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Klanggeschichte

Klanggeschichte
Unterrichtsentwurf
Datum: 31. Oktober 2010 Autor: musicbecci Kommentare: 1

Zusätzliche Informationen:

Stunde ist super gelaufen, bietet sich im Herbst an, innere Differenzierung gut möglich!Viel Spaß!!!

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Beschreibung:

Dies ist eine Klanggeschichte vom Igel Pieks, habe sie in einer 2.Klasse gemacht, Sonder+Grundschule


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Klanggeschichte


Anwärterin für Sonderschullehramt

Mentorinnen:

Klasse 2f der

Unterrichtsentwurf

im Fach Musik

Im Rahmen des Blockpraktikums 1

Datum: 08.10.2010

Zeit: 11.00 - 12.35 Uhr

Thema: Klanggeschichte: „Igel Pieks“

Intention: Primär sollen die Kreativität und Fantasie der Schüler geweckt und die Konzentration auf eine Sache gelenkt werden. Des Weiteren wird die auditive Wahrnehmung gefördert, u.a. durch bewusstes Zuhören und postwendende Operation (hier das Musizieren auf einem orffschen Instrument). Sekundär sollen die Schüler auf eine im Vorfeld akkordierte Art und Weise auf ihrem Instrument spielen. Somit wird eine Verbindung zu Instrumenten und deren Spielweise spielerisch gefördert.

Inhaltsverzeichnis

1. Ausgangslage des Unterrichts

1.1 Institutionelle Bedingungen

1.2 Anthropologische Bedingungen

2. Überlegungen und Entscheidungen zum Unterrichtsgegenstand

2.1 Sachanalyse

2.2 Didaktisch- methodische Überlegungen

2.2.1 Der Bezug zum Bildungsplan

3. Intentionen des Unterrichts

4. Unterrichtsverlauf

5. Überlegungen zum Lehr- Lernprozess

6. Weiterarbeit

7. Anlagen

8. Literatur und Materialquellen

1. Ausgangslage des Unterrichts

1.1 Institutionelle Bedingungen

Die, eine Sprachheilschule, befindet sich im Stadtteil E. Zurzeit besuchen 230 Schüler in 21 Klassen die Schule, die von 50 Lehrkräften unterrichtet werden.

Alle Schüler werden morgens und mittags mit 20 Kleinbussen von und zur Schule befördert. Zudem hat die Schule eine Außenklasse an der Grünlandschule in F. am N. Ferner kommen in regelmäßigen Intervallen Praktikanten (von der PH und im Rahmen des BORS oder BOGY) ins Haus. Ein wichtiger Grundsatz der Schule ist der Respekt und die menschliche Wärme im Umgang miteinander. Die Schule möchte Individualität fördern und ihren Schülern die Möglichkeit zur freien Entfaltung der besonderen Bedürfnisse und Fähigkeiten geben. Ziel ist bei den Schülerinnen und Schülern eine positive Lern- und Lebensgestaltung zu fördern. Diese Atmosphäre des guten Miteinanders wird auch beim Betreten des Schulgebäudes spürbar.

Da das erklärte Ziel der Schule ist, ihre Schüler best- und schnellstmöglich für den Besuch einer Regelschule vorzubereiten, ist die Klassenstruktur der Schule pyramidenförmig aufgebaut. Spätestens nach der 6. Klasse steht für die Schüler zwingend der Wechsel an eine andere Schule an.

Schultag

Der Schultag beginnt um 8.15 Uhr und endet für die Großzahl der Schüler um 12.35 Uhr. Nachmittags gibt es eine freiwillige Betreuung.

Die große Pause findet von 10.40 Uhr bis 11 Uhr statt, in der die Schüler auf einem sehr großem Pausengelände verweilen können, das reichlich mit Spielmaterialien bestückt ist und Nähe zur Natur aufweist. Der Schulgong läutet um 8.15 Uhr, 10.40 Uhr, 11 Uhr und 12.35 Uhr, so dass im dazwischen liegenden Zeitraum individuell von der Lehrkraft zwischen Unterricht oder notwendigen Pausen entschieden werden kann.

Ausstattung

Die Ausstattung der Schule kann als wirklich gut bezeichnet werden.

Es stehen eine große gut bestückte Turn- und Schwimmhalle zur Verfügung, die mit der benachbarten Schule am Favoritepark, eine Schule für Geistigbehinderte, genutzt werden. Ein PC-Raum, ein vorbildlich mit Musikinstrumenten ausgestatteter Musikraum, ein Technikraum und ein Textil/Werkraum laden im Fachunterricht zu handlungs- und schülerzentriertem Unterricht ein.

Des Weiteren befinden sich mehrere Therapieräume im Schulgebäude.

Außerdem ist jedes Klassenzimmer mit einem Lehrercomputer, zwei Schülercomputern, einem Tageslichtprojektor sowie einem CD-Player versorgt. Positiv exponieren sich zahlreiche Klassensätze von Musikinstrumenten und zahlreichen Unterrichtsmaterialien für praktische Schülerarbeiten und den handlungs- und schülerzentrierten Unterricht. Gerade bei sprachbehinderten Kindern ist es essentiell nicht nur den auditiven sondern auch den taktil- kinästhetischen oder visuellen Sinn zu reizen und somit den Unterrichtsgegenstand durch diverse Türen den Schülern zu eröffnen. Überdies hinaus werden klassenübergreifende Projekte wie Schwimmen, Judo und Tischtennis angeboten.

AGs

Zur Förderung der Identifikation mit der Schule werden zahlreiche Arbeitsgemeinschaften und Fördermaßnahmen wie z.B. die Natur-, Urwald-, Capoeira-, Trommel- und Computer-AG offeriert. Bemerkenswerterweise gibt es ein Schulpastoral für Schüler, Lehrer und das Hauspersonal und ein Psychomotorikangebot. Unmittelbar hinter dem Schulgebäude schließt der Favoritepark an, der zu Lerngängen und Exkursionen in die Natur einlädt.

