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Turnen mit dem Schwungtuch

Turnen mit dem Schwungtuch
Unterrichtsentwurf
Datum: 24. Oktober 2011 Autor: Prettyangel Kommentare: 2

Zusätzliche Informationen:

Das Aufwärmspiel und das Spiel zum Abschluss kann einfach ausgetauscht werden und die Stunde sieht gleich anders aus.

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Beschreibung:

Kleines Aufwärmspiel zu Beginn der Stunde, Übungen mit dem Schwungtuch, dabei auch motorische Herausforderung für einige Kinder, Spiel zum Ende der Turnstunde.


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Turnen mit dem Schwungtuch


Pädagogische Hochschule Vorarlberg

Entwurf einer Unterrichtseinheit,

einer Unterrichtssequenz,

eines Unterrichtsabschnitts

VS1/D

09.06.2011

Name der Lehrer-Studentin/des Lehrer-Studenten Sem.

Datum

1a

Name der Ausbildungslehrerin/des Ausbildungslehrers

Schule

Klasse

1 Thema/Themen des Unterrichts

Übergeordnetes Thema des Unterrichts

bzw. Wochensachgebiet:

Unterrichtsgegenstand

bzw. Unterrichtsgegenstände:

Bewegung und Sport

Teilbereich(e)/Aufgabenfeld(er):

Spiele

Genaues Thema:

Übungen mit dem Schwungtuch

2 Die Unterrichtsstunde im Zusammenhang

(Unmittelbar) Vorhergegangenes im Teilbereich:

Folgendes (im jeweiligen Teilbereich):

3 Bezug zum Lehrplan

(Bildungs- und Lehraufgabe(n) / Ziele; Lehrstoff / Inhalte; Didakt. Grundsätze)

Der Unterrichtsgegenstand Bewegung und Sport soll durch Steigerung der Kooperationsbereitschaft und Interaktionsfähigkeit zu sozialer Verantwortung gegenüber dem Mitmenschen und der Umwelt erziehen und zur Selbstentfaltung und Selbstfindung des jungen Menschen beitragen.

Aufgaben:

- Hinführen zum elementaren Erleben der Bewegung und des Körpers (Körperbewusstsein)

- Fördern eines vielfältigen Bewegungskönnens in alltäglichen und sportmotorischen Handlungsfeldern

- Verbessern der koordinativen Grundlagen der Bewegung

- Vermitteln vielfältiger Spielideen und –formen und Anbahnen der Fähigkeit, Spielvereinbarungen und Spielregeln anzuerkennen, situativ abzuändern oder neu zu entwickeln. (OLP, S. 197)

Motorische Grundlagen

Entdecken der Bewegungsmöglichkeiten des Körpers

Anbahnen von Körperbewusstsein Bewegungen mit dem ganzen Körper (sich strecken, rund machen, beugen ...) Bewegungen mit den Armen, den Beinen (Zappeln mit den Beinen, Greifen mit den Zehen...), dem Kopf

Entwickeln einer guten Haltung

Kraft

Ausdauer

Schnelligkeit

Gleichgewicht

Grundtätigkeiten

gehen

laufen

Hüpfen und Springen

(OLP, S. 198f)

4 Didaktische und thematische Analyse

4.1 Sachanalyse – thematische Analyse

Zusammenfassende Darstellung der wichtigen Sachinformationen

Das Schwungtuch ist ein quadratisches oder rundes leichtes Tuch aus Kunstfaser, das in verschiedenen Größen erhältlich ist. Es ist gut für Gruppenspiele geeignet, denn nur mit genügend Kindern lässt es sich hochschwingen oder in seiner ganzen Größe ausbreiten.

Das Schwungtuch gehört zu den psychomotorischen Geräten, das die Kinder in hohem Maße zur Bewegung animiert, dabei aber auch ganz bestimmte Anpassungsleistungen an das bewegte Objekt und an Bewegungen der Gruppe erfordert.

Das Schwungtuch besitzt einen hohen Aufforderungscharakter und steigert die Motivation der Kinder. Hier lassen sich Versagenserlebnisse vermeiden und den Kindern eine positiv gefärbte, lustvolle und erfolgreich erlebte Teilnahme in diesem Fall an Gruppenaktivitäten mit dem Schwungtuch vermitteln.

Ein wesentliches Merkmal beim Üben mit dem Schwungtuch ist, dass jeder Schüler ein Teil des Ganzen ist. Kooperation und Kommunikation sind notwendig, um die Aufgaben zu lösen oder neue Ideen auszuprobieren. Auf diese Weise wird den Kindern vermittelt, dass man zum Sich-Bewegen gemeinsame Absprachen braucht. Hier steht nicht nur das Verstehen im Vordergrund, sondern auch die Verständigung untereinander.

