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Josef und seine Brüder

Josef und seine Brüder
Unterrichtsentwurf
Datum: 08. August 2010 Autor: Verena H Kommentare: 0

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Beschreibung:

In dieser Unterrichtsstunde sollen die SchülerInnen in Gruppenarbeit Josefs Gefühle visualisieren, um durch den handelnden und künstlerischen Zugang diese Gefühle zu reflektieren. Außerdem sollen sie erkennen, dass Gott Josef auf seinem Lebensweg begleitet. Durchgeführt in einer 2. Klasse.


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Josef und seine Brüder


Josef und seine Brüder

Thema der Unterrichtsreihe:
Die Josefsgeschichte - Eine biblische Erzählung

als Zeichen für Vergebung und Versöhnung der Menschen im Alten Testament und in unserer Klasse

 

Schwerpunktziel der Reihe:
Die Schüler[1] {#_ftn1} setzen sich handlungsorientiert mit ausgewählten Kapiteln der Josefsgeschichte (Gen 37-50) auseinander, um anschließend die Aspekte der Schuld und Vergebung auf das gemeinschaftliche Leben in der Klasse übertragen zu können.

 

Aufbau der Unterrichtsreihe:
1. Handlungsorientierte Auseinandersetzung mit

Gen 37, 1-4 - Wir lernen Josef und seine Familie

kennen

2. Josefs Träume in Gen 37 - Wir lernen eine neue

Methode für die Gruppenarbeit kennen, indem wir

die Träume bildlich interpretieren

3. Josef im Brunnen - Wir versetzen uns in Josefs

Lage und formulieren seine Gebete an Gott

4. Gott begleitet Josef auf seinem Weg vom Sklaven

zum Hausverwalter - Wir formulieren seinen

Dank

5. Josef im Gefängnis - Wir legen mit vielfältigen

Materialen Tischbilder und setzen uns dadurch mit Josefs Gefühlen der Not und Verzweiflung sowie seiner immer währenden Begleitung durch Gott auseinander

6. Josef wird Stellvertreter des Pharaos - Wir

erarbeiten den erneuten Aufstieg Josefs, indem wir uns eigenständig mit den Träumen des Pharaos sowie Josefs Traumdeutung beschäftigen

7. Die Brüder kommen nach Ägypten - Wir denken

über Schuld und Einsicht der Brüder nach, indem

wir Brüdergespräche im Stabpuppenspiel darstellen

8. Verzeihung oder Rache? - Wie erfahren, dass Josef

seinen Brüdern verzeiht, indem wir uns mit den Gedanken Josefs in Gen 44-45 beschäftigen

9. Josefs Geschichte ist auch unsere Geschichte - Wir

denken über Vergebung und Verzeihung in unserem

Umfeld nach

10. Versöhnung in unserem Leben - Wir basteln

Entschuldigungskarten für unsere Klasse, die wir in

Streitsituationen als Gesprächsanlass nutzen können

 

Thema der Unterrichtsstunde:
Josef im Gefängnis - Wir legen mit vielfältigen

Materialen Tischbilder und setzen uns dadurch mit Josefs Gefühlen der Not und Verzweiflung sowie seiner immer währenden Begleitung durch Gott auseinander

 

Schwerpunktziel der Unterrichtsstunde:
Die Schüler sollen in Gruppenarbeit Josefs Gefühle

visualisieren, um durch den handelnden und künstlerischen Zugang diese Gefühle zu reflektieren. Außerdem sollen sie erkennen, dass Gott Josef auf seinem Lebensweg begleitet.

 

Weitere Ziele der Unterrichtstunde:

- Durch die Auseinandersetzung mit Gen 39, 20-21 sollen die Kinder eine weitere Station der biblischen Erzählung kennen lernen.

- Sie sollen durch die Gruppenarbeit ihre Methodenkompetenz erweitern, das Gruppenbewusstsein soll zudem gestärkt werden.

- Sie sollen sich dem Thema durch den Umgang mit vielfältigen Formen, Farben und Materialen handlungsorientiert nähern.

- Die Sprachkompetenz soll durch das Formulieren von Gefühlen, den gemeinschaftlichen Gedankenaustausch sowie die Verschriftlichung der Gruppenergebnisse erweitert werden.

- Die Schüler sollen ihre Reflexionsfähigkeit stärken, indem sie ihre eigenen Arbeiten hinterfragen.

- Die Kinder lernen durch den Museumsgang andere Arbeiten anhand eines Kriteriums zu begutachten und im Klassenverband darüber zu sprechen.

