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Kreatives Schreiben
Datum: 22. Januar 2012 Kommentare: 0
Zusätzliche Informationen:
Diese Unterrichtsstunde wurde durchgeführt und für gut empfunden. Die Schüler waren sehr motiviert.
Beschreibung:
Kreatives Schreiben ist im Deutschunterricht in jeder Klassenstufe Möglich. Außerdem entsteht schon durch das freie Schreiben Differenzierung.

Kreatives Schreiben
1. Unterrichtsentwurf
zum Fachpraktikum Deutsch am 08.08.2009
Thema der Unterrichtsreihe: Kreatives Schreiben – wir schreiben unsere eigene
Froschgeschichte anhand der Geschichte „Was ist
aus dem Frosch geworden?“ von Paul Maar.
Thema der Unterrichtseinheit: Vom Ideennetz zu einer Geschichte. Wir sammeln
Merkmale einer „guten“ Geschichte, und versuchen
diese in unserer Geschichte zu beachten. Ideen
werden im Cluster gesichert und mithilfe eines
roten Fadens sortiert.
Aufbau der Reihe
1. Stunde: „Vom Ideennetz zu einer Geschichte“. Wir sammeln Merkmale einer
„guten“ Geschichte, entwerfen ein Cluster mit rotem Faden und
versuchen diese in unserer ersten eigenen Froschgeschichtegeschichte zu beachten. Ideen werden im Cluster gesichert und mithilfe eines roten Fadens sortiert.
2. und 3. Stunde: „Wir machen unsere Geschichte druckreif.“ Wir überarbeiten unsere Geschichten mithilfe unseres Sitznachbarn. Die Geschichten werden mit dem Sitznachbarn getauscht. Dieser
füllt nach dem Lesen einen Rückmeldebogen aus, mithilfe dessen
jeder seine eigene Geschichte schreibt.
Didaktisch – methodische Entscheidung
2.1 Thematischer Zusammenhang, Richtlinienbezug und Lernvoraussetzungen
Bezugsquelle für den Stoffinhalt bilden die curricularen Vorgaben des Landes NRW für die Primarstufe. Bereits am Ende der Schuleingangsphase sollen die SuS eigene Texte mit und ohne Vorgaben verständlich verfassen können. Die Texte werden danach besprochen und die ersten Formen des Überarbeitens unter Anleitung geübt. Aufgrund dieser Vorgaben kann man davon ausgehen, dass die Schüler und Schülerinnen bereits ein Vorwissen zu diesem Thema haben.
In der dritten und vierten Klasse sollen die SuS lernen, Texte auf unterschiedliche Arten zu planen (z.B. Textmuster, Erzählmuster), Texte unterschiedlicher Textsorte zu verfassen und Texte nach Anregungen wie Musik oder Texten schreiben zu können. Dabei sollen die Texte auf ihre Wirkung besprochen werden um ihre Entwürfe z.B. auf Wortarten und Grammatik zu überarbeiten.
Auch die besondere Gestaltungs- und Überarbeitungsmöglichkeiten von Texten werden im Lehrplan als erwartete Kompetenz nach der vierten Klasse genannt und muss somit im dritten und vierten Schuljahr thematisiert werden.1
Da die Unterrichtsreihe in einem vierten Schuljahr durchgeführt wird, kann ich davon ausgehen, dass die SuS bereits einige Erfahrungen im Texte planen, schreiben und überarbeiten haben.
In der dritten und vierten Jahrgangsstufe sollen die Kinder Schreibkriterien vereinbaren und ihren Text planen können, somit steht zu Beginn der Unterrichtseinheit die kurze Wiederholung von Merkmalen einer guten Geschichte, sowie das Erstellen eines Ideennetzes (Cluster). Darauf folgend werden Geschichten geschrieben, von Mitschülern auf ausgewählte Kriterien überprüft, dann selber überarbeitet und in eine Endfassung gebracht.
Die Unterrichtseinheit ist auf 45 Minuten ausgelegt.
Die Arbeits- und Sozialformen, die für die Unterrichtsstunde geplant sind, sollten den Kindern bereits geläufig sein. Da die Unterrichtseinheit in einem vierten Schuljahr stattfinden wird, gehe ich davon aus, dass neben dem Frontalunterricht auch der Kino- und Sitzkreis sowie die Einzelarbeit bereits mehrfach durchgeführt wurden. Folglich müssen in der Stunde weder die Arbeitsform noch die sozialen Regeln erläutert werden.
Da in der Klasse ein Großteil der SuS einen Migrationshintergrund haben und Deutsch als Zweitsprache sprechen, werden die zu erwartenden Ergebnisse sehr unterschiedliche ausfallen.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Klasse sowohl aus curricularer als auch aus sozialer Sicht die Lernvoraussetzungen für die Thematik sowie für die Arbeitsformen mitbringt.
2.2 Sachanalyse
Da viele Teile der Sachanalyse bereits in den anderen Punkten beschrieben werden, möchte ich mich im Folgenenden lediglich auf die Beweggründe für die Wahl der Geschichte beziehen.
Im vierten Schuljahr sollen die SuS in der Lage sein, mit als auch ohne Vorgabe Texte schreiben zu können. Die Geschichte „Wo ist der grüne Frosch geblieben?“ erzählt zunächst die Geschichte eines Frosches, der dann mit der Flut ins Meer gezogen wird und verschwindet. Am Ende der Geschichte schreibt der Autor einige Beispielgeschichten zum Thema „Was ist auf dem Frosch geworden?“. Um die SuS in ihrer Phantasie so wenig wie möglich einzuschränken, wurde nur eine Beispielgeschichte vorgelesen. Die Aufgabe, nun eine Phantasiegeschichte zu schreiben, was aus dem Frosch geworden ist, stellt ein Mittelding zwischen Schreiben mit konkreter Aufgabe und freiem Schreiben dar.
Des Weiteren behandelten die SuS im Grammatikunterricht zugleich den richtigen Einsatz von wörtlicher Rede (Redezeichen, Begleitsätze,...). Da Paul Maar in seiner Geschichte jede wörtliche Rede lediglich kursiv gedruckt hat und auf Redezeichen verzichtet hatte, gab dies die Möglichkeit, den Grammatikunterricht mit dem Schreibunterricht zu verbinden. Die Geschichte ist folglich so gewählt, dass ein übergreifender Unterricht möglich ist.
