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Unterrichtsentwurf zu "Bilder einer Ausstellung"

Unterrichtsentwurf zu "Bilder einer Ausstellung"
Unterrichtsentwurf
Datum: 23. März 2011 Autor: b venth Kommentare: 0

Zusätzliche Informationen:

Kinder sollten in der Stunde eigene Musik zu 2 verschiedenen Bildern in Gruppen komponieren und in der Reflexion Instrumentenwahl und Spielweise begründen.

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Beschreibung:

Hier die letzte Stunde einer Reihe zu den "Bildern einer Ausstellung" von M. Musorgskij für eine 2. Klasse.


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Unterrichtsentwurf zu "Bilder einer Ausstellung"


Studienseminar für Lehrämter an Schulen –

Seminar für das Lehramt für GHRGe (G)

Schriftlicher Unterrichtsentwurf für den 3. Unterrichtsbesuch

im Fach Musik

Name: B Venth

Fach: Musik

Datum: 04.02.2011

Zeit: 9:00 Uhr bis 9:45 Uhr

Schule: GGS

Klasse: 2b

Schulleitung:

Ausbildungslehrerin:

Hauptseminarleiterin:

Fachleiterin:

Thema der Unterrichtsreihe: Bilder einer Ausstellung

Thema der Unterrichtsstunde: Die Kinder entwickeln zu einzelnen Titeln aus Mussorgskijs Bilder einer Ausstellung eigene musikalische Darstellungen und führt sie auf.

Ziel der Stunde: Die Kinder werden ihre musikalische Ausdrucksfähigkeit weiterentwickeln und die verschiedenen Ausdrucksformen diskutieren, indem Sie entwickelte Vorstellungen zu 2 Bildern vertonten.

Unterrichtliche Voraussetzungen

Die Klasse 2b setzt sich aus neun Mädchen und zwölf Jungen zusammen. In der Klasse wird regelmäßig und gerne gesungen. In einer vorangegangenen Unterrichtsreihe wurde bereits einige Male der Umgang mit dem Orff-Instrumentarium und mit Boomwhackers praktiziert. Die akustische Darstellung einzelner Begriffe (z.B. Tiere) in Gruppen in freier Erarbeitung hat die Kinder sehr angeregt und wurde mit Begeisterung umgesetzt.

Auch wenn es einigen Kinder nach wie vor schwer fällt, gelingt es der Lerngruppe doch zunehmend, sich an die eingeführten Regeln im Musikraum zu halten. Das musikalische Arbeiten in 5-er Gruppen ist erst wenig praktiziert worden, regt die Kinder aber an. Auch das Aufführen der Ergebnisse dürfte keine Hemmungen auslösen.

Die Bilder einer Ausstellung haben die Kinder durch ein kleines Hörspiel kennengelernt, in dem der kleine Gnom „Gnomi“ sich mit M. Mussorgskij unterhält, sie gemeinsam durch die Ausstellung des Freundes und Malers Viktor Hartmann gehen und die komponierten Bildbeschreibungen Mussorgskijs hören. Diese Verwischung der Grenze zwischen Bild und Ton machte den Kindern keinerlei Probleme. Wie selbstverständlich hörten sie die Bilder und konnten die gefühlten Emotionen im Rahmen ihrer Möglichkeiten verbalisieren.

In der nachfolgenden Stunde wurden passende Adjektive für die verschiedenen Stimmungen der Bilder gesammelt und an der Tafel festgehalten. Dabei fiel den Kindern auf, dass sich die gefundenen Begriffe teilweise wiederholten und eine zusätzliche Abgrenzung nötig sei.

Eine weitere Stunde wurde damit verbracht, die Themen der Musiken in selbstgemalten Bildern darzustellen. Hierzu wurde die Auswahl auf drei Themen begrenzt. Einige Kinder malten mehrere Bilder.

Begründung von Thema und Ziel

Die Begegnung mit Komponisten und ihren Werken erweitern den musikalischen Horizont der Schülerinnen und Schüler. Sinfonische Dichtung bzw. Programmmusik sind wichtiger Bestandteil unserer Musikkultur und -geschichte. Das Wissen darum fördert die Allgemeinbildung. Die Schülerinnen und Schüler lernen exemplarisch ein Kunstwerk dieser Gattung kennen.

Insbesondere Programmmusik eignet sich als Gesprächsgrundlage zur Diskussion musikalischer Affekte. Auch ohne musikalisches Vorwissen werden Stimmungen und Gefühle der Musik erkannt und lassen sich benennen. Dies wiederum schlägt die Brücke zur kompositorischen Ausführung des Komponisten.

