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Rhythmik - ein Weg musisch-ästhetischer Erziehung

Rhythmik - ein Weg musisch-ästhetischer Erziehung
Hausarbeit
Datum: 22. Dezember 2010 Autor: steffi_ Kommentare: 0

Zusätzliche Informationen:

Die rhythmische Arbeitsweise ist in sich ein Weg, weil sie nicht Gewicht auf Abhakung eines erreichten Zieles legt, sondern auf den entstehenden Unterrichtsprozess.

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Beschreibung:

Der Titel "Rhythmik - ein Weg musisch-ästhetischer Erziehung" beschreibt, dass die rhythmische Erziehung in der Vielfalt pädagogischer Konzepte von Lehrern und Erziehern gesucht und entdeckt wird, weil sie von einem ganzheitlichen Menschenbild ausgeht.


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Rhythmik - ein Weg musisch-ästhetischer Erziehung

Inhaltsverzeichnis

Rhythmik- ein Weg

Musisch- ästhetische Erziehung

Inhaltliche Kriterien rhythmischer Arbeit

Sensibilisierung

Orientierung

Expressivität

Flexibilität

Kommunikation und Interaktion

Phantasie und Kreativität

Die Elemente der rhythmischen Erziehung

Bewegung

Musik

Sprache

Materialien

Soziales Lernen

Polarität

Fördernde Wechselwirkung

Das Anstreben der dynamischen Balance

Hinweise

Wahl des Themas

Bedeutung der Führungsfunktion

Nachahmung

Bedeutung der Wiederholung

Lautstärke und Aggressionen

Fachpraktischer Teil

Zwei Vögel

Die freche Spinnerin

Persönliche Stellungnahme:

Rhythmik- ein Weg

Eine östliche Weisheit besagt: „Der Weg ist das Ziel!". Damit wird die Beachtung des Hier- und- jetzt- Seins, die Präsenz in jedem Augenblick, das bewusste Gehen und Wahrnehmen eines Schrittes gemeint. Dies bedeutet, dass die Zeit des Unterwegsseins genauso bedeutsam ist wie das Erreichen eines Zieles, welches unter Umständen leichter und besser zum erreichen ist, wenn man sich auf dem Weg nicht selber verliert und bei sich bleiben kann. Wird jedoch zu oft auf das entfernte Ziel geblickt, kann das Interesse für das Naheliegende gebraucht werden und das Verlangen dem Ziel schneller näher zu kommen, kann Stress mit sich bringen. Die was Erwachsenen durch Kurse in Yoga, Meditation, etc. wiedererlangen wollen, die körperlich- seelisch- geistige, ganzheitliche Präsenz besitzen Kinder. Kinder leben in der Qualität des Augenblicks, sie lernen durch Wahrnehmung, Handeln und Erleben, Lernziele sind ihnen fremd und sie spielen. In ihrem Spielen stecken Übungen. Sie Probieren Neues, wagen etwas und sie wollen es können. Kinder spüren von selbst ob sie etwas können oder ob sie ihre Fähigkeiten übersteigen. Ein unbedachter Kommentar eines Erwachsenen wie zum Beispiel „Dafür bist du zu klein", kann dem Kind einen Stein in den Weg legen. Jede Begleitung in Richtung „Hilf mir, es selbst zu tun" (nach Maria Montessori) hilft dem Kind Wege, Umwege und Pfade zu seinem Ziel selbst zu finden. Erziehung ist als Begleitung wichtig, weil sie den Kindern in der Vielzahl der einströmenden Reize Schutz und Orientierung gibt und um mit den ergänzenden Angeboten Inhalte und Wertigkeiten zu vermitteln, die ihren Altersstufen entsprechen. Sie sollten dort Hilfestellungen ermöglichen, wo sie aus eigener Kraft nicht die Fähigkeiten dazu aufbringen und sie sollte die Kinder in ihrem Tun und Verhalten ehrliche Anerkennung zu vermitteln , die das Erleben von Selbstvertrauen und Selbstständigkeit, vom Angenommenesein in der Welt, ermöglicht. Der Titel „Rhythmik- ein Weg musisch- ästhetischer Erziehung" beschreibt, dass die rhythmische Erziehung in der Vielfalt pädagogischer Konzepte von Lehrern und Erziehern gesucht und entdeckt wird, weil sie von einem ganzheitlichen Menschenbild ausgeht. Die rhythmische Arbeitsweise ist in sich ein Weg, weil sie nicht Gewicht auf Abhakung eines erreichten Zieles legt, sondern auf den entstehenden Unterrichtsprozess. Die Kinder nehmen wahr, wie sich ein Erzieher und Mitspieler als Menschen verhalten und deshalb ist neben den Inhaltlichen auch das was zwischen Erzieher und Kindern, zwischen Einzelnen Kindern und der Gruppe und zwischen der Gruppe und dem Thema geschieht wichtig. Der Schwerpunkt der rhythmischen Erziehung liegt darin Erfahrungsprozesse in gang zu setzten und Spiel- und Handlungsräume zu ermöglichen. Es liegen nur die Ziele im Bewusstsein, die Dauer und der Weg liegen aber in der Offenheit des Verlaufs. Die Akzeptanz der Situation ist primär wichtig und so wird positiv gewertet, wenn sich andere Ziele als geplant erreicht und eröffnet werden. Das Angebot der Erfahrungs und Handlungsräume wird im Kindergarten und der Schule umso wichtiger. Je mehr die Möglichkeiten im sonstigen Lebensalltag am verschwinden sind. Heutzutage sind immer seltener die eigentlichen Erzieher die Bezugspersonen im Elternhaus. Viele Kinder sind auf sich selbst gestellt oder in Betreuungseinrichtungen untergebracht, aufgrund der familiären und beruflichen Situation. Die Leitbilder kommen immer häufiger aus der Werbung und aus der Fernseh-, Video- und der Unterhaltungswelt. Die grundlegenden Lebenserfahrungen, wie direkter Kontakt mit Mitmenschen und der Umwelt, fehlen immer mehr. Auch wenn man die Entwicklung und die Umstände der Kinder von uns nicht geändert werden kann, bleibt die Zeit in der Kinder den Pädagogen anvertraut sind. Sie sollten den Kindern andere Melodien ins Ohr setzen als eine Werbemelodie (z.B. Haribo). Es ist wichtig, dass die Kinder den Kontakt miteinander erleben, dass man Zusammensein mitgestalten kann uns sie sollen Gelegenheit dazu haben. Rhythmik als ein Weg trägt das Ziel sich, dass das Denken und Handeln nicht nur im begrenzten Rahmen von Rhythmikstunden Platz hat, sondern auch im Alltag vom Kindergarten, Schule und Elternhaus.

