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Entdeckungen der klanglichen Möglichkeiten unsere Umwelt und seines bewussten Einsatzes in der sozialen Tätigkeit
Datum: 05. Juni 2010 Kommentare: 0
Zusätzliche Informationen:
Beschreibung:
Sozialassistenten Lehrplan - Musizieren - Thema Klang Doppelstunde Klang I Basiswissen und Übungen. Durchgeführt in einer 12. Klasse.

Entdeckungen der klanglichen Möglichkeiten unsere Umwelt und seines bewussten Einsatzes in der sozialen Tätigkeit
Entdeckungen der klanglichen Möglichkeiten unsere Umwelt und seines bewussten Einsatzes in der sozialen Tätigkeit
Thema der Unterrichtseinheit:
Einführung in das Stoffgebiet MUSZIEREN - Der Klang und die musikalischen Möglichkeiten in der Verwendung mit Klängen
1. Lernsituation
1.1 Situation der Klasse
Diese Klasse der angehenden Sozialassistenten befindet sich im 2. Ausbildungsjahr. Auf Grund günstiger Umstände umfasst die Klasse nur 9 Schüler. Die 7 weiblichen und 2 männlichen Schüler sind im Alter von 18 - 27 Jahren und können auf ein gutes Gesamtniveau verweisen. Die Mehrzahl der Schüler hat ein abgeschlossenes Abitur und eine Schülerin einen erweiterten Realschulabschluss vorzuweisen. Alle Schüler haben die Aufnahmeprüfung in den Berufsfachschulgang Erzieher bestanden und werden diesen auch an unserer Schule absolvieren.
Die Klasse ist sehr leistungsstark und ist musikalischen Anforderungen gegenüber äußerst aufgeschlossen. Sie lassen sich gern auf neue Anforderungen ein, probieren gern Neues aus und haben Spaß am Musizieren.
Neben der Musikerziehung unterrichte ich in dieser Klasse auch den Instrumentalunterricht Gitarre. Die beiden männlichen Schüler sind dabei im Fortgeschrittenen-Niveau anzusiedeln, während alle weiblichen Schüler trotz eines 1-jährigen Unterrichtes als Anfänger einzustufen sind. Aber auch auf diesem Gebiet machen alle in kürzester Zeit große Fortschritte und haben ihre Spielmöglichkeiten schon nahezu verdoppelt.
1.2 Lernvoraussetzungen
Die Klasse hatte, bedingt durch Krankheit und Lehrerwechsel eine lange Ausfallzeit im Fach Musik zu verkraften. Ein direkter Anschluss an den Unterricht war so nicht möglich.
In den letzten Wochen beschäftigte sich die Klasse mit dem Thema ‚Spiellieder' und hat mit Erfolg gelernt wie methodische Schritte bei der Liedeinstudierung von Spiellieder umzusetzen sind.
In Vorbereitung auf das Lehrplanthema ‚Musizieren' habe ich mit den Schülern einen Basiskurs ‚Rhythmuswerte' absolviert. Der soll sie in dem jetzigen Stoffgebiet schneller befähigen Klangspiele, Klangszenen und Instrumentalspiele zu kreieren
2. Lehrplanbezug
Das Stoffgebiet ‚Musizieren' ist eines der 3 Hauptschwerpunkte des Lehrplanes der Sozialassistenten. Innerhalb diese Schwerpunktes nimmt die Erprobung und Beschäftigung mit Klangerzeugern, die Herstellung einfacher Klang- und Geräuscherzeuger (als Fach übergreifende Aufgabe) und die Kenntnis und der sichere Umgang mit dem Orffschen Instrumentarium einen zentrale Stellung ein.
Mit dem rhythmischen Basiskurs sind dabei die Grundlagen gelegt, das die Schüler sehr schnell nach der Beherrschung der Grundlagen zum Musizieren geführt werden können.
3. Didaktisch - methodische Überlegungen
Für die Gestaltung der Stunde war mir ein ständiger Methodenwechsel ebenso wichtig, wie das Grundprinzip der Selbsterfahrung. Zum einen werden durch den ständigen Wechsel von Stoffvermittlung und Übung die Schülker in die Gestaltung des Unterrichtes aktiv einbezogen und zum anderen erfasen sie die Dimension des Themas über die eigene Wahrnehmung besser als durch bloßen Vortrag.
