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Der Löwenzahn
Datum: 05. Juli 2010 Kommentare: 0
Zusätzliche Informationen:
Beschreibung:
In dieser Unterrichtsstunde sollen die SchülerInnen den Bau von Pflanzen besprechen und einzelne Teile benennen können. Durchgeführt in einer 1. Klasse.

Der Löwenzahn
Der Löwenzahn
Sachanalyse
Inhalt: Der Löwenzahn
Lehrplanbezug
Die Arbeit im Erfahrungs-und Lernbereich Natur geht von der Begegnung der Schülerinnen und Schüler mit der Natur und den Erfahrungen mit dem eigenen Körper aus. Anzustreben ist ein Verständnis für die Natur als der Lebensgrundlage des Menschen und für den Menschen selbst als einen Teil der Natur. Die Schülerinnen und Schüler sollen Verständnis dafür entwickeln, dass für das körperliche und geistige Wohlbefinden der Menschen ein möglichst hohes Ausmaß an Gesundheit und Bewegungsfähigkeit verantwortlich ist. Die Mitwirkung der Schülerinnen und Schüler kommt bei der Gestaltung der Schule als gesundheits- und bewegungsfördernder Lebensraum besondere Bedeutung zu. Die Unterrichtsarbeit muss über das Gewinnen von Grundkenntnissen zum Erlernen fachspezifischer Arbeitsweisen und schließlich zu verantwortungsbewusstem Verhalten gegenüber der Natur und dem eigenen Körper führen.
Erste Formenkenntnisse über Einige Pflanzen und Tiere der unmittelbaren Umgebung Pflanzen und Tiere gewinnen kennen und benennen
Den Bau von Pflanzen und Tieren besprechen; einzelne Teile benennen (zB Stamm, Krone, Wurzel, Blatt, Blüte, Frucht, Samen; Kopf, Rumpf, Schnabel, Schnauze, Flügel, Pfoten, Krallen)
Die Bedeutung von Pflanzen und Tieren für den Menschen erkennen:
- für die Ernährung (Gemüse, Obst, Futterpflanzen; Eier, Milch, Fleisch)
(vgl. Lehrplan S.82,83).
Sachstruktur
Der Gewöhnliche Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia) stellt eine Gruppe äußerst ähnlicher und stark verwandter Pflanzen in der Gattung Löwenzahn (Taraxacum) aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) dar. Meist werden diese Pflanzen einfach als Löwenzahn bezeichnet.
Der Löwenzahn ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 10 und 30 cm erreicht und in allen Teilen einen weißen Milchsaft enthält. Seine bis zu 1 m (selten auch bis 2 m) lange, fleischige Pfahlwurzel ist außen dunkelbraun bis schwarz. Sie geht in eine kurze, stark gestauchte Sprossachse über, auf der die Blätter dicht in einer grundständigen Rosette stehen. Nach einer Verletzung des Vegetationspunktes regeneriert sich die Pflanze aus der Wurzel und bildet dann meist mehrere Blattrosetten. Die 10 bis 30 cm langen Blätter sind eiförmig bis eilanzettlich, unregelmäßig stark gelappt und tief eingeschnitten und gezähnt. Einschnitte und Zähne sind von der Basis bis zu etwa 2/3 der Länge stark, weiter zur Blattspitze häufig geringer ausgeprägt.
Den Blattachseln entspringen meist mehrere, bis zu 60 cm lange Blütenstandsstiele. Jeder ist eine blattlose, außen schwach befilzte, hohle Röhre. An ihrem oberen Ende stehen dicht spiralig verteilt 30 bis 40 abstehende Hochblätter, die bald austrocknen. Darüber bildet ein Wirtel aus Hüllblättern einen anfangs geschlossenen Schutz um die Blütenstandsknospe. Die Hüllblätter öffnen und schließen sich schützend mit dem Blütenstand und bleiben bis zur Fruchtreife grün. Der Blütenstand ist eine Scheinblüte, in dem viele gelbe Zungenblüten zu einem tellerförmigen Körbchen von etwa 3 bis 5 cm Durchmesser zusammengefasst sind. In ihm öffnen sich die Einzelblüten ringförmig von außen nach innen. In der mehrere Tage währenden Blütezeit schließt sich der Blütenstand jeweils bei Nacht, Regen oder Trockenheit und schließlich beim Verblühen. Nach mehreren Tagen öffnen sich die Hüllblätter letztmalig bei Fruchtreife und entlassen zuerst die eingetrockneten und abgestoßenen Blütenhüllen der Zungenblüten. Die Früchte, schlank tonnenförmige, mit haarigen Flugschirmen (Pappus) ausgestattete Achänen, werden durch den Wind ausgebreitet (Schirmflieger). Der mit den Früchten besetzte Kopf des Blütenstandes ist die bekannte „Pusteblume".In Mitteleuropa ist die Hauptblütezeit von April bis Mai. In deutlich geringerer Anzahl erscheinen Blüten auch noch bis in den Herbst.