Musisch- ästhetische Erziehung

Dem Inhalt kommt so wie den erzieherischen Methodengrope Bedeutung zu, weil die Entwicklung des Kindes nicht nur durch biologische Vorgänge von innen gesteuert wird, sondern auch als Prozessgeschehen durch Umwelt mit ihren Reizen und Herausforderungen in hohem Maße angeregt wird. In ihrer erzieherischen Grundstellung der Musik, der Bewegung, der Sprache und im Tanz misst die Rhythmik als menschliche Ausdrucks- und Kommunikationsformen einen grundlegenden Wert bei.
„Ästhetische Erziehung verstehen wir als Kultivierung der Sinnesorgane des Leibes. Das Wort `ästhetisch` ist von seiner griechischen Wurzel her zu verstehen. Das diesen Begriff zugrundliegenden Zeitwort ´aisthanomai` heißt `wahrnehem` mit den Sinnen aufnehmen. Wir verstehen ästhetische Erziehung also nicht als Kunstlehre oder gar als Erziehung zum Schönen, sondern als Kunstlehre von der Wahrnehmung ganz allgemein, natürlich im Zusammenhang mit allen Künsten." (Prof. Dr. Eva Bannmüller, zit. In: Grundlagen und Perspektiven ästhetischer und rhythmischer Bewegungserziehung)
Neben Verfeinern heißt Kultivieren der Sinneswahrnehmung auch „sorgsam pflegen". Eine verfeinerte, vertiefte Wahrnehmung führt zu erhöhtem Lebensgenuss. Konsumieren, zum Benutzen und Verwerfen steht im Gegensatz zum Genießen. Zu einlassen, die eine Sache oder eine Situation entgegen bringt. Das Wort Sinn steckt in dem Wort Sinnesorgan. Der Sinn wird durch die leiblichen Organe, das Ohr, das Auge, die Haut, den Mund, die Nase und durch den kinästhetischen Sinn erfahren. Durch ihn wird und das Ausbalancieren im Kräftespiel von Erdanziehungs- und Aufrichtungskraft ermöglicht. Die Sinne bedingen die Selbstwahrnehmung, die Wahrnehmung der Umwelt und der Mitmenschen.
Sinn findet durch Wahrnehmen: Dies ist eine lebensnotwendige Orientierung in dieser Zeit, in welcher die Welt aus den Fugen zu geraten droht, weil viele Menschen schon lange einen Sinn im Konsumrausch suchen mit all seinen vernichtenden Begleiterscheinungen für den Menschen und die Natur.

