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Wie schmeckt der Mond?
Datum: 17. Mai 2010 Kommentare: 0
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Beschreibung:
Die Lesebereitschaft der Kinder soll aufgegriffen, die Freude am Lesen gefördert und Einsicht in den Nutzen von Lesen geweckt werden. Durchgeführt in einer 2. Klasse.

Wie schmeckt der Mond?
Wie schmeckt der Mond?
1. Sachanalyse
Grejniecs Kinderbuch „Wie schmeckt der Mond" werden die Kinder in dieser Einheit lesen. Sie werden jedoch eine vereinfachte Version lesen, da das Original zu schwierig ist für Kinder in diesem Alter. Es handelt sich um eine Fabel.
Laut Wikipedia ist eine Fabel, eine in Vers oder Prosa verfasste kurze Erzählung mit belehrender Absicht, in der vor allem Tiere, aber auch Pflanzen, Dinge oder fabelhafte Mischwesen menschliche Eigenschaften besitzen und handeln (Bildebene). Die Dramatik der Fabelhandlung zielt auf eine Schlusspointe hin, an die sich meist eine allgemeingültige Moral (Sachebene) anschließt.
In dieser Fabel fragen sich acht Tiere, wie der Mond schmeckt. Sie vereinigen ihre List und Kraft, um an den Mond ranzukommen. Für jeden schmeckt der Mond nach seinem Lieblingsgericht. Nur der Fisch bleibt alleine und meint, dass er auch einen Mond im Wasser hat.
Diese Fabel passt gut zum Thema ‚Unsere Sinne', das die Kinder zur Zeit im Sachunterricht erarbeiten. Auch hier werden Gefühle aufgegriffen, wie berühren und schmecken.
In der nächsten Bastelstunde werden die Kinder eine Collage mit dem Titel ‚Wie schmeckt der Mond' herstellen.
In dieser Stunde steht das Leseverständis im Vordergrund. Laut Lehrplan sollen die Kinder sich mit dem Text, in umfassender Weise gedanklich und sprachlich, auseinanderzusetzen. Außerdem werden die eigenen sprachlichen Fähigkeiten weiterentwickelt.
2. Analyse der Lernvoraussetzungen
Die Klasse setzt sich aus 15 Schülern zusammen und zwar aus 9 Mädchen und 6 Jungen.
Die Kinder befinden sich auf verschiedenen Niveaus des Leselernproßesses. 2 Kinder lesen die einzelnen Buchstaben und hängen sie dann aneinander. Andere Schüler lesen den Satz Wort für Wort. Einige lesen auch den Satz mit der entsprechenden Klanggestaltung.
5 Kinder haben Schwierigkeiten im Lesen und/oder mit dem Verständnis, deshalb werden diese Schüler Arbeitsblätter mit Bildern erhalten. Dies wird ihnen die Ausgabe erleichtern.
Die Kinder werden zum ersten Mal mit einem längeren Text konfrontiert sein, deshalb ist viel Anschauungsmaterial vorhanden. So wird der Text verständlicher und er wird aufgelockert.
3. Didaktisch-methodische Analyse
In dieser Einheit werden die Kinder eine vereinfachte Version des Bilderbuches ‚Wie schmeckt der Mond' lesen. Da fast ausschließlich ausländische Kinder in dieser Klasse sind, wäre das Original zu schwierig und zu lang.
Die Kinder sitzen an ihren Tischen. Die Tische stehen in U-Form um die Tafel. Vor der Tafel ist auch noch eine Reihe Tische. Da nicht alle Tische platzt im ‚U' finden. Die Kinder brauchen einen Bleistift und einen Klebstift. Für den Einstieg benötigt die Lehrerin einen Mond, einen Felsen, ein Meer aus Pappe, 9 Tierkarten und die passenden Tiernamenschilder.
Der Einstieg in diese Stunde erfolgt durch das Bild eines runden Mondes, das an der Tafel klebt. Dies entspricht in etwa der Titelseite des Buches. Die Kinder sollen Hypothesen aufstellen, um was es sich handeln könnte. Somit wird die Spannung erhalten.
Dann klebt die Lehrerin den Felsen und das Wasser hinzu. Neue Hypothesen werden erstellt.
