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Rechenstrich

Rechenstrich
Unterrichtsentwurf
Datum: 21. Oktober 2012 Autor: kordi01 Kommentare: 0

Zusätzliche Informationen:

Diese Planung beinhaltet die Erarbeitung und die Einführung des Rechenstriches - Stundeneinstieg mit Wäscheklammer.

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Beschreibung:

Diese Planung wurde durchgeführt in einer 2. Klasse - Grundstufe I - Hat wirklich sehr gut funktioniert.


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Rechenstrich


3. Unterrichtsplanung

2 Didaktisch-methodische Auseinandersetzung

2.1 Klärung der Vorgegebenheiten für diese Unterrichtssequenz

Organisatorisch: Als Einstieg werde ich auf einer Wäscheleine einige Zahlenkärtchen, die die Kinder ordnen sollen, durcheinander aufhängen. Daher muss ich schon vor Stundenbeginn die Wäscheleine aufhängen.

Inhaltlich: Das Thema „Rechenstrich“ ist für die Kinder neu und bildet somit eine Erarbeitung. Der Zahlenraum 100 wurde bereits seit Schulbeginn mit dem Klassenlehrer erlernt und die Kinder können sich dort bereits einigermaßen gut orientieren.

2.2 Thematische Analyse (Sachanalyse)

Der Rechenstrich ist ein Abbild des Zahlenstrahls. Er kann von jedem Kind individuell angefertigt werden und ist nicht maßstabgetreu. Die Lage der Zahlen auf dem Rechenstrich muss nur ungefähr stimmen – wichtig ist die Ordnungshilfe. Auf genaue Abstände wird absichtlich verzichtet, da sie für die Zwecke des Rechenstrichs nur eine unnötige Belastung wären. Es werden nur die Zahlen eingetragen, die zu einer Überlegung oder Rechnung benötigt werden. Da der Zahlenstrahl von jedem Kind individuell erstellt wird, ist er sehr nützlich und wird auch als „Denkstrich“ bezeichnet.

Die Hauptfunktionen des Zahlenstrahls sind das Ordnen von Zahlen und das Vor- und Zurückrechnen auf der Zahlenreihe. Für Rechenwege, bei denen Stellenwerte getrennt zu rechnen sind, ist er nicht geeignet.

Sprünge werden auf dem Rechenstrich durch Bögen dargestellt. Auf Pfeilspitzen wird absichtlich verzichtet, um eine doppelte Interpretation zu ermöglichen: entweder als Plusaufgabe, oder als Minusaufgabe. Ein Beispiel: 20 + 10 = 30 oder 30 – 10 = 20.

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Quelle: WITTMANN, Erich: Das Zahlenbuch. Lehrerband. 2. Schuljahr. Ernst Klett Verlag. Seite 59-60

2.3 Bezug zum Lehrplan

Vgl. Online-Lehrplan der Volksschule

Grundstufe I – Aufbau der natürlichen Zahlen - Entwickeln grundlegender mathematischer Fähigkeiten: Feststellen von Eigenschaften, Unterscheiden und Vergleichen, Zuordnen, Ordnen, Klassifizieren. (S. 144)

Grundstufe I – Auf- und Ausbauen des Zahlenraums bis 100: Handlungsorientiertes Darstellen und Durchgliedern des schrittweise zu erarbeitenden Zahlenraums, Entwickeln von Zahlvorstellungen (z.B. durch Mächtigkeitsvergleiche, Ordnen von Zahlen, Bündeln), Veranschaulichen von Zahlen (z.B. durch Zahlenbilder, Mengendarstellungen, Zahlenstrahl, symbolischer Darstellung) (S. 145)

Grundstufe I – Rechenoperationen – Rechenoperationen im additiven Bereich: Anwenden verschiedener Darstellungsmodelle und Festigen der gewonnenen Rechenoperationen. (S. 146)

2.4 Lernziele

LZ 1: Die Schülerinnen und Schüler sollen die Zahlen auf der Wäscheleine richtig ordnen können. Dazu dürfen sie herauskommen und die Kärtchen umhängen. -> psychomotorisch