 

Medien:

- CD-Player

- CD mit Lied „Weißt du, wie's mit Josef war?"

- Meditationsmusik

- Aufräummusik

- Kerze mit Josefbildern

- Plakat „Josefs Weg"

- Stoffe, Papiere etc. für die Tischbilder

- Erzählstein

- Piktogramme für die Verlaufstransparenz

- Karten und Arbeitsblatt für die Gruppenarbeit

- Fotoapparat

- Holzuhr

 

Literatur:

- Haas, Robert: „Weißt du, wie's mit Josef war", CD Liederkiste 1/2, Lied 23

- Krauss, Heinrich /Küchler, Max: Erzählungen der Bibel III, Göttingen, 2005

- Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW: Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, 2008

- Ort, Barbara/ Rendle, Ludwig: fragen-suchen- entdecken 2. Arbeitshilfen für NRW, München, 2004

- Schaupp, Barbara: Bodenbilder gestalten, In: Rendle, Ludwig (Hrsg.): Ganzheitliche Methoden für den Religionsunterricht, München, 2008

 

Geplanter Unterrichtsverlauf:

1. Einführung

Intentionaler Schwerpunkt: Die Schüler sollen durch die Verlaufs- und Zieltransparenz über die Unterrichtsstunde informiert und auf das Thema eingestimmt werden.

Handlungsverlauf

Methodisch-didaktischer Kommentar

 

Begrüßung sowie Vorstellung des Gastes

Gebet und Lied „Weißt du, wie's mit Josef war"

Stundenplan wird von einem Schüler vorgelesen

 

Kinder zeigen kurz Stationen Josefs am Wandplakat

 

LAA gibt Informationen über Ziel und Ablauf der Stunde.

 

 

 

 

Schüler setzen sich in den vorbereiteten Mattenkreis

Stehkreis:

Ritual

Emotionale und thematische Einstimmung auf das Thema.

Ritual

 

 

Aktivierung des Vorwissens und der Motivation

 

Visualisierte Form des Stundenverlaufs durch Symbolkarten bietet Schülern während der gesamten Unterrichtsstunde eine Orientierung.

Durch die Zieltransparenz werden sie über Inhalt und Ziel der Stunde informiert.

 

Mattenkreis bietet eine entspannte Erzähl- und Gesprächsatmosphäre.

Erwartetes Ergebnis: Schüler sind durch den thematischen Einstieg motiviert sowie über Ablauf und Ziel der Stunde informiert

 

2. Erarbeitungsphase

Intentionaler Schwerpunkt: Die Schüler lernen Gen 39, 7-23 durch eine kurze Lehrererzählung kennen und sammeln im Kreisgespräch erste Anstöße für die Reflexion der Gefühle

Handlungsverlauf

Methodisch-didaktischer Kommentar

Josef-Kerze wird von LAA angezündet, ein Schüler darf die Kerze vor sich stellen und in Bezug auf letzte Stunde drehen (buntes Josefbild nach vorne)

 

LAA erzählt Kindern Gen 39, 7- 23 in kindgerechter Form, wobei Schüler den Beobachtungsauftrag erhalten, auf Josefs Gefühle und den Gottesbezug in diesem Ausschnitt zu achten.

Fragen und erste Gedanken zum Bibelausschnitt können geäußert werden

 

 

Josefkerze wird vom „Kerzenkind" gedreht

Stationseintrag auf dem Josefplakat

 

Weitere kurze Impulsfragen zu Gefühlen Josefs und Gottes Begleitung werden gestellt und können von Kindern im Kreis beantwortet werden.

 

 

 

LAA stellt Arbeitsauftrag und erinnert an die Regeln für die Gruppenarbeit

 

 

Kinder gehen an ihre Tische zurück

 

Tischgruppen erhalten Kasten mit visualisiertem Gruppenarbeitskärtchen und dem Arbeitsblatt, Ende der Arbeitsphase wird von LAA auf Holzuhr eingestellt und an die Tafel gestellt

Emotionale Einstimmung auf das Thema sowie Bezugnahme zur letzten Station des Josefplakates

 

 

Durch zielgerichtetes Zuhören wird weiterer Verlauf der Josefsgeschichte deutlich.

 

 

 

Meldekreis

Schüler sollen den Text verstanden haben, um damit in der Arbeitsphase arbeiten zu können.

 

Ritual

Visualisierung von Josefs Lebensstationen

 

Schüler sollen durch das gelenkte Unterrichtsgespräch einige kreative Ideen der Mitschüler erfahren und dadurch motiviert und angesprochen werden. Sie erhalten eine erste Orientierung für die eigene Arbeit in der nächsten Phase.

