Navigation:
Das Braunschweigische Landesmuseum ein außerschulischer Lernort
Datum: 22. Dezember 2010 Kommentare: 0
Zusätzliche Informationen:
Viele Museen präsentieren sich heutzutage als Lernorte.
Beschreibung:
Die Grundfunktionen des Museums bestehen im Sammeln, Bewahren, Erforschen, Ausstellen und Vermitteln historischer Relikte.

Das Braunschweigische Landesmuseum ein außerschulischer Lernort
Das Braunschweigische Landesmuseum ein außerschulischer Lernort
1. Einleitung
2. Museum- Ein Definitionsversuch
2.1 Aufgaben und Ziele des Museums
2.1.1 Sammeln
2.1.2 Bewahren
2.1.3 Erforschen
2.1.4 Ausstellen
2.1.5 Vermitteln
3. Vorstellung des Braunschweigischen Landesmuseum
3.1 Die Lage des Landesmuseums
3.2 Die Ausstellungsräume
3.3 Der Rundgang
3.4 Vermittlungsmedien
3.4.1 Der Faktor Zeit als verbindende Basis
3.4.2 Inszenierung der Ausstellungsobjekte
3.4.3 Informationstafeln
3.4.4 Einsatz von Multimedia
3.4.5 Anspruch auf regelmäßige Fortschreibung
4. Schule und Museum
4.1 Lernen im Braunschweigischen Landesmuseum
4.2 Der Museumsbesuch
4.2.1 Anlass des Besuchs: Der Nationalsozialismus in Braunschweig
4.2.2 Einordnung in die Unterrichtseinheit
4.2.3 Vorwissen
4.2.4 Eine Schulklasse besucht das Braunschweigische Landesmuseum
4.2.4.1 Gruppe 1: Braunschweig als Musterstadt der Nationalsozialisten
4.2.4.2 Gruppe 2: Die Verbindung der Nationalsozialisten zu Heinrich dem Löwen
4.2.4.3 Gruppe 3: Braunschweig als zweites Industriezentrum der Nationalsozialisten
4.2.5 Eine mögliche Auswertung
5. Literaturverzeichnis
Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung
Museen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Laut Institut für Museumskunde, das jährlich statistische Gesamterhebungen in Deutschland durchführt, meldeten 4.878 Museen 103.235.469 Besuche im Jahr 2004 (vgl. Institut für Museumskunde,S.7). Im Vergleich zum Vorjahr handelt es sich damit um einen Anstieg von 5%. Unter den Besucher sind Schüler, die das Museum im Klassenverband besuchen. Museen berücksichtigen diese Besuchergruppe in ihren Programmen und werben mit altersgerechten Angeboten. Auch das Braun-schweigische Landesmuseum hält ein museumspädagogisches Bildungsangebot für Schul-klassen bereit (vgl. www.landesmuseum-bs.de/folderbs.pdf). Eignet es sich als außerschuli-scher Lernort? Können die Schüler hier originalen Quellen begegnen und sich durch deren Analyse ein Bild von der Vergangenheit machen? Können sie die Ausstellungsobjekte und ihre Geschichte in Bezug zu ihrer Lebenswelt setzen?
Ich habe bei der Wahl des Hausarbeitsthemas bewusst nicht die Formulierung „histori-scher Lernort" gewählt. Ulrich Baumgärtner definiert historische Orte danach, ob sie Ursprung „geschichtliche[r] Ereignisse, Prozesse oder Strukturen" sind und diese dort „rekonstruiert werden können" (zit. nach Baumgärtner, S.12). Das Landesmuseum befindet sich in einem historischen Gebäude, das Anfang des 19.Jh. errichtet wurde und durch die Einrichtung der Museumsräume in seiner Struktur nicht verändert wurde. Die Ausstellung präsentiert zwar originale Quellen, sie stehen aber nicht im Zusammenhang mit dem Bauwerk. Überwiegend sind sie „aus ihrem ursprünglichen Entstehungs- und Verwendungszweck herausgelöst" (zit. nach ebd.). Deshalb ist das Museum laut Baumgärtner kein historischer Ort. „Das, was man sieht, ist nicht mehr am ursprünglichen Ort" (zit. nach ebd.).
Ich möchte im Folgenden zunächst eine Definition des Begriffs „Museum" geben und da-bei seine Grundfunktionen vorstellen. Im Anschluss daran werde ich mich mit dem Braun-schweigischen Landesmuseum und anhand eines Beispiels mit seinem Bildungspotential für Schüler beschäftigen.
2. Museum- Ein Definitionsversuch
Das Wort „Museum" ist ein Oberbegriff für eine hohe Anzahl von verschiedenen Arten von Museen. Man unterscheidet zwischen Kunst, -Volks-, Heimatkunde- und Regionalmu-seen, naturgeschichtlichen und technischen Museen, Schloss- und Burgmuseen, historischen und archäologischen Museen und kulturgeschichtliche Spezialmuseen mit den Schwerpunk-ten Spielzeug, Eisenbahn, Verkehr, Film, Theater, Musik, etc. (vgl. Institut für Museumskun-de, S.18). Diese Aufzählung des Instituts für Museumskunde, das im Jahr 2004 in der Da-tenbank 6564 Museen verzeichnete (vgl. ebd., S.8), zeigt die Fülle dessen, was „der in Deutschland nicht geschützte" Begriff „Museum" verbirgt (zit. nach www.museumsbund.de).
Bisher ist deutlich geworden, dass die Einrichtungen nach ihren Sammlungsschwerpunk-ten klassifiziert werden. Es bleibt die Frage nach einer klaren Definition dessen, was ein Mu-seum eigentlich ist, zu klären.
Ein Museum ist eine öffentliche (genauer eine staatliche oder kommunale) oder von pri-vater Trägerschaft geförderte Institution, in der dem Besucher Spuren der Geschichte in Form von Quellen aus der Vergangenheit begegnen „Materielle Zeugnisse von Menschen und ihrer Umwelt" werden dort „im Dienste der Gesellschaft und ihrer Entwicklung" gesammelt, erhalten, „erforscht" und „ausgestellt", um dem Museumsbesucher eine Vorstellung von historischer Wirklichkeit zu vermitteln (zit. nach www.icom-deutschland.de, S.18). Laut der allgemein anerkannten Definition des Internationalen Museumsrates (ICOM) ist die Institution Museum gemeinnützig organisiert und stets der Allgemeinheit zugänglich (vgl. ebd., S.18). Zu beachten ist, dass die Auswahl der Ausstellungsstücke, ihre Anordnung und Beschriftung subjektiven Einflüssen unterliegen, dessen sich der Besucher auf seiner Studien-, und/oder Unterhaltungsreise durch das Museum bewusst sein sollte.
2.1 Aufgaben und Ziele des Museums
Die Grundfunktionen des Museums bestehen im Sammeln, Bewahren, Erforschen, Ausstellen und Vermitteln historischer Relikte. Ihre Präsentation steht i.d.R. im Vordergrund. Alle anderen Tätigkeiten werden mit dem Ziel ausgeführt, die Objekte zu zeigen.
In anderen Institutionen bilden die fünf Funktionen ebenfalls den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Sie stehen jedoch in einem anderen Kontext und werden mit anderen Intentionen verfolgt. Das Museum sammelt primäre und sekundäre Quellen, um mit ihrer Hilfe eine historische Wirklichkeit zu schaffen. Die Bibliothek und das Archiv beschäftigen sich mit Mentefakten, wobei ihr Informationsgehalt und nicht ihre Substanz im Kern des Interesses steht. Natur- und Denkmalschutz versuchen Natur- und Kulturschätze zu pflegen und zu schützen, sie dementsprechend an Ort und Stelle zu bewahren. Das Museum geht gegensätzlich vor. Es löst die Objekte aus ihrer ursprünglichen Umgebung, um sie innerhalb des musealen Sammlungsbestandes zu bewahren.