LZ 2: Die Schülerinnen und Schüler sollen sich am Rechenstrich orientieren können. -> kognitiv

LZ 3: Die Schülerinnen und Schüler sollen verstehen, wie man einen Rechenstrich zeichnet und selber einen Rechenstrich zeichnen können. -> kognitiv und psychomotorisch

LZ 4: Die Kinder sollen verschiedene Zahlen am Rechenstrich ordnen können. -> kognitiv

LZ 5: Die Kinder sollen mit Hilfe des Rechenstrichs in 5er- und 10er-Schritten zählen können und dies mit Bögen darstellen. -> kognitiv und psychomotorisch

2.5 Überlegungen zur Überprüfung der Zielerreichung

Die Überprüfung der Zielerreichung erfolgt dann, wenn die Schülerinnen und Schüler die Übungen im Buch selbstständig lösen dürfen. Denn hier merkt man, ob sie die vorangegangene Erklärung mit der Wäscheleine wirklich verstanden haben.

Auch in den letzten zehn Minuten, wenn die Kinder ihren „eigenen“ Rechenstrich aufzeichnen dürfen, kann ich kontrollieren, ob meine Ziele erreicht worden sind. Denn wenn sie selbstständig einen Rechenstrich auf ein leeres A5 Blatt zeichnen könne, haben sie alle wichtigen Aspekte des Rechenstrichs verstanden.

2.6 Maßnahmen zur Erreichung eines hohen Anteils echter Lernzeit

Die Schülerinnen und Schüler dürfen einen Großteil der Stunde in individuellem Tempo im Buch arbeiten, was einen hohen Anteil schülerInnenaktiver Lernzeit ermöglicht. Auch die lehrerinnenaktive Zeit trägt zum hohen Anteil echter Lernzeit bei, denn hier werde ich den Kindern erklären, was ein Rechenstrich ist und wie man einen Rechenstrich selber aufzeichnet.

2.7 Notwendige Differenzierungsmaßnahmen

Die Schülerinnen und Schüler dürfen die Übungen im Buch in individuellem Tempo machen. Die damit verbundene Langsamkeits- und Schnelligkeitstoleranz, ermöglicht es, dementsprechend zu differenzieren. Die schnelleren Schülerinnen und Schüler dürfen alle Übungen auf der Seite machen; die langsameren machen vielleicht nur die erste Übung und werden dabei von mir in einer eigenen Lerngruppe betreut. So ist es möglich, dass jedes einzelne Kind einen Lernfortschritt verbuchen kann.

2.8 Überlegungen zur Gestaltung der Beziehungsebene

Ich möchte den Schülerinnen und Schülern eine leistungsunabhängige Wertschätzung vermitteln. Es ist wichtig für mich, den Kindern zu zeigen, dass es nichts ausmacht, wenn sie den Rechenstrich nicht sofort verstehen. Denn sie sind ja in der Schule, um etwas zu lernen und da gehören Fehler selbstverständlich dazu.

3 Geplanter Verlauf unter Berücksichtigung des Differenzierungsaspekts

Phasen/Zeit

Zielbezug

Lehr-/Lerntätigkeiten

Unterrichtsmittel

Sozialformen

Anmerkungen

Alternativen

08:00 – 08:10

Einstieg

08:10 – 08:15

Erarbeitung

08:15 – 08:35

Übung

08:35 – 08:50

Einbettung des Bildungsstandards „Kommunizieren“

Vorne in der Klasse sind auf einer Wäscheleine einige Zahlenkärtchen durcheinander aufgehängt. L fragt SS, was hier falsch sein könnte und lässt sie von ihnen in die richtige Reihenfolge bringen -> KK dürfen dazu nach vorne kommen.

L zeigt an der Tafel vor, wie man die Reihenfolge dieser Zahlen nun aufzeichnen kann -> Rechenstrich wird eingeführt. Wichtig ist, dass die SS verstehen, dass die Lage der Zahlen nur ungefähr stimmen muss und nur die richtige Ordnung wichtig ist. Dann werden noch die einzelnen 5er- und 10er – Schritte mit Bögen dargestellt. Dieser Rechenstrich soll anschließend von den KK ins Heft übertragen werden.