Da einige Merkmale sehr plastisch sind, können sich die einzelnen Pflanzen stark den jeweiligen Standorten anpassen. So produzieren Pflanzen an ungestörten Standorten lange, schräg aufrecht gehaltene Blätter und bis zu 50 cm lange, aufrechte Blütenstandstiele. Pflanzen auf begangenen Wegen oder häufig gemähten Wiesen haben dagegen viel kürzere, dicht dem Boden aufliegende Blätter und niederliegende, manchmal nur wenige Millimeter lange Blütenstandstiele.
Verbreitung:
Der Gewöhnliche Löwenzahn stammt ursprünglich aus dem westlichen Asien und Europa, ist aber, auch durch menschliches Zutun, weit auf der nördlichen Erdhalbkugel verbreitet. Auf der Südhalbkugel kommt er nur sporadisch und dann ausschließlich infolge einer Verschleppung vor. In Mitteleuropa ist er ein häufiges Wildkraut auf Wiesen, an Wegrändern und in Gärten. Als Ruderalpflanze besiedelt er schnell Brachflächen, Schutthalden und Mauerritzen. Er wächst in Gebieten mit einer jährlichen Durchschnittstemperatur von 5 bis 26 °C und einem jährlichen Durchschnittsniederschlag von 0,3 bis 2,7 m auf Böden mit einem pH-Wert von 4,2 bis 8,3. Im Gebirge kommt er bis in Höhenlagen von 2.800 m NN vor, bleibt dort aber deutlich kleiner als im Flachland.
Da, wie weiter unten erklärt, die Pflanzenpopulationen des Gewöhnlichen Löwenzahns nur schwer mit den herkömmlichen Konzepten einer Art zu erfassen sind, wurden sie zur Sammelart Taraxacum officinale agg. (G.H.Weber ex Wiggers) zusammengefasst. Da diese aber wiederum wegen vieler Übergangsformen nicht von anderen Sammelarten zu trennen ist, werden nun alle Pflanzen gemeinsam als Sektion Ruderalia der Gattung Taraxacum bezeichnet. Je nach Autor wird die Anzahl der anzuerkennenden Arten dieser Sektion zwischen eins und mehreren tausend angegeben
(vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Gewöhnlicher_Löwenzahn).
Ereignishafte Situationsanalyse
Inhalt: Der Löwenzahn
Die Kinder haben bereits Erfahrung mit der Themenerarbeitung im Sitzkreis.
Die Kinder haben über das Thema Löwenzahn noch nichts gehört, bringen aber natürlich das jeweilige Vorwissen von zu Hause oder dem Kindergarten mit.
Die KK sind grundsätzlich an sachunterrichtlichen Themen sehr interessiert und bringen gerne ihr Wissen ein.
P, M, J und J beeindrucken immer wieder durch ihr großes Vorwissen.
Die Kinder sollen durch das Anschauungsmaterial angeregt werden.
Das Sachunterrichtsheft befindet sich im Pult neben dem Lehrertisch. Arbeitsblätter werden darin eingeklebt und in das Abgabekörbchen gegeben.
Unterrichtsverlauf | methodisch - didaktische Hinweise |
Einstieg: Phantasiereise Die KK kommen in den Sitzkreis.
Die L. liest eine Geschichte über den Löwenzahn bzw. die Pusteblume vor.
Erarbeitung: Teile des Löwenzahns durchgeben Die L. gibt nun die Wurzel, ein Blatt, den Stängel und die Blüte des Löwenzahns durch und lässt die Kinder dies betrachten und angreifen.