Klasse 2f

Die Klasse 2f besteht aus zwölf Schülern, zwei Mädchen und zehn Jungen. Frau H ist seit Beginn der ersten Klasse Klassenlehrerin und unterrichtet Deutsch, Musik, Religion und MeNuK. Frau C, die Stellvertreterin, lehrt Mathematik und Englisch. Die Sport- und Schwimmstunden werden von Frau S erteilt.

Sieben Kinder haben Migrationshintergrund (kroatisch, italienisch, albanisch, griechisch, brasilianisch, türkisch und russisch) was das Unterrichtsgeschehen jedoch in keiner Weise beeinflusst.

Die Schüler sind ca. sieben bis neun Jahre alt.

Die räumlichen Gegebenheiten erlauben es, die Klasse, innerlich differenziert, nach Lern-, Arbeitstempi sowie Vorwissen separat zu unterrichten.

1.2 Anthropologische Bedingungen

Ich habe die Klasse vier Wochen kennen gelernt, die seit Schuljahresbeginn zwei neue Mitschüler, P und M hat.

Die Klasse ist stark mit Ritualen vertraut, die das Lernen, bei gemeinsamen Erarbeitungsformen wie z.B. im Sitzkreis strukturieren.

Es äußern sich gravierende Unterschiede der Arbeits- und Lerntempi. Manche Schüler arbeiten sehr selbstständig, andere benötigen nur kleine Hilfestellungen, wieder andere bearbeiten die Aufgabe erst, wenn sie die Lehrperson motiviert, dazu im Einzelgespräch anregt oder die Aufgabe erneut erläutert. Gerade bei P. sollte letzteres berücksichtigt werden. Insbesondere wegen der Individualität jedes Einzelnen mit seinem Hintergrund und Entwicklungsstand, ist es signifikant, eine innere Differenzierung durchzuführen. Bei der Unterrichtsvorbereitung muss auf Kriterien, wie Lese- Schreibtempo, Vorwissen zum Unterrichtsgegenstand, Einstellung, Motivation jedes Schülers zur Arbeitsmethode Rücksicht genommen und die Aufgabe, Arbeitsanweisungen und das Material danach ausgerichtet und angepasst werden. Diese starke Heterogenität stellt eine methodische und didaktische Herausforderung für die Lehrperson dar.

Hierbei ist gesondert auf P. zu achten, der klare Strukturen, wie Rituale, eindeutige, kurzschrittige Arbeitsanweisungen benötigt, damit er sich nicht durch zu hohen Informationsfluss überfordert fühlt. Er weist unsichere, zurückhaltende Verhaltenszüge auf und traut sich wenig zu. Bekommt er beispielsweise ein Arbeitsblatt ausgeteilt, auf dem obgleich die Arbeitsanweisung prägnant aufgeführt ist, beginnt er gar nicht mit dem Lesen oder Bearbeiten. Zum einen fehlt ihm die notwenige Graphem-Phonem-Korrespondenz sehr schwer, zum anderen ist er sehr verschüchtert und hat Bedenken die Aufgabe nicht korrekt ausführen zu können. P. hat aufgrund der changierten Lebenssituation in der neuen Klasse Schwierigkeiten sich zu assimilieren, Anschluss zu finden und sich zu orientieren. Die Schule spielt für ihn augenblicklich eine sekundäre und negativ belastende Rolle.

Sich auf neue Dinge einzulassen, die in seiner alten Klasse habituell waren und jetzt verschieden oder nicht mehr vorhanden sind, machen P. große Mühe, da er vermutlich leichte autistische Züge hat.

Sprachverständnisschwierigkeiten, die u. a. auf verschleimte Paukenröhrchen im Alter von 0,5-1,5 Jahre zurückzuführen sind, äußern sich besonders dann, wenn er zu viele Arbeitsanweisungen auf einmal erhält und aufgrund Reizüberflutung und Überforderung resigniert. Wichtig ist es, ihm Aufgaben zu stellen, zu denen er bereit ist, weil er dazu motiviert wurde und sie klar formuliert sind. Des Öfteren ist er von Mitschülern genervt und zeigt dies durch verbale Äußerungen oder Körpersprache. Ein Grund könnte sein, dass sich der Klassenkamerad gerade nicht so verhält, wie P. es gerne hätte. Ein anderer Schluss ist sicher auch aus seinem retardierendem Arbeitstempo zu ziehen, welches ihn alles andere als aufheitert. Diese hartnäckige Belastung führt immer wieder zur Introvertiertheit oder Isolation, die von P. selbst ausgehen. Aus diesem Hintergrund ist er (noch) nicht so gut in die Klassengemeinschaft integriert wie M, der ebenso ein Neuzugang der Klasse ist.

Für P. ist es signifikant, dass ihn das Unterrichtsgeschehen fesselt, was u.a. geschieht wenn er der Klasse und Lehrperson sein Wissen zum Unterrichtsgegenstand aufzeigen kann. Deshalb ist es substanziell, ihn oft zu loben, bestärken und zu unterstützen.

Für P. wird das Stundenthema Klanggeschichte“ spannend sein. Man kann sagen es ist wie auf ihn zugeschnitten, da er auf eine bestimmte Äußerung (Tiername) mit dem Musizieren auf einem Instrument reagieren wird. In dem Moment steht P. im Mittelpunkt, ist verantwortlich für die Einzelrolle und die Aufmerksamkeit der Klasse und der Lehrperson ist allein auf ihn zentriert und gerichtet.

Insgesamt sind die Schüler im Musikunterricht leicht zu begeistern, motivieren und zeigen Interesse. Es handelt sich bei der Doppelstunde um eine Klanggeschichte des Igel Pieks, die in der ersten Stundenhälfte sukzessive eingeübt und in der zweiten Stunde als Ganzes zusammengefügt wird.