2. 2. 1 Begründung der verwendeten Medien und der methodisch – didaktischen Entscheidungen
Zu Beginn der Stunde steht eine kurze Wiederholung wichtiger Merkmale guter Geschichten. Da dieser Teil der Stunde eher kurz gehalten werden soll, aber vor dem Vorlesen der Geschichte keine Unruhe entstehen soll, eignet sich dafür die fragend entwickelnde Unterrichtsform im Kinokreis am Besten. Grade beim Wiederholen bekommt jedes Kind die Möglichkeit sich entweder selbst einzubringen oder durch die Äußerungen der Mitschüler und Mitschülerinnen die Inhalte wieder in Erinnerung zu rufen. Damit die SuS beim späteren Planen und Schreiben die Merkmale immer wieder reflektieren, werden die Ergebnisse an der Tafel festgehalten.
Damit zwischen dem Hören der Geschichte und dem Planen der Geschichte so wenig neuer Inhalt wie möglich liegt und die SuS sofort anfangen können zu arbeiten, wird vor dem Vorlesen das Ideennetz mithilfe eines Blankoideennetzes an der Tafel kurz besprochen und in Zusammenhang mit der Geschichte gestellt.
Das darauffolgende Vorlesen der Geschichte dient dem Schreibimpuls. Diese Aufteilung dient der Differenzierung, da starke SuS nicht in ihrer eigenen Idee beeinflusst werden und schwache SuS die Chance auf Hilfestellung und Anregungen bekommen. Die Kooperationsmethode „think-pair-share“ bietet die Grundlage der nachfolgenden Unterrichtsphase.
In der Einzelarbeit bleibt jedem Kind die Möglichkeit, selbstständig und kreativ zu schreiben. Beim evtl. „Ideengespräch“ ist es den SuS ohne Idee möglich, sich mit Mitschülern auszutauschen und gegenseitig anzuregen bzw. mögliche Ideen zu entwickeln. Die Kinder, die bereits eine Idee haben, werden dabei nicht durch Ideen anderer SuS eingeschränkt. Diese Aufteilung dient der Differenzierung. Durch das Entwerfen des Clusters und dem darauffolgenden roten Faden, müssen die SuS ihre Ergebnisse selektieren und ordnen. Dadurch fällt es ihnen einfacher, ihre Ideen danach beim Schreiben ihrer Geschichte unterzubringen.
Das Vorlesen der Geschichten am Ende der Stunde dient der Würdigung der Schülerarbeit. Auch wird das im Lehrplan geforderte Zuhören und laut Lesen gefördert.
Die SuS lernen die Ideen ihrer Mitschüler kennen und bekommen mit, wie viele unterschiedliche Geschichten zu diesem Thema entstanden sind.
Die Hausaufgabe „Setzt die Redezeichen in Paul Maars Geschichte“ spannt den Bogen zum aktuellen Grammatikunterricht und verbindet somit Schreib- und Grammatikunterricht sinnvoll miteinander.
2.3 Angestrebte Kompetenzzuwächse
Handlungsziele der Unterrichtsreihe:Handlungsziel der Unterrichtsreihe ist das zielgerichtete Planen, Schreiben und Überarbeiten einer Geschichte unter Vorgabe des Themas.
Teilhandlungsziel der Unterrichtsreihe:
Das Teilhandlungsziel der Unterrichtsreihe ist eine erste Ideensammlung und –strukturierung.
2.4 Ziele der Unterrichtseinheit
Ziele zur Fachkompetenz
Die Schüler und Schülerinnen erweitern ihre Methodenkompetenz im fachlichen Bereich...
...im Anwenden und Übertragen von vorher (durch Mitschüler und Geschichte) gegebenen Impulsen.
...im schriftlichen Formulieren von Gedanken, dem Selektieren und Sortieren selbst erarbeiteter Ideen und dem darauffolgenden Ausformulieren einer ganzen Geschichte.
Ziele zur Sozialkompetenz
Die Schüler und Schülerinnen erweitern ihre Methodenkompetenz im Umgang mit ihren Mitschülern und Mitschülerinnen...
...im gemeinsamen Ideensammeln.
...im aufmerksamen, stillen Zuhören, wodurch sie ihren Mitschülern und Mitschülerinnen und deren die Geschichten den nötigen Respekt vor deren Arbeit entgegen bringen.
2.5 Geplanter Unterrichtsverlauf/ Unterrichtsskizze
1. Stunde
Artikulation /Phase | Handlungsschritte | a) Intention/Phasenziel b) Begründung der did./meth. Entscheidung c) Medien |
Einstieg Ca. 7 min | L begrüßt die SuS und erläutert kurz den Ablauf der Stunde. Kurze Wiederholung: Was macht eine Geschichte spannend/ lesenswert für den Leser? Auf was sollte man beim Schreiben einer Geschichte achten? Blanko Cluster mit rotem Faden (an der Tafel) wird kurz erläutert. Evtl. aufkommende Fragen der SuS werden geklärt. Sozialform: fragend entwickelnder Unterricht | Die SuS werden über den Ablauf der Stunde informiert und rufen die bereits erarbeiteten Themen (Merkmale guter Geschichten) ins Gedächtnis. Da die Wiederholung eher kurz gehalten werden soll, danach jedoch keine Unruhe vor dem Vorlesen der Geschichte entstehen soll, ist dafür der Sitzkreis/ Kinokreis m. E. am besten geeignet. Tafel |
Problemati- sierung und Zielsetzung ca. 5 min Erarbeitung ca. 35 min | Die Geschichte „Was ist aus dem Frosch geworden?“ wird vom L. vorgelesen SuS, die bereits eine Idee haben, dürfen zu ihrem Platz gehen und mit dem Cluster und dem Schreiben beginnen. L verweist nochmal auf die Plakate (Adjektive,...) an der Tafel SuS, die keine Idee haben, bleiben vorne und bekommen durch impulsgebende Fragen eine Anregung. SuS entwerfen Cluster mit rotem Faden und schreiben ihre eigene Froschgeschichte. Sozialform: Sitzkreis, Einzelarbeit | Die SuS sollen durch die Geschichte eine erste Möglichkeit der Ideenfindung bekommen. Die Leistungsdifferenzierung ist durch die Möglichkeit entweder sofort mit dem Schreiben zu beginnen oder noch mal gemeinsam darüber zu sprechen, gegeben. In der Einzelarbeit bleibt jedem Kind die Möglichkeit, selbstständig und kreativ zu schreiben. Beim evtl. „Ideengespräch“ ist es den SuS ohne Idee möglich, sich mit Mitschülern auszutauschen und gegenseitig anzuregen bzw. mögliche Ideen zu entwickeln. Die Kinder, die bereits eine Idee haben, werden dabei nicht durch Ideen anderer SuS eingeschränkt. Plakate |
Präsentation Ca. 15 min | Die SuS, die ihre Geschichte vorlesen wollen, dürfen dies im Sitzkreis tun. Die Geschichten bleiben dabei von den Mitschülern und Mitschülerinnen unkommentiert. Sozialform: Sitzkreis Hausaufgabe: Der Autor hat die Redezeichen der wörtlichen Rede in der Geschichte nicht gesetzt. Trage sie in der Geschichte ein. | Die SuS hören die Geschichten und die dazugehörigen Ideen ihrer Mitschüler. Durch das Vorlesen werden die Geschichten gewürdigt. |
2. 6 Reflexion der Stunde
Meiner Meinung nach ist die Stunde ganz gut verlaufen. Bei der Wiederholung zu Beginn der Stunde zeigte sich, dass sie Schüler und Schülerinnen sehr viele Merkmale von guten Geschichten behalten hatten und diese klar artikulieren konnten.
