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Behinderungen
Datum: 14. Dezember 2010 Kommentare: 0
Zusätzliche Informationen:
Das Unterrichtsthema wird dem GSE-Unterricht in der 5. Klasse der Hauptschule zugeordnet. Der Lehrplan für die bayerische Hauptschule vom 17. Juni 2004 verweist für die 5. Jahrgangsstufe innerhalb der Sequenz "Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft" unter 5.5 auf folgendes Lernziel: "Menschen mit Behinde-rungen leben in unserer Gesellschaft ... Die Schüler erkennen, dass sich Men-schen – je nach Grad ihrer Behinderung – im Alltag selbst zurechtfinden, aber auch auf Hilfe angewiesen sein können..."
Der Lerninhalt ist unter dem Punkt 5.5.1 beschrieben: "Einschränkungen in der täglichen Lebensführung..."
Beschreibung:
Wie fühlen sich Menschen mit körperlicher Behinderung im Alltag? Die Schüler sollen nachempfinden, wie sich behinderte Menschen im Alltag fühlen (Erfahrungszirkel).

Behinderungen
GSE / Sozialkunde
„Wie fühlen sich Menschen mit körperlicher Behinderung im Alltag?“
1. Einordnung des Themas in den amtlichen Lehrplan
Das Unterrichtsthema wird dem GSE-Unterricht in der 5. Klasse der Hauptschule zugeordnet. Der Lehrplan für die bayerische Hauptschule vom 17. Juni 2004 verweist für die 5. Jahrgangsstufe innerhalb der Sequenz „Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft“ unter 5.5 auf folgendes Lernziel: „Menschen mit Behinderungen leben in unserer Gesellschaft ... Die Schüler erkennen, dass sich Menschen – je nach Grad ihrer Behinderung – im Alltag selbst zurechtfinden, aber auch auf Hilfe angewiesen sein können…“1
Der Lerninhalt ist unter dem Punkt 5.5.1 beschrieben: „Einschränkungen in der täglichen Lebensführung…“1
2. Aufzeigen der Lernsequenz
Die vorliegende Stunde ist die dritte innerhalb des Themenbereichs „Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft“.
- Wer sorgt für Gleichheit und Gerechtigkeit? (1 UE)
- Welche Ursachen und Formen von Behinderungen gibt es? (1 UE)
- Wie fühlen sich Menschen mit körperlicher Behinderung im Alltag? (1 UE)
- Wie können behinderte Menschen am Alltag teilnehmen? (1 UE)
- Wer unterstützt Menschen, die eine körperliche oder geistige Einschränkung haben? (1-2 UE)
- Welche barrierefreien Einrichtungen gibt es an unserer Schule? (1 UE)
- Was können wir gemeinsam mit Behinderten unternehmen? (1 -2 UE)
Des Weiteren findet ein Projekt „Objektiv“ mit der „arbeitsgemeinschaft behinderung und medien e.V.“ statt. „Objektiv“ ist ein Projekt für Schulklassen in Bayern. Hier begegnen Schüler Menschen mit Behinderung. Das Projekt besteht aus einer Filmvorführung und einem Gespräch mit einem betroffenen Menschen.
Mit der „Integrativen Sportgruppe“ der „Offenen Behindertenarbeit Bamberg“ und der „Fachschule für Heilerziehung Bamberg“ wird die Klasse einen gemeinsamen Sportnachmittag erleben.
Fächerübergreifend wird zeitgleich die Thematik „Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft“ auch in Deutsch behandelt: Ganzlektüre „die Vorstadtkrokodile“ von Max von der Grün und in Kunst: „Kennen lernen der Fuß- und Mundmalerei“.