2.1.1 Sammeln
Am Anfang eines Museums steht das Zusammenstellen einer Sammlung. Bevor es eröffnen kann, muss es Objekte sammeln, ankaufen und ggf. leihen. Um für den Besucher attraktiv zu bleiben, wird auch im Museumsalltag laufend nach neuen Exponaten gesucht. Einerseits ist die Sammlungspolitik an die finanziellen Mittel der Einrichtung bzw. seines Trä-ger gebunden. Es sei denn, das Relikt wird ihnen geschenkt oder gestiftet. Andererseits hängt der Erwerb sowohl von den (historischen) Interessen des Museums als auch von seiner Zweckmäßigkeit für die Ausstellung ab. Zudem muss es prüfen, ob es das Stück sachgerecht lagern kann und ob die Erwerbung auf dem Prinzip der Legalität beruhen würde.
Die primären und sekundären Quellen, oder wie es J.G. Droysen formuliert die Quellen der Tradition (direkte Quelle) und der Überreste (indirekte Quelle) gelangen auf unterschied-liche Art und Weise ins Museum. Es geht bei dieser Unterscheidung um die Frage, ob sie bewusst und zielgerichtet oder unbeabsichtigt überliefert wurden. Die absichtlich in die Ge-genwart gelangten Traditionsquellen sind selten und kommen deshalb im Gegensatz zu den Überresten schnell ins Museum (vgl. Grütter, S.708). Die indirekten Quellen „waren vielmehr lange Zeit außer Gebrauch" und „sind erst später mit antiquarischer Absicht ergraben und geborgen worden" (zit. nach ebd.). Eins ist ihnen dennoch gemeinsam: Sie nehmen im Mu-seum die Position des „Mittler[s] zwischen Vergangenheit und Zukunft" ein (zit. nach ebd.).
Salopp formuliert, entscheidet das Museum in jedem Erwerbungsprozess darüber, ob der Wert eines Relikts hoch genug ist, um es auszustellen und für die Nachwelt zu erhalten und ob es sich zur Vermittlung von Kenntnissen der Vergangenheit eignet. Das Museum offenbart „mit seinem Vorhaben der kulturellen Erhaltung die Willkür der kulturellen Auswahl" (zit. nach ebd.). Es selektiert die direkten und indirekten Quellen und „gestaltet [...] [so] die geschichtliche Überlieferung" (zit. nach ebd.).
2.1.2 Bewahren
Die Funktion des Bewahrens ist grundlegend für die Arbeit im Museum, sofern es auch den Aufgaben des Forschens, Ausstellens und Vermitteln nachgehen möchte. Ohne Über-wachung und Betreuung würden die Zeugnisse der Vergangenheit mit der Zeit verfallen und wären nicht mehr nutzbar. Um den Fortbestand der Ausstellung und des Sammlungsbestan-des zu sichern, haben die Museen ihre Objekte vor schädlichen Einflüssen zu schützen. Es müssen Vorkehrungen getroffen werden, die Schäden durch Brände, falsche Temperierung und zu starke Sonneneinstrahlung verhindert. Außerdem müssen alle Maßnahmen unter-nommen werden, um die Erscheinung der Gegenstände möglichst lang originalgetreu zu erhalten, d.h. sie zu restaurieren und zu konservieren.
Jedes Objekt im Museum ist einzigartig. Sein Wert wird durch seine Entstehung in einer bereits vergangenen Zeit bestimmt, d.h. der Mensch ist nicht in der Lage zu diesem Punkt zurückzukehren, um ein identisches Stück herzustellen (vgl. Grütter, S.709). So können sie zwar in der Gegenwart dupliziert werden, haben mit dem Original aber nur die äußere Hülle gemeinsam. Der Wert des Objektes steigt demnach desto höher, je weiter es sich von seiner Entstehungszeit entfernt. Deshalb muss ein Museum ebenso vor Diebstählen gesichert sein.
2.1.3 Erforschen
Im Mittelpunkt der Museumsforschung steht zunächst die Beschreibung des Relikts. Sie verschafft sich Kenntnisse über seine Bestandteile, seine Genese, seine Funktion und fragt sich, in welchen Bereichen des Lebens des Einzelnen und in der Gesellschaft insgesamt es eine Rolle gespielt hat und welche Bedeutung ihm dabei zukam. Im nächsten Schritt wird es mit ähnlichen Stücken und mit Erkenntnissen, die man von ihnen bereits gewonnen hatte, verglichen. Folglich bedient sich die Forschung der „quellen- und traditionskritischen Metho-den der Geschichtswissenschaften" (zit. nach Grütter, S.710) und steht meist im Kontext von Grundfunktion und Intention des Museums. Schließlich erfolgt die Einordnung in den Samm-lungsbestand und die Veröffentlichung der Forschungsergebnisse.
Während des Untersuchungsprozesses stoßen die Forscher gelegentlich auf historische Erkenntnisse, die von ihren aktuellen Deutungen abweichen oder ihnen gar widersprechen und ebenfalls von der „ursprünglichen Funktion" des Gegenstandes „verschieden sein mö-gen" (zit. nach ebd.). Diese Erscheinung ist darauf zurückzuführen, dass Vergangenheit im-mer aus der jeweiligen Gegenwart heraus gedeutet wird. Da diese sich laufend verändert, verändern sich zwangsläufig ebenfalls die Deutungen. Deshalb bedarf es einer kritischen Überprüfung der historischen Erkenntnisse. „Das Museum hat somit nicht nur eine 'bewah-rende, sondern auch eine interpretierende Beziehung zur Vergangenheit" (zit. nach ebd.).
2.1.4 Ausstellen
Sind Objektete gesammelt und erforscht, werden sie schließlich im Museum ausgestellt. Es wird mit den bekannten Informationen beschriftet, um vom Besucher nach der visuellen Erfassung näher bestimmt werden zu können. Die Informationen, die das Relikt nicht mittei-len kann, sei es, weil der Besucher sie nicht sehen oder nicht wissen kann, müssen durch seine Inszenierung und sein Zusammenspiel mit anderen Objekten im Raum ausgedrückt werden. Durch dieses Bild wird bei dem Besucher ein Deutungsprozess in Gang gesetzt. Es ermöglicht Multiperspektivität, verbirgt aber zugleich die Gefahr von Fehlinterpretationen (vgl. Grütter, S.711). Deshalb werden die Objekte i.d.R. mit einem Text versehen, der es ergän-zend erläutert und in einen Zusammenhang stellt. Die Ausstellung besitzt folglich eine Mittei-lungsfunktion. Anzumerken ist, dass sie „nur im Ansatz die zahlreichen und unterschiedlichen Bedeutungen und Funktionsweisen wieder[gibt], die ein Objekt bei seiner Entstehung und in seiner Objektgeschichte gewonnen hat" (zit. ebd., S.710). Und dennoch ist in jeder Ausstellung durch die vorhandene Informationsfülle die Gefahr der Überforderung gegeben.