Bei der Erklärung des Clusters wäre es besser gewesen, vorher genauer zu erläutern, was die SuS im Verlauf der Stunde genau schreiben sollten. Da ich das nicht genau genug erklärt hatte, kamen viele Fragen zum Cluster auf, die man hätte vermeiden können.
In der Erarbeitung mittels Einzelarbeit lies sich beobachten, wie die Kinder konzentriert gearbeitet haben und ihre Ideen im Cluster gesammelt haben. Viele SuS hatten Probleme mit dem Eintragen des roten Fadens und haben von Anfang an nur die Ideen aufgeschrieben, die auch wirklich in ihre Geschichte kommen sollten. Vielleicht wäre es besser gewesen, die Kinder das Cluster schreiben zu lassen, ohne das sie wussten, dass sie eine Geschichte daraus schreiben sollten, da sie dadurch ggf. freier gewesen wären.
Auch habe ich die Zeit unterschätzt, die die SuS für das Entwerfen des Clusters benötigt haben. Da die Ideenfindung und das darauffolgende Cluster den Grundstein für die Geschichte darstellten, würde ich dafür das nächste Mal mehr Zeit einplanen. Aufgrund dieser Fehleinschätzung schrieben die SuS ihre Geschichten bis zum Ende der Stunde und das geplante Vorlesen musste nach der Pause stattfinden.
Abschließend kann ich sagen, dass die Stunde trotz fehlerhafter Zeitplanung und einiger Schwächen im Bereich des detaillierten Erklärens letztendlich gut verlaufen ist und die SuS zu guten Ergebnissen gekommen sind. Für das nächste Mal wäre mir bewusster, dass nicht das Schreiben der Geschichte die meiste Zeit in Anspruch nimmt, sondern das Planen, so dass sich die Fehleinschätzung der Zeit dann vermeiden lassen würde.
2. Unterrichtsentwurf
zum Fachpraktikum Deutsch am 09.08.2009
Schule: Grundschule
Klasse: 4c
Zeit: 8.45 – 9.30 Uhr
Mentor:
Thema der Unterrichtsreihe: Kreatives Schreiben – wir schreiben unsere eigene
Froschgeschichte anhand der Geschichte „Was ist
aus dem Frosch geworden?“ von Paul Maar.
Thema der Unterrichtseinheit: „Wir machen unsere Geschichten druckreif“. Die
Geschichten werden mit dem Sitznachbarn
getauscht, dieser füllt nach dem Lesen einen
Rückmeldebogen aus, mithilfe dessen
jeder seine eigene Geschichte „druckreif“ macht.
Aufbau der Reihe
1. Stunde: „Vom Ideennetz zu einer Geschichte“. Wir sammeln Merkmale
einer „guten“ Geschichte, entwerfen ein Cluster mit rotem
Faden und versuchen diese in unserer ersten eigenen
Froschgeschichtegeschichte zu beachten. Ideen werden im
Cluster gesichert und mithilfe eines roten Fadens sortiert.
2. und 3. Stunde: „Wir machen unsere Geschichte druckreif“. Wir überarbeiten
unsere Geschichten mithilfe unseres Sitznachbarn. Die
Geschichten werden mit dem Sitznachbarn getauscht, dieser
füllt nach dem Lesen einen Rückmeldebogen aus, mithilfe
dessen jeder seine eigene Geschichte „druckreif“ macht.
Didaktisch – methodische Entscheidung
2.1 Thematischer Zusammenhang, Richtlinienbezug und Lernvoraussetzungen
Bezugsquelle für den Stoffinhalt bilden die curricularen Vorgaben des Landes NRW für die Primarstufe. Bereits am Ende der Schuleingangsphase sollen die SuS eigene Texte mit und ohne Vorgaben verständlich verfassen können. Die Texte werden danach besprochen und die ersten Formen des Überarbeitens unter Anleitung geübt. Aufgrund dieser Vorgaben kann man davon ausgehen, dass die Schüler und Schülerinnen bereits ein Vorwissen zu diesem Thema haben.
In der dritten und vierten Klasse sollen die SuS lernen, Texte auf unterschiedliche Arten zu planen (z.B. Textmuster, Erzählmuster), Texte unterschiedlicher Textsorte zu verfassen und Texte nach Anregungen wie Musik oder Texten schreiben zu können. Dabei sollen die Texte auf ihre Wirkung besprochen werden und ihre Entwürfe z.B. auf Wortarten und Grammatik zu überarbeiten.
Auch die besondere Gestaltungs- und Überarbeitungsmöglichkeiten von Texten werden im Lehrplan als erwartete Kompetenz nach der vierten Klasse genannt und muss somit im dritten und vierten Schuljahr thematisiert werden.2
Da die Unterrichtsreihe in einem vierten Schuljahr durchgeführt wird, kann ich davon ausgehen, dass die SuS bereits einige Erfahrungen im Texte planen, schreiben und überarbeiten haben.
Da das Überarbeiten von eigenen Texten nach dem vierten Schuljahr eine zu erreichende Kompetenz der SuS sein soll, steht dies im Fokus der zweiten und dritten Unterrichtseinheit. Das darauffolgende Verfassen der Endfassung auf Schmuckblättern, und somit die Gestaltung des Textes, ist ebenfalls curricularer Bestandteil.
Die Unterrichtseinheit ist auf 90 Minuten ausgelegt.