Inhaltliche Kriterien rhythmischer Arbeit

Das Einteilen der rhythmischen Übungen und Spielen nach Kriterien hat den Sinn, die Schwerpunkte zu verdeutlichen. Sie genügen dem Prozess nicht, denn innerhalb eines rhythmischen Tuns spielen verschiedene Kriterien eine Rolle, in gegenseitiger Bedingung und Wechselwirkung. Um bei einer Partnerübung dem führenden Kind folgen zu können, muss man konzentriert sein und auf dessen Handeln soll mann bereit sein, einzugehen und auch auf ungewohnte Handlungen des Kindes einstellen. Hierbei verbinden sich entsprechend der Anforderungen an Konzentration, soziales Verhalten und Flexibilität. Die Erste die die Rhythmik in fünf Gruppen eingeteilt hat, die aus einschlägiger Rhythmikliteratur bekannt sind, war Mimi Scheiblauer. Es gibt aber auch die Einteilung die ins sechs Erfahrungsfelder nach Isabelle Frohne. Sie können sowohl als methodischer weg wie als Inhalt. Durch sie wird auch ermöglciht, dass ein Thema durch aufbauende Erfahrungs- und Lernschritte zu erarbeiten ist. Die Reihenfolge kann entsprechend der Situation in der Gruppe geändert werden.

Sensibilisierung

Hier liegt die Gewichtung auf der Entwicklung und Differenzierung der Wahrnehmungsfähigkeit. Hierbei geht es sowohl um die Fremdwahrnehmung als auch um die Selbststeuerung. Die Kinder sollen Gelegenheit haben, Konzentration und Aufmerksamkeit, also die innere Sammlung und Gerichtetsein auf gewählte Reize zu erleben. Neben der Ansprache der fünf Haubtsinne und des kinästhetischen Sinns wird auch das innere Vorstellungs- und Fühlvermögen angeregt. Mit den Sinnen nimmt der Mensch die Welt war und mit dem Wahrnehmen erlebt er einen Bezug zur Umwelt. Umso größer der Reichtum an Eindrücken, je ausgeprägter und differenzierter ist die Wahrnehmung. Wahrnehmung steht immer mit der geistigen Orientierung im Zusammenhang. Eigenschaften oder Dinge die, man vorher nicht beachtet hat, weil man anders fixiert war, rücken dadurch in den eigenen Horizont und ändern, erweitern und vertiefen die Erlebnisqualität.

Orientierung

Mit Orientierung wird das Zurechtfinden in den Gegebenheiten Raum und Zeit gemeint. Die alltägliche Aufgabe steht darin, die Balance zu finden zwischen der inneren Zeit, dem eigenen Tempo, dem Eigenrhythmus und der Äußeren Zeit, den Notwendigkeiten der Zeiteinteiling im gesellschaftlichen und im familiären Umfeld. Es geht um das Finden der Balance zwischen innerem und äußerem Raum. Im Alltag sind wir stets auf ein Raum- Zeit- Bezugssystem angewiesen. Öffentliche Verkehrsmittel, Treffpunkte zu bestimmen Zeiten, Koordination von menschen zu einer Arbeit, das Spüren dieses Eingebundenseins ist dabei nur die eine Seite und die andere ist das erleben, das man es selbst mitgestalten kann, das Fähigkeiten entwickeln werden können und sich immer besser darin zurechtfinden.