3. Ziele der Unterrichtsstunde
In der Lernzielformulierung beschränke ich mich auf den Unterrichtsversuch:
Grobziel: Die Schüler sollen nachempfinden, wie sich behinderte Menschen im Alltag fühlen
Feinziele:
Die Schüler sollen
Empathie und Verständnis im Umgang mit Behinderten entwickeln, indem sie an den einzelnen Stationen Einblick in die Einschränkung einer körperlichen Behinderung bekommen
wissen, mit welchen Einschränkungen, behinderte Menschen im Alltagsleben umgehen müssen
verschiedene Behinderungen an Erfahrungsstationen nachempfinden können, um mit Menschen mit Behinderungen besser umgehen zu können
ihr eigenes Verhalten gegenüber Behinderten kritisch reflektieren
lernen, dass sie sich gegenüber Menschen mit Behinderungen hilfsbereit, aber auch zurückhaltend verhalten können
verstehen, dass das Alltagsleben in der Gesellschaft Barrieren schafft, mit denen behinderte Menschen lernen müssen umzugehen
4. Begründung der Dauer der Unterrichtsstunde
Die Unterrichtseinheit ist auf 60 Minuten ausgelegt, da die Schüler verschiedene Stationen im Erfahrungszirkel durchlaufen sollen und innerhalb der Reflexion, der kognitiven Aufarbeitung des „in die Lage versetzen“ von Behinderungen, ihre Erfahrungen zum Ausdruck bringen sollen.
5. Methodischer Verlaufsplan
tgl. | Klasse | Fach (evtl. Teilbereich) | Tag | LZ im LP | Vorgesehene Zeit | |
UV | 5 | GSE - Sozialkunde | 11.02.2009 | 5.5.1 | 1 UE (60 Min.) | |
Stundenthema | Wie fühlen sich Menschen mit körperlicher Behinderung im Alltag? | |||||
Lernziele | Grobziel: Die Schüler sollen nachempfinden, wie sich behinderte Menschen im Alltag fühlen | |||||
Die Schüler sollen Empathie und Verständnis im Umgang mit Behinderten entwickeln, indem sie an den einzelnen Stationen Einblick in die Einschränkung einer körperlichen Behinderung bekommen wissen, mit welchen Einschränkungen, behinderte Menschen im Alltagsleben umgehen müssen verschiedene Behinderungen an Erfahrungsstationen nachempfinden können, um mit Menschen mit Behinderungen besser umgehen zu können ihr eigenes Verhalten gegenüber Behinderten kritisch reflektieren lernen, dass sie sich gegenüber Menschen mit Behinderungen hilfsbereit, aber auch zurückhaltend verhalten können verstehen, dass das Alltagsleben in der Gesellschaft Barrieren schafft, mit denen behinderte Menschen lernen müssen umzugehen | ||||||
Zeit | Artikulation | Geplantes Lehrerverhalten/ erwartetes Schülerverhalten | Medien/ Arbeitsformen | |||
Konfrontation Mobilisierung des Erfahrungswissens | Begrüßung Stummer Impuls Hilfsimpuls: L.: „Das ist Annika. Du hast sie schon kennen gelernt“ S.: Blindes Mädchen, Straßenverkehr, Behinderung… L.: „Auch Peters Zustand kannst du beschreiben.“ S. beschreiben das Bild L.: „Das ist Katrin.“ S.: Keine Arme, körperliche Behinderung… Hilfsimpuls: L.: „Alle drei haben keine geistige Behinderung!“ S.: Körperliche Behinderung | Folie (1. Bild links) UG Folie (2. Bild rechts) Folie (3. Bild unten) | ||||
Zeit | Artikulation | Geplantes Lehrerverhalten/ erwartetes Schülerverhalten | Medien/ Arbeitsformen |
Problembegegnung/ Zielangabe Erarbeitung von Lösungsmöglichkei-ten/ Situationsanalyse | Wenn du die drei Kinder mit ihrer körperlichen Behinderung in ihrem Alltag so betrachtest, interessiert dich etwas.“ S.: Wo leben sie? Wo gehen sie zur Schule? Wie geht es ihnen mit der Behinderung? ... Hilfsimpuls: Sprechblase: „Wie geht’s dir dabei?“ L.: „Wie fühlen sich Menschen mit körperlicher Behinderung im Alltag? Überlege mit deinem Partner Nr. 3.“ S. besprechen sich L. schreibt Stundenthema an die Tafel L.: „Du hast dich über unsere Stundenfrage unterhalten.