Die Arbeits- und Sozialformen, die für die Unterrichtsstunde geplant sind, sollten den Kindern bereits geläufig sein. Da die Unterrichtseinheit in einem vierten Schuljahr stattfinden wird, gehe ich davon aus, dass neben dem Frontalunterricht auch der Kino- und Sitzkreis sowie die Einzelarbeit bereits mehrfach durchgeführt wurden. Folglich müssen in der Stunde weder die Arbeitsform noch die sozialen Regeln erläutert werden.
Da in der Klasse ein Großteil der SuS einen Migrationsintergrund haben und Deutsch als Zweitsprache sprechen, wird es einigen SuS schwerfallen, die Geschichten ihrer Nachbarn auf die gegebenen Kriterien zu überprüfen.
Zusammenfassend kann man aber sagen, dass die Klasse sowohl aus curricularer als auch aus sozialer Sicht die Lernvoraussetzungen für die Thematik sowie für die Arbeitsformen mitbringt.
2.2 Sachanalyse
Da viele Teile der Sachanalyse bereits in den anderen Punkten beschrieben werden, möchte ich mich im Folgenenden lediglich auf die Beweggründe für die Wahl der vereinbarten Überarbeitungskriterien beziehen. Diese wurden auf drei Kriterien beschränkt, da sonst eine Überforderung der SuS entstehen würde.
Im vierten Schuljahr sollen die SuS in der Lage sein, mit als auch ohne Vorgabe unterschiedliche Textsorten schreiben zu können.
Wenn Kinder anfangen, eigene Texte zu schreiben, unterscheidet sich das ganz klar von der Mündlichkeit. Im Vergleich zur Sprechgeschwindigkeit ist die Schreibgeschwindigkeit wesentlich verlangsamt. Schreibanfänger schreiben häufig Texte, mit inhaltlichen Sprüngen, der Adressatenbezug oder auch die ansprechende Gestaltung, für den Leser des Textes, geht durch (notwendige) formale Vorgaben, wie beispielsweise die Einhaltung von Wortgrenzen unter.
Eine Geschichte zu schreiben erfordert eine Vielzahl von Kompetenzen, die die SuS mitbringen müssen. Satzbildung, Orthographie, Kohärenz und Rezipientenbezug sind nur einige der Kompetenzen.
Um einer Geschichte bspw. Spannung oder Witz zu verleihen, ist es wichtig, treffende Adjektive zu benutzen. Diese werten Geschichten enorm auf.
Das korrekte Setzen von Satzzeichen erleichtert dem Leser, die Geschichte zu verstehen und gliedert den Text gleichzeitig.
Der Gebrauch von wörtlicher Rede macht jede Geschichte lebendiger. Die Redezeichen zeigen dem Leser an, dass wörtliche Rede folgt und sind somit wichtig für den Textfluss und das Textverständnis. Durch passende Adjektive werden in Begleitsätzen Stimmungen des Sprechers angezeigt, die für den Leser von Relevanz sein könnten.
Da der Grammatikunterricht zurzeit die wörtliche Rede thematisiert, wird dies hierdurch erneut geübt und zielgerichtet angewendet.
2. 2. 1 Begründung der verwendeten Medien und der methodisch – didaktischen Entscheidungen
Zu Beginn der Stunde dürfen die SuS, die in der letzten Stunde nicht mehr vorlesen konnten, ihre Geschichten vorlesen. Dies erinnert die SuS an die letzte Stunde und ihre Ergebnisse werden gewürdigt. Durch das Hervorheben des lesenden Kindes auf einem Stuhl, bekommt dies in dem Moment eine Sonderstellung in der Gruppe. Dafür eignet sich der Kinokreis am Besten.
Die darauffolgende Besprechung und Verbesserung der „schlechten“ Geschichte stellt die Wiederholung der in der letzten Stunde bereits gesammelten Kriterien einer guten Geschichte dar. Da die Geschichte per Overheadprojektor (OHP) an die Wand gestrahlt wird, sind die Verbesserungen für jedes Kind gut sichtbar. Durch die gemeinsame Erarbeitung bekommt jedes Kind die Möglichkeit sich entweder selbst einzubringen oder durch die Äußerungen der Mitschüler und Mitschülerinnen die Inhalte wieder in Erinnerung zu rufen. Da die Aufgabe der SuS im weiteren Verlauf sein wird, die Geschichte ihres Sitznachbarn zu überarbeiten, stellt es eine praktische Vorführung dessen dar, was die SuS später selber machen müssen. Vor allem für die schwächeren SuS ist dies eine Hilfestellung.
In der darauffolgenden Phase der Anwendung tauschen die SuS ihre Geschichten. Durch das Lesen der Geschichten und Ausfüllen des Kriterienbogens wenden sie ihr Wissen zielgerichtet an, wodurch es vertieft und gesichert wird. Des Weiteren werden sie für die Kriterien sensibilisiert und lernen, Texte unter bestimmten Kriterien zu betrachten. Auch ihr bereits vorhandenes Wissen wird erneut aktiviert. Sie müssen Adjektive erkennen, selber nachdenken, an welcher Stelle Satzzeichen gesetzt werden und wie die wörtliche Rede richtig benutzt wird. Das Tauschen der Geschichten erleichtert eine objektive Beurteilung der Texte.
Durch das darauffolgende Zurücktauschen und Überarbeiten des eigenen Textes werden die erarbeiteten Kriterien auf den eigenen Text objektiver transferiert. Jeder SuS muss nun seine Geschichte mithilfe des Rückmeldebogens überprüfen und ggf. verbessern. Es findet eine erneute Auseinandersetzung mit den Kriterien statt.
Am Ende der Reihe steht das Schreiben der Geschichte auf einem selbstgestalteten Schmuckblatt. Die SuS können ihre Geschichte so besonders schön gestalten, so dass sie sich von jeder anderen Geschichte abhebt.
Wenn alle Geschichten fertig sind, werden diese zu einem Buch gebunden. Dadurch bekommen die Geschichten einen besonderen Stellenwert, ein Froschbuch entsteht. Die Arbeit der Kinder wird in besonderem Maße gewürdigt und die Motivation vorher erhöht, die Geschichte gut zu überarbeiten und noch einmal zu schreiben.
2.3 Angestrebte Kompetenzzuwächse
Handlungsziele der Unterrichtsreihe:Handlungsziel der Unterrichtsreihe ist das zielgerichtete Planen, Schreiben und Überarbeiten einer Geschichte unter Vorgabe des Themas.
Teilhandlungsziel der Unterrichtsreihe:
Das Teilhandlungsziel der Unterrichtsreihe ist die zielgerichtete Überarbeitung eines selbst verfassten Textes.