Die Beschäftigung und das Experimentieren mit Klängen und Geräuschen soll schon auf der Stufe des Vermittlung von Grundwissen zum Thema lustvoll sein und den Schüler Freude bereiten. Das bietet am ehesten die Gewähr dafür, dass sie sich dazu verleiten lassen mit mir tiefer in das Stoffgebiet einzutauchen.
Für die Umsetzung dieser Stunde habe ich den Klassenraum gewählt um die Tafel zur Darstzellung des Stoffes nutzen zu können. Um aber auch die Einbeziehung vieler Instrumente und Materialien, des Polylux und des Laptop mit Lautsprechern zu ermöglichen habe ich mit den Schüler den Raum, der mit zu vielen Bänken, Garderobenständer und allerlei Werkmaterial zugestellt war umgestaltet.
Neben vielen Aktivübungen für die Schüler, bei denen sie den Platz verlassen können um sich mit den Instrumenten und Materialien auseinandersetzen zu können, haben ich im zweiten Drittel der Doppelstunde ein Lied eingebaut, dass eine zusätzliche Auflockerung in die Stunde bringt und trotzdem das Thema weiter transportiert. Die Klasse singt gern und wird dieses Angebot sicherlich schnell aufgreifen.
Am Ende der Stunde wage ich schon einen Vorgriff auf den künftigen Umgang mit diesem Thema. Es erscheint mir nur logisch, dass sich die Schgüler dem Aufforderungscharakter der im Raum befindlichen Instrumente und Materialien nicht entziehen können und das Bedürfnis verspüren werden damit auch musikalsich aktiv zu werden. Diesem Bedürfnis kann ich in den letzten 15 Minuten in 3 Klangspielen umsetzen.
4. Lernziele
- Die Schüler sollen nsich mit den naturwisssenschaftliche Grundlagen des Klanges vertraut machen
- Sie sollen, durch Selbstwahrnehmungen die Erkenntnis gewinnen, dass die gesmate sie umgebende Welt klingt und sie das für sich aber auch für ihre spätere Tätigkeit nutzen können.
- Sie sollen erkennen, dass die eigene Stimme ein unverwechselbares und universelles Instrument darstellt.
- Die Schüler sollen sich im Überblick mit den Elementarinstrumenten und ihrer Gliederung vertraut machen.
- Die Schüler sollen in kurzen Übungen schon das erste Selbstvertauen gewinne, dass sie mit diesen Klangerzeugern kompetent umgehen können.
- Sie sollen sich sich der Aufgabe der Selbstherstellung von Instrumenten stellen und dazu erste Überlegungen anstellen.
5. Literaturnachweis
- Susanne Peter-Führe: Rhythmik für alle Sinne - Ein Weg musisch - ästhetischer Erziehung, Herder Verlag, 1994
- Ulrike Theilen: Mach Musik! Rhythmische und musikalische Angebote für Menschen mit schweren Behinderungen Ernst Reinhardt Verlag, 2004
- Susanne Peter-Führe: Rhythmik für alle Sinne - Ein Weg musisch - ästhetischer Erziehung, Herder Verlag, 1994
- Klaus Holthaus: Klangdörfer - Musikalische und soziale Vorgänge spielerisch erleben Fidula. 1994
- Werner Rittmann: Musik und Rhythmik aus der Reihe ‚Methoden in der Heilpädagogik und Heilerziehungspflege' Bildungsverlag EINS, 2004
- Gerhard Merget: Musik erleben - Berufsfachschule Kinderpflege Bildungsverlag EINS, 2001
Nr. | Zeit | Aktivitäten / Thema | Meth. - didaktischer Kommentar | Aktivitäten der Schüler | Bemerkungen / Organisation | |
1
| 1' | 0:01 | Begrüßung |
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2 | 4' | 0:05 | Eröffnungslied Lied nach eigener Wahl der Gruppe | Die Schüler zum Beginn der Doppel-stunde lockern und sie auf die Musikstunde einstimmen. Das Lied mit den Schülern gestalten. | - Die Schüler zur aktiven Beteiligung anregen. | Gitarre |
3 | 2' | 0:07 | - Übung 1
| - Frühzeitig im Thema die praktische Komponente betonen und sie so, über die Selbsterfahrung zur Mitarbeit anregen und das Thema fassbarer machen | - Schüler lehnen sich zurück und schließen die Augen | - Tar - Single Bells - Klanghölzer |