Zu den Aufgaben und Zielen des Musikunterrichts gehört das Entwickeln von musikalischer Erlebnis- und Ausdrucksfähigkeit1. Eigenes musikalisches Handeln mit dem Ziel, ein Bild musikalisch mit einer Lerngruppe zu beschreiben, fordert von den Schülerinnen und Schülern unterschiedliche Leistungen ab. Zunächst muss sich die Gruppe auf eine Stimmung, ein Gefühl einigen. Dies erfordert Kommunikations- und Teamfähigkeit. In einem zweiten Schritt muss eine Ausdrucksform und ein Instrument gewählt werden, mit dem dieser Ausdruck zu erzielen ist. Hier werden Einfühlungsvermögen und Kreativität erwartet. Und zuletzt muss es von der Gruppe (wiederholbar) vorgetragen werden (Konzentration). Außerdem fördert das gemeinsame Musizieren einen wichtigen Beitrag zum sozialen und kooperativen Lernen2.

Das eigene Musizieren ist der letzte Baustein dieser Reihe zu den Bildern einer Ausstellung vom M. Mussorgskij. Das Vernetzen der Kompetenzbereiche Musik hören, Musik umsetzen und Musik machen kann nur gelingen, wenn die Kinder sich immer wieder über Wege und Ergebnisse verständigen3.

Der Kompetenzbereich Musik machen – mit Instrumenten mit dem Schwerpunkt mit Instrumenten improvisieren und experimentieren erwartet das Improvisieren zu verschiedensten Spielauslösern4. Dies fördert die musikpraktische Kompetenz und schafft auf spielerische Weise eine Atmosphäre der Kreativität.

Darstellung der Unterrichtsreihe:

Unterrichtsstunde: Hörspiel zu Bilder einer Ausstellung hören und darüber

diskutieren.

Unterrichtsstunde: Zu den Bildern geeignete Adjektive sammeln und begründen.

Unterrichtsstunde: Bilder zur gehörten Musik malen.

Unterrichtsstunde: Eigene Musik zu einem Bild erfinden und vorspielen.

Unterrichtsstunde: Mit Hilfe grafischer Notation die eigenen Ergebnisse

verschriftlichen.

Sachbezogene Überlegungen

Programmmusik und insbesondere sinfonische Dichtung bietet einen vielfältigen Zugang zu klassischer Musik. Das Werk Bilder einer Ausstellung von Modest Mussorgskij ist ein beliebter Vertreter dieser Gattung im Musikunterricht. Die kurzen Musiksequenzen sind in ihren Stimmungen deutlich voneinander abgegrenzt und die Bilder liegen in der Vorstellungswelt der Kinder, so dass es ihnen leicht fällt, die emotionalen Ebenen der Musik zu erfassen und zu verbalisieren.

Auch wenndie Schülerinnen und Schüler die Musik bereits kennen, so ist das Erarbeiten einer eigenen Musik zu einem Bild eine neue Herausforderung. Dies verlangt von den Kindern, sich emotional auf die Stimmungen der Bilder einzulassen, sie sich bewusst zu machen und kreativ umzusetzen.

Die Unterschiedlichkeit der Kompositionen bietet eine große musikalische Bandbreite, die von der Klasse nicht in der gesamten Differenzierung darzustellen ist. Deshalb werden vom LAA zwei Bilder mit unterschiedlicher Stimmung ausgewählt und von den Kindern vertont. Diese sind die Küken und Baba Yaga. Beide Bilder liegen in der Vorstellungswelt der Kinder und können somit leichter von ihnen emotional erfasst und umgesetzt werden.

Da jedes Bild von jeweils zwei Gruppen interpretiert wird, können in der Reflexion die Ergebnisse verglichen und ihre Unterschiede thematisiert werden. Dies ist auf zwei Ebenen möglich: zum einen werden die unterschiedlichen Bilder verglichen, zum anderen die zwei Versionen zum gleichen Bild. Da beide Vergleiche nicht in einer Stunde zu leisten sind, beschränkt sich der LAA in der Reflexion auf die zweite Vergleichsvariante.

Die Gruppen müssen, bevor sie ihr Bild während der Reflexion aufführen, ihre Vorgehensweise verbalisieren. Zum einen können so die Zuhörenden besser wahrnehmen, was sich die Gruppe vorgenommen hat, zum anderen sind die Aufführenden aufgefordert, ihre Entscheidungen zu versprachlichen.

Das Angebot des den Gruppen bereitgestellten Instrumentariums ist breit gewählt. Dies bietet den Kindern die Möglichkeit, eine deutliche Musiksprache zu sprechen. Auch wenn der richtige Umgang mit den Instrumenten das ein oder andere Kind vor Probleme stellen wird, so ist zu erwarten, dass jedes Kind eine für sich geeignete Ausdrucksform für das eigene Bild findet.

Da die Kinder die beiden Bilder, die von ihnen musikalisch dargestellt werden sollen, bereits kennen, werden die Kompositionen nicht erneut gehört. Dies erhält die Kreativität und verhindert, dass sich die Kinder an einer Art Vorlage orientieren.