2.4 Ziele der Unterrichtseinheit
Ziele zur Fachkompetenz
Die Schüler und Schülerinnen erweitern ihre Methodenkompetenz im fachlichen Bereich...
...in der zielgerichteten Anwendung des erlernten Wissens.
...in der differenzierten Wahrnehmung von festgelegten Kriterien (Adjektive, Satzzeichen, wörtliche Rede), indem sie diese aus dem Text herausfinden und beurteilen müssen.
...im Überarbeiten ihrer eigenen Texte unter ausgewählten Merkmalen, die auf dem Rückmeldebogen vermerkt sind.
Ziele zur Sozialkompetenz
Die Schüler und Schülerinnen erweitern ihre Methodenkompetenz im Umgang mit ihren Mitschülern und Mitschülerinnen...
... im aufmerksamen, stillen Zuhören, wodurch sie ihren Mitschülern und Mitschülerinnen und deren die Geschichten den nötigen Respekt vor deren Arbeit entgegen bringen.
...durch das Annehmen und Respektieren von Kritik auf dem Rückmeldebogen.
...durch evtl. Nachfragen über den Rückmeldebogen.
2.5 Geplanter Unterrichtsverlauf/ Unterrichtsskizze
2. Stunde
Artikulation /Phase | Handlungsschritte | a) Intention/Phasenziel b) Begründung der did./meth. Entscheidung c) Medien |
Einstieg Ca. 15 min | L begrüßt die SuS und erläutert kurz den Ablauf der Stunde SuS, die ihre Geschichten in der vorherigen Stunde nicht mehr vorlesen konnten, bekommen nochmal die Möglichkeit, dies nun zu tun. Sozialform: fragend entwickelnder Unterricht | Die SuS werden über den Ablauf der Stunde informiert und rufen die bereits erarbeiteten Themen ins Gedächtnis. Da die SuS ihre Geschichten vorlesen dürfen, ist dafür der Kinokreis m.E. am Besten geeignet. Der jeweilige Leser darf dabei auf einem Stuhl vor den Mitschülern und Mitschülerinnen sitzen, um in dem Moment eine besondere Stellung zu bekommen. |
Problemati- sierung und Zielsetzung ca. 10 min Erarbeitung ca. 15 min Überarbeitung Ca. 50 min | Anhand einer durch den L angefertigten „schlechten“ Geschichte erarbeiten die SuS gemeinsam zur Wiederholung die Merkmale einer guten Geschichte und verbessern die Geschichte. AB 1 wird kurz erläutert und die Aufgabenstellung formuliert SuS tauschen ihre Geschichte mit ihrem Sitznachbarn aus und bekommen AB 1 Bei dem Lesen der fremden Geschichte sichern die SuS die Ergebnisse auf dem Arbeitsblatt SuS tauschen die Geschichten mit dem ausgefüllten Arbeitsblatt zurück, überarbeiten ihre Geschichte auf Grundlage des Arbeitsblatts und schreiben sie auf ein Schmuckblatt. Sozialform: Kinokreis, Einzelarbeit Hausaufgabe: Geschichte zuende schreiben | Auf der Folie verbessern einzelne SuS die „schlechte“ Geschichte. Dabei wenden sie ihr Wissen an. Danach lesen die SuS die fremde Geschichte unter ausgewählten Merkmalen einer „guten“ Geschichte und sollen auf dem Arbeitsblatt eintragen, ob ihr Mitschüler diese umgesetzt hat oder nicht. Dadurch wenden sie ihr Wissen zielgerichtet an, wodurch es vertieft und gesichert wird. Durch das gemeinsame Besprechen und Verbessern der „schlechten“ Geschichte wird den SuS die Möglichkeit gegeben, das Wissen nochmal in Erinnerung zu rufen. Für die schwächeren SuS stellt es eine praktische Vorführung dessen dar, was sie im Verlauf der Stunde mit der Geschichte des Sitznachbarn machen sollen. Overheadprojektor, Arbeitsblatt, Geschichten |
2.6 Reflexion der Stunde
Die Stunde ist gut verlaufen. Schon bei der Wiederholung zeigte sich, dass sie SuS viele Kriterien wie bspw. wechselnde Satzanfänge und treffende Adjektive ins Gedächtnis rufen und anwenden konnten. Das gemeinsame Demonstrieren des Korrigierens der „schlechten“ Geschichte erwies sich als sehr effektiv.
Das darauf folgende Tauschen und Korrigieren der Geschichten verlief gut. Die SuS hatten kaum Fragen offen und begannen schnell und konzentriert mit der Arbeit. Das Demonstrieren des Korrigierens. Die Sorge, dass das Korrigieren einigen SuS aufgrund eigener Defizite in der deutschen Sprache größere Schwierigkeiten machen würde, bestätigte sich nicht. Alle SuS nahmen ihre Aufgabe als „Lehrer“ sehr ernst.
Beim späteren Überarbeiten der eigenen Geschichte stellte sich heraus, dass das Gestalten des Geschichtenschmuckblattes (und die Aussicht auf ein Froschgeschichtenbuch) eine sehr gute Motivation war, die Geschichte noch einmal zu schreiben. Da es Kinder gab, die in ihrer Geschichte schon alle Merkmale einer guten Geschichte berücksichtigt hatten und Kinder, die ihre Geschichte noch einmal gründlicher überarbeiten mussten, ermöglichte diese Vorgehensweise zugleich, dass alle SuS trotzdem an ihren Geschichten weiter arbeiteten.
Man konnte beobachten, wie die SuS konzentriert und interessiert gearbeitet haben, die Kritik ihres Sitznachbarn annahmen und sich über ihre Geschichten austauschten.
Die Zeitplanung dieser Stunde war realistischer als die der ersten Stunde. Die Stunde konnte pünktlich enden. Die Hausaufgabe schloss thematisch an das Unterrichtsgeschehen an.
Alles in allem bin ich mit dem Verlauf der Stunde zufrieden. Bei der Planung habe ich versucht, vor allem die Defizite der ersten Stunde (Zeitplanung, ungenaues Erklären) diesmal besser zu machen, was mir gelungen ist.
3. Unterrichtsentwurf
zum Fachpraktikum Deutsch am 15.08.2009
Schule: Grundschule
Klasse: 4c
Zeit: 8.45 – 9.30 Uhr
Mentor:
Thema der Unterrichtsreihe: Kreatives Schreiben – Wir entwerfen und gestalten
unsere eigene Werbung.
Thema der Unterrichtseinheit: „Was macht Werbung aus?“. Wir sammeln Merkmale
von guter und schlechter Werbung und entwerfen mit
unserem Partner unseren ersten eigenen
Werbeslogan.