2.1.5 Vermitteln
Die museale Ausstellung vermittelt Wissen, das der gesamten Öffentlichkeit zugänglich sein muss, unabhängig von Alter und Bildungsstand. Um dieser Aufgabe gerecht werden zu können, beschäftigt das Museum Pädagogen. Wie nicht unschwer zu erkennen ist, besteht die Aufgabe der Museumspädagogik in einer Vermittlungsfunktion. Im Unterschied zur Schulpädagogik soll sie nicht erziehen. Ähnlich ist ihr, dass im Museum eine Art „Didaktisches Dreieck" zum Tragen kommt. Es gibt eine „Sache", die sich nicht für jeden auf Anhieb erschließt, einen „Besucher", der einen Zugang zu ihr finden möchte und einen „Museums-pädagogen", der sie vermittelt. An der Ausgangssituation ändert sich also nichts, nur die Eckpunkte „Lehrer" und „Schüler" wechseln ihre Bezeichnung (vgl. von Freymann, S.14).
Die Museumspädagogen beschäftigen sich mit Auswahl, Anordnung und Beschriftung der Exponate. Sie verfassen Museumsführer und planen Führungen für unterschiedliche Besuchergruppen. So möchten sie dem Besucher helfen „sich in der Ausstellung [...] orien-tieren und die Zusammenhänge [...] erschließen [zu können], die ihm aufgrund fehlender Vorkenntnisse oder der Komplexität der Darstellung verborgen bleiben" würden (zit. nach Gütter, S.711). Außerdem bieten sie Kinderprojekte z.B. in den Ferien an und organisieren Veranstaltungen z.B. Vorträge, Diskussionsabende, Fortbildungen für Erwachsene. So ist das Museum mittlerweile auch ein Forum der Geschichtskultur (vgl. Grütter, S.712).
3. Vorstellung des Braunschweigischen Landesmuseum
Das Braunschweigische Landesmuseum wurde am 11.Oktober 1891 unter dem Namen „Vaterländisches Museum" eröffnet (vgl. Biegel 1992, S.6). Träger des jüngsten Museums der Stadt ist das Land Niedersachsen.
Da zusätzlich zur Dauerausstellung mit Bibliothek und Verwaltung im Viegweghaus am Burgplatz drei weitere Standorte zum Komplex des Landesmuseums gehören, zählt es zu den größten historischen Museen in Deutschland.
Das jüdische Museum in Hinter Aegidien erzählt von der Geschichte der Juden in Braun-schweig seit dem 18.Jh. (vgl. www.landesmuseum-bs.de/index.htm). .
In Räumen der ehemaligen herzoglichen Kanzlei zu Wolfenbüttel wird die Ur- und Früh-geschichte Braunschweigs anhand einer archäologischen Sammlung bis zu Beginn des Mit-telalters dargestellt und die Innenausstattung des Bauernhauses in Bortfeld aus dem 19.Jh. vermittelt einen Einblick in die Lebens- und Wirtschaftsverhältnisse der bäuerlichen Bevölkerung der Region.
3.1 Die Lage des Landesmuseums
Das Landesmuseum liegt im Zentrum der Stadt Braunschweig. Das Haus am Burgplatz 1 wurde Anfang des 19.Jh. errichtet und ist heute das bedeutendste Baudenkmal des Klassi-zismus in der Welfenstadt. Bevor das Museum am 8.April 1989 seine Pforten in den histori-schen Räumen eröffnete, war das Haus lange Zeit Arbeitsstätte des Vieweg-Verlags.
Ein Kreis zahlreicher historischer Bauten umschließt den Burgplatz, die neben dem Mu-seum von der geschichtlichen und kulturellen Bedeutung der Stadt erzählen. Zu ihnen zählen die Burg Dankwarderode, der Dom St.Blasii und weitere Fachwerkbauten. Die Burg wurde im 12.Jh. von Heinrich dem Löwen erbaut und anschließend von ihm aufgrund der strategischen und für den Handel günstigen Lage Braunschweigs als Residenz genutzt. Nach ihrem Zerfall wurde sie rekonstruiert und zuletzt Anfang des 20.Jh. wieder errichtet. Zudem veranlasste Heinrich nicht nur den Bau des Brauschweiger Doms (1173), sondern fand dort auch seine letzte Ruhestätte. 1195 wurde er in der Gruft des Doms, die heutzutage zur Besichtung offen steht, neben seiner Gemahlin Mathilde bestattet. Im Mittelpunkt des Burgplatzes steht eine Nachbildung des Burglöwens. Das Original, das in der Burg Dankwarderode aufbewahrt wird, schuf Heinrich der Löwe als Verkörperung weltlicher Herrschaft.
3.2 Die Ausstellungsräume
Die Ausstellung gliedert sich in ca. 14 Bereiche, die nacheinander auf zwei Etagen durch-laufen werden. Der Sammlungsbestand ist chronologisch nach Themen geordnet.
Der Rundgang zeichnet unter sozialen, technischen, wirtschaftlichen, kulturellen und künstlerischen Aspekten die Etappen der Braunschweigischen Landesgeschichte im Einzelnen nach. Die Reise beginnt mit dem Regierungsantritt Karl des Großen, der das frühe Mittelalter einläutete und endet mit einem Abriss der Begebenheiten nach 1960.
Im folgenden Abschnitt werde ich einen verkürzten Überblick über den Rundgang ge-ben, da das Museum eine Fülle unterschiedlicher Objektgruppen und Sammlungsgegenstände präsentiert, deren Darstellung den Rahmen der Arbeit sprengen würde.
3.3 Der Rundgang
Der Rundgang beginnt im frühen Mittelalter. Eine Karte zeigt das sächsische Stammes-gebiet vor Beginn der Sachsenkriege, in das auch Braunschweig fiel. Seit 772 versuchten die Franken unter Karl dem Großen das sächsische Stammesgebiet und damit auch das Braunschweiger Land in ihr Reich zu integrieren. Der Besucher begegnet Rüstungen und Schwertern, die den Franken zum Erfolg halfen. Zwischen 772 und 804 wurden die Sachsen und somit auch das Braunschweiger Land in das Frankenreich eingegliedert.
Eine Rekonstruktionszeichnung eines Gemäldes gibt einen ersten Hinweis darauf, dass das Hochmittelalter, das der Besucher als nächstes durchläuft, eine Zeit der Veränderung war. Im Vordergrund ist die Burg Dankwarderode von Heinrich dem Löwen zu sehen, die sich von den städtischen Bezirken im Hintergrund deutlich abgrenzt. Sowohl eine Statue als auch eine Kopie des Löwen auf dem Burgplatz im Foyer des Museums, geben dem Besucher den ersten Hinweis auf die herausragende Stellung, die Heinrich der Löwe in der Geschichte der Stadt einnimmt. Nach seinem Sturz entstand im späten Mittelalter das Herzogtum Braunschweig- Lüneburg.
Anschließend gelangt der Besucher durch die Abteilung „Renaissance und Reformation" in das „Zeitalter des Dreißigjährigen Krieges", in der eine Freiaufstellung inszeniert wurde. Der Krieg prägte das Fürstentum Braunschweig- Wolfenbüttel 15 Jahre lang. Die Büste Heinrich August des Jüngeren steht stellvertretend für den kulturellen Aufschwung, den die Region trotz der kriegerischen Auseinandersetzungen verzeichnen konnte. Er richtete sich 1643/1644 einen Saal voller Bücher in Wolfenbüttel ein, die er von Kindesbeinen an gesammelt hatte. Er legte damit den Grundstock für die berühmten Herzog August Bibliothek zu Wolfenbüttel, die heute das Evangeliar Heinrich des Löwen aufbewahrt, das zweit teuerste Buch der Welt. Bereits gegen Ende des 17.Jh. galt sie als achtes Weltwunder.