Vertiefung: Die Lehrerin bittet die Kinder nun wieder zurück auf ihre Sitzplätze und öffnet währenddessen die Tafel, auf der sich ein Plakat des Löwenzahns befindet.
Nun werden die vorhin gesehenen Teile des Löwenzahns mit Wortkarten beschriftet. Die restlichen Teile werden nun auch besprochen und beschriftet.
Danach wird besprochen, wo der Löwenzahn vorkommt, woher der Name stammen könnte, ob alle Teile genießbar sind, ob die Blüten den ganzen Tag geöffnet bleiben, wie die Flüssigkeit aussieht, wenn der Stiel abgebrochen wird, wie groß sie werden kann, dass sich die Pflanzen immer der Umgebung anpassen und warum sich der Löwenzahn zur Pusteblume verwandelt.
Weiters werden noch Bilder der Vorkommnisse, der Samen und der Blätter auf dem Overheadprojektor gezeigt. Selbständiges Arbeiten: Arbeitsblatt Die Austeiler, teilen nun ein Arbeitsblatt aus, auf dem ein Löwenzahn zu sehen ist und ein Lückentext, darunter befinden sich Wörter für die Beschriftung des Bildes und zum Einsetzen in den Lückentext. Währendessen werden die KK aufgefordert Schere und Klebstoff herzurichten. Die KK schneiden nun die Wörter am Blattende aus und sollen sie richtig zuordnen. Diff.: Die L. löst zeitgleich beim Overhead das Arbeitsblatt.
Diff.: Für Kinder, die das Arbeitsblatt bereits gelöst haben, liegt ein Arbeitsblatt auf, welches ein Puzzle eines Löwenzahnbildes zeigt. Dieses soll korrekt ausgeschnitten und richtig aufgeklebt werden.
Ausstieg: Memory Die Kinder werden wieder in den Sitzkreis gebeten.
Jedes Kind erhält nun ein Bild eines Löwenzahns, entweder einen Pflanzenteil, oder eine Aufnahme einer Pflanze auf der Wiese. Zwei Bilder passen immer zusammen. Die Kinder sollen sich nun finden und paarweise wieder auf ihre Plätze im Sitzkreis setzen. Danach dürfen die Kinder ihre Bilder in der Mitte des Kreises auflegen und aufstehen, damit man weiß, dass sie schon an der Reihe waren.
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Alle KK haben gut Platz, außerdem wird eine gemütliche Atmosphäre geschaffen.
Dadurch wird die Phantasie der Kinder angeregt und es dient der Hinführung zum Thema.
Der auditive und kinästhetische Lerntyp wird gefördert.
Alle KK sehen gut auf die Tafel und können den Erklärungen folgen.
Dies dient der Wiederholung des soeben Gesehenen.
Dies dient der Vertiefung des Themas.
Veränderung des Mediums spricht die Kinder wieder mehr an, außerdem wird das Thema für die Kinder verständlicher.
Die KK können das Gelernte nun anwenden, außerdem wird die Feinmotorik gefördert.
Dies dient als Hilfestellung für die schwächeren Kinder.
Damit die schnelleren Kinder keine Unruhe erzeugen, erhalten sie ein zusätzliches Arbeitsblatt.
Änderung der Sozialform.
2
Dieses Spiel dient der nochmaligen Wiederholung des Gelernten und als Ausklang für diese Stunde. |
Ausführliche Vorbereitung am 26. Mai 2010
Studierende: Katja K
Klasse: 1a
Schulstufe: 1
Klassenlehrerin:
Wochenthema: Es blüht auf der Wiese.
Stundenthema: Der Löwenzahn.
Grobziel/Lehrplanbezug: Den Bau von Pflanzen besprechen und einzelne Teile benennen können.
Feinziele: Die KK...
hören aufmerksam der Geschichte zu. sehen sich die mitgebrachten Pflanzenteile genau an. benennen die Pflanzenteile am Plakat richtig. schneiden die Wörter des Arbeitsblattes richtig aus.- LZK: kleben die Wörter richtig zur Pflanze und in den Lückentext.
lösen das Memory richtig.
Unterrichtsmittel:
Geschichte Pflanzenteile Overhead Overheadfolien Plakat Wortkarten
Arbeitsmittel:
Schere Kleber MemoryErziehungsziele:
Die Kinder achten auf einen korrekten Umgang mit dem Herzeigematerial.
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