2. Überlegungen und Entscheidungen zum Unterrichtsgegenstand

2.1 Sachanalyse

Das Wort Klanggeschichte besteht aus zwei Morphemen, zwei Sinneinheiten. Klang ist ein Schallsignal, dem das menschliche Gehör eine Tonhöhe zuordnen kann. 11

Ein Signal ist eine akustische Botschaft, also ein Träger für etwas bestimmtes. Des Weiteren zeichnet ein Klang aus, dass er ein bestimmter Charakter eines Instrumentes ist.2 In einer Geschichte gibt es mehrere Mitwirkenden, die unterschiedliche Wesenszüge haben. Außerdem hat jede Erzählung eine Intention und ist kommunikativ angelegt. Golo Mann beschrieb es wie folgt:

„Immer hat Geschichte zwei Komponenten: das was geschehen ist und der, der das Geschehene von seinem Orte in der Zeit sieht und zu verstehen sucht. Nicht nur korrigieren sachliche Erkenntnisse die alten, der Erkennende selbst wandelt sich.“ 3

Jede Geschichte hat einen bestimmten Inhalt und seine sprachlichen Parameter. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine Klanggeschichte eine ausgewählte Botschaft enthält. Hinzu kommen verschiedene Akteure, die individuelle Eigenschaften besitzen. Diese sollen mithilfe eines Klangs akustisch veranschaulicht werden. Es kann davon gesprochen werden, dass der Klang, der für ein Tier- oder Naturgeräusch steht, mit dem Inhalt der Geschichte konformistisch ist. Jedes einzelne Element hat seinen eigenen besonderen Stellenwert. Als Vorlage dienen der Mehrzahl der Klanggeschichten grafische Notationsformen, Gedichte, Erzählungen oder Geschichten.

Eine Klanggeschichte kann als Kunstwerk angesehen werden, das aus diversen Ausdrucks- und Darstellungsmitteln besteht. Diese Mittel sind in diesem Fall das orffsche Instrumentarium.

Für Carl Orff ( 1895–1982 ) war wichtig, dass die Instrumente eine direkte Spielbarkeit und eine spontane Improvisation zulassen.4

Viele Instrumente der Klanggeschichte Igel Pieks sind im kleinen Schlagwerk enthalten (Triangel, Becken, Klanghölzer, Rasseln, Holzblocktrommel, Kastagnetten). Der jeweilige klang eines Instrumentes drückt einen Tier bzw. Naturlaut aus. Um diese Verknüpfung herzustellen, bedarf es der Fantasie der Kinder. Diese soll durch vielfältiges Material aktiviert werden und die Schüler zum Handeln anregen. Jedes Instrument hat eine bestimmte Beschaffenheit (Größe, Gewicht, Oberfläche…) an die sich der Musiker automatisch anpasst. Also kann hier von einem unbewussten Assimilationsprozess gesprochen werden. Bis hierhin ist der Spieler passiv Spürender“5 Nun erfolgt der Übergang zu bewussten Phase in der der Musiker das größte Organ des Menschen, die Haut, hinzunimmt. Sie informiert den Menschen über die Art des Materials und registriert Druck, Stiche, Schläge, Wärme, Reibung oder Vibration. In dieser Phase versucht der Schüler das vor sich liegende Instrument durch den taktilen Sinn zu begreifen. Doch nicht nur das sachte Berühren, sondern speziell das Erzeugen und bewusste Zuhören des entstandenen Klangs gibt Aufschluss über die Beschaffenheit und den charakteristischen, einmaligen Klang des Instrumentes.

Ein Mensch kann also Material ertasten, durch das Gehör erraten und durch den visuellen Sinn sehen (vgl. Hirler 2003, S. 62).

Eine wichtige Erkenntnis von Mimi Scheib (18911968) ist, dass Musik aus Bewegungen besteht und diese u.a „mit Spielgaben“ (Hoffmann Muischneek, Sabine: Wie tönt Grün?, Liestal 1989, S.8, zit. n. Hirler 2003, S.62). Dieser Zugang hat sich auch in der Sonder- und Heilpädagogik etabliert.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, den man als Lehrer im Hinterkopf haben sollte, ist der, dass Motorik, Sprache und Sinneswahrnehmung voneinander abhängig (S.111) sind.

Außerdem wirkt sich die rhythmisch- musikalische Erziehung positiv auf die sprachliche Entwicklung aus. Beispielsweise sensormotorische Wahrnehmungsspiele wie auch die Klanggeschichte, bei der die Kinder bewusst zuhören müssen, damit der Reiz ausgelöst wird, motorisch zu agieren, nämlich auf dem vor ihnen stehendem Instrument zu musizieren. Es werden also der auditive, visuelle und taktil-kinästhetische Sinn gefördert. Die daraus resultierende Wahrnehmungs- und Intelligenzförderung stellt eine umfassende Förderung […] dar, die grundlegend an die Motorik gekoppelt ist. (S.110)

2.2 Didaktisch-methodische Überlegungen

Schüler sind im Alltag oft von Musik umgeben. Ganz gleich ob im Kaufhaus, wo Musik als kauf-psychologisches Element fungiert, im Auto oder im Zimmer, wo die Musik als Unterhaltung läuft oder auf dem Schulweg, auf dem viele Schüler MP-3 Player oder vergleichbare Musikmedien nutzen.

Im Musikunterricht sollen solche und weitere Aspekte im handlungsorientierten Unterrichtszusammenhang verdeutlicht werden. Dabei gilt es Schülern kognitive und emotionale Reflexion von Musik näher zu bringen und sie hierfür zu sensibilisieren.

Musikunterricht fordert und fördert Eigeninitiative, Fantasievermögen, Kreativität, Empathie und Kooperationsmöglichkeit und ermöglicht Experimentiersituationen mit Instrumenten und Teamarbeit. Außerdem implizieren musikalische Lehreinheiten Auseinandersetzung mit musikalischen Elementen, sei es Improvisation, kleine Kompositionen, ein Bild zu verklanglichen oder ein Instrument effektiv zu bedienen.