Didaktisch-methodische Entscheidungen

Initiation und Orientierung finden im Stuhlkreis statt, damit die Kinder noch nicht an die Instrumente gelangen, da diese einen hohen Aufforderungscharakter haben, was wiederum zu Störungen führen würde. Während der Durchführung der musikalischen Umsetzung arbeiten die Kinder in Gruppen, um ihnen Gelegenheit zur gemeinsamen Auseinander-setzung mit ihrer gestellten Aufgabe zu geben. Außerdem ist die Hemmschwelle der Präsentation in der Gruppe im Gegensatz zur Solodarstellung deutlich reduziert. Bei der Reflexion wird wieder der Stuhlkreis mit Instrumenten eingenommen. Diese werden von den Kindern vor ihnen abgelegt, um unnötige Störungen zu vermeiden.

Um die Kinder für ihre heutigen Aufgaben zu sensibilisieren, greift der LAA auf die bereits erarbeiteten und gesammelten Adjektive zurück. Hier wurden die Adjektive der beiden zu interpretierenden Bilder farbig hervor gehoben.

Die Auswahl der Instrumente ist auf die Instrumente beschränkt, die die Kinder bereits kennengelernt haben. Weiterhin wurde auf den Einsatz von großen Trommeln verzichtet, da diese schnell die anderen Instrumente übertönen. Da nicht für jedes Kind das gleiche Instrument zur Verfügung steht, kann es zu Konflikten kommen. Kann keine Einigung erzielt werden, wird der LAA dem verzichtenden Kind einen Gutschein für dieses Instrument geben, den das Kind in der nächsten Musizierstunde einlösen kann.

Da der Umfang der Darstellungen in der Reflexion und die anschließende Diskussion zeitlich schwer zu kalkulieren sind, besteht die Option, eines der Bilder in der nächsten Musikstunde zu hören bzw. zu besprechen. Den beiden Gruppen wird dann Gelegenheit gegeben, ihre Version noch einmal zu proben, bevor sie sie im Stuhlkreis vorstellen.

Die Gruppenzusammenstellung erfolgt nicht frei, da es mit Blick auf den Lernerfolg der Kinder wichtig ist, dass sich extrovertierte Kinder mit ruhigeren Charakteren treffen und somit die Lernchancen für alle optimiert sind. Um unnötige Konflikte bezüglich der Bildauswahl innerhalb der Gruppen zu vermeiden, erhalten diese ihr Bild vom LAA zugeteilt. Es ist zu erwarten, dass nicht alle vier Musiken in der Reflexion besprochen und gehört werden können. Die Entscheidung darüber, welche Gruppe ihre Musik vorstellt, fällt der LAA während der Durchführung, da es für die Diskussion sinnvoll ist, ausdruckstarke Interpretationen zu wählen.

Literatur

Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen (2008): Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule.

Hübsch, Lini (1990): Mussorgskij – Bilder einer Ausstellung. München: Fink Verlag.

Helms, Sigmund; Schneider, Reinhard; Weber, Rudolf (1997): Handbuch des Musikunterrichts – Primarstufe. Kassel: Bosse Verlag.

Rinderle, Matthias (2010): Bilder einer Ausstellung- Hörgeschichte zu einem Meisterwerk der Programmmusik. In: Pamina 14/2010.Esslingen: Helbling Verlag.

http://de.wikipedia.org/wiki/Modest_Petrowitsch_Mussorgski

http://www.planet-schule.de/wissenspool/klassische-klaenge/inhalt/unterricht/modest-mussorgski-bilder-einer-ausstellung-ein-konzert-des-landesjugendorchesters-baden-wuerttemberg.html

Übersichtsblatt zum geplanten Lernen

Initiation: Orientierung:

Vorstellung des Besuchs.

Kurze Erinnerung an die Charaktere der Bilder (Adjektive).

Medien: Tafel

Sozialform: Stuhlkreis

Ungefährer Zeitbedarf: ca. 5 Minuten

Arbeitsauftrag: stellt selber ein Bild der Ausstellung musikalisch dar, führt es auf und berichtet über die Vorgehensweise.

Medien: Tafel

Sozialform : Stuhlkreis

Ungefährer Zeitbedarf: ca. 10 Minuten

Transformation:

Reflexion:

Kinder erhalten einen Satz Orff-Instrumente, Glockenspiele und einige Boomwhackers. In Gruppenarbeit komponieren die Kinder ein Klangbild zu einem Bildertitel.

Medien: Orff-Instrumente, Glockenspiele, Boomwhackers,

Sozialform: Gruppen

Ungefährer Zeitbedarf: ca. 10 Minuten

Die Kinder verbalisieren ihre Vorgehensweise und Darstellungsform, führen ihre Musik auf und diskutieren darüber im Klassenverband.

Medien: Orff-Instrumente, Glockenspiele, Boomwhackers,

Sozialform: Stuhlkreis

Ungefährer Zeitbedarf: ca. 20 Minuten

1 {#sdfootnote1anc} Lehrplan Musik Grundschule, S.5 Abs.1.1

2 {#sdfootnote2anc} Lehrplan Musik Grundschule, S.5 Abs.1.2

3 {#sdfootnote3anc} Lehrplan Musik Grundschule, S.10 Abs.2.5

4 {#sdfootnote4anc} Lehrplan Musik Grundschule S.13



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