Jetzt klebt die Lehrerin die Tiere an die Tafel. Natürlich werden die Tiere nicht in der richtigen Reihenfolge an die Tafel gehängt. Das sollen die Kinder in einem weiteren Schritt herausfinden. Die Kinder sollen die Tiernamenschilder lesen und zu dem entsprechenden Tier hängen. Diese Karten bleiben während der ganzen Stunde an der Tafel hängen, so können die Kinder jeder Zeit diese Hilfsmittel gebrauchen. Es ist sinnvoll, dass die Kinder diese Wörter schon vor Beginn des Lesens der Geschichte sehen, da manchen Kindern verschiedene Buchstaben unbekannt sind. Die Kinder kennen jetzt diese Wörter, die oft in der Geschichte vorkommen, deshalb wird das Lesen ihnen leichter fallen. Sie werden mehr Spaß am Lesen haben.
Zu Beginn der Erarbeitung lese ich den Schülern die ersten Sätze der Geschichte vor.
In einem ersten Schritt sollen die Kinder in Zweiergruppen die Geschichte lesen. Jedes Mal, wenn ein neues Tier erscheint, sollen sie die entsprechende Karte auf den Tisch legen. So werden die Tiere, wenn die Kinder die ganze Geschichte gelesen haben, in der richtigen Reihenfolge auf dem Tisch liegen. Die Kärtchen dienen der Lehrerin zur Kontrolle, ob die Schüler die Geschichte auch lesen und eigenständig arbeiten.
In einem zweiten Schritt lesen wir die Geschichte gemeinsam und kleben die Bilder an die Tafel. Die Kinder kontrollieren, ob die Tiere in der richtigen Reihenfolge vor ihnen liegen.
Die benötigten Materialen sind 16 Arbeitsblätter mit der Geschichte, 8 mal 8 Karten, mit den Tieren, die zum Mond wollen, einen kleinen Mond aus Pappe und 9 Tierkarten. Die Kinder haben nur 8 Tiere. Da der Fisch eine besondere Stellung in der Geschichte hat, haben sie ihn nicht dabei. Den Schülern wird das auf diese Weise klarer, weil sie sich die Frage stellen: „Wo ist der Fisch? Warum ist er nicht dabei?"
Zur Ergebnissicherung erhalten die geübteren Leser ein Arbeitsblatt und den Text, der in Passagen zerschnitten wurde. Sie sollen den Text wieder in die richtige Reihenfolge bringen und anschließend auf das Arbeitsblatt aufkleben. So ist festzustellen, ob die Kinder den Verlauf der Geschichte und den Zusammenhang der Passagen verstanden haben.
Die schwächeren Leser haben auf ihrem Arbeitsblatt Bilder, die ihnen helfen, die Passagen zu ordnen. Sie haben auch nur 6 Passagen zu ordnen. Die stärkeren Leser sollen 9 Passagen ordnen.
Die Lehrerin braucht 10 Arbeitsblätter für die stärkeren Leser und 5 für die schwächeren und jedes Mal die entsprechenden Passagen, die schon zu Recht geschnitten sind.
Zum Abschluss sammelt die Lehrerin die Arbeitsblätter zur Verbesserung ein.
In weiteren Stunden kann diese Geschichte als Ausgangspunkt für ein Rollenspiel benutzt werden. Die Geschichte wird auf jeden Fall noch einmal gelesen und weiter verarbeitet, indem die Kinder einen Lückentext ausfüllen oder Fragen beantworten.
4. Lernziele
Kognitive Lernziele
- Die Kinder sollen lernen, Texte zu verstehen, indem sie sich damit auseinandersetzen.
- Die Kinder sollen lernen Hypothesen zu erstellen und auf ihre Wahrheit überprüfen.
- Sie sollen lernen die eigenen sprachlichen Fähigkeiten weiterzuentwickeln.
- Sie sollen den Zusammenhang zwischen einzelnen Passagen erkennen.
- Sie sollen Wörter oder Sätze Bilder zuordnen können.
- Sie sollen in der Lage sein, einen in Passagen zerschnitten Text, wieder in die richtige Reihenfolge zu bringen.
Affektive Lernziele
- Die Lesebereitschaft der Kinder soll aufgegriffen, die Freude am Lesen gefördert und Einsicht in den Nutzen von Lesen geweckt werden.