Expressivität

Im Alltag werden die eigenen Ausdrucksfähigkeiten viel zu oft beschnitten. Die „man macht, man darf und darf nicht..." Diktatur, schränkt authentisches, individuelles Verhalten ein. Leitbilder aus der Werbeindustrie blenden die eigene Wesenheit aus und führen zur Nachahmung von bestimmten Verhaltensweisen. Dabei kommt es darauf an das der Mensch seine entsprechende Ausdrucksweisen zulassen und leben kann. Ein Grundanliegen in der rhythmischen Arbeit ist es, das die Kinder ihr Ausdrucksrepertoire zu entdecken. Erweitern und zu modifizieren können. Das geschieht je nach Altersstufe unbewusst oder bewusst im Spiel über die Identifikation mit Spielgestalten. Durch das Arbeiten mit Gegensätzen lernt das Kind auch Verhaltensweisen kennen, die nicht ihrem eigenen Naturell entsprechen, es aber auffordert, sich darin zu erleben. Ein Mensch soll sich in der Welt als Individuum, als einmalige Persönlichkeit erleben und entfalten können. Dabei soll er auch erfahren, dass er an einem Sozialgefüge teilnimmt und es zu einem Teil auch mitgestalten und sich einbringen kann. Welt ist dabei auch die alltägliche gelebte Wirklichkeit, das nächste Umfeld. Sich ausdrücken zu können ist eine Wichtige Fähigkeit, weil Stimmungen, Gefühle und Ideen die nicht zum Ausdruck gebracht werden, im Innenleben Verdrängungsprobleme bewirken.

Flexibilität

Ebenda S. 126 dazu: Es ist in der weiteren Hinsicht eine Erweiterung der Expressivität und es geht um die Entwicklung des Vermögens, sich in andere einzufühlen und seine Gefühle, den Ausdruck, Verhaltensweisen, Seinstellungen und Stimmungen mitvollziehen und nachvollziehen können, wenn sich Bedingungen im Spannungsfeld verändern. Die Flexibilität ist wichtig, weil die Bedingungen der Mitmenschen und der Umwelt in ständiger Veränderung oder Wandlung stehen. Wir verändern und in gegenseitiger Wechselwirkung und wirken auch auf unsere Umstände (Lebensumwelt) ein. Ebenda S. 132: „Leben bedeutet also. Ständig in Bewegung zu sein und die Beziehung zwischen der eigenen Person und der Umwelt ständig neu, d.h. rhythmisch zu gestalten." Wenn man Flexibel ist heißt das, dass man das eigene Verhältnis von Anpassung und Eigeninitiative, von Rückzug und Kontakt, Einführung und Abgrenzung zu steuern. Dies bedeutet umschalten und reagieren zu können.

Kommunikation und Interaktion

Diese beiden Wörter bedeuten das Pflegen und Anregen der sozialen Kontaktfähigkeit. In der Schule, im Beruf sowie im Kindergarten ist die Gruppe eine Gegebenheit, die auch selbst eine Aufgabe ist. Zu einer Lösung dieser Aufgabe führt das ständige und tägliche Handeln, Reden und Arbeiten. Dadurch wird auch eine Auseinandersetzung und eine Begrenzung mit dem Gegenüber geschaffen. Neben dem Trieb der Verbundenheit des Menschen schwingt nach M. Buber auch der Urhebertrieb des Menschen und dem verlangen nach schöpferischem Tun. Bei der Begegnung mit anderen Menschen, also vom Ich und Du, heißt es sich auf anderen einzustellen und sich auf andere Personen einlassen. Weiteres heißt es auch, dass man versuchen soll Verständnis für die Eigenarten der anderen zu entwickeln. Dies ist die Fähigkeit für das erleben in Bezug auf eine Gruppe. Dies wiederum heißt, dass es wichtig ist sich in ein Gruppengeschehen einzubauen und dass man schaut
Wie Impulse auf einen einwirken. Wenn diese Begegnung ermöglicht wird, kommt es zu einer gegenseitigen Bereicherung, die zu einem Erleben der vertieften Ebene führen kann. Möglich ist das Leben der Menschen nur in einer „partizipierenden Autonomie". Unter dem Wort Autonomie versteht man Selbstständigkeit, Handlungsfreiheit und Entscheidungsfreiheit. Mit dem Wort partizipieren verbindet man das teilnehmen und mitwirken in einer Gemeinschaft. Die Aufgabe der Menschen auf diesem Planeten besteht also darin, unsere Gemeinschaft so zu ordnen, dass es ein friedliches Leben gibt. Will man auf dieses Ziel hin hat man einen schwierigen Weg vor sich. Die tägliche Berichterstattung über das Versagen des Menschen auf diesem Gebiet zeigt uns die Notwendigkeit dieses Ziels.