Ferner bietet Musikunterricht Situationen an, in denen es unabdingbar ist, konzentriert zu arbeiten. Daraus schöpfen Schüler wertvolle Erfahrungen.

Gegenwartsbedeutung und Zukunftsbedeutung

Da Musikunterricht darauf ausgerichtet ist, dass Schüler Musik am eigenen Körper bzw. mit Hilfe der individuellen, motorischen Fähigkeiten erfahren können, steht die aktuelle Bedeutung für das Experimentieren mit dem Orffschen Instrumentarium im Vordergrund.

Aufgrund der Tatsache, dass ein Symbol (Tierbild auf Karton) mit dem Klang des Instrumentes in Zusammenhang gebracht wird, werden Schüler beim Erlernen eines Instrumentes weniger Probleme zeigen, da sie zuvor Erfahrungen sammeln konnten, in denen sie auf ein Symbol und das gehörte Wort (zwei Signale: ein auditives und ein visuelles) mit dem Spiel auf ihrem zugewiesenen Instrument reagieren konnten.

Auch der kreative Aspekt, der diversen Interpretationsmöglichkeiten und das, sich auf etwas Einlassen, lassen sich auf spätere in der Zukunft liegende Lebenssituationen transferieren.

Auch gerade hier, bei der Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung zeigt sich als wesentlich für Schüler, dass die Botschaft der Klanggeschichte des Igel Pieks“ dazu anhält, freundlich miteinander umzugehen, nett und aufrichtig zu seinen Mitmenschen zu sein und man dadurch Wertschätzung oder Hilfe in Not spürbar, sei es verbal oder physisch zurückerhält.

Der Text bietet eine Orientierungshilfe und stärkt das Selbstwertgefühl, das gerade auch für Pedro sehr von Bedeutung ist, denn die Geschichte zeigt gerade am Schluss, dass man sich gut fühlt, wenn man weiß, dass man nie alleine durch schwierige Situationen muss, sondern immer Freunde für einen da sind.

Die Erzählung akzentuiert diese Erkenntnis und exponiert, dass Egoismus oder Egozentrik den Alltag und das Leben mit anderen Menschen erschweren und letztlich die Lebensqualität mindern.

Außerdem beinhaltet diese Klanggeschichte drei wesentliche Elemente, die miteinander in Verbindung stehen und auch die heutige, gesellschaftliche Interessenslage betreffen.

Fantasie: „Die Fantasie ist ein erstaunliches Phänomen, das uns Menschen auszeichnet. Indem wir sie fördern […] geben wir ihnen wesentliche Bausteine für ihr späteres Leben mit: Flexibilität und Kreativität, Spontaneität und konstruktive Vorstellungskraft.“ 6

Zuhören: Das bewusste Zuhören und den Fokus auf etwas Bestimmtes zu richten ist eine wichtige Fähigkeit, die jedoch bei der heutigen Gesellschaft aufgrund ständiger Reizüberflutung zu verkümmern droht. Die Zahl der Kinder, denen es offenbar schwer fällt, zuzuhören, scheint stetig zu wachsen.“7 Nur eine Aufforderung, wie „Hör nun endlich zu!“, bringt sichtlich wenig. Als besonders effektiv erweisen sich Lauschspiele und Klanggeschichten, die die auditive Wahrnehmung und somit das bewusste Zuhören fördern.

Empathie: „Der Begriff Empathie bezeichnet zum einen die Fähigkeit, Gedanken, Emotionen, Absichten und Persönlichkeitsmerkmale eines anderen Menschen oder eines Tieres zu erkennen. […] Empathie spielt in vielen Wissensgebieten eine fundamentale Rolle, von der Kriminalität, über die Psychologie bis hin zum Management oder Marketing.“ 8 Auch der Verhaltensforscher Franc de Waal betont diesen Stellenwert und betrachtet die menschliche Fähigkeit zur Empathie als eine Basis für soziales und moralisches Verhalten.

Im Folgenden werde ich die Klanggeschichte an sich analysieren und anschließend die sprachlichen Merkmale herausarbeiten.

Die Klanggeschichte, Igel Pieks handelt von einem freundlichen Igel, der durch den herbstlichen Wald trippelt, seine Freunde besucht und abends, nachdem ein Unwetter aufzog, in seine Laubhöhle zurücklief. Als er später hungrig nach Futter suchen möchte, warnen ihn jedoch seine Freunde, die Schlange und der Specht jeweils vor Gefahreinflüssen, wie vor dem Fuchs oder Bären. Pieks erkennt, wie bedeutsam es ist, ehrliche, treue Freunde zu haben – sowohl in guten, als auch in schlechten Zeiten.

Die Kindergeschichte ist in eine Einleitung, einen Hauptteil und einen kurzen Schlussteil gegliedert. Zunächst wird der Protagonist, der Igel, näher beschrieben, indem sein Aussehen und sein besonderes Kennzeichen, die Freundlichkeit detailliert herausgehoben wird. Im Prinzip wird im Hauptteil ein exemplarischer Tag des Igels umrissen, an dem er seine Freunde besucht und mit ihnen kommuniziert. Den Höhepunkt der Geschichte stellt das mehrfache Warnen vor Gefahren durch seine Freunde dar. Im Schlussteil der Geschichte bedankt er sich erleichtert und ein schöner Tag für die Tiere des Waldes neigt sich dem Ende zu.

Die Botschaft dieser Klanggeschichte besteht darin, dass Freundlichkeit und Aufrichtigkeit zu seiner Umwelt signifikant ist, denn man bekommt diese mit positiver Rückmeldung zurück.

Außerdem wird quasi die Notwendigkeit einer ehrlichen, offenen und treuen Freundschaft verdeutlicht, da Freunde gerade in Notsituationen für einen da sind und man dieses Verhalten sehr schätzt.

