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Thomas Alva Edison

Thomas Alva Edison
Hausarbeit
Datum: 21. November 2010 Autor: Waserito Kommentare: 0

Zusätzliche Informationen:

Die Frage ist, weshalb Thomas Edison seinen Vorsprung auf Konkurrenten nicht nutzen konnte und alles Geld in eine Stromerzeugungs-Technologie investierte, welche sich nicht durchsetzen konnte. Mit dieser Thematik beschäftigt sich diese Hausarbeit.

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Beschreibung:

Thomas Alva Edison gilt als eigentlicher Erfinder des elektrischen Lichts, er hat die ersten Versuche der Glühlampe so verändert, dass sie länger als einige Sekunden leuchteten.


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Thomas Alva Edison


Thomas Alva Edison

„Warum hat Thomas Alva Edison, trotz seiner Genialität, den Kampf um die

Stromerzeugungsart gegen George Westinghouse verloren?"

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Laboratorium von Menlo Park
2.1. Der Durchbruch

3. Erstes öffentliches Kraftwerk

4. Rasanter Fortschritt in der Elektrobranche

5. Kampf von Edison gegen den Wechselstrom

6. Die Entscheidung im Kohlenfadenprozess

7. Weltausstellung in Chicago

8. Kraftwerk am Niagarafall

9. Fazit

10. Quellenverzeichnis
10.1. Primärquellen
10.2. Sekundärquellen
10.3. Internetquelle

1. Einleitung

Thomas Alva Edison gilt als eigentlicher Erfinder des elektrischen Lichts, er hat die ersten Versuche der Glühlampe so verändert, dass sie länger als einige Sekunden leuchteten. Die Frage ist, weshalb Thomas Edison seinen Vorsprung auf Konkurrenten nicht nutzen konnte und alles Geld in eine Stromerzeugungs-Technologie investierte, welche sich nicht durchsetzen konnte. Die exakte Fragestellung dieses Papers lautet:
Warum hat Thomas Alva Edison, trotz seiner Genialität, den Kampf um die
Stromerzeugungsart gegen George Westinghouse verloren?

Diese Frage wurde bisher in der Forschung nur wenig betrachtet. Deshalb versuche ich in diesem Paper diese Frage zu beantworten anhand einer Monografie über Thomas Alva Edison [1] und anhand eines Werkes über die Geschichte der elektrischen Glühlampenherstellung [2]. Über Thomas Alva Edison existieren mehrere Monographien. Die für diese Arbeit ausgewählte Monographie wurde in mehreren Büchern als Quelle angegeben. Deshalb arbeite ich mit diesem Werk. Das Buch „Geschichte der elektrischen Glühlampenbeleuchtung" ist eines der wenigen deutschsprachigen Werke, in welchem dieses Thema vielseitig behandelt wird. Über George Westinghouse fand ich kein deutschsprachiges Werk, deshalb arbeite ich mit Informationen einer Internetseite [3]. Zur Klärung der Fragestellung werde ich den Kampf zwischen Thomas Alva Edison und seinem stärksten Widersacher George Westinghouse chronologisch durchgehen und ich werde versuchen, die Vorgehensweisen der beiden gegenüberzustellen und daraus Schlüsse zu ziehen. Die Arbeit beschränkt sich auf die Zeit zwischen 1878 und 1895, denn während diesen Jahren ereignete sich jenes, was zur Beantwortung der Freagestellung notwendig ist.