Im Mittelpunkt der folgenden Raumfolge „Barock und Absolutismus" steht die Skulptur „Raub der Proserpina". Anhand von Möbelstücken z.B. einem Kabinettschrank von Herzogin Elisabeth Sophie Marie, die 32 Jahre in einem Residenzschloss zu Braunschweig wohnte und Gemälden kann der Besucher typische Merkmale des Barockstils kennen lernen. In einer Vitrine sind eine Deckelkanne und Gläser, Elemente der höfischen Barockkultur ausgestellt. Auch die höfische Jagdkultur wird thematisiert. Neben Radschloss- und Steinschlossbüchsen für die Jagd, ist eine Puppe mit Jagdrock und Mütze bekleidet. Es handelt sich um Kleidungs-stücke, die Herzog Rudolf August bei seinen Aufenthalten in den Jagdschlössern zu Braun-schweig trug.
Im „Jahrhundert der Aufklärung" werden bildungs- und sozialpolitische Themen präsen-tiert. Die Ausstellungsobjekte dokumentieren das Alltagsleben, aber auch Handel und Politik des städtischen Zentrums, dessen Entwicklung sich auf das gesamte Umland auswirkte. Herren- und Frauenkostüme, Möbelstücke und zahlreiche Zeugnisse des Rokoko kenn-zeichnen den höfischen Lebensstil. Im Zusammenhang mit einem Verkaufsraum einer Apo-theke mit Gefäßen, Mörsern und Medikamentenfläschchen wird das Apothekenwesen des 18.Jh. beschrieben. In Vitrinen entdeckt der Besucher Zinn- und Silbermarken, die als Quali-tätszeichen und zum Schutz der Waren verwendet wurden. Neben Koffertruhen aus dem großbäuerlichen Besitz, Arbeitskleidung und -geräten für die Feldarbeit, bäuerlichen Trachten und Zeugnissen ländlicher Feste weisen Baurisse von Arbeitshöfen und Ackerhöfe auf das ländliche Leben hin.
Durch den Raum „Revolution und Befreiungskriege" gelangt der Besucher über die Eoche des Vormärz und der Restauration in das „Zeitalter der Industrialisierung". Eisenbahn, Fahrrad und Automobile waren die neuen Fortbewegungs- und Transportmittel. Tretkurbel-, Hoch-, Drei- und das Pantherniederrad, das von Boten der Viewegschen Verlagsbuchhandlung benutzt wurde, symbolisieren die Anfänge des Fahrradfahrens. Schreib- und Rechen-maschinen deuten daraufhin, dass die Büroarbeit technisiert wurde. In einem nach gebauten Jungstil Salon stehen ein Damen-Schreibtisch, ein Sofa Ensemble, ein Jungstilofen, ein Ver-tiko und ein Teeservice. In die Zeit der Industrialisierung fielen die Anfangsjahre der Foto-graphie. Die Fotoindustrie in Braunschweig und die Kulturepoche des Jugendstils werden in der Inszenierung des Fotoateliers Herbst aus Wolfenbüttel miteinander verbunden.
Im Raum „Großbürgerliche Zeit und Kaiserreich 1850 - 1918" hängt ein Portraits des Kommandeurs Carl -Dürr, der die Oberaufsicht über das Braunschweiger Infanterieregi-ments führte. Gewehre der Kriegsführenden Nationen, anderweitige Ausrüstungsgegenstände und Uniformen des deutschen Hermanns sind nebeneinander aufgereiht.
Die Abteilung „Revolution und Weimarer Republik" verbindet die Nachkriegszeit, den na-tio¬nalsozialistischen Aufstieg und „Goldenen Zwanziger Jahre" miteinander. Die ausgestellten Kleidungsstücke verdeutlichen die Tendenz zur Vereinfachung und Anpassung an praktische Bedürfnisse der Mode. Die Schnitte der Damenkostüme näherten sich der Herrenmode an. Faschingskostüme und das Portrait des Oberspielleiter des Schauspiels am Braunschweiger Landestheater Julius Czerwinka zeugen davon, dass die Bevölkerung trotz der schlechten finanziellen Lage der Stadt ihrem Vergnügen nachging.
Die vorletzte Raumfolge dokumentiert die Zeit der nationalsozialistischen Diktatur und deren Auswirkungen auf das Brauschweiger Land, sowie die schwierige Phase des Wieder-auf¬baus nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg. In den Nachkriegsjahren waren Fahrrad und Motorrad die Fahrzeuge, die in erster Linie den Individualverkehr ermöglichten. Ein Mo-torrad, ein Motorroller und ein Moped mit dazugehöriger Motorradkleidung und Zubehör sind ausgestellt. Eine Ecke ist im Wohnstil der 50er mit Sofa, Sessel, Musiktruhe, Fernsehrund-funkkombi, Heizofen, Wandlampe eingerichtet worden.
Mit der Darstellung Braunschweig nach 1960 greift das Museum abschließend einen Zeitraum auf, der für viele Besucher noch gegenwärtig ist.
3.4 Vermittlungsmedien
3.4.1 Der Faktor Zeit als verbindende Basis
Das Braunschweigische Landemuseum präsentiert seinen Bestand unter historischen Aspekten, die durch den Faktor Zeit miteinander verbunden werden. Diese Art der Darstel-lung steht im Gegensatz zu vergleichbaren Museen, deren Einrichtung nach „wissenschaftli-chen Sachgruppen und Abteilungen getrennt" gegliedert ist (zit. nach Biegel 1992, S.37). Da sich das Phänomen Geschichte u.a. als Abfolge von Ereignissen darstellt, erweist sich die Anordnung der Bereiche für den Besucher des Landesmuseums durchaus als günstig. Sie bietet ihm die Geschichte des ehemaligen Herzogtums und des braunschweigischen Landes in ihrer elementarsten Form dar. Nach und nach kann der Betrachter u.a. bedeutende Wen-de- und Höhepunkte der aufeinander folgenden Epochen studieren.
3.4.2 Inszenierung der Ausstellungsobjekte
Die Begegnung mit den originalen Exponaten steht im Braunschweiger Landesmuseum im Mittelpunkt. Teilweise sind die Objekte funktional inszeniert, d.h. dass die Ausstellungs-gegenstände in eine an die Wand gemalte Darstellung integriert worden (vgl. Biegel 1992, S.38). Der Betrachter wird so in die Lage versetzt, die Stücke in einen Zusammenhang ei-nordnen zu können. Eine Szene, in der Abteilung „Zeitalter des Dreißigjährigen Krieges", stellt ein Beispiel für eine derartige Inszenierung dar. Im Vordergrund rahmen zwei mit Lanzen bewaffneten Soldaten Herzog August den Jüngeren (1579- 1666) ein, der auf einem Pferd sitzt. Solch eine Aufstellung sah man in früheren Zeiten am Eingang von Wolfenbüttel, der ehemals durch das Herzogtor markiert wurde. Das Tor ist später zerstört worden und wurde nicht wieder aufgebaut, so dass der Besucher u.U. keine historische Begebenheit mit der Szene verbinden kann. Damit es nicht zu einer derartigen Reaktion kommt, wurde im Hintergrund großflächig das Herzogtor nachgemalt. Darüber zeigt die Malerei dieselbe Szene in klein. Mithilfe des Großbild- Hintergrundes fügen sich der Reiter, die Soldaten und das Her-zogtor zu einem für den Museumsbesucher visuell begreifbaren Arrangement zusammen (vgl. ebd.). Auf Kulissenartige Inszenierungen wurde im Großen und Ganzen verzichtet.