Aufbau der Reihe
1. Stunde: „Was macht Werbung aus?“ Wir sammeln Merkmale von guter
und schlechter Werbung und entwerfen mit unserem Partner
unseren ersten eigenen Werbeslogan.
2. und 3. Stunde: „Wir werden Profiwerber.“ Anhand eines Vergleichs der selbst
erstellten Werbung und professioneller Werbung werden
Qualitätsmerkmale erarbeitet und auf das eigene
Phantasieprodukt übertragen.
Didaktisch – methodische Entscheidung
2.1 Thematischer Zusammenhang, Richtlinienbezug und Lernvoraussetzungen
Bezugsquelle für den Stoffinhalt bilden die curricularen Vorgaben des Landes NRW für die Primarstufe.
Der Lehrplan gliedert sich in vier verpflichtende Bereiche, die der Deutschunterricht abdecken muss: Sprechen und Zuhören, Schreiben, Lesen – mit Texten und Medien umgehen und Sprache und Sprachgebrauch untersuchen. Im Bereich „Sprache und Sprachgebrauch untersuchen“ liegen die Schwerpunkte bei der Untersuchung von sprachlicher Verständigung, beim Arbeiten an Wörtern, Sätzen und Texten, sowie bei dem Entdecken von Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Sprache erkennen und beim Kennen und Anwenden sprachlicher Strukturen und Begriffe.3
Zugleich sollen die SuS im Bereich des Schreibens über Schreibfertigkeiten verfügen, Texte situations- und adressatenbezogen verfassen können und richtig schreiben.
Die Stunde bezieht sich vor allem auf die Bereiche Sprache und Sprachgebrauch untersuchen und Schreiben.
Bereits am Ende der Schuleingangsphase sollen die SuS im Bereich des Sprechens und Zuhörens eigene Ideen einbringen, sich zu Ideen Anderer äußern können und sich an Gesprächen beteiligen können. Die Kompetenzen, die am Ende der Schuleingangsphase im Bereich des Schreibens erwartet werden, umfassen das Schreiben eigener Texte mit und ohne Vorgaben.
In der dritten und vierten Jahrgangsstufe sollen die SuS unter Anderem lernen, ihre eigene Meinung zu begründen und Beiträge Anderer aufzugreifen (Bereich „Sprache und Sprachgebrauch“). Somit steht zu Beginn der Stunde der stumme Impuls, zu dem sich die SuS äußern können, ihre Ideen einbringen können und gemeinsam über das Produkt in dem Karton nachdenken können. Ein erstes Nachdenken über Sprache (warum wissen wir nicht, was in dem Karton ist? Was müssten wir ändern? Wann würden wir den Karton kaufen?) findet statt und deckt somit einen Schwerpunkt des Bereichs Sprache und Sprachgebrauch ab. Das Aufgreifen der Beiträge ihrer Mitschüler und Mitschülerinnen ist dabei fast unumgänglich.
Im Bereich des Schreibens sollen die Kinder in der dritten und vierten Klasse lernen, Texte unterschiedlicher Textsorten zu verfassen und über ihre Wirkung zu beraten. Im weiteren Verlauf der Stunde steht folglich das erste Verfassen von eigener Werbung mithilfe eines Partners. Dadurch werden zwei Bereiche des Lehrplans für das Fach Deutsch abgedeckt.
Da die Unterrichtsreihe in einem vierten Schuljahr durchgeführt wird, kann ich davon ausgehen, dass die SuS bereits Vorerfahrungen in beiden Bereichen mitbringen.
Die Unterrichtseinheit ist auf 45 Minuten ausgelegt.
Die Arbeits- und Sozialformen, die für die Unterrichtsstunde geplant sind, sollten den Kindern bereits geläufig sein. Da die Unterrichtseinheit in einem vierten Schuljahr stattfinden wird, gehe ich davon aus, dass sowohl Kinokreis als auch die Partnerarbeit bereits mehrfach durchgeführt wurden. Folglich müssen in der Stunde weder die Arbeitsformen noch die sozialen Regeln erläutert werden.
Da der Großteil der SuS der Klasse einen Migrationshintergrund haben und Deutsch als Zweitsprache sprechen, werden die zu erwartenden Ergebnisse sehr unterschiedliche ausfallen.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Klasse sowohl aus curricularer als auch aus sozialer Sicht die Lernvoraussetzungen für die Thematik sowie für die Arbeitsformen mitbringt.
2.2 Sachanalyse
Da viele Teile der Sachanalyse bereits in den anderen Punkten beschrieben werden, möchte ich mich im Folgenenden lediglich auf die Beweggründe für die Wahl des Themas „Werbung“ beziehen.
Im vierten Schuljahr sollen die SuS in der Lage sein, Texte adressatenbezogen zu verfassen. Beim Schreiben von Werbung steht der Rezipientenbezug an erster Stelle. Ziel ist es, ein Produkt zu entwerfen, was auf dem Markt einzigartig ist und dies zunächst so mit Worten anzupreisen, dass es der potentielle Käufer kaufen würde.
Außerdem sollen SuS in der vierten Jahrgangsstufe Texte mit und ohne Vorgaben verfassen können. Die Vorgabe, ein Fantasieprodukt zu entwerfen, lässt viel Spielraum für eigene Ideen und verhindert, dass die Lernenden sich zu sehr an bereits bestehenden Werbeslogans orientieren. Dadurch wird kreatives Schreiben besonders gefördert.
Durch das Besprechen von ausgewählten Kriterien guter Werbung (z.B. Wortspiele, Reime, Fantasiewörter) und darauffolgendes Entwerfen eines eigenen Fantasieprodukts mit passendem Werbeslogan wird auf der einen Seite das neu erlernte Wissen angewendet und auf der anderen Seite findet eine erste Sensibilisierung der SuS für Werbung statt. Die Lernenden erkennen, dass es von Vorteil ist, die Vorzüge ihres Produkts hervorzuheben, und dabei die Nachteile nicht anzupreisen. Dadurch setzen sich die SuS automatisch mit dem Thema auseinander und entwickeln einen kritischen Blick im Bezug auf Werbung, der für ihr weiteres Leben von Relevanz sein wird. Bereits beim Schreiben des ersten Werbeslogans wird ihnen bewusst, dass Werbung vor allem darauf zielt, ein Produkt so gut wie möglich dastehen zu lassen und weniger die Realität im Auge hat.
Somit schult das Thema Werbung nicht nur kreatives Schreiben, sondern hat zugleich Bezug und Relevanz für die Lebenswirklichkeit der SuS.