- Sie sollen lernen, solidarisch zusammen arbeiten, ohne zu streiten und zu lästern.
- Sie sollen aus den Erfahrungen der anderen Kinder lernen.
Psychomotorische Lernziele
- Die Kinder sollen die Sätze sauber auf das Arbeitsblatt kleben.
- Die Kinder sollen die Sätze gerade in die vorgesehenen Kästchen auf dem Arbeitsblatt kleben.
5. Verlaufsplanung
Zeit | Phase Lernziele | Lehrerverhalten Schülerverhalten | Didaktischer Kommentar |
10'
25'
15'
| Einstieg
Die Kinder sollen Hypothesen erstellen und überprüfen
Die Kinder sollen Wörter zu Bildern ordnen
Erarbeitung
Die Kinder sollen zusammen arbeiten, ohne zu streiten und von einander lernen Sie sollen den Zusammenhang zwischen den Passagen erkennen
Ergebnissicherung
Die Kinder sollen einen, in Passagen zerschnittenen Text, wieder in die richtige Reihenfolge bringen
Abschluss | An der Tafel klebt der Mond. Die Lehrerin fordert die Kinder auf, alles zu sagen, was ihnen zu diesem Bild einfällt. Die Kinder geben die verschiedensten Antworten. Die Lehrerin klebt den Felsen und das Meer hinzu. Spontan zeigen die Kinder den Finger und liefern ihre Eindrücke. Die Lehrerin meint, dass in dieser Geschichte auch noch Tiere sind. Die Lehrerin klebt die Tiere an die Tafel. Sie fordert die Kinder auf die Namen der Tiere zu lesen. Die Schüler, die es wissen zeigen den Finger. Derjenige, der richtig gelesen hat, klebt den Namen zum Tier. Die Lehrerin fragt: „Was tun die Tiere in der Geschichte?... Wie kommen die Tiere zum Mond?..." Die Kinder antworten. Die Lehrerin fragt: „Wie heißt denn die Geschichte?" Auch hier viele Antworten.
Die Lehrerin schreibt den Titel der Geschichte an die Tafel und liest die ersten Sätze der Geschichte vor. Die Lehrerin erklärt, dass die Schüler zusammen mit ihrem Nachbarn arbeiten. Sie lesen abwechselnd die Geschichte und legen die Tiere in der Reihenfolge auf den Tisch, wie sie in der Geschichte erscheinen. Die Kinder meinen, dass der Fisch fehle. Die Lehrerin fragt: „Warum?" Die Kinder antworten. Wenn alle Gruppen die Tiere auf dem Tisch liegen haben, wird die Geschichte laut zusammen gelesen. Zwei Assistenten bewegen den Mond und kleben die Tiere an die Tafel.
Die Lehrerin erklärt den Kindern, dass sie sich das Bild an der Tafel noch einmal gut anschauen sollen. Dann wird die Tafel geschlossen. Die Kinder erhalten ihr Arbeitsblatt und die nötigen Erklärungen, um die Übung zu bewältigen.
Die Lehrerin sammelt die Arbeitsblätter zur Verbesserung ein. | Sitzen in U-Form Schülermaterial: Bleistift, Klebstift Lehrermaterial: 1 Mond, 1 Felsen, 1 Meer, 9 Tierkarten, 9 Tiernamenschilder, Tafel
Tafel, Kreide, 16 Arbeitsblätter mit der Geschichte, 8*8 Tierkarten für die Kinder, 1 kleiner Mond, 9 Tierkarten, um an die Tafel zu kleben.
10 Arbeitsblätter mit 10*9 Passagen, 5 Arbeitsblätter mit 5*6 Passagen. |
6. Nachbesinnung
Die Stunde ist sehr gut gelaufen. Die Kinder waren während der ganzen Zeit aktiv. Außerdem wurden alle festgelegten Ziele erreicht.
Die Kinder hatten etwas Schwierigkeiten mit den Wörtern ‚steigen' und ‚höher'. In diesen Wörtern sind Buchstaben und/oder Buchstabengruppen, die die Kinder noch nicht gelernt hatten. Es wäre gut gewesen, diese Wörter auch an die Tafel zu den Tiernamen zu hängen.
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