4 | 2' | 0:09 | Thema und Tafelbild eröffnen | - Auf das neue Thema einstimmen (Dimension des Themas innerhalb der musikalischen Ausbildung erläutern) - Tafelbild eröffnen - Stoffvermittlung dieser Stunde erklären |
| Schüler auf die Bedeutung des TB hinweisen |
5 | 6' | 0:15 | - Physikalische Dimension - Unterschied Ton / Geräusch - Definition Klang - Merkmale von Klängen | - Besprechen - Erläutern - Definition diktieren |
| Für die Schüler klar gliedern |
6 | 5' | 0:25 | - Übung 2
| - Mit dieser Übung die Schüler an Hand des Selbstwahrnehmungseffektes zur Erkenntnis führen das die Klangempfindung von den eigenen Gefühlen und Assoziationen abhängig sein kann. - Definition Klangereignisse vorlesen, diskutieren und diktieren. | - Schüler hören mit geschlossenen Augen und werden aufgefordert nicht zu analysieren was es für ein Geräusch ist sondern nachzufühlen, was das Geräusch mit ihnen macht. | Alltags-geräusche vom Laptop: - Brücke - Lampe - Stadt |
7 | 3' | 0:28 | - Übung 3 | - Durch ausprobieren sollen die Schüler erkennen, das alles was sie umgibt klingt. Das unsere Welt aus Klang besteht. - Nach der Beschreibung sie darauf aufmerksam machen, dass Klänge fast immer im Vergleich (assoziiert) beschrieben werden. - TB um Klangerzeuger erweitern | - Schüler dürfen sich frei im Raumbewegen um Klangerzeuger zu finden und auszuprobieren.
| - Verschiedene Klangerzeuger im Raum verteilen - alle 6 Klanggruppen berücksichtigen |
8 | 2' | 0:30 | - Übung 4 | - Die Schüler selber die verschiedenen Klanggruppen finden lassen und |
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9 | 5' | 0:35 | - Die Stimme
- Übung 5 | - TB erweitern - Mit den Schülern über die vielfältigen Möglichkeiten der Stimme sprechen - Schüler eigene Wandelbarkeit ihrer Stimme verdeutlichen - Assoziationen der Schüler besprechen und die Unterschiedlichkeit der Assoziationen verdeutlichen | - Schüler zu Stimmexperimenten ermutigen |
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10 | 4' | 0:39
| - Elementarinstrumente
- Übung 6 | - TB erweitern - Elementarinstrumente besprechen (Kenntnisse überprüfen) - Verschieden Möglichkeiten der Einteilung erarbeiten |
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11 | 6' | 0:45 | - Carl Orff und sein Schulwerk
- Instrumente zusammentragen
| - Die Entstehung des sog. Orffschen Instrumentarium erklären. - Mit den Schülern die dazugehörigen Instrumente zusammentragen und temporär auf der Tafel notieren (Rand) |
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12 | 4' | 0:49 | - Kleines Schlagwerk - Übung 7 | - Die Schüler sollen die benannten Instrumente dem Kleinen Schlagwerk zuordnen - Mit der Folie ‚Elementarinstrumente' vergleichen und abschreiben |
| - Von der Tafel streichen
- Folie Elementar- Instrumente |
13 | 4' | 0:53 | - Großes Schlagwerk - Übung 8 | - Die Schüler sollen die benannten Instrumente dem Großen Schlagwerk zuordnen - Mit der Folie ‚Elementarinstrumente' vergleichen und abschreiben |
| - Von der Tafel streichen
- Folie Elementar- Instrumente |
14 | 4' | 0:57 | - Stabspiele - Übung 9 | - Die Schüler sollen die benannten Instrumente den Stabspielen zuordnen - Mit der Folie ‚Elementarinstrumente' vergleichen und abschreiben |
| - Von der Tafel streichen - Folie Elementar- Instrumente |
15 | 6' | 1:03 | - Weitere Instrumente
- Übung 10 | - Die Schüler sollen die benannten Instrumente den Weiteren Instrumenten zuordnen - Mit der Folie ‚Elementarinstrumente' vergleichen und abschreiben - Schüler ermuntern für den Einsatz im Kindergarte bereich einfache Namen zu finden |
