werden Bild- und Wortkarten zugeordnet.

 

Mit den Schülern als Assistenten baut nun die Lehrerin die Taschenlampe wieder zusammen. Sie steckt die Batterien erst einmal falsch ein. Lampe geht nicht.

 

Beim erneuten Öffnen lässt sie die Schüler die Batterien genau betrachten.

è Pole sollen entdeckt werden

 

an der Tafel wird + und - Pol mit der jeweiligen Seite der Batterie deutlich gemacht è Bildkarten

 

Ein Schüler setzt die Taschenlampe nun richtig zusammen. Lehrerin unterstützt bei Bedarf.

Halbkreis vor der Tafel

 

Tafelbild: Grundrisszeichnung Taschenlampe

 

entsprechende

Bild- und Wortkarten (Gehäuse, Schalter, Birne, Batterie)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildkarten zu +/- Pol der Batterie

8.35

Vertiefung

Schüler bauen in einzelnen Gruppen eine Taschenlampe zusammen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Vorlage bzw. Unterstützung dient eine laminierte Vorlage, die das Gehäuse, den Schalter, die Glühbirne und vor allem den Platz sowie die Anordnung der Batterien zeigt.

Gruppenarbeit

 

 

Tische gekennzeichnet mit Zahlen 1,2, 3

 

Laminierte Vorlage

8.42

Wiederholung

Schüler präsentieren ihre Ergebnisse der Klasse.

Zwei Schüler dunkeln hierzu ab.

 

Auf einer Folie am Overheadprojektor werden die Einzelteile beschriftet, bzw. Bilder richtig angeordnet.

 

Halbkreis vor der Tafel.

 

 

 

OHP

 

8.52

Sicherung

Arbeitsblätter zum Thema

 

3.2 Methodischer Kommentar

3.3 Erzieherische Maßnahmen

3.3.1 Permanentziele im Unterricht

Die Klassenregeln (Thema des Sachkundeunterrichts) einhalten:

- Ich schaue zur Lehrerin.

- Ich melde mich.

- Ich höre zu.

- Ich bin freundlich.

- Ich bin leise.

Besonderes Augenmerk auf das Wochenziel, visualisiert an der Tafel. Erreicht die Klasse dieses, wird sie mit der am Wochenanfang gemeinsam erarbeiteten Belohnung belohnt (Extra-Hofgang, Vorlesen, mitgebrachte Musik)

3.3.2 Umgang mit Störungen

Störungen sind in der Klasse 5b auf mehreren Ebenen möglich.

Ein weitverbreitetes Problem ist, dass die Schüler sehr viel Redebedarf haben. Die Strukturierung in Arbeits- und Redephasen, aber auch angemessenes Reden zu den jeweiligen Situationen im Schulalltag (Erzählen im Morgenkreis nacheinander, Ruhe während Arbeitsphasen, leises Unterhalten während der Brotzeit, ausgiebiges Reden nach eigenem Geschmack in der Hofpause) sind wichtige Förderziele für viele der Schüler. M., G., A., H. und M. sind hier besonders zu nennen.

 

Die Lehrerin versucht diesem Problem mit nonverbalen Signalen zu begegnen. Mimik und vor allem Gebärden wie die erhobene Hand (fünf Finger ausgestreckt - Erinnerung an die fünf Klassenregeln) sollen in solchen Situationen die Aufmerksamkeit der Schüler bündeln und auf die jeweilige Arbeitsphase zurückführen. Wichtig ist, dass die Lehrerin in diesen Situationen nicht spricht. Oftmals kommt die Erklärung von einem der Schüler.

 

Eine weitere mögliche Störung des Schulalltags liegt in der Erethie D. Diese motorische Unruhe kann sich auch in Affektausbrüchen und Erregungszuständen äußern, die den Unterrichtsablauf massiv stören (auf den Boden werfen, andere anspucken, mit Dingen werfen). Ein solches Verhalten wird nicht geduldet. Sofortige Reaktionen sind der Lehrerin sehr wichtig. Wenn D. andere anspuckt oder bewirft, muss er sofort mit der Sanduhr auf einem Stuhl vor den Klassenregeln sitzen. Die Begleitung durch seinen Schulbegleiter ist sehr wichtig.

In Absprache mit der Schulpsychologin und der behandelnden Ärztin der Heckscher Klinik muss darauf geachtet werden, D. nicht zu überfordern. Permanente soziale und schulische Anforderungen können auch einen Überanstrengung für ihn darstellen und solche Erregungszustände erklären.

Sein Schulbegleiter soll deshalb auch bei Bedarf während des Unterrichts mit D. das Klassenzimmer verlassen und einzeln arbeiten. Sie gehen ins Bällebad, holen seinen Freund V. ab, gehen Dreirad fahren, machen neue Fotos für D.s Gebärdenbuch.

 

Bei M. ist darauf zu achten, dass keine zu lauten Geräuschquellen auftreten. Einzelne laute Geräusche verunsichern M. derart, dass er sich nur schwer beruhigen kann. Es kann zu Aggressionen gegenüber Mitschülern und sich selbst kommen. Die Lehrerstimme zu erheben, kann deshalb höchst problematische Auswirkungen haben.

4. Anhang

4.1 Literatur

- Lehrplan für den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung

- Bausteine Grundschule 05/07: Licht und Schatten (3. und 4. Klasse). Bergmoser

Höller Verlag

- Fischer, Erhard: Bildung im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Verlag Julius

Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2008, Kapitel 5.6

 

 

 

 



Kommentare (2)


Prima Objekterkundung von JacekC am 08. Juni 2011 0

Sehr gutes Beispiel um das methodische Modell "Objekterkundung" (in Anlehnung an D. Fischer 1994) zu veranschaulischen. Sowohl die Orientierung an den Stufen der geistigen Tätigkeit (Leontjew) wie auch die Orientierung an den Verlaufsphasen (D. Fischer 1994, 179-182)überzeugen. Ich werde diese Stunde als gelungene Umsetzng des Konzeptes in meinem Seminar kurz vorstellen.

Objekterkundung Taschenlampe von JacekC am 08. Juni 2011 0

Sehr gutes Beispiel um das methodische Modell "Objekterkundung" nach D. Fischer zu erläutern. Sowohl die Orientierung an den vier Stufen der Entwicklung geistiger Tätigkeit (Leontjew)wurde berücksichtigt wie auch die klare Verlaufsstruktur überlegt(im Sinne von D. Fischer 1994, 179-182).
Werde diese Unterrichtsstunde als sehr gelungene Umsetzung des Konzeptes in meinem Seminar kurz vorstellen.

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