Phantasie und Kreativität

In der rhythmischen Erziehung hat das Anregen des Tuns und die Einbeziehung in das Gestalten des Alltages eine große und wichtige Rolle. Dabei können die Kinder erleben, dass sie sich mit ihren Ideen in die Gruppe einbeziehen können und eine Form zusammen erschaffen können. Nach Isabelle Frohne ist das kreative Spielen und Handeln, der Bereich in dem sich die Erfahrungen zusammenfinden. Bei jüngeren ist schon Phantasie als Erfindergabe zu beobachten. Die Kinder ergänzen den Gebrauch der Materialien in ihrer spielerischen Form. Der Grund für die Hemmung der Kinder in ihrem Tun, ist oft die Wertung und Einschränkungen der Erwachsenen. Also fehlt es den meisten Kindern nicht an Phantasie, sondern es fehlt der begleitende und unterstützende Begleiter. Die Phantasie und Kreativität ist deshalb so wichtig, um Lösungen zu finden die situationsorientiert sind und es müssen neue Reaktionen möglich werden. Die Flexibilität ermöglicht die Phantasie und Kreativität und die Bedingungen fordern sie. Sowohl Kinder als auch Erwachsene können diese beiden Fähigkeiten durch spielerisches Tun fördern. Die kraft aus diesem heraus geht wirkt aufbauend für Kinder.

Die Elemente der rhythmischen Erziehung

Bewegung

Der Lebensausdruck der Menschen und die Erzählung seiner Befindlichkeit werden mit der Bewegung verbunden. Man kann aber nicht sagen, dass durch ein bestimmtes Bewegungsverhalten der Ausdruck eines Menschen festgelegt werden kann. Das Bild von sich selber und das Bewegungsverhalten des Menschen werden durch Erziehung, Veranlagung, Vorstellungen und der Umgebung geprägt. Manchmal kommt es auch dazu, dass das eigentliche was der Mensch leben wollte aus oder wird verdrängt. Diese fehlenden Erfahrungen prägen auch Einstellung zu sich selber, aber sehr oft ist das den Erwachsenen nicht bewusst. Kinder leben hauptsächlich nach der Ich- Vorstellung. Dieses Verhalten ist sehr oft spontan und ist mit Lebenslust und Lebensenergie verbunden. Dabei treten aber auch oft Aggressionen auf. Die Kinder lernen mit ihren Stimmungen umzugehen, sich zu wehren und durchzusetzen. Kinder leben oft nach Bildern oder Menschen, die besonders Eindruck auf sie machen. Ihr Verhalten entspricht dem Bild was den Kindern geboten wird. In der rhythmischen Erziehung ist Bewegung als Situationen und der Wahrnehmungsfähigkeit zusammen. Es hängt auch mit dem Denken, Empfinden und Wollen zusammen. Der Aspekt der rhythmischen Arbeit besteht darin. Dass Kinder durch den Kontakt mit den Anreizen durch Sprache, Musik, Materialien und der Gruppe ein Verhalten zu schaffen. Die Spielformen regen an neues zu erproben und zu wagen. Sie können verändern, variieren und entwickeltes gestalten und weiterentwickeln, dies führt zu neuen Fähigkeiten. Wenn man jüngere Kinder Defizite ihrer Entwicklung feststellt, sind damit auch oft häufig Auffälligleiten in der Bewegung zu sehen. Ein Beispiel dafür wäre das Problem bei der Koordination.