Spielbeschreibung für das Aufwärmspiel: Klammern weg

Medien/Material: pro Spieler eine Wäscheklammer

Inhalt: Die Spieler erhalten je eine Wäscheklammer, die sie bei einem Mitspieler an einem Kleidungsstück anheften. Dieser versucht, dies natürlich zu verhindern und seinerseits seine Wäscheklammer loszuwerden. Wer hat nach einer bestimmten Zeit keine Klammer mehr?

Variante: Klammernfangen

Medien/Material: pro Spieler eine Wäscheklammer

Inhalt: Die Spieler jagen sich gegenseitig die Wäscheklammern ab. Wer Klammern besitzt, muss mindestens eine angeheftet haben. Es darf immer nur eine Klammer geraubt werden. Wer hat nach einer bestimmten Zeit die meisten Klammern?

Spielbeschreibung: Achtung Hai! (Ableitung von „Das Krokodil vom Nil“)

Medien/Material: Schwungtuch

Inhalt: Die Kinder sitzen mit den Füßen unter dem Tuch darum herum und halten es in Brusthöhe gespannt. Ein Kind, das Krokodil (Hai) liegt auf dem Bauch unter dem Tuch. Es zieht nun einen nach dem anderen von seinen Mitschülern unter das Tuch. Wer „gefressen“ ist, wird ebenfalls zum Krokodil (Hai). Bis schließlich alle unter dem Tuch sind.

4.2 Didaktische Analyse

(Begründung der Themenwahl; Gegenwartsbezug, Zukunftsperspektive, exemplarische Bedeutung)

Die Arbeit mit dem Schwungtuch soll die Gruppen- und Teamfähigkeit der Klasse fördern und beim Erlernen von sozialen Kompetenzen unterstützen. Es wird deutlich, wie das Schwungtuch zur Anpassungsfähigkeit und der Kooperation untereinander beiträgt.

Literaturangabe:

Lehrplan Volksschule. Online-Version, August 2009

Moosmann, Klaus: Kleine Aufwärmspiele. 6.Auflage. Liembert Verlag. Wiebelsheim 2007

Seibold, Peter: Spielen mit dem Schwungtuch. In: Lehrer Journal, Sonderschulmagazin 2/91, S.31/32

4.3 Skizze einer möglichen Sachstruktur

(Darstellung wesentlicher Elemente und ihrer Beziehungen)

5 Lernvoraussetzungen

(Kenntnisse, Fähigkeiten, Einstellungen und Interessen, über die die (meisten) Schüler bereits verfügen (sollten) und die ihnen erlauben, mit Hilfe des Unterrichts die Lernziele - vgl. 6. - zu erreichen)

Die Kinder sind mit dem Gebrauch des Schwungtuchs noch nicht vertraut. Es kommt dieses Jahr zum ersten Mal zum Einsatz. Sie zeigen in der Klasse aber alle untereinander kooperatives und soziales Verhalten.

6 Lern-/Erziehungsziele
(Inhalts- und Verhaltenskomponente; Abstraktionsgrad; Lernzielbereich; Taxonomisches Niveau; evtl. Begründungen)

Die SchülerInnen sollen

durch das Spiel mit dem Alltagsgegenstand „Wäscheklammer“ Interesse am spontanen Spiel bekommen.

Erfahrungen mit dem Schwungtuch sammeln.

verantwortliches Sozialverhalten wie z.B. Partnerschaft und Gruppenfähigkeit, Konfliktbewältigung und Hilfsbereitschaft erwerben;

koordinative Bewegungen zur Lösung bestimmter Aufgaben einsetzen

7 Lern(ziel)kontrolle

(Verfahren, die dem Lehrer und den Schülern einen Hinweis geben, ob und in welchem Ausmaß die geplanten Lernziele erreicht wurden)

Der L. sieht während der Durchführung, ob die Kinder den Umgang mit dem Schwungtuch verbessern und beherrschen.

8 Lehr-/Lernmittel
(Welche Lehrfunktionen werden von welchen materiellen Trägern übernommen?)

Turnkleidung

Schwungtuch

pro Kind eine Wäscheklammer (20 Stück plus 6 Reserve)

Pfeife

Uhr

CD- (Musik)

Schaumstoffball

9 Unterrichtsverlauf

Lehrstufen
Zeitrahmen

Unterrichtsverlauf:

Lehrer-/Schüleraktivitäten; Lehrverfahren, Lernaufgaben, Lernhilfen, Differenzierung

Lehr-/
Lern-
mittel

Sozialform
Organ.
Rahmen

Did. Kommentar

Motivation

2`

Erläuterung des Aufwärmspiels

2‘

Ausführen des

Aufwärmspiels

5‘

Schwerpunkt:
Übungen mit dem Schwungtuch

15‘-20‘

Gewöhnung:

gemeinsam koordinierte Bewegungen:

Bewegungen mit Gegenständen:

Spiel mit dem Tuch: Achtung der Hai kommt!

Abschluss:

Einstimmung auf das Stundenthema „Wir sind am Meer“

„Wir sind heute einmal einfach eine Stunde lang am Meer. War hier schon einmal jemand am Meer? Was gibt’s da so? Hat schon mal jemand Krebse am Meer gefangen?