| - Von der Tafel streichen
- Folie Elementar- Instrumente |
16 | 2' | 1:05 | - Übung 11
- Material | - Schüler sollen sich in der Klasse Material suchen das sich zur Klangerzeugung eignet - Erkenntnis gewinnen, das alle uns umgebenden Materialien Klangeigenschaften aufweisen. | - Schüler dürfen sich im Raum bewegen und Material ausprobieren | - verschiedene Materialien zurecht legen (Papier, Folie, Plaste, ...) |
17 | 6' | 1:11 | - Übung 12
- Gegenstände | - Auch diesmal werden die Schüler erkennen, dass jeder Gegenstand anders klingt. - Nach dem jeder Schüler ein Gegenstand im Raum gefunden hat biete ich das Lied: „Unser Zimmer, das ist ein Instrument" an. Neben der inhaltlichen Komponente soll das Lied einen weiteren Methoden darstellen und den Ablauf auflockern - Erkenntnis alle Dinge dieser Welt klingen | - Schüler werden ermutigt Gegenstände im Raum auszuprobieren - Schüler zu mitsingen ermuntern
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18 | 8' | 1:19 | - Selbstgebaute Instrumente zeigen und erklären
- Übung 13
- HA Jeder Schüler denkt sich ein Selbstbauinstrument aus und überlegt sich eine Bauanleitung | - Den Schülern selbstgebaute Instrumente zeigen und ihnen Abbildungen von weiteren Selbstbauideen zeigen - Die Schüler werden ermuntert die vorhandenen Selbstbauinstrumente auszuprobieren - Erkenntnis reifen lassen, das es nur von es unzählige Möglichkeiten gibt eigene Instrumente aus Alltagsgegenständen herzustellen - Kreative der Schüler herausfordern um als Ergebnis dieser HA ein Fachübergreifende Aufgabe zu gestalten. Die HA erklären. |
- Schüler dürfen sich die Selbstbauinstrumente nehmen und durchprobieren | - Selbstbau-instrumente - Folien mit Bsp. Bauan-leitungen für Selbstbau-instrumenten |
19 | 2' | 1:21 | Zusammenfassung des Erarbeitenden Stoffes | - Mit den Schülern die Erkenntnisse der Stunde noch einmal zusammenfassen |
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20 | 8' | 1:29 | Rhythmische Übung mit dem vorhanden Klangerzeugern
- Aufgabe 1: Spielen ohne Regeln
- Aufgabe 2: Regel - Das leiseste Instrument beginnt und fordert über Blickkontakt auf, diesen Blick gibt der nächste auch spielt
- Aufgabe 3: Nach einer vorgegebenen rhythmischen Partitur beginnt der Lauteste und die anderen steigen nach Instrumentengruppen ein. Das Ende wird umgekehrt vollzogen. | - Die Schüler werden ermuntert, sich die unterschiedlichen Klangerzeuger zu nehmen und gemeinsam zu spielen. Diese Klangspiel dient dem Ausklang der Doppelstunde und bietet eine Möglichkeit für die Schüler sich auszuagieren und dem Aufforderungscharakter des vorhandenen Instrumentariums zu entsprechen. - Die Schüler werden merken, dass ein Regelloses Spiel nur zufällig zu einem befriedigenden Ergebnis führt. - Bei dieser Übung müssen die Schüler Kontakt aufnehmen, werden aber feststellen, dass die Beendigung ein Problem darstellt.
- Bei dieser Aufgabe wird Bezug genommen auf ihre die erworbenen Fähigkeiten aus dem Rhythmus-Grundkurs. Die Partitur wird an der Tafel skizziert und in Instrumentengruppen kurz geübt. Die Gruppe wird in diesem Spiel zu einem Erfolgserlebnis geführt. | - die Schüler suchen sich selbst Instrumente aus - werden aber auf unterschiedliche Klangerzeuger orientiert
- beim Spiel wenden sich die Schüler ihren Klassenkameraden zu
- die Schüler spielen nach einer rhythmischen Partitur | Alle Klangerzeuger
Tafelbild entfernen und Partitur anschreiben |
21 | 1' | 1:30 | Verabschiedung und Orientierung auf die nächste Stunde | - Ausblick auf die nächsten Stunden |
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