2. Das Laboratorium von Menlo Park

Thomas Alva Edison baute sich auf dem Land, in dem Dorf Menlo Park ein Laboratorium. In diesem Laboratorium arbeitete Edison im Auftrag der Western Union an der Weiterentwicklung des Telefons. Edison verschaffte sich mit Erfolgen in der Telefonentwicklung einen guten Namen als Forscher. 1878 besichtigte Edison einige Bogenlampen Beleuchtungsanlagen und war vom künstlich erzeugten Licht total fasziniert. Er fasste den Entschluss, die Bogenlampe weiter zu entwickeln und hatte das Ziel, mit elektrischem Licht ganze Städte zu beleuchten. [4]
Zusammen mit seinem Rechtsanwalt P. Lowrey verkündete Edison in einer gigantischen Pressekampagne, dass das elektrische Licht schon bald eingeführt werden könne. Lowrey konnte es bewerkstelligen, dass einige finanzstarke Unternehmer bei der Gründung der Edison Light Company mithalfen. [5]

2.1. Der Durchbruch

Mit der Finanzhilfe und der neu gegründeten Firma arbeitete Edison intensiv an der Erfindung der Glühlampe. Nach anfänglich misslungenen Versuchen und entsprechend sinkenden Aktienkursen, schaffte Edison den Durchbruch. Am 4. November 1879 reichte Edison die Patentanmeldung für die erste Glühlampe ein, die 13 Stunden am Stück brannte. Seine Glühlampe hatte einen Kohlenfaden als Glühwendel, der im evakuierten Glaskolben leuchtete.
Zu diesem Zeitpunkt war Edison klar im Vorteil gegenüber seiner Konkurrenz. Er war erfolgreich und konnte sich clever verkaufen und verstand auch das Vermarkten seiner Erfindungen. Edison war seinen Konkurrenten stets einen Schritt voraus. Kritiker waren der Ansicht, dass Edisons neueste Erfindung keinen grossen Erfolg haben wird, da die Lampe schwach sei und die notwendige Energie dazu gar nicht in die Häuser transportiert werden könnte. Doch Edison arbeitete unbeeindruckt weiter, er wollte die Energieverteilung optimieren. [6]

3. Erstes öffentliches Kraftwerk

An der Pearlstreet 255/257 errichtete Edison 1880 das erste öffentliche Kraftwerk der Welt. Die Lage hat dich der Forscher überlegt ausgesucht. Er konnte von der ehemaligen Glamour Strasse aus einen ganzen Stadtteil, der innerhalb eines Kilometers lag, mit Strom versorgen. Am 4. September 1882 konnte das mit Dampf betriebene Kraftwerk den Betrieb aufnehmen. [7] Edison war seiner Konkurrenz also wieder einen Schritt voraus. Dieser Erfolg brachte ihm und seiner Gesellschaft weiteren Ruhm und machte sie noch bekannter.

4. Rasanter Fortschritt in der Elektrobranche

Edisons Unternehmen baute weitere Kraftwerke, entwickelte neue Gleichstromgeneratoren und tüftelte an Verbesserungen der Glühlampen. Die Elektrobranche wuchs nun so schnell an, dass Edisons Laboratorium an der Pearl Street zu klein wurde. Er erbaute sich in West Orange ein neues Laboratorium um 1887. 1888 war Edison längst einer der erfolgreichsten und grössten Industriellen von Amerika. Das rasante Wachstum der Elektroindustrie zwang ihn zu Verschuldungen, um die Aufträge erfüllen zu können. Ab 1885 wurde Edisons Konkurrenz immer grösser.[8] In demselben Jahr klagte Edisons Gesellschaft gegen die Patentverletzung. Diese Klagen zogen ein langes juristisches Hin und Her nach sich, welches Edisons Konkurrenten während des Verfahrens das weitere Verkaufen von Kohlenfadenlampen mit seinem Patent ermöglichte. 1886 mischte sich auch George Westinghouse in diesen „Kohlenfadenprozess" ein. Die Einmischung von George Westinghouse hatte für Edison Folgen. Die beiden kämpften im so genannten „Kohlenfadenprozess" mit Anwälten verbittert um das Patentrecht für die von Edison erfundene Glühlampe.
Dabei hatte sich zwischen den Kontrahenten eine so starke Rivalität gebildet, dass Edison die von Westinghouses Unternehmen verfolgte Wechselstromtechnik gar nicht ernst nehmen wollte. Er sah wohl nur die Nachteile der neuen Generatoren. „Sie waren sogar von Ingenieuren in einem Edison Kraftwerk in Budapest entwickelt worden. Es dürfte einer von Edisons grössten Fehlern gewesen sein, dass er die Chance nicht nutzte, obwohl seine Gesellschaft die günstigste Ausgangsposition für den Einstieg in die Starkstromtechnik hatte." (Vögtle Fritz, Thomas Alva Edison, S. 85) Die Nachteile der neu entwickelten Technik nutzte Edison, um gegen die Wechselstromtechnik eine Propagandakampagne zu entfachen.