 

Formulierung des Arbeitsauftrages dient der Zieltransparenz und soll möglichen Problemen in der Arbeitsphase vorbeugen

 

Methodenwechsel

 

Visualisierung des Arbeitsauftrages dient Orientierung in der Arbeitsphase

Erwartetes Ergebnis: Schüler kennen Inhalt einer weiteren Josefs-Episode und sammeln erste Eindrücke zu Gefühlen Josefs sowie Gottes Begleitung im Kreisgespräch. Schüler haben den Arbeitsauftrag verstanden und eine visuelle und zeitliche Orientierung für die Arbeitsphase erhalten.

 

3. Arbeitsphase

Intentionaler Schwerpunkt:

Die Schüler sollen die Gefühle Josefs aus der vorgelesenen Bibelstelle reflektieren und in Zusammenarbeit bildlich darstellen.

Handlungsverlauf

Methodisch-didaktischer Kommentar

Kinder entwickeln an ihrem Gruppentisch mit Hilfe eines Arbeitsblattes und verschiedenen Materialen ein Tischbild, das die Gefühle Josefs im Gefängnis darstellt.

 

Meditationsmusik im Hintergrund

 

 

Verschiedene Aufgaben innerhalb der Gruppe werden verteilt

 

 

Gemeinsames Tischbild wird gelegt

 

 

 

Fragen auf AB werden gemeinsam beantwortet und vom Schreiber verschriftlicht.

 

Gong verkündet Ende der Arbeitsphase, nachdem Zeitwächter ihre Gruppe informiert haben.

 

Aufräummusik zur Säuberung der Tische (bis auf das Tischbild und das AB) wird angestellt

 

LAA fotografiert in der Zeit die Tischbilder

Gruppenarbeit als Sozialform, die die Kommunikation und das Miteinander unterstützt.

 

 

 

Musik soll Kinder beruhigen und eine entspannte Atmosphäre herbeiführen

 

Selbstständigkeit soll durch eigenverantwortliche Organisation der Gruppenarbeit gefördert werden

 

Gruppen-Absprache und Kommunikation fördern Sozialkompetenz, Handlungsorientierung durch künstlerische Auseinandersetzung

 

Angeleitete Reflexion der eigenen Gruppenarbeit

 

Ritual, da akustisches Signal bekannt ist

 

 

 

Ritual

 

 

Schüler erhalten später Abzüge ihrer Tischbilder für das Josefbuch, da sie dadurch immer wieder an die Stunde erinnert werden.

Erwartetes Ergebnis: Die Schüler haben in Gruppenarbeit Tischbilder erstellt, die den vorgelesenen Bibelausschnitt repräsentieren und Gefühle Josefs widerspiegeln. Die Kinder haben zudem im Team ihre Arbeit kurz reflektiert und dies stichpunktartig fixiert.

 

4. Schluss- und Reflexionsphase

Intentionaler Schwerpunkt: Indem die Kinder ihr Arbeitsergebnis präsentieren und die Ergebnisse anderer durch eine kriteriengeleitete Reflexion in Bezug auf die Darstellung der Gefühle Josefs und Gottes Begleitung würdigen, werden sie in ihrer Kritik- und Reflexionsfähigkeit gefördert.

Handlungsverlauf

Methodisch-didaktischer Kommentar

Treffen im Stehkreis

 

 

Nennen und Visualisieren der Reflexionsfrage an der Tafel für den zielgerichteten Museumsgang

 

Treffen im Mattenkreis und freiwillige Beantwortung der Reflexionsfrage mit Erzählstein

 

 

 

LAA gibt Ausblick auf nächste Stunde

 

 

Wechsel der Sozialform um Arbeitsauftrag für Reflexionsphase zu nennen

 

Museumsgang bietet Möglichkeit der stillen Würdigung und Präsentation aller Arbeiten sowie einer Bewegungsphase

 

Ritual

Das Lob der Mitschüler zur effektiven Darstellung der Gefühle Josefs motiviert Schüler. Kritik wird bewusst ausgelassen, da Tischbilder immer sehr subjektiv sind.

Transparenz erleichtert Kindern die Einordnung in den Gesamtprozess der Unterrichtsreihe.

Erwartetes Ergebnis: Die Schüler haben über die Arbeiten der anderen Gruppen reflektiert nachgedacht und sich dazu geäußert.


[1] {#_ftnref1} Im weiteren Verlauf werde ich für die Schülerschaft die grammatikalisch männliche Form verwenden. Meiner Intention nach sind aber beide Geschlechter damit verbunden.

 

 



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