3.4.3 Informationstafeln
Jedes originale Objekt in Form von Gemälden, Waffen, Kleidungsstücken, Arbeitsgerä-ten, Maschinen, schriftlichen Zeugnissen, etc. hat auf den ersten Blick eine individuelle histo-rische Aussagekraft. Daneben werden sie mithilfe von Informationstafeln in einen Kontext eingebettet. Sowohl Text als auch Bilder sind darauf abgebildet. In nahezu allen thematischen Bereichen sind die Tafeln nach einem festen Schema verfasst worden, das ich anhand der Freimaurer näher verdeutlichen möchte: Die erste Freimaurerloge schloss sich Anfang des 18. Jh. zusammen. Sie verfolgte das Ziel, eine Gemeinschaft aufzubauen, die ihre moralischen Maßstäbe frei von den Grundsätzen und Vorschriften von Staat und Kirche wäh-len und verwirklichen wollte. Nicht nur gebildete Adelige, sondern auch die bürgerliche Be-völkerung konnten in die Loge eintreten. So entwickelte sie sich rasch zu einer wichtigen Vereinigung im gesellschaftlichen Leben des 18.Jh.. Die Freimaurerei weitete sich zu einer Bewegung aus, die ganz Europa erfasste. In Deutschland wurde die erste Loge im Jahre 1737 in Hamburg gegründet, aus der einige Jahre später die Loge „Jonathan" in Braun-schweig hervorging. Es sollte nicht bei einer derartigen Vereinigung bleiben. Es entstanden weitere Logen im Braunschweiger Land, die von der dort ansässigen Herzögen unterstützt wurden und dadurch bei den Bürgern Akzeptanz erfuhren.
Demnach führen die Informationstafeln allgemein in die Thematik ein, binden sie sowohl in einen europäischen Kontext als feiner auch in die deutsche Geschichte ein, um des Weite-ren über dessen Erscheinung in Braunschweig zu informieren (vgl. Biegel 1992, S.38).
3.4.4 Einsatz von Multimedia
Eine Studie des Instituts für Museumskunde in Berlin ergab 1993, dass von ca. 5000 be-fragten Museumseinrichtungen lediglich 50 über Bildschirminformationssysteme verfügten (vgl. Seyfert, S.72). In den letzten Jahren hat die Multimediatechnik verstärkt Einzug in die Museen gehalten. Standbilder, Texte und bewegte Bildern in Form von Computeranimationen und Videos mit Ton wurden in viele Museumskonzeptionen integriert. Mithilfe der genannten Medien sind die Museen in der Lage, dem Besucher kurze und schnell erfassbare Informatio-nen anzubieten.
Das Braunschweigische Landesmuseum verzichtet in Ermangelung von Multimediatech-nikern auf Tonträger, Computer- und Videoanimationen. Da „eine regelmäßige und schnell reagie¬rende personelle Betreuung" nicht „gewährleistet" ist (zit. nach Biegel 1992, S.39), ist die Gefahr einer hohen Ausfallfrequenz der Informationen gegenwärtig, in der das Museum seiner Vermittlungsfunktion nicht mehr nachkommen könnte (vgl. ebd.). Stattdessen versucht das Landesmuseum diese Aufgabe durch Führungen und Vorträge zu erfüllen.
3.4.5 Anspruch auf regelmäßige Fortschreibung
Das Landesmuseum erhebt Anspruch auf kontinuierliche Modernisierung und de-mentsprechend auf eine regelmäßige Erneuerung der Ausstellungsbereiche. „Der Wandel der Zeit fordert das Museum in seinen Grundfunktionen des Sammelns und Bewahrens, des For-schens, des Ausstellen und Vermittelns" (zit. nach www.historisches-museum.frankfurt.de, S.8). Spätestens alle drei bis fünf Jahre werden die Bereiche unter Einbezug von aktuellen Forschungsberichten und Neuerwerbungen überarbeitet und bei Bedarf aktualisiert (vgl. Bie-gel 1992, S.39). Damit wirkt das Museum nicht überholt, sondern bleibt für Touristen und das örtliche Publikum attraktiv.
Die Abteilung „Zeitgeschichte nach 1945" wurde beispielsweise um ca. 1998 überarbeitet und neu strukturiert. Ausgehend von dem Aktualisierungsanspruch stellten der Fall der Mauer und die Wiedervereinigung Deutschlands das Museumspersonal nach drei Jahren vor die Aufgabe, den Bereich nach 1945 grundlegend zu erneuern (vgl. Biegel 1992, S.39). Ein Trabi, eine der neusten Erwerbungen (1989) des Museums (vgl. Biegel 1992, S.39), schmückt ihn seitdem als Symbol der DDR und zugleich als Zeichen der Freiheit.
Das Braunschweigische Landesmuseum geht somit den allgemeinen Aufgaben eines Museum nach. Der Ankauf des Trabis zeigt beispielsweise, dass die Kuratoren Kulturgüter der Gegenwart sammeln und für die Zukunft dokumentieren. Mit der Eröffnung der musealen Ausstellung endeten diese Tätigkeiten nicht. Sie reagieren auf aktuelle Geschehnisse in der Welt, die sich bedeutend auf Braunschweig und Umgebung auswirken. Des Weiteren werden die Stücke, die derzeit nicht ausgestellt werden, in Archiven und Magazinen aufbewahrt.
4. Schule und Museum
Viele Museen präsentieren sich heutzutage als Lernorte. So ist es nicht verwunderlich, dass die Besuchszahlen mancher Einrichtungen einen Anteil von 50% Schülern melden (vgl. von Freymann, S.157). Ich wage zu behaupten, dass die Besichtung eines Museums heute zum Alltag eines Schülers gehört. Ich selbst war in der Sekundarstufe in jedem Jahr mindes-tens ein Mal in einem Museum und erfuhr in der 4.Klasse, in der ich mein allgemeines Schulpraktikum 2006 ableistete, dass sie mit mir zum zweiten Mal in diesem Schuljahr eine museale Ausstellung besuchen würden.
Museen präsentieren Relikte der historischen Wirklichkeit und ermöglichen den Schülern die Begegnung mit originalen Quellen, mit dessen Hilfe Ereignisse, Strukturen, Denkweisen und Lebensgewohnheiten rekonstruiert werden können. Die Mehrheit der Kinder und Ju-gendlichen ist es gewöhnt, im Zeitalter der Neuen Medien fertige Bilder vorgesetzt zu be-kommen. Es fällt ihnen deshalb zusehends schwerer die Informationen, die das Schulbuch ihnen liefert, zu verstehen. Sie verbinden mit den Worten keine Bilder und können sich das Gelesene aufgrund dessen nicht vorstellen. Die Museen bieten die Möglichkeit, dass im Unterricht vermittelte Wissen zu veranschaulichen. Sie besitzen zumindest ein derartiges Potential. Werden die Schüler jedoch nicht gemäß ihrer Voraussetzungen auf die Objekte vor-bereitet, ist es für sie wertlos. Die Museen sind keine natürliche Umgebung. Sie präsentieren Schätze der Vergangenheit, die i.d.R. mit dem Alltag ihrer heranwachsenden Besucher nur wenig zu tun haben. Die Schüler würden die Ausstellungsobjekte zwar ansehen und wären möglicherweise sogar fasziniert von ihnen. Aber aufgrund der Tatsache, dass das Museum nur Fragmente und kein fertiges Bild der Vergangenheit ausstellt, könnten sie mit hoher Wahrscheinlichkeit keinerlei Bezüge zur komplexen historischen Wirklichkeit herstellen. Dar-aus resultiert die Anforderung an den Lehrer, den Besuch auf eine Art und Weise vorzubrei-ten, die die Schüler allein oder mit dem Lehrer und/oder einer Führungsperson in die Lage versetzt werden, sich die Inhalte des Museums erschließen zu können. Ansonsten steht der Besuch in der Gefahr der reinen Unterhaltung zu dienen oder auf Desinteresse zu stoßen.
