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Monster nach Jon Burgerman

Monster nach Jon Burgerman
Unterrichtsentwurf
Datum: 12. Mai 2010 Autor: crashi79 Kommentare: 0

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Beschreibung:

In dieser Unterrichtsstunde sollen die SchülerInnen Monster nach Jon Burgerman modellieren. Durchgeführt in einer 3. Klasse.


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Monster nach Jon Burgerman


Monster nach Jon Burgerman

1. Unterrichtseinheit

Std.

Thema der Stunde

Inhaltlicher Schwerpunkt

angestrebter Standard

mit Kompetenzbezug

1

Streetart

Kunst im öffentlichen Raum

 

Die Schüler lernen Künstler, Medien

und Orte von Streetart kennen

2

Die Doodles sind los

Jon Burgerman

Rezeption von künstlerischen

Arbeiten Burgermans und Gestaltung einer eigenen ‚Doodletapete'

3

Doodletapete

Weiterarbeit an der

Praktischen Aufgabe

‚Doodletapete'

Gezieltes und entdeckendes

Zeichnen von Außenlinien und

Kreaturen mit Hilfe des Bleistifts und

Bunt- oder Filzstiften

4

Alles auf einen Blick!

John Burgermans plastische Kreaturen

Zusammenfassung der

wichtigsten Kriterien für

Streetart.

Entwerfen eigener Kreaturen

Die Schüler wiederholen die

in den vorherigen Stunden erlernten Merkmale von Streetart und treffen zeichnerische Überlegungen für ihr eigenes Monster.

5

Monster

modellieren

Gestalten mit lufttrocknen-

der Modelliermasse

Umgang mit dem neuen Material, Umsetzung der Zeichnung in D3

6+7

Monster modellieren

Formen und Bemalen der

Figuren

Umsetzung des Gezeichneten in

eine Vollplastik

2. Inhaltlicher Schwerpunkt

Die Kinder werden in dieser Unterrichtsstunde ihre eigenen entworfenen Zeichnungen von Monsterfiguren nach Jon Burgerman in ein plastisches Modell übertragen.

Hierfür wird eine lufttrocknende Modelliermasse verwendet, die gegenüber dem Ton ähnlich in Zusammensetzung, Eigenschaften und Verarbeitung ist, jedoch den Vorteil aufweist an der Luft zu trocknen. Damit wird plastisches Arbeiten auch dort möglich, wo kein Brennofen zur Verfügung steht.

Die Keramikpaste ist geschmeidig und lässt sich leicht formen. Vereinfacht wird die Handhabung mit Wiederholtem Anfeuchten während des Arbeitsprozesses. Die Keramikpaste trocknet je nach Größe und Stärke des Objekts in wenigen Tagen durch. Eine kurzfristige Arbeitsplanung ist gewährleistet und die Probleme einer längeren Lagerung entfallen. Da die Oberfläche gegen jede Art von Feuchtigkeit empfindlich bleibt, empfiehlt es sich die fertige Plastik durch Lack zu schützen.

Mit dem Material Keramikplast lassen sich alle grundlegenden plastischen Verfahren durchführen, die zur Ausbildung plastischer Formen möglich sind:

● Herstellen der Elementarfomen Kugeln, Walze, Platte durch Rollen, Klopfen, Drücken, Schneiden

● additives Arbeiten durch Aneinandersetzen von Formteilen und Schaffen von Übergängen durch Verstreichen

● Verformen durch Ziehen, Drücken, Stauchen

● Formbildung durch Antragen von Material und ausformendes Modellieren von Rundungen oder Vertiefungen

● subtraktives Arbeiten durch Abtragen von Material, Aushöhlen, Schaben oder Glätten

● Bereicherung der Oberfläche durch Aufsetzen von Kleinteilen, Ritzen und Prägen

3. Kompetenzen und Standards

Standards des

Rahmenlehrplans

Stand der Kompetenz-

entwicklung

Konkretisierung

des Standards für

diese Stunde

Niveaukonkre-

tisierungen

Standards am Ende

der Jahrgangsstufe 4

(RLP, S. 20):