In unsrem Spiel geht’s jetzt nämlich um Krebse“

Spiel (Klammern weg – Abwandlung in: Krebse weg)

„Stellt euch vor, wir schwimmen jetzt im Meer und jeder von euch erhält jetzt einen Krebs (Wäscheklammer), der euch gezwickt hat. Ihr müsst nun versuchen, jemand anderen den Krebs an seine Kleidung zu hängen. Wenn ich pfeife, schauen wir nach, wer es geschafft hat, dass er keinen Krebs mehr an sich heften hat.

„Ich habe euch heute etwas mitgebracht. Ihr habt es bisher noch nicht zusammen gemacht. Weiß jemand, was da drin sein könnte? Lasst es uns nun gemeinsam auspacken.“

„Jetzt verteilen wir uns alle um das Tuch herum und jeder fasst ein Ende an! Unser Tuch ist wie das Meer! Manchmal ist es ganz ruhig und glatt – S. und L. spannen das Tuch. Manchmal hat es etwas Wind und das Meer hat dann kleine Wellen und wenn wir ganz leise sind, können wir das Rauschen der Wellen hören. S. u. L. machen langsame wellenförmige Bewegungen mit dem Tuch. Dann werden die Wellen immer größer, weil es einen Sturm gibt und wir hören die Wellen noch lauter. S. u. L. machen größere Bewegungen. Und manchmal hat es auch einen gewaltigen Orkan, dann gibt’s echt riesige Wellen. S. u. L. machen schnelle und große Wellen.

Dann ist der Sturm vorbei und das Meer ist wieder ganz ruhig. S. u. L. spannen das Tuch und halten es ruhig. (Bewegungen mit Befehlen wie Ruhe, Wind, Sturm und Orkan wiederholen – ein oder 2 SchülerInnen dürfen nun unter das Tuch liegen, um die Bewegungen und Zustände zu erleben)

Auf die Anweisung des L. wird das Schwungtuch auf – und abgesenkt. L. nennt zwei S., diese sollen beim nächsten Mal, wenn das Tuch hoch geht, die Plätze tauschen. (wiederholen)

Variante, wenn S. dies gut beherrschen. Tuch geht hoch, alle halten fest und gehen unter das Tuch (wiederholen)

Zuerst rollen wir uns gegenseitig den Ball zu. Danach soll versucht werden, diesen in Wellenform weiter zu geben.

Achtung vor dem Hai! Die Kinder sitzen auf dem Boden, das Tuch halten sie in Bauchhöhe. Ein Kind bewegt sich als Hai unter dem Tuch, und zieht die übrigen Kinder an den Füßen ins Meer; Wichtig: S. darauf hinweisen, dass sie dabei vorsichtig vorgehen sollen und den anderen beim Hineinziehen nicht zu ruckartig ziehen, dass er nicht umfällt.

Wir bauen uns noch einmal eine Höhle. L: fragt die S. wie es ihnen gefallen hat.

Zum Abschluss halten alle das Tuch gespannt. Auf das Kommando des L. schwingen wir das Tuch hoch und lassen es los und laufen in die Umkleidekabine.

Wäscheklammern

verpacktes
Schwungtuch

Schwungtuch

Sitzkreis

Sitzkreis

Stehkreis

das verpackte Tuch soll die Spannung steigern

In dieser Phase sollen die Bewegungen und das akustische eine Rolle spielen.

Die S. dürfen hier die Bewegungen noch unrhythmisch ausführen. Sie sollen langsam ein Gefühl für das Medium erlangen.

Diese Phase soll auf die vorige aufbauen.

Das koordinierte Vorgehen rückt nun aber in den Vordergrund.

Die Wellenform wird nun mit einem Gegenstand geübt und gelenkt.

10 Worauf ich bei der Durchführung des Unterrichts besonders achten möchte

11 Nachbereitung - Anmerkungen für die zukünftige Unterrichtsplanung
11.1 Rückmeldungen der Ausbildungslehrerin

11.2 Persönliche Anmerkungen

11.3 Anmerkungen für die zukünftige Unterrichtsplanung



Kommentare (2)


Turnen mit dem Schwungtuch von da.ne am 06. November 2011 0

Allein das Lesen bringt einen tollen Vorgeschmack auf die Stunde! So ist Bewegung und Sport wirklich anregend und macht einfach Freude!

Gruß
da.ne

Klasse von stefanhb am 26. Oktober 2011 0

Oh ich bin ja ein großer Schwungtuchfan und freue mich immer, wenn andere es einsetzen. Ich habe da auch ein Buch drüber geschrieben.

Zum Krokodilspiel habe ich ein Gedicht geschrieben, das zum Spiel aufgesagt werden kann. Falls es dich interessiert kann ich es hier posten.

Das Abschlussspiel ist Klasse. Wenn alle gelichzeitig das Tuch loslassen fliegt es fast waagerecht nach oben.

Gruss Stefan

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