5. Kampf von Edison gegen den Wechselstrom

Edison hat der Öffentlichkeit Angst eingejagt vor den tödlichen Gefahren der Wechselstromtechnik. Edison und seine Mitarbeiter exekutierten öffentlich Katzen und Hunde, später sogar Kälber mit einem Westinghouse Wechselstromgenerator. Auf dieser Idee basierend wurde wenig später mit einem Westinghouse Generator der erste elektrische Stuhl gebaut. Als Westinghouse davon erfuhr, beauftragte er einen Staranwalt um zu beweisen, dass der Tod durch Elektrizität grauenvoll ist. Der Streit zwischen Edison und Westinghouse ist damit weiter eskaliert. Westinghouse war mit seinem Protest gegen die Exekutionen vor Gericht nicht erfolgreich. Allerdings erreichte Edison mit seiner Aktion nicht den von ihm gewünschten Effekt. Die Vorteile der Wechselstromtechnik wurden immer grösser. Edison war damals nicht in der Lage, seine Sturheit abzulegen und die Gleichstromtechnik zu verlassen. Während Westinghouse die Wechselstromtechnik weiter optimierte, feierte Edison auf verschiedenen Weltausstellungen gigantische Triumphe, beispielsweise mit der Beleuchtung der Champs des Mars in Paris. [9]

6. Die Entscheidung im Kohlenfadenprozess

Am 19. Juni 1890 wurde der „Kohlenfadenprozess" entschieden. Die Gerichte sprachen die Patentrechte Edison zu. Der Prozess hatte beide Parteien schon mehrere Millionen Dollar gekostet. Die Patentrechte hatten Edison bisweilen nichts gebracht und nun liefen sie nur noch zwei Jahre. „Meine Erfindung des elektrischen Lichts hat mir keinerlei Profit gebracht, sonder vierzig Jahre lang nur Prozesse." (Vögtle Fritz, Thomas Alva Edison, S. 89).

7. Weltausstellung in Chicago

Im Rahmen einer Weltausstellung in Chicago wurde ein Projekt ausgeschrieben, über ein noch nie da gewesenes Lichtermeer. Edison beteiligte sich an der Ausschreibung und sah sich bereits als Sieger. Doch Westinghouse machte das bessere Angebot und bekam den Auftrag. Knapp 30 Millionen Menschen kamen für die Weltausstellung nach Chicago, um das Lichtermeer zu sehen - ein Triumph für George Westinghouse und sein Wechselstromsystem. Edison hatte sich zu sicher gefühlt und konnte mit dem Gebot von Westinghouse nicht mithalten. [10]

8. Kraftwerk am Niagarafall

An derselben Weltausstellung bekam Westinghouse auch von einer Kommission des New Yorker Finanzadels den Auftrag, ein Wasserkraftwerk bei den Niagarafällen zu erbauen. Dieses Kraftwerk bedeutete einen Durchbruch in der Technik. Mit der Nutzung der Wasserkraft und dem kilometerlangen Transport der Energie in Wechselstromtechnik siegte George Westinghouse endgültig im Kampf um Wechsel- oder Gleichstrom. Edison hatte so viel Energie in die Streiterei mit Edison gesteckt, dass ihm die Objektivität bezüglich der Systeme Wechselstrom und Gleichstrom offensichtlich fehlte. Das Wechselstromsystem hat sich dank deutlichen technischen Vorteilen [11] im Kampf um das Stromerzeugungssystem durchgesetzt.