Als nächstes arbeite ich ein paar sprachliche Merkmale heraus. Die Klanggeschichte wird von einem allwissenden Perspektiv erzählt. Einleitung und Schluss kommen ohne wörtliche Rede aus, wohingegen der Hauptteil aus reinen Erzählteilen, wörtlicher Rede und Dialogen besteht. Dieses Muster wird auch häufig in der Aufsatzdidaktik in der Grundschule verwendet, damit die Schüler verinnerlichen, dass der Hauptteil der wichtigste ist und hier auch die Lebendigkeit durch sprachliche Mittel zum Ausdruck kommt.

Überwiegend besteht die Klanggeschichte aus eher kürzeren Phrasen, was wie folgt begründbar ist. Die Adressaten der Geschichte sind Kinder einerseits und die durch kürzere Sätze entstehenden Pausen werden bekanntlich mit Klängen und Geräuschen gefüllt.

In der Klanggeschichte wird vom Tempus her das Präteritum verwendet, was üblich für eine Erzählung ist.

Des Weiteren wird manchmal mit der semantischen Aufwertung gearbeitet, wie z.B.: „ganz schön heftig…“ (Z.6/7).

Ferner wird auch mit dem rhetorischen Mittel der Aufzählung, wie z.B.: „Bucheckern, Eicheln, Kastanien“ oder „zwei kleine, schwarze Augen“.

Exemplarische Bedeutung

Durch eine Klanggeschichte haben Schüler die Möglichkeit, sich Bilder und Erzählungen als musikalische Klangwerke vorzustellen. Dabei entstehen bestimmte kognitive Assoziationen, mit denen sie ihre Umwelt klanglich betrachten können.

Zugänglichkeit

Die Schüler können durch Klanggeschichten ihre Umwelt und Natur als Klänge und Geräusche wahrnehmen. Durch das praktische Agieren mit den Orff-Instrumenten lassen sich Vorkommnisse in der sie umgebenen Umwelt und Natur leichter verstehen und erkennen und besitzen somit einen direkten Bezugspunkt zum schulischen Unterricht.

2.2.1 Der Bezug zum Bildungsplan

Im modernen Musikunterricht besitzt die Klanggeschichte eine signifikante Funktion und Bedeutung, weil sie eine Wahrnehmungsübung für das bewusste Zuhören und die darauf folgende Reaktion ist, in der Klänge und Geräusche ganz bewusst ihren Einsatz haben und mit ihnen Tiere, Menschen oder Natur musikalisch zum Ausdruck kommen.

Des Weiteren können Schüler als Gruppe miteinander und für sich musizieren, etwas bestimmtes, wie hier die Tier- oder Naturlaute darstellen und zur Erkenntnis kommen, dass die eigenen Fertigkeiten und Fähigkeiten in der Gruppe wirksam werden und einen gang besonderen Stellenwert besitzen. Ferner eignet sich diese Klanggeschichte ganz besonders zur Behandlung im 2. Schuljahr. Gründe hierfür liegen in der Einfachheit des Geschehens, die Beschränkung auf im Wesentlichen zwei im Dialog miteinander stehende Handelnde.

Außerdem erkennen die Schüler, dass das Zusammenleben durch Symbole und Regeln organisiert wird und somit Orientierung und Sicherheit schafft. Dieser wichtige Teilaspekt ist immens wichtig für Pedro, da er auch ein Subjekt ist, das Rituale und klar strukturierte Regeln benötigt, um sich sicher zu sein und sich leichter zu Recht zu finden.

Ebenso von relevanter Bedeutung ist, dass die Schüler sich gegenseitig zuhören und das Gehörte beurteilen. Weiterhin drücken die Schüler Stimmungen und Gefühle in und durch die Musik aus; Niklas spielt ein Klaviertremolo auf dem Klavier, das die sich nähernde Gefahr oder Angst ausdrückt. Zudem wird ein weiterer Bezugspunkt zum Bildungsplan deutlich, denn die Schüler machen Erfahrungen mit Klanggestaltung, musikalischen Unterscheidungsmerkmalen und entwickeln kleine Spielstücke aus rhythmisch-melodischen Bausteinen. Ebenfalls wird den Schülern bewusst, dass auch Rhythmen in der Natur vorkommen und dass man mit Rhythmen kommunizieren kann.

Kompetenzbereich schützen, erhalten und darstellen: Die Schülerinnen und Schüler erweitern aus der genauen Naturbeobachtung und aus sinnlicher Erfahrung mit Tieren und Pflanzen ihre musikalischen und künstlerischen Wahrnehmungs-, Gestaltungs- und Ausdrucksfähigkeiten.

Außerdem improvisieren die Schüler mit Tönen und Klängen was auch unter den letzt aufgeführten Kompetenzbereich zählt.

3. Intentionen des Unterrichts

Groblernziele

Die Schüler sollen

mit dem orffschen Instrumentarium bekannt gemacht werden

assoziativ auf ein Tier oder Naturbild und dem dazugehörigen Namen mit dem ihnen zugewiesenen Instrument reagieren. Somit entsteht eine Klanggeschichte.

eigene Spielweisen und ihren individuellen Umgang mit den Instrumenten entwickeln

Feinlernziele

Im Laufe der Stunde sollen die Schüler

lernen, dass ruhige Tiere mit leisen Tönen und gefährliche Tiere, wie der Fuchs und der Bär, mit Angst erregender Musik musikalisch umgesetzt werden

in diesem Zusammenhang auf diverse Formen der Dynamik, Zahl der Wiederholungen, Artikulation und Interpretation achten, spielen und auch begründen können

das gezielte Zuhören bewusst einsetzen und sich darüber im Klaren werden, dass es bei der Entwicklung und Durchführung einer Klanggeschichte unabdingbar ist. Um den Einsatz nicht zu verpassen, muss konzentriert und aufmerksam zugehört werden. Gerade für Schüler, wie Pedro, denen es schwer fällt, über einen längeren Zeitraum zuzuhören, ist eine Klanggeschichte eine effektive Übung und Fördermöglichkeit.