Musik

Die Musik wirkt auf Kinder noch sehr unmittelbar. Wenn ein Baby einen Klang hört, dreht es sofort den Kopf in die Richtung wo es her kommt. Weiters kann man an seinem Gesichtsausdruck erkennen ob ihnen dieses Geräusch gefällt oder nicht. Sobald es den Kindern möglich ist zu tanzen und sich zur Musik bewegen machen sich zu rhythmischen Musik mit. Zweijährige können beim Spielen schon Singen, dies sind aber dann nur einzelne Silben oder Töne. Dreijährige können schon Teile von Liedern singen, dabei treten aber manchmal rhythmische Ureinheiten auf. Wenn Kinder Musik hören werden sie oft spontan dazu aufgefordert zu klatschen oder sich zu bewegen. Bei älteren Kindern kann man beobachten, dass sie die gelernten Lieder und Reime gerne mit Freunden zusammen singen und, dass sie die Lieder oft lustig umdichten. Die Musik ist in diesem Alter noch eine Seinsform und noch kein Schmuckwerk. Die Musik kann, ohne dass es uns unbewusst ist, unseren musikalischen Gesetzen unterworfen. Musik kann uns auch auf unsere psychischen Ebene beeinflussen. Sie macht unsere Stimmung, also ob wir glücklich sind oder ihre Kräfte wiederbekommen, wenn sie einen anstrengenden Tag hinter sich haben. Heutzutage ist es leicht die Musik zu finden, die einen bewegt und ausfüllt, weil wir eine vielfältige Musilkultur haben. Im allgemeinem ist Musik eine große Kraft, durch sie werden Bewegungen, Stimmungen, Verhaltensweisen und Gemeinsamkeit vermittelt. Im positiven Fall zeigt der Einsatz der Musik eine heilende Therapie und im negativsten Fall zeigt es die Verwendung in Kaufhäusern. Musik ist in der Rhythmik eine Klanggestalt, die zum bewussten Zuhören gedacht ist. Die Bewegung und die Musik ist ein elementar und vielfältig, weil sie in Verbindung mit Wahrnehmungsanregung und Bewegungsgestaltung steht. Hier meint man elementar als grundlegend. Musik kann auch von Kindern selbst produziert werden befreit werden von denen man nichts wusste. Man begegnet sich selber auf einer anderen Ebene und es werden neue Schichten von sich selbst freigesetzt. Durch Musik wird auch eine gemeinsame Schwingung zwischen Personen geschaffen. Zur Geltung kommen Kriterien der Sozialerziehung bei z.B. der Akzeptanz der Mitmenschen. Jedes instrumentelle Spielen wirkt auf den Menschen ein. Es kommt auch zur Selbsterziehung, dabei lernen die Kinder, dass es nicht nur eine Form des Ausdruckes gibt. Bis man etwas wirklich spielen kann wird man ständig mit der eigenen Unfähigkeit konfrontiert. Hierbei sollte das Kind immer ein begleitender Erwachsener zur Verfügung stehen, der dem Kind Mut macht und es motiviert weiter zu machen.

Sprache

Der Sprache kommt eine spielerische Bedeutung zu, wegen der Gestaltung der Sprache und die Verwendung dieser als Bewegungsbegleitung. Die Lust an der Sprache und der Einsatz von Silben, Wörtern etc erlebt man sehr stark im Kindergarten. Kinder befinden sich permanent in einem Erwerbsprozess der Sprache und dabei kommt es nicht auf den Inhalt des Gesprochenen an, sondern auf das Hervorbringen der Sprache. In dieser zeit bilden die Kinder oft Nonsensverse, die sie aus Liedern kennen. Aus bestimmten Wörtern welche die Kinder noch nicht richtig aussprechen konnten, bilden sich konkrete Wörter. Dem Sprechen lernen der Hand kommt eine große Bedeutung zu. Es besteht ein Zusammenhang zwischen der Feinmotorik und Sprechen. Deshalb sind in dieser Zeit Fingerspiele besonders empfehlenswert.

Materialien

Material kann so ziemlich alles sein was man sich vorstellen kann. Es gibt das rhythmische Material wäre zum Beispiel die Reifen, Kugeln etc und es gibt Material, welches man in jedem Raum findet, wie Sessel. Naturmaterialien sind auch sehr sinnvoll, weil so die Kinder ihrer Umwelt näher gebracht werden. Das Material hat einen eigenen Aufforderungscharakter, die das Kind beeinflusst. Der Einsatz vom Material ist immer abhängig von den Absichten des Erziehers. Mit Materialien lässt sich auch ein phantasievolles Spielen ermöglichen. Dabei geschieht weniger Missgeschicke, als man annimmt. Wenn Kinder behutsam mit dem Material vertraut gemacht werden, gehen sie viel sanfter und entsprechend damit um.

Soziales Lernen

Der ursprüngliche Ort des sozialen Lernens ist die Familie, doch diese wird häufig den Aufgaben nicht mehr gerecht. Deshalb ist der neue Ort der Kindergarten und die Schule. In einer Gruppe müssen bestimmte Verhaltensweisen und Umgangsformen mit anderen Personen, wie Hilfsbereitschaft, Solidarität, etc immer wieder besprochen werden und geprobt werden. Für soziales Lernen besteht die Möglichkeit die Methoden der Rhythmik zu nutzen. Es fördert das gemeinsame Tun und das spontane Handeln. Aber auch neben den kooperativen Bereichen ist Stärkung des Selbstwertgefühles besonders wichtig, die das Selbstvertrauen bestärken.