9. Fazit

Thomas Edison arbeitete wie alle um 1878 mit Gleichstromgeneratoren. Sein Konkurrent George Westinghouse setzte auf die Wechselstromtechnik. Die von Edison verwendete Gleichstromtechnik hat den grossen Vorteil, weitgehend ungefährlich zu sein für die Menschen. Westinghouse setzte auf die Wechselstromtechnik, welche für Menschen gefährlich ist. Diese Technik hat aber den entscheidenden Vorteil, dass man den Strom damit viel besser, einfacher und billiger transportieren kann. Edison hatte die Möglichkeit, vor allen anderen mit der Verbreitung von Wechselstromgeneratoren zu beginnen. Er hat die grosse Möglichkeit aber verkannt wegen der Streiterei um Patentrechte mit Westinghouse und seiner Sturheit, welche Edison den Blick zur Realität verwehrte. Er betrieb Propaganda gegen das Wechselstromsystem, indem er in öffentlichen Vorstellungen Tiere mit Wechselstrom hinrichten liess und darauf hinwies, dass das mit allen passieren könne, welche die Westinghouse Generatoren verwenden. Das Bedürfnis nach elektrischem Licht und weiteren elektrischen Verbrauchern wurde aber zunehmend grösser und Edison musste mit ansehen, wie sich die Wechselstromtechnik wegen dessen technischen Vorteilen durchsetzten konnte.
Was in dieser Arbeit ungeklärt bleibt, ist die Frage, welche Rolle die Mitarbeiter von Edison und Westinghouse in dem Stromkrieg einnahmen. Diese Frage würde sich für die Weiterarbeit zu diesem Thema eignen.

10. Quellenverzeichnis

10.1. Primärquellen

• Vögtle Fritz, Thomas Alva Edison, (Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg 1982
• Hans-Jürgen Wulf, die Geschichte der elektrischen Glühlampenbeleuchtung, ea Verlag AG, Einsiedeln 1998

10.2. Sekundärquellen

• Locher Irmgard, Und es ward Licht, Elektrotechnik Verlag Aargau, 1981
• F.L.Dyer, Edison, His Life and Inventions, Harper &Brothers Pupl., New York, London, 1929 (Auflistung der amerikanischen Patente Edisons)
• Eugen Isolani, Thomas A. Edison, Feuer-Verlag, Leipzig, 1923

10.3. Internetquelle

• „http://www.teslasociety.ch/info/CHICAGO_1893/index.htm" (Internetseite über Nikolas Tesla, wichtiger Mitarbeiter von George Westinghouse, welche von Wissenschaftlern geführt wird.


Fußnoten:

[1] Vögtle Fritz, Thomas Alva Edison, (Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg 1982
[2] Hans-Jürgen Wulf, die Geschichte der elektrischen Glühlampenbeleuchtung, ea Verlag AG, Einsiedeln 1998
[3] http://www.teslasociety.ch/info/CHICAGO_1893/index.htm
[4] Vögtle Fritz, Thomas Alva Edison, S. 38-46
[5] Vgl. Vögtle Fritz, Thomas Alva Edison, S.47
[6] Vögtle Fritz, Thomas Alva Edison, S. 48-50
[7] Locher Irmgard, Und es ward Licht, Elektrotechnik Verlag Aargau, 1981, S. 118-119
[8] Vögtle Fritz, Thomas Alva Edison, S. 73-85
[9] Vögtle Fritz, Thomas Alva Edison, S. 85
[10] „http://www.teslasociety.ch/info/CHICAGO_1893/index.htm"
[11] Wechselstrom ist im Gegensatz zu Gleichstrom Transformierbar und kann dadurch über weite Distanzen transportiert werden.



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