Kognitive Lernziele

Durch die Umsetzung von Bildern in Musik fördern die Schüler ihre kognitiven Vorstellungen und beziehen diese Vorstellung in ihren Erarbeitungsprozess der Klanggeschichte. Während der praktischen Umsetzung müssen die Schüler ihre Konzentrationskompetenz in den Vordergrund stellen, um z.B. den richtigen Einsatz und den genauen Zeitpunkt des Endes nicht zu verfehlen oder verpassen

Während sie ihr eigenes Orff-Instrument in die Gruppe spielen, dürfen sie nicht auf die anderen Instrumente innerhalb der Gruppe achten, sondern sich voll und ganz auf ihr eigenes Instrument konzentrieren

Psychomotorische Lernziele

Durch das Spielen und die damit verbundenen Körperbewegungen lernen die Kinder ihre eigenen motorischen Fähigkeiten besser kennen, die sie dann in Musik umwandeln und sich über das Ergebnis freuen können

Die Kinder erfahren die Musik und den dazugehörigen instrumentellen Prozess direkt am eigenen Körper, vielleicht mit Druck, Vibration oder Reibung und können somit ihre Beziehung für die Spielweise zum Instrument sensibilisieren und ausbilden

Affektive Lernziele

Die Förderung der affektiven Kompetenz der Schüler liegt darin, dass sie realisieren, dass vorsichtig, behutsam und gefühlvoll auf einem Instrument gespielt werden muss, um den erwünschten Klang bewusst zu erzeugen.

Allgemein gesprochen: Musik machen, hat immer etwas mit Emotionen zu tun.

Diese Einsicht soll für die Schüler eine wichtige Erkenntnis während der Stunde aber auch in den weiterführenden Einheiten darstellen.

Soziale Lernziele

Die Schüler sollen sich darüber im Klaren sein, dass eine Gemeinschaftsaktion nur dann einwandfrei und mit Spaß verbunden funktionieren kann, wenn sich jeder an die vorher vereinbarten Regeln hält.

Außerdem soll eine Klanggeschichte Schülern Freude bereiten, was nur dann erfolgen kann, wenn sich jedes Kind Mühe gibt und sich motiviert der Sache nähert.

4. Unterrichtsverlauf

Zeit/ Phase

Lehrer- Schüler - Interaktion

Material/ Medien

Sozial/ Arbeits-

Form

11.05 Uhr

Einstieg

Lehrer erinnert an die MeNuK- Stunde am Mittwoch (Reise zum Nordpol)

und leitet so zur Reise in den Wald zu den Tieren ein (Jahreszeit/Tiere nennen)

-

frontal

11.10 Uhr

Erarbeitung Einführung

Der Instrumentenwarentisch wird erläutert und jedes Kind erhält einen Gutschein für ein Instrument für diese Stunde. Außerdem werden die Regeln für den Umgang mit Instr. besprochen

Bildkarte, Instrumente

Gruppe

11.20 Uhr

Testphase

Auf Zeichen der Studentin darf jedes Kind individuell sein Instrument spielen

Der Rest der Klasse darf kommentieren, wie er/sie jeweils spielte, damit umging.

Instrumente

Gruppe, Einzel

11.35 Uhr

Erarbeitung

Die Studentin erklärt den Kindern, dass ihr Gutschein die Funktion in der Geschichte haben wird, dass immer wenn ihr Wort/ Bild gezeigt/ vorgelesen wird sie 3x ihr Instrument spielen dürfen

Instrumente, Bildkarten

Gruppe

11.50 Uhr

Durchführung

Nun wird in der zweiten Unterrichtsstunde die Klanggeschichte des Igel Pieks“ vorgelesen, bei der es um einen Igel geht, der durch den Wald läuft, Freunde trifft und einiges erlebt. Die andere Studentin zeigt beim Stichwort (Tier, Pflanze, Sonne, Laub etc.) die dazugehörige Bildkarte hoch. Die Klanggeschichte wird erneut vorgelesen. Sofern es einer weiteren Repetition bedarf, werden hilfreiche Tipps (mögliche Tipps wäre die Anweisung an das Kind, genau zuzuhören, sich sein Bild genau einprägen, denn wenn es erscheint muss das Kind schnell reagieren und spielen) oder ggf. Verbesserungsvorschläge (z.B: das Instrument sorgfältiger, genau 3-mal, gleichmäßiger zu spielen…) gegeben. Die Klanggeschichte wurde bearbeitet/ abgeändert = äußere Differenzierung. Außerdem wurden die Instrumente bewusst den Kindern zugeteilt, um dem Leistungsniveau eines jeden Kindes gerecht zu werden, damit niemand über- oder unterfordert ist und es Spaß macht. Thematisch wird in der Geschichte auch fächerübergreifend auf MeNuk, Bäume, eingegangen.

Bildkarten, Geschichte, Instrumente

Gruppe

5. Überlegungen zum Lehr-Lernprozess

Einstiegsphase

Die Einstiegsphase wird frontal durchgeführt, um die Konzentration der Schüler auf den Unterrichtsgegenstand zu richten. Die Lehrperson wird das Thema spielerisch einleiten und zwar in Form einer Reise in den Wald zu den Tieren.

Die erste Phase findet auf Sitzteppichen in Form eines Halbkreises statt. Der Vorteil besteht darin, dass die Schüler einen größeren Bewegungsraum zur Verfügung haben.

Thematisch gesehen beginnt die Stunde mit dem Wiederauffassen der letzten MeNuK- Stunde, nämlich einer Reise; hier geht die Reise in den Wald zu den Tieren.