4.1 Lernen im Braunschweigischen Landesmuseum
Die Geschichte des Heimatortes begegnet Kindern und Jugendlichen nahezu überall in Form außerschulischer Lernorte wie Denkmälern, alten Häusern, Kirchen und Straßen(-namen). Sie ist Bestandteil ihrer Lebensumwelt. Es bietet sich deshalb an, das Braun-schweigische Landesmuseum in einen umwelterschließenden Unterricht einzubinden.
Dabei sind zwei Punkte zu beachten: Erstens verfügt das Landesmuseum über ein breites Spektrum an Informationen über die kulturgeschichtliche Entwicklung der Stadt und seines Umlandes. Die Schüler darauf umfassend vorzubereiten scheint mir nur dann sinnvoll, wenn sie kurz vor ihrem Schulabschluss stehen. Dann dürften sie alle thematischen Bereiche im Unterricht angerissen haben, so dass sie über einen Grundstock an Wissen verfügen und die Exponate in einen weitläufigeren Kontext einbinden können, als die Ausstellung es ihnen ermöglichen kann. Zweitens präsentiert das Museum viele Informationen über Tafeln mit Text, dessen angemessene Erschließung wohl mehr als einen Unterrichtstag in Anspruch nehmen würde. Für Grundschulkinder erscheint mir die Ausstellung deshalb zur Selbster-kundung nicht geeignet. Daraus folgt zwangsläufig die Konsequenz, dass sich eine Schulklasse während ihres Aufenthaltes im Museum nur einer Abteilung ausführlich widmen sollte. „Weniger Objekte anzusehen ist sinnvoller, als das "ganze" Museum kennen lernen zu wollen" (zit. nach Museumspädagogischer Dienst Berlin, S.19).
4.2 Der Museumsbesuch
4.2.1 Anlass des Besuchs: Der Nationalsozialismus in Braunschweig
In den curricularen Vorgaben des Landes Niedersachsen für das Gymnasium, Schuljahr-gänge 7-10 ist die Unterrichtseinheit „Das nationalsozialistische Deutschland" für die Klas-senstufe 10 vorgesehen (vgl. Niedersächsisches Kultusministerium 1996, S.48ff.). Teilweise wird es mittlerweile bereits in der Grundschule thematisiert und i.d.R. kommt es in der Ober-stufe nochmals im Unterricht zur Sprache. Den Besuch des Braunschweigischen Landesmu-seums würde ich in der Unterrichtseinheit einplanen, in der die Schüler das erste Mal tiefer in die Thematik einsteigen, d.h. den Nationalsozialismus in seiner Gänze kennen lernen und in der Lage sind, ihn in seiner Komplexität zu verstehen und zu verarbeiten. In der Grundschule sind diese Ausgangsbedingungen meines Erachtens nach noch nicht gegeben.
Ich habe dieses Thema für einen Museumsbesuch aufgrund seiner Präsenz in Unterricht und Alltag gewählt. In meiner Schulzeit habe ich allgemein sehr viel über den Nationalsozia-lismus gelernt. Doch seine Auswirkungen auf meine Heimatregion wurden erst in der 13.Klasse während eines Kursprojektes thematisiert. Dabei weckt die Geschichte der realen Umwelt das Interesse der Schüler. Sie können das erlangte Wissen über die nationalsozialis-tische Diktatur auf ihre Stadt übertragen und so einen gegenwärtigen lebensweltlichen Bezug herstellen. Sie „erkennen, wie Ereignisse und Verhältnisse ihrer engeren Heimat in übergreifende Zusammenhänge eingebettet sind" (zit. nach Staatsinstitut, S.15). Von solchen Erfahrungen profitieren die Schüler, wenn ihnen das Thema das nächste Mal im Unterricht begegnet.
4.2.2 Einordnung in die Unterrichtseinheit
Der Museumsbesuch kann der Einführung, als Anwendung in der Mitte oder als Wieder-holung am Ende der Unterrichtseinheit dienen. Ich halte es im vorliegenden Fall für sinnvoll ihn während der Unterrichtseinheit einzuplanen. Zu diesem Zeitpunkt haben sich die Schüler bereits ein Grundwissen erarbeitet, dass ihnen hilft, den Ausstellungsobjekten sinnvolle Fra-gen zu stellen und sie von neuen Seiten zu beleuchten. Daraus ergeben sich möglicherweise bisher nicht zur Sprache gebrachte Unklarheiten und Problemstellungen, die im Laufe der folgenden Bearbeitung des Themas im Unterricht aufgegriffen und geklärt werden können. Einerseits fördert der Besuch das entdeckende Lernen und anderseits führt er zu einer Vertiefung des Unterrichts.
4.2.3 Vorwissen
Bevor sich die Schüler mit ihrem Lehrer auf den Weg ins Museum machen, sollte sie den allmählichen Aufstieg des Nationalsozialismus und seiner Ideologie verfolgt haben. Sie sollten Kenntnisse über die Etablierung der NS- Herrschaft in Verbindung mit den Schlagworten 30. Januar 1933, Reichstagsauflösung, Reichstagsbrand, Märzwahlen, Ermächtigungsgesetz und Gleichschaltung besitzen, die letztendlich in der Errichtung der totalitären Diktatur unter Adolf Hitler endete. Darüberhinaus sollten sie über Propaganda, den nationalsozialistischen Terror und die Verfolgung derer, die nicht dem Ideal des arischen Deutschen entsprachen, gesprochen haben. So können sie im Anschluss daran im Landesmuseum der Frage nachgehen, wie sich der Nationalsozialismus auf ihre Region auswirkte.
4.2.4 Eine Schulklasse besucht das Braunschweigische Landesmuseum
Im Museum angekommen, würde ich in der Person als Lehrer mit den Schülern zunächst an einer Führung durch die Abteilung „Nationalsozialistische Diktatur" teilnehmen. So lernen alle Schüler den Bereich in seiner Ganzheit kennen und können nicht einzelne Bereiche überspringen. Währenddessen sollten sie sich Notizen über die Inhalte machen, die ihnen in Hinblick auf die weitere Beschäftigung im Unterricht wichtig und interessant erscheinen. Im Anschluss an den Vortrag würde ich die Schüler in Gruppen nochmals in die Ausstellung schi-cken, damit sie sich unter Einbeziehung der Informationstafeln mit einer Objektgruppe gezielter auseinandersetzen. Folgende Informationen könnten sie dabei herausarbeiten:
4.2.4.1 Gruppe 1: Braunschweig als Musterstadt der Nationalsozialisten
Dietrich Klagges, der Minister für Inneres und Volksbildung und seit 1931 Mitglied in der Landesregierung, formte Braunschweig in eine Stadt um, die vom Nationalsozialismus ge-prägt war. Am 18. Oktober 1931 kamen 104 000 SA- Männer aus ganz Deutschland vor dem Braunschweiger Schloss zusammen. Ein Aufmarsch derartiger Größe hatte es bisher nicht gegeben. Er beeindruckte Anhänger und schüchtere die Gegner gewaltig ein. Ein Foto in der Ausstellung belegt, dass auch Adolf Hitler anwesend war.