L teilt SS mit, das sie nun alleine und nach eigenem Tempo im „Zahlenbuch 2“ auf der Seite 24 Übungen machen dürfen. Sie erklärt ihnen gleich alle Übungen zu Beginn und achtet darauf, dass die SS gut aufpassen. „Wenn du Probleme bei den Übungen hast, zeige bitte auf!“ Sollte es mehrere KK haben, die Schwierigkeiten haben, werden diese von mir zu einer eigenen Lerngruppe zusammengefasst. Die anderen SS dürfen währenddessen nach ihrem eigenen Tempo weiterarbeiten.

L beendet die Arbeit der KK mit einem Gong auf dem Klangstab. Die Bücher werden ins Bankfach gegeben, das Heft unter die Federschachtel gelegt -> die SS brauchen jetzt nur einen Bleistift.

L teilt den KK ein leeres A5-Blatt aus und erklärt ihnen, was jetzt zu tun ist: „Du darfst jetzt deinen eigenen Rechenstrich auf das leere Blatt machen! Zeiche einen Strich und suche dir die Zahlen, die du haben möchtest, selber aus!“ KK arbeiten in leise und in EA an „ihrem“ Rechenstrich.

Wenn die meisten KK fertig sind, fragt L, wer jetzt seinen Rechenstrich den anderen KK zeigen und erklären möchte. Ein K kommt hinaus, L zeichnet ihren/seinen Rechenstrich an die Tafel und danach darf K erklären, was es gemacht hat und wie es darauf gekommen ist. Danach geben alle SS ihr Heft und das A5 Blatt der L ab.

Schnur, Zahlenkärtchen, Frontalunterricht

Kreide, Lineal, Heft, Frontalunterricht

„Das Zahlenbuch 2“, EA

Bleistift und leeres A5 Blatt, EA

darauf achten, dass möglichst viele KK drankommen!

Trotz der Arbeit in der Lerngruppe versuchen, alle Kinder im Blick zu haben!

KK dürfen ihren Rechenstrich verbalisieren und darstellen  die anderen KK sollen aufmerksam zuhören!

4. Schwerpunktsetzung im Rahmen der eigenen Kompetenzentwicklung

4.1 Persönlicher Schwerpunkt für diese Unterrichtssequenz

Auch für diese Stunde wähle ich wieder die Phase des Stundeausklangs als persönlichen Schwerpunkt. Dieses Mal möchte ich mir wirklich genügend Zeit nehmen, um die Stunde langsam beenden zu können. Ich werde die Schülerinnen und Schüler zuerst darauf aufmerksam machen, dass die Stunde bald zu Ende ist und, dass sie ihr letztes Beispiel rechnen sollen. Anschließend dürfen noch einige Kinder berichten, was sie alles gerechnet haben.

4.2 Analyse ausgewählter didaktisch-methodischer Aspekte dieser Planung

In den letzten 15 Minuten werde die Allgemeine Kompetenz „Kommunizieren“ aus den Bildungsstandards in meine Mathematikstunde einbauen. Kommunizieren umfasst die Kompetenz, mathematische Sachverhalte zu verbalisieren, zu argumentieren, zu begründen und darzustellen. Kommunikation und Interaktion – auch zwischen den Mitschülerinnen und Mitschülern helfen den Kindern, Wissen aufzubauen, andere Denkweisen kennen zu lernen und sich über das eigene Denken klar zu werden. Kommunizieren ist eine mathematische Grundtätigkeit, wenn Mathematik als ein System von Kommunikationssymbolen verstanden wird. Dazu gehört, eigene Gedanken und Lösungswege zu verbalisieren, zu protokollieren, Sachverhalte auf verschiedene Weisen darzustellen und mit anderen zu erörtern. 1

1 {#sdfootnote1anc} Vgl. FAST, Maria. Kommunizieren

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