Somit wiederholt sich ein Unterrichtseinstieg und stellt quasi eine Struktur da, die gerade für Schüler, wie Pedro, essentiell ist und wird somit in einen fächerübergreifenden Kontext gebracht. Außerdem ist das Prinzip der Fantasiereise den Schülern bereits durch MeNuK vertraut und die Schüler erhalten ohne ausführlichen Input Einsicht und Klarheit in das Prinzip der Klanggeschichte.

Eine Alternative wäre gewesen, die komplette Klanggeschichte vorzulesen, eine andere wäre gewesen, vielleicht eine andere Klanggeschichte vorzulesen und die Kinder nach Merkmalen zu fragen, was ihnen beim Hören auffällt.

Erarbeitungs-/ Einführungsphase

In der nächsten Phase werden gemeinsam mit den Schülern die Regeln für den Umgang mit den Instrumenten besprochen. Dies erschien uns für einen unabdingbaren Bestandteil um Chaos zu vermeiden und für eine strukturierte Unterrichtsstunde zu sorgen. Damit es jedem sofort einleuchtend erscheint, haben wir uns für die Ampelkarten als Sanktionierungsmaßnahme entschieden, da diese der Klasse aus dem anderen Fachunterricht verraut sind. Der nächste Schritt ist eine gemeinsame Erarbeitung der in der Klanggeschichte vorkommenden Tiere. Dadurch wird das Wissen der Schüler über den Wald und seine Bewohner gefestigt. Gleichzeitig wird dadurch eine gewisse Spannung aufgebaut: Kommt das Tier, das ich vorgeschlagen habe in der Geschichte vor? Welches der Tiere könnte wohl die Hauptfigur sein?

Eine Alternative wäre gewesen, dass man verschiedene Tiere auf Bildern zeigt und die Kinder auf die Tiere deuten lässt, welche von den aufgeführten Waldbewohner seien, oder man lässt diesen Vorschlag in Kleingruppen erarbeiten, doch da diese Möglichkeit der Einführung zu zeitintensiv wäre, entschieden wir uns für die erstgenannte Variante.

Anschließend erhält jeder Schüler einen Gutschein in Form eines Tier/Naturbildes, den es zum Instrumentenwarentisch bringt, das identische Bild sucht und das sich daneben befindende Instrument an seinen Platz vor sich stellen darf. Die Zuordnung erfolgte durch die Lehrperson gezielt, es wurde als eine innere Differenzierung durchgeführt, da in der Klasse ein großes Spektrum an Motivationsunterschieden, Vorwissen und Temperament steckt. Dies ist ein weiterer signifikanter Punkt, der bei der Vorbereitung dieser Unterrichtsstunde nicht vergessen werden sollte, um jedem Kind individuell gerecht zu werden und es weder unter noch überfordern.

Testphase und Erarbeitungsphase

In dieser Phase wird den Schülern die Möglichkeit gegeben, das ihnen zugewiesene Instrument verknüpft mit dem Wissen, welches Natur oder Tiergeräusch erklingen sollte, auszuprobieren.

Damit jedes Kind schon mit der nachfolgenden Struktur bekannt wird, testet jedes Kind sein Musikinstrument genau dann, sobald die Bildkarte durch den Lehrer hochgehalten wird.

Nachteil dieser Form ist allerdings, dass während ein Kind musiziert, die anderen elf Kinder der Klasse still sitzen und beobachten. Letzt genanntes ist nicht unbedingt ein Nachteil, durch das Beobachten finden oft Lernprozesse statt und sind es ,,nur” unbewusste! Damit den nicht musizierenden Kindern jedoch nicht langweilig wird, sollen sie ihrem Mitschüler bewusst zuhören nach vorgegebenen Kriterien, wie z.B. wie klingt es, wurde zu laut, zu hart, zu langsam, zu schnell gespielt? Wie kann man dies verbessern?

Eine weitere Verfahrensweise, um Zeit zu sparen, wäre zum Beispiel alle Schüler gleichzeitig spielen zu lassen, jedoch würde hierbei der Geräuschpegel wahrscheinlich sehr unangenehm werden und manche Schüler könnten nicht mehr ihr eigenes Geräusch herausfiltern.

Wir entschieden uns für die erstgenannte Handhabung, da diese zwar quantitativ ist aber für die Schüler individuell eine Erfahrung bedeutet, da sie einerseits im Mittelpunkt stehen und andererseits ihre Sachkenntnis über die Spielweise mit dem orffschen Instrumentarium erweitern. Im Anschluss daran, kann schon ein erster Durchlauf der Geschichte gestartet werden; je nachdem, wie konzentriert und motiviert die Schüler sind und wie gut die Testphase funktioniert.

Durchführungsphase

In der letzten Phase, die quasi den Höhepunkt der Stunde darstellt, wird die Klanggeschichte entweder einmal komplett am Stück vorgelesen ohne Unterbrechung mit Einspielen der Klänge und Geräusche oder damit die Spannung erhalten bleibt, schon das erste Mal mit Einsatz der Instrumente. Der Vorteil des Vorlesens ohne die Instrumente besteht darin, dass schwächere Schüler sich bereits auf ihren Einsatzmoment einstellen können. Die auditive Wahrnehmung wird durch die Verwendung von Bildkarten visuell unterstützt.

Beim Komplettdurchlauf der Geschichte wird die Konzentration automatisch auf das Zuhören und Zusehen gerichtet und die Schüler sind sozusagen gezwungen aufzupassen, denn wenn nur einer seinen Einsatz verpasst, hat der Erzählverlauf ein Loch. Es gäbe noch zahlreiche weitere Optionen, auf die ich im Einzelnen nicht eingehen möchte. Die o.g. Variante erschien uns am sinnvollsten, da sie einen Kompromiss zwischen unterstütztem Lernen und einer Herausforderung schließen.

In der verbleibenden Zeit können noch mehrere Durchläufe durchgeführt werden, immer mehr auf Details geachtet und evtl. ein Tausch der Instrumente an andere Kinder vollzogen werden.