Polarität

Überall wo man sucht findet man Polare Beziehungen. Von dem kann man aber nur Reden wenn man von dem Pol den Gegenpol gefunden hat. Grundlegend für das Verständnis von Rhythmus ist das Prinzip der Polarität. Den Rhythmus kann man als zyklisches Geschehen definieren. Es entsteht ein immer neues Entstehen und Vergehen. Das gilt für die Natur, Tag-Nacht, etc. Das Symbol für den Polaritätsgedanken ist das Ying-Yang.

Fördernde Wechselwirkung

Eine fördernde Wechselwirkung ist nur dann erreichbar, wenn man dich auf beide Pole einlässt, dass nur das Gegensätzliche ermöglicht wird. Wechselwirkung wirkt bereichernd wenn man sich mit der Auseinandersetzung mit den Polen verändert. Für die Polarität ist die Gegenhaltung, sie abzulehnen. In der heutigen Zeit passiert dies sehr oft. Ein Beispiel wäre. Wenn ein Kind immer brav ist wird dies als positiv gesehen. In vielen Situationen ist das sehr nützlich, es beinhaltet aber auch, dass eine Zurückhaltung von Impulsen vorhanden sein kann. Bei Erwachsenen sind die Gründe dafür sehr oft verschieden, es können unter anderem Ängste sein.

Das Anstreben der dynamischen Balance

Die dynamische Balance muss immer wieder neu gefunden werden und sie bleibt nie im selben Zustand. Man muss sie in jeden Lebenszustand neu schaffen und es entsteht ein Spannungsverhältnis zwischen den Polen.

Hinweise

Wahl des Themas

Die Auswahl von Liedern, Sprüchen, etc soll man sich die Kinder mit Schwierigkeiten herausfiltern. Damit wird der Mangel an Ich-, Sach- und Sozialkompetenz gemeint. Es können Spielformen für Anlagen verschiedene Wirkungen haben.

Bedeutung der Führungsfunktion

Die Pädagogin ist der Konzentrationspunkt der Kinder in dem sie sich immer wieder finden. Sie ist immer in ein flexibles Wechseln verbunden. Sie braucht die Wahrheit über die ganze Gruppe und soll den Kindern Anregungen geben.

Nachahmung

Kinder nehmen alles mit ihren Sinnen auf und ahmen alles nach was Erwachsene machen. Sie prüfen sich selber um zu schauen wie weit ihre Fähigkeiten schon entwickelt sind. Sie gewinnen durch Handeln, Denken, etc neue Eindrücke.

Bedeutung der Wiederholung

Mit Wiederholung hängt eine Brücke zwischen zwei Polen. Wiederholt man etwas, weiß das Kind schon wie es sich zu verhalten hat. Dabei wächst die Lust am mitgestalten.

Lautstärke und Aggressionen

Oft übertritt der tägliche Lärm unsere Schmerzgrenze. Kinder haben deshalb oft sehr Angst vor der Lautstärke. Man sollte auf eine geregelte Lautstärke in der Gruppe achten.

Fachpraktischer Teil

Zwei Vögel

Über Vögel gibt es sehr viele Lider und Gedichte. Dies ist ein Gedicht bei dem die Kinder im Partnerspiel das Zuhören, Beobachten und Abwarten und das Miteinanderspielen anregen.
Einstimmung: Zu Beginn kann man ein Bilderbuch vorstellen. Im Anschluss kann man das Gedicht aufsagen. Zwei Vögel schlafen im Nest, ganz fest. Das erste erwacht, flattert und lacht, fliegt ein Stück und fliegt ins Nest zurück. Das zweite erwacht, flattert und lacht, fliegt ein Stück und fliegt ins Nest zurück. Nun fliegen sie alle beide, durch den Wald und Heide, sie zwitschern vor Glück und fliegen zurück. Zwei Vöglein schlafen im Nest, ganz fest (Hedwig Diestel). Handgesten zum kennen lernen des Gedichts.: Nachdem die Kinder das Gedicht gehört haben spielen sie es selber. Immer zwei Kinder sind zusammen und bestimmen einen Platz für ihr gemeinsames Nest. Sie sitzen sich gegenüber und bilden mit den Beinen ein Nest. Weiteres eignen sich Schnüre dafür. Die Kinder machen sich aus wer zuerst aufwacht und spielen das Gedicht mit den Händen. Hierbei wird die Feinmotorik gefördert.
Musikalische Gestaltung: Zwei Vögel schlafen im Nest, ganz fest. Instrumente dazu: Klangstäbe und Metallophon. Der erste erwacht flattert und lacht. Instrument: Xylophon, Vogelpfeife und Holzblock fliegt ein Stück- und fliegt ins Nest zurück. Instrumente: Xylophon ......Gilt auch für Wiederholung für den anderen Vogel. ..... Nun fliegen sie beide durch Wald und Heide. Instrumente: Xylophon.
Sie zwitschern vor Glück und fliegen zurück. Instrumente: Vogelpfeife und Xylophon. ,,,,, zwei Vögel schlafen im Nest ganz fest. Instrumente: Klangstäbe und Metallophon. Didaktische Erweiterung: In diesem Zusammenhang kann man auch Bilder oder Nester gestalten mit Stroh. Ästen oder Zweigen. Die Vögel hören: Je nach Örtlichkeit ist es möglich bei geöffnetem Fenster Vogelstimmen zu hören dabei wird der Hörnerv geschult.