Nicht nur für die Einbürgerung im Deutschen Reich, sondern auch für Hitlers Präsenz in der Braunschweigischen Gesandtschaft in Berlin, waren Nationalsozialisten aus Braun-schweig verantwortlich. Diese Begebenheiten führten dazu, dass er sich fortan für die höch-sten Ämter zur Wahl stellen konnte.
Nach der Ernennung Hitlers zum Reichspräsidenten (30.1.1933) richtete sich die SS ge-waltsam einen Sitz in Braunschweig ein. Politiker der SPD und der KPD wurden von SA und SS verfolgt und verhaftet, so dass sich Braunschweig Ende April 1933 als erstes Land unter rein nationalsozialistischer Regierung darstellte.
„Bedeutende Einrichtungen der nationalsozialistischen Herrschaft wurden hier angesiedelt. 1935 entstand im Schloß die „SS- Junkerschule" für die Ausbildung der politischen und militärischen Führungselite. In Riddagshausen wurde der „Reichsjägerhof Hermann Göring" [...] die „Akamedie für deutsche Jugendführung". Eine „Truppenführerschule des Reichsar-beitsdienstes wurde in Braunschweig gegründet, ebenso eine „Führerschule des deutschen Handwerks"" (zit. nach Informationstafel im Museum).
4.2.4.2 Gruppe 2: Die Verbindung der Nationalsozialisten zu Heinrich dem Löwen
Heinrich der Löwe weitete sein Reich 1160 nach Osten aus. Die Nationalsozialisten heg-ten ähnliche Pläne, so dass sie in ihm den Pionier ihrer gewaltsamen Politik erblickten. Zu-gleich konnten sie ihr Vorgehen damit rechtfertigen, dass sie in der Tradition Heinrich des Löwen handelten und damit jahrhundertlange Ansprüche geltend machten. Der St.Blasii Dom, der von ihm erbaut wurde, wurde der kirchlichen Aufsicht entzogen, zum Staatsdom ernannt und schließlich zwischen 1936 und 1938 „als Wallfahrts- und Weihstätte der Nation propa-giert" (zit. nach ebd.). Fotographien zeigen die Neugestaltung des Doms und ein dort neu gemaltes Wandbild, auf dem Krieger in den Osten unterwegs sind. Alles war darauf ausgerichtet, die Bevölkerung auf die kämpferischen Auseinandersetzungen vorzubereiten. Zusätzlich wurden 1935 die Särge von Heinrich und seiner Frau Mathilde in einem anderen Gewölbe untergebracht, das die Nationalsozialisten nach ihren Vorstellungen umgestaltet hatten. Ein ausgestelltes Kästchen beinhaltet eine angebliche Haarlocke Heinrichs des Lö-wen, die ihm während der Umbettung entnommen worden war, um sie anschließend Adolf Hitler zu schenken.
Der Burgplatz vor dem Dom wurde gepflastert. „Durch die große und einheitliche Fläche hatte er jetzt eine beeindruckende Wirkung" und erwies sich als „würdiger Vorhof" (zit. nach ebd.). Fotographien zeigen den Platz vor und nach der Umgestaltung.
Die Lage des Museums bietet dieser Gruppe die Möglichkeit sich vor Ort Burgplatz und Dom heute anzusehen und Vergleiche zu damals zu ziehen.
4.2.4.3 Gruppe 3: Braunschweig als zweites Industriezentrum der Nationalsozialisten
Die Nationalsozialisten errichteten in der Nähe von Braunschweig ein Reichswerk namens „Hermann Göring" für Erzbergbau und Eisenhütten und das Volkswagenwerk zur Herstellung des KdF-Wagens. Beide Werke sind heute noch in Betrieb. Ihre Gründung lässt sich auf eine Idee der Nationalsozialisten zurückführen. Sie hatten sich zum Ziel gesetzt, dass zweite industrielle Zentrum unter ihrer Macht (nach dem Ruhrgebiet) in Braunschweig aufzubauen. Im Zuge dessen wurden die Verkehrswege in der Region ausgebaut. Eine Fotographie von 1936 zeigt das gerade neu eingeweihte Teilstück der Reichsautobahn bei Braunschweig. Zwei Jahre zuvor war der Braunschweiger Hafen zum Abtransport von Waren eröffnet worden. Alles in allem Bestandteile des Vierjahresplans. Wirtschaft und Militär sollten innerhalb von vier Jahren aufgerüstet werden, um dem anstehenden Krieg standhalten zu können. Eine Zeitschrift der Reihe „Vierjahresplan" berichtete regelmäßig über Erfolge und Rückschläge.
Um in sehr kurzer Zeit möglichst große Fortschritte zu machen, wurden in den Werken viele Arbeitskräfte gebraucht. Die Arbeitslosigkeit sang daraufhin in Braunschweig drastisch. Sie wandelte sich nahezu in einen Arbeitskraftmangel, so dass neben den arischen Arbeitern schließlich viele Straf- und KZ- Häftlinge eingestellt wurden. Die Arbeit war hart und kräfte-zehrend. Der Auszug aus einer Totenliste des Straflagers bei Salzgitter beweist, dass viele der Beschäftigten durch die Arbeitsbedingungen ums Leben kamen.
Weitere Gruppen könnten sich mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten und den Juden in Braunschweig beschäftigen.
4.2.5 Eine mögliche Auswertung
Die Vorstellung der gesammelten Informationen durch die einzelnen Gruppen würde ich in der nächsten Unterrichtsstunde durchführen, da der Grad der Aufmerksamkeit dann um einiges höher sein dürfte als im Anschluss an die Besichtigung. Für die Auswertung in der Schule bietet sich ein allgemeines Gespräch an. Die Gruppen könnten nacheinander ihre Ergebnisse präsentieren, um eine Grundlage für eine anschließende Diskussion zu schaffen, in der Schüler und Lehrer gemeinsam eine Quintessenz des Besuchs im Museum formulie-ren. Sie sollten Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Erkenntnisse aus Unterricht und Museum benennen und ein Fazit daraus ziehen. Abschließend könnte überlegt werden, wel-che Bereiche im Unterricht noch vertieft werden sollten und wo neue Problemstellungen auf eine Lösung warten. Möglicherweise bieten sich Kooperationen mit anderen Fächern an. Beispielsweise könnte im Religionsunterricht der jüdische Glaube oder im Erdkundeunterricht die Bedeutung von Industriezentren thematisiert werden.
Historisches Lernen beinhaltet die Arbeit mit Quellen, für die die Schüler methodische Werkzeuge an die Hand bekommen müssen. „Im Rahmen des Unterrichts sollten sich die Schüler [...] Fertigkeiten aneignen, die zu rationalem historischem Arbeiten und Denken not-wendig sind (zit. nach Staatsinstitut, S.14). Besonders wichtig ist, dass sie begreifen, dass die historischen Zeugnissen unterschiedliche Deutungen zu lassen. Möglicherweise stoßen die Schüler im Museum auf Informationen, die sich in einem Gewand präsentieren, dass ihnen unbekannt ist. Doch nicht nur dort, an allen möglichen Orten könnte man gezwungen werden, sein Bild als Resultat gerader vergangener Gegenwart umzudeuten und anders zu begreifen. Es ist jedoch fraglich, ob man dies tatsächlich muss. Vielleicht erzählt die Quelle die Unwahrheit? Deshalb gehört neben der Rationalität des Umgangs mit historischen Zeug-nissen auch Reflexivität zum Geschichtsbewusstsein.
Sind die Schüler dem Potential, das ihnen das Museum bot, aufgeschlossen und interes-siert entgegengetreten, dürften sie nach dem Museumsbesuch auf einem Großteil der sieben Dimensionen des Geschichtsbewusstseins nach Pandel einen Fortschritt verzeichnen.