 

● bedienen sich der künstlerischen

Techniken und Verfahren:[...]Formen bauen und

konstruieren

● erforschen Anwend- ungsspielräume der erprobten Verfahren, Techniken und Medien, erkennen die Eigenart

von Material und

setzen es bewusst und experimentierend ein

● planen und

realisieren weitgehend selbständig in einer konkreten Situation ein überschaubares Ar-

beitsvorhaben, übernehmen Verantwortung für

Material und

Arbeitsplatz und präsentieren Produkte

und Arbeitsprozesse

in angemessener

Weise.

Die Schülerinnen und

Schüler

 

● sind geübt im

Zeichnen mit Bleistift

● sind es gewöhnt selbständig zu arbeiten

● haben Erfahrungen

im präsentieren von Ergebnissen

● sind geübt im Sam-

meln von Ideen

(Skizzen)

 

Die Schülerinnen

und Schüler sind in der Lage, ihre Zeichnungen

in plastische Formen umzusetzen, indem sie

die eigene Hand dabei

als Werkzeug begreifen

und durch Subtraktion, Addition

und Verformen

elementarer Körper

(durch Ziehen, Drücken

und Stauchen) Figuren formen.

maximal:

...indem sie

selbständig in der

Lage sind, ihre gezeichnete Idee

auf dem Blatt in

eine 3D-Figur zu übertragen.

mittel:

...indem sie

selbständig in

der Lage sind,

ihre gezeichnete

Idee aus einfachen Grundformen in eine

3D-Figur

Umzuwandeln.

 

minimal:

...indem sie mit

Hilfestellung

in der Lage sind,

ihre zeichnerischen

Ideen aus Grund-

formen in

eine 3D-Plastik zu übertragen.

 

4. Lernausgangslage (allgemein) und individuelle Kompetenzentwicklung (exemplarisch)

Allgemeine Voraussetzungen der Lerngruppe

Ich kenne die Klasse der Delfine seit 4 Wochen und bin insgesamt 2 Schulstunden pro Woche im Fach Bildende Kunst vertreten. Die Klasse, bestehend aus 13 Mädchen und 15 Jungen, zeigt ein gutes soziales Verhalten. Hier wird jahrgangsübergreifend gelernt. Zur 4.Klasse zählen 15 Kinder, 13 Kinder sind der 3.Klasse zuzuordnen. In der 5. Stunde ist Teilungsunterricht, da die Drittklässler am Schwimmen teilnehmen.

Die Schüler zeigen deutliche Unterschiede im Bereich der Konzentrationsfähigkeit, im Lerntempo und in der Feinmotorik. Im Allgemeinen jedoch ist das Lernniveau als auch die Motivation und Bereitschaft der Gruppe sehr hoch. Das Thema Streetart stieß auf große Begeisterung und großes Interesse. Ich konnte beobachten, dass die mündlichen Beiträge, besonders auch der Sprachgebrauch bei Präsentationen sehr differenziert und ausgeprägt ist.

Generell sind die Schüler sehr interessiert und lebhaft, reagieren jedoch auf eingeübte Rituale, wie die der Klangschale oder des Tafelvermerks.

Individuelle Kompetenzentwicklung, exemplarisch:

I. ist in der Lage, neue Themen und Aufgabenstellungen sehr schnell zu erfassen und selbständig umzusetzen. Er ist ein sehr fleißiger und aufmerksamer Schüler, der keine Schwierigkeiten hat, dem Unterricht zu folgen. Gegenüber dem Unterrichtsthema verhält er sich aufgeschlossen und interessiert. Seine mündlichen Beiträge lassen darauf schließen, dass er sich bereits im Vorfeld mit Streetart auseinandergesetzt hat. Durch seine zeichnerischen, hohen Qualitäten gehe ich davon aus, dass er auch im Modellieren keinerlei Schwierigkeiten haben wird, seine Ideen vom Zwei- ins Dreidimensionale umzusetzen.