6. Weiterarbeit

In der nächsten Unterrichtssequenz ist ein denkbares Ziel, die Klanggeschichte aufzunehmen, damit die Kinder ein bleibendes Ergebnis auch nach dem Unterricht haben.

Bevor jedoch die eigentliche Aufnahme stattfindet, könnte mit der Klasse gemeinsam die Klanggeschichte gesamt und in Einzelteilen durchgespielt werden und anschließend reflektieren, wie man einzelne Stellen noch verbessern könnte und die Tier bzw. Naturlaute noch besser zur Geltung kommen könnten.

Die Vorschläge des Lehrers bzw. der Schüler können in den Probesequenzen hinterfragt werden, ob man die Anregung übernimmt oder nicht.

Nun, im entscheidenden Schritt, wird jedes Kind einzeln mit seinem Instrument auf ein Diktiergerät aufgenommen. Bei der Aufnahme nennt es seinen Vornamen, den Name des Instruments und spielt das vereinbarte Pattern. Diese Schritte werden zuvor durchgesprochen und mehrmals aufgenommen, um später die bestmöglichste Aufnahmequalität bei der Gesamtaufnahme zu erreichen. Der Geschichtstext selber wird von der Lehrerin eingelesen, da der Kenntnisstand der Klasse über spannendes und betontes Lesen noch nicht ganz so ausgeprägt ist und es ausreichend ist, wenn die Kinder die musikalischen Elemente dazu beisteuern, denn ohne die Musik wäre die Klanggeschichte des Igel Pieks nicht die Klanggeschichte des Igel Pieks!

Im Anschluss daran, werden die einzelnen Aufnahmesequenzen von der Lehrperson zu einem zusammenhängenden Hörspiel herausgearbeitet und die Klanggeschichte des Igel Pieks mit der Tigerklasse 2f der Klasse vorgespielt.

Damit die Geschichte mit der Zeit nicht zu langweilig wird, wäre eine Option, den Inhalt, die Mitwirkende oder die Instrumente zu variieren oder einen anderen Schluss, einen abgeänderten Anfang zu finden. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Diese Aufgabe wäre auch geeignet, sie als Hausaufgabe aufzutragen.

Für ältere Klassenstufen wäre es sicher spannend, aus der Klanggeschichte eine kleine Theateraufführung zu erarbeiten, bei der es neben Musikern auch Sprecher und andere Akteure gibt.

7. Anlagen

Für die Unterrichtseinheit werden benötigt:

Bildkarten mit den Tieren und Naturabbildungen

Instrumente: Xylophon, Salsakröte, Klavier, Klanghölzer, Kastagnetten, Ride- Becken, Djembe, Woodblock, Regenrohr, Cabassa, Triangel und Wooden Agogo

Sitzteppiche

8. Literatur- und Materialquellen

Art. Empathie”: http:/www.wikipedia.de/Empathie [Stand: 21.10.2010 ]

Art. Geschichte“ in http://www.wikipedia.de/Geschichte [Stand: 19.10.2010]

Art. Klang“ in http://www.thefreedictionary.com/Klang [Stand: 18.10.2010]

Art. Klang“ in http://www.wikipedia.org/wiki/Klang [Stand: 18.10.2010]

Art. Phantasie”: http://www.kinder.de/Phantasie.1345_0.html [Stand: 19.10.2010]

Bildungsplan Baden-Württemberg 2004 Online: http://www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Bildungsplaene/Grundschule/Grundschule_Bildungsplan_Gesamt.pdf [Stand : 21. 10. 2010}

Hirler, Sabine (62003): Wahrnehmungsförderung durch Rhythmik und Musik. Freiburg im Breisgau. Herder

http://www.hoppsala.de/index.php?menuelp=21&contentID=1898 [Stand: 21.10.2010]

http://www.froebelschule-lbg.de [Stand 17.10.2010]

Erklärung

Hiermit versichere ich, dass ich die vorliegende Arbeit selbstständig gefertigt habe

und die angegebenen Quellen und Hilfsmittel in einem vollständigen Verzeichnis

enthalten sind. Alle Stellen der Arbeit, die aus anderen Werken dem Wortlaut oder

dem Sinne nach entnommen sind, gegebenenfalls auch aus elektronischen Medien,

wurden eindeutig unter Angabe der Quellen als Entlehnung gekennzeichnet. Außer

den genannten wurden keine Hilfsmittel verwendet.

_____________________________________________________________________

Datum Name, Vorname Matrikelnummer Unterschrift

1 {#sdfootnote1anc}1 Art. „Klang“ in http://www.wikipedia.org/wiki/Klang {http://www.wikipedia.org/wiki/Klang} [Stand: 18.10.2010]2 Art. „Klang“ in http://www.thefreedictionary.com/Klang {http://www.thefreedictionary.com/Klang} [Stand: 18.10.2010]3 Art. „Geschichte“ in http://www.wikipedia.de/Geschichte {http://www.wikipedia.de/Geschichte} [Stand: 19.10.2010]

4 {#sdfootnote2anc} Hirler, Sabine (62003): Wahrnehmungsförderung durch Rhythmik und Musik. Freiburg im Breisgau: Herder, S. 87.5 Hirler (6 2003), S.61

6 {#sdfootnote3anc} http://www.kinder.de/Phantasie.1345_0.html [Stand: 19.10.2010]

7 {#sdfootnote4anc} http://www.hoppsala.de/index.php?menuelp=21&contentID=1898 [Stand: 21.10.2010]

8 {#sdfootnote5anc} http:/www.wikipedia.de/Empathie [Stand: 21.10.2010 ]



Kommentare (1)


Klanggeschichte Igel Pieks von da.ne am 31. Oktober 2010 0

Klanggeschichten begeistern! Und damit auch alle einen Text dazu nachlesen können, hier ein Link:
http://www.sonnenscheinkinder.de/klanggeschichte

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