Sie haben gelernt, dass der Nationalsozialismus mit seiner Identifikationsfigur eine Er-scheinung der ersten Hälfte des 20.Jh. war. Sie wissen also, was früher war und können aus ihrer Lebenswelt im 21.Jh. heraus beurteilen, dass die Bewegung und ihre Folgen auch ge-genwärtig in der Gesellschaft präsent sind. Diverse Schriftsteller setzen sich mit der Thematik in Form von Romanen oder wissenschaftlichen Darstellungen auseinander. Tausende von Menschen, möglicherweise sogar ein Teil der Schüler, besuchten Kinofilme wie „Sophie Scholl", „Schindler Liste", „Das Leben ist schön". Die Wahlenergebnisse, insbesondere im Osten Deutschlands, verzeichnen Erfolge für die NPD. Und zusätzlich begegnet den Schülern das Thema im Unterricht und nun auch im Museum. Sie können daraus schlussfolgern, dass Handlungen und Einstellungen früherer Generationen die heutige Gesellschaft, genauso wie zukünftig lebende Menschen berührt und beeinflusst (Zeitbewusstsein).
Über die Juden, die während der nationalsozialistischen Diktatur in Braunschweig sesshaft waren, und ihre Verfolgung wird im Museum ebenfalls ausführlich berichtet. Sie sind ein be-sonders gutes Beispiel dafür, dass Menschen Träume, Sehnsüchte, Bedürfnisse und Ziele je nach ihrem sozialen Stand und ihrer Herkunft unterschiedlich verwirklichen können (ökono-misch- soziales Bewusstsein) und aufgrund dessen zugleich gewollt oder gezwungen aus der Gesellschaft ausgegrenzt und als fremd betrachtet werden (Identitätsbewusstsein). Die Schü-ler finden Antworten auf die Fragen, ob die Schwachen in Braunschweig geschützt wurden oder ob sie den Mächtigeren schutzlos ausgeliefert waren. Zudem sehen sie an den zahlrei-chen Maßnahmen, die im Zuge des Vierjahresplans in Braunschweig umgesetzt wurden und an den Verhaftungen der KPD- und SPD Kandidaten, dass die Nationalsozialistischen, ge-nauer Adolf Hitler die uneingeschränkte Herrschaft besaß (politisches Bewusstsein).
Anhand eines Vergleichs früher und heute, in dem sie sich mit dem Umgang mit der jüdi-schen Bevölkerung in Braunschweig und den Bedingungen, unter denen die Arbeiter in den Werken in Salzgitter und Wolfsburg arbeiten mussten, beschäftigen, können die Schüler fest-stellen, inwiefern sich die Verhältnisse verändert haben oder gleich geblieben sind (Historizi-tätsbewusstsein). Dabei erkennen die Schüler möglicherweise auch Grenzen bei der Übertra-gung von Beobachtungen.
Doch nicht nur das Geschichtsbewusstsein wird im Museum stimuliert. Neben dem entde-ckenden kommt auch das soziale Lernen zum Tragen. In den Gruppen müssen bzw. sollten die Schüler miteinander kooperieren, um zu einem Ergebnis für die Präsentation im Unterricht zu kommen.
Durch den Besuch im Braunschweigischen Landesmuseum erhielten „die Schüler Anlei-tungen und entdecken selbsttätig, welche Möglichkeiten das Museum ihnen bietet, und wie man es beanspruchen kann und sollte, um eben solche historischen Kenntnisse zu be-kommen" (zit. nach Hense, S.160).
5. Literaturverzeichnis
- Baumgärtner, Ulrich: Historische Orte, in: Geschichte lernen 19 (2005).
- Biegel, Gerd (Hg.): Herzöge, Revolution und Nierentisch. 1200 Jahre Braunschweigische Landesgeschichte. Braunschweig 1992.
- Biegel, Gerd (Hg.): Nationalsozialistische Diktatur in Braunschweig 1930- 1945. Museums-pädagogisches Materialheft für Kinder und Jugendliche ab 11 Jahren. Braunschweig 1994.
- Clemens, Hans- H./ Wolters, Christof: Sammeln, Erforschen, Bewahren und Vermitteln. Das Sammlungsmanagement auf dem Weg vom Papier zum Computer. Mittelungen und Berichte aus dem Institut für Museumskunde. Staatliche Museen zu Berlin. Preußischer Kulturbesitz. Nr. 6. Berlin 1996.
- F.A. Brockhaus (Hg.): Brockhaus. Die Enzyklopädie in 24.Bänden. 15.Band. 20., überarbei-tete und aktualisierte Auflage. S.261- 264. Leipzig, Mannheim 1996.
- Fast, Kirstin (Hg.): Handbuch museumspädagogischer Ansätze. Opladen 1995.
- Ferchland, Andrea: Schule und Museum. Vom Nutzen des Museums für die Schule. Anre-gungen für den Unterricht in den Fächern Geschichte, Deutsch, Physik, Bildende Kunst, Er-kunde/ Sachkunde. Berlin 1998.
- Grütter, Heinrich Theodor: Geschichte im Museum, in: Bermann, Klaus u.a. (Hg.): Handbuch der Geschichtsdidaktik. 5.,überarbeitete Aufl.. Seelze- Velber 1997, S.707-713.
- Institut für Museumskunde: Statistische Gesamterhebung an den Museen der Bundesrepublik Deutschland für das Jahr 2004. Heft 59. Berlin 2005.
- Hense, Heidi: Das Museum als gesellschaftlicher Lernort. Aspekte einer pädagogischen Neubestimmung. Frankfurt am Main 1990.
- Klausewitz, Wolfgang (Hg.): Museumspädagogik. Museen als Bildungsstätten. Frankfurt am Main 1975.
- Liess, Reinhard: Braunschweig. 5., in Text und Bildern vollst. veränd. Aufl.. München 1980.
- Niedersächsisches Kultusministerium (Hg.): Rahmenrichtlinien für die Grundschule. Sachun-terricht. Hannover 1982.
- Niedersächsisches Kultusministerium (Hg.): Rahmenrichtlinien für das Gymnasium. Schul-jahrgänge 7- 10. Geschichte. Hannover 1996.
- Seyfert, Ludwig: Schluß mit „Bitte nicht berühren", in: Screen Multimedia 12/93, S.72-79.
- Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung München (Hg.): Geschichte vor Ort. Anregungen für den Unterricht an außerschulischen Lernorten. Handreichung für den Ge-schichtsunterricht am Gymnasium. München 1999.
- Von Freymann, Thelma (Hg.): Am Beispiel erklärt. Aufgaben und Wege der Museumspäda-gogik. Hildesheim, Zürich, New York 2004.
- Waidacher, Friedrich: Handbuch der Allgemeinen Museologie. 3.,unveränderte Aufl.. Wien, Köln, Weimar, Böhlau 1999.
Internetadressen (Textausdrucke im Anhang)
http://www.historisches-museum.frankfurt.de/125jahre.htm (27.9.2006)
http://www.icom-deutschland.de/docs/D-ICOM.pdf, S. 18 (21.9.2006)
http://www.landesmuseum-bs.de/frames.htm (20.9.2006) (nicht ausgedruckt)
http://www.landesmuseum-bs.de/folderbs.pdf (20.9.2006)
http://www.museumsbund.de/cms/index.php?id=135&L=0 (21.9.2006)
Kommentare (0)
Schreibe den ersten Kommentar zu diesem Material!