 

L. erfasst neue Themen und Aufgabenstellungen relativ schnell und schafft es diese auch umzusetzen. Ihre praktischen Arbeiten bedürfen allerdings oft einer Hilfestellung. Im Gegensatz dazu sind ihre mündlichen Beiträge überdurchschnittlich, sie ist ehrgeizig und kann sich in Gruppenarbeit gut einbringen.

 

H. ist ein aufgeweckter Junge, der sich schnell für Themen begeistern lässt und stets rege am Unterricht teilnimmt. Seine Auffassungsgabe ist gering sowie auch das Halten der Konzentration. H. lässt sich schnell und gern ablenken, ist strukturlos und langsam im Erarbeiten verschiedener Aufgaben. Aus diesem Grund ist er auf Hilfe und Anleitung angewiesen.

5. Didaktisch-methodische Entscheidung

Begründung der Themenwahl

Bisher hatten die Delfine Unterricht bei Frau Klein, die seit diesem Jahr in Mutterschutz gegangen ist. Aus dem Klassenbuch konnte ich entnehmen, dass die Delfine im Kunstunterricht zum größten Teil zweidimensional gearbeitet haben. Sei es mit Wasserfarben, Bleistift oder Kohle. Sie sind geübt im Farbenmischen, Kontraste in Hell- Dunkel, Warm- Kalt erzeugen und genauem Beobachten (Portraits zeichnen). Aus diesem Grund kam mir die Idee des Modellierens.

Figuren über die Fläche hinaus zu gestalten macht es dem Kind möglich, die eigene Vorstellung zu entwickeln, zu realisieren und ein eigenes Produkt zu handhaben.

Es erfüllt ein gestalterisches Grundbedürfnis des Menschen. „Im Bemühen, seine Umwelt zu erfahren, spielt besonders für das Kind das Arbeiten mit plastischem Material eine große Rolle."[1] {#_ftn1} Im Unterschied zu Zeichnung und Malerei ermöglicht die Plastik ein höheres Maß an Realität: es entstehen Dinge zum Anfassen. Während sich die Flächentechniken auf die Schulung von Gesichtssinn und Feinmotorik beschränken, entwickelt der Umgang mit plastischem Material auch den Tastsinn oder auch das Fingerspitzengefühl, sowie das haptische Sensorium (Formempfinden der ganzen Hand). Gerade im heutigen visuellen Zeitalter kommt der Sensibilisierung dieser Sinne eine besondere Bedeutung zu.

6. Verlaufsplanung

Phase/Zeit

Unterrichtsgeschehen

Unterrichtsmittel/ Sozialform

Einstieg

11:35-11:40

● LAA begrüßt die S. und die Gäste

● LAA zeigt Abbildungen der S., Bildbesprechung:

Tipps und Anregungen für die Weiterarbeit

-Abbildungen von

den Schülern

-Jon Burgerman

-Tafelkino/ UG

11:40- 11:47

● LAA erklärt den S. die Aufgabe und verteilt

Material

- Lehrervortrag

- Tafel

- Figuren

- Keramikpaste

-Zeichnung

11:47- 12:08

● S. formen ihr zuvor gezeichnetes Monster nach

- Keramikpaste

- Zeichnung

12:08-12:13

● Präsentation erster Ergebnisse

- UG

12:13-12:15

● LAA gibt Ausblick auf die nächste Stunde

● Aufräumen

 

 

Literatur

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport Berlin u.a. (Hrsg.) (2004). Rahmenlehrplan Grundschule Kunst. Berlin: Wissenschaft und Technik Verlag.

Michael Kutzer: Gestalten mit lufttrocknenden Modelliermassen, ALS- Verlag, Frankfurt

 

Anhang

Jon Burgerman, Plastiken (entnommen, da urheberlich geschützt).


[1] {#_ftnref1} Michael Kutzer: Gestalten mit lufttrocknenden Modelliermassen, S.4

 

 



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