Die freche Spinnerin

Die Einführung findet in einem Sesselkreis statt. Die Arme der Kinder sollen frei sein. Es ist nötig, dass die Kinder links und rechts können. Es wird die Aufgabe gestellt: Die Hand wird auf das dazugehörige Bein gelegt. So wird ein Handmuster im kreis gebildet. Die freien Hände sind Regenrinnen und zappeln in der Luft.
Fingerspiel: Hoch droben in der Regenrinne sitz die kleine freche Spinne. Hihihi so lacht sie munter jetzt komm ich zu dir herunter. Krabbelt hin und krabbelt her Spinnen fällt das gar nicht schwer. Kommt der Wind und schaukelt dann unsre kleine Spinne an. Doch die kleine freche Spinne zieht sich hoch zur Regenrinne. Olala!! Was seh ich da? Die Nachbarhand liegt auch schon da! Hihi so lacht sie munter jetzt komm ich zu dir herunter.
Am Ende wird der Nachbar gekitzelt.
Methodischer Hinweis: Die pulsierenden Klatschbewegungen brauchen zeit zum erlernen und man soll das Lied nicht unterbrechen. Für die Kooperation der Bewegung ist das sinnvoll die Bewegungsrichtung zu ändern. Am Anfang soll man den Kindern Zeit lassen und die Richtungen einüben. Später kann man auch ein Lied einbauen. Nach öfterem Wiederholen können sich die Kinder besser darauf einschwingen. Hierbei gibt es auch mehrere Varianten.

Persönliche Stellungnahme:

Ich finde die Rhythmik sehr wichtig für Kinder, weil sie dadurch sehr viel lernen können wie zB: Sensibilisierung der Sinne so wie ihre Kreativität. Sie haben die Möglichkeit ihren Körper auf spielerische Weise zu erforschen und das auch durch Selbstständigkeit. Sie können ihren Körper mit Kastanien abklopfen und so feststellen wo sie am empfindsamsten sind. Die vielen verschieden Materialien (Tücher, Kastanien, Rasselbüchsen, Steine usw....) die den Kindern geboten werden, helfen den Kindern später weiter damit zu arbeiten. Es werden so viele verschiedene Themen geschult, wie soziales Lernen oder Selbstkompetenz. Wenn es die Rhythmik nicht gebe, würden sehr viele Kinder nicht richtig mit ihrem Körper oder auch mit ihren Mitmenschen umgehen können. Sie kann auch dazu beitragen, dass sich ein Kind ruhiger verhalten kann, da es viele Konzentrations- und Aggressionsübungen gibt. Die Kinder können zum Beispiel mit Plastikflaschen gegen Stühle schlagen oder Sandsäckchen mit voller Wucht auf den Boden werfen. Es wird die Gemeinschaft gefördert. Kinder lernen zusammen zu arbeiten und gemeinsam Lösungen zu finden.
Als angehende Pädagogin möchte ich in meiner Gruppe viele Rhythmikeinheiten durchführen. Ich finde im Kindergartenalter ist es sehr wichtig, dass die Kinder gefördert werden, weil die weiteren Lebensphasen darauf aufbauen. Kinder sollen so früh wie möglich lernen, mit sich selber und mit anderen umzugehen. Es ist wichtig, dass Kinder bestens über ihre Umwelt bescheid wissen, da sie sie stark beeinflusst.



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