“ S.: Sie fühlen sich allein, einsam, hilflos… L.: „Es gibt verschiedene Möglichkeiten deine Vermutungen zu überprüfen.“ S.: Internet, SB, Versuche, ausprobieren… L.: „Um nachempfinden zu können, wie es mit einer körperlichen Einschränkung ist, werden wir heute einige Versuche machen und Erfahrungen sammeln.“ S. lesen AA abwechselnd L.: „Dies ist der Lehrergong nach 3 min. und dies ist die Glocke nach 6 Min...“ L.: „Du kannst deinen Mitschülern den Arbeitsauftrag nochmals erklären.“ S. wiederholen AA L. klärt verschiedene Punkte: Gruppe, Teampartner, Beobachterhaltung, Arbeitsblatt, Stichpunkte… L.: „Du kennst die Station, mit der du anfängst. Die Stationen sind folgendermaßen verteilt….“ L: „Du kennst die Richtung, in der deine nächste Station liegt.“ S. zeigen die Richtung an L. zeigt sie nochmals an und spricht laut dazu: „1, 2…“ S. sprechen mit L.: „Du brauchst einen Stift und deine Arbeitsblätter.“ L.: „Ihr könnt beginnen.“ | TA Wortschild PA (2 Min.) Verabredungs-karte TA Folie2 (AA) Lehrergong, Glocke Lernzirkel 4 Stationen (Je Station ca. 6 Min. plus je 1 Min. Arbeits-blatt), Glocke |
Zeit | Artikulation | Geplantes Lehrerverhalten/ erwartetes Schülerverhalten | Medien/ Arbeitsformen |
Formulierung von Grundeinsichten als Erkenntnis-gewinnung Anwenden und Werten Sicherung | L.: „Du hast nun einige Erfahrungen gemacht.“ S. erzählen von ihren Erfahrungen und Gefühlen Hilfsimpuls L.: „Du hast dir Antworten notiert.“ S. nehmen auf ihr AB Bezug L. greift Antworten von den Schülern auf, die in Richtung „Hilfe brauchen“ gehen. oder Hilfsimpuls „Du hast dir an manchen Stationen vielleicht etwas gewünscht.“ S. äußern ihre Meinung L.: „ Deine Erfahrungen, die du gerade gemacht hast zeigen dir Hindernisse auf, die Menschen mit Behinderungen in Alltagssituationen haben können.“ S. äußern Probleme im Straßenverkehr, Einkaufen etc. L.: „Diese Hindernisse und auch verschiedene Hilfsmittel schauen wir uns in der nächsten Stunde genauer an. Wir wissen, dass wir helfen, aber wie wir helfen und Rücksicht nehmen können, schauen wir uns ebenfalls genauer an.“ L.: „Du kannst nun unsere Vermutungen beurteilen.“ S. beurteilen Vermutungen L.: „Schau dir das Tafelbild nochmals genau an.“ S. prägen sich das Tafelbild ein L.: „Du kannst die Gefühle von Menschen mit Behinderungen nachvollziehen.“ S. äußern ihr Wissen Verabschiedung S. übertragen ins Heft | AB TA UG Folie ganz TA TA geschlossen Heft |
Geplantes Tafelbild | |
Wie fühlen sich Menschen mit körperlicher Behinderung im Alltag? Menschen mit körperlicher Behinderung fühlen sich oftmals hilflos, da das Alltagsleben ihnen Hindernisse in den Weg legt. Es gibt manchmal Hilfsmittel, aber wir helfen und nehmen Rücksicht! | |
Du brauchst: Mäppchen Verabredungskarte Das Arbeitsblatt bitte liegen lassen… | Vermutungen: fühlen sich ängstlich fühlen sich allein fühlen sich hilflos . . . |
Fundstellen für Literatur und Medien / Anmerkungen / Reflexion | |
6. Anlagen
Folie 1 (drei Fotos – Einstieg)
Hilfsimpuls Sprechblase
Folie 2 (allgemeiner Arbeitsauftrag)
Arbeitsblatt mit Fragen zu den Erfahrungen und zu den Beobachtungen
Fünf Arbeitsaufträge an den Stationen
Sitzplan mit Stationen
7. Literatur
Lehrplan der bayerischen Hauptschulen. 2004
Schülerbuch Begegnungen. Oldenbourg 2005
Schülerbuch Trio 5. Schroedel Verlag 1997
Internet:
http://www.aktion-mensch.de 27.Dez.2008
http://www.handicap-international.de/projekte im Jan. 2009
http://www.handicap-international.de im Dez.. 2008
http://www.taz.de/uploads/hp_taz_img/xl/contergan_f.jpg im Jan. 2009
1 {#sdfootnote1anc} Lehrplan der bayerischen Hauptschulen. 2004. S. 112
1 {#sdfootnote2anc} ebd. S. 112
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