2. 2. 1 Begründung der verwendeten Medien und der methodisch – didaktischen Entscheidungen
Zu Beginn der Stunde steht ein stummer Impuls durch eine weiße Cornflakespackung. Diese soll die SuS dazu anregen, selber Ideen über den Inhalt der Packung zu entwickeln. Bereits beim ersten Nachdenken über den Inhalt knüpfen die SuS an ihr vorhandenes Weltwissen über Werbung an, so dass dieses abgerufen und aktiviert wird.
Da jedes Kind den Karton gut sehen sollte, eignet sich dafür der Kinokreis am Besten. Bei einem stummen Impuls bekommt jeder Lernende die Möglichkeit sich entweder selbst einzubringen oder durch die Äußerungen der Mitschüler und Mitschülerinnen eigene Ideen zu entwickeln. Durch die Frage, was auf dem Karton stehen müsse, damit er gekauft werden würde, beginnen die SuS automatisch, ihr Wissen über Werbeslogans aktiv auf die Situation zu transferieren. Dadurch werden automatisch die ersten Merkmale guter und schlechter Werbung deutlich. Das Sichern dieser Ergebnisse (Reime, Wortspiele,...) an der Tafel ermöglicht den SuS in der darauf folgenden Phase des Unterrichts ihre Werbeslogans danach zu entwerfen.
Nach dem Besprechen und Sichern der Ergebnisse sollen die SuS in Partnerarbeit einen ersten eigenen Werbeslogan zu einem Phantasieprodukt ihrer Wahl erfinden und aufschreiben. Dabei sind alle Produkte (Lebensmittel, Kleidungsstücke, Elektrogeräte,...) erlaubt, so dass die Phantasie so wenig wie möglich eingeschränkt wird. In der Partnerarbeit bleibt jedem Kind die Möglichkeit, selbstständig zu überlegen und sich gleichzeitig mit dem Partner auszutauschen. Da zum Schluss nur eine gemeinsame Idee festgehalten werden soll, lernen die SuS, ihre Meinung und Idee zu begründen und zugleich evtl. Kritik von ihrem Partner anzunehmen und umzusetzen.
Das Vorstellen der Ergebnisse bildet das Ende der Stunde und findet im Sitzkreis statt. Jede Kleingruppe, die ihr Ergebnis vorstellen möchte, bekommt in dieser Phase die Möglichkeit dazu. Auch wenn die Beiträge unkommentiert stehen gelassen werden sollen, werden bereits erste Unterschiede in den Werbeslogans sichtbar und jedes Kind entscheidet für sich, ob er/ sie dieses Produkt mit diesem Slogan kaufen würde, oder nicht.
Des Weiteren erkennen die SuS, wie viele unterschiedliche Möglichkeiten es gibt, so dass ihr Horizont erweitert wird.
Als Hausaufgabe sollen die Kinder Werbung aus Werbeprospekten mitbringen. Damit schließt diese thematisch an die Stunde an und dient zum Einstieg in die nächste Stunde.
2.3 Angestrebte Kompetenzzuwächse
Handlungsziele der Unterrichtsreihe:Handlungsziel der Unterrichtsreihe ist das zielgerichtete Planen, Schreiben und Gestalten von Werbung unter Beachtung von werbetypischen Merkmalen (z.B. Reimen, Wortspielen)
Teilhandlungsziel der Unterrichtsreihe:
Das Teilhandlungsziel der Unterrichtsreihe ist eine erste Sensibilisierung und Auseinandersetzung mit dem Thema Werbung.
2.4 Ziele der Unterrichtseinheit
Ziele zur Fachkompetenz
Die Schüler und Schülerinnen erweitern ihre Methodenkompetenz im fachlichen Bereich...
...im mündlichen Vortragen von Gedanken und Ideen, die vor den Mitschülern und Mitschülerinnen begründet und ggf. gerechtfertigt werden müssen.
...im Anwenden und Übertragen von vorher gegebenen Impulsen, indem sie bisherige Erfahrungen mit Werbung reflektieren und daraus resultierend ihren ersten eigenen Werbeslogan unter Berücksichtigung von Reimen, Wortspielen und Schriftwahl entwerfen.
...durch das Formulieren von kurzen, produktbeschreibenden Sätzen, durch die Werbeslogans sich auszeichnen.
Ziele zur Sozialkompetenz
Die Schüler und Schülerinnen erweitern ihre Methodenkompetenz im Umgang mit ihren Mitschülern und Mitschülerinnen...
...im gemeinsamen Ideensammeln und fixieren der wichtigsten Qualitätsmerkmale.
...im aufmerksamen, stillen Zuhören und einhalten von Gesprächsregeln (ausreden lassen, jeder Beitrag ist wichtig, zuhören können, aufgreifen von anderen Gesprächsbeiträgen).
... im Vortragen und Begründen ihrer Ideen innerhalb der Partnerarbeit, die sich aufgrund von unterschiedlichen Erfahrungen und Wahrnehmungen unterscheiden.
Geplanter Unterrichtsverlauf/ Unterrichtsskizze zum Fachpraktikum Deutsch
1. Stunde
Artikulation /Phase | Handlungsschritte | a) Intention/Phasenziel b) Begründung der did./meth. Entscheidung c) Medien |
Einstieg Ca. 10 min | L begrüßt die SuS Stummer Impuls: Blanko Cornflakeskarton (evtl. Frage: Was ist darin? Warum wissen wir nicht, was darin ist? Wie könnte man es besser machen, so das ihr es kaufen würdet?) Kurze Sammlung von Ideen und den ersten Merkmalen guter und schlechter Werbung (Reime, Wortspiele, besondere Schriftarten, Fantasiewörter) Sozialform: Kinokreis | Die leere und weiße Cornflakesverpackung soll die SuS dazu anregen, selber Ideen zu entwickeln. Dadurch wird automatisch bereits vorhandenes Weltwissen der SuS über Werbung abgerufen und aktiviert. Damit alle SuS den Karton gut sehen können und dadurch zum Nachdenken animiert werden ist dafür der Kinokreis m.E. am Besten geeignet. Blanko Karton |
Problemati- sierung und Zielsetzung ca. 5 min Erarbeitung ca. 15 min | SuS arbeiten in Partnerarbeit (mit dem Sitznachbarn) SuS entwerfen Slogan und Namen für das Produkt auf einem DinA4 Blatt Sozialform: Partnerarbeit | Die SuS sollen erste Versuche machen, selber für etwas zu werben. Dabei wenden sie ihr Wissen an In den Kleingruppen bleibt jedem einzelnen Kind die Möglichkeit, selbstständig zu überlegen und sich gleichzeitig mit Mitschülern auszutauschen. Da zum Schluss nur eine gemeinsame Idee festgehalten werden soll, lernen die SuS, ihre Meinungen und Ideen zu begründen und zugleich Kritik von anderen Gruppenmitgliedern anzunehmen und umzusetzen. Blätter |
Präsentation Ca. 15 min | Die Gruppen, die ihre Werbung vorstellen wollen, dürfen dies im Kinokreis tun. Entworfene Werbung wird auf den blanko Karton geklebt und besprochen: Welche Werbung gefällt euch am besten und warum? Würdet ihr das Produkt kaufen? ... Sozialform: Kinokreis Hausaufgabe: Arbeitsblatt „Superwörter“ sowie Werbung sammeln und mitbringen. | Die SuS hören die Ergebnisse der anderen Gruppen, erkennen die Gedanken ihrer Mitschüler und rechtfertigen u. U. ihre eigenen Beiträge. Durch das Vorstellen der entworfenen Werbung werden erste Merkmale guter und schlechter Werbung sichtbar, die dann reflektiert werden. Karton |
Reflexion der Stunde
Meiner Meinung nach ist die Stunde ganz gut verlaufen.
Die Problematisierung durch einen stummen Impuls hat sehr gut funktioniert. Die Sorge, dass die Kinder ohne anleitende Frage nicht drauf eingehen würden, war grundlos, da die Schüler und Schülerinnen nach kurzem Überlegen viele Gedanken und Ideen zu dem blanko Karton hatten. Auch die Methode der Meldekette hat problemlos funktioniert. So haben die SuS die ersten Merkmale von guter und schlechter Werbung fast ohne Anleitung selber erarbeitet.
In der Anwendung mittels Partnerarbeit lies sich beobachten, wie die SuS konzentriert und interessiert gearbeitet haben und ihr eigenes Produkt entworfen haben. Allerdings fingen einige Gruppen bereits an, nicht nur den Werbeslogan zu schreiben, sondern schon das komplette Bild zu gestalten. Obwohl das über die vorgegebene Aufgabenstellung hinaus ging, habe ich das zugelassen, solange die Lernenden den Werbeslogan schon fertig entworfen hatten. Für die Stunde war dies keine Beeinträchtigung.
Insgesamt haben alle Gruppen gute und kreative Produkte entworfen.
Zur nächsten Stunde sollten alle SuS Werbung von zuhause mitbringen und Superwörter mittels einem Arbeitsblatt zu entwerfen. Leider habe ich vergessen, das Mitbringen von Werbung an die Tafel zu schreiben, so dass in der nächsten Stunde nur eine Schülerin Werbung dabei hatte. Glücklicherweise hatte ich genug Beispielwerbung dabei, so dass es keine Auswirkungen auf die nächste Stunde hatte. Trotzdem würde ich beim nächsten Mal daran denken, die Hausaufgaben nicht ausschließlich mündlich aufzugeben.
Abschließende Reflexion zum Blockpraktikum
Da dieses Praktikum meine letzte Praxisphase im Studium darstellte, hatte ich ziemlich genaue Vorstellungen und Erwartungen an das Praktikum.
Ich wählte die Grundschule, da diese als Brennpunktschule bekannt ist, da sie in einem Wohnviertel mit relativ hohem Anteil an Bürgern mit Migrationshintergrund liegt, um einen Einblick in den Schulalltag dieser Schule zu bekommen.
Da ich zuvor noch keine Unterrichtsstunden im Fach Deutsch gehalten habe, wollte ich in diesem Praktikum meinen Fokus besonders auf den Deutschunterricht legen. Passend zu dem Seminar „Theorie und Praxis des Deutschunterrichts“ wählte ich den Schwerpunkt meiner Stunden „Kreatives Schreiben“.
Durch die vorhergegangenen Praktika, selbst gehaltene Unterrichtsstunden in anderen Fächern und die Universität fühlte ich mich gut auf das Praktikum vorbereitet.
Ich war die gesamten vier Wochen des Praktikums in der Klasse 4c und hatte somit für die Zeit immer denselben Mentor. Dieser ermöglichte mir eine freie Themenwahl für meine Stunden, ließ mir bei der Planung meiner Stunden genug Raum für eigene Ideen und Inhalte und stand mir dabei trotzdem unterstützend zur Seite. Das Feedback nach den Stunden in Kombination mit der eigenen Reflexion hat mir geholfen, weitere Stunden an manchen Stellen anders zu planen (z.B. durch das Einbauen von Eventualphasen).
Für das weitere Studium hat sich erneut herausgestellt, dass es zwar auch wichtig ist, für sich selber Schwerpunkte zu setzen aber trotzdem den Blick für viele unterschiedliche didaktische Methoden etc. zu behalten. Außerdem habe ich gemerkt, dass es für mich wichtig ist, mein Ziel immer vor Augen zu haben und bei jedem Kurs für mich selber zu überlegen, wie es mit der Praxis verbunden ist.
Auch wird für mich immer deutlicher, dass es zwar sinnvoll ist, SuS unterschiedliche Zugänge zum Lernstoff zu ermöglichen und Unterricht abwechslungsreich zu gestalten, aber dass eine Überfrachtung durch Medien und Materialien SuS manchmal mehr behindert und einschränkt, als zu helfen.
Ich fühlte mich während meines Praktikums an dieser Schule sehr gut aufgehoben und betreut. Die meisten Lehrer und Lehrerinnen waren sehr offen, beantworteten geduldig alle Fragen und ließen mich bereitwillig an ihrem Unterricht teilnehmen. Zu Beginn wurde mir das komplette Schulgebäude gezeigt und ich wurde über Förderangebote etc. aufgeklärt.
Ich durfte bei jedem Lehrer und jeder Lehrerin bei dem/ der ich war aktiv mitgestalten, mir Unterrichtsentwürfe ansehen, bekam Einsicht in Lernkarteien u.v.m. . In meinen Augen hätte ich nicht besser betreut und aufgenommen werden können.
Abschließend kann ich sagen, dass diese vier Wochen an der Grundschule mir erneut gezeigt haben, dass die Entscheidung, Grundschullehramt zu studieren, für mich genau die richtige war und ist.
1 {#sdfootnote1anc} Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen: Lehrplan Deutsch
2 {#sdfootnote2anc} Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen: Lehrplan Deutsch
3 {#sdfootnote3anc} Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen: Lehrplan Deutsch
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